Netzfundstücke (130) – Annonce, Faeser, Falle

Schwarzes Brett Schnellroda: Die 130. Fundstücke beginnen unkonventionell, denn es wird gesucht.

Zum einen ein Tages­licht­bea­mer und zum ande­ren ein VW Bus T4 oder T6. Zuerst der Bea­mer: Für das Som­mer­fest in Schnell­ro­da sind wird noch auf der Suche nach einem star­ken Tages­licht­bea­mer, der für ein Audi­to­ri­um von rund 200 Leu­ten aus­rei­chend Leis­tung mit­bringt. Wer von Ihnen, lie­be Leser, kann Abhil­fe schaffen?

Nun zum Bus: Die Fami­lie eines Antai­os-Mit­ar­bei­ters wächst, wodurch der Platz im alten Gefährt nicht mehr aus­reicht. Mehr Sitz­plät­ze sind gefragt, mehr Stau­raum. Daher auch hier wie­der die Fra­ge an Sie, lie­be Leser: Wer ver­kauft einen VW Bus T4 oder T6 in gutem Zustand und natür­lich zu einem fai­ren Preis?

Rück­mel­dun­gen bit­te an redaktion(at)sezession.de. Wir bedan­ken uns bei Ihnen für Ihre Hil­fe schon ein­mal im Voraus.

Außer­dem sei bei die­ser Gele­gen­heit die Ein­la­dung zum Som­mer­fest erneu­ert. Es ist schon jetzt klar, daß es voll wer­den wird, aber ein letz­tes Quent­chen Luft haben wir noch.

Was Sie alles vom 30. bis 31. in Schnell­ro­da erwar­tet und wie Sie sich anmel­den kön­nen, hat Antai­os-Ver­lags­lei­ter und Sezes­si­on-Chef­re­dak­teur Götz Kubit­schek hier erklärt: EINLADUNG ZUM SOMMERFEST NACH SCHNELLRODA


Die »Cau­sa Mar­tin Wagener« war in den Fund­stü­cken bereits Thema:

NETZFUNDSTÜCKE (106) – TROTZ, VOLK, PAMIR

Wagener, Pro­fes­sor für Poli­tik­wis­sen­schaf­ten an der Hoch­schu­le des Bun­des für öffent­li­che Ver­wal­tung (u.a. Aus­bil­dung von Mit­ar­bei­tern des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes sowie des Ver­fas­sungs­schut­zes), war die Lehr­erlaub­nis auf Betrei­ben des Ver­fas­sungs­schut­zes hin ent­zo­gen wor­den. Aus­lö­ser war Wageners Defi­ni­ti­on von »Volk«, die dem VS respek­ti­ve dem poli­ti­schen Estab­lish­ment nicht schmeckte.

Das Lehr­stück über das Macht­in­stru­ment »Ver­fas­sungs­schutz« (Hal­lo, AfD Nie­der­sa­chen!) geht nun in den nächs­ten Akt über. Wagener spricht im JF-Inter­view dar­über, wie der VS ein Gerüst aus Ver­mu­tun­gen und Unter­stel­lun­gen errich­tet hat, um ihn als unlieb­sa­men Kri­ti­ker herr­schen­der Zustän­de, spe­zi­ell hin­sicht­lich der deut­schen Migra­ti­ons­po­li­tik und der VS-Umtrie­be, kaltzustellen.

Dabei fällt auf, daß selbst jemand wie Wagener, der einen strikt eth­ni­schen Volks­be­griff für ver­fas­sungs­wid­rig hält, ins Faden­kreuz der Schlapp­hü­te gerät. Die Bun­des­re­pu­blik und ihr Grund­ge­setz fres­sen die eige­nen Kinder:


Wel­che Blü­ten das über die Zeit sei­ner bun­des­re­pu­bli­ka­ni­schen Exis­tenz bereits reich­lich mit Blü­ten geschmück­te Innen­mi­nis­te­ri­um und das ihm unter­stell­te Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz unter der Füh­rung von Nan­cy Fae­ser nun trei­ben, hat fer­ner der geschaß­te BILD-Chef­re­dak­teur Juli­an Rei­chelt in einem kur­zen Video zusammengefaßt.

Äußern Sie Kri­tik an der offi­ziö­sen Kli­ma­po­li­tik? Verfassungsfeind!


Die Ener­gie­er­zeu­gung treibt die­ser Tage ganz Euro­pa um: Erneu­er­ba­re, Koh­le, Gas oder doch Kern­kraft? Auch ohne den Rus­sisch-ukrai­ni­schen Krieg erleb­te die Erzeu­gung von Elek­tri­zi­tät und Wär­me durch die Kraft des Atoms die letz­ten Jah­re eine Renais­sance. Bil­lig sei sie, kli­ma­neu­tral und wür­de uns dar­über hin­aus Ener­gie­aut­ar­kie besche­ren. Ver­flo­gen war die dunk­le Wol­ke über den Beton­kup­peln der Kern­re­ak­to­ren, die seit Tscher­no­byl, und mit dem Gau in Fuku­shi­ma erneut ver­dich­tet, dort waberte.

Daß die Rech­nung der Kern­kraft­op­ti­mis­ten so nicht ganz auf­geht, habe ich Anfang des Jah­res in der Sezes­si­on 106 im Arti­kel »Früh­lings­strah­len« (hier bestel­len) expli­zit und in den »Netz­fund­stü­cken (113)« (hier nach­le­sen) impli­zit dargelegt.

Sub­ven­tio­nen, Lage­rung, Abhän­gig­keit von Uran­ex­por­ten, Alt­las­ten usw. die Kern­ener­gie steckt vol­ler ver­steck­ter Kos­ten und Limi­ta­tio­nen, die erst bei genaue­rem Hin­se­hen sicht­bar wer­den. Bei­spiel Abhän­gig­keit von Ruß­land: Zwar expor­tiert das Land nur einen Bruch­teil des welt­weit gehan­del­ten Urans –Kana­da und Kasach­stan füh­ren die Lis­te der Uran­för­de­rer und ‑expor­teu­re an –, jedoch ist Ruß­land füh­rend bei Uran­an­rei­che­rung und Brenn­ele­ment­fer­ti­gung. So ein­fach ist es dann doch nicht, mit der nuklea­ren Energieautarkie.

Der Jour­na­list Tom Schim­meck ist die­sen ver­steck­ten Kos­ten der Kern­ener­gie nun in einem hörens­wer­ten Radio­fea­ture für den Süd­west­rund­funk nachgegangen:

Nichts schreibt sich
von allein!

Das Blog der Zeitschrift Sezession ist die wichtigste rechtsintellektuelle Stimme im Netz. Es lebt vom Fleiß, von der Lesewut und von der Sprachkraft seiner Autoren. Wenn Sie diesen Federn Zeit und Ruhe verschaffen möchten, können Sie das mit einem Betrag Ihrer Wahl tun.

Verein für Staatspolitik e.V.
DE86 5185 0079 0027 1669 62
HELADEF1FRI

Kommentare (26)

kikl

11. Juni 2022 12:55

"jedoch ist Rußland führend bei Urananreicherung und Brennelementfertigung"

In modernen Flüssigsalzreaktoren gibt's keine herkömmlichen "Brennelemente". Ferner nutzen Sie den Brennstoff weit weit weit effektiver als bislang.

https://dual-fluid.com/

Diese Techniken der Urananreicherung und Brennelementfertigung wurde jahrzehntelang im Westen beherrscht als es noch einen kalten Krieg mit der UDSSR gab.

Diese Einwände wirken auf mich wie der sprichwörtliche Griff nach dem Strohhalm während man absäuft.

Was die vermeintlichen Kosten angeht: Wenn die Kernenergie wirklich so viel teurer ist als alles, was wir haben, wieso sind dann die Kosten für elektrischen Strom im Atomenergie-Paradies weit weit weit geringer als bei uns?

Ich vermute, dass auch hier der Wunsch der Vater des Gedanken ist und kein rationales Kalkül. Der ÖRR ist so einseitig, dass er nur die "Aktivisten" bzw. Antiatomfundis zu Wort kommen lässt.

Mitleser2

11. Juni 2022 13:08

Atomkraft - ja bitte. Weder Tschernobyl (Design, unfähige Betriebsmannschaft), noch Fukushima (Tsunami, deswegen Kühlung ausgefallen), taugen als Gegenbeispiele für westeuropäische Reaktoren. Die ca. 20.000 Tsunami-Toten im Vergleich wurden natürlich bei uns immer verdrängt.

 

kikl

11. Juni 2022 14:02

Lustig ist auch, wie die Antiatomfundis gegen die ganzen neuen Startups diskutieren, die Flüssigsalzreaktoren oder auch Dual-Fluid entwickeln. Werden die Konzepte erklärt? Werden die Vor- und Nachteile abgewogen?

Nein, es ist reine Polemik. Die SMR-Reaktoren werden überall auf der Welt, in den USA, in Canada, in GB, in China, in Russland, ... entwickelt. Sie geben zu, dass bereits zahlreiche Länder, vornehmlich aus Europa, in die Technik investieren. Aber die Übermenschen von den ÖRR wissen natürlich ganz genau, dass das alles Quatsch ist. Argument? Kein Einziges!!

Statt dessen wird behauptet, es handele sich bei all den unterschiedlichen Konzepten im Wesentlichen nur um eine Neuauflage des schnellen Brüters. Eine glatte Lüge.

"Rolles Royce bastelt an Mini-Nukes. Hunderte Millionen Pfund von Investoren und der Regierung stehen bereit...", sagt die deutsche Stimme aus dem Off. Aber der englische Sprecher im Hintergrund sagt natürlich etwas ganz anderes. Der ÖRR vertraut darauf, dass der deutsche Esel den Betrug nicht bemerkt. Unter einer "Nuke" wird im Englischen auch kein Atomkraftwerkt sondern eine Atombombe verstanden!? INFAM!

Laurenz

11. Juni 2022 14:10

Marco Gallina hat das bei Tichys korrekt in Worte gefaßt, die Wiedereinführung der Majestätsbeleidigung. https://www.tichyseinblick.de/meinungen/verfassungsschutzbericht-der-buerger-unter-generalverdacht/

Allerdings kommt da schon der verfassungsrechtliche Widerspruch zum Tragen. Wir sind die Majestät, laut GG. Der VS schützt nicht das GG, sondern den Staat, ist also ein Staatsschutz, der immer weiter zu einem Unrechtsstaatsschutz mutiert, wie die ehemalige Staatssicherheit der DDR oder die Gestapo. Man kann als Bürger gar nichts anderes tun, als permanent, Zitat Tim Kellner, die geile linksradikale Extremistin Faeser zu beleidigen, am besten in Form von Satire. Wie solch Satire funktionieren kann, zeigt neben Tim Kellner auch Herr Sonneborn https://youtu.be/lNcX5cI98N0

Um per Kraftfahrzeug gemeinsam unterwegs zu sein, braucht man für die Familie K&K bereits einen Personenbeförderungsschein. Jetzt ist die Suche nach einem Fahrzeug gerade ungünstig. Dank der grün implizierten Inflation sind Gebrauchtwagenpreise um 1/3 gestiegen. Vor allem Diesel, auch ältere Modelle sind stark nachgefragt.

Laurenz

11. Juni 2022 14:27

@JS

Sehe das mit den AKWs auch eher skeptisch. Wir brauchen 1, maximal 2 AKWs um Uran für nukleare Sprengköpfe souverän selbst anreichern zu können (am besten in Mecklenburg-Vorpommern, weil dünn besiedelt). Sonst sind wir militärisch in einer ganz anderen Situation als die USA, Indien, China, die Ukraine oder Rußland. Wir leben in einem Kleinststaat & sind mit AKWs viel zu leicht militärisch erpreßbar. Wir müssen daher weitestgehend auf Kernkraft verzichten. Nur Kohle macht uns souverän. Kohle kann man zu Sprit hydrieren. Wenn man Gracchus & meine Gedanken zur globalen Nationalisierungsphase weiter spinnt, bleibt uns gar nichts anderes übrig als voll auf Kohle zu setzen. Alles andere ist unverantwortlich.

RMH

11. Juni 2022 15:49

Noch gibt es die Nuklear-Technologie einschließlich Urananreicherung in Deutschland. Das zu schleifen ist mehr als fahrlässig, dass ist eine vorsätzliche Schädigung der Kapazitäten Deutschlands.

Theoretisch könnte man in Deutschland sogar noch Uranerz abbauen - will aber keiner.

Von daher aus meiner Sicht klares Ja zum Erhalt der Kernkraft in Deutschland.

URN

11. Juni 2022 15:50

Uneingeschränkte Zustimmung zu kikl und Mitleser2. Wenn bei stetig wachsendem Energiebedarf auf eine effektive Methode zur Energiegewinnung verzichtet wird, ist dies die Unvernunft in Reinkultur.

Die Zahl der Todesopfer im Atomkraftwerk Fukushima selbst wird mit 600 angegeben, dabei sind mitgerechnet die, die durch und infolge von Evakuierungsarbeiten starben.

Im Sebtember 1921 starben durch eine Silodetonation bei der BASF in Oppau (nicht durch eine Naturkatastrophe verursacht) 559 Menschen. An einen Ausstieg aus der chemischen Industrie dachte in Deutschland - oder Japan - vermutlich niemand....

Mitleser2

11. Juni 2022 16:44

Das schlimmste an Fukushima hier war Merkels FEIGHEIT vor dem Wähler. Aber so war sie ja immer. Blos keine vermeintlich problematische/kontroverse Entscheidung. Valium fürs Volk. Ergebnis bekannt.

Mitleser2

11. Juni 2022 17:46

@Laurenz: Kohle wäre schon möglich. Nur: dazu bräuchte es so massive Veränderungen im Bewusstsein (durch Not?), dass gleichzeitig auch AfD-Positionen plötzlich mehrheitsfähig würden. Vorläufig bleibt das ein Traum.

(Südafrka hat während der Apartheid-Sanktionen gezeigt, wie man Treibstoff großindustriell aus Kohle hydrieren kann. Braucht halt SEHR viel Energie und ist "schmutzig".)

kikl

11. Juni 2022 18:06

@URN

"Die Zahl der Todesopfer im Atomkraftwerk Fukushima selbst wird mit 600 angegeben..."

Bei diesen Zahlen handelt es sich um "Schätzungen". Wie viele Menschen sind denn tatsächlich nachweislich an einer Strahlenüberdosis gestorben?

Das  UNSCEAR - United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radition - hat  zwei Jahre nach dem Unfall eine Bericht über den Fukushima-Unfall erstellt. 

https://www.unscear.org/unscear/uploads/documents/unscear-reports/UNSCEAR_2013_Report_Vol.I.pdf

Auf Seite 6 lese ich dazu:

"3. Health implications

38. No radiation-related deaths or acute diseases have been observed among the workers and general public exposed to radiation from the accident.

39. The doses to the general public, both those incurred during the first year and estimated for their lifetimes, are generally low or very low. No discernible increased incidence of radiation-related health effects are expected among exposed members of the public or their descendants...."

Der ÖRR gemeinsam mit den Antiatomfundis machen uns glauben, in Fukushima sei die Welt untergegangen.

Andreas Walter

11. Juni 2022 23:17

Noch ein delikates Fundstück.

Der Beweis, dass Merkel 2015 gelogen hat (obwohl wir das natürlich schon damals wussten):

https://www.welt.de/politik/deutschland/article239304249/Deutschland-richtet-Grenzkontrollen-zum-Schutz-der-G-7-ein.html

Selbstverständlich lassen sich Grenzen daher abriegeln, man muss er nur wollen.

 
 

Andreas Walter

12. Juni 2022 02:52

Die Hauptwindrichtung auf dem europäischen Kontinent ist von West nach Ost, also vom Atlantik (auch) über Deutschland hinweg in Richtung Osteuropa.

Allein westlich von Deutschland sind jetzt gerade, im Augenblick, 86 Kernreaktoren in Betrieb.

Nördlich von Deutschland kommen noch mal 10 dazu, südlich von Sachsen weitere 6. Das sind insgesamt 102 Reaktoren.

Nur wenige Reaktoren mehr lassen sich derzeit in den VSA und Kanada zusammen finden (112). Selbst China besitzt nur in etwa die Hälfte und Russland etwa ein Drittel. In Indien, Südkorea und Japan sind es jeweils um die 25, doch in Japan stehen immer noch über die Hälfte davon still - Zukunft ungewiss.

https://www.kernenergie.ch/de/kernenergie-weltweit-_content---1--1071.html

Deutschland soll daher keine Kernkraft besitzen. Das ist rein politisch so gewollt und hat mit Rationalität und/oder Sicherheit darum nichts zu tun. Die wahren Gründe können sich kluge Leute daher selbst denken, der Rest träumt oder wähnt sich bald oder bereits im (- in Harry Dexter Whites -) “Auenland“. Allerdings ein Muslimisches. “Germany must perish“ und “Deutschland verrecke“ sind daher das Gleiche lediglich in Grün.

kikl

12. Juni 2022 07:26

@Laurenz

Zu den Reaktorunfällen in Deutschland:

"Die siebenstufige Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) beginnt bei INES 1 als „Störung“ und endet bei INES 7: „katastrophaler Unfall“ (bisher zwei Fälle: Katastrophe von Tschernobyl und Nuklearkatastrophe von Fukushima). Seit der ersten Inbetriebnahme gab es in Deutschland mehr als 4800 meldepflichtige Ereignisse, davon 33 INES 1 Fälle (Störungen) und 3 Fälle bei INES 2 (Störfälle). Fälle der INES-Stufe 3 (Ernste Störfälle), bei denen Radioaktivität frei wurde, oder der Stufen 4 und höher (Unfälle) sind nicht aufgetreten.[40]"

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_meldepflichtiger_Ereignisse_in_deutschen_kerntechnischen_Anlagen

Seit über 60 Jahren werden Kernkraftwerke in Deutschland betrieben und noch nie ist es zu einem ernsthaften Störfall gekommen. 

 

Laurenz

12. Juni 2022 07:28

Ach übrigens, nicht nur ich habe verfassungsrechtliche Bedenken bezüglich unserer Staatsorgane.

https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/wissenschaftlicher-dienst-wie-entfernt-man-eine-verfassungsfeindliche-bundesregierung

Mitleser2

12. Juni 2022 08:24

@Laurenz: Warum werfen Sie anderen Irrationalität vor, wenn Sie es selbst sind? Niemand von der Feuerwehr musste sich in Japan opfern. Die Innenräume wurden später mit Robotern untersucht. Tschernobyl war nur ein Symbol des Niedergangs und der Unfähigkeit des Kommunismus. Erpressbarkeit hat wenig mit AKWs zu tun. Mit Cyber-Sabotage können Sie heute viel einfacher erpressen. Oder banal mit Getreide, Öl, Gas.

Außerdem geht es eben nicht um Reaktortechnologie aus den 1970er Jahren, sondern um die Gegenwart. Aber auch hier hat der Westen strategisch versagt. In Namibia betreiben die Chinesen zwei Uranminen, die zu den größten der Welt gehören. Natürlich nur zu Ihrem eigenen Nutzen, sie gehören ihnen zu 100%. Und Namibia hätte sich nicht gesperrt, das den Westen machen zu lassen. Schlimmer noch, eine der Minen ist älter, und wurde vom australischen Konzern Rio Tinto für einen symbolischen Preis verkauft.

kikl

12. Juni 2022 09:22

Jedes Jahr sterben mehr Menschen im Straßenverkehr als in den letzten 60 Jahren in Deutschland an einem Reaktorunfall. Deshalb ist der Betrieb von Kernkraftwerken also unverantwortlich. Die vorherrschende Angst vor Kernenergie ist in etwa genauso rational wie die Angst vor Corona. Es ist medial geschürte Panik.

Es lassen sich Kernreaktoren herstellen, die eine extrem hohe passive Sicherheit aufweisen. 

"Bei diesem Reaktortyp ist der Kernbrennstoff in flüssiger Form gleichmäßig im Primärkreislauf des Reaktors verteilt, eine Kernschmelze im klassischen Sinne ist damit ausgeschlossen – der Kern liegt stets im gewollt geschmolzenen Zustand vor"

"Flüssigsalzreaktoren ermöglichen eine Auslegung mit einem stark negativen Temperaturkoeffizienten, was eine Leistungsexkursion wie beispielsweise bei der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im Prinzip unmöglich macht"

Erklärt uns die politisch korrekte Wikipedia. Aber das Volk wird dumm gehalten vom rot/grünen Establishment.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigsalzreaktor

Franz Bettinger

12. Juni 2022 09:36

Es gibt seit kurzem was Neues unter Merkels Sonne: das Phänomen der "Delegitimierung des Staates“. Dabei wird selten der Saat als solcher, oft und berechtigter Weise aber die Regierung kritisiert. Die Weisheiten dieser Majestäten in Frage zu stellen wird ab sofort unter Strafe gestellt. Der Staat also, meinetwegen Er kann wie einst der Papst nicht irren; ist unfehlbar. Wann in der Geschichte hätte sich ein Staat, zumal der deutsche je geirrt? Niemals. Das will uns der Gesetzgeber glauben machen; wieder einmal. 

Unsere Milchmädchen auf den Parlamentsbänken wissen also nicht, was sie da beschließen, wissen nicht, in wessen gruseligen Fußstapfen sie herum torkeln. Es ist ja gerade der Staat, der Wohlstand vernichtet, die Bürger enteignet, den Kindern die Zukunft versaut u. aus Verblendung von einer Krise in die nächste stolpert. Verblendung? Nein, die Regierung stolpert nicht. Der Veitztanz dieses Flohzirkus ist eine optische Täuschung. In Wahrheit ist es ein streng vom WEF abgerichteter Haufen sogenannter global young leaders und shapers, die im Stech- und Gleichschritt auf ihr klar definiertes Ziel zu marschieren: die Diktatur der NWO. Diese Polit-Clique frisst unsere Freiheit auf. Wer das nicht akzeptieren mag, lehnt nicht die Verfassung ab, er verteidigt sie vielmehr. Es sind nicht empörte Bürger, die den Staat de-legitimieren. Diese Rotznasen im BT de-legitimieren sich derzeit selbst.

Laurenz

12. Juni 2022 10:54

@Kikl & Mitleser2 @L.

AKWs in Deutschland.

Nicht jede Großmacht ist so vorsichtig bei der Eroberung von AKWs, wie Rußland. Weder von Israel, wie bereits geschehen https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Opera, noch von den USA kann man in einem Konfliktfall diese Rücksicht Rußlands erwarten. Wir sind nachwievor von Feindstaaten umgeben. Ich frage mich allen Ernstes, wieso wollen Sie unser Land so verwundbar machen? Wie wir die letzten Wochen feststellen konnten, gibt es keine Freundschaft unter Staaten, wenn, nur kongruente Interessen oder nicht.

@Andreas Walter

Allein westlich von Deutschland sind jetzt gerade, im Augenblick, 86 Kernreaktoren in Betrieb.

Das ist doch noch harmlos. Die Force de Frappe ist nachwievor auf uns gerichtet. Man kann unsere westlichen Nachbarn nur diplomatisch überzeugen, AKWs & Kernwaffen abzuschalten, wenn man eine entscheidende militärische Option vorweisen kann, die im Falle des Falles einen atomaren Gegenschlag, taktisch oder strategisch, garantiert. Auch Aufmarschpläne mit realen Einheiten können ungemein konstruktiv in einer Debatte sein.

Kurativ

12. Juni 2022 12:00

1. Laufzeitverlängerung: Die Kernkraft in Deutschland ist tot. Eine Verlängerung wäre tatsächlich gefährlich, weil Mitarbeiter, Zulieferer und Fakultäten weg sind und/oder bereits umdisponiert haben. Man hat eine zukunftsträchtige Technologie mittels zentral gesteuerter Propaganda ausgerottet. Will man wieder anfangen, dann müsste man KKWs aus Frankreich, Russland oder Süd-Korea kaufen. Die Imperien (US/Ru/Chn) werden eine Verbreitung verhindern, weil sie ihr Kernwaffenmonopol möglichst lange behalten wollen.

Kurativ

12. Juni 2022 12:07

2. Subventionen: Wenn der Staat keine großtechnologischen Projekte fördern und organisieren würde, dann gäbe es keine Eisenbahn, keine Raumfahrt, keine Flughäfen, kein Internet, keine Autobahnen, keine Militärtechnik und keine Telekommunikation.

Kurativ

12. Juni 2022 12:32

3. Endlagerung: Warum wird im Text zwischen "Lagerung" und "Altlasten" unterschieden? Soll hier etwas breiter und gefährlicher daherkommen als es in Wirklichkeit ist? Sichere Endlagerung ist möglich. Man hat Salzstöcke aufgemacht, die 200 Millionen Jahre dicht gehalten haben. Das reicht, um die Isotope abzubauen. Und ich kann jeden garantieren, dass es in 200 Milionen Jahren keine Menschen mehr geben wird. Bei der Endlagerung entwickelt sich die Technik weiter: Lagerung in Tongestein ist heute ohne weiteres möglich. Neue Reaktoren können Reste aus den bisherigen verbrauchten Brennstäben als neues Brennmaterial wiederverwenden und umwandeln.

Zustände, wie bei der Asse-II wurden und werden verursacht durch die typische hysterisierende Berichterstattung und Argumentation von Fortschritts- und Technikfeinden. Das genannte Bergwerk hätte längst mit Spezialbeton zugegossen werden müssen. Aber die Medien und die Kernkraftgegner hätten die Politikern die Hölle heiß gemacht. So kommt eine falsche Lösung raus. Jetzt will man den ganzen undokumentierten Dreck wieder hervorholen. Natürlich erst nach etlichen Jahren. Ein typischer Fehler, welcher die Gefahr durch Medien, Hysterie und verdummtes Wahlvolk verursacht wird.

Kurativ

12. Juni 2022 12:50

4. Abhängigkeit: Man ist immer angewiesen. Ob man Öl, Gas und Uran für PKW oder Kraftwerke braucht, oder Kupfer, Seltene Erden und Lithium für die sogenannten "Erneuerbaren Energien" verarbeiten muss. Wobei Grundstoffe wie Öl, Gas und Uran viel einfacher und diversifizierter auf dem Weltmarkt zu beziehen sind als zum Beispiel Seltene Erden für effiziente Dynamobleche, Erregerwicklungen oder Leistungshalbleiter.

Kurativ

12. Juni 2022 12:54

Bewertung: Der Abschnitt über die Kernkraft wirkt künstlich, gewollt aber nicht gekonnt und von eigenen ästhetischen Vorstellungen geprägt.

Laurenz

12. Juni 2022 14:28

Die JF hat dran gedacht.

https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2022/reagan-gorbatschow/

https://youtu.be/IguMXrgfrg8

Egal, was man von Ronald Reagan, den US-Amerikanern & den damaligen politischen Umständen halten mag, mit klopft noch heute das Herz, wenn ich diese Rede höre.

Andreas Walter

12. Juni 2022 20:58

Noch eine Perle, diesmal allerdings eine Philosophische:

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/cancel-culture-deplatforming-poststrukturalismus-dekonstruktivismus/

Für alle, die mit Uran aus dem Meer, Brütern, Actinoide und Transmutation nicht soviel anzufangen wissen.

Weil es im Grunde (der Evolution) ja egal ist, woran Menschen auch in Zukunft sterben. Ob an Strahlung, Krebs, Gift, Hunger, Krieg, Mord oder Selbstmord - und ein Teil sogar an Altersschwäche.

Pandemie, Pandämonium, Pandora (papers?) - die habe ich auch noch alle vergessen. Neben so spektakulären Dingen wie Supervulkane und große Meteoriten. Hahaha, oder auch Aliens auf der Durchreise oder solche, denen es hier sogar gefällt. Die gekommen sind um zu bleiben. Stay tuned.

https://youtu.be/QW9cgc8e35Y

 

anatol broder

12. Juni 2022 21:04

@ kurativ 12:00

«weil mitarbeiter, zulieferer und fakultäten weg sind.»

das ist auch mein kenntnisstand. anzumerken ist, dass kernphysiker die klügsten naturwissenschaftler sind, daher unmöglich durch quereinsteiger ersetzt werden können.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.