Kritik der Woche (86): Mit Rechten leben

Mit Rechten leben von Jana Glaese kehrt den Titel des Antaios-Dauerbrenners Mit Linken leben (2017) von Caroline Sommerfeld und meiner Wenigkeit um, ohne unser Buch auch nur mit einem Sterbenswörtchen zu erwähnen. Ob sie es bewußt ignoriert hat oder gar nicht kennt, weiß ich nicht.

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Gene­rell ver­mei­det sie jeg­li­che Bezug­nah­me auf die Lite­ra­tur und die Ansich­ten aus “unse­rem” Eck des rech­ten Spek­trums. Das höchs­te der Gefüh­le ist eine bei­läu­fi­ge Bemer­kung, “rechts” wür­den sich selbst heut­zu­ta­ge “allein ein AfD-Abge­ord­ne­ter wie Maxi­mil­li­an Krah oder Neu­rech­te in Schnell­ro­da” nen­nen, was Glae­se per Fuß­no­te mit einem Ver­weis zu einem Arti­kel von Ellen Kositza belegt.

Sie zitiert aller­dings aus einem ande­ren titel­ver­wand­ten Buch, das sei­ner­zeit par­al­lel zu dem uns­ri­gen erschien und ihm in den Rezen­sio­nen gele­gent­lich gegen­über gestellt wur­de: Mit Rech­ten reden von Per Leo mit Zuta­ten von Dani­el-Pas­cal Zorn und Maxi­mi­li­an Stein­beis. Auf die­se recht wir­re, hete­ro­gen zusam­men­ge­papp­te Num­mer stürz­te sich das dama­li­ge Feuil­le­ton begeis­tert, weil es die erlö­sen­de The­se anbot, daß Rech­te gezielt “pro­vo­zie­ren”, um als­dann die Früch­te der Empö­rung zu ern­ten, indem sie sich als Opfer von Mei­nungs­re­pres­si­on und ähn­li­chem “insze­nie­ren”.

Wer sich von ihnen trig­gern lie­ße, gehe ihnen auf den Leim, wes­halb man ihre Ver­su­che, Auf­merk­sam­keit zu gene­rie­ren, ins Lee­re lau­fen las­sen sol­le. Als “Pro­vo­ka­ti­on” gel­ten für Leo, von Glae­se zitiert, Aus­sa­gen wie “Man darf sei­ne Mei­nung nicht mehr sagen” oder “Die eigent­li­chen Nazis sind die Lin­ken”, Din­ge, die man halt so sagt ohne Berüh­rung mit der Wirk­lich­keit und aus purer Bos­haf­tig­keit, um lin­ke Leu­te zu ärgern.

Neun Jah­re nach Mit Lin­ken leben und Mit Rech­ten reden geht Glae­se, Jahr­gang 1988, Autorin des von Sven­ja Flaß­pöh­ler her­aus­ge­ge­be­nen Phi­lo­so­phie Maga­zins, erneut der Fra­ge nach dem poli­ti­schen Riß nach (sie ver­wen­det das Wort häu­fig), der Deutsch­land durch­zie­he und “spal­te”. Die Ein­lei­tung liest sich wie ein Déjà vu und hät­te so ähn­lich genau­so gut in unse­rem Buch ste­hen können:

Es ist, als sei ein neu­er Ton ein­ge­zo­gen in die Gesell­schaft: unver­söhn­li­cher, unge­dul­di­ger, miss­traui­scher. The­men wie Zuwan­de­rung, Iden­ti­tät oder Sicher­heit pola­ri­sie­ren in einem Aus­maß, das Freund­schaf­ten belas­tet, Fami­li­en spal­tet, Stadt- und Dorf­ge­mein­schaf­ten auf­reibt. Das Pri­va­te, das wir als geschütz­ten Raum sehen wol­len, ist poli­ti­scher gewor­den, Kon­flikt­li­ni­en rei­chen tie­fer in die All­tags­welt hinein.

Im Gegen­satz zu Som­mer­feld und mir ver­steht Glae­se ihr Buch nicht als “Rat­ge­ber”, ver­folgt aber inter­es­san­ter­wei­se einen sehr ähn­li­chen Ansatz. Auch wir ver­such­ten uns an einem Balan­ce­akt zwi­schen maxi­ma­ler Zuspit­zung und Offen­heit in der sach­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung auf der einen und per­sön­li­chem Anstand, Prag­ma­tis­mus und Bür­ger­kriegs­be­frie­dung auf der ande­ren Seite.

Auch uns ging es um die Dia­lek­tik zwi­schen “Wider­stand und Nähe”, wie Glae­se das nennt, und um das Pro­blem, wie man sei­ne Posi­ti­on in Fami­lie, Freund­schaf­ten, Part­ner­schaf­ten und auf dem Arbeits­platz hält, ohne all­zu viel zwi­schen­mensch­li­ches Por­zel­lan zu zer­dep­pern oder die nicht- und außer­po­li­ti­schen Din­ge aus den Augen zu ver­lie­ren. Inso­fern sehe ich hier eine erstaun­li­che Kon­gru­enz der Bestre­bun­gen. Unser Haupt­ziel war frei­lich, die Wider­stands­kraft und den Mut unse­res eige­nen (recht weit gefaß­ten) Spek­trums zu stär­ken, sowohl argu­men­ta­tiv als auch mental.

Glae­se ver­sucht nun etwas ähn­li­ches von links, aller­dings ohne sich sel­ber dezi­diert als links zu kenn­zeich­nen, was zu unse­rer dama­li­gen Ana­ly­se paßt, wonach Links sich als “das Nor­ma­le”, Eta­blier­te und ethisch Aner­kann­te ver­steht, woge­gen “Rechts” die stets unheim­li­chen “Ande­ren” in der Gesell­schaft mar­kiert, die es einer­seits gar nicht geben dürf­te, die aber ande­rer­seits das Sys­tem vita­li­sie­ren und legi­ti­mie­ren, indem ihnen die Rol­le des ewi­gen Schur­ken zuge­dacht wird, gegen den sich “die Demo­kra­tie” zu weh­ren hat.

Man erkennt Glae­ses grund­sätz­lich (gemä­ßigt) lin­ke Posi­ti­on an ihrer Spra­che (beson­ders ner­vig: “Geflüch­te­te”) und der Wahl ihrer “Hel­den”, der Prot­ago­nis­ten ihrer Fall­bei­spie­le, alle­samt dezi­dier­te Lin­ke bis in den Anti­fa-Bereich hin­ein, die sich jedoch ent­schie­den haben, den “Rech­ten” in ihrer sozia­len Umge­bung eher diplo­ma­tisch, päd­ago­gisch, kom­mu­ni­ka­tiv, mit­un­ter sogar “inklu­siv” zu begeg­nen anstel­le wie üblich mit Denun­zia­ti­on, Ein­schüch­te­rung und Gewalt. Wie wir sehen wer­den, hängt dies damit zusam­men, daß sie aus einer Min­der­hei­ten­po­si­ti­on her­aus agieren.

Es ist bezeich­nend, daß Glae­se die­se Lin­ken (aus unse­rer Sicht sogar “Links­extre­men”) häu­fig gar nicht als sol­che kenn­zeich­net. Das ist nun kei­ne Neben­sa­che, denn in den Situa­tio­nen, die sie nach­er­zählt, ist es nicht uner­heb­lich, wer mit wem aus wel­chen welt­an­schau­li­chen Grün­den “ein Pro­blem hat”.

Wo unser Buch mit den zwei auf­ein­an­der­fol­gen­den Kapi­teln “Wer sind ‘die Rech­ten’?” und “Wer sind ‘die Lin­ken’?” beginnt, begnügt sich Glae­se damit, nur eine Kon­flikt­par­tei zu defi­nie­ren. “Wer ist hier ‘rechts’?” fragt sie im ers­ten Kapi­tel, und ihre Ant­wort ist natür­lich getrübt von den han­dels­üb­li­chen, unquan­ti­fi­zier­ba­ren Kleis­ter­be­grif­fen, als “Poli­tik­wis­sen­schaft” getarnt, die ideo­lo­gisch-pole­mi­schen Ursprungs sind, von ihr aber gehand­habt wer­den, als hät­ten sie einen prä­zi­sen ana­ly­ti­schen Wert (sie glaubt auch an eine obsku­re Enti­tät namens “die Wissenschaft”).

Ich begin­ne mei­ne Betrach­tun­gen da, wo Sät­ze im Spiel sind, die (aus einem Ungleich­heits­ge­dan­ken her­aus) die Men­schen­wür­de oder Demo­kra­tie in Fra­ge stel­len, bezie­hungs­wei­se, wo es Hin­wei­se gibt, dass jemand eine Par­tei wählt, die das tut.

Von dem unse­li­gen lin­ken Sozio­lo­gen Wil­helm Heit­mey­er über­nimmt sie den zum Meme gewor­de­nen Begriff der “grup­pen­be­zo­ge­nen Men­schen­feind­lich­keit” und ver­kürzt ihn auf “men­schen­feind­lich”, “men­schen­ver­ach­tend” oder “men­schen­ab­wer­tend”, was ihn end­gül­tig in den Bereich der Will­kür und Belie­big­keit rückt. Man ist hier im Grun­de an der Gren­ze zum ideo­lo­gi­schen Kitsch ange­langt, jeden­falls läßt man jeg­li­ches kla­re Den­ken hin­ter sich, wenn man sol­che Kate­go­rien für vali­de hält.

Das kom­bi­niert Glae­se mit dem ähn­lich schwam­mi­gen Schlag­wort “Demo­kra­tie­feind­lich­keit” und iden­ti­fi­ziert kon­form zu den gel­ten­den Sprach­re­geln “die Demo­kra­tie” mit dem herr­schen­den poli­ti­schen Sys­tem, das jeg­li­che Oppo­si­ti­on als “anti­de­mo­kra­tisch” abstem­pelt und sich zu die­sem Zweck die Defi­ni­ti­on die­ses Begriffs belie­big zurechtbiegt.

Som­mer­feld und ich haben in Mit Lin­ken leben ein gan­zes Kapi­tel den sug­ges­ti­ven Gum­mi­be­grif­fen gewid­met, die regel­mä­ßig gegen “rechts” ins Feld geführt wer­den dar­un­ter “Angst/Phobie”, “Haß”, “Ras­sis­mus”, “auto­ri­tär”, “men­schen­ver­ach­tend” etc. Zum The­ma “Demo­kra­tie­feind­lich­keit” schrie­ben wir:

Als Rech­ter wird man heu­te rou­ti­ne­mä­ßig als »Demo­kra­tie-« oder »Ver­fas­sungs­feind« titu­liert, was in der Regel nicht wei­ter begrün­det wird. Wenn man schon zum Hos­tis huma­ni gene­ris erklärt wird, ver­steht es sich offen­bar von selbst, daß man dann auch gegen »die Demo­kra­tie« sein muß. Letz­te­re ist zu einem mys­ti­schen Wohl­fühl- und Sums­wort ver­kom­men, mit dem vage uni­ver­sa­lis­tisch-huma­ni­tä­re »Wer­te« evo­ziert werden.

Wer hin­ge­gen all­zu­viel vom »Volk« spricht, vor allem von einem kon­kre­ten, spe­zi­fisch defi­nier­tem Volk, ist kein »Demo­krat«, son­dern «völ­kisch«. Die eta­blier­ten Par­tei­en und Macht­eli­ten geben sich heu­te als die heroi­schen »Demo­kra­ten« aus und brand­mar­ken ihre Oppo­si­ti­on als nie­der­träch­ti­ge »Demo­kra­tie­fein­de«. Das ergibt eine selt­sa­me Kon­stel­la­ti­on, denn typi­scher­wei­se for­dern die »Popu­lis­ten« mehr direk­te Demo­kra­tie und Volksentscheide.

Auf der prak­ti­schen Ebe­ne scheint es indes so, als ob die sakra­le, unan­tast­ba­re Aura des Wor­tes »Demo­kra­tie« gezielt dafür benutzt wird, die rea­le demo­kra­ti­sche Par­ti­zi­pa­ti­on des Vol­kes zu mini­mie­ren und einer zuneh­mend post-demo­kra­ti­schen Herr­schaft Legi­ti­mi­tät zu verleihen.

Glae­se bewegt sich also trotz all ihrer Dif­fe­ren­zie­rungs­be­mü­hun­gen firm im Rah­men einer Schlag­wort­se­man­tik, die dem rech­ten Spek­trum gene­rell und grund­le­gend einen ethi­schen Defekt unter­stellt. Das wird auch dann deut­lich, wenn sie in Fra­ge stellt, ob ein poli­ti­sches “Feld” sinn­voll ist, in dem es “links und mit­tig, aber nicht rechts gibt”:

Von “links” zu spre­chen ergibt nur Sinn, wenn es auch ein “rechts” gibt. Genau­so wie “hell” nur da eine Bedeu­tung hat, wo es auch “dun­kel” gibt.

Die “Rech­ten” sind dem­nach die “dunk­le” Sei­te des demo­kra­ti­schen Spek­trums. Das “anti­de­mo­kra­ti­sche” Kro­ko­dil für den “demo­kra­ti­schen” Kas­perl zu spie­len ist in der Tat ihre struk­tu­rel­le Auf­ga­be inner­halb des bun­des­deut­schen Sys­tems. Auch das wäre ein Bei­spiel für die Unaus­weich­lich­keit des Schmitt’schen Freund-Feind-Sche­mas, das Glae­se wie Mil­lio­nen Kom­men­ta­to­ren vor ihr als Impe­ra­tiv fehlinterpretiert.

So bleibt ihre Defi­ni­ti­on der “Rech­ten” ziem­lich vage. Sie beteu­ert gleich zu Beginn daß sie kei­ne Ana­ly­se der Grün­de schrei­ben möch­te, war­um Men­schen in Deutsch­land AfD wäh­len. Ihr Bild von den “Rech­ten” bleibt grund­sätz­lich mit dem wer­ten­den Nim­bus des “Dunk­len”, “Gefähr­li­chen”, “Men­schen­feind­li­chen” und Pro­to-Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen behaf­tet, auch wenn sie hier vie­le Grau­zo­nen findet.

Obwohl Som­mer­feld und ich in unse­rem Buch tüch­tig gegen Lin­ke aller Art pole­mi­sie­ren (zum Teil sati­risch über­spitzt), so sind wir weit von einem sol­chen Manich­äis­mus ent­fernt. Wir beto­nen im Gegen­teil, daß nie­mand “nur links” oder “nur rechts” ist, und man in frei­er Wild­bahn allen mög­li­chen Arten von welt­an­schau­li­chen Kom­bi­na­tio­nen begeg­nen. Als genia­ler Schlüs­sel erschien uns die erst jetzt auf Deutsch unter dem Titel Die Macht der Moral erschie­ne­ne Ana­ly­se von Jona­than Haidt, die es erlaubt, poli­ti­sche Dis­po­si­tio­nen ohne Wer­tung zu beschreiben.

Die “Rech­ten”, die in Glae­ses Buch auf­tau­chen, sind nun vor­wie­gend die ossi­deut­sche, vor­wie­gend säch­si­sche Pro­vinz­va­ri­an­te, vom AfD-Sym­pa­thi­san­ten über den Coro­naschwurb­ler bis hin zum “Dorf­na­zi” mit fie­sen Tat­toos und Band­shirts. Das erlaubt ihr ein Bild zu zeich­nen, in dem Lin­ke zur Abwechs­lung mal in der Min­der­heit sind und sich hero­isch gegen den sozia­len Kon­for­mi­täts­druck von rechts stem­men, aus­nahms­wei­se wirk­lich Risi­ken ein­ge­hen, wenn sie “Hal­tung zeigen”.

Unser Buch ging von der weit­aus häu­fi­ge­ren umge­kehr­ten Situa­ti­on aus. Basie­rend auf eige­nen Erleb­nis­sen, Erzäh­lun­gen aus dem Freun­des­kreis und dut­zen­den Zuschrif­ten von Lesern der Sezes­si­on beschrie­ben wir, was es bedeu­tet, als Rech­ter oder auch nur als Mensch mit von außen als rechts ein­sor­tier­ten Ansich­ten gegen eine lin­ke, oft hys­te­risch agie­ren­de Über­macht zu ste­hen, bedroht von sozia­ler und insti­tu­tio­nel­ler Aus­gren­zung, Stig­ma­ti­sie­rung, Job­ver­lust, Ver­leum­dung, Kon­takt­ab­brü­chen und im Extrem­fall phy­si­scher Gewalt durch Anti­fas, manch­mal aus völ­lig nich­ti­gen und irra­tio­na­len Grün­den. Das sind sehr typi­sche “rech­te” Erfah­run­gen, eine Tat­sa­che, die von Glae­se nur ansatz­wei­se aner­kannt und beschrie­ben wird, was das von ihr gezeich­ne­te Bild schief und unpro­por­tio­nal macht.

Es ehrt sie immer­hin, daß sie sich bemüht, die “Rech­ten” als Men­schen mit guten und schlech­ten Sei­ten wahr­zu­neh­men, und nicht als Unmen­schen, Wer­wöl­fe und Vam­pi­re, deren blo­ße Anwe­sen­heit schon Grund zum Gru­seln und beflis­se­nen Distan­zie­ren ist. Sie beschreibt die Erfah­rung, Men­schen aus Fleisch und Blut und kei­nem “fer­nen Zerr­bild aus den Medi­en” zu begegnen.

In ihren Fall­bei­spie­len schil­dert sie ein paar exem­pla­ri­sche Men­schen, die als Lin­ke in Dun­kel­deutsch­land den sozia­len Zusam­men­halt im All­tag über Ideo­lo­gie stel­len, ohne dabei ihre “Hal­tung” aufzugeben.

Da gibt es zum Bei­spiel die Künst­le­rin Kers­tin, die in einem 200-Ein­woh­ner-Kaff mit­hil­fe von “inklu­si­ven” Stra­ßen­kunst-Aktio­nen und Work­shops Leu­te mit unter­schied­li­chen poli­ti­schen Mei­nun­gen zusam­men­zu­brin­gen. Eben­falls eine Künst­le­rin ist Grit, die in ihrem Bran­den­bur­ger Hei­mat­dorf gute Kon­tak­te zu einem rechts­las­ti­gen Auto­ral­lye-Ver­an­stal­ter pflegt, obwohl sie sehr unter­schied­li­che Mei­nun­gen haben, was “Geflüch­te­te und Aus­län­der” angeht.

Grit will (…) den Feind­bil­dern auf allen Sei­ten den Boden ent­zie­hen. Schließ­lich, betont sie, sei jeder Mensch mehr als nur sei­ne poli­ti­sche Position.

“Fast ein wenig zu erfun­den” klingt die Geschich­te des les­bi­schen Paa­res Sofia und Linh, letz­te­re viet­na­me­si­scher Abstam­mung, das aufs Land zieht und sich prompt mit einem hilfs­be­rei­ten Nach­barn anfreun­det, der unver­hoh­len gesteht, daß er frü­her in der NPD und heu­te in der AfD aktiv ist. Er beharrt dar­auf, daß er “rechts”, aber nicht “rechts­extrem” sei, backt Kuchen für sei­ne Nach­ba­rin­nen und ver­rich­tet aller­lei hand­werk­li­che Tätig­kei­ten für sie.

Sina ist eine enga­gier­te Anti­fa­schis­tin und “Die Linke”-Wählerin, die für ihre Aus­bil­dung zur Fach­ärz­tin in einer Arzt­pra­xis in Sach­sen arbei­tet, deren Chef sich gleich am ers­ten Arbeits­tag als AfD-Wäh­ler und Björn-Höcke-Fan outet. Als er Sina nach ihrer Mei­nung fragt, weicht sie aus: “Wis­sen Sie, das Poli­ti­sche habe ich kom­plett zuhau­se gelassen.”

Sina beschließt nun, ihren Anti­fa­schis­mus in die Frei­zeit zu ver­le­gen und im Rah­men ihrer Arbeit, die sie über die Poli­tik stellt, mög­lichst neu­tral zu blei­ben und ihre poli­ti­sche Zuge­hö­rig­keit zu ver­ber­gen. Sie wird dabei stän­dig mit Ansich­ten kon­fron­tiert, die in ihrer bis­he­ri­gen sozia­len Bla­se unüb­lich sind. Manch­mal ver­sucht sie, dezent dage­gen­zu­hal­ten, betreibt aber im all­ge­mei­nen Mimi­kry und nur “ver­deck­ten Wider­stand”, wie Glae­se for­mu­liert. Sie ver­mei­det aber die Eska­la­ti­on, ins­be­son­de­re mit ihrem Chef, dem sie trotz sei­ner kon­trä­ren Welt­an­schau­ung als Arzt und Vor­ge­setz­ten zu wert­schät­zen lernt.

Mit ande­ren Wor­ten macht sie eine typisch “rech­te” Erfah­rung. Gratulation!

Ande­re Geschich­ten ver­lau­fen weni­ger har­mo­nisch. Doro etwa ist eine aus­ge­wie­se­ne Anti­fan­tin mit 20 Jah­ren Erfah­rung, die seit 2001 in Zit­tau lebt. Sie hat sich dort in einen Mann ver­liebt, den sie erst nach gerau­mer Zeit als “Rech­ten” iden­ti­fi­ziert, näm­lich, als sie einer Reichs­kriegs­flag­ge in sei­nem Wohn­zim­mer ange­sich­tig wird. Die bei­den bre­chen ein­ver­nehm­lich die Bezie­hung ab, blei­ben aber Freun­de. “Das war ein Mega­kon­flikt für mich.”

Der nächs­te Gewis­sens­kon­flikt für Doro kommt Jah­re spä­ter, als sie drauf­kommt, daß die freund­li­che Heb­am­me, die ihr bei einer bevor­ste­hen­den Haus­ge­burt hel­fen soll, Coro­na-Maß­nah­men ablehnt und ein Video mit einer rech­ten Sonn­wend­fei­er “zustim­mend kom­men­tiert”. Den­noch muß­te sie sich mit der Dame arran­gie­ren, da sie der “selbst­be­stimm­ten Geburt” den Vor­rang vor ideo­lo­gi­scher sozia­ler Hygie­ne gab.

Wenn Doro auf Demos “Jung­fa­schos” kon­fron­tiert, dann eher im Geis­te eines “Good Cop”, der ver­sucht, mit den jun­gen Rech­ten neckisch und humor­voll ins Gespräch zu kom­men. Ansons­ten geht sie rou­ti­ne­mä­ßig wild­frem­den Men­schen auf den Zei­ger, die Täto­wie­run­gen oder T‑Shirts tra­gen, die ihr nicht gefal­len. Man will den regio­na­len Rech­ten ja kei­ne “Woh­fühl­oa­se” berei­ten: “Man muss die jeden Tag mer­ken las­sen: Rechts zu sein ist scheiße.”

Das ist eine typisch lin­ke mora­li­sche Kreuz­zugs­men­ta­li­tät, die den meis­ten Rech­ten oder Kon­ser­va­ti­ven fremd, wenn nicht gar zuwi­der ist. Nur Lin­ke kom­men auf die Idee, in Scha­ren zu einem rech­ten Som­mer­fest anzu­rei­sen, um dort Streß zu machen, her­um­zu­pö­beln und Denun­zia­ti­ons­ma­te­ri­al zu sam­meln. Der Gedan­ke, unse­ren Lesern zu emp­feh­len, Lin­ke aktiv in ihrer “Com­fort Zone” anzu­grei­fen oder stän­dig Miß­bil­li­gung aus­drü­cken, wenn uns mal wie­der Gestal­ten mit links­ra­di­ka­len Slo­gans über den Weg lau­fen, ist uns in Mit Lin­ken leben gar nicht erst gekommen.

Der­glei­chen ist ohne­hin nur dann mög­lich, wenn man sicher gehen kann, daß man eine mehr­heit­lich aner­kann­te oder pro­pa­gier­te Moral hin­ter sich weiß, selbst wenn man sich wie besag­te Doro lokal in der Min­der­heit befin­det (und Moral ist bekannt­lich die belieb­tes­te Dro­ge der Lin­ken und die Haupt­quel­le ihres sozia­len Statusdenkens).

Das trifft auch auf die für mich lus­tigs­te Epi­so­de des Buches zu, die von einem lin­ken, gesin­nungs­ethi­schen Idea­lis­ten han­delt, den Glae­se nach einer Roman­fi­gur von Erich Käst­ner “Fabi­an” nennt. Er ist gelern­ter Stein­ar­bei­ter, der seit eini­ger Zeit irgend­wo in Ossi­land in der Lackie­re­rei eines Auto­her­stel­lers am Fließ­band arbei­tet. Die Autorin beschreibt ihn als Men­schen, “der Wert auf Kor­rekt­heit legt. Wenn ihm etwas nicht rich­tig erscheint, macht Fabi­an den Mund auf. Egal, ob es dar­um geht, dass Kol­le­gen nach­läs­sig arbei­ten oder Men­schen­feind­li­ches von sich geben.”

Sei­ne Stun­de, hero­isch für die Men­schen­wür­de ein­zu­tre­ten, hat geschla­gen, als sei­ne Kol­le­gen bei der Arbeit L’Amour tou­jours spie­len und den inzwi­schen berüch­tig­ten “alter­na­ti­ven” Text mit­zu­sin­gen beginnnen.

Zuerst tönen die Kol­le­gen nur mit – “Döp dö dö dö döp” – aber dann wird es ver­bal. (…) Rich­tig lau­te “Vor­sän­ger” habe es nur vier gege­ben, sagt Fabi­an. Aber vie­le ande­re in der Linie stimm­ten sum­mend und pfei­fend mit ein, ohne sich dar­an zu stö­ren, wel­che Wor­te da fal­len. (…) Kein Team­lei­ter mel­det den Vor­fall, kein Kol­le­ge kom­men­tiert das Geschehen.

Am nächs­ten Mor­gen zeigt Fabi­an “Hal­tung”: Er hält thea­tra­lisch das Fließ­band an, was die Fir­ma immer­hin 15,000 Euro Ver­lust pro Minu­te Lini­en­st­opp kos­tet (haben ihm das sei­ne Arbeit­ge­ber nach­ge­se­hen, weil er im Namen der “rich­ti­gen” Moral gehan­delt hat?), und hält eine feu­ri­ge Rede gegen den grau­si­gen Aus­bruch von Ras­sis­mus, den er am Vor­tag mit­an­zu­hö­ren genö­tigt war:

“Ich wäre ges­tern gern im Boden ver­sun­ken. Ich habe mich für uns geschämt.” Und er fügt hin­zu, dass ver­mut­lich auch der pol­ni­sche Kol­le­ge ver­stan­den hat, was da gesun­gen wur­de; dass Fabi­an so etwas in Zukunft nicht mehr hören will – sonst ist er noch vor den Aus­län­dern weg; dass hier nicht die Mei­nungs­frei­heit ein­ge­schränkt wer­de, wie die Kol­le­gen ger­ne behaup­ten, denn auch die hat Gren­zen, wo es het­ze­risch und ras­sis­tisch wird (…).

Was hat eigent­lich der pol­ni­sche Kol­le­ge dazu gesagt? War der wirk­lich belei­digt, dach­te er wirk­lich, es geht hier auch um ihn? Wie ernst haben Fabi­ans Mit­ar­bei­ter ihre Gesangs­ein­la­ge gemeint und inwie­fern haben sie sich ein­fach einen pro­vo­kan­ten Scherz erlaubt?

Und vor allem: Was für Grün­de haben sie, daß die­ser Text bei ihnen auf Reso­nanz trifft, daß es ihnen Freu­de macht, gegen ein Tabu zu ver­sto­ßen? Wir sind ein­mal mehr bei der Grund­struk­tur des Rechts-Links-Dis­kur­ses ange­langt, den Som­mer­feld und ich als “Ich-seh-etwas-was-du-nicht-siehst”-Spiel beschrie­ben haben.

Das alles scheint Fabi­an, der aus rech­ter Sicht eher wie eine mora­lin­saure Gou­ver­nan­te rüber­kommt, jedoch nicht wich­tig zu sein. Typisch links, denkt er vor allem an Hygie­ne, dar­an, wie man böse “Aus­sa­gen” deckeln und die Leu­te mora­lisch erzie­hen könnte.

Er sam­melt in einem Tage­buch “ras­sis­ti­sche” und ange­bräun­te Sprü­che sei­ner Kol­le­gen, die im ent­spre­chen­den Kapi­tel nur teil­zen­siert und mit Trig­ger­war­nung wie­der­ge­ge­ben wer­den. Die­se lei­tet er an die Per­so­nal­ab­tei­lung wei­ter, die von ihm prompt Namen haben will, um den betrof­fe­nen Mit­ar­bei­tern zu kün­di­gen. Das ist ihm dann doch zu viel, denn er will “nie­man­den anschwär­zen, kein ‘Spit­zel’ sein.” Außer­dem müs­se das Pro­blem struk­tu­rell gelöst wer­den, wes­halb er – bezeich­nen­der­wei­se – am liebs­ten “Schicht- und Team­lei­ter, die kon­se­quent inter­ve­nie­ren” instal­lie­ren will, also eine poli­tisch kor­rek­te Block­war­te am Arbeitsplatz.

Die Epi­so­de illus­triert auch ein wich­ti­ges The­ma des Buches, näm­lich die Erkennt­nis, daß poli­ti­sche Vor­herr­schaft nicht durch bes­se­re Argu­men­te, son­dern vor allem durch Mehr­heits­ver­hält­nis­se und sozia­len Druck errun­gen bzw. erzwun­gen wird.

Blickt die Autorin in den deut­schen Wes­ten, ist es plötz­lich vor­bei mit den Fabi­ans, Sinas und Doros. Sie sind nicht mehr nötig, denn die hie­si­ge lin­ke Hege­mo­nie sorgt dafür, daß die AfD-Wäh­ler in “Orte des Schwei­gens”, in den Unter­grund und die Anony­mi­tät abge­drängt wur­den. Sie blei­ben gleich­sam Phan­to­me, die man zwar nur vom Hören­sa­gen kennt, aber trotz­dem eif­rig und “laut­stark” bekämpft. Hier herrscht eisern die “Schwei­ge­spi­ra­le” Eli­sa­beth Noel­le-Neu­manns, einer Autorin, deren Bücher vor allem Kon­ser­va­ti­ven als argu­men­ta­ti­ve Waf­fe dienen.

Glae­se zitiert deren The­sen zustim­mend und gibt offen­her­zig zu, daß sie Schwei­gen­spi­ra­len auch posi­ti­ve Sei­ten abge­win­nen kann, füh­ren sie doch bei­spiels­wei­se auch dazu, daß “ver­let­zen­de oder gar men­schen­ver­ach­ten­de Aus­sa­gen in der Regel nicht scham­los getä­tigt wer­den.” Die Gren­ze zwi­schen dem “gesell­schaft­lich wün­schens­wer­ten libe­ra­len Anpas­sungs­druck” und unge­sun­der, über­mä­ßi­ger Dis­kurs­be­schnei­dung ver­läuft aller­dings fließend.

Glae­se kapiert, daß der Druck das Bedürf­nis nach Ven­ti­len erzeugt, daß Ver­schwei­gen und Sprach­gou­ver­nan­ten­tum auf die Dau­er kei­ne Pro­blem löst, son­dern nur unter den Tep­pich kehrt. Über­haupt begreift sie erstaun­lich viel, etwa daß Pola­ri­sie­rung kei­ne Ein­bahn­stra­ße ist, daß homo­ge­ne Gemein­schaf­ten Vor­tei­le mit sich brin­gen (sie zitiert sogar Robert Put­nam), daß Migra­ti­on ernst­haf­te Pro­ble­me und Über­las­tun­gen mit sich bringt oder daß eth­no­kul­tu­rel­le Aspek­te auch bei Migra­ti­ons­hin­ter­gründ­lern eine gro­ße Rol­le spie­len, was sich etwa im abwei­chen­den Wahl­ver­hal­ten von Spät­aus­sied­lern einer­seits und Men­schen aus dem Nahen Osten und Nord­afri­ka ande­rer­seits widerspiegelt.

Dem­ge­gen­über ste­hen vie­le recht ein­fa­che Din­ge, die sie hart­nä­ckig nicht begrei­fen will, etwa war­um die AfD zurecht die poli­ti­sche Neu­tra­li­tät von öffent­li­chen, mit Steu­er­gel­dern (auch der AfD-Wäh­ler) finan­zier­ten Insti­tu­tio­nen for­dert anstel­le ihrer ein­sei­ti­gen tota­len Pro­pa­gan­da­mo­bil­ma­chung im Diens­te des herr­schen­den Par­tei­en­kar­tells (das nennt Glae­se dann “Kri­tik”). Ähn­li­ches gilt für Unter­neh­men, Ver­ei­ne und Kir­chen, die eben­so ein­sei­tig den gän­gi­gen zivil­ge­sell­schaft­li­chen Impe­ra­ti­ven und Moden fol­gen, vor allem wohl, weil sie damit sozia­les Pres­ti­ge via “Vir­tue signal­ling” ern­ten können.

Letz­ten Endes ringt sie sich nach einem etwas ermü­den­den, stets lin­ke oder links­li­be­ra­le Sen­si­bi­li­tä­ten berück­sich­ti­gen­den Abwä­gen von Für und Wider dazu durch, für eine “ago­na­le Demo­kra­tie” à la Chan­tal Mouf­fe zu plä­die­ren und Nicht-AfD­ler zu ermu­ti­gen, “öfter die Dis­kus­si­on” zu “suchen, auch den har­ten inhalt­li­chen Streit. Und zwar gera­de dort, wo sie die Dis­kurs­nor­men auf ihrer Sei­te haben”, wobei letz­te­res, so möch­te ich hin­zu­fü­gen, einen grö­ße­ren Mut des AfD­lers erfor­dern wür­de, der sich auf sol­che Dis­kus­sio­nen ein­läßt, als des “Dis­kurs­nor­mies”. Man sol­le AfD-Mit­glie­der, so Glae­se wei­ter, als “Dis­kurs­teil­neh­mer” akzep­tie­ren: “An die Stel­le von Stil­le soll­te nicht kom­men­tar­lo­se Dul­dung tre­ten, son­dern akti­ve Auseinandersetzung.”

Fein. Na, dann mal los!

Und wir? Eini­ge von uns soll­ten das Buch lesen. Man muß ja wis­sen, wie es klingt, wenn jemand nicht mehr “kom­men­tar­los dul­det” … (hier bestel­len).

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (47)

Rheinlaender

21. Juli 2026 10:29

Es könnte gewinnbringend sein, sich Personen wie der Autorin des Buches stärker aus einer psychologischen Perspektive zu nähern. Offenbar neigen Frauen stärker als Männer zum Versuch, Bindungen in einer Gemeinschaft zu stärken, in dem sie das Verhalten ihrer Mitmenschen beobachten und kommentieren, um durch Gewährung oder Verweigerung von Zustimmung den vermuteten Konsens in dieser Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Das macht Frauen prinzipiell zu einer konservativen Kraft. Das Problem bei ist, dass dieser Mechanismus unabhängig von der inhaltlichen Qualität des jeweiligen Konsenses funktioniert. Früher schaute die CDU-wählende alte Dame aus dem Fenster und strafte zu kurze Röcke oder unziemliche sonntagliche Tätigkeit mit missbilligenden Lästereien und Ausgrenzungsversuchen, während heute die junge progressive Autorin ins Internet schaut und ansonsten ganz ähnlich zu agieren scheint. Wenn es Männern gelingt, den dahinter stehenden Konsens zu  korrigieren, werden auch die entsprechenden Frauen wieder eine konstruktive Rolle einnehmen, indem sie ihre kleinen und großen Lästereien gegen die richtigen Ziele richten. Immerhin hat die Autorin mit ihrem weiblichen Gespür für Stimmungen scheinbar erkannt, dass sich der Konsens zu wandeln beginnt, weshalb sie sich nach Rechts durch Anerkennung einzelner Tatsachen absichert.

Franz Bettinger

21. Juli 2026 12:45

@ML schreibt:"Das ist eine typisch linke Kreuzzugs-Mentalität, die den meisten Rechten fremd, wenn nicht gar zuwider ist“. Ich muss gestehen, dass ich zu diesen Rechts-Typen mit Kreuzzugs-Mentalität gehöre, die einem Linken seine Doofheit nicht durchgehen lässt, wenn er wie neulich etwa schreit „Du bist ein Egoist“, weil ich beim Radfahren keinen Helm trage. Dann kriegt er Zunder vor allem, wenn Publikum vorhanden, das was lernen kann bzw. soll. Es macht richtig Spaß. Diese Linken Besserwisser (inklusive als ganze Troll-Truppen auftretende „Omas“) räumen i.d.R. recht schnell das Feld. Widerstand sind die nicht gewohnt. „Linkssein soll weh tun!“ Aber ja! 

RMH

21. Juli 2026 14:41

Wenn wir wenigstens nur die letzten 15 Jahre mit mehrheitlich Rechten in diesem Land gelebt hätten, diese an der Regierung wären, dann müssten wir zumindest solche Nachrichten
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/afghane-ersticht-deutschen-studenten-auf-der-strasse/
nicht lesen. Insofern kann sich die Autorin ein paar ihrer Schmöker gerne als Messerschutz unter die Jacke schieben und soll uns im Übrigen mit ihren Weisheiten verschonen. Der Blutzoll steigt und solche Leute labern selbstgefällig herum. Einfach nur z. K.

Karl Otto

21. Juli 2026 15:17

Danke für den Hinweis auf Jonathan Haidt, dessen Buch man unbedingt gelesen haben sollte.

Laurenz

21. Juli 2026 17:54

Die linke Existenz hört meist dann auf zu vegetieren, wenn sie das Linkssein mit wertschöpfender Arbeit selbst finanzieren muß. Der Linke rettet die Welt nur vor Abstraktem, quasi vor der ewigen Verammnis. Diesmal sind wir das. Man braucht uns aber, um uns als Steuersklaven im Home-Gulag zu halten. Zur Finanzierung der neo-feudalen linken Kaste sind wir allemal gut genug. Mir geht das linke destruktive Gefasel einfach immer nur auf den sprichwörtlichen Sack.

heinrichbrueck

21. Juli 2026 18:15

@ RMH 
Das richtige Bild: https://t.me/martinsellnerIB/26551 

ofeliaa

21. Juli 2026 21:34

,,Wenn es Männern gelingt, den Mechanismus dahinter zu verstehen." Es wird Männern wie Ihnen nicht gelingen, den angeblich zugrundeliegenden "Mechanismus" zu verstehen. Frauen waren von den Azteken über die Römer und Barbaren bis hin zur DDR, in allen Kulturen, die wahre Treibkraft für Innovation, Handel und damit Wandel. Auch in Nordkorea werden es letztendlich weibliche Bürger sein, die Risse im einschränkenden kommunistischen System bewirken werden. Sie mit Ihren altbacken wirkenden, uninformierten Aussagen werden Frauen als das was sie von Natur aus sind, nie respektieren, sie dementsprechend nie verstehen und dementsprechend nie für irgendetwas "nutzen" können. Das macht aber nichts. Frauen brauchen Sie und andere rechte wie linke Klugsch* nicht, um Innovation herbeizuführen - das haben Frauen schon immer getan und werden es weiterhin tun. 

Maiordomus

21. Juli 2026 22:16

@Laurenz. Habe nie bestritten, dass Sie bei Debatten über praktische Politik und  bei Aufforderungen, bei Debatten direkter zu argumentieren, bei Erfahrungsbezug gelegentlich recht haben. Konsequenz aber Ihrer Ausführungen wäre, dass wir, wenn wir es mit dem Abstellen der Ausbeutung der Netto-Zahler ernst meinen, vorübergehend den Sozialstaat entweder zurückfahren oder stabilisieren müssen-, Mit irgendeinem nationalen Sozialismus wären Probleme nicht zu lesen, selbst dann, wenn man Ausbeutungsanteil der Finanzierung von nicht authentischen Staatsausgaben zurückfährt. Wenn man sogar eine Schrumpfung statt unbeschränkte Zunahme der Bevölkerung ins Auge fassen würde, wird es ohne Opfer nicht abgehen, so wie es keine Freiheit gibt Opfer, ohne Verzicht, aber doch wenn möglich nicht ohne Einbezug von "Glanz der Freude", was aber als Wiedergewinnung einer verloren geglaubten Heimat nicht von selbst zu erwarten ist. Es kann auch, weil Verzichte missmutig machen (womit Grüne mit ihren Forderungen nicht durchkommen) ein Katzenjammer entstehen bei ohnehin zu erwartender Uneinigkeit der Rechten betr. Verteilungsgerechtigkeit.   

NC472

21. Juli 2026 22:24

Die von Ihnen aufgelisteten Beispiele zeigen ganz klar, dass der "Linke" im Grunde nur etwas ist, ein teleologisch universalistisch kollektivistisch denkender Chiliast, der es nicht mal ansatzweise verstehen kann, dass seine partikulare Denkweise nicht allgemeingültig, nicht objektiv Wahr ist und sicher nicht auf ewig und immer moralisch "Gut". Doch diese Erkenntnis könnte wohl nicht wenige dieses Typus "Mensch" in eine kognitive Krise stürzen, die einige wohl nicht überleben würden, und andere, wie es so oft bei "Ex-Linken" der Fall ist, die selbe Denkweise auf das was sie als "Rechts" Missverstehen anwenden lässt, nicht selten "National SOZIALISMUS".@Franz BettingerEs sollte nicht nur weh tun "Links" zu sein; das Heils- und Kollektiv'denken' von Kultisten, Sklaven und Betrügern müsste auf ganz anderem Wege aus dem Genpool von Homo Sapien entfernt werden. Es mag in der vorindustriellen Zeit ein Zweck erfüllt haben, aber seit guten 200 Jahren hat es regelmässig die Existenz der Spezies bedroht und kann 500 Millionen Toter auf sich verbuchen, gut 100 mal mehr als in dem Jahrtausend davor.

Maiordomus

22. Juli 2026 07:26

@Verschreiber,Freudsche Fehlleistung: "Probleme lesen" statt "Probleme lösen", eine zwar interessante Perspektive, da viele Probleme besonders bei vermeintlich Bürgerlichen gesehen, also "gelesen" werden, aber nicht gelöst. Im obigen Text geht es aber um Problemlösungen. Hier haben und hätten viele Debattenteilnehmer, deren Spezialität nicht die Analyse des gnostischen Hintergrundes moderner Ideologien ist (Grüne, Marxisten, Wokisten), sondern konkrete Problemlösungen, gewiss auf der Basis realer Erfahrungen etwas zu sagen. 
Interessant ist die von Wolfram Weimer, den ich mal in Zürichs Hotel Storchen traf, gemachte Unterstellung, AfD-Leute wollten Weihnachten durch Sonnenwend- und Jul-Feste ablösen, ein Antrag, der aber im Raum Magdeburg abgelehnt wurde. Hängt indirekt mit der einstigen Konkurrenz des Christentums mit den Mysterienreligionen zusammen. Antrag belegte Präsenz-Bedürfnis hartgesottener NS-naher Neuheiden, Sektierer im Bodensatz der Partei, heute zumal Vorwand für die Eiferer des Parteiverbotes, insofern echt kontraproduktiv.  

Laurenz

22. Juli 2026 07:59

@Maiordomus (&NC472) @L. ... Muß Ihnen hier direkt widersprechen. Sie lesen jeden Tag ein Buch, aber wann lasen Sie das letzte x ein Budget Ihrer Gemeinde, Ihres Kantons oder den Bundeshaushalt der Schweiz? Im Frühjahr erzählte ich hier, daß ich zum Einschlafen wöchentliche Pressekonferenzen der AfD-Bundestagsfraktion unter Dr. Baumann schaue. Dort macht man seine Hausaufgaben ziemlich gut, um für GKs oder Achim Winters Normal Ergebnisse zu zeigen. Bei der Steuerung & Vergabe von finanziellen Mitteln ist es schlicht eine Frage der Prioritätensetzung. Will man eine NGO finanzieren, die feministische Toiletten in Nigeria, wie Radwege in Peru baut oder 10 von 11k kaputten Deutsche Brücken reparieren? Da Sie, anders als die AfD, Sich damit nicht beschäftigt haben (ist auch stinklangweilig), bleiben Sie im Status reiner philosophischer Mutmaßung stecken. Hören Sie zu, wenn Frohnmaier Kriegstüchtigkeit ablehnt & Sich für Verteidigungsfähigkeit ausspricht. Der Unterschied macht über die Jahre hunderte Mrd. aus. Mir fehlen Ihre, BKs, MLs literarische Fähigkeiten, wenn ich behaupte, der wesentliche Unterschied zwischen Links & Rechts, einem funktionalen Staat & einem Staat im Niedergang/Absturz liegt (außerhalb eines Krieges, also von Clausewitz) in der Notenbank-Politik begründet. Notenbank-Politik ist weder für den Wahlkampf geeignet, noch für Ihre akademischen Debatten. Ich hätte aber über viele Jahre gerade Ihre Unterstützung, Maiordomus, zumindest für das SiN-Publikum gebrauchen können.

Laurenz

22. Juli 2026 08:24

@Maiordomus @L. (2) ... Warum sind Keynes & Schiller gescheitert, scheitern immer noch, Hayek & Mises lächerliche Phantasten, Oligarchen-Büttel, Schacht & Vocke erfolgreich? Ich meine das rein realpolitisch, nicht abstrakt. Warum ist die Schweizer Nationalbank zu klein, um als geopolitisches Korrektiv wirken zu können? Dazu müßten Sie keine Bücher von -, sondern über oben genannte Protagonisten lesen, recherchieren. Carl Schmitt ist im staatspolitischen Verhältnis zu Wilhelm Vocke ein kleiner Wichtel. Aber auch Sie müßten das erstmal verstehen. Mit Erlaubnis der Redaktion gebe ich Ihnen ein Beispiel für den Unterschied. In den 70ern stiegen in der Spitze die Renditen von 10jährigen Bundesanleihen auf 8,9%, Anfang der 80er auf 8,8% & 1990 auf 9,1%. Das ist bei der EZB unvorstellbar. Bei einer Zinsbelastung von 9% ist der Kollaps eines Bundeshaushalts schnell absehbar, eine sofort schmerzhafte Geißel linker Haushaltspolitik. Das hat schon damit zu tun, daß die einstige Bundesbank Inflation relativ korrekt berechnete, während man heute Energie, Aktien, Mieten/Immobilien (& Gold) als inflationäre Faktoren schlicht ausblendet. Man bescheißt. Also, wenn Sie mir & uns bei der Erklärung entscheidender Politik helfen wollen, Maiordomus, lesen Sie Sich da ein.

Maiordomus

22. Juli 2026 09:02

@Sie haben recht, dass es Leute gibt, die in Sachen Finanzpolitik mir haushoch überlegen sind. Aber es gibt bei denen solche, wo ich Rat einholen würde. Als Ethiklehrer machte ich meine Schüler darauf aufmerksam, dass bei Volksabstimmungen über Verträge mit der EU um mehrere tausend Seiten bei Nichtlektüre derselben gleich gehandelt werden müsse wie bei einem privaten Kauafvertrag von ebenso vielen Seiten, ob man bei Überforderung eher Ja oder Nein sagen solle und welcher Weg potenziell sicherer sei. Ich machte Ihnen @L schon mal ein Kompliment betr. eine Beobachtung einer Afrika-Reise, wobei aber ein Herr Köppel nach 2 Tagen New York oder vor ein Monaten nach 3 Tagen Kabul Aussagen machte, die unmöglich für Anleger relevantes Wissen sein können. Übrigens war ich mal vor 70 führenden Finanzbeamten der Schweiz Referent über das Geld bei den Mystikern des Spätmittelalters. Die Ausführungen wurden nicht als völlig  irrelevant eingeschätzt, konnten sogar Aha-Reflexe auslösen, wiewohl ich wiederum in Zollfragen, wenn schon einen jungen Bekannten frage, der auch schon mal in der New York Times Trump fachlich glaubwürdig kritisiert hat und die realen Wirtschaftsverhältnisse in einem durchschnittlichen Bundesstaat aus dem ff kennt. Das bringt wohl mindestens so viel wie Ihr Herumsurfen im Netz.
      

das kapital

22. Juli 2026 10:44

@ Laurenz Ein wesentlicher Unterschied zwischen Hitler und den Seinen und Stalin war, dass das Dritte Reich bestehende Strukturen in Wirtschaft und Militär wirkungsvoll eingebunden hat. Die haben zwar auch - gerade durch den Massenmord an Juden - eine Auslöschungspolitik betrieben, waren dabei allerdings längst nicht so massenmörderisch jenseits dieser Teilmenge des eigenen Volkes wie es Stalin war. Die anfänglichen militärischen Erfolge sind gerade darauf zurückzuführen, dass bestehende Eliten eingebunden werden konnten, während Russland seit 1917 einen überreichlichen Kopfverlust wörtlich wie durch Ausreise zu erleiden hatte. /// In Deutschland und auch der EU nähern wir uns was die militärische und wirtschaftliche Elite angeht eher stalinistischen Praktiken an. Der Schweizer Militärexperte Jacques Baud wegen der widerlichen von der Leyen widerrechtlich in völliger Isolation. Schlimmer als der Hausarrest der DDR für Robert Havemann in Grünheide. Rette sich wer kann. Die wirtschaft-liche Elite verlässt mitsamt ihren Produktionsbetrieben Deutschland. Statt dessen bekommen wir Fachkräfte der besonderen Art.

das kapital

22. Juli 2026 11:14

@ Rheinländer Jede Gesellschaft braucht einen Grundkonsens. Deutschland hat keinen Grundkonsens mehr. Bis 1990 hatte es im Westen den einen, im Osten den anderen. "Nie wieder Krieg war ein Grundkonsens" Alle hatten den Mist hinter sich und viele hatten überlebt. 2 + 4 und Gorbatschow sind aus diesem Grundkonsens heraus entstanden, der längst ausgekündigt ist. Statt dessen werden jetzt deutsche europäische und amerikanische Waffen von ukrainischem Boden aus auf Moskau und Russland insgesamt abgeschossen und das wird als westliche Gerechtigkeit verkauft. Ebenso das Massaker 2014 am Maidan und der Asowsche Krieg gegen Russen in der Ukraine mit einigen Tausend Toten. Sponsored by Germany & EU. Der Grundkonsens der Eliten: Wiesbaden Ramstein und Stuttgart sind optimale Standorte um den Krieg gegen Russland zu organisieren. Koste es, was es wolle. Der Wohlstand für alle, den Ludwig Erhard ermöglich hatte, ist abgesagt. Mehr Demokratie wagen wie Willy Brandt wollte gilt auch nicht mehr. Statt dessen staatlicher Zwang, Lügen, Verschweigen, Desinformation, Kriegspropaganda, Haussuchungen, Strafverfahren gegen Kritiker.

NC472

22. Juli 2026 11:42

@Laurenz
Real und Finanzpolitisch ist der sozialistische Wohlfahrts Staat bzw die sozialistische Marktwirtschaft einfach nur gescheitert. 40 Jahre auf Pump leben, bzw. die 40 Jahre davor auf Amerikanische Subventionen und Aufträge, ist halt dann vorbei, wenn der Auftraggeber seine Aufträge wem anderen gibt, sowie der Cashflow des treudummen Bevölkerungs Überhang Boomer von positiv auf negativ schwenkt und die designierten Generationen die den Spaß der letzten 80 Jahre finanziern sollen keinen rationalen Anreiz zur Kooperation haben, noch weniger die Importierten, und der letzte verzweifelte Versuch der Apparatchiks Monetäre Hyperinflation ist.
 Das einzige was man hierzu sagen kann ist, wer in den Soviets bzw. Gaus der EU als Lohnsklave automatisch von loyalistischen Arbeitgebern ausgepresst wird, sein Einkommen bzw. Umsatz korrekt deklariert und Steuern und Sozialbeiträge leistet, sowie ein nationales Konto führt ist entweder ein Masochist oder hat es noch nicht begriffen, dass das Konzept sozialistischer Parteien Staat gescheitert ist. Das kann auch eine AfD oder andere "Rechte" Parteien nicht mehr drehen, und nach Aussagen dieser Parteien hat auch keine vor die Fehler eines Adenauer und Kohl zu korrigieren, und die Mitläufer, Opportunisten und wahren Gläubigen des gescheiterten Staates ihrer gerechten Strafe zuzuführen. 

Laurenz

22. Juli 2026 12:00

@Das Kapital @L. ... Bei den von Ihnen genannten Bolschewisten, waren einige säkulare, anti-semitische Juden beteiligt, auch noch unter Stalin. Der bekannteste & mächtigste war Trotzki. Diese sogenannten (linken) Intellektuellen sahen auf Stalin häufig mißgünstig herab & man unterschätzte ihn als Polizei- & brutales Bankräuber-Genie. Stalin rächte sich an allen konsequent, was bis zu den Deutschen Kommunisten im Hotel Lux reichte. Stalin konnte aber nur mit der Bolschewistischen Revolution Karriere machen, nicht ohne. Botschafter Krylow beschrieb noch Anfang der 00er im Spiegel die Fremdbeherrschung Rußlands in der Sowjetunion u.a. durch Juden. Die Perversion & Irrationalität linksextremer EU-Politik liegt darin begründet, daß der Linksextremist Stalin von der Leyen sich die eigene ökonomische Grundelage zur Herrschaft entzieht. ... @Maiordomus ... ich habe im Kapitalmarkt der 90er als Händler (für Banken) von Anleihen/Renten/Schulden das zinspolitische Agieren & das Handeln der Bundesbank im Kapitalmarkt noch leibhaftig erlebt.

das kapital

22. Juli 2026 13:51

@ Laurenz Eine der Überraschungen ist doch, dass eine von der Leyen systematisch und dauerhaft Deutschland zerstört, während ihr Vater durchaus zum Aufbau und zur Festigung des Landes  beigetragen hat. Letzendlich zerstört sie auch das Werk ihres CDU (Über) Vaters, der in Brüssel f ü r Deutschland gearbeitet hat, als Ministerpräsident f ü r Niedersachsen einen passablen Job gemacht hat und auch im Management von Bahlsen nicht negativ aufgefallen ist. Hat sie Anlass, ihren Vater zu hassen? Was ist das für eine Dynamik und Eigendynamik die Ursache für diesen Deutschlandhass und diese Zerstörung ist? Wie ist diese Frau so geworden, wie sie ist und warum handelt sie, wie sie handelt? Außer extremer Persönlichkeitsstörung fällt  mir da nix ein. Welchen Einflüssen ist eine derartige Persönlichkeitsstörung zu verdanken, die Macht um jeden Preis anstrebt, während sie "eigentlich" von ihrem Vater hätte lernen können, verantwortungsvoll mit Macht umzugehen? Sie zerstört nun -neben einem unfähigen Aufsichtsrat und Management und Gesamtbetriebsrat - VW und damit den wirtschaftlichen Erfolg in Niedersachsen durch Verbrennerverbot Flottenverbrauch usw. Satanistisch geradezu. Welche Sekte ist das?

Beta Jas

22. Juli 2026 14:35

Mit "rechten Leben" wird immer mehr zu einem Problem, wenn man sieht wie rechte Frauen und Männer mit Migrationshintergrund vor allem aus dem arabischen oder afrikanischen Raum, Ehe, Familie und viele Kinder mit mitbringen und damit fängt eigentlich "Faschismus" an. Man versteht wohl meinen Zynismus, aber es zeigt die Verlogenheit hinter linksextremer Politik.

Übrigens; @ofeliaa Ich weiß nicht welche Bewandtnis, Ihre subtil provozierenden Auslassungen haben; denn gesamten Wohlstand den wir haben, Innovationen usw, gehen auf Männer zurück oder wer sorgt bei Ihnen dafür das alles läuft? Das sie was zu essen haben aus der Fabrik, das sie Brot und was drauf haben, Frauen sieht man überwiegend in Berufen die "dranhängen" an diesen produktiven Männerberufen, wo durch die demografische Zerlegung verstärkt wird, da sie fern der eigentlichen Aufgabe sind. Frauen sind gut darin diese Welt, unseren Teil davon seit den 60er Jahren durch passiv-aggressives Verhalten zu zerstören. Das fängt mit der "Antibabypille" an, mit der man sich chemisch sterilisiert oder wenn man keine "Pille" genommen hat, altmodisch "abtreibt". Wer keine Kinder hat oder vielleicht eins, ist am sterben.

Frauen die aus den erwähnten Erdteilen mit ihren Männern kommen sind auch nicht ganz frei von diesen Giften, aber man sieht, das diese Völker nicht schrumpfen. Man lebt mit diesen seit einiger Zeit, gezwungen durch Linke, vielmehr linksextreme Politik hier zusammen. Beschämend und demütigend eigentlich.

@Rheinlaender
Sie scheinen kein analytische Qualität zu besitzen. Frauen sind das eben nicht. Es gilt das was ich bei @ofeliaa geschrieben hab.

Gracchus

22. Juli 2026 14:50

Dass Mit Linken leben nicht erwähnt wird, ist etwas schwach. Um Linken das Leben mit Rechten zu erleichtern: Stellt euch einfach vor, es wären "Ausländer". Im Grunde sind sie das ja für Linke. Die Reihe kann im Übrigen fortgesetzt werden ... 

Majestyk

22. Juli 2026 15:18

Vielleicht hängt die Massenzuwanderung mit der Umwandlung von einem Produzenten zu einem Konsumentenmarkt und der schon in den 1980ern geforderten Dienstleistungsgesellschaft zusammen. Ist also weniger eine Ideologie um neue ethnische/ kulturelle Verhältnisse zu schaffen (zumindest nicht primär, der Import des Islam könnte auch so eine Art Update fürs Betriebssystem sein), sondern folgt einer perversen ökonomischen Logik. Dazu würde passen, daß man Produktion nach Asien auslagert und dies politisch durch Unterlassung fördert, im festen Glauben, man könne die Werkbank dauerhaft mit Glasperlen abspeisen.Reine Spekulation, aber vielleicht opfert eine bestimmte Art von Elite Deutschland um etwas Größeres kontrollieren zu können. Mag wirr aussehen, ich persönlich glaube aber nicht, daß die Strippenzieher hinter dem Umbau Europas planlose Idioten sind. Letzten Endes wird ja nicht bloß Deutschland, sondern ganz Europa umgebaut, wenn man über den eigenen Tellerrand schaut. Im Grunde sogar Nordamerika, wenn dort auch zumindest im Moment ein Renovierungsstop eingelegt wird oder sieht es nur aus? Sind Linke politisch momentan derart stark aus eigener Kraft oder werden sie womöglich als eine Art Abrißbirne benutzt? Und zum Neubau und damit wieder Ruhe herrscht dürfen dann andere politische Kräfte ran? Verwirrung und die damit verbundene Destabilisierung kann auch ein politisches Werkzeug sein, um die Bereitschaft zu schaffen autoritäre Führung zu akzeptieren.

Le Chasseur

22. Juli 2026 15:37

@das kapital
"Eine der Überraschungen ist doch, dass eine von der Leyen systematisch und dauerhaft Deutschland zerstört (...) Letzendlich zerstört sie auch das Werk ihres CDU (Über) Vaters, der in Brüssel f ü r Deutschland gearbeitet hat, als Ministerpräsident f ü r Niedersachsen einen passablen Job gemacht hat und auch im Management von Bahlsen nicht negativ aufgefallen ist"
Das Celler Loch nicht zu vergessen.
"Welchen Einflüssen ist eine derartige Persönlichkeitsstörung zu verdanken, die Macht um jeden Preis anstrebt, während sie "eigentlich" von ihrem Vater hätte lernen können, verantwortungsvoll mit Macht umzugehen?"
Zu Albrechts Zeiten war es eben der Wille des Prädiktors, dass West-Deutschland floriert, und heute will der Prädiktor eben, dass Gesamtdeutschland den Bach runter geht. Als Gegenleistung fürs Zerstörungswerk muss sich Uschi um sich und ihre Familie keine Sorgen machen. Wenn's eng wird, macht man die Fliege über den großen Teich.
"Satanistisch geradezu. Welche Sekte ist das?"
Die Sekte derjenigen, die Macht und Geld vergöttern. Übrigens: Uschi ist eine Nachfahrin eines der größten Sklavenhändlers Nordamerikas.

Ein gebuertiger Hesse

22. Juli 2026 16:42

@ofeliaa
Och, Menno. Sie waren doch neulich auf einem guten Weg. Warum nun wieder Rückfall in schlechtbewährte Muster?
 

heinrichbrueck

22. Juli 2026 16:43

@ das kapital
Die Albrecht Familie - Wohlauf in Gottes schöne Welt: https://www.youtube.com/watch?v=NZtUqEe9y0c 
Die Albrecht Familie - Alle Birken grünen in Moor und Heid: https://www.youtube.com/watch?v=kC1grUni5Fk 
@ Laurenz
Die mathematische Kernwarnung stimmt: Durch die hohe Staatsverschuldung der vergangenen Jahrzehnte reagiert der deutsche Staatshaushalt heute deutlich empfindlicher auf steigende Zinsen als früher. Ein Rückfall auf das Zinsniveau der 1970er oder 1980er Jahre würde den Haushalt erheblich belasten. Das wäre allerdings nicht die Folge einer bestimmten Parteipolitik, sondern vor allem Ausdruck eines veränderten geld- und finanzpolitischen Umfelds. Das Zinsniveau wird heute maßgeblich von der Geldpolitik der EZB und den internationalen Kapitalmärkten bestimmt; darauf hat die nationale Fiskalpolitik nur begrenzten Einfluß. Das wissen Sie doch.
Verstehe ich Sie richtig, daß Sie damit für eine Rückkehr zur geldpolitischen Souveränität der Bundesbank plädieren? Das wäre ja praktisch nur außerhalb des Eurosystems möglich. Oder halten Sie eine grundlegend andere EZB-Politik für realistisch? 
Über eines sind wir uns vermutlich einig: Geldpolitik hat unvermeidlich Verteilungswirkungen. Die eigentliche Frage ist daher nicht, ob sie umverteilt, sondern wer dadurch begünstigt oder belastet wird. Beschiß ist also eine Frage der Rechenkompetenz. 

Laurenz

22. Juli 2026 16:47

@NC472 @L. ... nicht, daß Ihre BRD-Analyse, zumindest die letzten 40 Jahre, falsch ist, so ist sie für die ersten 40 Jahre Bonner Republik nicht korrekt. Als die Deutschmark entstand, mußte man ca. 4,4 davon für einen $ hinlegen, am Ende noch 1,35 Deutschmark (vor der €-Feststellung). Mit solch einem Wechselkurs war es einfach in die USA zu exportieren. Nicht unser Hegemon diktierte das Wohlstandsfenster der BRD, sondern die Sowjetunion. Ich kann aber mit (rechten) Untergangspropheten, wie Ihnen nichts anfangen. Anders als LüFri, sehe ich es nicht als einfacher an, ein zertrümmertes Land aufzubauen, als unseren aktuellen gescheiterten Staat zu restaurieren. ... @Das Kapital @L. ... kann Ihnen Ihrer Frage zur Geisteskrankheit v.d.Ls. keine Antwort geben, außer einer stalinistischen Sucht nach Macht. Der Fakt ist, daß (linke) Keyensianische Geldpolitik im Westen Arme ärmer & Reiche reicher macht, also Umverteilung von unten nach oben befördert. ... @Majestyk ... man muß festhalten, daß die Zustände im gesamten Westen mehr oder weniger dieselben sind. Die 2. Trump-Admin versucht, soweit sie kann, sehr wohl @Franz Bettingers Tiefen Staat in die Schranken zu weisen, siehe aktuell Rubio gegen Linksterror. ... @Beta Jas @Ofeliaa ... als Pearl-Davis-Follower, stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu. Das Frauenwahlrecht ist völlig gescheitert. Allerdings traut sich kaum wer, es zu hinterfragen.

Majestyk

22. Juli 2026 17:03

@ ofeliaa:
Rein persönlich ist es mir egal, aber nach 20 Semestern Studium oder waren es 20 Jahre? Prekären Verhältnissen mit mehr als einem Job, mit 40 J. noch ehe- und kinderlos (bin ich auch), sollten Sie vielleicht mal Ihr eigenes Denken hinterfragen und warum man Frauen zu Hilfsmännern degradiert hat. Selbst nach zig Dekaden Frauenförderung gehen Nobelpreise in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin und Wirtschaftswissenschaften überwiegend an Männer. Man kann diesbezüglich behaupten dies würde eine Benachteiligung von Frauen widerspiegeln, man könnte aber auch eingestehen, daß Männer analytischer denken und ihre Profession deutlich häufiger zum entscheidenden Lebensinhalt machen,
Männer haben keine Option, um versorgt zu werden, wenn sie nicht ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Zudem wird der Mann nach seiner Erwerbsfähigkeit beurteilt, dem reicht kein gutes Aussehen oder ein gutes Wesen, Männer müssen nicht nur arbeiten, um ein Einkommen für sich selbst zu erzielen, sondern einen Überschuß erwirtschaften um auf dem Beziehungsmarkt und familiär Erfolg zu haben.
Die Lebenserwartung von Männern ist nicht umsonst niedriger. Deren Gesundheits- und Invalidätsrisiko höher Nur fehlt heutzutage jeglicher Respekt für das, was Männer leisten. Man wirft ihnen sogar vor, weniger "Quality Time" ihren Familien zu verbringen, während sie für ihre Familien arbeiten gehen.
Ihre Benachteiligungsrhetorik bezüglich Frauen ist so öde wie falsch und zudem archetypisch links. 

das kapital

22. Juli 2026 17:07

@ Le Chasseur Ein Prädiktor (von lateinisch praedicere – vorhersagen) ist eine Vorhersagevariable. In den Wissenschaften und der Statistik ist es ein Merkmal oder eine Messgröße, mit der sich die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses oder Wertes (des sogenannten Kriteriums) prognostizieren lässt. Den Begriff kannte ich bisher so gar nicht, möglicherweise passt ja "amerikanische Besatzer" besser. Also Uschi und ihr Papi sind sich einig, den Kolonialherren zu gehorchen. Sklavenhaltung hat eine lange Familientradition und prägt den Geist und das Handeln. Wir sind die Indianer der EU und müssen in Reservate abgedrängt oder als Neger der EU mit glühenden Zangen gezwackt werden. Alte Traditionen, die auch nach formeller Beendigung der Sklaverei fortgeführt werden. Jacques Baud würde man ja auch gerne mit glühenden Zangen zwacken, würde dadurch aber die vermeintliche moralische Überlegenheit des Westens verspielen. /// Das Celler Loch hat damals viel Wind gemacht, ich weiss. Dass die NSU begleitet von den Geheimdiensten viele Jahre lang morden konnte, macht mir mehr Sorgen. In Kassel soll ein Mann vom Verfassungsschutz gleichzeitig mit dem Täter im Ladenlokal gewesen sein.

Majestyk

22. Juli 2026 17:25

@ das kapital:
"Der Wohlstand für alle, den Ludwig Erhard ermöglich hatte, ist abgesagt."
Woher kommt eigentlich diese Legende? Erstens gab es keinen Wohlstand für alle. Hätte es den gegeben, man würde nicht von verschiedenen Schichten reden. Ein Wirtschaftswunder erlebten vor allem alte Seilschaften. Zweitens erbt ein Mensch Wohlstand oder muß ihn sich aus eigener Kraft erarbeiten. Bestenfalls wird er von der Politik weniger behindert, gefördert nur, wenn er an Subventionsquellen sitzt. Wirtschaftswunder ist ein Begriff wie Goldene Zwanziger oder Sommermärchen und sehr von einer bestimmten Perspektive geprägt. Man muß daran glauben.
"Mehr Demokratie wagen wie Willy Brandt wollte gilt auch nicht mehr."
Vielleicht hatte auch Brandt damals schon sowas wie "unsere Demokratie" im Sinn. Der Mann war ein Sozi und für den war Demokratie nur akzeptabel, wenn diese sozialdemokratisch ist. Mein Bild von Brandt ist der Gang durch den Plenarsaal als Schmidt abgeschossen wurde mit süffisantem Gesichtsausdruck. Wenn einer die SPD zu einer feministischen, ausländerfreundlichen und standortfeindlichen Partei geformt hat, dann Brandt.
 

Gregor Ratio

22. Juli 2026 17:30

@Rheinlaender trifft einen wichtigen Punkt: Moralische Sanktionen stabilisieren häufig den jeweils herrschenden Konsens und zwar unabhängig davon, ob dieser richtig oder falsch ist. Gerade deshalb ist die Kritik an Moralisierung so wichtig.Genau an diesem Maßstab gemessen bleibt der Artikel jedoch hinter seinen stärksten Einsichten zurück. Er zeigt überzeugend, wie moralische Etiketten Analyse ersetzen können. Gleichzeitig werden gesellschaftliche Phänomene fast durchgängig als Ausdruck linker Hegemonie gedeutet. Damit tritt ein einziges Erklärungsmuster an die Stelle einer offenen Analyse.
Ähnlich verhält es sich mit Begriffen wie „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ oder „Autoritarismus“. Dass sie politisch häufig instrumentalisiert werden, ist eine berechtigte Kritik. Daraus folgt jedoch nicht, dass die zugrunde liegenden Forschungsansätze wissenschaftlich wertlos wären.
Wer Moralisierung kritisiert, sollte auch gegenüber den eigenen Deutungsmustern dieselbe analytische Disziplin wahren. Gerade das würde die Überzeugungskraft des Artikels noch deutlich erhöhen.

Mitleser2

22. Juli 2026 17:38

In Trier zwei Morde, aber Demos gegen "Rechts" angekündigt. Tut mir leid, aber wenn da nicht eine große Mehrheit aufsteht, und dagegen demonstriert, dann ist nichts mehr zu retten. Dann braucht auch niemand vdL und Konsorten zu kritisieren, bei so einer Selbstzerstörung.

Mitleser2

22. Juli 2026 19:55

@Chasseur: Keine Freisprechung für diese Unperson. Aber die größten Sklavenhändler waren die Araber. Auch wenn das heute tabu ist. Die anderen waren da nur kleine Fische.

Majestyk

22. Juli 2026 21:17

@ Mitleser2:
"In Trier zwei Morde, aber Demos gegen "Rechts" angekündigt. Tut mir leid, aber wenn da nicht eine große Mehrheit aufsteht, und dagegen demonstriert, dann ist nichts mehr zu retten. "
Habe mich früher schon immer gefragt, warum läßt man Leute gegen Infrastruktur und eigene Ökonomie demonstrieren und macht keine Gegendemonstration. Ist natürlich schwierig, wenn sämtliche Institutionen, die normalerweise zu Demos und Streiks aufrufen, wie Kirchen, Sozialverbände oder Gewerkschaften auf Linie sind. 
Diese "fehlende Kreuzzugsmentalität" der Rechten ud Konservativen mag ja dem Selbstverständnis nützen, ist aber letztlich auch Kampfverweigerung. Da braucht man sich nicht wundern, wenn links den öffentlichen Raum und auch das Meinungsbild dominiert. 

das kapital

22. Juli 2026 21:23

@ Majestyks Nicht Reichtum für alle, sondern Wohlstand für alle. Meine Eltern, beide richtige Kriegsgeneration, beide bei der Wehrmacht (meine Mutter wurde 1944 auch noch eingezogen und durfte helfen, die Hermann Göring Werke in Linz - heute VOEST - zu verteidigen) , hatten in den 1970er Jahren einen Lebenstandard erreicht, der gerade auf dem Wirtschaftswunder basiert. Wohlstand für alle war niemals als Auflösung aller Schichten gemeint. Sondern wer Vollzeit arbeitet sollte am Ende des Monats noch was übrig haben und nicht jeden Pfennig umdrehen müssen (so wie es heute bei vielen trotz Vollzeitarbeit ist)./// Ich habe aus nicht mehr ganz taufrischen Medien in Erinnerung, wie aus schwärzesten Unionskreisen gegen "Frahm den Landesverräter" gehetzt worden ist. Das war noch widerlicher als die heutige Hetze gegen die AfD. War der Westen zwischen 1969 und 1974 freiheitlicher und demokratischer als heute. Ja. Trotz RAF und Olympiaattentat. Haben die Ostverträge und der Besuch von Brandt u.a. in Erfurt die deutsch-deutschen Beziehungen verbessert? Ja. War der Kniefall von Warschau das richtige Signal? Ja. Brandt hatte Format. Die heutigen Würstchen können ihm nicht das Wasser reichen.

Le Chasseur

22. Juli 2026 21:54

@das kapital"Sklavenhaltung hat eine lange Familientradition und prägt den Geist und das Handeln."
Die Vorfahren von Uschis Angetrauten waren reiche Seidenweber in Krefeld, die 1828 einen Aufstand ihrer Arbeiter gewaltsam niederwerfen ließen. Auslöser für den Aufstand war eine angekündigte Lohnkürzung um 15 Prozent. Naja, so ein Stadtschloss kostet eben schon einiges an Unterhalt.
"Dass die NSU begleitet von den Geheimdiensten viele Jahre lang morden konnte, macht mir mehr Sorgen. In Kassel soll ein Mann vom Verfassungsschutz gleichzeitig mit dem Täter im Ladenlokal gewesen sein."
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-04/nsu-mord-kassel-andreas-temme-verfassungsschutz-halit-yozgat/komplettansicht
@Mitleser2
"Aber die größten Sklavenhändler waren die Araber."
Deswegen schrieb ich, einer der größten Sklavenhändler Nordamerikas. ;-)

Gracchus

22. Juli 2026 21:59

@Majestyk (15:28): Outsourcing war doch m. W. die neoliberale Devise in den 90/00er-Jahren, um die Produktion zu flexibilisieren und zu verbilligen.
"Wohlstand für alle" - ist vielleicht gar nicht vorgesehen.
@Laurenz: Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was Sie sagen wollen. Das klingt doch sehr dogmatisch. Ein unabhängige Zentralbank hat Vor- und Nachteile, selbiges gilt für den Fokus auf absolute Geldwertstabilität. Warum Keynes gescheitert sein soll, erschließt sich mir auch nicht. 
 

Majestyk

22. Juli 2026 22:00

@ das kapital:
Also ich interpretiere die Ostverträge im Rückblick als einen Verzicht auf eigenes Territorium ohne eine verbindliche Gegenleistung zu erhalten. Deswegen können die Polen ja nach wie vor Reparationen fordern. Für mich zudem ein Affront gegen die Vertriebenen. 
Dass die BRD damals freiheitlicher war, kann man ja nicht kausal damit begründen, daß Brandt regierte. Der war halt im Amt, die Alliierten hatten noch den Daumen drauf, die Grundkonstruktion noch funktionsfähig und der Umbau nach der Wiedervereinigung noch in weiter Ferne. Und seine Amtszeit als Kanzler hat nichts damit zu tun, wie der die SPD und damit einer der zwei damaligen Volksparteien umgestaltet hat.
Ich gehe da nicht mit. Bei allem, was ich so in den letzten Jahren recherchiert habe, kommt der Mann bei mir nicht gut weg. Ich bin da eher bei Strauß. Brandt hat aus der SPD den roten Faschingskommandanten vom Narrenschiff Utopia gemacht. Seine "Enkel" haben es dann vollendet als sie den grünen Faschingskommandanten geheiratet haben. Jetzt einige Jahrzehnte später ist die Union auch zum Faschingskommandanten geworden und das Narrenschiff ist dabei einen Eisberg zu rammen mit Namen Realität.

Majestyk

22. Juli 2026 22:01

Franz Josef Strauß, der beste Kanzler den Deutschland nie hatte.

Laurenz

22. Juli 2026 22:19

@Das Kapital @Majestyk ... Das einzig positive an Willy Brandt hatten Sie nicht erwähnt. Auch Willy Brandt & Egon Bahr waren Patrioten. Sie unterscheiden die Nationalsozialisten geopolitisch von den Kolonialmächten. Die Nationalsozialisten spielten aber gar keine Rolle. Wie der I.-, war der II. Weltkrieg der Alliierten nicht gegen Hitler, sondern gegen das Deutsche Volk gerichtet. Die jetzige Replacement-Politik der UN ist nichts anderes, als die Fortsetzung des Morgenthau-Plans. Die seinerzeitige Hetze gegen Brandt war also berechtigt. Brandts Ostverträge verlängerten die Überlebensfähigkeit der DDR, bzw. des Warschauer Pakts, siehe Kennedys Weizenlieferungen an die Sowjetunion. Der Kniefall vor Landräubern bringt selbst heute noch nichts. Das politische Polen versteht nur die Faust in seinem Gesicht. Polen legt sich grundsätzlich mit jedem an & es lernt auch nicht. Es ist absehbar, daß Polen schneller verschwindet, als wir. Brandt war nicht nur ein Landesverräter, sondern verriet als erster durch Schulden seine Wähler. Wie kein anderer Kanzler zuvor, bediente sich Brandt an der Rentenkasse in der Höhe von 6 Mrd. Deutschmark zugunsten Titos. Die KI leugnet das zwar, aber ich hörte es selbst seinerzeit in der Tagesschau.

Laurenz

22. Juli 2026 22:24

@Mitleser2 ... "Demos gegen Rechts angekündigt." ... "Demos" oder "Alte Schlampen gegen Rechts" interessieren keine Sau mehr. Jeder Steuerzahler, jeder Gewerkschafter weiß, die verbrennen sinnlos meine Kohle. Warum empören Sie Sich gegen Wahlwerbung für die AfD?

Ein gebuertiger Hesse

22. Juli 2026 22:27

@Majestyk
"Franz Josef Strauß, der beste Kanzler den Deutschland nie hatte."
Echt, simmer so weit? Wobei Sie sogar richtig liegen mögen.

1Niedersachse

22. Juli 2026 22:35

Ich schließe mich dem Kommentator @Franz Bettinger an. Ich finde die Konfrontation mit Linken auch immer wichtiger. Diese Leute mit ihrer Fake- Moral sind derart widerlich, verlogen und bösartig, dass es energischen öffentlichen Widerspruch bedarf. Die Kardinalfrage ist: Wer hat das, was hier in den letzten zwei Jahrzehnten geschehen ist, eigentlich zu verantworten?! Der Blutzoll wird von Woche zu Woche größer, wie jetzt bspw. die Morde in Trier neben vielen anderen. Es gibt für einen geistig gesunden Menschen schlicht und ergreifend keinen Grund "links" zu sein. Die immer wieder angeführten Erklärungsmuster (Marsch durch die Institutionen, lügende und hetzende Presse) interessieren mich nicht Bohne, heute hat jeder die Möglichkeit sich anderweitig zu informieren und/ oder aus dem Alltagsgeschehen seine Rückschlüsse zu ziehen. Diese Leute sind TÄTER und haben schon genug Schaden angerichtet!

Laurenz

22. Juli 2026 22:37

@Majestyk ... FJS war der beste Kanzler den Deutschland nie hatte. ... Langsam werden die Beiträge flach hier. Strauß industrialisierte zwar erfolgreich Bayern, keine Frage, aber die Figur bleibt eben ambivalent. Denn Strauß war eben gleichzeitig ein korrupter & mächtiger Krimineller. Er vererbte seinen Kindern ca. 100 Mio. Deutschmark (heute schätzungsweise inflationsbereinigt 350 Mio. € Kaufkraft), von denen keiner weiß, wo sie herkamen. Das wurde auch nie von einem Finanzamt hinterfragt, was die übergroße Machtfülle Straußens beweist.

das kapital

22. Juli 2026 22:47

@ Majestyk Meine Familie mütterlicherseits war über Jahrhunderte in und um Danzig beheimatet, deshalb sind mir Vertriebenenschicksale sehr geläufig. Ein Unrecht zieht ein anderes Unrecht nach sich. Wie Stalin die Polen aus Ostpolen vertrieben hat, so auch die Deutschen aus dem echten Ostdeutschland jenseits von Oder und Neiße. Es war aber weder zu Kohls noch zu Brandts Zeiten realpolitisch zu erreichen, dass sich an den Grenzen noch mal etwas zum Besseren wendet. Der Krieg in der Ukraine ist ein Lehrstück darüber, was funktioniert und was nicht. /// Wenn sich 10 bis 15 Millionen Vertriebene nebst Nachfahren so verhalten hätten wie die Araber in Palästina, dann wäre Deutschland niemals zwischen 1945 und 1990 zu einer positiven Entwicklung und internationaler Anerkennung gekommen. Wir würden uns immer nur westlich der Oder eingraben, und Drohnen und Raketen Richtung Polen schießen. Führt zu Nichts. Das Schlimme ist, dass das Erbe der deutschsprachigen Kultur östlich von Oder und Neiße rein gar nicht gepflegt und so ausgelöscht wird. Das zerstörte Danzig haben die nachgerückten Polen mit viel Liebe zum Detail wieder errichtet und nun gehört es ihnen.

das kapital

22. Juli 2026 23:05

@ Laurenz und Majestyk Strauss war zu übergriffig (Spiegel Affäre) und zu korrupt (z.B. Moksel). Brandt hat da weniger "auf dem Kerbholz", deshalb würde ich mich eher für ihn entscheiden. Das Korrupte und Übergriffige ist in 3 Büchern des CSU Mannes Wilhelm Schlötterer dokumentiert. Da kann sich jeder ausführlicher informieren. /// Adenauer und die Seinen haben 1957 das Rentensystem auf ein "Umlageverfahren" umgestellt. Deren langjährige Sünden rächen sich heute bitterlich. " Statt direkter individueller Renten- oder Schadensersatzzahlungen für Opfer des NS-Regimes in Jugoslawien gewährte die Bundesrepublik Deutschland großzügige, zinsgünstige Kapitalhilfe-Kredite (u. a. 700 Millionen DM im Dezember 1974)" Das ist alles was ich auf die Schnelle zu Tito herausfinden kann. /// Hetze ist nie berechtigt. Gegen die AfD nicht und gegen Brandt auch nicht. ///Die DDR trat am 18. September 1973 gemeinsam mit der Bundesrepublik Deutschland den Vereinten Nationen (UNO) bei. Dies war der erste gemeinsame und gleichberechtigte Auftritt beider deutscher Staaten auf der großen internationalen Bühne, ermöglicht durch den zuvor geschlossenen Grundlagenvertrag. Ohne Brandt keine internationale Anerkennung. Das war kein "Verrat" sondern damals echter Fortschritt. Selbst wenn sich die UN inzwischen (nicht nur durch Baerbock) als Müllhalde erwiesen hat 

Majestyk

23. Juli 2026 00:32

@ Laurenz:
"Wie der I.-, war der II. Weltkrieg der Alliierten nicht gegen Hitler, sondern gegen das Deutsche Volk gerichtet."
Korrekt wäre wohl zu sagen, der Krieg galt dem Deutschen Reich (gleich wer es führte), welches sich anschickte zu einer mächtigen Konkurrenz zu werden bzw. die Alliierten allen voran die Briten zu überflügeln. Glaube kaum, daß Alliierte Machthaber das deutsche Volk als solches als Gegner betrachtet haben. Die haben sich ja nicht einmal für die eigenen Völker interessiert. Von oben betrachtet ist Volk vermutlich sowas wie Verfügungsmasse oder wie bei mir früher, diese kleinen Plastiksoldaten. 
Davon abgesehen will ich gar nicht widersprechen. Nur noch eine Anmerkung, die Replacementpolitik macht an der deutschen Grenze nicht halt.
Als Mariano Rajoy meinte, die Franzosen hätten gut gespielt nur ohne Franzosen und dafür des Rassismus bezichtigt wurde, kam so ziemlich die schärfte französische Kritik vom Rassemblement National, die übrigens gerade der Abstimmung übers Social Media Verbot ferngeblieben sind. In Frankreich hat man sich mit der Ersetzung längst abgefunden, bezüglich der Niederlande und der Wallonie scheint es mir ähnlich. Bin mir nicht sicher ob Anti-White nicht ein Projekt der Unterstützer des "globalen Südens" ist. Beschränkt sich jedenfalls nicht nur auf uns Teutonen. Die Tito Geschichte glaube ich sofort. Generell müßte man alle Kanzler im Rückblick kritischer hinterfragen. Das Dilemma von heute hat seine Wurzeln ja im Gestern.

Majestyk

23. Juli 2026 00:47

Habe ich vergessen. Echte Patrioten verraten nicht das Land, sie verschenken auch nichts was dem eigenen Volk gehört. Weiß nicht, ob Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg jemals einen Patrioten als Regierungschef hatte. Hätten bis 1990 sämtliche Siegermächte wohl nicht so gerne gesehen und die danach kamen, wirkten alle nicht sonderlich patriotisch. 
Habe ich schon oft geschrieben. Ich halte die CDU in Summe und Zielrichtung (einzelne Personen ausgenommen) nicht für eine wirklich patriotische Partei, für sonderlich konservativ ebenfalls nicht. Ehrlich gesagt halte ich die CDU nicht einmal für marktfreundlich, auch wenn die sich mit Erhard schmücken. Wer marktfreundlich ist konstruiert nicht sowas wie die EU.
Mein Opa hat wohl immer gesagt (so wurde es mir überliefert): Nach dem Krieg waren dieselben Leute wieder dran, nur mit einem anderen Namen. Ich persönlich halte die CDU für eine reine Apparatschikpartei ohne echten Kern. Alles andere sind Wahlkampfreden um den Wählern Sand in die Augen zu streuen. 

anatol broder

23. Juli 2026 01:25

@ majestyk 15:18
wir unterscheiden seelen nach ihrer unordnung. /// eine geordnete seele ist ruhig. sie drückt eher das notwendige aus. sie lässt die entropie abnehmen. die demut findet statt. /// eine ungeordnete seele ist unruhig. sie drückt eher das nicht-notwendige aus. sie lässt die entropie zunehmen. die hochmut findet statt. /// das seelsorgegewerbe nach matthäus stellt sorgen her (sein gleich sollen). um den ertrag (sorgen pro seele) zu steigern, verwendet man folgerichtig eher ungeordnete seelen. /// wegen der ausbleibenden einheimischen seelen greift das gewerbe auch auf seelen aus dem ausland zurück. /// weil das gewerbe in massen sorgen herstellt, erscheint dieser arbeitsbereich als massenzuwanderung.

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