1. November 2020

Netzfundstücke (64) – Live, Strategie, Enklave

Jonas Schick / 18 Kommentare

Die von den Coronamaßnahmen vorangetriebene Digitalisierung macht auch vor Schnellroda nicht halt.

Am 28.10. um 19:00 Uhr war es soweit: Premiere. Nachdem aufgrund immer strikterer Hygienevorgaben eine angemessene Durchführung des Ernst-Jünger-Abends des Instituts für Staatspolitik in Dresden verunmöglicht worden war, entschloß man sich kurzer Hand per Livestream direkt aus der Bibliothek in Schnellroda zu senden.

Sezession-Chefredakteur Götz Kubitschek und IfS-Leiter Dr. Erik Lehnert saßen dazu vor laufender Kamera bei Bier und Wein im Zwiegespräch und ließen Ernst Jüngers Schaffen und Leben kenntnisreich Revue passieren. Dabei fand alles, was man in rund eineinhalb Stunden zu Jünger resümieren kann, seine Erwähnung: Werkauswahl, Kontroversen und Jüngers politische Entwicklung, seine privaten Verfehlungen und persönliche Anekdoten usw. Aber sehen Sie am besten selbst:

Nach der Premiere des »Liveevents« bleibt zu konstatieren: Experiment geglückt. Es wird wohl nicht der letzte Livestream aus Schnellroda gewesen sein.


Außerdem sei in diesem Zusammenhang noch einmal kurz auf die Biographie Ernst Jüngers des mittlerweile emeritierten Heidelberger Professors für Neuere Deutsche Literatur, Helmuth Kiesel, hingewiesen, über die Kubitschek wie folgt urteilt:

Seine Werkmonographie, ist bis heute das beste, was es über Jünger zu lesen gibt.

Hier, bei Antaios, können Sie die Monographie bestellen.


Derweil ringt unser politisches Milieu um die »richtige« Strategie. Insbesondere die jüngere Generation in der »Neuen Rechten« macht sich intensiv Gedanken darüber, wie und ob es überhaupt noch eine Möglichkeit gibt, die eigenen politischen Inhalte in wirkmächtige Politik

Speziell die parteipolitische Entwicklung bereitet dabei Anlaß zur Sorge und drängt zur Neujustierung der politischen Instrumente, die man einzusetzen gedenkt. Spitzfindige Beobachter werden anmerken, daß die Hoffnung auf die korrumpierten Mechanismen der Parteiendemokratie, von naivem Wunschdenken gespeist, zwangsläufig in Enttäuschung münden mußte.

Doch auch die außerparlamentarischen Akteure reflektieren Ihre Daseinsberechtigung und sehen sich mit kräftezehrenden Abnutzungserscheinungen konfrontiert – sowohl, was die Wahl der Aktionsmittel betrifft, als auch im Hinblick auf das Personenpotential.

Martin Sellners drei jüngsten Aufsätze »Kritik des Parlamentspatriotismus«, »Erfolglose Belagerer, Selbstretter, Akzeleration« und »Repressionsakzelerationismus« hier auf Sezession im Netz sind als Ausdruck und Reaktion auf diese Strategiedebatte zu verstehen.

Doch nicht nur im Umfeld der Zeitschrift Sezession wird um die Beantwortung der Frage nach der richtigen Strategie gerungen. Hier auf dem Netzblog quintacolumna.eu erschien unlängst der Aufsatz »Repressiver Liberalismus – Vom Ende eines Jahrzehnts und dem Traum einer schweigenden Mehrheit«, der den parlamentarischen Weg für gescheitert und das damit verbundene Konzept der »schweigenden Mehrheit« für einen lähmende Illusion erklärt. Ferner wird geraten, sich von der von vielen Rechten liebgewonnenen Nation als Organisationsform zu verabschieden.

Die Lageanalyse fällt pessimistisch aus; die angeratene Strategie orientiert sich an dem vom Althistoriker David Engels in seinem neusten Buch Was tun? (kann hier bestellt werden) angeratenen Schritt zur Aufgabe des großen Ganzen zugunsten kleiner, regionaler Verbände.

Eine umstrittene Analyse, die das junge Netzmagazin konflikt zu einer Replik provozierte. Unter der Überschrift »Entpolitisierende Mystik« widerspricht man dem Artikel auf quintacolumna.eu entschieden und hält die Nation keineswegs für eine politische Konstruktion, deren Zeit schon abgelaufen ist.

Was indes außer Frage steht, die Lektüre aller hier angeführter Artikel lohnt! Es bleibt zu hoffen, daß die aktuell rege stattfindende Strategiedebatte nicht nur ungehört im luftleeren Raum verhallt, sondern auch konkrete Früchte tragen wird. Notwendig wäre es zumindest.


Ein junger Autor, der eindeutig viel in den Werken von Ernst Jünger geschmökert hat, ist Volker Zierke. Sein im Jungeuropa Verlag erschienenes Erstlingswerk Enklave (hier bestellen) atmet in seiner expliziten, dabei aber nüchternen Darstellung von Kampfhandlungen den Geist der jüngerschen Stahlgewitter.

Indes fällt Kubitscheks Meinung zum Buch unmißverständlich positiv aus:

Ich bin beeindruckt: Endlich wieder mal einer, der schreiben kann und der darüber hinaus eine luzide Idee für eine Verknüpfung von Spielidee und Science-Fiction hatte. Im Mittelpunkt ein junger Offizier der Marineinfanterie, der an Bord eines Schlachtschiffs an der Jagd auf einen versteckten Feind beteiligt ist.

Jungeuropa-Verlagsleiter Philip Stein hat sich in Dresden mit Zierke getroffen, um über die Inspiration und Einflüsse hinter den Buchstaben zu sprechen.

Hier reinhören:

Von rechts gelesen – Sendung 11 – »Enklave« – oder: Der »ewige Kampf« der Jugend – Im Gespräch mit Volker Zierke



Kommentare (18)

Niekisch

1. November 2020 17:22

"Derweil ringt unser politisches Milieu um die »richtige« Strategie."

Da tut man den zweiten Schritt vor dem ersten. Denn das Milieu hat bisher auch nicht ansatzweise geklärt, welches das große Ziel seiner Bemühungen ist. Ein Weg vom Ganzen, der Nation im Reich,  zurück zu irgendwelchen Teilen jedenfalls  erzeugt einen Aufschrei von Millionen für diese Nation Gefallener in der europäischen Erde von der Biskaya bis kurz vor Moskau. Dafür haben sie ihr Blut nicht vergossen!

Gracchus

1. November 2020 20:45

@ Niekisch

Ach, und wofür sonst?

MARCEL

2. November 2020 10:41

Es mag für manche fromme Seele anstößig erscheinen, dennoch sei das Zitat gebracht: In John Miltons Epos Paradise lost von 1667 spricht der ehemalige Engelsfürst Satan zu seinen mit ihm in der Unterwelt gefangenen Engeln sinngemäß,

Gott hat uns zwar in die Unterwelt verbannt und uns von seiner Nähe verstoßen, aber eines konnte er uns nicht nehmen: unseren rebellischen Geist...

Solange wir unseren rebellischen Geist haben (und auch pflegen) ist nicht alles verloren.

Niekisch

2. November 2020 11:00

@Gracchus:

D a h e i m 

Ein Weg durch Korn und roten Klee,

Darüber der Lerche Singen.

Das stille Dorf, der helle See,

Süßes Wehen, frohes Klingen...

Es wogt das Korn im Sonnenbrand,

Darüber die Glocken schallen -

Sei mir gegrüßt, mein deutsches Land,

Du schönstes Land von allen.

( Schönach- Carolath )

 

Deutschland wird fragen:

Da steht geschrieben Blatt für Blatt-

Wirst du dein Leben um mich wagen?

Bist du`s, der mich gerettet hat?

 

Was hast du für mich getan?

Was ging ich dich an? 

Hast du mich wie eine Mutter getragen?

Deutschland wird fragen.

Deutschland wird fragen:

Da steht geschrieben Blatt für Blatt-

Wirst du dein Leben um mich wagen?

Bist du`s, der mich gerettet hat?

Was hast du für mich getan?

Was ging ich dich an?

Hast du mich wie eine Mutter getragen?

Deutschland wird fragen.

( Ludwig Finckh )

Wahrheitssucher

2. November 2020 15:10

@ MARCEL

Dank für Ihren letzten Satz!

nom de guerre

2. November 2020 21:10

@ Niekisch – Wesentlich näherliegend erscheint mir die Frage, wofür die Gefallenen der Sieger nun eigentlich ihr Blut vergossen haben. Schaue ich mir das heutige England oder Frankreich an, finde ich darauf keine Antwort.

Zu "Enklave" (3 Teile, hoffe, es ist nicht zu lang)

Habe das Buch gelesen und bin etwas zwiegespalten. Einerseits kann der Autor schreiben, da gebe ich Herrn Kubitschek recht, wobei der Einfluss Ernst Jüngers spürbar ist, aber nicht aufgesetzt wirkt. Womit ich dagegen meine Probleme habe, ist die Beschreibung als „jungeuropäische Utopie“ seitens des Verlages. (Wer keine Spoiler mag, bitte nicht weiterlesen!) Die Handlung ist nicht ganz eindeutig, aber so, wie ich das Ganze verstehe, befindet sich der Protagonist in einer digitalen Kriegssimulation – worauf der Leser relativ früh kommen kann, auch ohne die Zwischenspiele in der Außenwelt, etwa weil nicht die Rede von Zivilisten ist; es gibt nur die eigenen Kameraden und den Gegner, und das über lange Zeit – , deren Wirkung allerdings so intensiv zu sein scheint, dass der Protagonist und sein Umfeld nicht mehr wissen, auch nicht wissen sollen, dass es eben nur eine Simulation ist. Dass es einige gemerkt haben und rebellieren, ist wohl – wie gesagt, es ist für mich nicht eindeutig – der handlungstragende Konflikt. (1)

nom de guerre

2. November 2020 21:12

In den Interludien um einen als höheren Beamten in der Verwaltung eines „jungen Staates“ tätigen Familienvater, Blüche, der in einer labyrinthartigen Stadt lebt, die man nur noch selten verlassen müsse, erfährt der Leser, dass der Klimawandel inzwischen stattgefunden hat und das Leben vollkommen digitalisiert ist. Reisen z.B. scheinen kaum noch vorzukommen, jedenfalls nicht real. An einer Stelle schlägt Blüche seinem Sohn vor, am Nachmittag in den Englischen Garten zu gehen, das habe ihm doch letztes Mal gefallen. Aus dem Kontext schließe ich, dass die beiden dort nicht wirklich hingehen (ob der Englische Garten und München als Orte noch existieren, ist nicht klar), sondern den Besuch in einer digitalen Simulation erleben. Ähnliches wird glaube ich in Bezug auf Treffen mit den Großeltern angedeutet.

Vielleicht liegt es daran, dass ich in verschiedener Hinsicht nicht dem vom Autor intendierten Publikum entspreche, aber ich kann nicht nachvollziehen, wie man das nicht als Dystopie interpretieren kann. Ich meine, ja, es gibt Ehepaare, es gibt Familien, das scheint alles echt zu sein, aber dieses Kriegsspiel, das von den Teilnehmern als real empfunden wird und sich offenbar, in deren Wahrnehmung, über Jahre erstreckt, ist doch eine ganz krasse Form des Gelebtwerdens. (2)

nom de guerre

2. November 2020 21:13

Da werden Dinge, die im richtigen Leben existenzielle Erfahrungen darstellen würden (der Protagonist hat an unterschiedlichen Schlachten teilgenommen, deren Geschehnisse er rekapituliert), nur durch den Filter einer digitalen Simulation, die sich ja jemand ausgedacht hat, in der also notwendigerweise nur das stattfinden kann, was der Spielentwickler eingebaut hat, „erlebt“ – das aber, wenn alles läuft, wie es soll, ohne dass die Teilnehmer es bemerken.

In einer Welt, in der diese Art Manipulation als wertvoller Teil der Ausbildung junger Menschen gesehen wird – Blüche erinnert sich noch Jahre/Jahrzehnte später gerne an die Zeit, als er selbst teilgenommen hat –, möchte ich nicht leben. Gleiches gilt für den anscheinend, d.h., soweit sich das anhand der Schilderung, in der vieles nur angedeutet wird, beurteilen lässt, völligen Verzicht bspw. auf reale Naturerlebnisse und teilw. auch auf reale Sozialkontakte.

In dieser Welt fehlt mir zu viel, was das Menschsein eigentlich ausmacht.

Insgesamt hat es sich für mich durchaus gelohnt, das Buch zu lesen, der Autor verfügt m.E. über großes Schreibtalent, nur als Utopie kann ich es nicht sehen. (3)

limes

2. November 2020 22:09

Die fortschreitende Digitalisierung sehe ich zwiespältig. Gerne schaue ich mir gelegentlich Videos von bis zu fünf Minuten an, weil ich die Menschen, deren Texte ich schätze, auch einmal gerne sehe und höre, was aber verzichtbar wäre. Grundsätzlich bevorzuge ich Geschriebenes, weil ich das in dem jeweils angemessenen Tempo verarbeiten und nachlesen kann.

Das tyrannische Corona-Regime darf nicht dazu führen, die normale, freie Begegnung von Mensch zu Mensch für ersetzlich zu erachten!

Niekisch

3. November 2020 10:20

@ nom de guerre: zu hinreichender Antwort reichen 143 Zeichen nicht aus. Jedenfalls war Frankreich 1939 kriegsunwillig, wurde gedrängt, England war bloßes Werkzeug antideutscher Kriegstreiber vor allem in den USA. Sie haben, wie Churchill sagte, "das falsche Schwein geschlachtet", nämlich das Deutsche Reich. 

Herrn Schick herzlichen Dank für die erhellenden links zum Kardinalthema. Leider wird es wie so oft hier nicht ernsthaft diskutiert, weil der Artikelzug unaufhaltsam weiterrollt. Vielleicht wollen Konservative das große  Ziel und die Strategien nebst Taktiken auch gar nicht behandeln, weil sie im Beobachterstatus verharren möchten. Vielleicht gibt es eine neue Gelegenheit.

Laurenz

3. November 2020 11:20

@Niekisch (1)

Mit Verlaub, Sie schreiben hier historischen Unfug. Auch in Deutschland wollte niemand zum "Ausflug nach Paris". Die militärischen Möglichkeiten der Entente-Mächte Frankreich & Britannien waren auf dem Papier zu Beginn des II. Weltkriegs wesentlich günstiger als zu Beginn des I.

Abgesehen von der Sowjetunion, galt Frankreich als die Landmacht Europas & Britannien war bis 1942 die stärkste Seemacht des Planeten. Man glaubte, diesmal leichtes Spiel zu haben. Die Dumpfbacken westlich der Maginot-Linie & östlich des Njemen/Memel, wie auch die Inselaffen glauben auch heute noch, einen "gerechten Krieg" geführt zu haben. Dümmer ging's nie. 

Nicht nur das Deutschland, von dem Sie schreiben, für welches Mio. starben, sondern das ganze alte Europa ist längst untergegangen. Und es ist nicht das erste Mal, daß so etwas passiert. Die Serben mußten 500 Jahre osmanische Herrschaft über sich ergehen lassen.

Und Sie, Niekisch, sind selbst mit untergegangen. Ihr Jammern ist so undeutsch, wie das Buntland selbst.

Laurenz

3. November 2020 11:41

@Niekisch (2)

Worum es hier auf der SiN geht, ist, für den Zeitpunkt des nächsten Zusammenbruchs in 10, 20 oder 50 Jahren die theoretische Basis für ein Neues Deutschland und für ein Neues Europa zu schaffen. Und wie in China (Scholl-Latour), wird das nur funktionieren, wenn das alte Europa restlos ausgelöscht ist.

Wenn Sie hier Schick, Wessels, Sellner, Kaiser, Lichtmesz, ja selbst Bosselmann lesen, muß einem doch klar werden, daß hier längst für die Zeit nach dem endgültigen Untergang geschrieben wird, auch wenn dieser innere Prozeß, also die schmerzhafte Akzeptanz des Untergangs, wie Xavier Naidoo singt, keiner leichter Weg ist. https://youtu.be/n4fIU_8Od3s

Sie, Niekisch, sind wie Jünger, einfach nicht zum richtigen Zeitpunkt gefallen, oder wie wir, zu spät dazu geboren. Aber niemand wurde je vor seiner Geburt gefragt, ob er in seinem Zeitalter leben will. Hören Sie & all die anderen Jammerlappen bitte endlich auf, sich zu beschweren. Das lenkt einfach nur vom wesentlichen ab. Die Opfer-Rolle überlassen wir unseren jüdischen Freunden, die mit uns untergehen.

sok

3. November 2020 12:25

Als Strategie würde völlig ausreichen, wenn man aufhören würde, die vielen Unpatrioten(Posthelden) zu beklagen, sondern die Frage stellen würde, warum es so viele gibt.

Man braucht dazu gar keine Theorie, da Schmidt-Denter diese Frage gestellt und beantwortet hat.

Wir lassen zu, dass die Unpatrioten die Schüler einer jahrelangen unpatriotischen Gehirnwäsche unterziehen und wundern uns, dass es keine Patrioten mehr gibt.

Sich gegen die Gehirnwäsche zu wehren, ist keineswegs unmöglich, da zwei Drittel der Schüler und zwei Drittel der Eltern gar nicht zu Unpatrioten erzogen werden wollen und auch den Druck ablehen, mit der die Erziehung durchgesetzt wird.

 

Das Konzept von Sellner "viel Feind viel Ehr" ist vielleicht für ihn geeignet. Für Normalbürger ist Schmidt-Denter der bessere Ratgeber

 

 

heinrichbrueck

3. November 2020 14:25

@ nom de guerre

Die Engländer haben für Emma West und Rotherham gekämpft, die Franzosen für eine weißere Fußballnationalmannschaft und Charlie. Scherz beiseite, man sieht doch den Zustand dieser Länder. In welcher Position befinden sich die „Sieger“?

@ Laurenz

Preußen ist untergegangen, 1945. Wo ist das Neue Preußen? Wurden die Chinesen ersetzt? Bricht der Antirassismus (Verteidigung der feindlichen Hegemonie) zusammen, gehen alle Rassisten (Feinde der Umvolkung) unter, was bleibt dann übrig? Lassen wir die Wortspiele weg, wird das Framing klar. Wer für sein eigenes Volk spricht, wird als Rassist aufgeladen. Wer den Rassisten ersetzen soll, kämpft als Antirassist oder bekämpft Rassismus. Ihre jüdischen Freunde bekämpfen Antisemitismus, wenn sie für das Eigene kämpfen. Bevor die Konservativen diese Spielchen durchschauen, wird es diese Konservativen nicht mehr geben. Die Welt dreht sich weiter, an irgendwelchen Untergängen total desinteressiert.

Niekisch

3. November 2020 18:16

@Laurenz: Bereiten Sie sich bitte einen Tee, lehnen sich zurück und denken Sie in Ruhe ein wenig nach. Es wird Ihnen guttun. 

Niekisch

3. November 2020 18:19

"Wir lassen zu, dass die Unpatrioten die Schüler einer jahrelangen unpatriotischen Gehirnwäsche unterziehen und wundern uns, dass es keine Patrioten mehr gibt."

Genau das, sok, ist der Punkt. Und genau da müssen wir endlich ansetzen. 

Niekisch

3. November 2020 18:34

"Preußen ist untergegangen, 1945"

@ heinrichbrueck: Nein, durch alliierten Befehl 1946 völkerrechtswidrig aufgelöst.

Niekisch

4. November 2020 13:30

Doch wenigstens kurz zu den links: quintacolumna analysiert die Konservativen und die Populisten völlig richtig. Dem ist nichts hinzuzufügen. Völlig daneben liegt der Artikel hinsichtlich des Abschieds von Nation und Staat im Reich: Sie sind und bleiben unser Haus zumindest als großes Ziel, auch wenn wir um sie in Zukunft möglicherweise, ja wahrscheinlich in kleinen Aktivengruppen kämpfen müssen, quasi als "Deutsche Gemeinden". Konflikt hängt m.E. zu sehr an der Nouvelle Droit und verkennt dabei, dass diese eben nicht nur konservativ sein will, sondern avantgardistisch, zugleich etatistisch ohne völkische Elemente. Alain de Benoist selber geht vom letzteren ohnehin dezidiert weg. 

Wir in unserer Not dürfen keinen einzigen lebensrettenden Gedanken von vorneherein ausschließen, sei er noch so verrufen.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.