7. Juni 2020

George Floyd (4): Die politische Bedeutung des Märtyrerkults

Martin Lichtmesz / 64 Kommentare

Es ist bemerkenswert, aber kaum überraschend, daß der Kult um George Floyd von den globalistischen Eliten massiv gefördert wird.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Die Geschichte unter dem Banner "Black Lives Matter" (BLM) ist, nochmal zusammengefaßt, diese: Das Unrecht von Minneapolis besteht nicht darin, daß ein Krimineller  von einem Polizisten fahrlässig oder gezielt getötet wurde.

Das eigentliche Unrecht, auf das die weltweiten Demonstrationen antworten, besteht im systematisierten, strukturellen Rassismus der amerikanischen Gesellschaft wie überhaupt aller mehrheitlich weißen Gesellschaften.

Dieser Rassismus zeige sich unter anderem in der überproportionalen und häufig ungerechtfertigten Polizeigewalt gegen Schwarze. Die Umstände des Todes von George Floyd sollen beweisen, daß Schwarze in den USA weiterhin systematisch unterdrückt werden und tagtäglich allein aufgrund ihrer "Hautfarbe" um ihr Leben fürchten müssen. Dies soll sich ausschließlich aus der Tatsache ergeben, daß der "sanfte Riese" ("gentle giant" nennen ihn die Medien, wie bereits zuvor Michael Brown) schwarz war und der beschuldigte Polizist weiß. Mehr Indizien gibt es schlechthin nicht.

Das ist das "Narrativ", und wie ich in den ersten drei Teilen meiner Artikelserie demonstriert habe, ist es falsch bzw. aus den verfügbaren Fakten nicht ableitbar.

Floyd bekam ein von Hollywood- und Politprominenz besuchtes Begräbnis in einem goldenen (!) Sarg. Damit soll offenbar auch noch dem letzten Tropf klar werden, wie unendlich, unendlich wertvoll das Leben dieses drogensüchtigen Kriminellen (und Pornodarstellers) war, dessen Namen kein Mensch kennen würde, hätte ihn ein anderer schwarzer Krimineller umgebracht, was in Minneapolis ziemlich häufig passiert. Gleiches gilt, wenn der Polizist schwarz oder das Opfer weiß gewesen wäre.

Aus dem einzigen Grund, daß der mutmaßliche Täter ein weißer Polizist war, brach der Bürgermeister von Minneapolis vor laufender Kamera "unkontrolliert schluchzend" zu den Füßen des Verschiedenen zusammen, während kein geringerer als Al Sharpton eine Grabrede hielt. Ein Reverend Brian predigte:

Wir beten dieses Gebet im Namen eines unschuldigen schwarzen Mannes namens Jesus, der von einer Regierung getötet wurde und trotzdem wieder auferstanden ist, und mit dieser Kraft marschieren wir weiter, bis der Sieg errungen ist.

Nein, ich habe das nicht erfunden. So wurde Floyds Existenz buchstäblich postum vergoldet, mit dem einzigen Zweck, den weißen Rassismus umso finsterer erscheinen zu lassen.

Übrigens hat die Familie Floyds eine zweite, "unabhängige" Autopsie in Auftrag gegeben, in der im Gegensatz zur ersten doch herauskam, daß der sanfte Riese "durch Asphyxie aufgrund von Nacken- und Rückenkompression, die zu einer mangelnden Durchblutung des Gehirns führte" starb. Durchgeführt wurde sie von dem 85jährigen forensischen Pathologen Michael Baden, der bereits in die Fälle John F. Kennedy, Martin Luther King und O. J. Simpson involviert war, und zu dem Schluß kam, daß Jeffrey Epstein Selbstmord begangen hat. Nein, auch das habe ich nicht erfunden.

Während nun viele Demonstranten und Randalierer, insbesondere aus dem Antifa-Spektrum, den Kampf gegen "white supremacy" mit dem Kampf gegen "Kapitalismus" und "Imperialismus" gleichsetzen, wird das BLM-Narrativ von so gut wie sämtlichen maßgeblichen Konzernen, Banken, BigTech-Firmen und Mediengiganten unterstützt und verbreitet.

Ashley Rae Goldenberg hat bislang 279 solcher "woke capitalists" gezählt und mit Belegen verlinkt: Google, Twitter, Youtube, HBO, Amazon, Apple Music, Adidas, 23andMe, The Academy (Oscars), BMW, Converse, Conde Nast, Disney, Goldman Sachs, Ikea, Nintendo, Microsoft, McAfee, Nike, Netflix, Louis Vuitton, Playstation, Pokemon, Sony, Soundcloud, Spotify, Tinder, Uber, Lego, Versace, Warner, McDonald's, H&M, Levi's, Etsy, Kickstarter, Chick-fil-A, Ben & Jerry's, Bank of America, Bratz, Marvel, Napster, Procter & Gamble, Starbucks, Subway etc etc etc etc...

Ich habe daraus ein Schaubild gebastelt, hier anklicken und vergrößern:

Die erwartbaren Kommentare der Politikerkaste muß man nicht ausführlich behandeln. Alt-Präsident Barack Obama, der einst gesagt hatte, Trayvon Martin sähe wie wie sein Sohn aus, wenn er denn einen hätte, kam aus der Versenkung und kritisierte mutig die "strukturellen Probleme" und die "Ursünde unserer Gesellschaft", nämlich "institutionalisierter Rassismus und Sklaverei".

Dann kam Alt-Alt-Präsident George W. Bush aus der noch tieferen Versenkung und kritisierte mutig den "systemischen Rassismus" der USA. Da fragt man sich, warum die beiden in den insgesamt zweimal acht Jahren, in denen sie jeweils an der Macht waren, nichts getan haben, um dieses tiefsitzende Problem zu lösen.

Aber keine Bange, Rettung naht: Trumps Kontrahent in der kommenden Wahl, Joe Biden, der gerne an den Haaren kleiner Mädchen schnuppert, schwor gegenüber "schwarzen Führern", er werde den "institutionellen Rassismus" bekämpfen, wenn er erstmal Präsident ist. Wie er in einer Wahlrede betonte: Er werde sich immer für die Wahrheit und gegen die Fakten entscheiden.

In Deutschland kam die schrägste Wortmeldung natürlich von Heiko Maas. Der postete ein Bild von Martin Luther King mit dem Zitat "Ungerechtigkeit an einem Ort bedroht Gerechtigkeit an jedem anderen", und kommentierte dies so:

Die Worte von Martin Luther King bleiben aktuell. #COVIDー19 bedroht nicht nur Leben, Gesundheit und Wohlstand, gerade der Schwächsten. Das Virus nährt auch Rassismus und Antisemitismus weltweit. Dabei ist Zusammenhalt gerade jetzt wichtiger denn je. Demokraten dürfen nie eskalieren - auch nicht durch Worte. Mit Gewalt zu drohen löst nur weitere Gewalt aus. Statt uns auseinander dividieren zu lassen, sollten wir den Schulterschluss suchen gegenüber den radikalen Extremisten. Wir müssen uns versöhnen. #BlackLivesMatter

Macht euch keine Hoffnungen, oh meine rechtspopulistischen Brüder in Haß & Hetze: Heiko will sich nur mit den"radikalen Extremisten" von der amerkanischen Antifa und von BLM versöhnen, schließlich verfolgen sie ja die gleichen Ziele wie er, und die haben gewiß schon sehnsüchtig auf seine sich anschließende Schulter gewartet.

Auch die Kirchen sämtlicher Konfessionen spielen das Spiel mit, und versuchen mitunter, sich auf die ideologische Überholspur zu begeben. Papst Franziskus ließ über sein Twitter-Konto folgende Nachricht verbreiten:

Wir können keine Art von Rassismus oder Ausgrenzung tolerieren oder unsere Augen davor verschließen. Zudem müssen wir erkennen, dass Gewalt destruktiv und selbst-schädigend ist. Mit Gewalt kann man nichts gewinnen, aber viel verlieren. Beten wir für Versöhnung und Frieden.

Der Erzbischof von Canterbury zwitscherte im lupenreinen linken Jargon:

Ich bete, daß diejenigen von uns, die weiße Christen sind, unsere eigenen Vorurteile bereuen und sich an die drängende Arbeit machen, bessere Verbündete unserer Brüder und Schwestern der Farbe zu werden.

I pray that those of us who are white Christians repent of our own prejudices, and do the urgent work of becoming better allies to our brothers and sisters of colour.

Michael Curry, der schwarze vorsitzende Bischof der Episkopalkirche, der auch George H. W. Bush (Bush I.) angehörte, empörte sich darüber, daß Donald Trump gewagt hatte, mit einer Bibel in der Hand aufzutreten und ihre Botschaft zu instrumentalisieren:

Heute abend stand der Präsident der Vereinigten Staaten vor der St. John's Episcopal Church, hob eine Bibel hoch und ließ sich dabei fotografieren. Dabei benutzte er ein Kirchengebäude und die Heilige Bibel für parteipolitische Zwecke.

Über den Fall Floyd hatte er folgende salbungsvollen Worte zu sagen:

Das Herz unserer Nation bricht in diesem Moment, weil wir weit vom Pfad der Liebe abgekommen sind. Denn Liebe sieht nicht aus wie das Knie eines Mannes auf dem Nacken eines anderen Mannes, während er das gottgegebene Leben aus diesem herausquetscht.

Den Vogel hat freilich der berüchtigte Jesuiten-Pater James Martin abgeschossen. Der einflußreiche Bestsellerautor und katholische Berater Martin Scorseses etwa für den Film Silence, ist einer der aggressivsten Lobbyisten für die "LGBT"-Agenda innerhalb der Kirche. Ein dem Traditionalismus zugeneigter, überaus informierter katholischer Bekannter charakterisierte ihn mir gegenüber in einer E-Mail als "blitzgescheite" subversive Wühlmaus par excellence. Martin sei trotz seiner trügerisch harmlosen Cuck-Physiognomie "schlichtweg der gefährlichste katholische Theologe der Welt", gegenüber dem die "ganzen Kirchensteuerbischöfe" in Deutschland "alles lahme Enten" seien, "die immer noch vom Ende des Zölibats träumen, aber zugleich unglaublich langweilig und altbacken sind."

Martin, eine Gestalt wie aus dem Heerlager der Heiligen, hat jedenfalls die Gelegenheit am Schopf gepackt, und bemüht sich eifrig um eine Stilisierung George Floyds zur Heiligengestalt. Das ist quasi die "Hierarchie der Opfer" auf Speed. Verdienten sich frühere Märtyrer noch ihren Platz im Himmel und die Verehrung der Gläubigen durch ihre Bereitschaft, für ihren Glauben zu sterben, so genügt es im Rahmen der Religion des Antirassismus, von einem Rassisten getötet zu werden, wenn nicht schon die dunkle Hautfarbe allein ausreicht, um einen numinosen Status zu erlangen.

Bei Martin ist die Umwandlung des Christentums zu einer Art von Menschheitsreligion so gut wie vollzogen. Schwarze werden von ihm häufig wie göttliche Wesen dargestellt, und vermutlich zielt er damit vor allem auf die Empfangsantennen einer bestimmten Sorte von weißer Klientel. Rassismus, unter dem er natürlich in erster Linie weißen Rassismus versteht, gilt in seiner Version des Christentums als Todsünde Nr.1:

Racism is a sin. White supremacy is a scourge on the nation. And we must listen to the Holy Spirit working through the voices of our African-American brothers and sisters.

Rassismus ist eine Sünde. Die weiße Vorherrschaft ist eine Geißel der Nation. Und wir müssen auf den Heiligen Geist hören, der durch die Stimmen unserer afroamerikanischen Brüder und Schwestern wirkt.

Hier ein paar Kostproben seines Wirkens:

Die Frage, worauf diese Generalmobilmachung gegen "Rassismus" und "weiße Suprematie" überhaupt abzielt, kann ich im Rahmen dieses Artikels nur andeuten.

Abgesehen von der Tatsache, daß sie überdurchschnittlich häufig mit der Polizei ins Gehege geraten, gibt es nicht den geringsten Beweis, daß Schwarze in den heutigen USA in irgendeiner Weise "unterdrückt" werden.

Die nicht zu übersehenden chronischen Probleme der schwarzen Community - Gewaltkriminalität, Drogenhandel, Bandenwesen, Arbeitslosigkeit, schlechte Schulabschlüsse, kaputte Familienverhältnisse etc. - werden durch "kulturelle" und "soziale Ursachen" erklärt, womit den Weißen und ihrem "systemischen Rassismus" erneut die Schuld an der schwarzen Misere zugeschrieben wird, auch hier ohne jeglichen Beweis, durch bloße Behauptung und Zuschreibung.

Damit wird der gefährliche Mythos genährt, daß schwarzes Versagen und schwarze Unterentwicklung allein durch weiße Unterdrückung bedingt seien, und die Lebensqualität der schwarzen Gemeinschaften magisch nach oben schießen würde, wäre dieses Hindernis erstmal beseitigt - eine Idee, die dem Film Black Panther zugrundeliegt und in Adjustment Day - Tag der Abrechnung, dem jüngsten Roman von Chuck Palahniuk, sarkastisch parodiert wurde.

Viele Schwarze glauben an diesen bequemen Entlastungsmythos und sind felsenfest überzeugt, einem innerlich weiß-suprematistischen Staat gegenüber zu stehen, der systematisch nach ihrem Leben trachtet, wie in dem fetzigen, aber strohdummen Song "Killing in the Name of" von Rage Against the Machine (der weiße Polizeigewalt anprangert und vom Fall Rodney King inspiriert wurde):

Some of those that were forces are the same that burn crosses... Those who died are justified, for wearing the badge, they're the chosen whites.

Gleichzeitig wird das immer wieder rhetorisch beschworene "historische Trauma" der Schwarzen durch Sklaverei und Rassensegregation durch eine regelrechte "Erinnerungsindustrie", nicht zuletzt in Form von emotionalisierenden, oscargekrönten Hollywoodfilmen, immer wieder von neuem am Köcheln gehalten. Mit anderen Worten werden schwarzes Ressentiment und weiße Schuldgefühle geradezu gezüchtet, und das nun wirklich und nachweislich systematisch.

Weil an der egalitären Lebenslüge der amerikanischen Gesellschaft nicht gerüttelt werden darf, muß die Verantwortung für die faktischen Unterschiede und Ungleichheiten zwischen den rassischen Gruppen derart verschoben werden, daß die Rechnung am Ende wieder stimmt, und zumindest die Illusion einer potentiellen Gleichheit aufrechterhalten werden kann.

Schwarze sind demnach nur deshalb im Schnitt Ungleiche im Vergleich zu Weißen (oder Asiaten), was ihren ökonomischen Erfolg und ihre Lebensqualität betrifft, weil Weiße sie durch das diabolische Instrument "struktureller Rassismus" gleichsam in unsichtbare Ketten schlagen. Gleichzeitig gibt es ein schwarzes Ressentiment gegenüber als "weiß" empfundenen Verhaltensstandards, die als anmaßend, herablassend und unerfüllbar betrachtet werden. (Auf einem anderen Blatt steht der Verfall bestimmter proletarischer weißer Schichten, die als "Rednecks", "Hillbillies", "White Trash" etc. die eigentlichen Underdogs und Prügelknaben der amerikanischen Medien stellen.)

Über einen Mangel an öffentlicher Anerkennung können sich amerikanische Schwarze objektiv betrachtet kaum beklagen. Jegliche rassistisch konnotierte Beleidigung in ihre Richtung ist streng tabuisiert, und faule Witze oder private Ausrutscher von Prominenten werden mit inquisitorischen Kampagnen sanktioniert. Afroamerikaner werden von den Medien als Halbgötter gepriesen, die den Weißen als Musiker, Schauspieler, Komiker und Athleten überlegen seien und die unendlich wertvolle, aber verkannte Beiträge zur amerikanischen Kultur geleistet haben sollen.

Gleichzeitig arbeitet der ideologisch so gut wie gleichgeschaltete akademische Betrieb fleißig daran, ihrer Rolle in der amerikanischen Geschichte wachsendes Gewicht zu geben. Dann wird eine Harriet Tubman auf die gleiche Stufe gestellt wie ein Andrew Jackson. Die Geschichte der Vereinigten Staaten erscheint manchen heute als ein einziger Marathonlauf in Richtung universaler Gleichheit, voller rassistischer Flöhe, die unablässig aus dem nationalen Pelz herausgepickt werden müssen, und von denen kaum ein weißer Nationalheld von gestern unbefleckt ist.

Martin Luther King gilt als neuer Gründungsvater und hat seinen eigenen Nationalfeiertag bekommen, während im "Black History Month" einen ganzen Monat lang der historischen Größe der Schwarzen gedacht wird.

Dennoch ist das subjektive Gefühl der Schwarzen (oder zumindest eines signifikant großen Teils unter ihnen), weiterhin nicht in die "implizit weiße" Gesellschaft zu passen und diskriminiert, unterdrückt, abgewertet usw. zu werden, real, hartnäckig und zutiefst eingefleischt. Und nun wird ihnen dieses Gefühl durch quasi die komplette Öffentlichkeit bestätigt, vom "empathischen" Kapital und den Massenmedien, über führende Politiker, Showstars und Fernsehkommentatoren bis hin zu den Vertretern der Kirchen aller Konfessionen, vom Papst abwärts. Dabei wird etwaiger Rassismus oder Rassenhaß von Schwarzen gegenüber Weißen nur selten thematisiert und problematisiert, ja seine Existenz geleugnet.

Hinzu kommt, daß dem Großteil der Schwarzen jegliche Fähigkeit zur Selbstkritik und Selbstreflexion zu fehlen scheint. Indem sie mit Plünderungen von Luxusgeschäften, Brandstiftungen, Schießereien und gewalttätigen Übergriffen auf das "Unrecht" reagieren, das ihrem vermeintlichen "brother" geschehen ist, bestätigen sie so gut wie jedes "rassistische" Klischee über sie, und man kann erahnen, wo bestimmte "Vorurteile" ihre Wurzel haben.

Was ist hier geschehen? Zum eine demographische Entwicklung seit 1965 zu Ungunsten der Weißen, verbunden mit einer radikalen Umdeutung der nationalen Identität der USA, die etwa mit dem Aufstieg der Bürgerrechtsbewegung einsetzte. Die rassischen Minderheiten und ihre Advokaten gaben sich nicht damit zufrieden, der weißen Mehrheitsgesellschaft bestimmte Rechte (und Sonderrechte) abzuringen, sondern trachteten im nächsten Schritt danach, diese nahezu vollständig zu dekonstruieren und transformieren.

In dem Anfang dieses Jahres erschienenen Buch The Age of Entitlement (“Das Zeitalter der Ansprüche”) attackierte der konservative US-amerikanische Autor Christopher Caldwell die heilige Kuh Bürgerrechtsbewegung in ihrer Gesamtheit. Er schreibt:

Die Bürgerrechtsideologie wurde, insbesondere als sie sich zu einem rechtlichen Regelwerk kristallisierte, höchst unerwartet zum Modell für ein ganz neues System ständig wechselnder politischer Reformen. Die Definitionen dessen, was im Namen von Gerechtigkeit und Menschlichkeit erforderlich war, wurden erweitert. Die Integration der Rassen wandelte sich zur allumfassenden Ideologie der Vielfalt.

Demnach habe die Bürgerrechtsbewegung 1964 eine Art zweiter Verfassung etabliert, die mit dem Original von 1788 inkompatibel sei, und deren Säulen “affirmative action” und “politische Korrektheit” seien, und zwar von Anfang an, noch bevor es diese Begriffe gab. Die weiße Mehrheitsgesellschaft wurde zum Beutewert, den es zu übernehmen galt:

Ein “der morgige Tag ist mein”-Ton schlich sich in viele Beschreibungen des demographischen Wandels Amerikas. Die Fackel wurde an eine neue Generation Amerikaner weitergegeben, die ihren Altvorderen eine Nachricht zu überbringen hatte. Diese Nachricht lautete: sterbt!

„Der Krieg gegen den Rassismus wurde langsam, aber unvermeidlich zum rassistischen Krieg“, kommentierte der Journalist Steve Sailer Caldwells Betrachtungen „mit den Weißen in der Rolle der rassisch Minderwertigen.“ Noch einmal Caldwell:

Es erweist sich als schwierig und unnatürlich, ein System von Vorurteilen durch ein System der echten Gleichheit und echten Respekts zu ersetzen. Damit wird den Menschen viel abverlangt. Wie Friedrich Nietzsche begriffen hat, ist es sowohl für ehemalige Täter als auch für ehemalige Opfer viel einfacher, die Vorurteile einfach umzuwerten - und am Ende hat man die alte Welt auf den Kopf gestellt.

Wir stehen hier also vor nichts weniger als einem ethnisch-rassisch unterfütterten Verteilungs- und Kulturkampf, der schon lange in Gange ist, und mit dem Schrumpfen der Weißen zur Mehrheit-Minderheit rasant an Fahrt aufnimmt. Man kann sich schon jetzt an den Fingern abzählen, daß weiße Leben immer mehr an Wert verlieren und "Ströme von Blut" (Enoch Powell) fließen werden.

Man braucht nur ein bißchen in den sozialen Medien zu fischen, um zu erkennen, wie intensiv der anti-weiße Haß (und nicht bloß der Haß gegen sogenannte "Rassissten") inzwischen schwelt, ungebremst durch irgendeine Art von Schuldgefühl oder einen inneren "antirassistischen Zensor".

Darum zum Abschluß dieser Serie noch ein weiteres, wie ich denke aufschlußreiches, internetdemoskopisches Schaubild zum Anklicken:

 

 

 

 


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (64)

Ronny Licht

7. Juni 2020 22:32

@Lichtmesz,

anbei 11 Fakten zur rassistisch motivierten Diskriminierung in den USA (jenseits von Netflix). Gern hätte ich Ihre Meinung dazu – öffentlich oder privat.

ML: Wui, Sie geben sich aber mächtig Mühe, Eindruck bei mir zu schinden. ;-) Leider kommen Sie nur wie eine verschärfte Variante von Dunning-Kruger-Syndrom rüber. Da Sie meine Literaturempfehlungen mal flapsig in den Wind geschlagen haben, obwohl Sie Ihnen einigen Aufschluß über den Kontext dieser vermeintlichen "Fakten" geben könnten, drehen wir uns im Kreise. Daher: so nicht.

MARCEL

7. Juni 2020 23:02

Thomas W. Chittum, Vietnam-Veteran u. Balkan-Söldner, beschrieb auf der Grundlage seiner Kampferfahrungen in Ex-Jugoslawien ethnisch-rassische Bürgerkriegsszenarien in den USA1996 in seinem Buch: Civil War II, the coming breakup of America.

Vielleicht wird eine wie auch immer vertretbare Form von Apartheid der einzige Weg sein, einen blutigen Ethno-Krieg zu verhindern. Oder wird sie dann eher das Ergebnis eines solchen Krieges sein? Apartheid gibt es übrigens auch bei Schwarzafrikanern gegenüber den Indern (selbst gesehen).

 

 

Johann Sebastian

7. Juni 2020 23:44

Wie hätte Martin Luther King reagiert? Eine Ahnung bekommt man, wenn man die Watts-Unruhen 1965 als Maßstab nimmt.

Während draußen Tausende den Aufstand probten, verschanzten sich die friedlichen Einwohner in ihren Häusern. "Ich verstehe nicht, warum sie das tun", sagte der Schuhverkäufer Rene Jackson der Presse. "Klar, Sie denken, dass sie Rache an den Weißen nehmen, wenn sie deren Läden niederbrennen. Aber Schwarze arbeiten in diesen Geschäften. Und Schwarze werden jetzt keine Jobs mehr haben!"

Genauso entsetzt wie Jackson waren landesweit Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung. Erst fünf Tage vor Ausbruch der Unruhen hatte Martin Luther King in Washington D. C. der Unterzeichnung des Voting Right Acts durch den Präsidenten Lyndon B. Johnson beigewohnt, der Schwarzen eine faire Beteiligung an Wahlen garantieren sollte. Jetzt war der friedliebende King fassungslos angesichts der Zustände in Los Angeles. Und forderte die Behörden auf, den Aufstand mit "voller Polizeigewalt" niederzuschlagen.

https://www.spiegel.de/geschichte/rassenunruhen-von-watts-1965-los-angeles-in-angst-a-1046454.html

eike

7. Juni 2020 23:47

Noch scheint keiner zu merken, oder zu wagen, anzumerken, daß das Ganze nach dem erfolgreichsten aller Schuldzuweisungsdrehbücher inszeniert - nein, kopiert - ist.

Aber wenn demnächst Gesetze erlassen werden, die das Bestreiten der Mordabsicht des Polizisten unter Strafe stellen, wird "die politische Bedeutung des Märtyrerkultes" klarer werden.

 

quarz

8. Juni 2020 00:36

Der Begriff des "strukturellen Rassismus" ist darum so perfide, weil er so vage gehalten ist, dass er sich jeder seriösen empirischen Testung entzieht. Sobald der Rassismusvorwurf nämlich konkretisiert und damit überprüfbar wird, wird er mit schöner Regelmäßigkeit durch die Statistik widerlegt. Um ihre Anklageposition aufrecht erhalten zu können, brauchen die Ankläger deshalb die Nebelwolke des "strukturellen Rassismus" als Rückzugsgebiet, in dem sie gegen Überprüfung immun sind und von dem aus sie deshalb gefahrlos alles behaupten können.

Nath

8. Juni 2020 01:43

Es ist dies nun der vierte Versuch des Autors, sein Thema - den antiweißen Rassismus - beinahe wie in einem musikalischen Variationenzyklus aufzufächern, und auch hier ist seine Analyse zum großen Teil zutreffend, soweit es die Aufdeckung der logischen Widersprüche und bigotten Affektentladungen der Gegenseite anbetrifft. Der Bankrott der modernen Linken zeigt sich in keinem Phänomen deutlicher als in ihrem Rassismus mit Vorzeichenumkehrung. Es muss sich zu dieser Einsicht aber auch die andere gesellen, dass besagte ideologische Verzerrungen Gegenrektionen auf wirkliche ehemalige oder immer noch bestehende Missstände sind, ohne welche es zu ihnen nicht gekommen wäre. Es gab und gibt den weißen bzw. maskulinen Suprematismus, den weißen Rassismus, den weißen bürgerlichen Imperialismus, und alle waren sie historisch überaus wirkmächtig. Man stelle sich vor, der weiße Mann hätte seinerzeit Schwarzafrika unberührt gelassen und selbst in den heimischen Baumwollfeldern den Blues erfunden - in welcher komfortablen Situation wäre man heute! Das Fehlverhalten der "weißhäutigen Menschheit" dadurch marginalisieren oder bagatellisieren zu wollen, indem man etwa darauf hinweist, dass Sklaverei etc. auch in anderen Erdteilen vorkam, ist in keiner Weise zweckdienlich. Gab es jemals irgendeinen "Zwang", diesen zweifelhaften Vorbildern nachzueifern?  Die richtige Haltung wäre vielmehr: Wir haben sehr viel falsch gemacht - wenn auch nicht alles. Lasst uns nun einen neuen Anfang machen. -Wäre!

 

Andreas Walter

8. Juni 2020 02:46

Dass Floyd angeblich an Klaustrophobie gelitten haben soll ist übrigens auch eine Lüge. In dem folgenden Film sieht man, dass der grosse und auch recht muskulöse Floyd vorher sogar hinten in einem Kleinwagen gesessen hat:

https://youtu.be/VDd5GlrgvsE

Mit noch anderen Leuten, die sich anfänglich der Polizei zu entziehen versuchen.

Für einen Junkie im Vollrausch natürlich ein Albtraum, wegen Drogenbesitz (wieder) in den Knast zu wandern. Kann mir daher schon denken, was kurz danach passiert sein muss. Vermutlich Fluchtversuch und dann Widerstand gegen die Verhaftung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, und die macht dann eben das, was sie immer macht. So wie man es ihnen beigebracht hat fixieren.

Nee, einen Schwarzen am helllichten Tag vor laufender Kamera und auf offener Strasse vor Zeugen absichtlich töten ganz bestimmt nicht. Das müsste doch eigentlich auch jeder Heini bei der Presse einsehen, dass das völlig absurd, völlig an den Haaren herbeigezogen ist.

Verstehe daher einen Teil meiner Mitmenschen nicht mehr, von Sydney bis San Francisco. Eine gefährlich politische Entwicklung, die jeden Bezug zur Realität verloren hat. Wichtig daher jetzt zu beobachten, wo der Irrsinn noch nicht sesshaft geworden ist.

 

 

Lotta Vorbeck

8. Juni 2020 03:11

@MARCEL - 7. Juni 2020 - 11:02 PM

Vielleicht wird eine wie auch immer vertretbare Form von Apartheid der einzige Weg sein, einen blutigen Ethno-Krieg zu verhindern. 

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Es könnte in etwas auf das hinauslaufen, was sich seit 1990 im südlichsten Land Afrikas beobachten läßt.

Andreas Walter

8. Juni 2020 04:16

Habe jetzt alle 4 Filme gesehen, die im Grunde die ganze Verhaftung aus 4 Blickwinkeln zeigen.

Ich versteh' einfach nicht, wieso bei einem Polizeifahrzeug das dazu dient, Verhaftete zu transportieren, hinten nicht die Kindersicherung aktiviert ist.

Floyd schafft es nämlich anscheinend, auf der anderen Seite des Polizeifahrzeugs (zur Strasse hin) dann doch rauszukommen, wird dort dann aber am Boden fixiert. Der Rest ist bekannt, obwohl auch zum Teil eigenartig.

Auf dem Weg zum Fahrzeug lässt er sich nämlich entweder einmal absichtlich fallen oder sackt den 2 Polizisten einmal aus den Armen. Doch vielleicht ein erster Schwächeanfall?

Dann, als Floyd wohl bereits ins Fahrzeug verbracht ist, rennt der eine Polizist plötzlich zur anderen Fahrzeugseite - und sofort wieder zurück. Dort muss Floyd wohl schon einmal versucht haben, auf der anderen Seite rauszukommen.

In meinen Augen daher 2 völlig mit der Situation überforderte Polizisten, deren Fahrzeug technisch offensichtlich nicht vorbereitet war.

Mit der Kindersicherung an beiden Hintertüren aktiviert wäre Floyd darum vielleicht heute noch am Leben. Wenn es nicht auch oder das Herz war, was letztendlich versagt und zum Tod geführt hat. Den Polizisten aber hätte man dann keinen Strick daraus drehen können, so wie es jetzt passiert.

Ronny Licht

8. Juni 2020 07:32

ML: "Diskurse" führt man nur mit Diskursfähigen, und dazu haben Sie sich bisher leider nicht qualifiziert. Aber wenn Sie ein bißchen üben, lasse ich mich eventuell mal dazu herab.

Ein gebuertiger Hesse

8. Juni 2020 08:45

Gute Gelegenheit, auszumisten. Alles von den "woke capitalists" inklusive ihrer Showbiz-Alliierten kann und soll weg. Auch so läßt sich das Eigene immer besser herausschälen: indem man den ganzen Mist der Feinde loswird.

Ratwolf

8. Juni 2020 08:47

Macht es überhaupt einen Sinn gegen ethnische Vorbehalte (so genannter "Rassismus") zu kämpfen? Ich kenne kein Beispiel in der Geschichte der Menschheit, wo das gelungen wäre.

Und was ist eigentlich das Ziel solcher Demos und erzieherischen Propagandabemühungen? Das wild gewordene Drogendealer verschont werden sollen?

Vermutlich geht es darum auch gar nicht. Wir hätten nämlich das gleiche Theater, wenn ein Haustier überfahren worden wäre und ein Video davon viral gegangen wäre. Dann wären die gleichen Protagonisten mit der Tierschutznummer auf die Barrikaden gegangen. Es gäbe Sondersendungen und bei Anne Will würde über die armen Viecher diskutiert werden.

Entscheidend ist die Polarisierung, also Spaltung und die Aufmunitionierung verschiedener Gruppen der Gesellschaft. Je mehr Spaltung, desto ruhiger können die eigentlichen Herrn operieren.

Der blöde Bürger ist dann beschäftigt mit Sachen, die unwichtig oder irreal sind.

Der_Juergen

8. Juni 2020 08:56

Während die Wortmeldungen von @Ronny Licht eine reine Zumutung sind, lohnt es sich vielleicht, kurz auf den Kommentar von @Nath einzugehen. Hat Lichtmesz, hat einer der Kommentatoren je die Sklaverei bagatellisiert oder gar gerechtfertigt? Nein. Aber warum, bitte sehr, sollen die Nachfahren der weissen Amerikaner endlos dafür büssen, dass eine Minderheit ihrer Ahnen schwarze Sklaven hielt? Zur "Wiedergutmachung" dieser Tatsache wurden absurde Programme wie "Bussing" oder "Affirmative Action" erfunden, die den Schwarzen nichts brachten und den Weissen (sowie im letzeren Fall auch den Nordostasiaten) aufs schwerste schadeten. Ist das eine "gerechte Sühne für den Rassismus"?

ML: Natürlich nicht, ich weiß auch gar nicht, wo ich da anfangen soll. Daß es Weiße waren, die die Sklaverei abgeschafft haben und dafür im Sezessionskrieg gestorben sind? Daß nur eine kleine feudale Minderheit von Weißen in den USA Sklavenhalter waren? Dass Sklaverei in Schwarzafrika bis auf den heutigen Tag existiert? Dass es in den USA auch schwarze Sklavenhalter gab? Daß zigtausende weiße "indentured servants", etwa aus Irland, kaum ein besseres Los als die schwarzen Sklaven hatten? Usw. usw.

Gotlandfahrer

8. Juni 2020 09:26

Teil 1 von 3:

@Nath

„Es muss sich zu dieser Einsicht aber auch die andere gesellen, dass besagte ideologische Verzerrungen Gegenrektionen auf wirkliche […] Missstände sind, ohne welche es zu ihnen nicht gekommen wäre. Es gab und gibt den weißen bzw. maskulinen Suprematismus […] Das Fehlverhalten der "weißhäutigen Menschheit" dadurch marginalisieren […] zu wollen, indem man etwa darauf hinweist, dass Sklaverei etc. auch in anderen Erdteilen vorkam, ist in keiner Weise zweckdienlich.“

Falsch. Die „Missstände“ sind nicht die Ursache, sondern der Vorwand.  Die Ursache ist, dass sie uns jetzt attackieren können, weil wir zu derart viel Abstraktion fähig sind, dass wir den Wald vor lauter Ökosystem nicht mehr sehen.

Der Hinweis auf anthropologische „Konstanten“ oder zumindest Allgemeinheiten ist kein Bagatellisieren, sondern überhaupt Voraussetzung für ein ehrliches Überwindenwollen auf Basis des gegenseitigen Anerkennens notwendiger und daher guter Eigeninteressen.  Nur dies wäre herrschaftsfrei.  Was die höchste Form der Kooperation ist und daher wohl auch kaum erreicht werden dürfte, wie sich ja auch zeigt.

Gotlandfahrer

8. Juni 2020 09:26

Teil 2 von 3

In Klonovskys Einerlei ist ein objektiv wahrer Satz gemeißelt:
Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen. 

Nun mag man den weißen Mann dafür verurteilen, dass überwiegend er diese modernen Mittel, die auch das Leiden an ihnen bedingen, geschaffen hat.  Die Anklage dürfte dann aber allenfalls lauten: Du, weißer Mann, hast uns aus der Steinzeit und dem Mittelalter geschubst, ohne uns zu fragen, ob wir Autos, Handys, Brunnen und Düngemittel wirklich haben wollen.  Wozu dann auch gehören würde, dass Portugiesen, Spanier, Engländer und Franzosen ungefragt Menschenopfer, Sklaverei und bei Indios und Afrikanern regelmäßig vorkommende Genozide verboten haben.  Darüber ließe sich reden. Mir von Mordbrennern und Dummköpfen erzählen zu lassen, ich sei verpflichtet, mich auf den Boden zu werfen, ist pure Herrschsucht, die sich nur deswegen gegen uns entfaltet, weil uns das Über-uns-selbst-Herrschenwollen verunmöglicht wird.

Gotlandfahrer

8. Juni 2020 09:27

Teil 3 von 3

Noch zum vorigen ML Thread (3):

@Monika: 

Es gelang mir scheinbar nicht, Ihnen gegenüber meinen Zynismus zu entbergen.  Der Shitstorm gegen Heidi ist natürlich nicht deswegen gerechtfertigt, weil sie sowohl weißes wie auch schwarzes Leben für wertvoll hält und damit auf irgendeine verqueere Weise auch wieder nicht.  Er ist es aber aus Sicht der Eroberer, die ihrerseits einen Sch… dreck auf weißes Leben geben und die sich nicht mit aus ihrer Sicht läppischem Stammeln bei der Durchsetzung ihres Herrschaftsanspruches abmoderieren lassen wollen.

@Valjean72:

Ihre Kritik konnte ich nicht nachvollziehen. Den Artikel von Frau Kositza hatte ich nicht nur gelesen, sondern auch kommentiert. Ich darf mich unter den Letzten hoffen, denen Empathie und Interesse angesichts deutscher Schicksale abgeht.

Monika

8. Juni 2020 09:32

Eine spannende  Frage ist sicher, wie aus Fakten „Narrative“ werden. Spannender ist die Frage:  Wie  kommt es zu den Fakten ?

https://www.oe24.at/welt/Maedchen-17-filmte-Floyds-Tod-jetzt-wird-sie-angefeindet/432273497

Die 17-jährige Darnella hat 9 Minuten ein brutales Geschehen gefilmt und ihre Emotionen darüber auf Facebook verbreitet. Dieser Fakt löst eine weltweite Bewegung und infolge ein politisches Erdbeben aus. So einfach soll das gehen? Warum filmt ein 17-jährigem Mädchen eine so brutale Tat, ohne etwa nach Hilfe für den Mann zu rufen. Sie war sicher nicht allein. Warum lassen sich vier Polizisten bei dieser Tat Filmen, ohne um Konsequenzen zu fürchten? Hat das Mädchen vor Veröffentlichung der Aufnahmen andere darüber informiert. Hatte sie Hilfe oder das völlig allein verbreitet. Wer hat die Brisanz erkannt ? Und daraus Seine Aktionen abgeleitet? Wieso kann das „Narrativ“ eine solche Macht entfalten ? Bitte keine vorschnellen Erklärungen!!! 

RMH

8. Juni 2020 10:22

If you can't beat them, join them, ist eine geflügelte Phrase im Angelsächsischen.

Die Schwarzen in den USA kann keiner ohne Massaker schlagen, insofern umarmt man sie, in der Hoffnung, dass sie dann weiter ihre Jobs machen, schön Markenartikel konsumieren oder eben in ihren Vierteln bleiben und sich selber kujonieren (und dabei auch schön konsumieren). Die Linke sieht bei solchen Ausgangslagen natürlich ihre revolutionäre Chance, denn was blüht denn den Schwarzen in einer komplett "diskriminierungsfreien" Welt?

Dass sie die neuen Weißen werden, ausgepresst im Job, mit dem nächsten mortgage payment im Nacken. Antidiskriminierung also der Weg in die neue Sklaverei?

Mitnichten, wenn Sklaverei wirtschaftlich effizient gewesen wäre, hätte man sie nie abgeschafft ( dieser Satz stammt nicht von mir, könnte die Quelle aber auf die Schnelle nicht finden). Die Schwarzen können nur verlieren, wenn sie unseren weißen Lebensstil haben wollen. Aber einige scheinen das zu wissen/ahnen und beschränken sich daher erst einmal aufs Plündern statt einen schwarzen Generalstreik zu organisieren. Der Plan der großen Konzerne geht auf.

silberzunge

8. Juni 2020 10:22

Gute Artikelserie zum Thema von ML.

Wenn sich die Weißen - und das wird auch zusehends bei uns mit diesen Begriffen relevant, wie fast alles aus den USA - nicht zusammenrotten, eigene Strukturen (Schule, etc.) bilden und stärker füreinander einstehen, wird unsere Situation nicht besser werden.

quarz

8. Juni 2020 10:36

@Nath

"Das Fehlverhalten der "weißhäutigen Menschheit" dadurch marginalisieren oder bagatellisieren zu wollen, indem man etwa darauf hinweist, dass Sklaverei etc. auch in anderen Erdteilen vorkam, ist in keiner Weise zweckdienlich."

Durch diesen und andere Hinweise wird gar nichts marginalisiert oder bagatellisiert, sondern dadurch wird die unterstellte Asymmetrie widerlegt, auf der die ganze "Supremacy"-Anklage beruht.

Augustinus

8. Juni 2020 11:07

Der Artikel ist im Grunde zu 99% richtig.

Nur die 2 Säulendiagramme, die meiner Meinung nach mathematisch falsch berechnet wurden, entwerten diesen guten 4-teiligen Artikel etwas.

Der Fehler liegt bei mir, weil ich es nicht verstehe, meine Kritik allgemeinverständlich zu erläutern.

Zu denken, dass ich ein gutes Gefühl für Zahlen habe ist natürlich kein Argument.

ML: Vielleicht haben Sie recht, können Sie es ausrechnen?

Gunnar

8. Juni 2020 12:05

Möglicherweise habe ich es übersehen, aber wunderte es mich, daß niemand Minor Threat's "Guilty of being white" an einer beliebigen Stelle mal ins Spiel brachte.

Hätte ich gerade von Ihnen erwartet, Herr Lichtmesz, da die jüngere Generation der IB das wohl nicht mehr kennen dürfte. 

Fritz

8. Juni 2020 12:08

Die afroamerikanische Journalistin Debra Dickerson schreibt in ihrer Autobiographie "An American Story" über ihren Vater:

"Later, I came to understand that he both expected and needed blacks to fail, otherwise there was no proof of white perfidy and soullessness. He never understood that his fatalism was a self-fulfilling, self-defeating prophecy. He never considered that he had to believe, at some level, that whites were superior since he believed blacks had no chance whatsoever in life—but probably, he would have attributed that to the transcendent power of whites’ innate evil. Among ourselves, we say “the white man’s ice is colder” to describe the many of us who won’t believe or value anything unless it comes from white people. The worse off some blacks are, the more magical whites seem, albeit an evil magic.

 So my father, like many other blacks, did the oppressor’s job for him; he taught me to do the same. This was the moment that I began to close doors on myself. Perhaps whites would have been happy to take that task on themselves, but they rarely had to. Whites didn’t have to place barriers in my path, I did it myself by “accepting” my preordained place at the end of every line. Racism and systematic inequality are very real forces in all our lives, but so is fatalism and a perverse kind of exaltation of oppression."

Ich denke dem ist nichts hinzuzufügen.

Augustinus

8. Juni 2020 12:08

Witzig ist folgender Welt-Artikel:

So tief ist die Kluft zwischen Schwarzen und Weißen wirklich

https://www.welt.de/politik/ausland/plus209022093/USA-So-tief-ist-die-Kluft-zwischen-Schwarzen-und-Weissen-wirklich.html 

3 junge weiße Sunnyboys (2 mit Zigarre - obwohl Rauchen heute in der USA nicht mehr angesagt ist - Zigarre schon mal gar nicht) im Gegensatz zu älteren Schwarzen, die an der Tafel anstehen. Ich möchte gerne wissen welche Welt-Journalisten solche Bilder auswählen. Das ist nichts anderes als Ethnomasochimus in Reinkultur.

Elvis Pressluft

8. Juni 2020 12:21

MLs treffender Analyse und Dokumentation möchte ich nur den Hinweis anfügen, daß die derzeit umgehende Floyd-Hysterese ohne Appell an eine Grundtendenz zum Selbsthaß namentlich der autochthonen Deutschen, erweitert auch der WASPs, unmöglich wäre bzw. sich in Sekundenbruchteilen als Karikatur desavouieren würde. Leitsymptom sind die in den Systemmedien grassierenden Kommentare in der Linie „Wir sind auch nicht besser“, „Wie ich den Rassisten in mir selbst entdeckte“ usw. usf. Die schlechten alten rituellen „selbstkritischen Abende“ der Kommune – wobei entscheidend ist, daß es sich um eine Ersatzreligion „ohne Gott und Erlösung“ (aus: Sprache der BRD, Lemma „Auschwitz“) handelt. Die Schuld ist per Definition untilgbar: Man kann sich nur wieder und wieder selbst verdammen; jeder Versuch der Rechtfertigung verschlimmert die Inquisition nur (wobei allerdings der postmoderne Ablaßhandel erleichternd hinzutritt, weshalb etwa die BRD die gesamte EU finanzieren muß). Die deutsche Variation des Themas erkennt auch schon: Wer „Rassist“ ist, ist auch „Klimaleugner“ und „Coronaleugner“ (und „Sexist“ etc etc). Wir denken immer das Große und entlarven die subtilen Zusammenhänge!

Naja, und bei den Amis hat das Ganze natürlich die Eigenheit, bis zum Wahltermin weiterköcheln zu müssen. Sleepy Joe sieht sich plötzlich genötigt, eine POC-Transgender-Kandidat*_in für die Vizepräsidentschaft zu präsentieren … das wird ganz spannend.

heinrichbrueck

8. Juni 2020 12:26

Rassismus. 1. Schwarze werden nach Europa geholt. 2. Einsatz gegen Rassismus. 3. Frage: Wann wurden die Weißen entmachtet? Der Zeitpunkt muß vor 1. gelegen haben, sonst könnten die Weißen ihren eigenen Geist durchsetzen.

Rassismusfalle und Entmachtungsstrategie nutzen der Umvolkung, und daran können die Weißen nie profitieren. Der eigene Selbsterhaltungstrieb wurde schachmatt gesetzt, bevor irgendeine sichtbare Gefahr ihn beschwören konnte. Die Propaganda funktioniert, weil die Bedrohung nicht erkannt werden kann. Bei den Japanern wäre Rassismus der kollektive Selbsterhaltungstrieb eines Volkes. Rassismus als negativen kollektiven Selbsterhaltungstrieb einzusetzen, gleichzeitig den Selbsterhaltungstrieb mit der Fachkräftenummer zu verknüpfen, hat ein anderes Ziel. Schützen die Weißen den Selbsterhaltungstrieb der Schwarzen, nachdem die Ansiedlung stattgefunden hatte, ist ihr Antirassismus ein Aufgehen in der farbigen Welt. Damit wäre das Ziel der Entmachtung erreicht.

Die Ideologisierung der Antifa schützt die demokratische Bevölkerung, nicht das Volk. Aktive Fußtruppen verwechseln Propaganda mit der Realität. Die Volksdefinition wurde bevölkerungsmäßig umdefiniert; ein Volk wäre rassistisch. Sind im Straßenbild immer weniger Deutsche unterwegs, sichtbar am Erscheinungsbild, hat es natürlich etwas mit Rasse zu tun. Sprache und Reisedokument sind nicht erste Auswahlkriterien, was eigentlich normal sein müßte. Aber nicht im Kriegszustand; wenn Weiße den Kampf nicht verstehen.

RWDS

8. Juni 2020 13:14

@Elvis
Wollen wir hoffen, dass die dann nicht zu jung ist. Sonst könnte das zu unschönen Szenen auf dem Podium führen. In dieser Hinsicht auch meinen Dank an ML für diese Spitze im Text. Ich konnte an der Haltestelle herzhaft kichern und mich sogleich ein wenig rebellisch fühlen, so beim Schmökern der alternativen Medien.

Das Thema, wenn auch für mich mit dem Verteiler abgehandelt, wird uns wohl leider noch eine ganze Weile begleiten. Da kann ein wenig gute Laune nicht schaden.

RMH

8. Juni 2020 13:24

@Gunnar,

Die Version von "Slayer" finde ich besser,"guilty of beeing White, guilty of beeing right."

Ratwolf

8. Juni 2020 13:26

Eine subjektiv empfundene Diskriminierung gegen sich selber (egal ob real, eingeredet oder phantasiert) ist für viele eine willkommene Gelegenheit, sich damit fatalistisch in die soziale Hängematte zu legen, das eigene Engagement abzuschalten oder in die Illegalität abzugleiten.

Somit fixieren die beschriebenen Aktivisten, Medien, Oligarchen und Politiker ihre unmündige Klientel in ihre Lage.

Ein typisches Beispiel von "Gutes wollen" und "Schlechtes bewirken".

Ratwolf

8. Juni 2020 13:43

Gibt es eigentlich musterhafte Beschreibungen von Stadien, in denen man Nationen und Gebiete einteilen kann auf ihrem Weg zum Endstadium der völlig entsolidarisierten multi-ethnischen Gesellschaft nach kapitalistischen Vorbild der USA?

Ich kann mir vorstellen, dass man West-Deutschland und Ost-Deutschland in eindeutig unterschiedlichen Stadien einteilen müsste.

Hätte man hier populäre Begriffe, dann könnte man die unterschiedlichen Vorgehensweisen von Parteien im Osten wie im Westen dem Wähler bei gemeinsamen Wahlen besser vermitteln.

Grobschlosser

8. Juni 2020 13:48

hervorragende Analyse - allerdings werden wir ums Überleben kämpfen müssen - Argumente und Aussagenlogik funktionieren im brennenden Ghetto nicht - der "deutschlandfunk" heizt seinen Zuhörern ein , "Kirchen" und Fußballorganisationen haben ihr Thema gefunden .

 

diskursiv ist das Problem nicht lösbar -aber ich kann dem Feind meine technologische Überlegenheit demonstrieren - ob er dann immer noch Krieg will wird sich zeigen - eine technisch-organisatorische Verbesserung der us Rednecks wird früher oder später kommen.

Pit

8. Juni 2020 14:09

Woher weiß der Weiße... also z.B. weiße Kinder... daß er gegenüber dem Schwarzen schuldig ist?
(Ja natürlich aus den Medien u.ä. brainwash aber das meine ich nicht... sondern) warum ist es für den Weißen so PLAUSIBEL... warum glaubt er es so bereitwillig, daß er gegenüber dem Schwarzen schuldig ist?:

Nun: weil er es ist ! :

Meine Behauptung: jeder Weiße spürt in sich ANGEBOREN die ABLEHNUNG des Schwarzen

DAS ist der Grund, warum der Weiße weiß, daß er gegenüber dem Schwarzen schuldig ist.
Das ist der Grund, warum es dafür keine Gründe braucht, d.h. warum Fakten nicht geglaubt werden werden: der Weiße steht dem Schwarzen ablehnend gegenüber. Jeder weiß es; der Weiße weiß es, der Schwarze weiß es: und DARUM geht es: der Weiße steht dem Schwarzen ablehnend gegenüber von Natur aus, angeboren.Darum schrieb ich in meinem letzten posting: die Pathologisierung des Natürlichen, die Kriminalisierung des Normalen. Natürlich wählt man ("man" !) so etwas: weil das es zum perfekten Vorwurf macht ! Weil es ein Vorwurf ist, der niemals abgestritten werden kann ! Wie lustig sie sich winden UND NIEMAND GLAUBT das Abstreiten: weil es unglaubwürdig ist.

Pit

8. Juni 2020 14:11

(sorry... MS Word word count sagte, mein Text sei inkl. Leerzeichen 1448 Zeichen, aber sezession sagte, ich sei über die 1500-Zeichen-Grenze... darum bitte ich, den Rest meines Kommentars noch zu erlauben :)

Und auch dies schrieb ich in meinem letzten Kommentar: werden sie es jemals lernen?
Was lernen?
Als Weißer zu sagen: ... mal sehr zurückhaltend gesagt...: ich will unter Meinesgleichen leben.

RMH

8. Juni 2020 14:37

@Pit,

Ihre Argumentation wird erst komplett, wenn Sie hinzufügen, dass der Schwarze im Grunde genommen den Weißen ablehnt, der Asiate den/ die etc.

Ich persönlich sehe keine biologisch ab Geburt vorhanden Präferenzen beim Menschen und teile daher Ihre Meinung nicht.

Gestaltet man Familien- und Sippenverbünde gemischtrassig, so werden diese die von Ihnen postulierte Grundablehnung nur gegen andere, nicht befreundete Sippen haben, aber nicht gegen Hautfarben. Eine natürliche Abwehrhaltung sehe ich beim in Sippen entwickelten Menschen nur gegen den Sippenfremden, nicht gegen andere Rassen. Das gibt es nirgends in der Natur. Und es gehört auch zur menschlichen Natur, den Sippenfremden bei Wohlverhalten in die eigene Sippe aufzunehmen. So klappt das übrigens auch bei sog. "gemischten Ehen".

RWDS

8. Juni 2020 14:38

Wie absurd das ganze Gewese um Rassismus ist, zeigt sich im wachsenden Konflikt zwischen ADOS (American Descendants of Slavery) und afrikanischen Migranten, also solchen, die (bzw. deren Eltern/Großeltern) erst vor kurzem in die USA migriert sind und denen jetzt von Seiten der "Natives" diverse Rassismuserfahrungen abgesprochen werden.

Ein gutes Video dazu (bin mir nicht sicher, ob es hier gepostet wurde) war vor ein paar Tagen auf Twitter zu sehen. Da hat eine schwarze Kamerunerin sich lauthals in feinstem Dialekt mit BLM-Demonstranten gestritten. Ihr Vorwurf lautete in Chicago würden sich täglich Schwarze gegenseitig umbringen, aber niemand demonstriere. Welche Heuchelei! Bemerkenswertester Satz: "I'm black. Not oppressed."

Offensichtlich zeigt sich da schon eine Form von "Black privilege", welche die Nachfahren der schwarzen Sklaven gegenüber Afrikanern besitzen. Sehen diese doch in den Lebensverhältnissen in den USA eine deutliche Verbesserung zu denen in ihrer afrikanischen Heimat und deshalb wohl auch keinen Grund allzusehr über (eingebildete) Diskriminierungen zu heulen.

Andreas Walter

8. Juni 2020 15:04

Schon bei den Aktionen gegen die C-Star im Jahr 2017 konnte man die weit vernetzte Organisation und Arbeit der "reaktivierten" Internationale gut beobachten.

Die “Qualität“ jedoch von dem, was sie jetzt tatsächlich erreicht hat zeigt mir, dass dort ganz erheblich in den letzten 2 Jahren aufgerüstet wurde, vor allem organisatorisch.

In Verbindung mit der jetzt auch erhöhten Gewaltbereitschaft sehe ich dadurch aber sogar eine reale Gefahr für die ganze westliche Welt.

Der ehemalige Ostblock und China könnten sich daher demnächst mit einer für naive Augen "neuen" unsichtbaren Allianz konfrontiert sehen.

Angriffsziel dieser Allianz scheinen Weiße und Asiaten zu sein, die dem Multikultiprojekt in einer Welt ohne Grenzen (wieder) im Weg stehen.

Über die Allianz, Beteiligung der Globalisten an der Internationale beziehungsweise auch anders herum, können/sollen so jetzt auch Schwarze, Latinos und Mohammedaner mit ins Boot geholt, vor allem aber aktiviert werden. Wozu sich natürlich die “neue“(?!) Grenzziehung über die “Hautfarbe“ derzeit (wieder) hervorragend eignet.

Ein "all in" ab jetzt gegen die letzten Völker und Menschen, die sich noch gegen die zukünftigen Herren der Einen Welt, der One World, wehren. Gegen den ultimativen marxistisch-kapitalistisch-grünen Imperialismus, in dem auch die "Wahrheit", “Pravda" dann wieder nur noch vollständig virtuell in den Köpfen der Getäuschten existiert.

Lotta Vorbeck

8. Juni 2020 15:19

Ein bemerkenswertes Video, welches den wahren Verlauf der Frontlinie exakt markiert:

Don Lemon, sheriff spar over police shootings

"Milwaukee County Sheriff David Clarke and CNN's Don Lemon get into a heated debate over recent police shootings and the Black Lives Matter movement."

ML: Verstehe ich nicht, warum soll ich das denn nicht veröffentlichen?

Lotta Vorbeck

8. Juni 2020 15:58

ML: Verstehe ich nicht, warum soll ich das denn nicht veröffentlichen?

Da haben Sie mich mißverstanden.

Für die Foristen, die mit dem englischsprachigen Original überfordert sind, und deshalb - falls sie's überhaupt versuchen anzuschauen - nach zweieinhalb Sekunden genervt wegklicken, wäre die in deutscher Sprache untertitelte Kurzversion [19MB] wohl eher brauchbar.

 

Andreas Walter

8. Juni 2020 16:56

Wir erinnern uns. Die VSA, das Vereinigte Königreich, Frankreich und selbst die Sowjetunion waren damals schon multiethnische Nationen beziehungsweise Konglomerate.

Wenig divers oder sogar anti-divers waren dagegen Deutschland, Japan und auch Italien.

Das “neue Japan“ ist jetzt daher China und "Nazideutschland" ist heute jeder Weiße Mann, der das auch bleiben möchte.

https://youtu.be/3K9zuyszH6I

(kleiner Scherz)

Chinesen, Mongolen und Russen können daher wirklich von unfassbarem Glück sprechen, dass sie unmittelbare Nachbarn sind (und zusammen fast alles haben, was man so zum leben braucht).

Im Rest der Welt dagegen wird es Weissen und Chinesen in Zukunft weniger gut ergehen.

Wie man das Ganze in Indien zukünftig sieht kann ich noch nicht sagen. Ebenso wie auch viele Staaten der EU-Osterweiterung im Grunde noch zwischen fast allen Stühlen stehen. Ausser zum Teil in der Frage über den Islam. Da sind sich einige bereits einig, mit Indien, China und Russland.

Man könnte daher auch von einem politischen "Polsprung" sprechen, nur eben zwischen Ost und West, und dessen Grenze auch wieder mitten durch Deutschland geht. Dass daran aber die AfD schuld ist, dieser kleine Haufen von Streithähnen, halte ich für ein Gerücht. Da sind ganz klar andere Leute am Werk, denen auch wir diesen Terror auch gegen uns verdanken.

 

 

 

zeitschnur

8. Juni 2020 18:33

BLM ist ein Ablenkungsmanöver und der Gipfel des Rassismus. Meine in den USA lebende Schwester sagt: Es gibt für echte Antirassisten nur "all people lives matter". Hautfarbe darf einem nicht mal auffallen! Dieses Pingpongspiel, das im Artikel bedient wird, ist aus mS abzulehnen, wer jetzt hier rassistischer ist - die oder wir und so. Rassismus ist immer dialektisch ...

Ich könnte mich übergeben bei all dem heuchlerischen Geschwafel. Denn dass Schwarze tatsächlich nach wie vor benachteiligt werden - etwa verlieren sie in den USA besonders nun durch den C-Wahn ihre Existenzen, und gewisse hochkriminelle Philanthropen missbrauchen schwarze Menschen in Afrika für Menschenversuche ohne jede Hemmung. Der Präsident von Madagaskar rief neulich alle Afrikaner auf, aus der WHO auszutreten, die von einem mutmaßlich korrupten, maoistischen afrikanischen Chef geführt wird, der seinen Kontinent verrät. Die Aktion, per Negativaussage den Rassismus nun durch Tausende von wohlmeinenden Idioten festfrieren zu lassen als angeblich unüberwindliches Faktum, lässt mich das Schlimmste befürchten. Es hätte auch vor 6 Monaten noch niemand geglaubt, dass man die ganze Welt, die vorher einen auf "Wir zeigen Gesicht" gemacht hatte inklusive Vermummungsverbot und Burka-Bußgelder, freiwillig unter diese psychotische Ratten-Mundschutze zwingen könnte.

Orwellsprech: Frieden ist Krieg, Wahrheit ist Lüge, Antirassismus IST Rassismus.

qvc1753

8. Juni 2020 18:39

Wie so häufig ist ein Ereignis Projektionsfläche und Auslöser für alles Mögliche. Das sich Proteste zwangsläufig an diesem entzündeten, das ist vermutlich den besonderen Zeitumständen geschuldet - Wirtschaftskrise - politische Krise - soziale Krise. Erstaunen kann es mich daher nicht. Bei aller Analyse des Autors - die ich gar nicht beurteilen will, ich bin der Ansicht das die Ursachen für die Vehemenz des Protestes tief in der Geschichte der USA verwurzelt sind. Die USA sind aus der Amerikanischen Revolution heraus geboren und diese Revolution hatte und hat einen universalen Anspruch. Wie sich jedoch zeigte war dieser Anspruch damals nicht erfüllt, noch ist er bis heute erfüllt. Aus diesem Widerspruch entzünden sich letztendlich die Proteste. So lange dieser Widerspruch nicht aufgelöst ist, so lange werden die USA an ihrem eigenen Anspruch scheitern.
 

Franz Bettinger

8. Juni 2020 19:49

Wir wissen jetzt, dass wir in einem Unrechtsstaat angekommen sind. Die Polizei ist politisch! Sie hat in Dortmund die Black Lives Matter-Demo trotz Corona-Verstößen laufen lassen, weil sie (angeblich) die dort transportierte Botschaft richtig fand. Als ob die Polizei in einem Rechtsstaat zu beurteilen habe, ob die politische Botschaft der Demo akzeptabel ist oder nicht. Bürger, die für ihre Rechte demonstrieren und dabei das Grundrecht hochhalten, werden schikaniert, behindert, festgenommen. Straßen-Terroristen und antiweiße Rassisten dürfen sich hingegen austoben.  ff

Franz Bettinger

8. Juni 2020 19:51

Dabei sind beide Demonstrationen - Corona wie BLM - Ausdruck einer Geistesverwirrung. Erstere demonstrieren, weil eine simple Grippe zu den schwersten Grundrechtseingriffen seit dem 3. Reich geführt hat. Die Linksgrünen demonstrieren, obwohl es ihrer eigenen Ideologie nach nichts zu demonstrieren gibt. Was in US passierte, war ein berühmter Einzelfall. Die ARD hätte nicht darüber berichten dürfen, da das Ereignis höchstens regionale Bedeutung hat. Dass der Täter weiß war, dürfte nicht erwähnt werden, denn „Was hat es mich zu interessieren, welche Hautfarbe ein Täter hat?“  ff

Franz Bettinger

8. Juni 2020 19:52

ff: Wäre's ein Terroranschlag gewesen, hätte uns ein ZDF-'Terror-Experte‘ erklärt, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, an einer verschluckten Erdnuss zu sterben als durch einen Polizisten, der dir auf dem Hals kniet. Es handelt sich nach Maßstäben des Rotfunks um ein Non-Event (kein berichtens-wertes Ereignis). Zumal es keine Beweise für rassistische Polizeigewalt gibt; anders als bei der 'Flüchtlings'-Gewalt, die man entgegen der Fakten leugnet, lässt sich in den USA nichts statistisch belegen. Im Gegenteil, eigentlich müsste es nach der offiziellen FBI-Statistik "White Live Matters“-Proteste geben, und der  Öffentliche Brech-Funk müsste diese wohlwollend begleiten und die Gewalt mit Lügen ("friedliche Proteste“) zukleistern. Widersprüchlichkeiten dieser Art scheinen die Linken nicht zu merken, ebensowenig wie die Tatsache, dass die Demos weltweit mit Plünderungen, Verwüstungen und Überfällen auf Weiße geradezu orchestriert ! werden.

Nath

8. Juni 2020 21:13

@Der_Jürgen

"Aber warum, bitte sehr, sollen die Nachfahren der weissen Amerikaner endlos dafür büssen, dass eine Minderheit ihrer Ahnen schwarze Sklaven hielt?"

Sofern es sich bei ethnischen Problemen um "diesseitige" Phänomene handelt, scheint "Buße" keine passende Kategorie zu sein (obwohl man sich andererseits, von einer spirituellen Perspektive her, schon die Frage stellen kann, wie sich gruppenmäßiges Fehlverhalten, wo immer es vorkommt, im kosmischen Haushalt langfristig auswirkt). Vielmehr ginge es darum, Verantwortung zu übernehmen. Doch erweist sich dies zumindest bis jetzt als ein Ding der Unmöglichkeit, nicht nur, weil ein "rassisches Wir", das als Abendland - in den USA oder sonstwo - mit einer Stimme spräche und so Verantwortung übernehmen könnte, gar nicht existiert, sondern weil dieser "weiße Teil der Menschheit" selbst (etwa als US-Imperialismus) fortlaufend neue Probleme kreiert, die seinen ureigenen ethnischen Interessen innerhalb der Völkerfamilie zuwiderlaufen. Vor allem aber hat er, ausgehend vom Griechentum, in Jahrtausenden das begriffliche Instrumentarium erst erschaffen (Ethik, Ontologie, Universalien, empirische Wissenschaft, Ideologien etc.), das er heutzutage teils gegen sich selbst richtet, teils von anderen gegen ihn gerichtet wird. Wie kommt man da jemals heraus? Der Versuch einer Antwort würde das Thema sprengen.

 

quarz

8. Juni 2020 21:40

@A. Walter

"Die VSA, das Vereinigte Königreich, Frankreich und selbst die Sowjetunion waren damals schon multiethnische Nationen beziehungsweise Konglomerate."

Das kann man nicht alles in einen Topf werfen. Erstens muss man unterscheiden zwischen politischen Gebilden, die verschiedene Ethnien mit getrennten Territorien und evtl. auch einem hohen Maß an Selbstverwaltung umfassen (z.B.Schweiz) und multikulturellen Staaten, in denen eine ethnische Konfettistruktur vorherrscht und (außer bei Apartheid) nur eine einheitliche Verwaltung möglich ist. Erstere sind stabiler als letztere. Zweitens muss man bei multikulturellen Staaten zwischen denen unterscheiden, denen die fortlaufende Assimilation der Einwanderer gelingt (wie den früheren USA) und denen, wo sich bleibende Parallelgesellschaften bilden. Damit Letzteres unterbleibt, müssen sich Größe des Zustroms und kulturelle Kompatibilität in einem zuträglichen Rahmen abspielen.

links ist wo der daumen rechts ist

8. Juni 2020 21:50

Macht der Bilder – Ritterschlag 1

 

Entgegen den Äußerungen Martin Sellners in einem seiner letzten Videos, die jetzt so häufig geübte Pose des Kniefalls sei ein bloßer Akt der Selbsterniedrigung (und interessanterweise einem – weißen – Mann nur bei Heiratsanträgen und Gottesdiensten vorbehalten), möchte ich doch auch hier eine Entschärfung des rhetorisch munitionierten Bildervorrats versuchen.

Ikonisch wurde diese Bild eines Kniefalls (beide Knie am Boden, Kopf gesenkt, die Hände gefaltet):

https://www.mdr.de/zeitreise/stoebern/damals/bild153292.html

Strammrechts wird ihm das immer noch als Landesverrat ausgelegt, „dialektisch“ gedacht führte es vielleicht zu den Ereignissen von 1989…

Also eine reine Geste der Unterwürfigkeit oder doch ein über die Bande gespielter souveräner Akt?

links ist wo der daumen rechts ist

8. Juni 2020 21:55

Macht der Bilder – Ritterschlag 2

 

Bei den aktuellen Kniefällen denke ich aber an andere – fast mythologisch aufgeladene - Bilder:

http://www.denvera198.org/ritterschlag.php

Kopf gesenkt (in moderneren Formen auch erhoben), aber nur ein Knie am Boden, als wäre man in einer vorweggenommenen Läufer-Startaufstellung:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a7/Usain_Bolt_100_m_heats_Beijing_2015.jpg

Und wirkt dann das Ganze im aktuellen „Setting“ nicht selten spielerisch-souverän (v.a. angesichts kaum zu bändigender affektgeladener Damen):

https://www.youtube.com/watch?v=viika57hTO4

Kopf erhoben (abgesehen von Trauerminuten, das sei jedem zugestanden), jederzeit Herr der Lage (die man zugleich entschärft), aber bereit sich ohne Mühe zu erheben – und aus eigenen Stücken das Schauspiel zu beenden.

 

 

RMH

8. Juni 2020 22:13

"Dieses Pingpongspiel, das im Artikel bedient wird"

@zeitschnur,

wo ist das hier ein Pingpongspiel?

Es wird aktuell ein Elfmeter nach dem anderen auf ein Tor geschossen, welches die weiße Mannschaft "freiwillig" zu räumen hatte, das Stadion ist trotz aktiver Corona-Einschränkungen voll gefüllt, das Publikum bejubelt jedes Tor und M.L. hat in der Stadionsprecherkabine gerade noch einen Platz am Katzentisch ergattern können und funkt über Piratensender-Frequenzen seine Kommentare, bis er auch von dort irgendwann entfernt wird und/oder der Sender hoch genommen wird ... um mal in den Maßstäben des Sports zu bleiben.

nom de guerre

8. Juni 2020 22:30

„Hinzu kommt, daß dem Großteil der Schwarzen jegliche Fähigkeit zur Selbstkritik und Selbstreflexion zu fehlen scheint. Indem sie mit Plünderungen von Luxusgeschäften, Brandstiftungen, Schießereien und gewalttätigen Übergriffen auf das "Unrecht" reagieren, das ihrem vermeintlichen "brother" geschehen ist, bestätigen sie so gut wie jedes "rassistische" Klischee über sie, und man kann erahnen, wo bestimmte "Vorurteile" ihre Wurzel haben.“

Gewalttaten und z.T. Plünderungen sind aber eine Konstante im Rahmen von Unruhen, ich würde das nicht an einer bestimmten Ethnie/Rasse festmachen. Im 18. Jahrhundert gab es in Europa ähnlich verlaufende Aufstände, die sich entlang der konfessionellen Linie entzündeten (z.B. die Gordon Riots 1780 in London, die Unruhen in Dresden 1726 nach der Ermordung des ev. Geistlichen Hahn durch einen Katholiken oder auch die dem Thorner Blutgericht 1724 vorausgehende Verwüstung eines dortigen Klosters); Selbstreflexion war dabei vermutlich ebenfalls nicht Teil des Drehbuchs.

1/2

nom de guerre

8. Juni 2020 22:35

Word hatte bei dem Kommentar (ohne Zitat) weniger als 1500 Zeichen gezählt, hier ist er zu lang; würde mich freuen, wenn Sie den Rest noch freischalten würden.

2/2

Trotzdem reicht mir, auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, diese (Anti-)Rassismus-Schuld-Geschichte als Erklärung nicht aus, irgendein Baustein fehlt m.E. noch, um diese Bizarrheiten (Weiße auf den Knien/beim Füßewaschen etc.) plausibel zu machen. Selbst wenn man alles akzeptiert, was über Schwarze als Opfer eines systemischen Rassismus gesagt wird, handelt es sich bei „gentle giant“ und „loved by all“ doch um eine individuelle Zuschreibung, die nach dem, was über das Vorleben des Toten bekannt ist (offenbar wird es ja nicht verheimlicht), nicht passt. Er eignete sich objektiv nicht für die Rolle, für die er posthum vereinnahmt wird, und dennoch wird diese ohne weiteres akzeptiert. Das kann ich auch bei noch so großer Bereitschaft Weißer, sich schuldig zu fühlen, nicht nachvollziehen.

Wahrheitssucher

8. Juni 2020 23:57

@ Pit

Zustimmung zu Ihren ehrlichen, klaren Worten. Wenn jedoch die Ablehnung von Natur aus vorhanden ist, sozusagen eben angeboren oder als eine anthropologische Konstante vorgegeben, warum sprechen Sie dann zu Beginn überhaupt von Schuld?
Wir sollten dieses Gefühl gar nicht erst einräumen, soll es doch letztlich wiederum nur wehrlos machen, in der Auseinandersetzung um die Frage der Bewahrung Europas als Kontinent des weißen Mannes.

Gracchus

9. Juni 2020 00:18

Gruselig, bizarr. Ich habe die Quellen und Statistiken, die Lichtmesz bringt, nicht nachgeprüft, gehe aber davon aus, dass da etwas dran ist, und die Gegenseite bringt ja wenig (weshalb die 11 Fakten des Ronny Licht vielleicht doch interessant wären); die Eindeutigkeit des Narrativs ist damit aber schon hinfällig. Beispiel, das mir gerade einfällt: 

"Wir spielten Lonely Woman. So läuft das amerikanische Business eben. Es ist auch auf eine Art rassistisch, weil es sich generell gegen alles richtet, was aus Europa kommt. Eine Jazzlegende wie Ornette Coleman muss in ein bestimmtes Schema passen und soll nach dem Willen solcher Leute ausschließlich mit dunkelhäutigen US-Musikern auftreten. Alles andere wäre politisch nicht korrekt und schlecht fürs Geschäft. Nach Meinung dieser Leute haben Europäer im Jazz nichts verloren. Aber fünf Jahre sind eine enorme Zeit, für die ich heute sehr dankbar bin."

Joachim Kühn in der ZEIT

Gracchus

9. Juni 2020 00:40

Wie @nom de guerre ist mir rätselhaft, wie leicht sich dieses Narrativ durchsetzen kann, wie es zu diesen bizarren Inszenierungen kommt. Ich kann es mir nicht erklären. 

Da scheinen starke unbewusste Energien im Spiel. Und wie @nath ganz zurecht sagte schlechtes Karma, angesammelt aus einer langen, komplizierten Geschichte der Gewalt.

Der Antirassismus bietet keine Lösung und keine Versöhnung Er schreibt den Rassismus fort und Schwarze als Opfer fest. Bei dieser Art von Viktimisierung darf man nicht stehen bleiben, das wird jeder Therapeut bestätigen, wenn man an seiner Lage etwas ändern will. Wir haben es aber nicht mit einem "Subjekt" zu tun, sondern auf beiden Seiten mit Individuen, deren Geschichten mit- und untereinander unterschiedlich sind. Das ist eben das Widerwärtige an Linker Identitätspolitik, dass die Identität jedes Einzelnen auf eine Gruppenidentität festnageln will.

Fuchs

9. Juni 2020 01:36

Mal wieder ein exzellenter Artikel von M.L.

Was die Geschichte der Einwanderung in die USA angeht ist m.E das Buch "The Old World in the New" von E.A. Ross (1914) ein Meisterwerk:

https://archive.org/details/oldworldinnewsig00ross/page/n9/mode/2up

Unglaublich Vieles von dem, was Ross im Amerika des frühen 20ten Jahrhunderts beobachten konnte, ist in beinahe identischer Form 100 Jahre später wieder zu finden. Dem klugen Leser aus 1914 ermöglichte dieses Buch eine regelrechte Zeitreise!

Für anthropologisch Interessierte ist das Buch eine Goldgrube, da die Charaktere verschiedener, zumeist europäischer, Einwanderergruppen ausführlichst behandelt werden.

Pit

9. Juni 2020 01:57

(alles knapp wg Zeichen-Grenze)
Merkt niemand die ungeheure Verachtung, die in diesen "Selbsterniedrigungen" liegt? Diese besagen: ich bin dir unendlich überlegen. Aber aus Mitleid mit deiner Minderwertigkeit werde ich mich erniedrigen, damit wir auf dasselbe Niveau kommen.
Merkt das niemand?

zu  RMH 8. Juni 2020 14:37:
iO. Aber falls Freiheit gegeben ist, werden sich die Weißen zusammenfinden, dto die Schwarzen... es wird Entmischung passieren. Ich will diese Freiheit.
Gedankenexperiment: Amishe haben Schwarze dabei; wenn´s nur noch Schwarze sind: wird die Gruppe amish bleiben? Die Antwort zeigt: Kultur ist rassisch bedingt.

Man mache sich bitte klar, daß dies global anti-weiße Haßmanifestationen sind, das Ergebnis ist die Ausrottung der Weißen. Haiti, Südafrika, Innenstädte: Weiße werden es lernen müssen (s.o.: zu fordern, unter Ihresgleichen zu leben) oder sie werden nicht leben. Sorry... es ist wirklich ein binäres Probem: ja oder nein. Zusammenleben funktioniert nicht.

Wie werden wir Weißen unser Interesse vertreten? Selbsttest: traue ich mich zu sagen, was ich sagen möchte; was ich sagen muß, um mein Interesse zu vertreten? Wer wagt es, öffentlich zu sagen: ich stehe für weiße Interessen? Daß es niemand wagt, ist die Straße zur Ausrottung der Weißen. Von der Redefreiheit hängt alles ab.

eike

9. Juni 2020 05:17

"Ich könnte mich übergeben bei all dem heuchlerischen Geschwafel."

Wenn Ihnen bei Heuchelei übel wird, dann haben Sie noch einges vor sich:

"As Jews, we fight racism wherever it is found"

https://www.thejc.com/comment/leaders/as-jews-we-%EF%AC%81ght-racism-wherever-it-is-found-1.500395

 

Andreas Walter

9. Juni 2020 06:53

@quarz

Kann man in der Tat, all diese Dinge auch einzeln betrachten, ist aber bei anderen "Flughöhen" nicht so wichtig:

https://youtu.be/bxoWszQneN8

Bester Werbespot, den ich dazu finden konnte. Wegen der Musik. So leicht und unbeschwert. Wie das Leben in einer Gated Community. Was kümmern mich dort die Irren. Die Leute mit Geld fahren in Johannesburg, Mexico City und Rio gepanzerte Limousinen. Die bietet heute jeder grosse Automobilhersteller bereits ab Werk an. Nur ganz hohe Tiere brauchen Sonderanfertigung. Die Kinder des Präsidenten waren auch an meiner Schule. Allerdings mit Personenschützern sogar in der Schulklasse und vor dem Unterrichtsraum. Auch an solche Bilder gewöhnt man sich, wird alles in Deutschland auch noch kommen. Kluge Leute betrachten es einfach als neuen Markt, machen halt das Beste draus. Ist in Deutschland aber noch Tabu, darüber zu reden. Hahaha, wie in der Sowjetunion. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Bestialische Morde jedes Wochenende “im beste[n] Deutschland, das wir jemals hatten." Wenn es in der “Pravda“ so steht muss es ja so sein.

 

 

RMH

9. Juni 2020 07:33

@nom de guerre,

evtl. geht es Ihnen gefühlsmäßig so ähnlich wie einem normalen Juden im Jahr um 30 in Jerusalem, als irgendwelche Leute anfingen, ständig von einem Jesus zu reden, der durch jüd. Priester im Verbund mit der bösen Polizei/Römern gestorben sein soll ... 

Das Ganze wird derzeit durchaus auch religiös aufgeladen und von daher gibt es auch keinen Diskurs, keine Debatten mehr.  Noch darf man eine wie auch immer geartete Meinung artikulieren, aber auch diese ist in den Wind, besser Sturm, gesprochen, mithin bedeutungslos.

 

Andreas Walter

9. Juni 2020 07:48

Scheint auch hier gerade einigen die Augen zu öffnen, die jüngsten Ereignisse, habe ich das Gefühl. Dachte bisher eigentlich immer, das wäre hier allen klar. Ausser den Trollen natürlich, die bewusst ständig Nebelkerzen werfen.

Ja, das ist unheimlich, wenn einem das zum ersten mal bewusst wird. Die ersten 2 oder 3 Jahre, vor 12, war es am schlimmsten. Auch weil einem dann plötzlich klar wird, wofür die Leute tatsächlich kämpfen, die trotzdem weiterhin ununterbrochen dämonisiert werden.

Vergleichbar nur mit einem Häftling, der unschuldig für Jahre in der Zelle sitzt.

Oder auch mit denen, die unfreiwillig hinter dem Eisernen Vorhang gesessen haben. Für manche Ossis, ich erlaube mir mal den Ausdruck, muss das daher ganz besonders schlimm sein. Von einem Wahnsinn in einen Anderen zu geraten, der nicht minder verrückt und bizarr ist. Nur eben auf seine Art.

Aber das macht uns zu Brüdern. Sogar mit vielen Osteuropäern.

Erschreckend auch die Radikalität, mit der die Tabus auch hier aufrecht gehalten werden.

Manchmal denke ich deswegen sogar, dass es die gleichen Gefängniswärter sind.

Dieter Rose

9. Juni 2020 09:08

Über die Sklaverei 

durch Araber

bis ins 19. Jhdt.

habe ich noch

nichts vernommen.

Gehört aber zum Gesamtbild.

 

Maiordomus

9. Juni 2020 09:13

Ich bedaure, dass das Niveau der Debatte hier bei nicht wenigen Beiträgen weit unter die durchaus vorhandenen analytischen Qualitäten von Lichtmesz runterfällt. Es geht doch nicht um die "Ausrottung" der Weissen, deren Verschwinden übrigens  Dürrenmatt etwa für die Zeit von 2600 vorausgesagt hat. Was im Zusammenhang mit Rassismus und den Schwarzen aufkommt (es hat mit sehr vielen, nämlich vernünftigen Schwarzen gar nichts zu tun, von letzteren ist hier immerhin gelegentlich die Rede), sondern von einer faktisch sich in der westlichen Bildungs- und Medienlandschaft sich durchsetzenden Zivilreligion, deren zentrale Elemente Gender, Antirassismus und "Antifaschismus" sind, wobei es sich hier in der Tat um eine missionierungsfanatische Religion handelt, die aber noch nicht als solche deklariert ist, weswegen man sich gegen diese Religion nicht auf die Religionsfreiheit und noch viel weniger als ungläubig bekennen kann. U.a. ist diese Religion derzeit daran, auch an den Universitäten die Geisteswissenschaften zu zerstören, z.B. mit diktatorischen Sprachvorschriften.

Phil

9. Juni 2020 09:13

Antirassismus tat ich bisher als lästig ab. Mittlerweile erscheint er mir als gefährliche Ideologie, die in manchen Köpfen ein bestimmtes Bild (mit allen Konsequenzen) manifestieren könnte: das des schwarzen Übermenschen, der über dem weißen Untermenschen steht.

Götz Kubitschek

9. Juni 2020 09:25

feierabend, badeschluß.

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