Trump, Biden und die unakzeptable Wahl (3)

"Präsident Trump schürt Ängste, dass er die Macht nicht freiwillig abgeben wird."

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

So äußer­te sich eine NZZ-Kor­re­spon­den­tin in einem Inter­view mit dem Trump-Geg­ner David French. Damit ist nicht nur gemeint, daß der amtie­ren­de Prä­si­dent die Gül­tig­keit des Wahl­er­geb­nis­ses anfech­ten könn­te. Daß Trump bereits im Vor­feld Zwei­fel gestreut hat, ob bei der Wahl am 3. Novem­ber alles sau­ber ablau­fen wer­de, wird von der Pres­se als bös­wil­li­ge Ver­leum­dung eines ast­rein demo­kra­ti­schen Sys­tems und als Prä­ven­tiv-Aus­re­de für den Fall einer Nie­der­la­ge hingestellt.

Eine Infra­ge­stel­lung des Wahl­er­geb­nis­ses wäre aller­dings ein völ­lig nor­ma­ler Vor­gang. Ein Kan­di­dat kann nach einer ver­lo­re­nen Wahl das Ergeb­nis akzep­tie­ren (con­ce­de) or anfech­ten (con­test).  Die Demo­kra­ten haben dies mit so gut wie jedem repu­bli­ka­ni­schen Wahl­sieg seit Richard Nixon im Jahr 1968 getan. Die bun­des­deut­schen Medi­en haben die­se Anfech­tun­gen immer wie­der affir­ma­tiv auf­ge­grif­fen, ins­be­son­de­re im Fall Geor­ge W. Bush im Jahr 2000 und 2004 (sie­he etwa hier). Auch auf der ande­ren Sei­te ist man sich nicht sicher, ob man dem Oppo­nen­ten ver­trau­en kann – im Juni die­ses Jah­res titel­te die ZEIT: “Joe Biden befürch­tet Wahl­be­trug von Donald Trump”.

Die­sel­ben Medi­en ver­su­chen gera­de, jeden Ver­dacht zu zer­streu­en, daß es in irgend­ei­ner Wei­se zu Mani­pu­la­tio­nen kom­men könn­te, etwa im Bereich der Brief­wahl. Ein Bei­spiel aus einem von der dpa gestreu­ten “Fak­ten­check”, den auch die ZEIT über­nom­men hat:

BEHAUPTUNG: Eine Brief­wahl öff­net Mani­pu­la­tio­nen Tür und Tor.

BEWERTUNG: Exper­ten und Insti­tu­tio­nen sehen kei­ner­lei Betrugs­ge­fahr, Stu­di­en unter­mau­ern das.

Man muß schon ein aus­ge­spro­chen schlich­tes Gemüt haben, um sol­che Auto­ri­täts­ar­gu­men­te im Sti­le der Praw­da für bare Mün­ze zu neh­men. Brief­wah­len sind noto­risch anfäl­lig für Mani­pu­la­tio­nen, und es gibt etli­che doku­men­tier­te Fäl­le, in denen es spek­trumüber­grei­fend zu Betrug gekom­men ist. Brief­wah­len wer­den dies­mal eine grö­ße­re Rol­le spie­len als üblich, denn und es ist wahr­schein­lich, daß vie­le Wäh­ler aus Angst vor dem Coro­na­vi­rus zu die­ser Art der Stimm­ab­ga­be grei­fen werden.

Wer nun als maß­geb­li­cher “Exper­te” prä­sen­tiert wird und wer nicht, wird bekannt­lich je nach Macht­in­ter­es­sen äußerst selek­tiv gehand­habt. 2016, als sich der oran­ge­ne Unter­gangs­ko­met im Anflug befand, pries Deutsch­land­funk Kul­tur bei­spiels­wei­se die Exper­ti­se eines Mate­rie­ken­ners namens Greg Palast:

Bei den US-Prä­si­dent­schafts­wah­len wird getrickst, was das Zeug hält. Greg Palast beschreibt das Aus­maß und die Metho­den des chro­ni­schen Wahl­be­trugs. Er folgt der Spur des Gel­des und ent­tarnt die Män­ner und Unter­neh­men, die den Kan­di­da­ten zum Sieg ver­hel­fen – ein Muss für Amerika-Fans.

Ent­sinnt man sich nun, mit wel­cher bei­spiel­lo­sen Vehe­menz und Ver­bis­sen­heit das ame­ri­ka­ni­sche Estab­lish­ment bis­lang ver­sucht hat, den Ein­dring­ling Trump zu Fall zu brin­gen, und dies zum Teil mit aus­ge­spro­chen krum­men Mit­teln, dann erscheint die Mög­lich­keit von Wahl­be­trug kei­ne beson­ders weit her­ge­hol­te Vorstellung.

Bei­de Sei­ten ver­mit­teln den Ein­druck, als gin­ge es bei die­ser Wahl um Leben und Tod. Die ZEIT behaup­tet auf der Titel­sei­te ihrer aktu­el­len Aus­ga­be gar, nun stün­den “erst­mals” nicht nur zwei Kan­di­da­ten zur Wahl, son­dern “die Demo­kra­tie” selbst, die natür­lich vom Lager Bidens ver­tre­ten wird. Im Fal­le einer Nie­der­la­ge wird mit Sicher­heit auch die­ser ver­su­chen, das Ergeb­nis anzufechten.

Ein Sieg des einen oder ande­ren Kan­di­da­ten wird vor­aus­sicht­lich äußerst knapp aus­fal­len, und es ist sehr wahr­schein­lich, daß Trump wie bereits 2016 die soge­nann­te “popu­lar vote” der abso­lu­ten Stim­men­an­zahl ver­lie­ren wird. Um die aus­schlag­ge­ben­de “elec­to­ral vote” des “Wahl­män­ner­kol­le­gi­ums” zu gewin­nen, bedarf es prak­tisch jeder ein­zel­nen Stim­me, wes­halb sich das Pro­blem des Wahl­be­trugs enorm zuspitzt.

Das Nar­ra­tiv der “unfrei­wil­li­gen Macht­über­ga­be” beinhal­tet jedoch weit­aus mehr als dies: Es wird das Dreh­buch sug­ge­riert, Trump wür­de im Fal­le einer Nie­der­la­ge eine Art Staats­streich ein­lei­ten, mit­hil­fe sei­ner Mili­zen aus “wei­ßen Supre­ma­tis­ten”, die bereits Gewehr bei Fuß dar­auf war­ten, ein­schrei­ten zu dür­fen. Laut Al Gore  wer­de man den Stur­schä­del Trump im Janu­ar 2021 not­falls mit­tels Mili­tär­ein­satz wie ein trot­zi­ges Kind aus dem Wei­ßen Haus zer­ren müssen:

Wenn ein neu­er Prä­si­dent gewählt wird, wer­den am 20. Janu­ar um 12 Uhr mit­tags die Poli­zei, der Geheim­dienst, das Mili­tär, alle Exe­ku­tiv­be­am­ten auf das Kom­man­do sich der Lei­tung des neu­en Prä­si­den­ten unter­stel­len und auf sein Kom­man­do regieren.

Gore hat­te im Jahr 2000 knapp gegen Geor­ge W. Bush ver­lo­ren (aber die “popu­lar vote” gewon­nen) und zunächst eine Über­prü­fung der Stimm­aus­zäh­lung in Flo­ri­da bean­tragt, wo er Wahl­be­trug ver­mu­te­te. Heu­te brüs­tet er sich damit, zum Woh­le der Nati­on nach­ge­ge­ben und groß­mü­tig von einem Putsch abge­se­hen zu haben:

Es zeigt sich, daß es zwi­schen einer end­gül­ti­gen Ent­schei­dung des Obers­ten Gerichts­hofs und einer gewalt­sa­men Revo­lu­ti­on kei­nen Mit­tel­weg gibt. Es schien mir, daß Respekt vor der Rechts­staat­lich­keit und den Erfor­der­nis­sen der ame­ri­ka­ni­schen Demo­kra­tie das Gebot der Stun­de waren. Man kann immer nach Mög­lich­kei­ten suchen, etwas in die Län­ge zu zie­hen, das Land zu zer­rei­ßen, Par­tei­gän­ger auf den Stra­ßen gegen­ein­an­der zu mobi­li­sie­ren und so wei­ter, aber das war kein wei­ser Weg für unser Land.

Das ist so hane­bü­chen, daß es fast schon belei­di­gend ist. Gore hät­te im Jah­re 2000 kei­ne Bür­ger­kriegs­par­tei mobi­li­sie­ren kön­nen, selbst, wenn er es gewollt hät­te, und ein der­ar­ti­ges Ansin­nen wäre ein völ­lig abwe­gi­ger Gedan­ke gewe­sen, den damals abso­lut nie­mand auch nur von der Fer­ne in Betracht gezo­gen hätte.

Im August tauch­te ein kurio­ses Doku­ment im Netz auf, für das eine Grup­pe mit dem Namen “Tran­si­ti­on Inte­gri­ty Pro­ject” (TIP) ver­ant­wort­lich zeich­net. Mit­ar­bei­ter sind unter ande­rem John Podes­ta, Micha­el Stee­le, Don­na Bra­zi­le, also hoch­ran­gi­ge Demo­kra­ten eben­so wie Repu­bli­ka­ner. Betei­ligt sind auch drei pro­mi­nen­te neo­kon­ser­va­ti­ve Intel­lek­tu­el­le: Bill Kris­tol, Max Boot und David Frum.

Die Grün­de­rin des “Pro­jekts für einen inte­ge­ren Über­gang”, die demo­kra­ti­sche Uni­ver­si­täts­pro­fes­so­rin Rosa Brooks, hat Ver­bin­dun­gen zu Geor­ge Soros und war in ver­schie­de­nen Funk­tio­nen als für des­sen Open Socie­ty Institute/Foundation tätig. Sie ist Mit­ar­bei­te­rin von etli­chen glo­ba­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tio­nen, wie etwa dem eng mit Goog­le ver­bun­de­nen Think-Tank New Ame­ri­ca Foundation.

Das Doku­ment mit dem Titel “Pre­ven­ting a Dis­rup­ted Pre­si­den­ti­al Elec­tion” kann man hier als PDF her­un­ter­la­den. Es ent­wirft vier ver­schie­de­ne hypo­the­ti­sche Wahl­aus­gangs­sze­na­ri­en, die dar­auf vor­be­rei­ten sol­len, wie sich der irre­gu­lä­re Pro­blem­bär im Wei­ßen Haus im Fal­le einer Nie­der­la­ge ver­hal­ten könnte.

Es ent­hält außer­dem eine Framings-Emp­feh­lung an Medi­en, Poli­ti­ker, Akti­vis­ten und Influ­en­cer, die “zwei größ­ten Gefah­ren” der kom­men­den Wahl zu nen­nen: “Lügen über ‘Wahl­be­trug’ und eska­lie­ren­de Gewalt.” (“Address the two big­gest thre­ats head on: lies about ‘voter fraud’ and esca­la­ting violence.”):

Wahl­be­trug ist prak­tisch non-exis­tent, aber Trump lügt dar­über, um ein Nar­ra­tiv zu schaf­fen, das sei­ne Basis poli­tisch mobi­li­sie­ren und die Grund­la­ge für die Anfech­tung der Wahl­er­geb­nis­se im Fal­le einer Nie­der­la­ge schaf­fen soll. Das Poten­ti­al für gewalt­sa­me Kon­flik­te ist hoch, zumal Trump sei­ne Unter­stüt­zer ermu­tigt, zu den Waf­fen zu greifen.

Wahl­be­trug ist, wie gesagt, nicht nur “mög­lich”, son­dern sogar wahr­schein­lich, wäh­rend der letz­te Satz nach­weis­lich eine nack­te Lüge ist, die bereits im Wahl­kampf 2016 zum Ein­satz kam. Sie beruht im wesent­li­chen auf sug­ges­ti­ver Aus­le­gung von man­chen Kom­men­ta­ren Trumps, die angeb­lich wie “Hun­de­pfei­fen” wir­ken und sei­nen Anhän­gern ver­steck­te Signa­le sen­den sol­len. So etwa, als er sich wäh­rend der Debat­te mit Biden einen Kom­men­tar zu der Spaß­trup­pe “Proud Boys” ent­lo­cken ließ: “Stand back and stand by”, aus dem ihm nun absur­de Stri­cke gedreht werden.

Ich fas­se die wesent­li­chen Punk­te der durch­ge­spiel­ten Sze­na­ri­en zusammen:

Sze­na­rio 1: Unkla­res Ergeb­nis in der Wahl­nacht, etwa ein 269:269 Unent­schie­den des Wahl­män­ner­kol­le­gi­ums. Trump wird u.a. Brief­wah­len­be­trug behaup­ten, Zäh­lun­gen nach dem Wahl­tag zu ver­hin­dern suchen, sei­ne Anhän­ger zu Kund­ge­bun­gen auf die Stra­ße rufen und FBI-Beam­te im gesam­ten Land ein­set­zen, “um die Wahl­lo­ka­le zu ’sichern’ und die Natio­nal­gar­de für einen mög­li­chen Ein­satz gegen Pro­tes­te in Bereit­schaft hal­ten.” Ein omi­nö­ser “schur­ki­scher Ein­zel­tä­ter” (“rogue indi­vi­du­al”) ver­nich­tet schließ­lich etli­che Wahl­zet­tel, um Trump einen knap­pen Sieg in einem ent­schei­den­den Staat zu ermög­li­chen. Weder Trump noch Biden akzep­tie­ren letzt­lich das Resul­tat, wobei Trump ver­su­chen wird, ein­zel­ne Wahl­män­ner zu erpres­sen oder zu sei­nen Guns­ten zu beein­flu­ßen. Am Tage des Amts­an­tritts, 20. Janu­ar 2021, bean­spru­chen bei­de Kan­di­da­ten das Amt für sich.

Sze­na­rio 2: Kla­rer Wahl­sieg Bidens. Biden gewinnt sowohl “popu­lar vote” als auch “elec­to­ral vote”. Trump beklagt mas­si­ven Wahl­be­trug, zieht sich dann aber zuneh­mend aus dem Ram­pen­licht zurück. Er erkennt, daß er kei­ne Hand­ha­be hat, gegen die­ses Ergeb­nis anzu­ren­nen. Er ver­legt sein Team in sein Pri­vat­do­mi­zil in Mar-A-Lago und ver­sucht mit­zu­neh­men und zu ret­ten, was mög­lich ist, etwa, indem er prä­ven­tiv Begna­di­gun­gen für die Mit­glie­der sei­nes Kabi­netts, Fami­li­en­mit­glie­der, poli­ti­sche Ver­bün­de­te usw. vor­be­rei­tet, soll­te es zu spä­te­ren Ankla­gen wegen kri­mi­nel­ler Umtrie­be kommen.

Biden beginnt inzwi­schen Reden unter dem Mot­to “Heilt das Land” zu hal­ten. Trump kün­digt an, daß sein Sohn Donald Trump jr. 2024 zur Prä­si­dent­schafts­wahl antre­ten wer­de, und grün­det einen TV-Sen­der namens “MAGA-TV”, der vor allem Auf­nah­men aus den letz­ten Wochen des Prä­si­den­ten im Amt sen­den soll. Die Demo­kra­ten berei­ten einen sau­be­ren Über­gang vor, schmie­den Koali­tio­nen, und begin­nen, poli­zei­li­che Unter­su­chun­gen gegen Trumps kor­rup­te Ban­de einzuleiten.

Sze­na­rio 3: Kla­rer Wahl­sieg Trumps. Dies ist aus der Sicht des Tran­si­ti­on Inte­gri­ty Pro­ject das “worst case sce­n­a­rio”. Das “elec­to­ral col­le­ge” geht an Trump, die “popu­lar vote” mit deut­li­chem Vor­sprung an Biden. Trump ver­mu­tet Wahl­be­trug hin­ter die­sem Vor­sprung Bidens, und erklärt die dar­ob ein­set­zen­den Pro­tes­te gegen sei­ne Prä­si­dent­schaft als “anti-ame­ri­ka­nisch”, “unde­mo­kra­tisch” und “Herr­schaft des Pöbels” (mob rule). Er setzt Pro­vo­ka­teu­re ein, um sicher­zu­ge­hen, daß die Pro­tes­te eska­lie­ren, damit er das Nar­ra­tiv eines gewalt­sa­men Auf­stan­des gegen einen recht­mä­ßig gewähl­ten Prä­si­den­ten ver­brei­ten kann.

Die Repu­bli­ka­ni­sche Par­tei unter­stützt sei­ne har­te “Law and Order”-Linie gegen die Anar­chis­ten, hält ihn aller­dings zur Mäßi­gung an. Trump beginnt nun ruch­los, sei­ne Macht zu kon­so­li­die­ren, etwa, indem er gegen den “Deep Sta­te” vor­geht und sons­ti­gen insti­tu­tio­nel­len Wider­stand gegen sei­ne Agen­da eli­mi­niert. Das Mili­tär wird mit “pro-ame­ri­ka­ni­schem” Füh­rungs­per­so­nal bestückt, Ernen­nun­gen von lini­en­treu­en Rich­tern wer­den vor­an­ge­trie­ben, dem Big Busi­ness wer­den finan­zi­el­le Ver­güns­ti­gun­gen ange­bo­ten, um es auf sei­ne Sei­te zu ziehen.

Biden zieht nun sei­ne Akzep­tanz des Wahl­er­geb­nis­ses zurück. Lan­des­weit herrscht Empö­rung, daß ein Kan­di­dat, der die “popu­lar vote” ver­lo­ren hat, zum drit­ten Mal inner­halb von 20 Jah­ren zum Prä­si­den­ten ernannt wird. Das Biden-Team stellt mit Unter­stüt­zung der Demo­kra­ti­schen Par­tei das “elec­to­ral col­le­ge” ins­ge­samt in Fra­ge und beklagt Mani­pu­la­ti­on durch “voter supres­si­on”, also Ver­su­che, Bür­ger durch diver­se lega­le wie ille­ga­le Schi­ka­nen vom Wäh­len abzu­hal­ten oder sie in irgend­ei­ner Wei­se ein­zu­schüch­tern oder zu nöti­gen. Das Land stürzt nun rasant in eine “aus­ge­wach­se­ne Staats­kri­se” (“a full-blown con­sti­tu­tio­nal cri­sis”), gekenn­zeich­net durch:

Poli­ti­sches Cha­os; weit ver­brei­te­te Gewalt­an­dro­hun­gen und spo­ra­di­sche Gewalt­aus­brü­che auf den Stra­ßen; ein feind­se­li­ges, gefähr­li­ches, hoch­par­tei­isches und häu­fig unge­hemm­tes Infor­ma­ti­ons- und Medienumfeld.

Bidens Team ruft nun ins­be­son­de­re die Staa­ten Kali­for­ni­en, Ore­gon und Washing­ton zur Sezes­si­on auf, falls sich die Repu­bli­ka­ner wei­ter­hin gegen eine Abschaf­fung des Wahl­män­ner­sys­tems weh­ren. Trumps Team pro­vo­ziert die­sen und ande­re Vor­stös­se mas­siv, um die Demo­kra­ten als Spal­ter der Nati­on hin­zu­stel­len, die einen ille­ga­len Staats­streich pla­nen. Trump insze­niert sich als Ret­ter der natio­na­len Ein­heit und Boll­werk gegen die radi­ka­len Grup­pen, die Biden unter­stüt­zen und die USA zer­stö­ren wol­len. Biden gelingt es schließ­lich, das mehr­heit­lich demo­kra­tisch besetz­te Reprä­sen­tan­ten­haus dazu zu bewe­gen, ihm die Prä­si­dent­schaft anzu­er­ken­nen. Die Repu­bli­ka­ner leh­nen dies ab, und die Lage bleibt unent­schie­den bis zum 20. Janu­ar. “Es blieb unklar, wie sich das Mili­tär in die­ser Lage ver­hal­ten wür­de.” (“It was unclear what the mili­ta­ry would do in this situation.”)

Sze­na­rio 4: Knap­per Wahl­sieg Bidens. Biden gewinnt mit neun Wahl­män­nern Vor­sprung das “elec­to­ral vote”, wäh­rend er beim “popu­lar vote” nur 1% Vor­sprung hat. Trump erkennt den Wahl­sieg des Kon­tra­hen­ten nicht an. Er wet­tert nun gegen die “gestoh­le­ne Wahl” und läßt Unter­su­chun­gen wegen Wahl­be­trug ein­lei­ten. Er setzt eine rie­si­ge “Des­in­for­ma­ti­ons-Kam­pa­gne” in Gang, die sich auf die Legi­ti­mi­tät der Brief­wahl fokus­siert. Sei­ne Unter­stüt­zer streu­en die Lüge, Biden habe einen Schlag­an­fall erlit­ten, um ihn als amts­un­fä­hig hin­zu­stel­len. Das Team Trump erkennt aller­dings, daß es für eine effek­ti­ve­re Stra­te­gie noch mehr Cha­os stif­ten muß, damit Trump als Ret­ter von Recht und Ord­nung prä­sen­tiert wer­den kann:

Das Trump-Team schür­te Cha­os und Tumul­te, indem es die loka­len Poli­zei­kräf­te dazu dräng­te, Black-Lives-Mat­ter- und Pro-Biden-Demons­tra­tio­nen zu zer­schla­gen, wäh­rend es gleich­zei­tig Alt­right-Anhän­ger und “Boo­ga­los” dazu ermu­tig­te, auf lin­ke Demons­tran­ten loszugehen.

Team Biden bezeich­net Trumps Vor­ge­hen als “häß­lich und spal­te­risch” und zieht etli­che nam­haf­te Repu­bli­ka­ner auf sei­ne Sei­te, dar­un­ter Mitt Rom­ney. Vier Mil­lio­nen Ame­ri­ka­ner gehen für Biden auf die Stra­ße. Im Zuge die­ser Demons­tra­tio­nen kommt es zu Van­da­lis­mus und gewalt­sa­men Zusam­men­stö­ßen. Schließ­lich stellt sich das Mili­tär offen auf die Sei­te Bidens. Die in die Defen­si­ve getrie­be­nen rech­ten Medi­en ver­fol­gen nun beson­ders aggres­si­ve Fake News-Kam­pa­gnen, inklu­si­ve dem Auf­wär­men von Ver­schwö­rungs­theo­rien à la “Piz­za­ga­te”. Die sozia­len Medi­en wer­den von rech­ten Memes über­schwemmt, in denen auf­ge­for­dert wird, die Ver­fas­sung auch vor ihren inlän­di­schen Fein­den zu schützen.

Trump hat sich inzwi­schen im Wei­ßen Haus ver­schanzt wie Hit­ler im Füh­rer­bun­ker und beginnt, rei­hen­wei­se inkri­mi­nie­ren­de Doku­men­te zu ver­bren­nen. Er erläßt etli­che prä­ven­ti­ve Begna­di­gun­gen für die Mit­glie­der sei­nes Kabi­netts, inklu­si­ve sich sel­ber. Schließ­lich wird er von Geheim­dienst­be­am­ten aus dem Wei­ßen Haus eskor­tiert, aus hoch­pro­fes­sio­nel­lem Respekt vor sei­nem Amt aller­dings nicht vor dem 20. Janu­ar. Trump grün­det den TV-Sen­der TRUMP TV, der umge­hend Pro­pa­gan­da für eine Amts­ent­he­bung Bidens verbreitet.

Biden führt indes­sen das Land zu einem Hap­py-End: Lösungs­vor­schlä­ge zu der coro­na­vi­rus­be­ding­ten Wirt­schafts- und Gesund­heits­kri­se wer­den aus- und ange­packt, eine Ver­söh­nung mit den Repu­bli­ka­nern wird vor­an­ge­trie­ben, und das gespal­te­ne Land wie­der ver­eint. Biden steht glän­zend da, hat er doch Trump in den ers­ten Tagen nach der Wahl die Chan­ce gege­ben, Gesicht und Wür­de zu wah­ren, und den Wahl­aus­gang zu akzep­tie­ren. Als nächs­ten Schritt lei­tet die Demo­kra­ti­sche Par­tei poli­zei­li­che Unter­su­chun­gen über die kri­mi­nel­len Akti­vi­tä­ten der Trump-Fami­lie ein.

An Sze­na­rio 3 fällt auf, daß sich Biden dar­in nicht gera­de wie Al Gore, son­dern min­des­tens so unnach­gie­big ver­hält, wie man es von Trump befürch­tet. Er kämpft gegen eine “gestoh­le­ne Wahl”, ris­kiert sogar den Zer­fall der natio­na­len Ein­heit, um Trump zu stop­pen, und spielt dabei iro­ni­scher­wei­se die Rol­le der Südstaaten-Konföderation:

The Biden Cam­pai­gn encou­ra­ged Wes­tern sta­tes, par­ti­cu­lar­ly Cali­for­nia but also Ore­gon and Washing­ton, and collec­tively known as “Cas­ca­dia,” to sece­de from the Uni­on unless Con­gres­sio­nal Repu­bli­cans agreed to a set of struc­tu­ral reforms to fix our demo­cra­tic sys­tem to ensu­re majo­ri­ty rule.

Unzwei­fel­haft ist Sze­na­rio 4 jenes, das sich die Demo­kra­ten am innigs­ten herbei­ers­eh­nen. Im Gegen­satz zu Sze­na­rio 2, das einen rela­tiv wider­stands­lo­sen Abgang vor­sieht, weil es an den Wahl­er­geb­nis­sen kaum etwas zu rüt­teln gibt, wird Trump hier gründ­lich als schlech­ter Ver­lie­rer, Kri­mi­nel­ler und Auf­wieg­ler von Rechts­ex­tre­mis­ten ent­zau­bert und ent­larvt. Jeg­li­cher Nim­bus, den er nach sei­ner Nie­der­la­ge noch haben mag, wird ver­nich­tet. Dies hal­ten die Köp­fe hin­ter TIP offen­bar für sehr wich­tig. Nach­dem der Stö­ren­fried uneh­ren­haft abge­setzt wur­de, ist der Alp­traum end­lich vor­bei, alles wird wie­der wie frü­her, als Ame­ri­ka noch unge­spal­ten war. Die gewalt­sa­men Sze­nen im Zuge der Demons­tra­tio­nen wer­den “bad optics” für Genera­tio­nen lie­fern, um die Rech­te ein- für alle­mal zu diskreditieren.

Auf­fäl­lig ist, daß die Sze­na­ri­en sowohl im Fal­le eines Sie­ges (3) als auch einer Nie­der­la­ge Trumps (4) gewalt­sa­me Stra­ßen­kämp­fe vor­se­hen, die in bei­den Fäl­len auf sein Kon­to gehen, ganz so, als könn­te die Lage ohne sei­ne Agents pro­vo­ca­teurs und rech­ten Sturm­trup­pen nicht eska­lie­ren, was natür­lich ange­sichts der Ran­da­le die­ses Som­mers lächer­lich ist. Von offe­ner links­ex­tre­mer Gewalt und Aggres­si­on ist kei­ne Rede, und die For­mu­lie­rung “vio­lent skir­mis­hes and van­da­lism took place during the­se demons­tra­ti­ons” scheint bewußt vage gehalten.

Das paßt natür­lich zu dem beschö­ni­gen­den Nar­ra­tiv über die Vor­gän­ge der letz­ten Mona­te, das von den Demo­kra­ten ver­brei­tet wird, wie unlängst von Michel­le Oba­ma (sati­ri­sche “Ver­bes­se­run­gen” hier und hier).

Sie schü­ren Ängs­te vor schwar­zen und brau­nen Ame­ri­ka­nern. Sie ver­brei­ten die Lüge, Min­der­hei­ten wür­den die Vor­städ­te zer­stö­ren, Gewalt und Ein­schüch­te­rung anfa­chen. Und sie schie­ben all dies einer Bewe­gung für ras­si­sche Soli­da­ri­tät in die Schu­he, die sich in ihrer über­wäl­ti­gen­den Mehr­heit fried­lich ver­hal­ten hat. Es ist wahr. Recher­chen stüt­zen es. Nur bei einer win­zi­gen Bruch­zahl von Demons­tra­tio­nen hat es irgend­ei­ne Form von Gewalt gege­ben. Was der Prä­si­dent tut, ist also – ein­mal mehr – offen­kun­dig falsch. Es ist mora­lisch ver­werf­lich, und ja: es ist rassistisch.

They are sto­king fears about black and brown Ame­ri­cans, lying about how mino­ri­ties will des­troy the sub­urbs, whip­ping up vio­lence and intimi­da­ti­on, and they are pin­ning it all on what’s been an over­whel­min­gly peace­ful move­ment for racial soli­da­ri­ty. It’s true. Rese­arch backs it up. Only a tiny frac­tion of demons­tra­ti­ons have had any vio­lence at all.  So what the pre­si­dent is doing is once again patent­ly fal­se, it’s moral­ly wrong, and yes, it is racist.

Da bleibt einen nur mehr die Spu­cke weg, wie es die Eli­ten, die Michel­le Oba­ma reprä­sen­tiert, immer wie­der schaf­fen, in einem der­art mora­li­sie­ren­den, empör­ten Brust­ton auf eine der­art unver­schäm­te, kras­se, ja gera­de­zu dia­bo­li­sche Wei­se zu lügen (sie­he dazu auch Teil 1 und 2 die­ser Arti­kel­se­rie) und die Wirk­lich­keit auf den Kopf zu stel­len. Das ist “Gas­lich­tern” in einem epi­schen Aus­maß. “Rese­arch” zeigt viel­mehr, daß das genaue Gegen­teil von Mrs. Oba­mas Behaup­tun­gen zutrifft (sie­he etwa hier, hier, hier, hier.)

Sind Michel­le Oba­ma und Rosa Brooks (oder wen auch immer man hier an ihrer Stel­le nen­nen mag) tat­säch­lich so weit von der Rea­li­tät ent­fernt, daß sie glau­ben, die Wahr­heit zu sagen? Sind sie wahn­sin­nig und ver­blen­det? Sind sie auf das Bild, das sie selbst von Trump gemalt haben, her­ein­ge­fal­len? Oder ist die offen­kun­di­ge Lüge Teil der Strategie?

Da Lin­ke immer ihre eige­nen Vor­ha­ben auf den Geg­ner pro­ji­zie­ren, kann man aus die­sem Doku­ment viel­leicht ein paar beun­ru­hi­gen­de Din­ge herauslesen.

Ein Wahl­sieg Bidens, ob klar oder knapp, wird womög­lich zu ähn­li­chen Ergeb­nis­sen wie in Sze­na­rio 3 (Wahl­sieg Trumps) füh­ren, nur eben sei­ten­ver­kehrt: Noch stär­ke­re Kon­so­li­die­rung des Sys­tems, das sich kein zwei­tes Mal einen Trump erlau­ben kann, noch stär­ke­re ideo­lo­gi­sche Gleich­schal­tung der Pres­se und der Insti­tu­tio­nen, noch mehr poli­ti­sche Zen­sur und Säu­be­rung der sozia­len Medi­en, noch grö­ße­re Äch­tung von poli­ti­schen Posi­tio­nen außer­halb der rot-blau­en Spiel­re­geln, noch mehr tie­fer Staat, noch mehr Poli­ti­sie­rung von FBI und CIA, um “white supre­ma­cy” zu bekämp­fen, noch mehr Anti­fa-Ter­ror, noch mehr Haß­re­den-Kon­trol­le (viel­leicht sogar bis zur Abschaf­fung oder Ein­schrän­kung des “First Amend­ment”), noch mehr BLM-Kult, noch mehr “kri­ti­sche Ras­sen­theo­rie”, mit ande­ren Wor­ten so etwas wie die Bol­sche­wi­sie­rung der USA. “Heal the Coun­try” ist eine Illu­si­on oder eine Lüge. Mit oder ohne Trump wird es kein Zurück mehr geben in die Zeit vor 2016 oder 2008 (Oba­ma) oder auch 2000 (Bush II.).

Soll­te es im Fal­le einer Nie­der­la­ge Demons­tra­tio­nen und Pro­tes­te zuguns­ten Trumps geben, dann wer­den die­se gezielt von Pro­vo­ka­teu­ren unter­wan­dert wer­den, um sie als gewalt­tä­tig und ras­sis­tisch hin­zu­stel­len, den “Trumpis­mus” end­gül­tig zu dis­kre­di­tie­ren und poli­ti­sche Repres­sio­nen zu recht­fer­ti­gen. Man soll­te sich auf “fal­se flag”-Aktionen oder von Geheim­diens­ten gesteu­er­te “wei­ße Supre­ma­tis­ten” gefaßt machen, die dann genau das Skript in die Wirk­lich­keit umset­zen wer­den, das schon seit lan­gem in die Köp­fe der Mas­sen gepflanzt wird.

Soll­te es im Fal­le eines Sie­ges von Trump zu lin­ken Demons­tra­tio­nen mit den übli­chen Fol­gen kom­men, wer­den die­se eben­so als gerech­ter, “mehr­heit­lich fried­li­cher” Zorn­aus­bruch der Dis­kri­mi­nier­ten und Aus­druck “ras­si­scher Soli­da­ri­tät” hin­ge­stellt wer­den wie die Exzes­se der letz­ten Mona­te. Soll­te es zu Gewalt kom­men, wird man auch hier einen Weg fin­den, sie Trump-Anhän­gern in die Schu­he zu schie­ben, die man bei der gerings­ten Gegen­wehr als Extre­mis­ten, Mas­sen­mör­der und Ter­ro­ris­ten hin­stel­len wird.

Vier­ter und letz­ter Teil folgt.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (28)

Einsiedler

8. Oktober 2020 12:31

Es ist interessant, daß in dem Dokument mit dem Titel "Preventing a Disrupted Presidential Election"  ausgerechnet das nicht unwahrscheinliche Szenario fehlt:  "knapper Wahlsieg Trumps" , mit den entsprechenden Reaktionen...

Honi soit qui mal y pense.

Laurenz

8. Oktober 2020 14:13

@Einsiedler

Über diesen Gedanken fällt man meistens bei allen Artikeln, die einem bezüglich der bevorstehenden US-Präsidenten-Wahl begegnen, auch dem hier von ML. Es scheint, wie übrigens auch bei der letzten Wahl, eine ausgemachte Sache zu sein, daß Trump verliert. Was ist denn, wenn nicht nur ein knapper -, sondern ein grandioser Wahlsieg Herrn Trump beschert würde? Wie ML schreibt, die Demokraten haben die ganzen letzten 4 Jahre vergeblich versucht, Trump des Amtes entheben zu lassen, damit sind die US-Demokraten so demokratisch, wie einst die Deutsche Demokratische Republik. 

@ML

Wer eine Republik nach dem Vorbild Roms kreiert, gab vor 240 Jahren einerseits seine Absicht kund, ein Weltreich zu begründen und muß andererseits damit rechnen, daß daraus ein Kaiserreich entstehen kann. Auch Rom war seinerzeit ein Oligarchen-Stadl.

Sandstein

8. Oktober 2020 18:16

Ich lese die Texte von ML immer mit viel Gewinn und staune über meine Ahnungslosigkeit: lese immer wieder Namen "einflussreicher Reps [...]", die ich nicht einmal kannte. 

Bezweifle aber ob diese Fixierung auf das Thema USA/Trump-Biden uns hier weiterbringt. Dachte immer das sei ein Fetisch der Linken. Nun ist Trump ja bereits seit einer Legislatur Präsident und schon vor Jahren kursierte die Theorie, ein konservativer US-Präsident hätte großen Einfluss auf die Entwicklung in Europa. Dem ist aber offensichtlich nicht so. Auch gibt es Punkte in der US-Außenpolitik, die unter Trump und Biden gleich behandelt werden/würden. Schiefergas vs. Northstream ist so ein Beispiel. Man muss einfach sehen dass es hier nicht um den Präsidenten geht, sondern die geostrategische Ausrichtung der USA insgesamt. Das begann schon unter dem angeblichen Europafreund Obama und wird weitergeführt werden. Weil die wahre Macht eben nicht beim Präsidenten liegt. Die Strategen der US-Außenpolitik haben längst die neuen Gegner ausgemacht und hier geht es eben nicht mehr um Europa oder Russland. Das muss man so anerkennen und entsprechende Ableitungen treffen. In diesem Sinn: Danke für die Artikel sehr geschätzter ML, ich halte das dennoch für im Grunde belanglos was da passiert oder nicht passiert. 

Gruß!

Volksdeutscher

8. Oktober 2020 18:55

"Präsident Trump schürt Ängste, dass er die Macht nicht freiwillig abgeben wird." Dogmatischer kann man es wohl kaum formulieren.... Erinnert mich an die Rhetorik des Zentralkommittees der KP.

Unter den geschilderten Umständen ist es schwer, zuverlässige Analysen abzugeben. Ich tippe auf den knappen Sieg Trumps. Man kann es abtun als wunschdenken. Aber warum sollte man sich diesen Sieg nicht wünschen dürfen?

Gotlandfahrer

8. Oktober 2020 22:04

@Sandstein: "halte das dennoch für im Grunde belanglos was da passiert..."

Denke eher, dass es von Belang ist.  Sie haben Recht, was staatsdeterminierte Geostrategie angeht.  Da jedem Staatsapparat die Jacke näher als die Hose ist, werden viele Themen wie Northstream 2, das Abhören von "Freunden" etc. vermutlich unabhängig vom jeweiligem POTUS ausfallen.  Auch wird sich kaum ein Ami wirklich für Europa interessieren, denn der Mangel an Interesse am Eigenen ist ja gerade Eigenschaft der weißen Kultur.  Die derzeit das eigentliche Ziel aller Attacken ist.  Insofern gibt Trump, gerade weil er die Regeln dieser "Kultur" bricht, die diese Attacken "eigenartigerweise" herbeigeführt hat, und obwohl er alles andere als ein Vorbild "klassischer" Art ist, dem (größtenteils) unbewussten weißen Überlebenswillen Ausdruck. Es ist längst Krieg und jeder Schlag ins "Demokratengesicht" erhält die Chance aufs Überleben.  Sogar obwohl er über das Ordnungsticket viele nichtweiße Bürger gewinnt. 

Da diese Attacke eine auf "uns alle" ist, selbst wenn die Opas der heutigen Cowboys einst in B-24-Bombern ihre eigene Geburtsstadt in Schutt und Asche legten, ist das Schicksal der weißen Amis mitbestimmend für unseres.  Wird den Gringos erstmal klar, dass es um ihre Hälse geht, hat dies ggf. unabhängig vom Ausgang des Konflikts erhebliche Wirkung auf uns in Neu-Großbalkan.

Laurenz

8. Oktober 2020 22:12

@Sandstein

Wie kommen Sie darauf, daß Obambo ein Europa-Freund war oder ist? Er hat Freunde in Europa, wie zB unsere Staatsratsvorsitzende oder das Magazin "Der Relotius", aber was haben beide schon mit Europa zu tun, außer, daß sie da wohnen?

Obambo war derjenige, der in Ramstein verkündete, daß das ex-deutsche Buntland bis 2099 ein Besatzungs-Land bleibt.

Obambo ließ täglich über Ramstein 9 Terroristen per Drohne vom Esel schießen, was uns weltweit ganz viel Freunde bescherte.

Obambo war es, der uns den US-Corps mit TTIP untertan machen wollte.

Es war der Massen-Mörder Obambo, der sich von unseren weltbürgerlichen Ex-Protestanten als Pop-Stern auf den Kirchentag einladen ließ.

Und diese Ex-Lutheraner haben doch mit Europa auch nicht mehr auch nur das geringste zu tun. Diese arg unchristliche Bedford-Strohm-Mafia hat auf unsere Kosten die globale Welt als Geschäftsmodell. Bunt- oder Europa-feindlicher kann man gar nichts sein. Da kommt sogar @Franz Bettingers "Tiefer Staat" nicht mit.

Können Sie, Sandstein, Sich vielleicht selbst mal die Frage stellen, ob Sie zu Europa gehören oder zu Seinen Feinden? Hier ein Video für Sie, damit Sie Sich die Frage Selbst beantworten können.

https://youtu.be/wP0HYmrKs_8

Gotlandfahrer

9. Oktober 2020 00:15

Charmant- insbesondere der letzte Satz:

https://www.youtube.com/watch?v=xWFQNB-sn6s&feature=emb_logo

Gibt es einen Grund warum dieser Ort hier nicht genannt wird? Vielleicht bin ich zu naiv.

Der_Juergen

9. Oktober 2020 09:47

@Sandstein @Gotlandfahrer

Ich kann @Sandsteins Ansicht, wonach die Wahlen in den USA für uns keine Bedeutung haben, einfach nicht begreifen. @Gotlandfahrer führt einige triftige Gegenargumente ins Feld, drückt es aber noch nicht prägnant genug aus, dass die weisse Menschheit jetzt an einem Scheideweg steht. Siegt Trump, ist der Krieg längst noch nicht gewonnen, aber es bestehen gute Chancen. Gewinnt Biden und damit die Linksextremisten, deren Handpuppe er ist, steht der europäischstämmigen Menschheit "eines langen Tages Reise in die Nacht" bevor. Auch dann ist ihr Untergang nicht unvermeidlich, aber der Überlebenskampf wird noch sehr viel härter, weil ein bolschewistisches Regime in Washington seine Gesinnungsfreunde in Europa auf Biegen und Brechen unterstützen wird. Von Russland ist unter Putin keine Hilfe zu erwarten; seitdem er den Corona-Schwindel mitgemacht hat, ist er für mich endgültig als Agent der NWO diskreditiert. Dass er dem Westen in Weissrussland und anderswo Widerstand leistet, liegt wohl nur daran, dass er seinem Staat im Rahmen der NWO einen Logenplatz sichern will.

 

Gelddrucker

9. Oktober 2020 12:43

@Juergen:

 

Ist das so? Wenn Trump gewinnt vergehen vielleicht noch 4 weitere Jahre, in dem viele nicht die demographischen Prozesse verstehen werden, die dazu führen, dass Trump defintiv der letzte republikanische Präsident sein wird. 4 Jahre mehr, in dem ausserparlamentarische Lösungen unwahrscheinlicher werden, da Hoffnungen auf Trump liegen.

 

Wenn Biden gewinnt, sollte man den letzten klarmachen, dass definitiv durch Wahlen nichts zu holen sein wird und man andere Lösungen finden sollte, Sezessionen etc. Und dann als warnendes Beispiel für Europa hernehmen, wo noch etwas Zeit bleibt, um die ethnische Wahl zu besiegen. Denn selbst Frankreich ist noch ca. 80% weiß. Deutschland geschätzt 90%.

Ein gebuertiger Hesse

9. Oktober 2020 13:17

@ Jürgen und grundsätzlich: Es stellt sich die sehr heiße Frage, welche heutigen Staatsmänner denn überhaupt Alliierte im Kampf um das "Bleiberecht" der weißen Menschheit und ihrer autochthonen Völker sind. 

Laurenz

9. Oktober 2020 15:21

@Ein gebuertiger Hesse

Putin, Orban, Kaczyński und ein paar andere ihrer Art. Hierzu können Sie noch Ostasien & Israel (überhaupt der Mittlere Osten) zählen. Da kommen Sie nur rein, wenn Sie Geld mitbringen. Ohne Papiere, so wie bei uns gehen Sie mit der nächsten Maschine postwendend zurück, dahin, wo sie hergekommen sind. Das ist den Fluggesellschaften, die dort Start- und Landerecht haben, gesetzlich so aufgebürdet. Auch in Ozeanien ist es extrem schwierig ohne Geld oder Papiere ins Land zu kommen. Wenn Sie das alles zusammenzählen, kommen Sie auf mehr als 75% aller 193 Staaten weltweit. Wir in Europa sind die Oase der Idioten und in Berlin logiert das Welt-Moral-Hauptamt. Wieder einmal soll am deutschen Wesen die Welt genesen.

Sandstein

9. Oktober 2020 18:15

I

@gotlandfahrer

Wir stimmen also überein dass die Hauptlinie der US-Interessen unabhängig vom Präsidenten vertreten wird. Und die USA haben eben kein Interesse mehr an Europa, höchstens als Absatzmarkt. Alle anderen Kapazitäten werden in Süd- und Ostasien benötigt.

Sie schreiben "Wird den Gringos erstmal klar, dass es um ihre Hälse geht, hat dies ggf. unabhängig vom Ausgang des Konflikts erhebliche Wirkung auf uns in Neu-Großbalkan." Und das ist eben nur eine Theorie, meine Ansicht gründet hingegen auf die Ableitung der Entwicklung der letzten Jahre. Und da ist so ziemlich gar nichts passiert. Ansonsten hätte ich da noch paar Zahlen: 1900 waren knapp 33% der Weltbevölkerung Weiße, für 2050 rechnet man mit nur mehr 7% - sieben! Nur 2% der Weltbevölkerung hat blonde Haare (eingerechnet sind da schon helle Uiguren und andere Ausreißer..) Und auch Trump wird daran nichts ändern können. Gleichwohl wünsche ich ihm die Wiederwahl - als Mittelfinger an alle Progressiven. Mehr aber auch nicht. 

Sandstein

9. Oktober 2020 18:21

II 

@Laurenz das "Europafreund" zielte eher auf den Zustand der diplomatischen Beziehungen ab, habe jetzt keine Reisedaten verglichen aber Trump dürfte wesentlich weniger auf dem alten Kontinent unterwegs gewesen sein. Ich schrieb übrigens explizit "angeblich"- anscheinend vergeblich. 

Ihre plumpe Polemik übergehe ich einfach mal, was soll ich denn zu diesem Vorwurf schreiben? ..Danke für das Video. Mein Europafaktor ist um "1" gestiegen. 

@Jürgen

Sie müssen doch meine Einschätzung nicht teilen, aber verstehen sollten Sie sie schon. Gelddrucker weißt auf die Demographie hin, und das ist ganz richtig so. Zahlen können nicht lügen. Wobei die angeführten 90% für Deutschland nicht ganz stimmen, aber sei es drum. Wirklich Leute: streift das Korsett ab und fangt endlich an, frei zu denken. Ich lebe lieber in einem norwegischen Fjord mit den Nachbarn Haakon und Einar als in einem Großdeutschen Reich mit Migrantenanteil 80%. Und da oben wird es noch ne ganze Weile kalt genug bleiben um Ruhe zu haben. Wie heißt die Seite? Sezession, eben. 

ML: Wird ein bissel eng werden für Haakon, Einar und Sie, wenn wir alle Ihrem Beispiel folgen...

links ist wo der daumen rechts ist

9. Oktober 2020 20:32

@Laurenz

https://youtu.be/wP0HYmrKs_8

Verzeihung, das ist schlicht und einfach KITSCH übelster Machart!
Sehen Sie sich nur einmal die - natürlich englischsprachigen! - Kommentare an...

Nein, solange z.B. Polen und Tschechen sich nicht zu ihren Vertreibungsverbrechen bekennen und den Amis weiterhin in den A.... kriechen, ist jedes Gerede von Europa hinfällig.

Empfehle Ihnen als Österreicher zuerst einmal ein klares Bekenntnis zur deutschen Kulturnation, was Trauer über Verlorenes ohne Revisionismus einschließt, und dann als Lektürehinweis zwei Bücher über das tragische Schicksal Gerhart Hauptmanns:

https://www.kulturforum.info/de/news-und-tipps/3284-1011839-gerhart-pohl-bin-ich-noch-in-meinem-haus

zu Gerhart Pohl:
https://kulturportal-west-ost.eu/biographien/pohl-gerhart-3

mit Vorbehalten:
https://literaturkritik.de/pleschinski-wiesenstein-vermaechtnis-dichtung-hans-pleschinskis-gerhart-hauptmann-roman-wiesenstein,24633.html

Daß die Deutschen ihre natürliche Schutzmachtfunktion für Europa im 20. Jhdt. dreimal auf unterschiedlichste Weise verspielt haben, steht auf einem anderen Blatt.
 

Nordlicht

9. Oktober 2020 21:50

Betr.: Ist es für uns Deutsche wichtig, ob Trump (wieder) gewählt wird oder Biden?

Weil hier alles - fürher mit gewessem Zeitverzug, jetzt sofort, siehe BLM etc - nachgeäfft wird, was in den USA gerade Mode ist, ist jede dortige Entwcklung schon für uns wichtig.

Natürlich kann Trump keinem Deustchen und keinem Europäer den Kampf für die Bewahrung des Eigenen abnehmen; unsere Interessen sind keines US-Präsidenten Interessen. Es wäre aber schon hilfreich, wenn dort eine konservative Regierung am Ruder ist, die den linken Sektierern und Gewalttätern Paroli bietet.

Ironisch könnte man noch sagen, dass die USA in Bezug auf die bewiesene Unmöglichkeit der Integration sehr unterschiedlicher Ethnien nützlich ist.

Dort sind die Unterschiede (- in Bezug auf lernen, Ausbildungs- und Berufsnievau, Arbeitslosigkeit und Kriminalitätsrate) trotz jahrzehntelanger Sonderförderung, trotz Quoten und Bevorzugungen bei Sudienplätzen nicht geringer geworden. Die Debatten an den Universitäten über strukturelle Benachteiligung" sind lehrreich für uns. Im Moment gilt jeder Lehrstoff, in dem Schwarze im Mittel schlechere Noten erreichen, als rassistisch. Wenn bei einem Prof der Noten-Schnitt der Schwarzen schlechter ist als der Weissen+Asiaten: Vorwurf des Rassismus. Das läuft bei allen Fächern - bald auch bei uns.

 

 

 

 

Gurbanguly

10. Oktober 2020 03:18

Man kann wohl davon ausgehen, dass sich die USA nach dem Wahlabend noch Wochen oder Monate lang im Zustand des Chaos und der Ungewissheit befinden werden, einen eindeutigen Wahlsieg für einen der Kandidaten sehe ich nicht kommen.  

Von daher ist ein weiterer Börsencrash wie im März wahrscheinlich. Politische Börsen und deren Kurzlebigkeit hin- oder her, aber das schreit geradezu nach schwersten Turbulenzen. 

Aber das nur zum finanziellen Teil der Angelegenheit. 

 

 

Volksdeutscher

10. Oktober 2020 10:11

links ist wo der daumen rechts ist "Empfehle Ihnen als Österreicher zuerst einmal ein klares Bekenntnis zur deutschen Kulturnation...." - Das ist für mich vollkommen nachvollziehbar. Österreicher waren schon immer die besseren Deutschen.... Im Ernst! ;-)

Sandstein

10. Oktober 2020 10:24

@ML 

auf den ersten Blick ein guter Einwand. Die Zahlen sagen anderes: 

Norwegen hat eine Fläche von 385.000 qm bei nur 5,3 Millionen Einwohnern. Deutschland hat nach den Gebietsverlusten nunmehr knapp über 350.000 qm bei einer Bevölkerung von 83 Millionen. Die meisten Michel werden ja eh auf ihrer Scholle bleiben und auf den einen Erlöser warten. Hoch im Norden zählt außerdem Qualität statt Quantität, das macht es doch so attraktiv. 130.000 gut ausgebildete Deutsche verlassen bereits das Land jedes Jahr - wer will es ihnen verübeln? Diesen Schrott auch noch durch Arbeit und steuern zu finanzieren, sich von den eigenen Politikern verhöhnen lassen, wer macht das denn bitte noch mit? 

nom de guerre

10. Oktober 2020 11:37

Zum Artikel: Ich finde es vor allem erschreckend, wie offen und unverschämt da gelogen wird, und diese Leute trotz dieser Offensichtlichkeit etwa bei dem Video von M. Obama dennoch damit durchzukommen scheinen. Oder durchschauen die Adressaten dieses merkwürdigen Vortrags das sehr wohl, und es geht gar nicht darum, ob die Behauptung stimmt, sondern darum, das eigene Narrativ (wir sind gut, böse ist einzig und allein dieser Trump) aufrechtzuerhalten und es dem Gegner reinzudrücken? Anders kann ich es mir im Grunde nicht mehr vorstellen, denn es ist doch offenkundig, dass es sich bei den Gewalttaten im Kontext mit BLM nicht um Marginalien handelt. Dass Obama das, was sie sagt, selbst glaubt (wie von M.L. als Möglichkeit angedeutet), wäre in meinen Augen sogar schlimmer als eine bewusste Lüge - wegen des Ausmaßes der Fremdsteuerung oder jedenfalls Abschottung, der solche Personen mithin unterzogen wären.

@ Sandstein

"Ich lebe lieber in einem norwegischen Fjord mit den Nachbarn Haakon und Einar als in einem Großdeutschen Reich mit Migrantenanteil 80%."

Schauen Sie mal hier:

https://www.migrationpolicy.org/article/once-homogenous-tiny-iceland-opens-its-doors-immigrants

Ein kaltes Klima ist wohl kaum ein Garant dafür, dass es irgendwo so bleibt, wie es ist.

Phil

10. Oktober 2020 11:50

Der bisher beste Teil der Serie, ein wohl informiertes Geraderücken.

Die Aussichten sind ja alle düster.

 

(Ich vermute, Michelle Obama ist wie oft bei Frauen den Verblendeten zuzurechnen. Ihr Mann weiß es vielleicht besser, hält aber die Klappe 😉)

Laurenz

10. Oktober 2020 13:30

@Sandstein

Meine Polemik provozieren Sie. Man kann quasi gar nicht anders. Diplomatische Korps tanzen nach der Pfeife der Politik, sind also deren Spiegelbild. Unseres agiert wenn, nur mit Geld, weil es sonst nichts zu agieren hat, da hinter dem Diplomatischen Korps keine militärische Option steht. Von daher ist unser Diplomatisches Korps Europa-feindlich. Norwegen hat einen Ausländer-Anteil von 15% und die Skandis haben längst verloren, die USA bestimmen im wesentlichen skandinavische Politik. Wer in Norwegen glaubt, daß Norwegen seinen Staatsfond behalten wird, lebt in Wolkenkuckucksheim. Ost-Europa wehrt sich noch, aber nur Rußland besitzt Souveränität.

Gelddrucker

10. Oktober 2020 13:46

@Sandstein:

 

130.000 gut ausgebildete? Woher wissen Sie dass die gut ausgebildet sind, im Übrigen kommen davon auch viele zurück und in dieser Statistik sind Auslandsstudenten etc mit drin.

 

Sie zweifeln die 90% an? Ihre Rechnung? Ca 8% Muslime, ca 1% Afrikaner, geschätzte 1% andere (Inder, Chinesen, Latinos etc.). Kommen Sie mir bitte nicht damit, dass die Werte alle getürkt sind und die Dunkelziffer unglaublich hoch etc...

Laurenz

10. Oktober 2020 14:03

@links ist wo der daumen rechts ist

Mir ist der europäische Kitsch lieber als der afrikanische oder orientalische! Verstanden? Daß der "Führer" durch seine Wiener Zeit geprägt wurde, läßt tief blicken, auch in Ihre Seele, siehe bei @Volksdeutscher. Hier sehen Sie den Widerwillen der Wiener gegen den gewaltsamen Anschluß Österreichs.  https://youtu.be/hRSwWuVtHF4

Und ja Sie haben Recht, der Ursprung der Verlustes Deutschlands als Schutzmacht Europas basiert auf der II. Reichsgründung. Und hätte der Idiot von letztem Deutschen Kaiser nicht einen Idioten von Kanzler bestellt, der meinte, den degenerierten Idioten von Habsburgern (welche Schweizer sind), die Stange halten zu müssen, wäre Ihr Verlust-Procedere vielleicht vermieden worden. Revisionismus existiert nicht. Es ist immer dann Revisionismus, wenn Deutsche Nationen ihre Interessen vertreten. Die 70.000 Menschen, die SiN verfolgen wissen vielleicht, daß Prag 300 Jahre Deutsche Hauptstadt war und eine viel bessere, als Berlin es jemals gewesen ist, und in Prag steht auch die erste Deutsche Universität.

Laurenz

10. Oktober 2020 14:06

@links ist wo der daumen rechts ist (2)

Es geht gar nicht immer darum, zu schauen, was gewesen ist. Mir persönlich geht es in der historischen Betrachtung darum, was sein wird. Es macht nur Sinn, die Europäer nach deutscher Pfeife tanzen zu lassen, wenn in Deutschland vernünftige Politik gemacht wird. Aber ohne militärische Option spielt Deutschland keine Geige. Das Geigen wird also die nächsten 2 oder 3 Generationen nicht stattfinden. Diese Generationen müssen, lange nach unserem Tod, erst mal durch ein Jammertal, damit wieder das entsteht, was man sich unter Deutschland mit einer Hauptstadt Prag vorstellt. Und unsere tschechischen Freunde dürfen gerne wieder dort leben, wo sie ursprünglich herkommen, weil sie, wie viele andere europäischen Nationen bis heute nicht verstanden haben, daß eine Existenz auf Kosten Deutschlands Europa seinem Ende entgegen führt.

Sandstein

10. Oktober 2020 14:55

@nomdeguerre

danke für den Link, wusste ich noch nicht dass Island 🇮🇸 jetzt auch anfängt Migranten aufzunehmen. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich im Norden länger meine Ruhe habe. Man sollte sich auf das Machbare konzentrieren nicht auf Luftschlösser a la „wir holen uns jetzt unser Land zurück“ - das Ding ist durch. Deutsche Kultur und Sprache lassen sich noch bewahren! 

heinrichbrueck

10. Oktober 2020 15:44

@ nom de guerre

Demokratie ist das richtige Herrschaftssystem, für die Mehrheit der Leute. Die Mehrheit hat keine Angst, diese offizielle Theorie zu glauben; sie bekommen aber dann große Angst, aus Versehen fälschlicherweise nicht daran zu glauben. Kämen sie mit einem Verschwörungstheoretiker ins Gespräch, wäre ihre Argumentation danach ausgerichtet, Logikfehler in der nicht offiziellen Theorie zu entdecken; aber diese Anforderungen werden nicht an offizielle Verlautbarungen gestellt, für deren Systemfehler sogar Rechtfertigungen gesucht werden. Könnte die Mehrheit anders funktionieren, wäre die Demokratie nicht eingeführt worden.

Phil

10. Oktober 2020 17:18

Ist ja eigentlich off-topic, aber so viel zur "Oase" Norwegen:

https://www.diepresse.com/4899879/norwegen-wo-das-problem-seit-jahren-benannt-wird

links ist wo der daumen rechts ist

13. Oktober 2020 21:05

Die Karawane ist schon weitergezogen, deshalb nur kurz zu @ Laurenz und @ Volksdeutscher:

Wie es meine österr. Landsleute mit ihrem "Deutschtum" halten und hielten ist mir ziemlich schnurz.
Mir geht es um meine eigene wertkonservative Grundhaltung - und historisch etwa um das klare Bekenntnis der österr. Sozialdemokraten der Zwischenkriegszeit, während die Klerikalfaschisten mit ihrem Dollfuss-Wurm an der Spitze ihr lächerliches Klein-Österreich tatsächlich als besseres Deutschland karnevalesk inszenierten. Sogar viele Juden dachten damals deutschnational, genützt hat es ihnen leider nichts.

@ Laurenz: Bewundere Ihre geschichtlichen Jongleur-Künste. V.a. da Sie genau zu wissen scheinen, was kommen wird.

Zurück zum Thema:
Bin gespannt auf den abschließenden vierten Teil. Die ersten drei waren ja im Gegensatz zur aufgeregten George-Floyd-Berichterstattung angenehm sachlich.
Zur Amerika-Debatte aus österr. Sicht empfehle ich generell das Büchlein von Kuehnelt-Leddihn, Amerika. Leitbild im Zwielicht (Einsiedeln 1971); hatte daraus bei anderer Gelegenheit schon ausgiebig zitiert.

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