Ökoterrorismus (3/4): Klima und grüner Kapitalismus

Eines vorweg: Ich bin Agnostiker, was den "menschengemachten Klimawandel" angeht.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Gewiß han­delt sich hier um eine Dok­trin, die inner­halb des glo­ba­lis­ti­schen Ideo­lo­gie-Gewe­bes einen pro­mi­nen­ten Platz ein­nimmt, neben LGBT-Kult, Anti­ras­sis­mus und seit 2020 “Covi­dis­mus”. Allein schon dadurch ist sie ver­däch­tig genug.

Offen­sicht­lich ist der kul­ti­sche Cha­rak­ter man­cher Aus­wüch­se des “Kli­ma-Akti­vis­mus”, die ich 2019 in einem SiN-Bei­trag unter­sucht habe. Auch der Schwin­del der “grü­nen Ener­gien” scheint mir hin­rei­chend belegt zu sein, und eben­so klar zuta­ge liegt die Tat­sa­che, daß die Panik vor der Kli­ma-Apo­kal­py­se genutzt wird, um die poli­ti­sche und sozia­le Kon­trol­le der Mas­sen zu verstärken.

Im rech­ten Spek­trum ist es obli­gat, den men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del zu “leug­nen” oder zumin­dest zu igno­rie­ren, was uns in den Augen der Kli­ma­gläu­bi­gen onto­lo­gisch noch böser macht, als wir ohne­hin schon sind.

Exem­pla­risch ist Noam Chom­skys Aus­sa­ge aus dem Jahr 2017, die Repu­bli­ka­ni­sche Par­tei sei die “gefähr­lichs­te Orga­ni­sa­ti­on in der Welt­ge­schich­te”, die sich der “Zer­stö­rung des orga­ni­sier­ten mensch­li­chen Lebens auf der Erde” ver­schrie­ben habe, weil sie die inter­na­tio­na­len Bestre­bun­gen, die Nut­zung von fos­si­len Brenn­stof­fen zu redu­zie­ren, nicht nur nicht unter­stützt, son­dern aktiv sabotiert.

Die Kli­ma­wan­del-Dok­trin ist nicht so leicht zu durch­schau­en oder zu wider­le­gen wie der “Pandemie”-Komplex. Ernst­haf­te Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit der The­ma­tik sind auf der Rech­ten spär­lich gesät. Dies hat mit einem all­ge­mei­nen Des­in­ter­es­se an Umwelt­schutz­the­men zu tun, wenn nicht mit einer regel­rech­ten Aver­si­on, weil die­se “links” kon­no­tiert und okku­piert sind.

Neu­lich sah ich zum Bei­spiel ein Video von James Cor­bett über das World Eco­no­mic Forum. An einer Stel­le (ca. 32:30) erwähn­te Cor­bett die Bedeu­tung, die der Report des Club of Rome über die “Gren­zen des Wachs­tums” aus dem Jahr 1972 auf Klaus Schwabs Welt­an­schau­ung hat­te. Die­ser Bericht sei aller­dings, so Cor­bett, völ­li­ger Unsinn, der längst wider­legt wor­den sei (er ver­weist dabei auf die­ses Buch von Juli­an Simon aus dem Jahr 1981), wenn nicht gar ein Trick der Glo­ba­lis­ten, um ihre Welt­herr­schaft aus­zu­deh­nen und zu rechtfertigen.

Beson­ders ver­däch­tig dünkt Cor­bett die Empha­se des Berichts auf das Pro­blem des Bevöl­ke­rungs­wachs­tums, das auf lan­ge Sicht die Res­sour­cen des Pla­ne­ten erschöp­fen wer­de. Von hier aus spe­ku­liert er über eine “mal­thu­sia­ni­sche”, “euge­ni­sche” Agen­da des WEF, mit dem Ziel, die Welt­be­völ­ke­rung zu reduzieren.

Das Über­völ­ke­rungs­ar­gu­ment wird auch häu­fig für den Kli­ma­schutz in Stel­lung gebracht: Man­che sei­ner Pro­pa­gan­dis­ten scheu­en nicht davor zurück, buch­stäb­lich jeden ein­zel­nen Men­schen als Koh­len­stoff-Schäd­ling hin­zu­stel­len, wes­halb sie auch häu­fig Kin­der­lo­sig­keit um der Umwelt wil­len empfehlen.

Das Ent­völ­ke­rungs-Motiv taucht heu­te in etli­chen “Ver­schwö­rungs­theo­rien” auf: Dem­nach hät­ten etwa die glo­ba­len Covid-Mas­sen­imp­fun­gen das Ziel, Mil­lio­nen Men­schen zu töten oder zumin­dest gan­ze Genera­tio­nen unfrucht­bar zu machen. Betrach­tet man die Sache unter die­sem Gesichts­punkt, dann war die Aus­beu­te bis­her jedoch eher “mager”. Zwar sind über­durch­schnitt­lich vie­le Men­schen infol­ge der Imp­fun­gen gestor­ben, aber in Bezug auf die Welt­be­völ­ke­rung fällt dies eben­so­we­nig ins Gewicht wie die “offi­zi­el­len” Opfer der “Pan­de­mie”.

Die Vor­stel­lung, daß sich Gestal­ten mit der Phy­sio­gno­mie und den schma­len See­len von Klaus Schwab, Bill Gates oder Albert Bour­la anma­ßen, die Mensch­heit wie eine all­zu gro­ße Vieh­her­de zu “redu­zie­ren”, ist zuge­ge­be­ner­ma­ßen außer­or­dent­lich empö­rend, ob sie nun zutrifft oder nicht.

Das ändert nichts an der Tat­sa­che, daß die seit Mit­te des letz­ten Jahr­hun­derts dra­ma­tisch ange­stie­ge­ne Bevöl­ke­rung des Pla­ne­ten mas­si­ve öko­lo­gi­sche, wirt­schaft­li­che und poli­ti­sche Fol­gen hat, zu denen unter ande­rem Mas­sen­mi­gra­tio­nen, die Zer­sied­lung von Land­stri­chen, Umwelt­ver­schmut­zun­gen im gigan­ti­schen Aus­maß, rapi­der Res­sour­cen­ver­brauch und die Zer­stö­rung der Lebens­räu­me von Völ­kern und Tie­ren zäh­len. Ich sehe nicht, wie man all dies ernst­haft bestrei­ten kann.

So gese­hen wäre ein pos­tu­lier­ter men­schen­ge­mach­ter Kli­ma­wan­del (oder “Treib­haus­ef­fekt”) nur ein Fak­tor unter meh­re­ren inner­halb eines grö­ße­ren glo­ba­len Zer­stö­rungs­pro­zes­ses, des­sen Wur­zel die indus­tri­el­le Revo­lu­ti­on und des­sen trei­ben­de Kraft das Kon­sum­ver­hal­ten, die Bedürf­nis­se und der Lebens­stil von Mil­li­ar­den von Men­schen ist, ins­be­son­de­re in den am meis­ten indus­tria­li­sier­ten Ländern.

Akzep­tiert man die­se Ana­ly­se, dann führt kein Weg dar­an vor­bei, daß nur eine radi­ka­le Ände­rung des Kon­sum­ver­hal­tens, der Bedürf­nis­se und des Lebens­stils von Mil­li­ar­den von Men­schen die­sen Zer­stö­rungs­pro­zeß auf­hal­ten oder zumin­dest brem­sen kann.

Die Ant­wort der Davos-Eli­ten auf den Kli­ma­wan­del ist eine “vier­te indus­tri­el­le Revo­lu­ti­on”, die auch eine “grü­ne­re” Tech­no­lo­gie mit sich brin­gen soll, etwa durch Elek­tri­fi­zie­rung via Wind und Son­nen­ein­strah­lung. Dadurch sol­len die alten Ener­gie­mo­del­le, die auf fos­si­len Brenn­stof­fen basie­ren, suk­zes­si­ve abge­löst wer­den, angeb­lich ohne Ein­bu­ßen für den all­ge­mei­nen Wohl­stand und die Welt­wirt­schaft. Die­ses Vor­ha­ben gilt als eine der bedeu­tends­ten Auf­ga­ben für den “Sta­ke­hol­der-Kapi­ta­lis­mus” und die “öffent­lich-pri­va­te Partnerschaft”.

Indus­tri­el­le Pro­duk­ti­on, Land­wirt­schaft und Trans­port­we­sen sol­len zu die­sem Zweck der­art umge­baut wer­den, daß “die glo­ba­len anthro­po­ge­nen Treib­haus­gas­emis­sio­nen bis 2050 auf ‘Net­to Null’ (Net Zero) redu­ziert wer­den”, womit ein “Gleich­ge­wicht zwi­schen Emis­sio­nen und Emis­si­ons­re­duk­tio­nen” gemeint ist.

Welt­weit wer­den Kon­zer­ne auf die­se Agen­da ein­ge­schwo­ren. Hier ein State­ment von Blackrock:

​Das Errei­chen von Net­to-Null-Emis­sio­nen bis 2050 ist ent­schei­dend, um die schlimms­ten Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels abzu­wen­den. Black­Rock ist bestrebt sei­ne Kun­den bei der Vor­be­rei­tung ihrer Port­fo­li­os auf eine kli­ma­neu­tra­le Welt zu unter­stüt­zen – durch Mes­sung, Trans­pa­renz, Invest­ment­ma­nage­ment und Stewardship.

Das heißt frei­lich nicht, daß das von den Inno­va­tio­nen der Eli­ten beglück­te Fuß­volk unge­stört wei­ter­le­ben soll wie bis­her. Wie man in den berüch­tig­ten WEF-Wer­be­vi­de­os sehen kann, wer­den auch hier Vor­stel­lun­gen von künf­ti­gen Ein­schrän­kun­gen und Kom­pen­sa­tio­nen des bis­he­ri­gen Lebens­stils der Mas­se der Men­schen in Spiel gebracht: “You will own not­hing and you will be hap­py”; der Fleisch­kon­sum wird durch eine umwelt­freund­li­che­re Diät aus pro­te­in­rei­chen, lecke­ren Insek­ten ersetzt; der Auto­mo­bil­ver­kehr wird elek­tri­fi­ziert, ein­ge­schränkt und “kol­lek­ti­vi­siert” ; Smart­pho­ne-Apps sol­len jeder­mann hel­fen, sei­nen indi­vi­du­el­len “Co2-Fuß­ab­druck” zu kon­trol­lie­ren usw.

Die Mas­sen, die durch fort­schrei­ten­de Auto­ma­ti­sie­rung “nutz­los” gewor­den sein wer­den, wird man laut Yuval Hara­ri ver­mut­lich durch eine Kom­bi­na­ti­on aus “Dro­gen und Com­pu­ter­spie­len” bei Lau­ne und unter Kon­trol­le hal­ten müssen.

Wem dies alles nicht beson­ders viel­ver­spre­chend oder erstre­bens­wert erscheint, der sei getrös­tet: Die Psy­cho­lo­gen des WEF haben her­aus­ge­fun­den, daß ein “gutes Leben weder glück­lich noch sinn­voll” sein muß. Sie bie­ten aber auch Tips an, wie man sich men­tal zum Kli­ma­schutz-Advo­ka­ten auf­rüs­ten kann, ohne die Hoff­nung zu verlieren.

Man muß wohl sehr naiv sein, um nicht Ver­dacht zu schöp­fen, daß hier ein dop­pel­bö­di­ges Spiel getrie­ben wird. Wenn es so etwas wie einen “Plan” gibt, dann wird er wohl eher dar­auf hin­aus­lau­fen, daß die herr­schen­den Eli­ten weit­ge­hend an ihrem Reich­tum und Lebens­stil fest­hal­ten wer­den, wäh­rend die gro­ße Mas­se der hoi pol­loi tech­no­kra­ti­schen Kon­trol­len und Beschrän­kun­gen unter­wor­fen und womög­lich tat­säch­lich durch ein Lang­zeit­pro­gramm demo­gra­phisch redu­ziert wer­den soll.

Eine die­sem Sze­na­rio durch­aus ähn­li­che, aller­dings ins Posi­ti­ve gewen­de­te Zukunfts­vi­si­on wur­de übri­gens auch in “unse­rem” Spek­trum von Guil­laume Faye ent­wi­ckelt. In sei­ner Novel­le Ein Tag im Leben des Dimi­tri Leo­ni­do­witsch Oblo­mow wird das Dop­pel­pro­blem Umwelt­ver­schmut­zung-Res­sour­cen­ver­brauch durch eine “archäo-futu­ris­ti­sche” Zwei­tei­lung der Gesell­schaft gelöst:

In einem zukünf­ti­gen pan-euro­päi­schen Impe­ri­um, das Russ­land inklu­diert und bis an die Bering­stra­ße reicht, ist die gro­ße Mas­se der Bevöl­ke­rung zu einer “tra­di­tio­na­lis­ti­schen”, vor­in­dus­tri­el­len Lebens­wei­se zurück­ge­kehrt und lebt glück­lich ver­wur­zelt auf ihrer Schol­le inner­halb einer intak­ten Natur, wäh­rend sich die herr­schen­den Eli­ten einer hoch­ent­wi­ckel­ten “grü­nen” Tech­no­lo­gie bedie­nen, deren Gebrauch streng ein­ge­schränkt wird. Dabei schre­cken sie auch vor küh­nen trans­hu­ma­nis­ti­schen und gen­tech­ni­schen Ein­grif­fen nicht zurück.

Vor­aus­set­zung für die Ent­ste­hung die­ses Uto­pi­as ist ein “Gre­at Reset”, ein katak­lys­mi­scher Zusam­men­bruch der neu­zeit­li­chen Moder­ne, der die indus­tri­el­le Revo­lu­ti­on weit­ge­hend rück­gän­gig gemacht und die Welt­be­völ­ke­rung auf ein über­schau­ba­res Maß redu­ziert hat. Er bedeu­tet auch das Ende aller auf­klä­re­risch-libe­ra­len Dok­tri­nen, die in Fayes Zukunfts­welt als für immer dis­kre­diert gelten.

Der “Gre­at Reset” des Klaus Schwab sieht einen sol­chen kata­stro­phi­schen Zusam­men­bruch nicht vor, son­dern will ihn viel­mehr durch inten­si­ve tech­no­kra­ti­sche Inter­ven­tio­nen abwen­den. Vor­aus­set­zung ist auch hier eine Über­win­dung des Libe­ra­lis­mus, wie wir ihn bis­lang kann­ten, was frei­lich nur indi­rekt zuge­ge­ben wird.

Kli­ma­schutz­ex­tre­mis­ten wie Andre­as Malm gehen nun von unge­fähr den­sel­ben Prä­mis­sen und Pro­gno­sen wie das WEF aus, haben aber wenig Ver­trau­en in die “Green Deals”, die sei­ne Mit­glie­der aus­tüf­teln und mit sei­fi­gem Jar­gon bewer­ben. Um die unmit­tel­bar dräu­en­de “Mas­sen­ver­nich­tung” (Gre­ta Thun­berg) zu stop­pen, muß schnel­ler und radi­ka­ler gehan­delt wer­den; die kli­ma­schäd­li­chen Groß­kon­zer­ne sol­len nicht bloß ihre CO2-Emis­sio­nen brem­sen, son­dern müs­sen frü­her oder spä­ter kom­plett dicht­ge­macht werden.

Wor­über sie aller­dings kaum oder nur sehr wenig spre­chen, ist, wie das täg­li­che Leben in einer post-fos­si­len Zivi­li­sa­ti­on kon­kret aus­se­hen soll. Sowohl die Extre­mis­ten als auch die “grü­nen Kapi­ta­lis­ten” ver­mei­den es, die äußerst unpo­pu­lä­ren, aber zwin­gen­den Schluß­fol­ge­run­gen ihrer erklär­ten Absich­ten aus­zu­buch­sta­bie­ren: Eine radi­ka­le “Ener­gie­wen­de” wür­de unwei­ger­lich bedeu­ten, die Mas­sen zum Ver­zicht auf Kom­fort und zu ver­gleichs­wei­se aske­ti­schem Ver­hal­ten zu zwin­gen. Eben­so müß­te ihre Mobi­li­tät durch Kraft­fahr­zeu­ge dras­tisch ein­ge­schränkt wer­den. Der Lebens­stan­dard müß­te min­des­tens um eini­ge Jahr­zehn­te zurück­ge­dreht werden.

Damit bekommt man natür­lich kei­nen Men­schen auf die Stra­ße, was für die Kli­ma-Extre­mis­ten ein erheb­li­ches Pro­blem dar­stellt: Da die kapi­ta­lis­ti­schen Eli­ten nicht tun, was sie wol­len, bleibt ihnen nur die “popu­lis­ti­sche” Gras­wur­zel­stra­te­gie übrig, um Druck auf die Regie­run­gen auszuüben.

Kli­ma­ret­tung als mobi­li­sie­ren­de Idee ver­fängt aller­dings nur in gewis­sen lin­ken oder links­li­be­ra­len Milieus. Für Bevöl­ke­rungs­grup­pen außer­halb die­ser Kli­en­tel hat der selbst­er­klär­te Kom­mu­nist Malm wenig Ver­ständ­nis. Man lese etwa sei­ne Betrach­tun­gen aus dem Jahr 2018 über den Auf­stand der “gel­ben Wes­ten” in Frank­reich, der durch erhöh­te Treib­stoff­steu­ern in Gang gebracht wurden.

Frank­reichs dama­li­ger Innen­mi­nis­ter Chris­to­phe Cas­ta­ner begrün­de­te die­se Maß­nah­me so:

Wir ver­wirk­li­chen das ehr­gei­zi­ge Pro­jekt eines öko­lo­gi­schen und soli­da­ri­schen Über­gangs, um Frank­reich zu einem Pio­nier­land zu machen: schritt­wei­ser Aus­stieg aus fos­si­len Brenn­stof­fen, Schluß mit Gly­pho­sat, Erhö­hung der Koh­len­stoff­steu­er, Anglei­chung der Dieselbesteuerung.

Man woll­te also die Auto­fah­rer aus (vor­geb­lich) öko­lo­gi­schen Grün­den von den Die­sel­mo­to­ren weg­drän­gen, was blö­der­wei­se 68 Pro­zent aller damals in Frank­reich zuge­las­se­nen Pri­vat­au­tos betraf. Jean-Clau­de Michéa kommentierte:

Es ist offen­sicht­lich nicht das Auto als sol­ches – als “Zei­chen” ihrer angeb­li­chen Inte­gra­ti­on in die Welt des Kon­sums (sie sind ja kei­ne Lyo­ner oder Pari­ser!) -, das die Gelb­wes­ten heu­te ver­tei­di­gen. Es ist ein­fach so, daß ihr gebrauch­ter Die­sel­wa­gen (den ihnen die EU-Kom­mis­si­on abknöp­fen will, weil er nicht mehr ihren stän­dig revi­dier­ten Nor­men zur “Über­wa­chung der Ver­kehrstüch­tig­keit” ent­spricht) ihre ulti­ma­ti­ve Über­le­bens­chan­ce bedeu­tet, also ein Dach über dem Kopf, einen Job und etwas, womit sie sich selbst und ihre Fami­li­en ernäh­ren kön­nen, inner­halb des kapi­ta­lis­ti­schen Sys­tems, wie es sich ent­wi­ckelt hat, und wie es die Gewin­ner der Glo­ba­li­sie­rung begünstigt.

Mit die­ser Ana­ly­se weit­ge­hend kon­gru­ent schrieb Malm 2018:

Die kapi­ta­lis­ti­sche Kli­ma­po­li­tik hat sich in den letz­ten zwei Jahr­zehn­ten durch genau die­se Art von halb illu­so­ri­schen, halb zer­stö­re­ri­schen Pseu­do­re­for­men aus­ge­zeich­net. (…) Man kann den Kli­ma­wan­del nicht bekämp­fen, indem man den Reichs­ten noch mehr Frei­hei­ten bei der Kapi­tal­ak­ku­mu­la­ti­on lässt und dann aus­ge­rech­net der Arbei­ter­klas­se eine Steu­er auf­bür­det, um sie in die rich­ti­ge Rich­tung zu lenken.

Malm ist aller­dings weni­ger am Los der Arbei­ter­klas­se inter­es­siert, als am “schritt­wei­sen Aus­stieg aus fos­si­len Brenn­stof­fen”, nicht anders als der fran­zö­si­sche Innenminister:

Nichts­des­to­trotz müs­sen die Autos drin­gend von unse­ren Stra­ßen ver­schwin­den. Wie kann uns das gelingen?

Zunächst ein­mal durch einen mas­si­ven Aus­bau des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs in den Städ­ten und auf dem Land, durch die mas­sen­haf­te Ver­brei­tung alter­na­ti­ver Ver­kehrs­mit­tel (Elek­tro­fahr­rä­der, Fahr­ge­mein­schaf­ten mit elek­tri­fi­zier­ten Fahr­zeu­gen), durch ein Ver­bot fos­sil betrie­be­ner Pri­vat­fahr­zeu­ge in den Städ­ten, durch eine Umwid­mung der Wirt­schafts­ak­ti­vi­tä­ten, um der Zer­sie­de­lung ein Ende zu set­zen, durch eine rasche Elek­tri­fi­zie­rung der ver­blei­ben­den not­wen­di­gen Auto­mo­bi­li­tät – kurz: durch öffent­li­che Inves­ti­tio­nen und öffent­li­che Pla­nung in einem Umfang und einer Inten­si­tät, die dem Kli­ma­not­stand ange­mes­sen sind.

Dabei beteu­ert er:

Für all dies müss­te man weder die Arbeits­plät­ze noch den Lebens­stan­dard der arbei­ten­den Men­schen opfern, könn­te aber bei­des ver­bes­sern, wäh­rend es den Super­rei­chen mit Sicher­heit die Flü­gel stut­zen würde.

Eine der­ar­ti­ge Revo­lu­ti­on wer­de unter Macron oder irgend­ei­nem ande­ren west­li­chen Regie­rungs­chef jedoch nie­mals pas­sie­ren. Damit ist die Zeit reif für eine Kriegs­er­klä­rung, damit kommt die Opti­on der Gewalt­an­wen­dung ins Spiel:

Die Zeit, in der die Kapi­ta­lis­ten­klas­se in Ruhe gelas­sen wer­den kann, ist vor­bei. Um dem Ziel der Abwen­dung des tota­len Kli­ma­zu­sam­men­bruchs näher zu kom­men, müs­sen jetzt viel­mehr ihre Paläs­te über­rannt und gestürmt werden. (…)

Jeder Fort­schritt an der Kli­ma­front wird durch Kampf erreicht wer­den, wie etwa durch Ver­kehrs­blo­cka­den, Schul­schwän­zen, die Beset­zung zen­tra­ler Stra­ßen, Angrif­fe auf die prot­zi­gen Luxus­or­gi­en der Rei­chen (die umwelt­schäd­lichs­te aller Kon­sum­for­men), und – war­um nicht? – : bren­nen­de Autos.

Da weder Macron noch irgend­ein ande­rer Füh­rer eines kapi­ta­lis­ti­schen Staa­tes bereit ist, das zu tun, was getan wer­den muss, müs­sen die­se Staa­ten gezwun­gen wer­den, es zu tun, und zwar durch genau die Art von Macht von unten, die die Gelb­wes­ten so wir­kungs­voll vor­ge­führt haben.

Das ist natür­lich völ­lig illu­so­risch: Das “peri­phe­re Frank­reich” wird mit Sicher­heit kei­ne Paläs­te stür­men, damit es sei­ne PKWs gegen Elek­tro­fahr­rä­der ein­tau­schen oder Fahr­ge­mein­schaf­ten mit elek­tri­fi­zier­ten Fahr­zeu­gen grün­den kann, selbst wenn es den Ver­spre­chen Glau­ben schen­ken wür­de, daß eine Kli­mare­vo­lu­ti­on kei­ne Gefahr für ihren Lebens­stan­dard und ihre Arbeits­plät­ze dar­stellt. Der Kli­ma­wan­del ist ihnen egal, im Gegen­satz zur groß­städ­ti­schen grü­nen Bour­geoi­sie, die damit vor allem ihre Sucht nach mora­li­schem Hoch­sta­tus zu befrie­di­gen sucht.

Die Kli­ma­ra­di­ka­len haben das frei­lich längst begrif­fen: Sie wer­den nie­mals genug Men­schen auf die Stra­ße bekom­men, um eine  Macht­über­nah­me oder auch nur Ein­fluß­nah­me in ihrem Sin­ne zu erzie­len. Die “Kli­ma­st­reiks” des Jah­res 2019 wur­den durch “Coro­na” jäh unter­bro­chen; und sie waren am Ende wohl eben­so “Astro­tur­fing” wie das Thea­ter von “Extinc­tion Rebel­li­on”. Für die brei­te Mas­se wird der Bedarf an gutem Kli­mage­wis­sen aus­rei­chend durch die Teil­nah­me an der Pro­pa­gan­da der Regie­run­gen und das “nach­hal­ti­ge” Mar­ke­ting der Markt­an­bie­ter gedeckt (etwa über das Ange­bot von “Bio”-Produkten).

Die Radi­ka­li­sie­rung der Kli­ma­schüt­zer bis hin zur Gewalt­be­für­wor­tung ist wohl eine Fol­ge die­ses Schei­terns, aus­rei­chend gro­ße Bevöl­ke­rungs­schich­ten zu mobi­li­sie­ren. Schi­ka­nen und Sabo­ta­gen wie Auto­bahn­blo­cka­den, Abfa­ckeln von Luxus­au­tos oder viel­leicht eines Tages das Spren­gen von Pipe­lines, wer­den jedoch kaum dazu füh­ren, Kli­ma­sün­der ein­zu­schüch­tern oder Regie­run­gen zum Han­deln gegen kli­ma­schäd­li­che Kon­zer­ne und Indus­trie­zwei­ge zu zwingen.

Wahr­schein­li­cher ist, daß sie in einen blin­den Akti­vis­mus mün­den wer­den, der vor allem dem Zweck hat, das gebrems­te Macht­stre­ben der Akti­vis­ten wie auch ihre Ohn­machts­ge­füh­le gegen­über dem pla­ne­ta­ren Mons­trum “Kli­ma­wan­del” psy­cho­lo­gisch zu kom­pen­sie­ren (Kac­zyn­ski wür­de hier von einem fehl­ge­lei­te­ten “power pro­cess” sprechen ).

– – –

Mar­tin Licht­mesz hat zuletzt gemein­sam mit Mar­tin Sell­ner ein Kapla­ken-Bänd­chen ver­öf­fent­licht: Bevöl­ke­rungs­aus­tausch oder Gre­at Reset. Eine Jus­tie­runghier ein­se­hen und bestel­len.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (35)

kikl

29. Juni 2022 09:11

Es ist wissenschaftlicher Größenwahn, zu behaupten, den Klimawandel voraussagen zu können. Dazu ist das Klima ein viel zu komplexes System. 

Die Klimasekte glaubt dem Spruch "Follow the science" und hat "die Wissenschaft" zur unbestreitbaren Autorität mit gottgleichem Wissen erhoben. Dabei ist nichts unwissenschaftlicher als der unkritische Glaube an Autoritäten.

Was die lieben Kinder nicht wissen, ist, dass die Absorption von von der Erdoberfläche emittierter Wärmestrahlung im Absorptionsspektrum  von CO2 durch die Atmosphäre bereits weitgehend gesättigt ist. Mehr als 100% kann die Atmosphäre nicht absorbieren, egal wie viel CO2 die Atmosphäre enthält. Ferner führt der erhöhte CO2-Gehalt zu einer verstärkten Abkühlung durch "radiative cooling". Genau wie die Atmosphäre kühlt sich die Herdplatte ab, wenn sie glüht.

Der Effekt wurde in der Mesosphäre gemessen. Hier die Fachpublikation aus dem "Journal of Atmospheric and Solar-terrestrial physics":

"Mesosphere is cooling at 1–2 K per decade due to greenhouse gas increases."

Deshalb ist die Weltuntergangstheorie aus meiner Sicht nicht plausibel.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1364682621001085/pdfft?md5=6a775ea947364de1c89a9fc7d38051e1&pid=1-s2.0-S1364682621001085-main.pdf

Laurenz

29. Juni 2022 09:31

Bei einer Vergabe an private Investoren zur Erneuerung des Stromnetzes, die ohne Inflation, mindestens eine Rendite von 7-9% per anno erwirtschaften wollen, sind die Folgekosten für die meisten Verbraucher in Deutschland unerschwinglich. Dieser Artikel zeigt sehr genau, aufgrund der aktuellen politischen Weltlage, welche Staaten sich aktuell die Versorgungssicherheit fossiler Energieträger für die nächsten Jahrzehnte sichern. Wir gehören nicht dazu. https://www.cashkurs.com/anleihen-und-devisenwelt/beitrag/finanzmaerkte-nervoes-g-7-neue-sanktionen-russland-zahlungsausfall-dihk

Das ist auch nicht aufzuhalten. 4 Milliarden Asiaten, also die Hälfte der Erdbevölkerung, & andere wollen ähnlich leben wie wir. Von daher ist es völlig unerheblich, was wir tun. Anstatt Geld in sinnvolle Technik zu investieren, wird in bereits gescheiterte Projekte investiert.

Deutschland hat noch für über 1k Jahre Kohle im Boden. Die Deutschen haben also 1k Jahre Zeit, sich zu überlegen, was sie machen, wenn die Kohle alle ist.

Mitleser2

29. Juni 2022 09:33

"Akzeptiert man diese Analyse, dann führt kein Weg daran vorbei, daß nur eine radikale Änderung des Konsumverhaltens, der Bedürfnisse und des Lebensstils von Milliarden von Menschen diesen Zerstörungsprozeß aufhalten oder zumindest bremsen kann."

Wenn man dieser These zustimmt, landet man doch letzlich bei WEF-Schwab und einer irgendwie gearteten Eugenik. Die Alternativen, die ML dann beschreibt, sind ja teils noch radikaler.

Die Bevölkerungszahl des Planeten ist das Hauptproblem, und die lässt sich nicht durch Konsumverzicht und Reduzierung der Bedürfnisse ändern. Das Thema Geburtenkontrolle etc. ist aber weitgehend tabu. Insofern fehlt mir, was uns ML eigentlich sagen will.

Gotlandfahrer

29. Juni 2022 09:52

Mit der Sesshaftwerdung fing das Problem offenbar an, aus ihr folgte das "macht Euch die Erde Untertan". Denn Kraft seines Geistes tritt der Mensch mit einem Bein aus der Natur heraus, auf die sich erhebende Plattform der Technik und muss zusehen, bei dem Spagat nicht zerrissen zu werden. Aber notfalls bleibt der Absprung zurück in die Natur. 

Maiordomus

29. Juni 2022 10:31

Befasse mich seit dem Anhören einer Vorlesung zur Methodik des franz. Kulturhistorikers Fernand Braudel von 1970 mit Geschichte d. Meteorologie u. Pandemien, weil diese Befunde für wissenschaftliche Geschichtsbetrachtung leitend bleiben. Sammelte in 5stelligem Ausmass solche Dokumente über Alpenraum, zB.Walserwanderungen, ohne welche Erschliessung des Gotthards und damit Basis der Schweizergeschichte undenkbar wäre; sogar Geschichte der Johanniter und Deutschritter incl. Kreuzzügen hängt mit Klimawandel zusammen. Eine rechtsgeschichtliche Errungenschaft der Hexenprozesse bleibt Beharren auf strafwürdiger Verantwortung des Menschen für Wetter u. Klima, gemäss der Sintflutgeschichte biblisch begründet. Wir sollten verstehen, dass Klimaglaube seit ersten Belegen für Wettergötter für Religion wesentlich ist, ev. in dieser Eigenschaft dem Frieden zuliebe öffentlichrechtlich wie andere Kirchen zu anerkennen, jedoch unter Vorbehalt der Glaubensfreiheit mindestens auf dem Niveau der US-Verfassung. Dass ich mit 52 Jahren Beschäftigung mit historischer und aktueller Meteorologie sicher mehr Detailwissen habe als Greta, ändert nichts daran, dass sie ernst zu nehmen ist, wohingegen unsereiner als "alter weisser Mann" in Erinnerung an unsere Machmissbräuche angehalten ist, ruhig zu bleiben. 

Sixtus

29. Juni 2022 10:35

"Ich bin Agnostiker, was den "menschengemachten Klimawandel" angeht.": Ich finde es wenig zielführend, wissenschaftliche Erkenntnisse einfach aus Prinzip abzulehnen oder zu leugnen, wie das viele im rechten Spektrum sehr lange taten oder immer noch tun. Ein rationaler Umgang mit dem Thema ist durchaus möglich, vgl. Bücher wie "Apocalypse Never" oder "Unsettled: What Climate Science Tells Us, What It Doesn't" etc. Man kann ja z. B. AKW-Befürworter sein, wie die AfD das offensiv macht, gerade, weil man einen signifikanten menschlichen Anteil am Klimawandel als gesichert akzeptiert.

Franz Bettinger

29. Juni 2022 10:40

Man stelle sich das Gegenteil vor: Eine Eiszeit stände bevor. (Das hat man uns in den 60-ern einreden wollen.) Das, ja das würde mir ein paar senkrechte Falten auf die Stirn zaubern. Seltsam, dass einem die Berufslügner nicht davor Angst machen. Diese Variante von Lüge wäre weit vielversprechender (für deep state), Furcht einflößender (für die Menschen) und besser begründbar.

Franz Bettinger

29. Juni 2022 11:02

"Demnach hätten die globalen C-Massenimpfungen das Ziel, Mio Menschen zu töten oder zumindest unfruchtbar zu machen. So gesehen war die Ausbeute bisher jedoch eher mager.“ Wieso? Das statist. Bundesamt Wiesbaden verzeichnet etwa ab dem 9. Monat nach dem Beginn des Impfterrors einen drastischen Abfall der Geburtenzahlen in D. Und das ist erst der Beginn, sage ich voraus! Hier die Graphik: ... Hm, geht wohl nicht.

ML: In Relation zur Weltbevölkerung oder auch nur zur Bevölkerung Deutschlands ist das ein Klacks.

Franz Bettinger

29. Juni 2022 11:09

@Sixtus: Sie berufen sich auf die Wissenschaft? Kennen Sie die denn? Nennen Sie die angeblichen Erkenntnisse! Es wird ein Vergnügen sein, diese zu zerpflücken. Es tut mir jetzt schon leid für meine Gegner, dass ich bei dem Thema Klima wieder häufiger hier kommentieren werde, falls man mich lässt.

Maiordomus

29. Juni 2022 11:36

@Sixtus. Es gab und gibt über den Klimawandel gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse, die ich seit 52 Jahren sammle, damals noch unter der nicht wissenschaftlich gesicherten Annahme einer künftigen Eiszeit. Es gibt auch einen Konsens der Wissenschaftler, wobei jedoch hier Mehrheit nicht mit Wahrheit gleichzusetzen ist. Der Protestant bzw. Evangelische Kepler erhielt Ende 17. Jahrhunderts von hochgebildeten Glaubensbrüdern den Auftrag, die Kalenderreform von Papst Gregor von 1582 im Sinne des Protestantismus und der Orthodoxie zu "widerlegen". Ein Auftrag, mit dem er wie unsere Klimaforscher gutes Geld hätte verdienen können. Brachte ihn in Verlegenheit, verschaffte ihm einen Platz zwischen Stühlen und Bänken sowie Ausschluss vom Abendmahl. Selber konnte ich mich als einer von 3 Experten mal nicht durchsetzen, dass ein "Klimaleugner", später Ing. ETH, für seinen Abituraufsatz eine ungenügende 3 erhielt, wohingegen ein gleich schlechter Aufsatz mit vorweggenommener Gretapanik 2 Noten besser dastand. Noch was: "96% Meteorologen" sind möglicherweise nicht auf Spitzenniveau über "Logik der Forschung" u. Theoriekritik geprüft worden, wonach gemäss Popper selbst Darwin ein "metaphysisches Forschungsprogramm" sei. Man muss absolute Spitze sein, bis man endlich "weiss, dass ich nichts weiss"; ich akzeptierte letzteres Zitat nie als Ausrede für eine methodisch und logisch schlechte Philosophieprüfung!

Gotlandfahrer

29. Juni 2022 11:53

@Sixtus

Mit dem agnostischen Bekenntnis hat ML noch recht diplomatisch die Nachreichung wissenschaftlicher Belege zum menschengemachten Klimawandel und seiner katastrophalen Folgen offengehalten.  Man hätte, Zeit und Lust vorausgesetzt, den Worst Case Computermodell Hokuspokus auch mit den vor einigen Jahren in den Naturwissenschaften noch als Selbstverständlichkeit geltenden Methoden des Falsifikationismus vom Tisch wischen können.  Stattdessen schafft es der Frankfurter Schulfrass selbst erkenntnistheoretische Resteilande mit seinem Missdeutungsmüll zu überspülen.  Wann kommt sie denn endlich, die Meeresspiegelerhöhung?  Nie wieder mit Holland zur WM, das wär doch was!

RMH

29. Juni 2022 12:09

@Franz Bettinger,

mit der Erderwärmung lässt sich aber besser die Migration von Süd nach Nord begründen - blöd nur, wenn die Polkappen schmelzen sollten, wird einiges vom Norden unter Wasser stehen.

tearjerker

29. Juni 2022 12:13

Alles nur ein politisches Instrument um Zugriff auf wirtschaftliche und militärische Ressourcen zu erlangen und Räume und Personen zu kontrollieren. Wer sich in Diskussionen um vom Feind gesetzte Begriffe begibt, wird das Spiel niemals zu seinen Gunsten wenden.

Franz Bettinger

29. Juni 2022 13:16

Ich kann's kaum noch hören: Der Mensch sei ein böser Zerstörer, und er müsse sich ändern. Hat uns der Teufel das eingeredet oder die Pfaffen? Was ist nur mit uns los? Ich sehe das Gegenteil. Der Mensch ist ein Verbesserer, Verschönerer, ein Heger; er ist fleißig und guten Willens, das in aller erster Linie. Das ist meine Lebenserfahrung. Sorry, aber ich frag mich, wie verkrüppelt eine Seele sein muss, immerzu Schuld und Götter an die Wand malen zu müssen, um einen Sinn für sich zu sehen. Sei selbsttätig, greif zu, rede offen und steh zu deinen Überzeugungen! Alles fängt bei einem Selbst an. Das Kleine führt dann zum Großen. 

kommentar kubitschek
Da irren Sie sich gewaltig, werter Herr Bettinger. Natürlich ist der Mensch auch ein großer, ekelhafter, rücksichtsloser und blinder Zerstörer. Und dieses "beim Selbst anfangen", das kann nur äußern oder empfehlen, wer überhaupt die Zeit und die Ressource hat, sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Nemo Obligatur

29. Juni 2022 13:20

@Sixtus

"Ich finde es wenig zielführend, wissenschaftliche Erkenntnisse einfach aus Prinzip abzulehnen oder zu leugnen, wie das viele im rechten Spektrum sehr lange taten oder immer noch tun."

Da haben Sie absolut recht. Wissenschaft ist ein offener Prozess in dem Sinne, dass es immer eine bessere Erklärung für ein Phänomen geben kann als die bisherige. So wie es heute aussieht, kann man halbwegs sicher behaupten, dass sich a) das Klima ändert und b) der Mensch daran erheblichen Anteil hat. Vor allem das Tempo der Änderungen ist es dabei, das den Klimatologen die Sorgenfalten auf die Stirn zeichnet. Neue Erkenntnisse sind dabei aber jederzeit möglich.

Ich halte es mit dem Klimawandel übrigens ähnlich wie Pascal mit seiner Wette. Kann sein, dass der KW nicht menschengemacht ist, aber selbst wenn nicht, ist es bestimmt kein Fehler, die Natur zu schützen und die Ressourcen zu schonen. Der Verbrauch der Industrieländer (und schnell wachsender Großstaaten wie China und Indien) ist dabei das überwiegende Problem. Die Bevölkerung Afrikas wächst zwar rasant, aber sie verbrauchen nicht viel - mit der wichtigen Ausnahme der zunehmenden Ausbeutung und Zersiedelung ihrer Heimatstaaten. Am besten ist, man stoppt beides. Was ist an einem Leben in kleinen Häusern, von denen aus zur nahen Arbeit läuft, so schlimm? Wir haben alle viel zu viel Zeugs, werfen zu viel weg und reisen zu viel.

Franz Bettinger

29. Juni 2022 13:22

Prof. Fred Singer hat ein einleuchtendes Buch über den man-made climate hoax geschrieben. Und das schon, als Al Gore auf die Hebebühne stieg. In Singers Buch werden die klassischen Argumente (CO2 / T°, the Hockey Stick, Wärmeinseln voller Wärmefühler, Kälteinseln aber ohne, Meeresspiegel, Eisbohrkerne, Sedimente, Sonnenaktiviät, Milankovic-Zyklen) wunderbar auseinandergenommen, neu sortiert und wieder zusammengesetzt, bis es Sinn machte.   

Hartwig aus LG8

29. Juni 2022 13:30

@ ML

""... dann führt kein Weg daran vorbei, daß nur eine radikale Änderung des Konsumverhaltens, der Bedürfnisse und des Lebensstils von Milliarden von Menschen diesen Zerstörungsprozeß aufhalten oder zumindest bremsen kann...."

Klimawandel hin oder her ... diese Passage von ML ist im Großen und Ganzen korrekt.

@ Laurenz

"" Deutschland hat noch für 1k Jahre Kohle .... ""

Na ja, wenn Kohle mal tatsächlich knapp auf dem Planeten wird, dann wird man uns diese Kohle streitig machen. Die Kohle gehört letztendlich dem, der sie erobern oder verteidigen kann.

@ Bettinger

""Man stelle sich das Gegenteil vor: Eine Eiszeit stände bevor.""

Wir leben zur Zeit in einem Eiszeitalter (Känozoikum). Das ist den allerwenigsten bewusst.

Und Tatasche ist, dass Homo sapiens in den mitteleuropäischen Breiten nur deshalb leben kann, weil er in der Lage ist, Feuer zu machen (heute ist es der Dreh am Thermostat). Alle hier lebenden Tiere mussten Überlebenstechniken entwickeln (Winterfell, Winterschlaf, Eingraben, Wegziehen ... ) ... und der Mensch beherrscht das Feuer.  Die sogenannte Heizperiode reicht von Mitte September bis Mitte Mai. Es wird in acht von zwölf Monaten geheizt.  Es ist also keineswegs zu warm, sondern immer noch zu kalt.

Nemo Obligatur

29. Juni 2022 13:40

Artikel von ML ist hervorragend. Eine Frage habe ich mir herausgeschrieben. Auf ihre Beantwortung wird es ankommen:

"Wie soll das tägliche Leben einer post-fossilen Gesellschaft aussehen?"

Genau darum geht es. Wer kontrolliert den Zugang zu den Ressourcen, wer installiert "das Wahrheitssystem"? Man wird den Menschen etwas bieten müssen für den Verzicht auf ewig steigenden Wohlstand. Sicherheit, einen sinnstiftenden Alltag, geistige Entfaltung. Also eben nicht Hariris Vorschlag der Drogen&Computerspiele. So etwas wird m.E. am ehesten in einem Nationalstaat verhandelbar sein, weil es ein größeres gemeinsames Interesse gibt. Vielleicht ist aber etwa der deutsche Staat hierfür rein physisch zu groß. Kleinere Staaten wie Dänemark oder die Schweiz sind in solchen Prozessen erfolgreicher. Irgendwer hat sogar mal ein Buch zum Lobe des Kleinstaats verfasst. Also eher Bayern oder Sachsen statt Deutschland als oberste staatliche Ebene.

Mit einer neuen Aristokratie, die im Elektromobil zur nächsten Dinnerparty fährt, während 99 % der Menschen am Straßenrand Müll sammeln, ist der Weg zu einem neuen 14. Juli kurz. Ohne Ironie: Das Gute am Kapitalismus heutiger Prägung ist, dass so viele daran teilhaben.

Carsten Lucke

29. Juni 2022 14:25

@ RMH

" Blöd nur, wenn die Polkappen schmelzen sollten, wird einiges vom Norden unter Wasser stehen. "

Verstehe ich nicht - der Meeresspiegel steigt doch dadurch nicht an.

Wenn Sie einen Eiswürfel in einem Glas Wasser schmelzen lassen, wird es doch auch nicht voller.

wbs47

29. Juni 2022 14:58

@ Nemo ...

"Am besten ist, man stoppt beides."

Wer ist "man" und wie stellen Sie sich das erfolgreiche "stoppen" ohne Totalitarismus vor?

Gotlandfahrer

29. Juni 2022 15:34

@ findet Nemo Obligatur:

Kann sein, dass der KW nicht menschengemacht ist, aber selbst wenn nicht, ist es bestimmt kein Fehler, die Natur zu schützen und die Ressourcen zu schonen.

Das ist das Selbstimmunisierungsargument der Anti-industriellen (findet sich z.B. bei Uwe Kling, dem Schöpfer des kommunistischen Kängurus). Tatsächlich ist dies natürlich überhaupt kein Argument, denn wenn der KW nicht menschengemacht ist, folgt daraus noch lange nicht, dass die auf dieses Nichtziel ausgerichteten Massnahmen wenigstens Natur oder Ressourcen schonen.  Habe jüngst ein Bild gesehen, auf dem die sich vom Wind abschleifenden Windradflügel mangels Entsorgungskapazität zu tausenden vergraben werden.  Vom schlechten Witz der E-Mobilität mal ganz abgesehen. Die Erzählung von der Klimaschuld (insbesondere natürlich der Deutschen) ist keinesfalls schlimmstenfalls nur unschuldig-unschädlich, sondern dient der gezielten Zersetzung unserer Lebensgrundlagen, die im übrigen einhergeht mit andersartigen Angriffen auf uns mit dem gleichen Ziel. Ich halte nicht einmal das "Überbevölkerungsproblem" für erwiesen, allenfalls das Problem der Ungleichzeitigkeit industrieller Teilhabe von Völkern und ihrer hierfür erforderlichen kulturellen Kompetenz.  Der Plastikmüll wird ja nicht in Husum ins Meer gekippt und kriminelle Korruption zu Lasten von Mensch und Umwelt in Angola setzt immer voraus, dass Korruption in Angola stattfinden kann.

Umlautkombinat

29. Juni 2022 15:39

"Verstehe ich nicht - der Meeresspiegel steigt doch dadurch nicht an."

Nur richtig fuer den Nordpol. Festlandbasiertes Eis gibt aber beim Schmelzen ein Mehr im Meer. Die Antarktis wuerde sich schon sehr deutlich bemerkbar machen.

Aber ja: "die Polkappen", ist eine oft zu lesende Unueberlegtheit (oder je nach Intention auch bewusste Uebersteigerung).

Mitleser2

29. Juni 2022 15:58

@Nemo Obligator: "Die Bevölkerung Afrikas wächst zwar rasant, aber sie verbrauchen nicht viel ..."

Einwohner Kairo 21 Mio, Lagos 15 Mio, Kinsasha 15 Mio, Luanda 9 Mio, etc etc.

Die verbrauchen schon was. Kennen Sie den Verkehr in Lagos? Und die Verstädterung nimmt zu. Mit Subsistenzwirtschaft geht da wenig. Die Bevölkerungszunahme ist das Problem. Thematisiert wird aber nur der angebliche Klimawandel.

Asenpriester

29. Juni 2022 16:31

Herbert Gruhl meinte, daß in der Forschung Grenzen gesetzt werden müssen, wie das Tabu der Spaltung der Atomkerne und die Manipulierung der Zellkerne. Ich, im Umfeld der Herbert-Gruhl-Gesellschaft, fragte 1993 H. G. einmal zu seinem letzten Buch „Himmelfahrt ins Nichts“, daß sich die menschliche Zivilisation vielleicht nur noch 50 Jahre halten könnte – und er meinte : Da haben Sie aber noch sehr viel Zeit gegeben. Heute weiß ich, dass er damit Recht hatte.

Asenpriester

29. Juni 2022 16:57

Das Problem der Rechten und Konservativen besteht darin, daß sie das Thema ganzheitliche Naturkreisläufe / Ökologie und Heimatschutz immer ignoriert haben, so wie es der konservative Ökologe Herbert Gruhl 1975 schon formuliert hatte. Die Gründung der sonstigen politischen Vereinigung - Die Grünen – 1980 erfolgte, aus heutiger Sicht betrachtet, nur von ‚rechts-außen-Aktivisten‘, wie Herbert Gruhl, Baldur Springmann und Ursula Haverbeck (Colegium Humanum, welches später einfach verboten wurde, Ursula H. und ihr Mann saßen später sogar im Ökologischen Rat der ÖDP mit den Anti-Atom Prof. Kaminski usw.) Heute will sich niemand mehr mit solchen Persönlichkeiten schmücken.

Ökologie geht nur von Rechts! Die heutigen sexistischen Grünen haben das Umweltthema derart mißbraucht und in den Dreck gezogen, so daß von den Rechten kaum noch jemand davon interessiert ist. Fatalerweise sind einige gravierende Fehler, wie der CO2 -Schwindel vom Club of Rome ungeprüft übernommen wurden, indem dieses ungiftige Gas einfach zu den anderen, wie SO2 dazu gezählt wurden.

Carsten Lucke

29. Juni 2022 17:13

@ Umlautkombinat

Danke - ist klar und leuchtet ein! Hatte nur den Nordpol bedacht. Lag halt näher, ha.

 

Nemo Obligatur

29. Juni 2022 20:38

@ Gotlandfahrer

"Habe jüngst ein Bild gesehen, auf dem die sich vom Wind abschleifenden Windradflügel..."

Das ist nun auch wieder ein gedanklicher Kurzschluss. Aus der Forderung, Ressourcen zu schonen, folgt ja noch lange nicht die Förderung der Windenergie oder der Elektromobilität. Ein entschlossenes "Genug!" wäre die Parole der Stunde, besser noch ein "Weniger!".

Die Fragen von

@wbs47 sind allerdings nur zu berechtigt. ("Wer ist man und was heißt "stoppen"). Mir fällt dazu aus dem Stand auch nicht viel Schlaues ein. "Weiter so" und "Nichtstun" sind allerdings auch keine wirkliche Option.

@Mitleser2: In Afrika war ich nicht und verspüre auch keinen Drang dazu. Aber die Statistiken über Einkommen, Konsum und Ressourcenverbrauch sprechen eine klare Sprache. Der Löwenanteil wird in den Industrieländern, neuerdings in China und demnächst in Indien verbraucht. Hier finden Sie einen entsprechenden Link zu den CO2-Emissionen. Ich stimme auch völlig mit Ihnen darin überein, dass das Bevölkerungswachstum in weiten Teilen der Welt ein Problem darstellt. Aber es ist sicher nicht das einzige und vermutlich nicht das größte.

Imagine

30. Juni 2022 00:51

1/2

Die Öko-Frage ist zweifellos eine wichtige, aber für die Zukunft der Menschheit eine sekundäre Frage.

Denn der Gesellschaftsprozess geht in Richtung Zivilisationszusammenbruch und barbarische Despotie.

Das primäre Ziel der Oligarchen ist, ihre Herrschaft und das System zu erhalten, welches sie reicher und mächtiger macht.

Das gelingt ihnen durch ihre Politik gegenwärtig noch. Denn die Reichen, insbesondere die Superreichen, werden reicher und mächtiger.

Jedoch haben sie die Demokratie und den Rechtsstaat zu Fassaden gemacht, so dass die große Mehrheit der Bevölkerung sich nicht mit zivilen Mitteln gegen die herrschende Politik wehren kann, durch die sie entrechtet und ärmer werden.

Diese Politik wird zu einem Zusammenbruch der zivilisatorischen Matrix und in eine Menschheitskatastrophe führen, so wie dies in Europa beim WKI und WKII der Fall gewesen war.

Es wird für die kapitalistischen Gesellschaften kein Happy End geben, sondern der Prozess geht erneut - wie letztes Jahrhundert - in Richtung Zivilisationszusammenbruch und barbarische Despotie.

Genau dies meint Robert Kurz, wenn er von der kapitalistischen Gesellschaft als der größten Selbstmordsekte der Weltgeschichte spricht.

Imagine

30. Juni 2022 00:52

2/2

Es gibt im Empire keine gesellschaftlichen Kräfte mehr, welche über Willen und Macht zu einem revolutionären Kurswechsel verfügen.

Zu mehr als ineffektiver Symbolpolitik sind heute die oppositionellen Aktivisten nicht in der Lage.

Für das herrschende Establishment gibt es keine roten Linien mehr. Die individuellen Freiheitsrechte werden genauso wenig gewahrt wie die körperliche Unversehrtheit und die Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Das zeigt das Corona-Szenario.

eike

30. Juni 2022 04:51

Herr Lichtmesz weiß offenbar nicht so recht, wie er sich angesichts der Bevölkerungsexplosion positionieren soll.

Einerseits wird das
"Übervölkerungsargument ... häufig für den Klimaschutz in Stellung gebracht" und "taucht heute in etlichen “Verschwörungstheorien” auf",
andererseits
"ändert das nichts an der Tatsache, daß die ... dramatisch angestiegene Bevölkerung des Planeten massive ökologische, wirtschaftliche und politische Folgen hat"

Dann wird das 'Übervölkerungsargument' also offenbar doch zu Recht in Stellung gebracht?

ML: Ja, wird es. Keine Sorge, ich weiß genau, wie ich mich positioniere.

Die selbst ohne Migration hoffnungslos übervölkerten Europäer antworten mit der Einschränkung ihres Lebensraums instinktiv mit der Reduzierung ihrer Nachkommen - eine höchst vernünftige Entscheidung, die fast alle Umweltprobleme lösen würde, wenn nicht wahnsinnige Politiker sie durch Drittweltimporte zunichte machen würden.

Um das klar darzustellen brauchen wir weder Klubs in Rom noch in Davos, weder Fossilien wie Gruhl, noch Black Rock, Schwab, Malm, oder andere Schaumschläger.

Wir müssen die Übervölkerungsschraube in Europa zurückdrehen: das größte Umweltproblem ist die Drittweltinvasion.

 

 

Grobschlosser

30. Juni 2022 05:26

Glück bedeutet nicht : europäischer Konsum für Asien und Afrika .

wenn 80 Mio. Deutsche mit dem 911er unterwegs sind ist das für mich ok - wenn die Bettelwerbung im TV meine Kohle für noch mehr Kinder in Afrika einfordert denke ich an die nächste Reserveübung .

 

Ich brauche keine Theorie um meinen Lebensstil zu verteidigen - nur eine gute Bewaffnung . Und nein : wir müssen den Asiaten nicht mit deutscher Technik hochpäppeln - das glauben nur VWL Schwachköpfe die zu oft in Schanghai waren um dort den Transrapid zu bewundern . Ich brauche China nicht - und ich brauche auch keinen Afrikaner . 

eike

30. Juni 2022 05:29

Klassische Einwanderungsländer waren die USA, Canada, Australien, Neuseeland, Brasilien, vielleicht Chile. Länder ohne Umweltprobleme. Die meisten sind es nicht mehr.

Das übervölkerte Rumpfdeutschland, vulgo 'BRD', zum Einwanderungsland zu machen, ist die wahnsinnigste Idee deutscher Politiker seit Jahrhunderten, mindestens seit der Anbiederung an Napoleon.

Wenn die AfD es nicht schafft, das ihren Wählern als Umweltproblem klarzumachen, wird sie in ihrem Europaresolutionszoff und Unvereinbarkeitslistenzirkus untergehen.

 

Utz

30. Juni 2022 06:43

Es gibt nur ein Problem, und das ist die Überbevölkerung. Selbst wenn die Länder in Afrika noch einen relativ kleinen ökologischen Fußabdruck haben, die Menschen dort wollen ja nicht daß das so bleibt, sie wollen unseren Lebensstandard. Wer behauptet wir könnten unseren Lebensstandard halten und mit grüner Technologie auch noch dafür sorgen, daß alle Völker der Erde dahin kommen, wo wir schon sind, der lügt. Egal wie man zum Klimawandel steht, ist es auch aus anderen Gründen, nicht sinnvoll, mit immer mehr Menschen immer mehr zu verbrauchen. Ein erster Lösungsansatz wäre auf jeden Fall damit aufzuhören Entwicklungshilfe an Länder zu zahlen, die keine Anstrengungen unternehmen ihre Geburtenzahlen zu kontrollieren.

Andrenio

30. Juni 2022 07:14

James Corbett und nicht Stephen heißt der wohl wichtigste Blogger derzeit, ein wahrer Aufklärer.

ML: Hoppla! Keine Ahnung, wie mir der "Stephen" in den Kopf kam.

Auf einer Akademie nannte ich seinen Namen und meine Nachbarin drehte fast durch, dass ich „der Erste und Einzige sei, der ihn im Umfeld von Schnellroda kenne“.

Er behandelt nicht nur Themen wie den Klimahoax, sondern ist auch geschichtsrevisionistisch aktiv. Seine Serie über den Ersten Weltkrieg ist unübertroffen. Ich weiß von ihm persönlich, dass er seitdem an einer über die wahren Zusammenhänge zum Zweiten arbeitet. Das COVID-Thema kam dazwischen.

Natürlich glaubte er vom ersten Tag an eine Plandemie.

Zu Kubitschek: Vor Jahren stand ich auf der Vorcordillere und sah die Smogwolke über Santiago de Chile. Da kam der Gedanke, dass es ein Segen sein könnte, dass sich die Menschen freiwillig so verdichten. Dadurch bleiben 99% der Restfläche unberührt.

Grobschlosser

30. Juni 2022 10:15

wie wunderbar eine multikulturelle Gesellschaft funktioniert lässt sich in Brasilien gut beobachten. Spaß beiseite : die Großstädte in Brasilien sind kriminelle Dreckslöcher und wer jemals versucht hat eine paramilitärisch gesicherte Touristenanlage für einen Ausflug in die Umgebung zu verlassen wird schnell erkennen : hier funktionier GAR NICHTS . Grundeigentümer haben eigene ,kleine Armeen , Indios werden massiv bedroht ,verfolgt und von den Nachkommen afrikanischer Sklaven und Einwanderer ermordet.Ein hamburger Bäcker und Überlebensspezialist hat bereits vor über 30 Jahren über die Zustände in Brasilien berichtet.China produziert Soja in Bras.d.h.: chinesische Triaden beinflussen die bras.Innenpolitik ; sofern die Ernährung der VR China von der Stabilität der bras.-chin. Beziehungen abhängt wird China keine Sekunde zögern einen eu-Akteur schachmatt zu setzen sollte dieser Versuchen die chin. Agrarwirtschaft in Südamer. zu beschränken . Es sind halt die "Sachzwänge". Oder man isoliert China und sagt : ab morgen nur noch 1,1 Mrd. aber der Zug ist wohl 1980 abgefahren . 

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