Die Ökonomie der Aufmerksamkeit – Teil 1/4

Wenn wir die Ökonomie der Aufmerksamkeit verstehen und mit den richtigen Methoden angehen, können wir in die Offensive gehen und selbst bestimmen, wie über uns geredet wird. Erik Ahrens führt in einer vierteiligen Artikelserie in die Techniken der Aufmerksamkeit ein, mit denen wir in Zukunft auch ohne staatliche Gelder sichtbar bleiben und mit unseren eigenen Narrativen die Öffentlichkeit beherrschen.

Teil 1: Mut zur Provokation

Wie erreicht man Auf­merk­sam­keit, wenn alle gro­ßen Medi­en einen unsicht­bar machen wol­len? Die­se Fra­ge beschäf­tig­te mich, als ich im Juni 2023 mit Maxi­mi­li­an Krah in einem Vor­zim­mer nahe Ber­lin stand und die Han­dy­ka­me­ra auf ihn hielt. Mit begrenz­ten Mit­teln muß­ten wir mög­lichst gro­ße Wir­kung erzie­len, denn Krah war auf­grund einer frak­ti­ons­in­ter­nen Intri­ge sus­pen­diert wor­den und hat­te dar­um kei­ne Gel­der zur Verfügung.

Also muß­ten wir uns etwas Krea­ti­ves aus­den­ken, mit kei­nem ande­ren Equip­ment als einem Han­dy und einem Ansteckmikrophon.

Wel­che The­men beschäf­ti­gen die Leu­te, wor­auf reagie­ren sie? Ich wuß­te von mei­nem eige­nen Twit­ter-Pro­fil, daß man mit pro­vo­kan­ten Bot­schaf­ten zum The­ma Bezie­hun­gen & Sexua­li­tät gro­ße Reso­nanz erzeu­gen kann. Immer öfter liest man von Stu­di­en, die bele­gen, daß jun­ge Frau­en lin­ker wer­den und jun­ge Män­ner rech­ter. Rech­ten wird daher vor­ge­wor­fen, „Incels“ zu sein, also kei­ne Freun­din fin­den zu kön­nen. Gewis­ser­ma­ßen wird die Dro­hung mit Sex- und Lie­bes­ent­zug somit als Druck­mit­tel gegen rechts verwendet.

Gleich­zei­tig wer­fen Rech­te den lin­ken Män­nern vor, schwach zu sein und ihre Männ­lich­keit ver­lo­ren zu haben – das Bild vom Soja­milch trin­ken­den Sof­tie ohne Kampf­geist. Jede Äuße­rung zu die­sem heik­len The­ma trifft die Men­schen per­sön­lich in ihrem Intim­be­reich, erregt die Gemü­ter und Gefühle.

Ich wuß­te also: Wenn wir in die­sen Bereich gehen, erhal­ten wir Reso­nanz. Und zwar gro­ße Reso­nanz, die wei­ter über das Poli­ti­sche hin­aus­geht. Das hat­ten wir auch schwer nötig, denn die Medi­en ver­folg­ten im Vor­feld zur Lis­ten­auf­stel­lung eine neue Stra­te­gie: Anstatt Krah öffent­lich zu dämo­ni­sie­ren, wie sie es mit Höcke und ande­ren AfD-Spit­zen­leu­ten seit Jah­ren ver­su­chen, gaben sie dem Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten ein­fach über­haupt kei­ne Büh­ne. Der Name „Krah“ wur­de fast nie genannt, sein Gesicht nicht gezeigt. Es war ein Kar­tell des Schwei­gens, das her­vor­ra­gend mit der frak­ti­ons­in­ter­nen Intri­ge zusam­men wirk­te – gera­de­so als hät­te man sich abge­spro­chen, Krah mit Nach­druck aus der Öffent­lich­keit herauszuhalten.

Man woll­te dem intel­lek­tu­ell fähi­gen und schlag­fer­ti­gen AfD­ler kei­ne Büh­ne geben, also ver­such­te man, ihn unsicht­bar zu machen. Doch mir fiel eine Metho­de ein: Ich wuß­te, wie man es schaf­fen kann, gegen den Wil­len der „Gate­kee­per“ in den Fokus der Auf­merk­sam­keit zu gelan­gen. Denn ich hat­te es selbst bei ande­ren beob­ach­tet. Also schlug ich Maxi­mi­li­an Krah eini­ge Sät­ze vor, die er in die Kame­ra sagen und dann etwa eine Minu­te frei dazu spre­chen wür­de. Ich hielt die Kame­ra hoch und star­te­te die Aufnahme.

Acht Wochen spä­ter titel­te SPIEGELONLINE: „Maxi­mi­li­an Krah: AfD-Spit­zen­kan­di­dat gibt Dating-Tipps“. Unser Tik­Tok-Video hat­te es auf die Start­sei­ten meh­re­rer gro­ßer deut­scher Medi­en geschafft, inklu­si­ve Namen und Bild von Krah.

Die ers­ten Sät­ze lauteten:

Jeder drit­te jun­ge Mann in Deutsch­land hat­te noch nie eine Freun­din. Du gehörst dazu? Schau kei­ne Por­nos! Wähl nicht die Grü­nen. Geh raus an die fri­sche Luft.

Kurz dar­auf der Knaller:

Ech­te Män­ner sind rechts!

Damit hat­ten wir das erreicht, wor­um es auf der Platt­form geht: Die meist jun­gen Nut­zer scrol­len end­los durch ihren „Feed“ und blei­ben nur dann hän­gen, wenn etwas wirk­lich Inter­es­san­tes ihre Auf­merk­sam­keit ein­fängt. Mit der Kom­bi­na­ti­on aus seriö­sem Poli­ti­ker im Anzug, per­sön­li­cher Anspra­che und pro­vo­kan­ter The­se hat­ten wir es geschafft, bei über einer Mil­li­on von ihnen. „Ech­te Män­ner sind rechts“ wur­de zur iko­ni­schen Aus­sa­ge von Krah.

Natür­lich taten die Medi­en uns den Gefal­len erst nach Krahs Wahl zum Spit­zen­kan­di­dat der AfD zur Euro­pa­wahl 2024. Pünkt­lich am Tag nach sei­ner Wahl kamen die Arti­kel, in denen sie ihn als schlüpf­ri­gen Dating-Coach dar­stel­len woll­ten. Aber sie hat­ten das Ent­schei­den­de nicht ver­hin­dern kön­nen: Die Vide­os, von denen „Ech­te Män­ner sind rechts“ nur eines der erfolg­reichs­ten war, hat­ten in den Wochen zuvor ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum erreicht, außer­halb der AfD und dar­um natür­lich auch innerhalb.

In den sozia­len Medi­en und auch in den Chat­grup­pen von Par­tei und Vor­feld wur­den die kon­tro­ver­sen Bot­schaf­ten rege dis­ku­tiert. Die­se Reich­wei­te hat­te dem Namen Maxi­mi­li­an Krah zusätz­li­ches Gewicht ver­lie­hen – undenk­bar, dass man ihn wei­ter hät­te igno­rie­ren können.

Und im Zuge der Kon­tro­ver­se kamen auch die weni­ger bri­san­ten, kla­ren poli­ti­schen State­ments zur Wir­kung: „Wir wis­sen, wer Nord Stream gesprengt hat“ oder „Ein­wan­de­rung löst nicht den Fach­kräf­te­man­gel“ wur­den hun­dert­tau­send­fach geschaut und stie­ßen auf gro­ße Zustimmung.

Wir sehen an die­sen Erfol­gen, dass die alten Medi­en ihr Mono­pol auf die Auf­merk­sam­keit ver­lo­ren haben. Wir konn­ten mit Ein­falls­reich­tum und Mut ihre Über­macht ein Stück­weit zurück­drän­gen und Auf­merk­sam­keit errei­chen, wo sie die­se ent­zie­hen wollten.

Und wir sind damit nicht allei­ne: Bereits seit Jah­ren stei­gen iden­ti­tä­re Akti­vis­ten auf Dächer, sen­den rech­te Influen­cer in Streams und You­Tube-Vide­os ihre Bot­schaf­ten aus, tre­ten AfD-Poli­ti­ker wie Roger Beck­amp mit gro­ßem Erfolg und fri­schen Ideen in eige­nen For­ma­ten auf. Unse­re Tik­Tok-Offen­si­ve stell­te den nächs­ten Schritt in die­ser Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der rech­ten Medi­en­ar­beit dar.

Der alte Glau­ben, dass die gro­ßen Medi­en­häu­ser mit ihren staat­li­chen Gel­dern und künst­lich auf­recht­erhal­te­nen Auf­la­gen ent­schei­dend sind, kann nun über­wun­den wer­den. Heu­te wird man nicht mehr zwangs­läu­fig groß und bekannt, weil man in eine ARD-Talk­show ein­ge­la­den wird. Umge­kehrt kann man sich mit ein­fa­chen Mit­teln selbst eine gro­ße Reich­wei­te auf­bau­en, wodurch die Medi­en irgend­wann gezwun­gen wer­den, über einen zu berichten.

Aber was ist mit der Zen­sur in den sozia­len Medi­en? Ist es nicht so, dass rech­te Kanä­le und Pro­fi­le gesperrt wer­den, sobald sie eine gewis­se Rele­vanz errei­chen? Daß gro­ße Twit­ter-Kon­ten und You­Tube-Kanä­le einen „Shadow­ban“ erhal­ten, sodaß man sie nicht mehr ein­fach fin­den kann?

All dies ist zu einem gewis­sen Grad wahr, aber die Wir­kung der Zen­sur nimmt ste­tig ab. Ein Bei­spiel: Bereits 2022 wur­den offi­zi­el­le AfD-Kon­ten auf Tik­Tok grund­los gesperrt. Doch die schie­re Mas­se an AfD-Fans, die ein­fach wei­ter­hin Vide­os ver­öf­fent­lich­ten, sowie pro-rech­ten Influen­cern und Meme-Künst­lern konn­te das Momen­tum pro­blem­los aufrechterhalten.

Die AfD sowie die rech­te „Bubble“ blie­ben die stärks­te poli­ti­sche Kraft auf der Platt­form. In die­sen Reso­nanz­raum konn­ten wir im Som­mer 2023 mit unse­rer Tik­Tok-Offen­si­ve sto­ßen, und seit­dem hat sich das Feld um vie­le wei­te­re rech­te Accounts mit hohen Zuschau­er­zah­len erwei­tert. Eine ech­te Bewe­gung läßt sich nicht auf­hal­ten; Däm­me kön­nen ein­zel­ne Wel­len auf­hal­ten, aber kei­nen Tsunami.

Bin ich leicht­sin­nig, weil ich die­se Anlei­tung hier öffent­lich beschrei­be? Wenn die Metho­de so gut funk­tio­niert, war­um soll­ten unse­re Geg­ner sie dann nicht auch ver­wen­den? Die Ant­wort: Sie ver­su­chen es bereits.

Etwa seit dem Herbst 2023 fin­gen die Alt­par­tei­en an, genau unse­re Tik­Tok-Metho­de nach­zu­ah­men. Plötz­lich tauch­ten Vide­os im sel­ben Stil, den Maxi­mi­li­an Krah und ich eta­blier­ten, auch von ande­ren Poli­ti­kern auf. Fried­rich Merz, Robert Habeck, Anna­le­na Baer­bock und sogar Karl Lau­ter­bach ver­su­chen offen­bar, unse­re Metho­de nach­zu­ma­chen: Stei­le Aus­sa­ge zu Beginn, gute Kom­po­si­ti­on mit Span­nungs­bo­gen und Musik über den Lauf des Videos.

Nur: Die­se Poli­ti­ker kön­nen weder stei­le Aus­sa­gen for­mu­lie­ren, die die Auf­merk­sam­keit ein­fan­gen, noch ein inter­es­san­tes Video kom­po­nie­ren. Die Zuschau­er­zah­len der Estab­lish­ment-Figu­ren las­sen sich ein­fach dadurch erklä­ren, dass sie durch die Reich­wei­te der Mas­sen­me­di­en bereits Bekannt­heit haben. Wie­der­erken­nungs­wert kann eine gewis­se Auf­merk­sam­keit erzeu­gen, aber „Knal­ler“ kön­nen sie nicht produzieren.

Ein wei­te­rer Ein­wand ist, daß man durch gro­ße Auf­merk­sam­keit immer auch zu nega­ti­ven Reak­tio­nen ein­lädt. Sie sind not­wen­dig, denn tat­säch­lich ist es so, daß man nur dann rele­vant wer­den kann, wenn man auch nega­ti­ve Auf­merk­sam­keit erfährt. Donald Trump brach­te die rich­ti­ge Hal­tung im Umgang damit 2019 auf den Punkt, als er auf Twit­ter schrieb: „I would like to wish ever­yo­ne, inclu­ding all haters and losers (of which, sad­ly, the­re are many) a tru­ly hap­py and enjoya­ble Memo­ri­al Day!“ Brach­te er sich damit den Spott sei­ner Geg­ner ein? Sicher. Aber bis heu­te erin­nern sei­ne Unter­stüt­zer und Fans sich an den sou­ve­rä­nen Umgang mit der Kri­tik, wäh­rend nie­mand mehr weiß, wie die dama­li­gen „Hater“ über­haupt hießen.

„Unse­re Vor­fah­ren waren kei­ne Ver­bre­cher.“ Mit die­sem Satz in einem Tik­Tok-Video lös­ten wir im Sep­tem­ber 2023 einen klei­nen Medi­en­skan­dal aus. Ich war mit Maxi­mi­li­an Krah in Ber­lin-Kreuz­berg unter­wegs zum Fil­men. Nach­dem wir auf der Stra­ße erkannt wur­den und im Hin­ter­grund Leu­te anfin­gen zu schrei­en „AfD wol­len wir hier nicht“, gin­gen wir für mehr Ruhe auf den Fried­hof zwi­schen Volks­park und Tem­pel­ho­fer Feld.

Aber die Bot­schaf­ten zur EU-Wahl, die wir uns aus­ge­dacht hat­ten, pass­ten dort nicht so recht zur Atmo­sphä­re. Also schlug ich den Satz „Unse­re Vor­fah­ren waren kei­ne Ver­bre­cher“ vor, mit den Grab­stei­nen im Hintergrund.

Nach­dem das Video auf Tik­Tok und Twit­ter erschien, dau­er­te es nicht lan­ge bis zum erwar­te­ten Auf­schrei. Es war klar, daß die­se Bot­schaft ein­schla­gen wür­de, denn sie ist pro­vo­kant – auch wenn sie es eigent­lich nicht sein soll­te, aber fak­tisch wird sie als Pro­vo­ka­ti­on wahrgenommen.

Beson­ders wich­tig ist jedoch, daß die Pro­vo­ka­ti­on nicht irgend­wo im Video ver­steckt war, wir also nicht etwa mit „Wir ste­hen hier auf dem Fried­hof, wo vie­le Vor­fah­ren lie­gen“ anfin­gen. Statt­des­sen kam die Pro­vo­ka­ti­on direkt an den Anfang. Außer­dem schrieb ich den Satz als Unter­ti­tel kom­plett in die Bild­mit­te: Auch wenn man das Video nur irgend­wo sieht, ohne es anzu­kli­cken, sieht man den kom­plet­ten pro­vo­kan­ten Satz.

Tech­nisch han­delt es sich hier­bei um einen „pat­tern inter­rupt“, eine Mus­ter­un­ter­bre­chung. In jeder Hin­sicht: Inhalt­lich unter­bricht sie das Mus­ter der BRD-Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung, in der man die eige­nen Vor­fah­ren bei jeder Gele­gen­heit als Ver­bre­cher zu bezeich­nen hat.

Wir taten inhalt­lich das genaue Gegen­teil. Auch for­mell lag eine Mus­ter­un­ter­bre­chung vor, denn im Gegen­satz zu ande­ren Poli­ti­ker-Tik­Toks, die damals noch häu­fig mit lan­gen Ein­lei­tun­gen oder Intros began­nen, kamen wir direkt mit dem ers­ten Satz auf den Punkt. Beim Scrol­len durch einen „Feed“ bleibt der Zuschau­er also zwangs­läu­fig hän­gen, weil er die Pro­vo­ka­ti­on direkt sieht.

Wenn man die­se Tech­nik anwen­det, erreicht man schnell viel Auf­merk­sam­keit. Wenn man es rich­tig macht, ist ein Teil die­ser Auf­merk­sam­keit posi­tiv. Dies muß nicht die Mehr­heit sein – im Gegen­teil wird sich die Mehr­heit bei einer gelun­ge­nen Pro­vo­ka­ti­on erst ein­mal gegen den Pro­vo­ka­teur stel­len (sonst wäre es ja kei­ne Pro­vo­ka­ti­on). Aber ein Teil der Auf­merk­sam­keit muß natür­lich posi­tiv sein, denn hier ent­steht der Kern der künf­ti­gen Anhän­ger­schaft. Die Pola­ri­sie­rung zwi­schen Geg­nern und Anhän­gern zeigt, daß man mit der Pro­vo­ka­ti­on Erfolg hatte.

„Unse­re Vor­fah­ren waren kei­ne Ver­bre­cher“ kam auf Tik­Tok mit 200.000 Views gut an und die Reso­nanz war haupt­säch­lich posi­tiv. Das zeigt jedoch, daß wir auf die­ser Platt­form nie­man­den pro­vo­zier­ten: Das Volk hat mit die­ser Aus­sa­ge kein Pro­blem. Auf Twit­ter jedoch, wo haupt­säch­lich Jour­na­lis­ten und Estab­lish­ment-Ver­tre­ter unter­wegs sind, wur­de das Video schnell zu einem Skan­dal, sodaß es deut­lich höhe­re Impres­sio­nen erreich­te (unüb­lich für ein Video) und von ver­schie­de­nen Nach­rich­ten­sei­ten (NZZ, Zeit, Welt, WAZ) skan­da­li­siert wurde.

Die Pro­vo­ka­ti­on, der „pat­tern inter­rupt“ wirk­te also über ver­schie­de­ne Medi­en und Bla­sen hin­weg und bewirk­te eine Spal­tung in Geg­ner und Anhänger.

Vie­le Akteu­re aus dem rech­ten Lager beherr­schen es bereits, mit eige­nen Mit­teln Auf­merk­sam­keit auf sich zu len­ken. Zu nen­nen sind hier neben AfD-Poli­ti­kern wie Roger Beck­amp, Maxi­mi­li­an Krah, Ulrich Sieg­mund oder Mat­thi­as Hel­fe­rich natür­lich auch Akti­vis­ten wie Mar­tin Sell­ner. You­Tuber wie Feroz Khan (jüngst 200.000 Abon­nen­ten auf You­Tube erreicht) und natür­lich das Antai­os-Umfeld haben es bereits geschafft, auf ihre jewei­li­ge Wei­se im Main­stream The­men zu set­zen und bestän­dig Auf­merk­sam­keit zu binden.

Dabei wis­sen wir nun, daß es einen „Main­stream“ eigent­lich gar nicht mehr gibt, weil die Auf­merk­sam­keit nicht mehr von Kar­tell­me­di­en plan­mä­ßig zuge­teilt und vor­ent­hal­ten wer­den kann. Statt­des­sen schaf­fen es Ein­zel­per­so­nen mit klei­nen Teams, sie durch die rich­ti­ge Metho­de auf sich zu len­ken und an sich zu bin­den. Wer die­se Metho­de lernt und beherrscht, kann auch gegen den Wil­len der Gate­kee­per und ohne gro­ße Mit­tel das kost­ba­re sozia­le Kapi­tal namens Auf­merk­sam­keit in sei­nem Sin­ne nut­zen – ganz egal ob auf You­Tube, Tik­Tok, Twit­ter, als Poli­ti­ker, Buch­au­tor oder Aktivist.

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Kommentare (57)

RMH

28. Februar 2024 16:52

Das die TikTok Strategie für Dr. Krah aufegeht, ist auch daran erkennbar, dass der Anbräuner der Nation und Naziinflationist Böhmermann eine ganze Sendung Dr. Krah und TikTok auf seine bekannte, teilweise auch schmierige Art, gewidmet hat. Was mir aber doch sehr an dem Artikel hier aufstößt, ist folgende Erwähnung (die dann auch noch eine Wiederholung findet):
"denn Krah war aufgrund einer fraktionsinternen Intrige suspendiert worden"
Die AfD ist offenbar recht altparteilich geworden und braucht den Gegner nicht einmal mehr selber, um untereinander die bekannten Spielchen von Feind, Todfeind, Parteifreund und Listenkungelei zu spielen (siehe die Diskussionen in Bayern, leider aber auch um die Liste zur EU Wahl). Die AfD scheint mittlerweile ein Intriganten- und Netzwerkstadel zu sein, bei der es keine Seite mehr zu geben scheint, die sich diesebezüglich nicht bekleckert. Das hat aufzuhören. Die Gegenseite spielt aktuell gerade schon diese Karte der innerparteilichen Streitereien, auch wenn vermutlich nichts dran ist, bleibt wie immer was dran kleben, siehe hier:
https://www.bild.de/politik/inland/politik/schweizer-zeitung-spekuliert-weidel-koennte-ueber-privatleben-stolpern-87329730.bild.html

Laurenz

28. Februar 2024 23:42

@EA ... ich schaue die TikTok-Nummern von Krah & anderen immer als YouTube-shares. Hier ist die Reichweite nicht überragend, aber gut. Vergleichbare Nummern der Konkordats-Parteien kommen vor allem in den Kommentaren echt schlecht weg. Deswegen ist, nach meiner Wahrnehmung, die Zahl von Alt-Parteien-Videos auch begrenzt. Wer will schon dauernd auf die Fresse kriegen? Im Netz muß sich die Einheitsfront Debatten stellen, das sind sie aus dem Mainstream nicht gewohnt. Sind Kommentare deaktiviert, gibt es Dislikes & das wars.

Florian Sander

29. Februar 2024 02:47

Ist im Artikel eher ein Randthema, aber dennoch: Der "Incel" ist kein rein rechtes Phänomen, sondern ein gesamtgesellschaftliches, das aus neumedialer Überreizung, Vereinzelung / Individualisierung und vor allem: Geschlechterrollen-Diffusion herrührt. Junge Männer von heute wissen nicht mehr, wie sie sein sollen (Softie oder Macho?), so dass sich die einen ins Woke-Hipster-Weicheiertum flüchten und die anderen steife, klischeehafte Männlichkeitsbilder verfolgen, die denen mancher migrantischen Milieus gar nicht so unähnlich sind. Der daraus generierte Mangel an sexueller Befriedigung wird von nicht wenigen über politische Parteiarbeit kanalisiert, wo manch junger Mann dann versucht, sein Selbstwertgefühl über Politik und Pöstchen zu generieren - beobachtet man leider immer wieder. Und wenn dann mal eine junge Frau beim Mitgliederstammtisch auftaucht, stürzen sie sich drauf wie die Vögel auf die Brotkrumen, so dass diese ganz schnell wieder kehrtmacht. Nur: Das ist ein Phänomen aller Parteien. Gibt's bei den Jusos und JuLis ebenso wie in der JA. Man schaue sich einfach mal die Jugendorganisationen auch der Altparteien an. "Spiegel der Gesellschaft" sind das sicher nicht.

Laurenz

29. Februar 2024 08:49

Großartiger Artikel. Gefällt mir sehr. Etwas Ähnliches macht die AfD St.Ingbert gerade gegen die geballte Kraft der Alt-Parteien und deren Schmähbotschaft und Isolations-Hetze. Die lokale AfD schreibt provokant zurück: "Was soll man auf so einen schäbigen Stadtratsbeschluss antworten? Ein Einziger, der sich der Stimme ('für Isolation der AfD') enthielt! Ein Einziger von allen Stadträten scheint begriffen zu haben, woher der antidemokratische Totalitarismus wirklich droht. Nicht von der AfD. Er droht von der neuen Einheitspartei, er droht von CDU bis Linke. Wer diese traurige Wahrheit auch immer mehr begreift, ist der Wähler, der den Etablierten in Scharen nach Rechts davonläuft. Er fällt nicht mehr herein auf die Lügen und auf die vom linken Correctiv erfundenen "Protokolle der Hetzer von Potsdam“. Nun ist es also amtlich: Auch der Stadtrat von St.Ingbert hat sich zur Kenntlichkeit entstellt. Ein Lehrstück für die Geschichtsbücher. Gut, man wird's noch brauchen können.“ https://www.saarnews.com/st-ingberter-stadtrat-beschliesst-kraftvolle-resolution-fuer-vielfalt-und-gegen-hetze/

Laurenz

29. Februar 2024 09:17

@Florian Sander ... Wir, die Geburtenstarken, wuchsen als Kinder viel freier auf. Ich sage daher heute, was ich will, auch gerade gegenüber älteren Frauen. Junge Frauen wollen betrogen & belogen werden. Sie haben insofern Recht, weil wir uns dem Matriarchat nähern, zumindest einer Privilegierung von Frauen & damit der Vielweiberei. Mit linker Herrschaft seit Schröder/Fischer feudalisieren wir mehr. Immer weniger Männer können materielle Sicherheit anbieten. Lesen Sie nochmal diesen Artikel https://sezession.de/68810/was-machen-wir-mit-der-influencerin-pearl-davis Es hat einzig mit der Erwartungshaltung von Frauen zu tun. Junge Frauen erachten die meisten Männer als zu häßlich & zu arm. Das war früher nicht anders. Aber 2 Weltkriege verknappten das Angebot an Männern rapide.
@RMH ... Sie könnten Sich mehr mit der Funktionsweise von Parteien beschäftigen. Für den Posten als Spitzenkandidat der AfD bei den Europawahlen, wurde Maximilian Krah gewählt. Sie wissen anscheinend nicht, wie solche Mehrheiten, auch in der AfD, zustande kommen. Vielleicht treten Sie mal in eine Partei ein. Dann brauche ich nicht solch einen Unsinn zu lesen.

Monika

29. Februar 2024 09:25

Ich verweise auf den sehr aufschlussreichen Beitrag in der NZZ vom 24.2.24
"Warum so viele Männer unfreiwillig single bleiben" dort: Jeder fünfte Mann zwischen 18 und 75 gibt an, noch nie eine Beziehung gehabt zu haben. Brutale Erkenntnis: Die weiblichen singles selektionieren viel härter als Männer. 80 Prozent der Frauen auf Plattformen finden dieselben 20 Prozent Männer interessant, nach folgenden Kriterien: 1. mindestens 182 groß, 2. sportlich fit, 3. mindestens 100 000 Dollar Jahresgehalt. Die Frau wählt (female choice), nicht der Mann ! Wenn jetzt Herr Krah damit wirbt, daß echte Männer rechts seien, dann ist das kein Knaller. Das  wirkt eben nicht, weil er rechts ist, sondern vielleicht, weil er  die drei Kriterien erfüllt?  (Dann hat 1 Mann halt 3-4 Frauen). Wenn Frauen eher links sind und keinen rechten Mann wollen, sollte die AfD  Frauen gezielt  anwerben: Motto: Attraktive, interessante, intelligente Frauen sind rechts!  (Bitte nicht auf jugendliches Alter reduzieren !  Bewirkt das Gegenteil. haha...)

A P Weber

29. Februar 2024 10:15

"Stattdessen kam die Provokation direkt an den Anfang."
Das hat der Staatsrechtler Carl Schmitt bereits 1932 praktiziert, als er die Schrift "Der Begriff des Politischen" für die damaligen Juristen provozierend mit dem Satz begann: " Der Begriff des Staates setzt den Begriff des Politischen voraus."
Ein Hammerschlag, der die Kernaussage des Werks unmittelbar an den Anfang setzte und damit das Lesen des Textes quasi erzwang.

das kapital

29. Februar 2024 12:24

Aufmerksamkeit ist so wichtig. Deshalb will die kanadische Regierung dafür auch lebenslänglich Gefängnis einführen, wenn es den Herrschenden im Hintergrund nicht passt. Der Trudeau war doch wohl auch so ein "Young Global Misleader", der unter dem Einfluss von Klaus Schwab und vom WEG steht, oder ? Wie Baerbock, wie Guttenberg. Merkel war sowohl bei Atlantikbrücke als auch bei WEF. Die Atlantikbrücke und WEF herrschen, das deutsche Volk kein bisschen. Wer das für demokratiefeindlich hält, wird eingesperrt. /// Lebenslange Haftandrohung zeigt, dass in einer Zeit kostengünstiger technischer Publikation für jedermann die Herrschaft der wenigen, dieser armseelige Demokratieverschnitt, unter dem wir leben müssen, nicht mehr unbedrängt ist. Die Vergötzung der Oligarchie unter dem Deckmantel von Demokratie und Superstaat greift um sich. /// 2

das kapital

29. Februar 2024 12:25

 > 2
Die Ampel hat seit 2021 mehr als 10.000 Parteigänger gutbezahlt in die Bundesverwaltung eingeschleust. Schon deshalb kann Demokratie jenseits der Parteien auf Bundesebene nicht mehr funktionieren. Auf kommunaler Ebene funktioniert es noch mit Ehrenamtlern, die Verwaltung zu kontrollieren. 294 Landkreise mit vielleicht je 56 Kreistagsabgeordneten, das wären insgesamt etwa 16.500 Kreistagsehrenamtler bundesweit. Dem stehen mehr als 10.000 hauptamtliche Parteigänger zusätzlich in der Bundesverwaltung gegenüber. Die Basisdemokratie wird dadurch mehr und mehr erstickt.

Boreas

29. Februar 2024 12:29

@Laurenz "Konkordatsparteien" : schöne Beschreibung. Bei der Gelegenheit sollte man eine Art Wörterbuch für Begrifflichkeiten erstellen, um bei der Befeuerung sozialer Medien eigene Begrifflichkeiten zu prägen, die in den allgemeinen Sprachgebrauch implementiert werden können. Bsp. "Kulturanschaffende" für staatlich alimentierte Künsteler, ein Begriff, den Susanne Dagen geprägt hat. Oder Relotius-Jünger bzw. Correctiv-Pinocchio (mitteldeutsche Version: Correctiv-Buratino) für die Mediengruppen-Schreiberlinge. 
"Wilhelm Kachel" und "ZGI-Zusammen gegen Intoleranz" liefern auch gute Inhalte zur Weiterverbreitung.
Die Gesprächsrunde "Ruderboot" (angelegt an das MDR-Pendant "Riverboat") ist ein weiteres Beispiel für ein gutes Aufmerksamkeitsprojekt.

Umlautkombinat

29. Februar 2024 12:37

Man kann sich sicher einmal freuen, wenn Rechte unter ihrem digitalen Stein hervorkommen (tatsaechlich oft ein Problem). 
 
Auf der anderen fuer mich wesentlicheren Seite ist das eine Denkweise von "wie manipuliere ich besser". Ich bin u.a. deswegen nicht rechts, weil je aelter ich werde andere Unterscheidungskriterien zwischen Leuten fuer mich in den Vordergrund ruecken. Ganz vorn dabei das reflektierende Selbstdenken in Kontrast zu entweder Amygdalagetriebenem (oft bei links und oft bei jung, aber bei weitem nicht ausschliesslich) oder dem endlosen Repetieren bis hin zur  Dauerhuldigung von Gesagtem und Geschriebenen (oefter bei konservativ und damit auch rechts).
 
Ueberlegungen wie im Artikel gehoeren fuer mich zur Verstaerkung des ersten o.g. Zugangs. Kurzfristig mag das "Erfolge" bringen. Lang- und schon mittelfristig schafft das einfach Steuerbarkeit unter umgekehrtem Vorzeichen. Der manipulierte Gedanke, und umfassender der als manipulationsanfaellig geformte Charakter als solcher ist das  Gefaehrliche, nicht ob er konkret rechts oder links ist.
 
 

RMH

29. Februar 2024 14:57

@Laurenz, schön, dass Sie sich getriggert fühlen, aber ich habe mit keinem Wort etwas gegen Dr. Krah als Spitzenkandidat geschrieben. Worum es bei der Auseinandersetzung um die EU Liste ging (oder aktuell im Fall H. in Bayern), kann jeder selber googlen, muss hier nicht vertieft werden. Der Verweis im Sinne von, so ist das eben in Parteien, ist erbärmlich und hat das Niveau von Merkels "nun sind sie halt da". Bei allem Verständnis, die AfD wirbt damit, anders als etablierte Parteien zu sein und daher muss sie mit Kritik an diesen Punkten leben und braucht Sie nicht als Ausputzer.
@Incel-Debatte, M. Houellebecq hat das Thema der sexuellen Ungleichverteilung bereits 1994 in seinem Buch "Ausweitung der Kampfzone" literarisch verarbeitet. Ein Mann, der keine "abbekommt", hat in erster Linie seine Würde zu bewahren, bevor er es über eine polit. Einstellung zu korrigieren versucht, denn das ist würdelos. Evtl. haben rechte Männer aber mehr Würde. Es kommen auch wieder Zeiten, in denen Männer weggeschossen werden, so dass es zu einem Überangebot an Frauen kommt. In Russland und in der Ukraine könnte das bereits der Fall sein.

Valjean72

29. Februar 2024 15:30

@Monika:
"Die Frau wählt (female choice), nicht der Mann ! Wenn jetzt Herr Krah damit wirbt, daß echte Männer rechts seien, dann ist das kein Knaller. Das  wirkt eben nicht, weil er rechts ist ..."
---
Ich meine, dass Frauen die grössere Auswahlmöglichkeit bei der Wahl der Sexualpartner haben, zumal in jüngeren Jahren.
 
Kommt es aber mal an den Punkt der langfristigen Beziehung, vor allen Dingen einer möglichen Hochzeit, dann reden die Männer mE ein gewichtiges (entscheidendes) Wort mit. Frauen mit einem zu hohen "body count" werden dann häufig eben nicht geehelicht (nicht "up-gewifed").
 
Auf der anderen Seite gibt es mW auch Untersuchungen, welche belegen, dass westliche links-liberale Frauen sich zu konservativen und selbstbewussten Männern hingezogen fühlen.
 

Valjean72

29. Februar 2024 15:41

Nur eine Randnotiz aber der Autor verwendet mE den Begriff Gatekeeper nicht seiner Bedeutung entsprechend.
 
Gatekeeper sind nicht Mainstream-Journalisten, die oppositionellen Akteuren kein Podium einräumen, keine Berichterstattung gewähren.
 
Es sind vermeintlich alternativ-oppositionelle Aktivisten/Journalisten, die gewisse kontroverse Themen ansprechen (und damit Menschen anziehen, die sich von den etablierten Medien ob deren plump-einseitigen Berichterstattung enttäuscht abwenden) aber zu anderen entscheidenden Sachverhalten, voll und ganz die offiziellen Narrative mitragen und propagieren.
 
 

rotenburg

29. Februar 2024 15:56

Das ist etwas fürs Kreuzworträtsel. Chinesisches Wort für Bildungskatastrophe mit 6 Buchstaben: TikTok 
 

Maiordomus

29. Februar 2024 16:51

Möchte der Redaktion als Leser schon seit der Zeit von Criticon für die Printausgabe mit Schwerpunkt Russland gratulieren; für bereits etwas Eingearbeitete war wohl der Artikel von Lichtmesz das Informativste, Wer kennt schon im Westen Iwan N. Gumiljow, den ich nichtsdestoweniger für einen mittelmässigen Ideologen halte, aber wichtig für das Verständnis der Verhältnisse. Iwan Iljin war in der Schweiz bekannt, aber nie anerkannt, im Gegensatz zu Solschenizyn, dessen Arch. Gulag in der Weltwoche von einem dt. Analphabeten als "Roman"  bezeichnet wurde. Beim Überblick über die deutsch-russischen Beziehungen fehlt Baader und überhaupt die Zeit der hl. Allianz, man merkt, dass man nur durchschnittlichen, aber guten Aufwand betrieb. Sander las ich schon in Criticon u. Schlamms Weltbühne, kam als Gegner von Habermas nicht gegen Lübbe an; in Wikipedia als Rechtsextremist beschimpft mit x-Nennungen des VS als Autorität, ja, flächendeckend herrscht in BRD geistiger Analphabetismus. B. v. Münchhausen musste ich als Gymnasiast als Klassenlektüre lesen, ehrlich gesagt keiner der 500 besten deutschen Autoren, Wenn "mehr Lenin wagen" aber Programm der Rechten wird, siehe Lenin-Fan Ramelov, w$re ich für Parteiverbot. Las immerhin mal DDR-Gesamtausgabe: seine Lieblingsvokabel im Telegrammwechsel mit Stalin war "Erschiessen".   

Laurenz

29. Februar 2024 16:56

@Boreas @L. ... Konkordatsparteien ... Danke für die Blumen. Der Gedanke zur Begriffsdefinition kam mir bei diesen beiden Artikeln. https://sezession.de/69010/die-deutsche-bischofskonferenz-christsein-und-die-afd & https://sezession.de/69020/die-solidargemeinschaft-pflegt-oder-sie-ist-keine
Warum sich die AfD hier absetzen kann, liegt im Mangel an jeglicher (historischer) Regierungsverantwortung. Die säkulare DDR hatte immerhin die Finanzierung von sogenannten Geistlichen, wie Merkels Vater, aus dem Westen geduldet. Manchem AfD-Funktionär dürfte dieser Begriff, Konkordatsparteien, unangenehm sein. Hat sich meines Wissens nach die AfD noch nie zu dieser Problematik, auch die Reparationsleistungen im GG, programmatisch geäußert. Wer will sich schon mit den Kirchen anlegen. Vielleicht ist diese politische Zurückhaltung ja auch richtig, ich weiß es nicht. Aber ich erachte es als bodenlose Unverschämtheit, daß meine Mutter (85, AfD-Wähler) eine Schweine-Kohle an Kirchensteuer zugunsten der Katholischen Kirche zahlt & sich dafür von dieser beschimpfen lassen muß. Interessant ist hierbei, daß Schnellroda & Wien unfreiwillig in Martin Luthers Schuhen marschieren müssen.

Olmo

29. Februar 2024 18:02

Bosselman stellte vor kurzem fest und fragte:
"Für sich genommen hat die migrantische Jugend allerdings beides – hohe Zahlen- und vitalere Entschlußkraft. Und das sieht man ihr sogar an. Sie ist präsent, sie ist fit. Gehört ihr die Zukunft? In einem dann völlig veränderten „Deutschland“?"
Ein charismatischer Salafistenprediger aus Düsseldorf(?)hat hunderttausende Follower, seine Filmchen werden teilweise millionenfach angeschaut. 
https://youtu.be/37h7-Ydbf-w?si=agt56l_5xJajriiE
Selbst bei dem Mädchen, welches das Interview führt und eine ganz andere Auffassung vom Islam vertritt, meine ich einen Funken Sympathie für den Sheik wahrzunehmen, zumindest hat sie Respekt vor ihm. 
Wir haben diesen Menschen unsere Sprache geschenkt. Ein kostbares Geschenk. 

ofeliaa

29. Februar 2024 19:31

Ich weiss nicht, wieso es so schwer fällt, seriösere Inhalte zu entwerfen. Ich kann kritisch über Linke, Rechte, positiv über Linke, Rechte, schreiben und zwar einfach je nach Sachverhalt. Objektivität ist machbar. Propaganda gab es schon immer, Populismus auch, aber die hier beschriebenen Methoden stossen mich ab. Wenn ich heute Videos über verletzte Menschen sehe, empfinde ich kaum noch etwas, eine leise Stimme sagt "Cui bono?" - Wer hat´s gemacht und wofür? Meist bleibt die Haltung, den gezeigten Bildern keinen Glauben zu schenken und den jew. Sachverhalt zu rationalisieren, zu banalisieren. Ohne sachliche Berichterstattung, kann man nichts mehr ernst nehmen. Hier Kants Kategorischer Imperativ. Ich habe Krahs Video "Meine Vorfahren waren keine Mörder" gesehen. Eine genauere Beleuchtung der Geschichte, trägt auf Dauer zu Wissen und souveränen Entscheidungen bei. Dementsprechend, ich bin gegen effektheischende Videos. Mir hatte der Spruch "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen" eine Zeitlang gefallen, aber es ist enttäuschend, wenn man merkt, dass alles nur darauf aus ist, auf der Ebene der Polemiker mitschwimmen zu können. Was denkt Maximilian Krah wirklich über seine und unsere Vorfahren? Was von dem, das er in seinen Videos sagt, entspricht der Wahrheit und was wird nur gesagt, um Skandale loszutreten? P.S. Falls der Spruch (WDNLSDV) verboten ist, nicht posten, danke.

Laurenz

29. Februar 2024 21:27

@Ofeliaa ... es geht hier um politischen Kampf. Wie der Teilnehmer @RMH stellen Sie Sich hier hin & entmenschlichen Parteimitglieder der AfD mit einer völlig unverschämten, arroganten Erwartungshaltung, an welcher ekelhafter Narzißten-Schleim nur so herab trieft, packen die Moralkeule aus, ohne ihr Selbst ausweichen zu können. Wie sagte der Chef der Christen hier? Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Es steht der AfD ein 11stelliger Milliarden-Betrag an Medienmacht gegenüber. Das heißt finanziell betrachtet, einer gegen 70.000 oder mehr. Das Thema der politischen Provokation & Reichweiten-Gewinnung in virtuellen Meiden ist sachlicher als in diesem EA-Artikel kaum machbar, darstellbar. Das Thema ist vollkommen legitim. Wie erreicht & gewinnt man Wähler mit geringen finanziellen Mitteln? Wie viel Reichweite haben Sie bisher erzeugt, wie viele Wähler haben Sie bisher gewonnen?

Volksdeutscher

1. März 2024 00:36

1. @Monika - "Brutale Erkenntnis: Die weiblichen singles selektionieren viel härter als Männer."
Ist das wirklich Selektieren im Sinne der Natur? Oder ist das bloß zickige Wichtigtuerei mit seinen Reizen und geistloses Wühlen im Überfluß an Möglichkeiten? Beim Anblick dieser jungen Frauen von heute bekomme ich den Brechreiz, sie gleichen in meinen Augen in der Masse orientierungslosen, manierlosen, instinktlosen, hedonistischen Gören: Zwei centimeter lange künstliche Wimpern, vier centimeter lange künstliche Fingernägel, ein mit Tättowierungen vollgekritzelter, entstellter Leib: Fertig ist die deutsche Frau! Sie suchen ihre Partner nach Vorgaben aus, die sie den Einflüsterungen der Bewußtseinsindustrie entnehmen. Maximilian Krah hat recht: Echte Männer stehen rechts. Das ist aber nicht das, was die Phantasie dieser Sprechpuppen beflügelt. Nach welchen Kriterien und mit welchen Idealen (falls man das in ihrem Falle so nennen kann) gehen sie an die Partnerwahl? Wozu sie überhaupt so hoch einstufen, wie Sie das tun, wo sie doch nicht mal über Lebenserfahrung verfügen, die noch einen gewissen Respekt ihnen gegenüber hervorkitzeln könnte?

Volksdeutscher

1. März 2024 00:51

2. Diese jungen Frauen bleiben in der Regel ohne Kind auch mit vierzig. Dann aber kommt die große Wende in ihrem Leben: Es verschwinden die verfügbaren willigen Männer in ihrer Umgebung; ihre Haut wird zunehmend schlaffer; die Schminke wird dafür kräftiger aufgetragen; sie tragen bereits einen Schal, um Runzeln und hervorstehende Sehnen am Hals zu verdecken; die Hosen werden entweder enger, um Speck in Form zu halten oder aber weiter, um Formlosigkeit zu kaschieren. Da kaum ein Mann mehr ihnen hinterherläuft, laufen sie umso fleißiger Männern hinterher, um einen abzubekommen. Denn ist es nicht gerade die richtige Zeit, bald ein Kind zu gebären? Klar doch! Laßt uns mal selektieren! Ach, keine Zeit mehr dazu? Das macht nichts, man nimmt, was man bekommt, das ist ja auch eine Art Selektion, nur mit reduzierten Auswahlmöglichkeiten.... Das Ende der Geschichte: Die in ihnen waltende Natur hat sie als zum Gebären und Muttersein Unwürdige selektiert. Und kommt es schlimmer, als erwartet, wird das Down-Syndrom des Kindes umgedeutet und verklärt als Gottes Wille. Es ist nie zu spät, religiös zu werden.

Olmo

1. März 2024 07:14

"Für sich genommen hat die migrantische Jugend allerdings beides – hohe Zahlen- und vitalere Entschlußkraft. Und das sieht man ihr sogar an. Sie ist präsent, sie ist fit. Gehört ihr die Zukunft? In einem dann völlig veränderten „Deutschland“?
2014 Maidan,
2015 Flüchtlingskrise.
Was braucht man um einen Krieg zu führen? Manpower. seit 2015 kam eine Menge davon nach Deutschland. Vielleicht haben wir das Fachkräftemangelargument der Grünen nicht richtig verstanden? Die Grünen wollen sicher nicht an die Ostfront.
Auf Zeitonline protestiert der kleine Otis gegen die AfD. Er bleibt hier. Vielleicht hat der gute alte Onkel Sam noch großes mit ihm vor. 
https://www.zeit.de/gesellschaft/2024-02/demonstrationen-gegen-rechtsextremismus-kinder-rassismus-schule
 
@ofeliaa Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen. hielt ich immer für einen blöden Spruch. Ansonsten stimme ich Ihnen zu.
 

A P Weber

1. März 2024 11:10

"Was denkt Maximilian Krah wirklich über seine und unsere Vorfahren?"
@ ofeliaa 29.2. 19:31: Das wüßte auch ich bei dem Salonpolitiker Maximilian Krah ebenso gerne wie bei allen anderen EX - CDU/CSU und F.D.P. - Mitgliedern in der AfD, die dem deutschen Dilemma jahrzehntelang Beifall klatschend zugestimmt haben und sich jetzt von denjenigen distanzieren, die schon lange vor ihnen in Opposition waren.

Laurenz

1. März 2024 13:28

@Ofeliaa ... es geht hier um politischen Kampf. Wie der Teilnehmer @RMH stellen Sie Sich hier hin & entmenschlichen Parteimitglieder der AfD mit einer völlig arroganten Erwartungshaltung, packen die Moralkeule aus, ohne ihr Selbst ausweichen zu können. Wie sagte der Chef der Christen hier? Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Es steht der AfD ein 11stelliger Milliarden-Betrag an Medienmacht gegenüber. Das heißt finanziell betrachtet, einer gegen 70.000 oder mehr. Das Thema der politischen Provokation & Reichweiten-Gewinnung in virtuellen Medien ist sachlicher als in diesem EA-Artikel kaum machbar, darstellbar. Das Thema ist vollkommen legitim. Wie erreicht & gewinnt man Wähler mit geringen finanziellen Mitteln? Wie viel Reichweite haben Sie bisher erzeugt, wie viele Wähler haben Sie bisher gewonnen? Und Krah hat auch noch Recht. Meine familiäre Großeltern-Generation bestand aus Linken oder extremen Christen. Trotzdem mußten alle im Krieg leben. Schuld-Kult-Debatten verlieren Sie sowieso.

Herbstwind

1. März 2024 14:56

@ofeliaa "Ich weiß nicht, wieso es so schwer fällt, seriösere Inhalte zu entwerfen." Er hat doch klar zum Ausdruck gebracht, dass mit sog. seriösen Inhalten keine Aufmerksamkeit erzeugt werden kann, wenn man von den Mainstreammedien komplett totgeschwiegen wird. Das ist einfach eine Tatsache und hier braucht es eine Strategie. Provokation ist insofern Mittel zum Zweck, wenn die AFD nicht im medialen Kerker versauern will. Es muss doch jedem klar sein, dass es nicht reicht,  ein paar Eingeweihte auf SiN intellektuell zu beglücken. 
Ein Lob auch für die positive Erwähnung Donald Trumps und dessen genialer Medienstrategie. Leider wird DT von vielen Rechtsintellektuellen und Konservativen immer noch als vulgär, ungebildet und seicht abgetan, wobei doch Victor Orban vormacht, wie eine konservative Allianz aussehen kann. Niemand ist jemals derartig aggressiv und vehement vom globalen Establishment bekämpft worden wie Trump - und er steht immer noch! Je mehr "Sie" dich bekämpfen, desto gefährlicher bist du ihnen, das gilt m.E. auch für Björn Höcke, der von allen AFD-Politikern das größte Charisma hat. 
Ach ja, bin letztens auf Instagram (wo ich völlig unpolitisch unterwegs bin) wegen des Satzes: "Ich mag keinen Sellerie" unter einem Kochvideo gesperrt worden. Ich war völlig ratlos, bis mir einfiel, dass gewisse Kreise vor einem Herrn Sellner derartig die Hosen voll haben, dass schon die Erwähnung von Gemüse zur Sperrung führen kann. Auch er macht es also richtig. 

Eo

1. März 2024 22:27

.
Den kann ich mir jetzt 
nicht verkneifen. Frei nach Max Frisch -- Wir haben Fachkräfte gerufen, doch es sind Fuckkräfte gekommen ...
.

Laurenz

1. März 2024 23:05

@Volksdeutscher ... scheinbar fehlt Ihnen, im Gegensatz zum Teilnehmer @Monika, einiges an guten EK-Artikeln der letzten 7 Jahre. Ihre Kritikpunkte an jungen Frauen (bis 30) gehen am evolutionären Verhalten von Frauen vorbei. TikTok-Videos in YouTube-shares mit von Tattoos gezeichneten Menschen kommentiere ich per Makro mit "bitte keine wandelnden Comics". Ist aber nebensächlich. In vielen 10tsden von Jahren teilten sich im Matriarchat mehrere Frauen einen Mann. Hatte der ausgedient, fiel auf der Jagd oder im Kampf, nahm man sich den nächsten passenden. Der heutige Anspruch der Frauen, daß einem der Partner alleine gehört, entstammt aber dem Patriarchat. Fragen Sie doch mal jungen Frauen, ob sie bereit sind, den Prinzen mit 3 anderen bis zur Rente zu teilen. Aufgrund der Einehe entsteht ein Verdrängungskampf, den 4 von 5 Frauen verlieren. Dann ist aber das Kapital der Jugend, welches Männer vordergründig interessiert, weg. Hier liegen Mio. von Fehlleistungen bei der Selbsteinschätzung zugrunde. Lesen Sie mal Karl Grammer, "Signale der Liebe", kann man sicher bei Antaios bestellen. Beim Lesen dieser Lektüre wird man vom Fachmann über uns (Säuger) desillusioniert. Um jemanden von Wert zu binden, muß man selbst einen Wert besitzen. Pearl Davis hat die Kriterien für Frauen klar formuliert.

Volksdeutscher

2. März 2024 11:48

@Laurenz - Was in diesem Zusammenhang von Belang ist, ist immer das, was man in der Wirklichkeit unmittelbar erlebt und wahrnimmt an Gestik, Mimik, Benehmen und Verhalten. Bedeutung hat also die empirische Wirklichkeit und die aus ihr gewonnenen Erkenntnisse. Die Selbstdarstellung der Menschen in verschiedenen Medien ist für meine Betrachtungsweise vollkommen belanglos, weil sie auf Verstellung beruht und somit unauthentisch und irreführend ist. Wer die Natur studieren und erkennen will, schaut sich nicht die von/nach ihr gemachten Bilder an, gleich, ob es sich dabei um Photographien oder Gemälde handelt, sondern die ungeschnittene, ungeschönte, rauhe Wirklichkeit.

das kapital

3. März 2024 11:28

@ ofeliaa Politik und Regieren sind n i c h t seriös. Sie waren es niemals und sie werden es niemals sein. Wir werden von kollektiven Wahnsystemen unterschiedlicher Härtegrade bestimmt. Stalin, Hitler, Mao, Nordkorea, Dreißigjähriger Krieg, Kreuzzüge, Türken vor Wien, alles dabei. Die moderne Gleichschaltung findet im Wesentlichen ohne das Schwert über die Medien statt. Die Aufklärung als elitäres Konzept funktioniert nur für die Allerwenigsten. Die allerwenigsten Menschen sind überhaupt in der Lage, sich ihres Verstandes ohne fremde Anleitung zu bedienen. Damit kriegst du das Volk nicht bewegt. Mit Verstand und Wahrheit kriegst du das Volk nicht bewegt, sondern mit Lügen und Emotionen. Das weiss auch die Ampel und handelt entsprechend. /// Ich persönlich wünsche mir ja eine durch und durch seriöse Politik. Eine Politik, die für die Mehrheit des Volkes Nutzen schafft. Das war die Bonner Republik. Die ist aber eine historische Ausnahme. Sie war ein historischer Glücksfall für Deutschland. Sie ist aber nun Geschichte. Wir landen wieder in Vorkriegszeiten, was die Gleichschaltung und die kollektiven Wahnsysteme angeht. Der Krieg gegen rechts ist so ein Wahnsystem zur Mobilisierung der denkfaulen Massen. ///

das kapital

3. März 2024 11:44

Weiter @ofeliaa Personen mit machiavellistischen Neigungen verfügen über eine Tendenz zu manipulativen, ausbeuterischen und eigennützigen Verhaltensweisen. Machiavellisten sind egoistisch, zynisch und stellen den Eigennutz über die Prinzipientreue. Da hast Du Deine Ampelregierung. Getan wird nur, was denen nützlich ist. Getan wird nichts was dem Volke nutzt. Sie regieren ganz und gar auf Kosten des Volkes und seiner Zukunft und kommen damit durch. Machtausübung und Gleichschaltung bis zum letzten unter dem Deckmantel der "Demokratie". Für mich ist die Wasserscheide die Frage, ob die Regierung mehr Nutzen für das Volk, als für sich selbst produziert. (Das eine Regierung auch für sich selbst Nutzen produziert, erscheint mir als unvermeidlich.) Für Merkel und Co lautet diese Antwort spätestens seit 2011 (populistisches Atomaus) und 2015 (Migrationsbullshit) nein. Bei der Ampel die ganze Zeit. Die Ampel ist grenzenlos zynisch. Wir werden von transatlantischen Turboegoisten ganz und gar unwürdig und verlogen regiert. > 3

das kapital

3. März 2024 11:59

Ein heikler Aspekt noch am Rande. Manchmal denke ich, dass soziale Markt-wirtschaft die Fortsetzung des NS mit anderen Mitteln ist. Die Leute, die den Krieg überlebt haben, waren dieselben , die in vielfältiger Weise zur "nationalen Erhebung" beigetragen haben. Die alten Eliten waren auf gar nicht "wundersame", sondern äußerst hässliche Weise abhanden gekommen. Die neuen Eliten hatten sich mit der Macht arrangiert und mussten nun zusehen, wie sie mit den Bombenkriegern klar kamen. Die Wende 1990 bescherte uns wieder die Rückkehr der internationalen Eliten und das Ende der nationalen Leistungsfähigkeit. Die Langfriststrategien von Blackrock und Co sind einfach erfolgreicher und durchsetzungsfähiger, als Hitler und Stalin. Die Angst vor Hitler wird aber nach wie vor genutzt, um die Langfriststrategien von Blackrock und Co zum Ende der nationalen Leistungsfähigkeit zu befeuern. Dem dient die Ampelregierung. Dem dient Friedrich Merz. Dem dient auch der "Krieg gegen Rechts". Am Ende steht aber nicht der freie Mensch, sondern ein Sklave des Kapitals. Dem nichts mehr gehört und der dennoch ein glücklicher Leibeigener  ist. In der Monarchie gehörte alles Land dem König und wurde "verliehen". In der Zukunftsgesellschaft gehören alle Produktionsmittel den Wenige. Und sie entscheiden, wie der Plebs leben muss. Willkommen in der Favela Deutschland.

Laurenz

3. März 2024 15:26

@Das Kapital ... der EA-Artikel ist mit dem wunderbaren Titel "Über die Ökonomie der Aufmerksamkeit" überschriftet. EA beschreibt Seine persönlichen Erfahrungen, wie man mit geringem Einsatz Anteile an der Medienmacht generiert, was dazu führt, daß damit sogar der Relotius meint, sich mit abgeben zu müssen. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/maximilian-krah-afd-spitzenkandidat-maximilian-krah-gibt-dating-tipps-a-ecc706b5-515b-43da-bc90-2e9da0af05d9 oder https://www.spiegel.de/panorama/rechtsextreme-influencer-auf-social-media-was-eltern-ueber-tiktok-wissen-muessen-a-89b729a5-a8f1-4911-b9a5-b003b8abe0b3 Ein voller Erfolg des Krah-Teams. In Teil 1 geht EA nur bedingt auf die elementaren Trigger der Konsumenten ein, die von der reinen, evolutionären Existenz der Konsumenten geprägt ist. Da geht der EA-Titel noch viel tiefer. Die Massenmedien beschäftigen sich mit irrelevanter Ideologie, die uns bedroht. Trigger-Signale mit guten Lösungen haben fast zwangsläufig Erfolg. Der neueste Lächerlichkeitsskandal Deutschlands stellt uns vor dem gesamten Planeten bloß & warum?

Le Chasseur

3. März 2024 15:53

@das kapital
"Ich persönlich wünsche mir ja eine durch und durch seriöse Politik. Eine Politik, die für die Mehrheit des Volkes Nutzen schafft. Das war die Bonner Republik. Die ist aber eine historische Ausnahme. (...)Die Wende 1990 bescherte uns wieder die Rückkehr der internationalen Eliten und das Ende der nationalen Leistungsfähigkeit."
Ergänzend dazu: 1950 bis 1975 gab es eine Verzehnfachung der durchschnittlichen monatlichen Nettohaushaltseinkommen und von 1950 bis 1970 eine Verneunfachung des durchschnittlichen Haushaltsvermögens. Seit 1985 gab es dann im unteren Zehntel der Einkommen keine Reallohnsteigerungen mehr. Seit rund zwanzig Jahren profitiert die Durchschnittsbevölkerung nicht mehr von der steigenden Wirtschaftsleistung. Im Jahr 2010 besaß das oberste Prozent der Bevölkerung 36% des Nettogeldvermögens und damit mehr als die unteren 90% der Bevölkerung zusammengenommen. Die Schere geht weiter auseinander.

Volksdeutscher

3. März 2024 17:44

@das kapital - "Der Krieg gegen rechts ist so ein Wahnsystem zur Mobilisierung der denkfaulen Massen."
Wo sehen Sie Ihre These bewahrheitet?  Sieht man das etwa in den Wahlumfragen abgebildet? Das System konnte in Wirklichkeit nur einen kleinen Teil der Massen auf seine Seite stellen und mobilisieren, aber nicht die Massen selbst. Das war es schon. Wieviele Millionen Deutsche folgten dem Ruf nach "totaler Mobilmachung" gegen rechts nicht?

FraAimerich

3. März 2024 19:08

@das kapital: "Manchmal denke ich, dass soziale Marktwirtschaft die Fortsetzung des NS mit anderen Mitteln ist."
 
Damit nähern Sie sich einer Auffassung, die nach der "Wiedervereinigung" - etwas eleganter/treffender in der Formulierung - schon der gar nicht so blöde, aber leider stinkend antideutsche Hermann Gremliza  vertreten hat. Hier wohl nicht sinnvoll weiter zu erörtern. Die Chefkommentatoren weigern sich ja beharrlich, auch nur in Erwägung zu ziehen, daß Weltbank, IWF, WEF & Konsorten keineswegs Institutionen des Weltbolschewismus, sondern Instrumente der Kapitalherrschaft sind. 
Wie man sich an Brüsseler Käseabenden offenbar ja auch lieber mit Schuldfragen der Vergangenheit und "linkem Antisemitismus" befaßt als mit Verbrechen der Gegenwart.

RMH

3. März 2024 21:23

"Seit rund zwanzig Jahren profitiert die Durchschnittsbevölkerung nicht mehr von der steigenden Wirtschaftsleistung."
Wenn die Deutschen Kleinsparer nicht so fremdeln würden mit der Anlage am Aktienmarkt, sähe das anders aus. Seit 2000 gibt es ETF und wer bspw. entsprechende Produkte der Buhmänner Blackrock (iShares) oder Vanguard im Depot hat, kann sich nicht beschweren, trotz Dips zur Finanzkriese 2007/8 und dem Corona-Einbruch. Das soll jetzt keine Anlageberatung sein, denn der Markt hat bekanntermaßen auch Risiken. Aber alleine das Wort Risiko erzeugt beim Deutschen ja schon Pfützen unter dem Stuhl, auf dem er sitzt.
PS: Ich selber bin wahrlich nicht der große Anleger - aber die Zahlen sprechen für sich. Derzeit geht der DAX trotz abschmierens der Deutschen Wirtschaft steil nach oben. Das hat nichts mit Verschwörung oder Cliquen zu tun.
PPS: Deutlich interessanter finde ich aber aktuell, mit welcher Chuzpe auf die Medienoffensive von Vosgerau und seines Anwalts geantwortet wird, Correctiv habe juristisch "gewonnen" (ätsch 2:1 etc.) und damit sei alles bestätigt. 
 

das kapital

3. März 2024 23:43

@ Laurenz die Luftwaffe taugt nur noch für den Partykeller. Für Luftkampf oder Schützengraben taugen die längst nicht mehr. Wenn Führungskräfte kommu-nizieren, ohne für Sicherheit zu sorgen, sind sie schlichtweg ganz und gar untauglich. Alle 4 Kommunikationsgenies sind peinlich ohne Ende und gehören vor die Tür gesetzt. Mit solchen Führungskräften lässt sich nicht mal eine Pommesbude verteidigen, geschweige denn ein Land. Wenn "der Russe kommt" sind wir erledigt. Er kommt aber nicht. Die Amis haben uns weiterhin fest im Würgegriff. /// @ le chasseur danke für die Hinweise auf die fehlende Teilhabe in den letzten 20 Jahren, welche die Merkelzeit kennzeichnet und seit 2021 noch katastrophaler geworden ist. /// @ Volksdeutscher der Kampf um die Massen wird ja nun über die Medien geführt. Die von der Regierung angestifteten Demons-trationen haben mehr Menschen bewegt, als die Bauernproteste, jedenfalls in der medialen Darstellung. Das kollektive Wahnsystem mobilisiert die Unterstützer und demobilisiert diejenigen, die auf eine bessere Sachpolitik angewiesen sind. /// @ FraAimerich. Danke für den Hinweis auf Gremliza, die linke Socke, die ich schon vergessen hatte. Kapitalverbrechen ungleich Verbrechen des Kapitals. Was Blackrock macht, ist zwar zerstörerisch. Strafbar aber ist es nicht. Und die Liebediener des Kapitals, angefangen mit Friedrich Merz werden dafür sorgen, dass es auch alle Zeit so bleibt.

Olmo

4. März 2024 01:13

Ich hatte gerade Besuch aus der Heimat. Ein alter Freund. Die Schwester seiner Ex-Frau hat Selbstmord begangen. Sie führte ein klassisches modernes Lotterleben, mit vierzig fiel ihr dann ein, dass sie eigentlich immer Kinder haben wollte, es folgte ein Datingmarathon, dann eine Hormontherapie und jetzt der Suizid. Traurig. Als er das erzählte, mußte ich gleich an den Kommentar des Volksdeutschen denken. Mein Freund klärte mich über Tinder auf (also ich lebe echt hinterm Mond) welches er auch sportlich nutzt. Das sei teilweise schon würdelos, doch er könne es einfach nicht lassen, es sei eben so leicht. Er berichtete weiter von alten Bekannten, die fast ohne Ausnahme kinderlos herumtindern oder Unterhalt zahlen, übrigens Deutsche wie Ausländer. Scheinbar gibt es kaum noch Familien daheim. Nun gut, es handelt sich nicht um Bildungsbürger, doch meine Großeltern waren auch keine, es waren trotzdem anständige Leute, vor allem: sie lebten als Familie.

Franz Bettinger

4. März 2024 08:33

Ich frage mich manchmal, wie viele der auf SiN mitlesenden Regierungs-Schützer und potentiellen Anschwärzer wir klammheimlich durch viele kluge Kommentare auf unsere Seite gezogen haben, ergo wie viele Doppelspione und agents provocateurs wir, ohne es explizit zu wollen, umgedreht haben, von der Polizei ganz zu schweigen. Ich kenne einige. Muss das Regime nicht mittlerweile, wie einst in der DDR, vor den eigenen Leuten auf der Hut sein? (Ich meine nicht nur als Kronzeugen sondern als Saboteure und Akteure.) 

Le Chasseur

4. März 2024 10:28

@RMH"Wenn die Deutschen Kleinsparer nicht so fremdeln würden mit der Anlage am Aktienmarkt, sähe das anders aus. Seit 2000 gibt es ETF und wer bspw. entsprechende Produkte der Buhmänner Blackrock (iShares) oder Vanguard im Depot hat, kann sich nicht beschweren"
BlackRock und Vanguard? Da kann ich ja gleich Aktien von Raytheon, Lockheed Martin und Northrop Grumman kaufen, ist ja dann eh schon egal.

RMH

4. März 2024 10:37

"Nun gut, es handelt sich nicht um Bildungsbürger, doch meine Großeltern waren auch keine, es waren trotzdem anständige Leute, vor allem: sie lebten als Familie."
@Olmo, früher gabs die Kirche, die zusammengehalten hat und die Familie in den Mittelpunkt gestellt hat - in den neuen Ländern 40 Jahre die Partei, die ein Band um die Menschen legte. Heute löst sich alles auf, die Kirche, die nächste Institution, die kaputt ist (siehe jüngster Artikel von E.K.), sagt dazu unter dem Regenbogen Ja und Amen.
Den Tiger reiten, nannte J. Evola den Vorgang, als traditonaler Mensch im heutigen Zeitalter des Verfall zu leben. Ob man Evola folgen soll oder seine Analysen teitl, bleibt jedem selbst überlassen, aber das Bild, einen Tiger zu reiten, halte ich für nicht verkehrt. Und TikTok politisch zu nutzen, ist ein Stück weit den Tiger reiten, ohne dass man dabei die eigenen Inhalte und Themen zwangsläufig verlieren muss.

Laurenz

4. März 2024 10:52

@Olmo ... 478k Menschen in Deutschland haben sich die Tinder-App runtergeladen. Weltweit sind es 4% aus Deutschland, die Tinder nutzen. Das ist überschaubar. Und jetzt kommt die interessante Frage. Wie viele Ehen (Heteros) aus dem Online-Dating? Jede dritte Ehe.

FraAimerich

4. März 2024 11:20

@RMH - Hat man seinerzeit bei T-Online sehen können, was dem Kleinsparer der Einstieg in den Aktienmarkt bringt. Heute lobt man Blackrock. Warum nicht, mafiöse Strukturen waren ja schon immer die Grundlage dessen, was Unbelehrbare als "Freien Markt" bezeichnen.
Dem Hinweis auf die Pauperisierungspolitik der vergangenen Jahrzehnte postwendend mit der Verhöhnung risikoscheuer Normalbürger zu begegnen, die es sich nicht leisten können, ihr Erspartes im Casino zu verspielen, wirft jedenfalls ein bezeichnendes Licht auf Ihr Verständnis von "sozialer Marktwirtschaft". 

Laurenz

4. März 2024 21:52

@Das Kapital @L. ... Die Blödheit der Luftwaffen-Cheffes ist zwar traurig, wirft aber ein bezeichnendes Licht auf die Politik. Nur noch Trottel in der BuntenWehr, wie in der Politik, die in der freien Wirtschaft keine Chance hätten. Niemand von Format will sich vor den Alt-Parteien-Karren spannen lassen. Hier finden wir nur den Abschaum unserer eigenen Deutschen Gesellschaft. Aber diese 4 Heinzels sind noch nicht mal die Krönung der Dummheit. Macrönchen, hinter den 7 Bergen bei den 7 Schergen ist noch viel dümmer als wir. Hier finden Sie indirekt die Essenz dieses "Gesprächs". Die Aussage ist ganz eindeutig. Wenn die BunteWehr 200 Taurus an die Ukraine geliefert haben wird, haben wir keine mehr. Was sollen denn NATO-Truppen, die noch für ein oder 2 Tage Munition haben, in einem Konflikt mit Rußland? Die NATO-Depots in Europa sind leer. Damit ist dieser Scheißladen NATO obsolet. Hier kann niemand mehr irgendwen schützen. Da können wir auch austreten & die Weiße Flagge hissen. Dann bleibt uns wenigstens das Schicksal der Ukraine erspart.

Umlautkombinat

4. März 2024 23:05

Nicht nur Digitalisierung scheint ein Stein zu sein, unter dem hier mancher liegt. Die Meinungen zur Geldanlage kommen teilweise mit aehnlich braesiger Moralisiererei daher. Man sollte sich erst einmal inhaltlich mit dem beschaeftigen was Bogle, der Gruender von Vanguard, sich Mitte der Siebziger ausgedacht hat und was spaeter als ETF bezeichnet wurde. Das ist eine Demokratisierung des Wertpapierhandels gerade fuer den Kleinsparer, die nicht zu ueberschaetzen ist (Vanguard USA ist uebrigens nicht grundlos eine Genossenschaft). Dass heute daraus wieder Monopolisierungsmoeglichkeiten wachsen, widerspricht dem nicht. Dass sich Geschichte aller menschlichen Erfindungen in Inkarnationen die gegen ihn gerichtet sind wenden kann, ist eine Binse. Man muss allerdings erst einmal die dialektischen Spiralen nach Verstaendnis der Grundidee gedreht  haben um die dahingehende Spezifik der finanzwirtschaftlichen Frage beurteilen zu koennen. Geschichten wie die Telekomaktien sind uebrigens gerade das Gegenteil der Funktion eines meinetwegen Welt-ETF. Inklusive ihrer Intransparenz. 
Auch sollte man nicht verschiedene Dinge zusammenwerfen. Man kann die Abwesenheit eines freien Marktes als Kleinanleger genauso vehement ablehnen, wie das Gegenteil anzunehmen. Die Frage ist, welche Wahl man zum "Anlegen" von Geld auf einem Konto hat. Wertpapiere sind eine Antwort, fuer manchen die Einzige. Gerade denen mit wenig vermoegen und gerade den Jungen darunter.
 

das kapital

4. März 2024 23:54

@ franz bettinger Nun, Antaios, Sezession, Institut, Kubitschek und Kositza stehen unter Generalverdacht. Die müssen sehr genau hinschauen, was geht, damit es für sie nicht schiefgeht. Dieses Forum hier ist öffentlich und jeder darf damit rechnen, dass es eine breite Akte mit der Aufschrift Verhöhnung, Delegitimierung und sonstige böswillige Meinungsäußerungen gibt. Da wird jedes Komma abgeheftet für die Ewigkeit. Gerade hier im Forum sind ja wirklich gar zuviele so schlau, Strafbarkeit zu vermeiden. So hatte sich die Obrigkeit das aber nicht gedacht mit der Meinungsfreiheit. Na klar lesen hier diverse Hanseln mit und lassen mitlesen. Aber nützen wird es ihnen nichts. :-)  /// Das Regime ist ja auf der Hut. Siehe Feuerwehrmann in Berlin, der Bauern Beifall klatschte. Der soll doch gefälligst lieber so neutral und liberal sein, wie der Haldenwang. @ FraAimerich Die soziale Marktwirtschaft ist Geschichte. Die Bonner Republik auch. Planwirtschaft. Asozial. Günstlings- und Cliquenwirtschaft. Armut für fast alle. Nix Demokratie wagen. Heute weiss keiner mehr, wo Bonn liegt und was Rheinischer Kapitalismus war. Der Abschied fällt mir verdammt schwer.

RMH

5. März 2024 08:04

"im Casino zu verspielen" Willkommen im Club von Frau Wagenknecht, die die geplante Aktien-Rente als "Casino-Rente" verspottet und dabei übersieht, dass es bereits mit Norwegen und Schweden Länder gibt, die zeigen, dass das funktioniert (b.t.w.: beim Thema Rente wäre ich übrigens eher beim österreichischen Modell). Aber so sind alle Linken. Halten die Menschen in Bezug auf Geld dumm (außer dem ominösen Wundergebilde namens Staat gibt es nichts "sicheres") und leben selber in Saus und Braus (siehe Lebenstil des Ehepaars L.- W., vergleiche Lebensstil Nomenklatura in sozialistischen Ländern zu den Helden der Arbeiterklasse etc.). Finanzielle Mündigkeit, die Erkenntnis, wo und wie Geld sich vermehrt und wo es hingegen nur andere reich macht, stand noch nie auf dem Lehrplan, egal in welchem System, also darf man sich solches Wissen selber aneignen. Dabei lernt man dann auch schnell, dass der Invest in eine Aktie allein, Blödsinn ist und braucht dann auch nicht auf die T-Aktie zu rekurrieren. Es gab kaum Pauperisierung von Deutschen in D. Der stete Zuzug von offiziellen Habenichtsen, die auf Transferkosten leben, führt zu entsprechend verzerrten Statistiken. Der Durchschnitt der nativen D. hat Vermögen, schon bereits aus der Friedensdividende und durch eigenen Fleiß und Sparsamkeit, hat nach wie vor in der EU hohe Durchschnittslöhne und ist deshalb permanentes Ziel linker Umverteilungspolitik. Und wenn das durschnittliche "netto" der Lohnempfänger von 2020 von 1.966.- auf 2.675 Euro netto in 2023 angestiegen ist, dann braucht keiner was von keiner Teilhabe zu nölen.

das kapital

5. März 2024 09:12

@ RMH Ich würde mich ja gerne beim Norwegischen Staatsfond einkaufen, aber man lässt mich nicht. Wenn Deutschland pro Kopf soviel Erdöleinnahmen hätte wie Norwegen, wäre ein deutscher Staatsfond eine wirklich gute Idee. Haben wir aber nicht. Ein Staatsfond der so um 1949 gegründet worden wäre, war eine gute Idee. Statt dessen aber wohl Umstellung auf das Umlageverfahren bei der Rente unter Adenauer. Wer in Zeiten des Wirtschaftswunders nichts anspart, ist selber schuld. In Zeiten der Generalpleite lässt sich nicht nachholen, was seit 1949 versäumt worden ist. Dank Umverteilung war Deutschland niemals ein reiches Land. Dank Massenmigration in die Sozialsysteme auch nicht. Auch nicht dank kein Geld für Deutschland nur Geld für die Welt Projekten. Ein Land ohne wirtschaftliche Zukunft ist niemals ein reiches Land. Ein Land, das dekadent geworden ist und sich ganz und gar selbst zerstört. 

Le Chasseur

5. März 2024 09:45

@RMH
"Und wenn das durschnittliche "netto" der Lohnempfänger von 2020 von 1.966.- auf 2.675 Euro netto in 2023 angestiegen ist, dann braucht keiner was von keiner Teilhabe zu nölen."
(hüstel)
"Viele Menschen in Deutschland konnten sich trotz Lohnerhöhungen 2022 von ihrem Verdienst weniger leisten als im Jahr zuvor. Sie hatten mehr Geld auf dem Lohnzettel - aber weniger Kaufkraft: Die Verdienste haben 2022 wegen der Inflation deutlich an Wert verloren. Zwar stiegen die Löhne so stark wie nie seit Beginn der Zeitreihe 2008. Doch die Inflation zehrte diese Zuwächse mehr als auf. Anders ausgedrückt: Auch wenn der Nominallohn stark gestiegen ist, war der Reallohn trotzdem oft deutlich gesunken. Der Reallohn ist der Verdienst, über den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tatsächlich verfügen können, nachdem die Inflation berücksichtigt wurde. Im Gegensatz zum Nominallohn berücksichtigt der Reallohn die tatsächliche Kaufkraft des Verdienstes. (...) Im Jahr 2022 wurde der stärkste Rückgang der Reallöhne in Deutschland seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008 gemessen."
https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Realloehne-Nettoverdienste/_inhalt.html

Franz Bettinger

5. März 2024 09:48

@Lau: Die nun aufgeflogene Vorbereitung eines Angriffs auf Russland durch 4 deutsche Generale (die von Kriegsminister Pistorius noch in Schutz genommen werden) mittels Dutzenden Taurus- Marschflugkörpern erinnert mich an 1871 bzw. die Emser Depesche und könnte einen Krieg zur Folge haben oder wenigstens eine Bestrafungsaktion od. Vergeltung. Wäre ich einer der vier Generale oder der Kriegsminister oder der Kanzler, würde ich jetzt lange Urlaub nehmen - wahrscheinlich auf den Aleuten. 

RMH

5. März 2024 09:58

"Das ist eine Demokratisierung des Wertpapierhandels gerade fuer den Kleinsparer, die nicht zu ueberschaetzen ist." @Umlautkombinat, schön, dass Sie das einmal so deutlich zum Ausdruck bringen. Aber bei der Erwähnung von Blackrock oder Vanguard sehen ja manche bereits leibhaftige Gott-Sei-bei-uns vor sich. Björn Höcke sagte einmal vor etlichen Jahren:
"Die Soziale Frage der Gegenwart ist nicht primär die Verteilung des Volksvermögens von oben nach unten, unten nach oben, jung nach alt oder alt nach jung. Die neue deutsche Soziale Frage des 21. Jahrhunderts ist die Frage nach der Verteilung des Volksvermögens von innen nach außen."
Die Verteilung von Zuwendungen an jeden, der die Landesgrenze nur übertritt, ist auch so eine Umverteilung nach außen (ein Teil der Gelder fließt nach Hause). Kindergeld weltweit etc. Aber hier meinen manche, den alten Klassenkampf reaktivieren zu müssen. Konsequent geht das aber nie national, sondern immer nur international, nie ethnisch, sondern immer nur Klassenorientiert (bei der Klasse spielt die Ethnie keine Rolle). Wenn BSW kein Elitenprojekt zur Abschöpfung des deutschen Protests wäre (und entsprechend die Mitgliederlisten nicht geschlossen hätte), wären viele besser dort, als bei der AfD aufgehoben, sollten sich dann aber von ihren National- und Rassenvorstellungen frei machen, denn das funktioniert sonst nicht.

FraAimerich

5. März 2024 10:49

@RMH: Wer fortwährend libertäre Propagandahülsen predigt und von den Kosten und Folgen der wundersamen "Geldvermehrung" (was für ein Fastnachtsbegriff) nichts wissen will, sollte andere (im Nachbarstrang) vielleicht nicht unbedingt als "Gläubige" abqualifizieren. Vielmehr hoffen, daß einige der Segnungen des Heiligen Geists demnächst auch mal zu ihm downtrickeln...

Laurenz

5. März 2024 13:57

@Das Kapital & RMH & Le Chasseur ... der Teilnehmer @Das Kapital liegt hier im Rennen eindeutig vorne. Ähnlich, wie auch Kommentatoren bei Tichys, lassen Sie, @RMH die Währunsgfrage außen vor. Selbst Tietmeyer, nicht das beste Pferd im Stall der historischen Bundesbank-Präsidenten, hielt zurecht fest, daß eine stabile Währung der wichtigste ökonomische Faktor für die Unterschicht darstellt, da diese nur über das monatliche Einkommen durch Arbeit verfügt. Inflation ist eine indirekte Steuer auf Einkünfte & Kapital. Sie trifft nur die Armen hart. Reiche konnten in den letzten Jahren mit einer Rendite von 15% bei ihren Vermögensverwaltungen rechnen, deutlich über der Inflation. Die reichste Notenbank der Welt pro Kopf, ist die Schweizerische Nationalbank, die gezielt die irre Nachfrage nach Schweizer Franken nutzt, um weltweit in Aktiva zu investieren. Das funktioniert natürlich nur solange, wie die Schweiz es bei ihrer relativen Neutralität beläßt. Der Teilnehmer @Le Chasseur untertreibt maßlos. Wir haben von der Deutschmark in den Euro hinein um 45% abgewertet. Das war eine linke Maßnahme Schröders, um die durch Kohl geplünderten Sozialkassen zu retten, wie die Arbeitslosen-Quote über den Preis Deutscher Produkte auf dem Weltmarkt zu senken.

Umlautkombinat

5. März 2024 14:18

@FraAimerich
Im entsprechenden Teil von @RMH's Kommentar wird ueberhaupt nichts zu seiner Interpretation der Geldvermehrung gesagt. Diese hat  verschiedene Aspekte. Sie enthaelt Geldschoepfung, auch m.E. ein grosses Baeh, aber sie enthaelt z.B. auch Produktivitaetszuwaechse. Die v.a.D. bilden ETF ab und bei allen Verzerrungen immer noch am Besten zu allen vergleichbaren Moeglichkeiten. Auch die ueberbewertetste Aktie biegt die Regression zum Mittelwert auf Dauer zurueck. Ein Welt-ETF mit dickem Teslaanteil wird dann simpel seine prozentuale Zusammensetzung aendern.
 
Und diese realen Zuwaechse sind die Einzigen dieser Art auf dieser Erde, kein Gold, keine Immo haben das. Und sie sind auch nicht per se vom Teufel, denn sie enthalten mehr als reine Volumina und "Wachstum". 
 
Im Ende haben sie erstmal Geld in der Tasche - viel oder wenig - und muessen real entscheiden, was sie damit machen. Da sind wir wieder back to square one. Wenn sie das System nicht nutzen, verlieren Sie. Dann enteignet sie schon allein die simple Inflation um jeglichen reinen Geldbesitz. ETF sind auch Anteile an Sachwerten. Und da habe ich mit DDR-Herkunft schon mehr Fantasie zu Begehrlichkeiten dahingehend, auch an diese zu kommen, aber nennen Sie Besseres statt sich zu ereifern.

RMH

5. März 2024 14:19

Wenn Deutschland pro Kopf soviel Erdöleinnahmen hätte wie Norwegen, wäre ein deutscher Staatsfond eine wirklich gute Idee. Haben wir aber nicht. Ein Staatsfond der so um 1949 gegründet worden wäre, war eine gute Idee.
@das kapital, ich bin hier voll bei Ihnen. Die "Aktienrente" kommt für Deutschland zu spät. Ein Umsteigen auf ein komplettes Volleinzahler- Modell, sodass auch alle Versorgungswerkeinzahler, Beamte, Selbständige etc. einzahlen, wäre in unserer Situation vermutlich besser (hatte oben ja schon geschrieben, dass ich das österreich. Modell besser finde). Deswegen hat Frau Wagenknecht mit dem Hinweis auf Österreich recht, aber mit der "Casino"-Polemik auch wieder unrecht.
@FraAimerich: Meine "Rente mit 63" zahle ich mir selber, nicht der Beitragszahler.  Die FIAT-Money Themen, MMT etc. sind mir geläufig, gerade deshalb - siehe Ausführungen von @Laurenz - sind Aktien, Aktien-ETF, ein Baustein (aber nicht der alleinige). Haben Sie etwas Substantielles anzubieten, welches nicht am Ende auf Blockwart hinausläuft, der genau prüft, dass einer nicht eine Wurstscheibe zu viel auf dem Teller hat?

Laurenz

5. März 2024 14:52

@Das Kapital & RMH & Le Chasseur (2) ... Die Reallöhne in Deutschland sind seit 1992 bis 2014 leicht gesunken. Das hatte einerseits mit dem Arbeitskräfte-Angebot aus der ehemaligen DDR zu tun, wie mit der o.g. Euroeinführung. Bis 2014 dauerte es, bis die Deutsche Oberschicht & Politik die Verluste aus der Abwertung in den Euro ausgeglichen hatten. Seitdem sind die Reallöhne um 12% gestiegen, also 1% pro Jahr. Wobei das noch nichts über die Verteilung der Reallohnsteigerung aussagt. Ihre Empfehlung, @RMH, daß von Ihnen "titulierte" Klassenkämpfer doch zum BSW wechseln sollten, ist undurchdacht. Dieser ganze woke Schmarotzerstaat lebt von denjenigen Trotteln, die noch arbeiten. Da ist es sehr wohl angesagt, für die arbeitende Klasse politisch die Lanze zu brechen. Sie haben anscheinend vergessen, daß alle Renditen & Erträge aus Kapital, direkte & indirekte Steuern immer nur durch Arbeit erwirtschaftet werden.

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