Kickl, Israel und eine Rede in Straßburg

Die Angelegenheit hat ja auch eine gewisse Komik. Ich habe die Zeiten jedenfalls nicht kommen sehen, in denen ein österreichischer Präsident es in Anwesenheit des Bundeskanzlers und der Außenministerin wagen würde, öffentlich dem Staat Israel moralische Vorwürfe zu machen.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

So gesche­hen auf einer Kon­fe­renz im Rah­men einer UNO-Gene­ral­ver­samm­lung in New York, wo letz­ten Novem­ber ein Drit­tel der Juden für einen lin­ken, mus­li­mi­schen Bür­ger­meis­ter gestimmt hat.

Van der Bel­len [sprach] von „Ver­let­zun­gen des Völ­ker­rechts“ und „Kriegs­ver­bre­chen“, bei­spiels­wei­se wegen erzwun­ge­ner Absied­lun­gen von im West­jor­dan­land ansäs­si­gen Paläs­ti­nen­se­rin­nen und Paläs­ti­nen­sern. Die Regie­rung des israe­li­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Ben­ja­min Netan­ja­hu bege­be sich auf „gefähr­li­ches Ter­rain“, warn­te das Staats­ober­haupt. Die­se Vor­gangs­wei­se wer­de län­ger­fris­tig nicht belohnt werden.

Die Reak­ti­on aus Isra­el war bezeich­nend, ste­reo­ty­pisch. Van der Bel­len wur­de von Isra­els Außen­mi­nis­ter Gideon Sa’ar mit­ge­teilt, daß er sich als Prä­si­dent eines ehe­ma­li­gen Täter­lan­des lie­ber kei­ne Unver­schämt­hei­ten die­ser Art erlau­ben solle:

„Jemand, der ein Land ver­tritt, des­sen Ver­gan­gen­heit mit den schwers­ten Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit und das jüdi­sche Volk ver­bun­den ist, wagt es, eine fal­sche Anschul­di­gung gegen den jüdi­schen Staat zu erhe­ben, der nach wie vor gegen eine dschi­ha­dis­ti­sche Ach­se kämpft, die uner­bitt­lich ver­sucht, ihn aus­zu­lö­schen“, schrieb der israe­li­sche Außen­mi­nis­ter auf X.

Das ers­te, was Saar ein­fiel, war also das alt­be­währ­te “guilt trip­ping” und die Beru­fung auf das ver­gan­ge­ne Lei­den sei­nes eige­nen Vol­kes, womit für Leu­te sei­ner Gesin­nung jeg­li­che wei­te­re Dis­kus­si­on über­flüs­sig ist.

Von die­ser Erb­schuld zumin­dest auf Pro­be­zeit befreit wähnt sich nun wohl auch FPÖ-Par­tei­chef Her­bert Kickl, der sich offen­bar mit Hil­fe des emsi­gen par­tei­in­ter­nen Lob­by­is­ten Harald Vilims­ky, der 2009 noch das „Schwei­gen der west­li­chen Gemein­schaf­ten“ zur „Ope­ra­ti­on Gegos­se­nes Blei“ ange­pran­gert hat­te, end­gül­tig auf die bedin­gungs­los pro-israe­li­sche Sei­te zie­hen ließ.

In der Anspra­che, die Kickl am 16. Sep­tem­ber auf einer Kon­fe­renz im Euro­päi­schen Par­la­ment in Straß­burg vor Reprä­sen­tan­ten der Likud-Par­tei gehal­ten hat, war viel von “Freund­schaft” und “Part­ner­schaft” und “Alli­anz” auf Augen­hö­he die Rede. In Wahr­heit han­del­te sich um eine Art Bewer­bungs­re­de, in der Kickl vor sei­nen Schirm­her­ren in spe den kom­plet­ten ideo­lo­gi­schen Kate­chis­mus des Rechts­zio­nis­mus her­un­ter­be­te­te, bis hin zu jedem ein­zel­nen Arti­kel der dubio­sen IHRA-Defi­ni­ti­on von Anti­se­mi­tis­mus, die den Haupt­zweck ver­folgt, die Ver­bre­chen und Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen Isra­els sowie die Poli­tik der israe­li­schen Lob­bys unkri­ti­sier­bar zu machen.

Er ver­si­cher­te den anwe­sen­den Likud­niks Ari­el Bulsht­ein und Ari­el Kell­ner (es kos­tet mich ange­sichts Kick­ls Rei­ni­gungs­be­dürf­nis über­mensch­li­che Kraft, hier nicht an den berüch­tig­ten Schmäh von Jörg Hai­der zu den­ken), Öster­reich wer­de sich als „treu­er und uner­schüt­ter­li­cher Freund Isra­els“ erwei­sen, soll­te er jemals Bun­des­kanz­ler wer­den. Er mach­te bis in sei­nen Sprach­ge­brauch hin­ein sei­ne Bereit­schaft deut­lich, Isra­els Wün­sche ohne Wenn und Aber zu erfül­len und des­sen Kri­ti­ker mit der bewähr­ten Waf­fe des Anti­se­mi­tis­mus-Stig­mas zu brandmarken.

Mit die­sem Kotau woll­te Kickl ver­mut­lich mehr als nur prä­ven­tiv die zu erwar­ten­den Boy­kotts ver­hin­dern, die ihm im Fal­le einer Kanz­ler­schaft nach dem Vor­bild der schwarz-blau­en Regie­run­gen von 2000 (ver­hängt von Netan­ja­hu hims­elf) und 2017 vor­aus­sicht­lich blü­hen wür­den. Jedes Wort war sorg­fäl­tig abge­wo­gen, um sei­nen neu­en “Freun­den” sei­ne abso­lu­te Lini­en­treue unter Beweis zu stel­len, ihnen nach dem Mund zu reden, und sich ihnen als ihr gehor­sa­mer Golem anzu­die­nern (mit der öster­rei­chi­schen Neu­tra­li­tät, die Kickl frü­her so am Her­zen lag, wäre dann wohl auch Sense).

Er wer­de die öster­rei­chi­sche Bot­schaft à la Trump von Tel Aviv nach Jeru­sa­lem ver­le­gen, ver­sprach Kickl, er wer­de die “his­to­ri­sche Ver­bun­den­heit des jüdi­schen Vol­kes mit Judäa und Sama­ria ernst­neh­men” (also die Anne­xi­on des West­jor­dan­lan­des und den Aus­bau völ­ker­rechts­wid­ri­ger jüdi­scher Sied­lun­gen unter­stüt­zen), und ganz Öster­reich mit zio­nis­ti­scher Pro­pa­gan­da zubomben:

Wir wer­den eine fun­dier­te Holo­caust-Auf­klä­rung unter­stüt­zen, und die Bewah­rung des jüdi­schen Erbes in Öster­reich. Zugleich wol­len wir eine leben­di­ge, zukunfts­ori­en­tier­te Part­ner­schaft auf­bau­en. Sie sol­len nicht nur in Regie­rungs­er­klä­run­gen sicht­bar sein, son­dern an Uni­ver­si­tä­ten, in Unter­neh­men, in Gemein­den, in Muse­en, in Klas­sen­zim­mern, und in den all­täg­li­chen Begeg­nun­gen, aus denen Freund­schaf­ten ent­ste­hen sollen.

Das alles wäre nicht voll­stän­dig ohne das für sei­ne Adres­sa­ten über­aus bedeut­sa­me Signal, daß der Nasen­ring des Schuld­kults und der mora­li­schen Erpress­bar­keit (euphe­mis­tisch “Ver­ant­wor­tung” genannt) immer noch unver­rück­bar fest sitzt. Die “Part­ner­schaft” und “Zusam­men­ar­beit” mit Likud erfül­le “uns alle” schließ­lich nicht nur mit “Freu­de”, so Kickl, son­dern auch “mit einem gehö­ri­gen Bewußt­sein unse­rer Verantwortung”:

Ver­ant­wor­tung für das, was in unse­rer, was in der euro­päi­schen Geschich­te gesche­hen ist und nie­mals ver­ges­sen wer­den darf.

Damit hat­te er das obli­ga­to­ri­sche Schuld­be­kennt­nis abge­legt und bekräf­tigt, wer in die­ser neu­en “Freund­schaft” die Hosen anha­ben wird. Denn aus der “his­to­ri­schen Ver­ant­wor­tung” erwach­se auch “eine Ver­ant­wor­tung, was dar­aus fol­gen muß: Ein Schul­ter­schluß aller posi­ti­ven Kräf­te auf dem gemein­sa­men Boden unse­res Wer­te­ka­nons”, auf deutsch ein Bünd­nis der rechts­po­pu­lis­ti­schen Par­tei­en unter einem zio­nis­ti­schen Dach. “Wenn ihr wollt, ist es kein Mär­chen”, zitier­te er den Autor des Juden­staa­tes:

Die­se Wor­te ste­hen am Anfang eines Buches. Die­ses Buch heißt “Alt­neu­land”. Es stammt von Theo­dor Herzl, dem Begrün­der der Idee eines eige­nen jüdi­schen Staa­tes. Einem Zio­nis­ten, einem natio­na­len Juden aus Wien.

Des­sen Uto­pie sei weit­ge­hend in Erfül­lung gegan­gen, nur eine wich­ti­ge Sache fin­de in Isra­el lei­der nicht statt, aller­dings ohne sei­ne Schuld:

Das fried­li­che Mit­ein­an­der, die Ver­söh­nung der Kul­tu­ren, sie fin­det nicht statt. Nicht, weil Isra­el es nicht ver­sucht hät­te, nein, ganz im Gegen­teil. Son­dern weil Isra­el von radi­kal-fun­da­men­ta­len Isla­mis­ten als genau der Brü­cken­kopf der frei­en Welt ver­stan­den wird, weil Isra­el für die­se Frei­heit, für die­se Offen­heit geh­aßt und ange­grif­fen wird. Immer und immer wie­der, unter dem einen Deck­man­tel oder unter einem anderen.

Das war schlicht eine Neu­auf­la­ge der “Kampf der Kulturen”-Rhetorik der Pos­t‑9/11-Bush-Ära: “They hate our free­doms!”, und nichts ande­res als das alt­be­kann­te Has­ba­ra-Neo­con-Coun­ter­dschi­had-Nar­ra­tiv, das die wah­ren (näm­lich eth­ni­schen) Ursa­chen des israe­lisch-paläs­ti­nen­si­schen Kon­flikts ver­schlei­ern und zu einem “Kampf gegen Ter­ror” bezie­hungs­wei­se “den Isla­mis­mus” umdeu­ten soll. Die­se Vor­stel­lung soll den auf Islam-The­men fixier­ten euro­päi­schen Rechts­po­pu­lis­ten als Köder und Dok­trin die­nen und sie davon abhal­ten, den Pfad des “civic natio­na­lism” nach US-Vor­bild zu verlassen.

Die Jun­ge Frei­heit faß­te es so zusammen:

Die Likud-Ver­tre­ter warn­ten, der Angriff habe sich nicht nur gegen Isra­el, son­dern auch gegen die christ­lich-jüdi­schen Grund­la­gen Euro­pas gerich­tet. Isra­el bil­de des­halb ein Boll­werk gegen den Isla­mis­mus, wäh­rend die Euro­päi­sche Uni­on den jüdi­schen Staat im Stich las­se. Auch Kickl zog eine Ver­bin­dung zwi­schen dem Ter­ror in Isra­el und isla­mis­ti­schen Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten in Europa.

Die­ser Dok­trin zufol­ge spielt Isra­el die Rol­le eines heroi­schen „Boll­werks gegen den Isla­mis­mus“ und Ver­tei­di­gers “christ­lich-jüdi­scher” Wer­te, ein schon rein fak­tisch unzu­tref­fen­des Framing.

Da euro­päi­scher Natio­na­lis­mus auf­grund sei­ner his­to­ri­schen Ver­bin­dung mit dem Anti­se­mi­tis­mus als pro­to-nazis­tisch gilt und von jüdi­schen Orga­ni­sa­tio­nen ent­spre­chend hart bekämpft wird, ist der „Koscher­stem­pel“ zu einem begehr­ten Gut für migra­ti­ons­kri­ti­sche Par­tei­en geworden.

Man erhofft sich vom israe­li­schen Macht­block nicht nur finan­zi­el­le, kul­tu­rel­le und poli­ti­sche Unter­stüt­zung, son­dern vor allem mora­li­sche Unan­greif­bar­keit, da man ja nun mit „Juden“, die qua ihres ewi­gen Opfer­sta­tus als mora­li­sche höher­ste­hen­de, numi­no­se Wesen betrach­tet wer­den, eine angeb­lich super­di­cke Alli­anz bildet.

Das Pro­blem mit sol­chen Deals ist, daß sie nie­mals auf Augen­hö­he statt­fin­den, son­dern nur Nasen­rin­ge anle­gen und uner­reich­ba­re Karot­ten vor die Nasen der rechts­po­pu­lis­ti­schen Esel hän­gen. Vor allem affir­mie­ren sie die Uner­schüt­ter­lich­keit der Prä­mis­sen des “Schuld­kults”, wofür Kick­ls Straß­bur­ger Rede ein schla­gen­des Bei­spiel ist. Aron Piel­ka for­mu­lier­te das Pro­blem so:

Die Auf­recht­erhal­tung des Schuld­kults ist für Isra­el unver­han­del­bar (sie­he State­ment des Bot­schaf­ters zu Sach­sen-Anhalt). Für uns ist sein Ende unver­han­del­bar, weil er eine tra­gen­de Säu­le der Akzep­tanz euro­päi­scher Völ­ker für ihre Selb­st­ab­schaf­fung ist. 

Mit “Schuld­kult” kann es auf die Dau­er kei­ne iden­ti­tä­re Poli­tik und auch kei­ne Remi­gra­ti­on geben. Außer­stan­de, ihn direkt in Fra­ge zu stel­len, trach­ten die rechts­po­pu­lis­ti­schen Par­tei­en danach, eine Art mora­li­sche Erlaub­nis oder Son­der­ge­neh­mi­gung zu bekom­men, den­noch in die­se Rich­tung agie­ren zu dür­fen. Und sie haben in der Tat ein wenig Hoff­nung, sie zumin­dest tem­po­rär zu bekom­men, wenn sie sich auf die Fein­de Isra­els, “Anti­se­mi­ten”, vor allem also “den Islam” und mus­li­mi­sche Ein­wan­de­rer kon­zen­trie­ren, die pas­sen­der­wei­se auch die größ­ten Pro­blem­bä­ren unter den Migran­ten sind.

Damit bege­ben sich die­se Par­tei­en aller­dings in eine fata­le Abhän­gig­keit. Der Koscher­stem­pel kann jeder­zeit wider­ru­fen wer­den, und er ist eine äußerst rela­ti­ve Ange­le­gen­heit, denn man kann ihn sich von vie­len ver­schie­de­nen jüdi­schen Frak­tio­nen abho­len, dar­un­ter auch isra­el­kri­ti­schen. Die Fra­ge bleibt stets, in wel­cher Bla­se sie gel­ten. Das führt zu dem ermü­den­den Spiel­chen “mei­ne Juden vs. dei­ne Juden”, die ich etwa in die­sem Arti­kel beschrie­ben habe.

Bei­spiel­haft für die­se illu­so­ri­sche Ver­ir­rung ist der absurd über­schweng­li­che Jubel, mit dem Gerald Grosz Kick­ls Rede bedacht hat:

Eine Rede, die Geschich­te schreibt. Was Jörg Hai­der mit Peter Sichrovs­ky in den Neun­zi­gern ver­such­te, was Heinz-Chris­ti­an Stra­che in Regie­rungs­ver­ant­wor­tung pro­bier­te – Her­bert Kickl hat es voll­bracht: die Frei­heit­li­che Par­tei Öster­reichs tritt aus dem Schat­ten der Ver­gan­gen­heit und reicht der jüdi­schen Gemein­schaft in Euro­pa die Hand.

Isra­el nennt die­se Rede „bedeu­tend“. Nicht aus Oppor­tu­nis­mus. Son­dern weil hier Ver­ant­wor­tung über­nom­men, der Anti­se­mi­tis­mus ohne Rela­ti­vie­rung benannt und der 7. Okto­ber unmiss­ver­ständ­lich als Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit ver­ur­teilt wur­de. Wer Frei­heit will, muss jüdi­sches Leben schüt­zen. Wer Euro­pa bewah­ren will, muss Isla­mis­mus, lin­ken wie rech­ten Radi­ka­lis­mus und jeden neu­en Anti­se­mi­tis­mus bekämp­fen. Das ist kein tak­ti­scher Schwenk. Das ist eine Zäsur. Ein epo­cha­ler Meilenstein.

Das Pro­blem ist, daß Kickl nicht “der jüdi­schen Gemein­schaft in Euro­pa die Hand gereicht” hat, son­dern ledig­lich ein paar Reprä­sen­tan­ten der Likud-Par­tei, die in Gaza mas­sen­wei­se Kin­der tötet und verkrüppelt.

Denn in Ihrem Tau­mel, zum Preis der tota­len Unter­wür­fig­keit end­lich von “Juden” aner­kannt und von der Erb­sün­de ihrer Holo­caust-Schuld zumin­dest pro­vi­so­risch frei­ge­spro­chen zu wer­den, mer­ken Kickl, Grosz und ande­re offen­bar gar nicht, daß sie ihr Koscher­zer­ti­fi­kat aus über­aus schmut­zi­gen Hän­den erhal­ten haben, die sich nicht erst seit 2023 mora­lisch kraß dis­kre­di­tiert haben. Sie begrei­fen nicht, was in den USA im Lau­fe des letz­ten Jah­res pas­siert ist, als sich MAGA-Bewe­gung ent­lang der Fra­ge gespal­ten hat, ob Isra­el oder Ame­ri­ka “first” kommt, ein Pro­zeß, der im Zuge das Gaza-Krie­ges rasant an Fahrt auf­ge­nom­men hat.

Auch welt­weit ist Isra­el gera­de dabei, rapi­de an Anse­hen zu ver­lie­ren. Sein mora­li­scher Kre­dit, geschöpft aus der poli­ti­schen Indienst­nah­me des Holo­caust (wie von Peter Novick und Nor­man Fin­kel­stein beschrie­ben), ist bei­na­he völ­lig auf­ge­braucht. Es ist kein Zufall, daß einer der Punk­te der IHRA-“Arbeitsdefinition” für Anti­se­mi­tis­mus lau­tet: “Ver­glei­che der aktu­el­len israe­li­schen Poli­tik mit der Poli­tik der Natio­nal­so­zia­lis­ten”, denn die­ser Ver­gleich (den Isra­el auf sei­ne eige­nen Fein­de rou­ti­ne­mä­ßig anwen­det) ver­folgt die­sen Staat schon seit Jahr­zehn­ten und hat in den letz­ten drei Jah­ren in den Augen vie­ler ziem­lich an Plau­si­bi­li­tät gewonnen.

Per­sil­schei­ne von Netan­ja­hu sind nicht mehr viel wert. Van der Bel­lens Auf­tritt ist ein deut­li­ches Sym­ptom für die­sen Trend. Kickl ist also, und dies ohne jeg­li­che erkenn­ba­re Not, ziem­lich late to par­ty und besteigt ein sin­ken­des Schiff.

Auch Isra­el, das jähr­lich gewal­ti­ge Sum­men in die “Has­ba­ra” inves­tiert (Bud­get für 2026: 678 Mill­lio­nen Euro), kann nicht mehr so wäh­le­risch wie in frü­he­ren Zei­ten sein, und ist inzwi­schen sogar bereit, die FPÖ, die sich seit Jahr­zehn­ten erfolg­los ein­zu­schlei­men ver­sucht, als “Freund” und “Part­ner” zu akzeptieren.

Einen etwas ande­ren Ein­druck gewinnt man, wenn man Medi­en aus dem hie­si­gen rech­ten Spek­trum wie Achse des Guten, Tichys Ein­blick, Nius, Exx­press, Apol­lo News, Jun­ge Frei­heit und etli­che ande­re kon­su­miert, die tag­täg­lich pre­di­gen, wie aus­ge­spro­chen wich­tig und unan­tast­bar und hei­lig und vor­ran­gig jüdi­sche Inter­es­sen doch sei­en und daß sie am bes­ten von der glo­rio­sen Likud-Par­tei oder von rech­ten ame­ri­ka­ni­schen Juden ver­tre­ten wer­den, wäh­rend ande­re Grup­pen von Juden oder indi­vi­du­el­le Juden nicht zäh­len oder pau­schal als „Lin­ke“ und „Selbst­has­ser“ abge­fer­tigt werden.

Unfä­hig auch nur zu einem Fünk­chen Dis­sens, geblen­det von ihrer Anbe­tung Isra­els, sind vie­le unse­rer “Libe­ral­kon­ser­va­ti­ven” ins Herz der Fins­ter­nis hin­un­ter­ge­stru­delt, wo sie die schlimms­ten Ver­bre­chen und Gewalt­ta­ten mit einem Ach­sel­zu­cken hin­neh­men, wäh­rend sie gleich­zei­tig laut­stark bekla­gen, wie ethisch schänd­lich und böse “anti­se­mi­tisch” es doch sei, die israe­li­schen Inter­es­sen nicht zu tei­len oder die Metho­den zu ihrer Durch­set­zung zu kritisieren.

In die­sen Medi­en, von die­sen Leu­ten, hört mal viel über das Opfer­tum “der Juden”, aber nie­mals etwas von den Opfern ihrer Inter­es­sens­durch­set­zun­gen, über die man sich anders­wo recht gründ­lich infor­mie­ren kann. Statt­des­sen aber eine Men­ge Lügen, Ver­dre­hun­gen, schie­fe Recht­fer­ti­gun­gen, Nebel­gra­na­ten über die Situa­ti­on in Gaza und die Geschich­te Isra­els und des israe­lisch-paläs­ti­nen­si­schen Kon­flikts, Appel­le an “unse­re his­to­ri­sche Ver­ant­wor­tung” sowie gehäs­si­ge und ehr­ab­schnei­den­de Dif­fa­mie­run­gen aller, die zu die­sen Din­gen auch nur ansatz­wei­se eine ande­re Mei­nung haben.

Kickl hat sich nun genau auf die­se Linie ein­gen­or­det. Er ver­kün­de­te, die Kon­fe­renz sei “der Beginn eines Aus­baus an rich­ti­ger Ver­ant­wor­tung, die sich in Taten zeigt, der Beginn von Freund­schaft, die auf Wahr­heit gründet”.

Schau­en wir uns mal, wie die­se “Wahr­heit” beschaf­fen ist, auf der Kickl sei­ne “Freund­schaft” grün­den will. Er begann mit einer Fäl­schung des Gesamt­bil­des des Gaza­kriegs seit 2023. Er kon­zen­trier­te sich auf eine aus­führ­li­che Schil­de­rung der Gräu­el des 7. Okto­ber 2023, um den allei­ni­gen Opfer­sta­tus Isra­els in die­sem Krieg zu zemen­tie­ren. “Die vor­sätz­li­che Tötung von Zivi­lis­ten ist ein Kriegs­ver­bre­chen, da gibt es kei­ne zwei Mei­nun­gen”, sag­te Kickl, und er mein­te damit aus­schließ­lich die Opfer des Hamas-Angriffs.

Die zehn­tau­sen­den Zivi­lis­ten, die in der Fol­ge (wie auch schon in ähn­li­chen Ope­ra­tio­nen zuvor) durch israe­li­sche Bom­bar­de­ments getö­tet wur­den, sind dem­ge­gen­über wohl nur völ­lig legi­ti­me und völ­lig lega­le Kol­la­te­ral­schä­den, und wenn es nach Kick­ls Adres­sa­ten gehen wür­de, wären hier­zu auch kei­ne ande­ren Mei­nun­gen erlaubt.

Kei­ne Ver­ur­tei­lung, nicht ein­mal ein zag­haf­tes Ster­bens­wört­chen der halb­lau­ten Kri­tik äußer­te Kickl hin­ge­gen an Isra­els inzwi­schen mehr als nur exzes­si­ver Ver­gel­tungs- und Ver­trei­bungs­po­li­tik. Kein Wun­der, sind doch sei­ne neu­en Her­ren in die­ser Hin­sicht bekannt­lich äußerst empfindlich.

Man­che Leu­te sind nicht der Mei­nung, daß in Gaza Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen, Kriegs­ver­bre­chen oder gar ein Geno­zid oder der Ver­such der eth­ni­schen Säu­be­rung statt­ge­fun­den haben. Mal bestrei­ten sie es offen, mal grei­fen sie zu defi­ni­to­ri­schen Spitz­fin­dig­kei­ten, mal behaup­ten sie, es wäre “Juden­hass” oder eine um sich grei­fen­de “post­ko­lo­nia­le” lin­ke Theo­rie, die alle Welt die­se Ver­bre­chen her­bei­hal­lu­zi­nie­ren läßt. Ande­ren wie­der­um ist völ­lig egal, was in Gaza pas­siert, oder sie begrü­ßen es sogar noch. Auch, wenn sie es öffent­lich nicht sagen, hal­ten sie Juden für ein über­le­ge­nes, über jeg­li­chem inter­na­tio­na­lem Recht ste­hen­des Volk, und sie hal­ten die Paläs­ti­nen­ser für über­flüs­si­ge, grund­ver­dor­be­ne Unter­men­schen, mit denen Isra­el legi­ti­mer­wei­se anstel­len kann, was es will.

Es gibt aller­dings, gelin­de gesagt, eine gan­ze Men­ge ande­rer Leu­te, die der Mei­nung sind, daß alle die­se Din­ge, Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen, Kriegs­ver­bre­chen oder gar ein Geno­zid, tat­säch­lich statt­ge­fun­den haben, und sie mei­nen das aus, wie mich dünkt, sehr guten Grün­den. Für einen Über­blick sie­he den umfang­rei­chen deut­schen Wiki­pe­dia-Arti­kel dazu hier, und den eng­li­schen hier.

Reka­pi­tu­lie­ren wir kurz. Bis dato lie­gen fol­gen­de, weit­hin akzep­tier­te Schät­zun­gen der Opfer auf paläs­ti­nen­si­scher Sei­te vor, die ich hier gerun­det wie­der­ge­be: Seit Okto­ber 2023 min­des­tens 73 000 Tote, davon 50–80% Zivi­lis­ten, über 175 900 Ver­letz­te, dar­un­ter meh­re­re tau­send ver­krüp­pel­te Kin­der, von denen es in Gaza nur so wim­melt. Man­chen Quel­len geben bis zu 82 500 Tote auf paläs­ti­nen­si­scher Sei­te an, im Kon­trast zu 2041 mili­tä­ri­schen und zivi­len Opfern auf israe­li­scher Sei­te. Das alles hat ein quan­ti­ta­ti­ves Level erreicht, auf dem ein paar hun­dert oder ein paar tau­send mehr Tote im Unge­fähr der Sta­tis­ti­ken ver­schwin­den und kaum mehr in die Waag­scha­le fallen.

80–90% der Gebäu­de wur­den zer­stört, was 61 Mil­lio­nen Ton­nen Schutt hin­ter­las­sen hat. Gro­ße Tei­le des Gaza-Strei­fens sind ver­wüs­tet und unbe­wohn­bar geworden.

Hin­zu kom­men zahl­lo­se mut­maß­li­che Kriegs­ver­bre­chen. Die unab­hän­gi­ge Unter­su­chungs­kom­mis­si­on der Ver­ein­ten Natio­nen und ver­schie­de­ne Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen nen­nen unter ande­rem: Absicht­li­che Angrif­fe auf Zivi­lis­ten und zivi­le Objek­te, Kol­lek­tiv­stra­fen, Ver­trei­bun­gen, Aus­hun­ge­rungs­maß­nah­men, geziel­te Tötung von Kin­dern, medi­zi­ni­schem Per­so­nal und Jour­na­lis­ten sowie die Ver­ge­wal­ti­gung, Miß­hand­lung und Fol­ter von Gefangenen.

Hin­zu kom­men die häu­fi­gen Über­grif­fe auf Chris­ten und die Land­be­schlag­nah­mun­gen, Haus­zer­stö­run­gen und eska­lie­ren­den Gewalt­ta­ten der Sied­ler im völ­ker­rechts­wid­rig okku­pier­ten West­jor­dan­land, über die mitt­ler­wei­le jeder Nor­mie Bescheid weiß und die inzwi­schen auch kosche­re Kon­ser­va­ti­ve wie Rod Dre­her ner­vös machen.

Auf die­ser Archiv­sei­te kann man sich eine Men­ge Din­ge anschau­en, die angeb­lich mit “unse­rem abend­län­di­schen Wer­te­ka­non” (Kickl) kon­form sind.

Und was die eher zwie­lich­ti­gen, seit lan­gem bekann­ten Umstän­de um den 7. Okto­ber her­um angeht, so haben inzwi­schen auch Main­stream-Zei­tun­gen in Öster­reich berich­tet, daß nicht nur Netan­ja­hu, son­dern auch sämt­li­che Geheim­diens­te und die gesam­te Armee­füh­rung War­nun­gen vor dem Hamas-Angriff „igno­riert“ hät­ten, was auch immer das für Impli­ka­tio­nen haben mag.

Wenn Kickl nun Sät­ze sagt wie “die Bekämp­fung des Anti­se­mi­tis­mus, der Kampf gegen Anti­zio­nis­mus wird Teil des Pro­gramms einer Bun­des­re­gie­rung sein, die ich anfüh­ren möch­te”, dann meint er damit im Wesent­li­chen nichts ande­res, daß er dafür sor­gen will, daß über die­se Din­ge nicht mehr gespro­chen wird, damit sie unge­stört und mit der Deckung Öster­reichs wei­ter betrie­ben wer­den können.

Das wird ihm zwar kaum gelin­gen, aber wenn er mit die­sem Pro­gramm ernst macht, müß­te er auch Mei­nun­gen wie die mei­ni­ge bekämp­fen und die Par­tei von sämt­li­chen Leu­ten säu­bern, die sich kri­tisch in Rich­tung Isra­el äußern oder sei­nen Kurs nicht gutheißen.

Vie­le wer­den die Krö­te schlu­cken und schwei­gend mit­ma­chen, aus Sor­ge, die Par­tei unnö­tig zu spal­ten, in der Hoff­nung, daß die Mehr­heit der Wäh­ler an die­sen Din­gen nicht beson­ders inter­es­siert ist, und daß ein künf­ti­ger Kanz­ler Kickl, womög­lich in Koali­ti­on mit einer neu­en bür­ger­li­chen Par­tei unter der Füh­rung von Sebas­ti­an Kurz, eines Tages ihre Träu­me von Remi­gra­ti­on umset­zen wird.

Wie im Fal­le Trump wird aber sehr wahr­schein­lich das, was dann viel­leicht eines Tages an die Macht kommt, nur mehr wenig Ähn­lich­keit mit dem haben, was man sich gewünscht hat.

Da ich mit einer eini­ger­ma­ßen wit­zi­gen Tat­sa­che begon­nen habe, will ich auch mit einer sol­chen schließen.

Eben­falls nicht kom­men sah ich den Tag, an dem ich mit Hans Rauscher (Jahr­gang 1944) vom links­li­be­ra­len Stan­dard zumin­dest teil­wei­se einer Mei­nung sein wer­de. Auf­grund sei­ner blin­den, fana­ti­schen Gehäs­sig­keit gegen­über allem, was rechts ist, habe ich ihn auch schon mal als “wahr­schein­lich dümms­ten leben­den Men­schen” bezeichnet.

Rauscher fin­det in einer Kolum­ne vom 19. Sep­tem­ber zwi­schen FPÖ und Likud nicht nur die Gemein­sam­keit, daß bei­de “rechts­extrem” sind, son­dern auch die Ver­fol­gung ähn­li­cher Zie­le. Wie so vie­le “extre­me Rech­te” sei Kickl ver­mut­lich “beein­druckt von der krie­ge­ri­schen, voll­kom­men rück­sichts­lo­sen Vor­ge­hens­wei­se der Regie­rung Netan­ja­hu”, und dies sind in der Tat Eigen­schaf­ten, die mir man­che Leu­te in unse­rem Spek­trum als “basiert” und bewun­de­rungs­wür­dig ver­kau­fen wollen.

Rauscher fährt fort:

Gemein­sam ist der euro­päi­schen und der israe­li­schen extre­men Rech­ten die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Islam. Die einen wol­len die ara­bi­schen Mus­li­me aus Euro­pa “remi­grie­ren”, die ande­ren aus den besetz­ten Gebie­ten im West­jor­dan­land, Gaza und wohl auch dem Südlibanon.

Isra­el unter Netan­ja­hu betreibt eine kaum ver­hoh­le­ne eth­ni­sche Säu­be­rung, vor allem, indem man die radi­ka­len Sied­ler bei ihren Über­grif­fen gegen Paläs­ti­nen­ser im West­jor­dan­land gewäh­ren lässt.

Wenn Netan­ja­hu nach den nächs­ten Wah­len wei­ter­hin an der Macht blei­be, ergä­be sich

das Poten­zi­al einer ‘Ach­se der Rechts­extre­men” von Isra­el über Euro­pa bis zu den USA des Donald Trump.

Dann wird es rich­tig los­ge­hen. Was Trump an Abschie­bun­gen mit sei­ner ICE-Trup­pe bereits geleis­tet hat, könn­te sich dann in Euro­pa ver­viel­fa­chen, in Öster­reich eben unter einer FPÖ-geführ­ten Regie­rung mit einer “Kampf dem poli­ti­schen Islam” vor sich hin­mur­meln­den ÖVP als Mehrheitsbeschafferin.

Das ist, etwas häß­li­cher und mit nega­ti­ver Wer­tung aus­ge­drückt, im Kern tat­säch­lich, was sich vie­le in unse­rem Lager wünschen.

Rauscher gibt aber auch gleich­sam sei­ten­ver­kehrt wider, was die nach euro­päi­schen und ame­ri­ka­ni­schen Rech­ten angeln­de zio­nis­ti­sche Pro­pa­gan­da behaup­tet: Daß es die­sel­be “west­li­che”, “zivi­li­sa­to­ri­sche”, “jüdisch-christ­li­che” usw. (inzwi­schen je nach Ziel­pu­bli­kum sogar “wei­ße”) Front gegen den “Isla­mis­mus” sei, die eben­so im Gaza­strei­fen wie auch in Neu­kölln ver­lau­fe (genau­so for­mu­lier­te es vor vie­len Jah­ren mir gegen­über ein jun­ger israe­li­scher Zionist).

In Rauschers Augen ist bei­des “eth­ni­sche Säu­be­rung”: Die Ver­drän­gung der mili­tä­risch okku­pier­ten Ara­ber aus dem West­jor­dan­land und die Abschie­bung von Ara­bern aus Neu­kölln und anderswo.

Die Situa­tio­nen sind aller­dings genau­er betrach­tet dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt. Israe­lis in Gaza und West­jor­dan­land sind tat­säch­lich Kolo­nis­ten, die eine eth­ni­sche Säu­be­rung einer ange­stamm­ten Bevöl­ke­rung vor­an­trei­ben; auf der ande­ren Sei­te sind es wach­sen­de Zah­len von Ara­bern in Neu­kölln und anders­wo, die den Aus­tausch der ange­stamm­ten Bevöl­ke­rung in Deutsch­land vor­an treiben.

Angeb­lich leben im nun mus­li­misch-links regier­ten Ber­lin zwi­schen 35,000 und 45,000 Paläs­ti­nen­ser. Schwer vor­stell­bar ist, daß irgend­je­mand in Isra­el ein Inter­es­se dar­an haben könn­te, Mil­lio­nen Ara­ber (ins­be­son­de­re Syrer, Liba­ne­sen, Paläs­ti­nen­ser), die sich momen­tan in Euro­pa auf­hal­ten, wie­der in sei­ne Nach­bar­schaft zu „remi­grie­ren“ und somit sei­ne Sicher­heits­be­dürf­nis­se zu gefährden.

Isra­els Haupt­pro­blem ist nicht “der Islam”, son­dern die Demo­gra­phie. Es ist kein Wun­der, daß etli­che israe­li­sche Poli­ti­ker (sie­he etwa hier, hier und hier) offen davon träu­men, sich die­ses Drucks auf Kos­ten ande­rer Län­der, auch euro­päi­scher, zu ent­le­di­gen. Ich bezweif­le also auch des­we­gen stark, daß man in Jeru­sa­lem und Tel Aviv tat­säch­lich die­sel­ben Zie­le ver­folgt, wie jene Öster­rei­cher, die sich einen Bun­des­kanz­ler Kickl wünschen.

Das alles sind Din­ge, über die man sich kei­ne Illu­sio­nen machen soll­te. Eine “Remi­gra­ti­ons­al­li­anz” mit Isra­el ist eine Schimäre.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (53)

Mitleser2

26. September 2026 09:39

Vieles an Israel ist problematisch. Trotzdem trübt Antisemitismus den Blick. Und ich sehe meine Ablehnung des Islam und Remigration völlig entkoppelt von der Israel-Frage. 

das kapital

26. September 2026 10:02

Jede Kritik am Zionismus wird sofort als Antisemitismus gebrandmarkt. Deshalb vorausgeschickt, Juden sind unverzichtbarer Teil der deutschen Gesellschaft und sie sollen hier frei, unbedrängt und genauso gefahrlos leben können, wie alle anderen Deutschen und alle anderen erwünschten Gäste auch. Aber ... /// Der zionistische Staat und die zionistischen Freunde des Mossad wie Robert und Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein bedrängen und zerstören die Welt in zutiefst widernatürlicher Weise. Das ist längst noch nicht in vollem Umfang aufgeklärt. Fest steht aber ohne den Schutzpanzer "Alles Antisemiten" wäre das in diesem Umfang weder möglich gewesen noch würde es weiter möglich. Es ist noch nicht offenkundig, wer Epstein und Maxwell nachfolgen wird, aber es wird Nachfolger geben. Offenkundig ist, dass Israel 2 völkerrechtswidrige Angriffs-kriege gegen den Iran führt und so die Weltwirtschaft zerstört. Die Amis haben sich da mit hineinbegeben, weil sie so nach der Nordstreamsprengung die europäische Wirtschaft endgültig zerstören und die chinesische Wirtschaft in Bedrängnis bringen können. /// Wenn Araber 1.200 Juden umbringen, kann es niemand den Juden verdenken, 1.200 Araber ins falsche Paradies zu befördern. Der Weltenbrand aber, den sie jetzt ausgelöst haben, ist die Pest.

Maiordomus

26. September 2026 10:05

Auch wenn ich seit 1966,  meinem ersten Aufenthalt im Libanon, Syrien, Jordanien und Israel, den jüdischen Staat in seiner Existenz stets verteidigt habe, muss diese "Schuld-Kult" Debatte geführt werden, und zwar von unabhängigen wenn möglich parteilosen Intellektuellen wie Lichtmesz. Von der AfD aber nur so weit, als sie für Deutschland betreffend seine Abwehr der Übernahme durch solche, die ein ethnisches Deutschtum leugnen oder beseitigen wollen, grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten beanspruchen wie jenes Volk, dem man  nur dann bedingungslos angehören darf, sofern man eine jüdische Mutter hat. Oder sehe ich letzteres falsch? Gewiss braucht man keine deutsche oder schweizerische oder österreichische Muitter zu haben, um vollwertiges Mitglied von Land und Volk zu sein. In Israel scheint mir dies aber mindestens tendenziell der Fall zu sein; zumindest für absolut unausschaffbare Bürgerinnen und Bürger "erster Klasse".    

RMH

26. September 2026 10:11

Ich vermisse bei dem sehr langen Artikel einen Abschnitt über Folgendes:
Gab es seit der Rede Kickls irgendwelche konkreten Änderungen in der Politik, den Ansichten, dem Program der FPÖ, die über den Inhalt der Rede hinaus gehen, die man als Folge davon betrachten kann?
Änderte sich Kikls/die Haltung der FPÖ zur Russland/Ukraine Frage, zu Trumps Administration, zur Iranfrage, zur Anwesenheit von Arabern in Österreich, zur EU etc?
Dies vor allem deshalb, weil man bekanntermaßen an den Taten (im Fall einer Oppositions-Partei bzw deren Vorsitzenden eben eine Änderung der Programmatik, der ins Zentrum der Agitation gesetzten Themen etc.) und nicht den Worten die Menschen wägen soll.

Diogenes

26. September 2026 10:15

1/3
 
Als die FPÖ noch klein war und es die AfD noch nicht gab, wurde bereits vor "Rechtsparteien" mit "Israel-Kontakten" gewarnt. Bei der FPÖ ist klar wem dessen  "Schleimspur" gilt, bei der AfD wurde und wird es versucht auch diese Schleimspur aufzubauen, aber dank der Mitteldeutschen (gemeint ist der Bundesrepublikanische Osten) AfD-Verbände wird ja vom Deutschen Interesse gesprochen. Und im Deutschen Interesse ist kein Tabu und Verbot von Kritik an am Staat Israel insgesamt oder an jüdischen Tätern diese es zweifelos überall auch dort gibt, wo Juden leben, oder glaubt hier irgendwer Juden sein etwas besseres als Menschen? Menschen werden eben manchmal zu Tätern, egal welcher Rasse, Religion oder welchem Volk sie angehören. Und sie alle streiten sich mitunter wenn es um Lebensräume, Rohstoffe, Treibstoffe oder eben die eigene "Pimmelgröße" geht. Das ist schon seit Jahrtausenden so und wird sich trotz des hochtrabenden Geredes in irgendwelchen int. Versammlungen nie ändern. 

Diogenes

26. September 2026 10:15

2/3
 
Deshalb sollten wir Deutschen hier uns nicht mit Leuten gemein machen die unsere (Handels)beziehungen in die Welt und auf dem eigenen Kontinent (dazu zählt auch der europäische Teil Russlands) gefährden. Das Deutsche Interesse steht über dem Israelischen Interesse und nicht andersherum. Wenn die Interessen beider Völker Staaten mal in die selbe Richtung gehen, muss man trotzdem immer auch schauen wie das kurz-, mittel-, und langfristig für Folgen hat. Von dt. Staatsmännern neueren Rechtskalibers sollte man erwarten können mit der Knierutscherei mal aufzuhören. Die deutsche Bevölkerung (auch im Alpen- und Donaugau) hat Leute satt, denen Rückgrat und Nationalstolz fehlt und die am Ende noch bösartiger gegen die eigenen Leute vorgehen, die frei heraus Unrecht ansprechen. 
 

Diogenes

26. September 2026 10:16

3/3
 
Es wird dort schon lange in Israel von den Ultras (also Zionisten) spekuliert wie die Al-Aksa-Moschee auf dem sog. Tempelberg in Jerusalem beseitigt werden kann um den salomonischen Tempel wieder aufzubauen. Dafür sind auch schon alle Teile zum Bau vorproduziert und irgendein jüdischer Typ in der historischen Priesterkluft läuft dort auch schon durch die Gegend. Die legen es auf Großisrael auf Kosten der Einheimischen an, denn "Gott wird uns schützen" und "Der Messias kommt durch das Chaos"... Es ist wie immer bei Dogmatikern: Das sind Sturköpfe die von einem 2. "Ragnaröck" (Feuer vom Himmel, Flutwellen) träumen, damit ihr "Messias" offenbar wird. Dafür riskieren "Chabad" - und wie die Scharfmacher sonst noch im Judentum heißen - einen Weltkrieg mit Kernwaffen. Chabad hat schließlich weltweit seine Anhänger die "Druck" machen. 

das kapital

26. September 2026 10:30

"Einen etwas anderen Eindruck gewinnt man, wenn man Medien aus dem hiesigen rechten Spektrum wie Achse des Guten, Tichys Einblick, Nius, Exxpress, Apollo News, Junge Freiheit und etliche andere konsumiert, die tagtäglich predigen, wie ausgesprochen wichtig und unantastbar und heilig und vorrangig jüdische Interessen doch seien ..." Viele sind tatsächlich auch auf der vermeintlich "rechten" Seite derart versippt, dass man sich fragen muss, wessen Interessen sie dienen. Der "Schuldkult" ist denen so flächendeckend eingetrichtert worden, dass sie nicht mehr das geistige und charakterliche Potential haben, aus dieser Sackgasse wieder herauszufinden. /// China suhlt sich nicht in ewiger Schuld, obwohl Mao der größte Massenmörder der Menschheitsgeschichte mit etwa 60 Millionen toten Landsleute ist. Die USA schämen sich nicht, dass sie durch den '"Krieg gegen den Terror" 1,3 Millionen tote Zivilisten zu verantworten haben. Sie schämen sich nicht, dass sie durch die CIA gesteuerten Umstürze in Chile und Argentinien jeweils mehrere Zehntausend tote Demokraten zu verantworten haben. Die machen immer so weiter mit ihren Umstürzen, siehe Ukraine. /// Deutschland ist geistig immer noch nicht in der Lage, das Dritte Reich hinter sich zu lassen, obwohl es physisch wie geistig überwunden i s t. Genau deshalb ist es nicht mehr zukunftsfähig und liefert sich schutzlos den Sauereien anderer Staaten aus.

Alex Schleyer

26. September 2026 10:52

Danke, lieber Martin, der du der einzige mir bekannte publizistische Lichtblick der deutschsprachigen Rechten bist, der es wagt, deutliche und fundierte Kritik an der Anbiederung an diesen boshaften Staat zu formulieren. Daß jemand wie Vilimsky davor nicht scheut, sich selbst mit den Schmutzigsten ins Bett zu legen, ist kein Geheimnis; ist doch der korrupte Deal mit seinem Parteifreund, der ihm stumpfe Wikipedia-Plagiate für einen fünfstelligen Betrag vertickt hat, auch nur die Spitze eines vollkommen abhandenen Moralkompasses. Israel beherrscht die Mehrheit des amerikanischen Kongresses, Trump zieht seinen Arsch aus der kompromittierenden Epstein-Nummer und verschachert sein Land, am halben Mittelmeer werden ganze Dörfer durch "israelische Investoren" aufgekauft etc. Einzig die asiatischen Großmächte gehen inzwischen auch im Inneren auf deutliche Distanz zu diesen gehässigen Herrenmenschen. Man muß dafür beileibe kein Freund der Araber sein. 

Le Chasseur

26. September 2026 11:17

@das kapital
"Wenn Araber 1.200 Juden umbringen"
Viele der Opfer vom 7. Oktober wurden durch israelischen Beschuss getötet, bei der Umsetzung der sogenannten "Hannibal-Direktive".
"kann es niemand den Juden verdenken, 1.200 Araber ins falsche Paradies zu befördern."
Auch wenn keiner der getöteten Araber etwas mit dem Angriff zu tun hatte? Halten Sie es für akzeptabel, wenn für die Tötung eines Hamas-Kämpfers 500 "Kollateralschäden" in Kauf genommen werden, darunter in vielen Fällen Frauen und Kinder?
https://www.youtube.com/watch?v=YIBRLEEaueo
Was würden Sie sagen, wenn die IDF Ihr ganzes Viertel in Schutt und Asche legen würde, weil einer der dort Lebenden einen Angriff auf Israel plante?

Le Chasseur

26. September 2026 11:26

@das kapital
"Viele sind tatsächlich auch auf der vermeintlich "rechten" Seite derart versippt, dass man sich fragen muss, wessen Interessen sie dienen."
Das muss nicht unbedingt etwas mit "versippt" zu tun haben. Einiges aus dem 678 Millionen Euro Hasbara-Budget wird auch bei "Tichys Einblick" und Konsorten landen. Und ich muss mich auch nicht fragen, welchem Interesse sie dienen, das steht für mich zweifelsfrei fest.

RMH

26. September 2026 11:53

"Deutschland ist geistig immer noch nicht in der Lage, das Dritte Reich hinter sich zu lassen, obwohl es physisch wie geistig überwunden i s t."
Haben Sie & die anderen im neurechten, alternativ-konserv Bereich, die solche Themen regelmäßig triggern & sich auch in dieser Debatte sofort melden, es ernsthaft überwunden? Ich denke, nein. Das hat natürlich auch seine Ursache darin, dass der Antisem-/ Anti-Israel Vorwurf, manchmal auch als HC- / Nazi-Keule bezeichnet, maßgeblich sich gegen politisch Rechte gerichtet hat & angewendet wurde & der Rest sich nicht davon betroffen fühlte, denn man war ja nicht rechts, was auch z.T. erklärt, warum die LINKE so wenig Berührungsängste mit echten Antisemiten/Israel-Auslöschern etc. hat. Dort war man offenbar geistig freier & gleichzeitg naiver, sich mit diesen Araber-Clans ins Bett zu legen. Das Ganze zeigt: Die Rechte ist gefangen von Schuldkult-Theorien, bei ihr ist es eine fixe Idee, die anderen SIND bereits darüber mehr hinweg. Evtl. sollte man doch einmal ein bisschen am eigenen Mindset arbeiten. Das meiste, was aus dem neurechten, rechtsalt. Bereich zum Thema Antisem./ Antizion., Israel kommt, wirkt irgendwie verbissen, verkrampft & im besten Fall auf Niveau des M-Pyhthon Sketches "Don´t mention the war". Eine Minderheit versuchte einstmals den Befreiungsschlag durch "pro-Israel", so wie jetzt z.T. wohl Kickl. Das ist alles so unsouverän ...

das kapital

26. September 2026 12:24

@ Le Chasseur "Was würden Sie sagen, wenn die IDF Ihr ganzes Viertel in Schutt und Asche legen würde, weil einer der dort Lebenden einen Angriff auf Israel plante?" Nun, das würde weder mir noch Ihnen gefallen. Diese Frage aber verharmlost deutlich das reale etwas vielschichtigere Problem. /// Israel wird mit der Rückendeckung des Iran durch die Hamas, die Hisbollah und die Huthi generell bekämpft. Was würden Sie sagen, wenn Hamas Hisbollah und Huthi mit Rückendeckung aus dem Iran jahrzehntelang Deutschland mit Raketen und Drohnen beschießen, das Existenzrecht Deutschlands in Frage stellen würden, weil hier zuviele Ungläubige leben, beim CSD und bei der unislamischen Love Parade einfach mal 1.200 Deutsche massakrieren und das für ihr gottgegebenes Recht halten? Welche Schutzmaßnahmen kann und muss dann Deutschland ergreifen, wenn gegen es genauso ein immerwährender Krieg geführt wird, wie gegen Israel? /// Die Bedrohungssituation für Israel i s t real. Die Traumatisierung durch den Holocaust und die Kriege der Nachbarstaaten ist nachvollziehbar. Gerade deshalb - wegen dieser Traumatisierung - handelt Israel unverhältnismäßig. /// Wieviele der 1.200 Juden sollen denn nach Ihrer Auffassung der "Hannibal-Direktive" zum Opfer gefallen sein? Fundstellen? Wird der Massenmord an Juden dadurch gerechtfertigt?

FranzJosef

26. September 2026 12:33

Sehr geehrter Herr Lichtmesz,
ich danke Ihnen sehr für diesen Artikel. IMAO hatte ich nicht erwartet, dass die Sezession sich trauen würde, das zu veröffentlichen, und ich bin froh, dass ich mich geirrt habe. 
Allerdings, Sie - und die Sezession - werden sich damit - wie Sie wissen - viele Feinde machen:
"Wie im Falle Trump wird aber sehr wahrscheinlich das, was dann vielleicht eines Tages an die Macht kommt, nur mehr wenig Ähnlichkeit mit dem haben, was man sich gewünscht hat."
"Das ist, etwas häßlicher und mit negativer Wertung ausgedrückt, im Kern tatsächlich, was sich viele in unserem Lager wünschen."
Ich befürchte, Sie haben Recht.

Le Chasseur

26. September 2026 13:10

@das kapital
Ich sage es Ihnen ganz ehrlich: Ich habe keinen Bock, wieder bei Adam und Eva anzufangen, sorry. Ich weiß, weshalb die Zionisten bekämpft werden. Judenhass ist nicht der Grund.

fw87

26. September 2026 13:32

Kickl habe ich immer sehr geschätzt. Die jetzige Entwicklung schmerzt mich. Ich kann es mir nur so erklären: Kickl versucht jetzt den Orban-Weg zu gehen. Orban konnte sich durch die Allianz mit Netanjahu vor der EU schützen und sein Land sauber halten im Inneren. 
Was Israelkritik betrifft, haben Linke natürlich wesentlich mehr Beinfreiheit als Rechte. Wenn zwei Menschen das gleiche sagen, dann ist das eben noch lange nicht dasselbe. Es ist extrem beunruhigend, dass die Linken das Thema jetzt massiv besetzen. Durch den jahrelangen Fokus auf "Identitätsquatsch" war die Linke ja schon so gut wie Weg vom Fenster. Das Vorgehen Israels in Gaza und Iran widerstrebt jedem Gerechtigkeitsempfinden. Dadurch, dass die Linken Verbrechen offen ansprechen gewinnen sie nicht nur die Stimmen von Migranten sondern auch die der einheimischen Bevölkerung zurück! Ich befürchte somit den Wiederaufstieg der längst abgeschriebenen Linken über diese Schiene. Aktuell ist die AfD noch standhaft (Vgl. Tino Chrupallas Aussagen zu Iran und Gaza). Vielleicht geschieht ja das Wunder, dass es so bleibt. 

das kapital

26. September 2026 13:39

@RMH Die "echten" Nazis sind weitgehend ausgestorben. Wer bei Kriegsende 18 war ist heute 99. Da leben nicht mehr viele. Die physische / biologische Existenz der Täter hat ein Ende gefunden. Die regieren und bestimmen hier nicht mehr mit /// Der Frage, warum andere Täternationen so gar keinen Schuldkult entwickelt haben, sondern sich seit 1945 rund um den Globus am Massenmord abarbeiten,  beantworten sie nicht. Die Amis marschieren ihn Venezuela ein und kassieren die größten Ölvorräte ein, danach führen sie 2 völkerrechtswidrige Kriege im Persischen Golf. Sie zerstören ohne jedes Schuldgefühl Deutschland Europa und die Weltwirtschaft durch diesen hybriden Krieg. Die nehmen sich, was sie wollen, und Deutschland ist durch den eingeredeten Schuldkomplex nicht mehr hand-lungsfähig. Die heutige Generation wird aber nicht durch bekennende Nazis geprägt, sondern durch Menschen, die das hinter sich gelassen haben, aber immer noch als Nazis behandelt werden. So als hätten die Zionisten und die teils zionistisch geprägte USA seit 1945 niemals gesündigt. Eine "historische Schuld", die Deutschland auf ewig handlungsunfähig macht, ist nicht Wahrheit, sondern die Ideologie der siegreichen Täter, die uns zu ewigen Verlierern machen wollen.

Majestyk

26. September 2026 13:56

@ Mitleser2; RMH:
Mir hat noch kein hier lebender Jude, den ich persönlich kenne oder Israeli, von denen ich auch welche kennengelernt habe, jemals eine kollektive Schuld angedichtet. Ehrlich gesagt kenne ich solche Vorwürfe persönlich nur von verbildeten Deutschen. Jener Schuldkult hat aber eine kollektive Kehrseite. Ich wurde selber nie ausgebombt. Die Opfermythosbewahrer machen mit den Kriegsgegnern von einst aber bezüglich kollektiver Schuldvorwürfe nichts anderes, als sie dem politischen Gegner vorwerfen. 
Die Dissens, die sich daraus ergibt ist aber ein Graben des Glaubens, den man nicht mit Argumenten überwinden kann. Wer jetzt eine Gegenposition bezieht, z.B. darauf hinweist, daß ein Militäreinsatz, bei dem vorab Zivilisten gewarnt werden, wohl schwerlich wie ein versuchter Völkermord wirkt, bekommt doch sofort einen Stempel aufgedrückt.
Der Schuldkultler, wie auch der Opfermythler, beide leben im gestern und beide versperren jungen Menschen eine positive Zukunft. In der Gestaltung des morgigen Deutschlands ist für beide kein Platz. Ich bleibe da bei Klaus Kinski
"Erzählt Euren Kindern in der Schule nicht Eure Scheiß Geschichte, Eure beschissene Vergangenheit, sondern erzählt Ihnen, daß man nicht auf Blumen treten soll und so"
Eltern sollten ja ihre persönliche Vergangenheitsbewältigung und Komplexe nicht auf die eigenen Kinder übertragen.

Majestyk

26. September 2026 14:02

Noch eine Anmerkung zu den Antworten an mich im letzten Faden, falls gestattet. Vielleicht hat der eine oder andere bei zukünftig passender Gelegenheit Lust mal darüber gemeinsam nachzudenken, daß Meinungsumfragen ja auch zur Meinungsbildung genutzt werden können.

SMHJanssen

26. September 2026 14:07

@An die Foristen: man kann bedingungslos zum Staat Israel stehen und die in Teilen rechtsextreme Regierung Israels für ihre Verbrechen gegenüber den Palästinensern verurteilen. Und man kann die Rechte der Palästinenser auf einen eigenen Staat unterstützen, ohne den mörderischen Terror der Hamas schönzureden oder die Vernichtung Israels zu fordern. Man kann also durchaus eine Position vertreten die Israels Existenzrecht ohne Einschränkung verteidigt, für Israel nach dem 07. Oktober das Recht auf Selbstverteidigung anerkennt und zugleich zugibt das die israelische Regierung maßlos und jenseits aller völkerrechtlichen Normen agiert.
Eigentlich ist es simpel: beide Seiten müssen akzeptieren das die andere Seite nicht verschwinden wird. Man muss sich nicht mögen, aber koexistieren. Dieser Pragmatismus war die Grundlage für Rabins und Peres Politik und auch die Grundlage der Genfer Initiative von 2002. Das beide Versuche an den Fanatikern beider Seiten scheiterten erklärt in vielerlei Hinsicht die heutige Tragödie für beide Gesellschaften.
Mit besten Grüßen,
Siebo M. H. Janssen

Erstbeschreiber

26. September 2026 14:11

Herr Lichtmesz, sehen sie irgendwelche Hinweise darauf, dass Kickls Anbierung zu dieser merkwürdigen Stunde womöglich nicht ganz freiwllig war, sondern mit irgendeiner Art "Kompromat" gegen ihn zu tun haben könnte?
Was die Libkons angeht, so erstaunt mich im negativen Sinne wie diese den Konflikt so komplett auf eine manichäische Rollenverteilung reduzieren können, in der es keine Fakten, Interessen und Handlungen gibt, die man einzeln bewerten muss, sondern nur eine über allem stehende Einordnung in "die Guten" und "die Bösen". Was "die Guten" machen ist einfach immer richtig, und "die Bösen" haben keinerlei Recht, eine eigene Perspektive anzumelden oder im eigenen Interesse zu handeln, sondern sind in ihrer Existenz schon kriminell und unerträglich und d.h. haben nur das Recht zur sofortigen bedingunglosen Kapitulation und Selbstauflösung.
Ich verstehe nicht und kann wahrscheinlich nicht verstehen, was in den Köpfen von Leuten vor sich geht, die meinen, dass so eine krass übersteigerte Einseitigkeit der Realität entsprechen könne!

Dietrichs Bern

26. September 2026 14:16

Die Solidarität mit Israel, die Kickl hier dankenswerter Weise zum Ausdruck bringt, ist eine Notwendigkeit, da sie den Willen, die zivilisierte Welt gegen Barbarei und Fall zu verteidigen, symbolisiert. 
Das die Kriegsführung der israelischen Armee auch zu kritisieren ist - geschenkt. Sie steht gegen primitivste Formen der Gewalt, da eskaliert auch die eigene Kampfesführung.
Ich empfehle dazu übrigens das Buch "Alles Einzelfälle" aus dem Antaios Verlag. Nur um sich einen Eindruck zu verschaffen, was es bedeutet, den Halbmond einzuladen.
 

Majestyk

26. September 2026 14:27

@ RMH:
"Evtl. sollte man doch einmal ein bisschen am eigenen Mindset arbeiten."
Abgesehen davon, daß jene Leute, die Sie gerne ansprechen würden, bereits beim Wort Mindset hyperventilieren; daran, daß Argumente jene Klientel mit ihrem vorgefertigten Feindbild erreichen, glauben Sie aber nicht ernsthaft, oder?
Der Artikel mit in sich geschlossenem Meinungsbild lädt ja nun nicht wirklich zur offenen Diskussion ein. Sonst würde dem Autor doch mal auffallen, daß nicht Israel, sondern die deutsche Regierung den Aufenthalt jener Palästinenser genannten Araber und deren ethnisch völlig identische Volksgenossen aus anderen arabischen Ländern verantworten. Es ist der deutschen Dummheit bzw. Bösartigkeit gewisser Kreise geschuldet, daß sich diese Fremden hier aufhalten. Es gab nie eine Pflicht oder rationale Gründe diese Personen aufzunehmen. Speziell das Beispiel Mamdani zeigt doch, was man sich einfängt, wenn man Muslime ins Haus läßt und diese einbürgert. Die paar guten, derentwegen mich Maiordomus belehren möchte, wiegen den ganzen Rest doch nicht auf. Und da bin ich noch nicht einmal auf die Schmähung Trumps eingegangen, für die ich keine SiN brauche, ähnliches kann ich auch im Spiegel lesen.

Majestyk

26. September 2026 14:31

@ FranzJosef:
"hatte ich nicht erwartet, dass die Sezession sich trauen würde, das zu veröffentlichen"
Warum nicht? Antisemitismus ist genauso wieder in Mode wie Antiamerikanismus, Antiliberalismus und Antikapitalismus. Man ist damit auf der Höhe des Zeitgeistes. 

Laurenz

26. September 2026 14:55

@ML (2) ... Israel besaß bisher keine Diplomatie. Seit 1948 konnte es man sich erlauben, ohne auszukommen, d.h. ein III. Reich für Juden mit Wahlrecht zur erschaffen, während das links-liberale Judentum im Westen identitäre Staaten zu verhindern sucht & die Massenmigration, wie Replacement (Lerner-Spectre) unterstützte, ein Jüdisches Paradoxon, welches sich mit der Militärmacht der USA, dem Knüppel Davids, aufrecht erhalten ließ. Das ist aber jetzt vorbei, die USA sind pleite, auch politisch-intellektuell im Niedergang begriffen & US-Kriege sind zu teuer geworden. D.h. die AIPAC ist nutzlos geworden. Die Linke im Westen hat das gerochen & will den Prototypen eines identitären Staates, Israel, im Westen beseitigen. Israel muß sich deswegen neue Freunde suchen, natürlicherweise Rechtspopulisten. Der erste Kumpel Bibis in Europa war Orban. Aber Orban ist mit 63 zu alt, um nochmal an die Macht zu kommen. In Asien braucht man sich keine Freunde zu suchen. Die Chinesen wissen, Dank den Sassoons, nur zu genau, mit wem sie es zu tun haben. Mehr als Business gibt es nicht. Wir brauchen aber keine links-liberalen Juden, keine Friedmans, die uns das Deutschsein madig machen wollen. Über Israel können wir viel leichter Druck ausüben, als es selbst zu tun. Kickl macht alles richtig & agiert diplomatisch geschickt.

NC472

26. September 2026 15:03

@Dietrich Bern"Das die Kriegsführung der israelischen Armee auch zu kritisieren ist"
Das Einzige was daran zu kritisieren ist, ist dass sie zu zurückhaltend ist, zu "zivilisiert" angesichts dessen wie die Araber am 07 Oktober gezielt primär Zivilisten angriffen. Hätte Likud Eier in der Hose, würde es keinen Araber mehr im Israelischen Gebiet geben, weder Frauen, Kinder noch Alte.

ofeliaa

26. September 2026 15:11

Überall, wo Muslime sind, wollen sie auf kurz oder lang das dortige Land kolonialisieren. Nirgends mag man diese Menschen auf der Welt wirklich. Muslime bringen viel zu frei und viel zu wenig reglementiert ihren grausamen und kolonialistischen Lebensstil mit, wo auch immer sie in der Geschichte auftauchten. Früher konnte man, so wie im Teutoburger Wald, diese Eindringlinge ausrotten. Heute sollen wir uns mit denen zurechtfinden, sie als vollwertige Mitglieder unserer Welt anerkennen und uns ganz faktisch einfach systematisch ersetzen lassen. Israel will das einfach nicht. Die sind nicht so dumm wie wir. Niemand will die Muslime irgendwo, aus guten, sehr, sehr guten Gründen. Niemals würde ich mit denen eine Grenze oder gar ein Land teilen wollen. Mich interessiert Israel dabei nur insoweit, wie es unserer Abwehr gegen diese böse, menschenverachtende und narzisstische islamische Kolonialisierung zuträglich sein kann, die überall stattfindet, wo die sich derzeit in der Welt aufhalten. Wer Israelis als Kolonialisten bezeichnet, ist verrückt. Wir wissen ganz genau, wer den Dschihad auf seiner Fahne stehen hat.

ofeliaa

26. September 2026 15:14

Und nein, das waren damals keine Muslime, sondern Römer. Das Prinzip ist aber das absolut gleiche. Israel interessiert mich dabei null. Nur insoweit, wie wir die Israelis brauchen können um gegen die islamischen Kolonisten vorzugehen, die derzeit versuchen überall ihren heiligen Krieg mal offener, mal verdeckter, voranzutreiben. 

Majestyk

26. September 2026 15:16

@ Le Chasseur:
"Was würden Sie sagen, wenn die IDF Ihr ganzes Viertel in Schutt und Asche legen würde, weil einer der dort Lebenden einen Angriff auf Israel plante?"
Als meine Großeltern mit ihren zwei Söhnen aus der Evakuierung zurückkehrten, war das Haus stark beschädigt. Offenbar hatten dort Amerikaner Stellung bezogen und den deutschen Panzer bekämpft, dessen Wrack sich im Haus gegenüber fand. Weder meine Großeltern, noch die Söhne haben deswegen Amerikaner gehaßt, wurde auch nicht an die Enkel weitergegeben. Mein Opa hat das Haus wieder aufgebaut, quasi zum zweiten Mal, wenn auch das Baumaterial bescheiden war. Zur Belohnung, weil das Haus 1948 dank Eigenleistung intakt und bewohnbar war, bekam mein Opa keinen Lastenausgleich, sondern durfte erneut zahlen. Meinen Großeltern und meinem Vater war aber immer bewußt, daß unser großer Feldherr den USA den Krieg erklärt und die Sowjetunion überfallen hatte.
Ich empfehle Ihnen mal den Film Die Brücke. Läuft oft im Fernsehen. Vielleicht denken Sie theoretisch mal darüber nach wer den Tod der Jungens verantwortet. Die heran rückenden Amerikaner oder die Ideologen, die jene Kinder abgerichtet haben.
@ Dietrichs Bern:
Israel muß kämpfen und gewinnen, da es keine Alternative gibt. Israel ist der Juden Alamo. Zum Vergleich, Israel macht weniger als 0,2 Prozent der Fläche der arabischen Länder aus. Das ist so, als würde Deutschland am Verlust von Eupen-Malmedy zugrunde gehen.

Martha

26. September 2026 15:35

Ich habe dem hervorragenden Text von Lichtmesz nichts hinzuzufügen. Genau so ist es. Danke für die klaren, deutlichen Worte.

Majestyk

26. September 2026 15:37

@ das kapital:
"Die heutige Generation wird aber nicht durch bekennende Nazis geprägt, sondern durch Menschen, die das hinter sich gelassen haben, aber immer noch als Nazis behandelt werden." 
Sie sind doch studierter Jurist, falls ich richtig gelesen habe. Ich wüßte echt mal gerne, wie Sie trotz dieser Ausbildung zu solch unreflektierten Sätzen fähig sind. Fahren Sie mal nach Belgien, Holland, Frankreich, Polen oder Tschechien. Niemand nennt Sie dort Nazi. Macht auch kein Amerikaner, Engländer oder Russe. Die einzigen Personen, die mich im Leben Nazi oder Fascho schimpften, waren ethnische Deutsche. Deutsche haben das Recht auf Asyl im GG verankert, Deutsche verantworten § 130. Deutsche haben ihr Staatsbürgerschaftsrecht verändert, Deutsche sabotieren die Arbeitsplätze von anderen Deutschen, Deutsche huldigen dem Klima wie kaum ein anderes Volk und Deutsche haben ein Zensurnetzwerk und eine „Zivilgesellschaft“geschaffen, die selbst im fernen Australien Aufmerksamkeit erregen. Niemand schafft Deutschland ab, außer den Deutschen.

Le Chasseur

26. September 2026 15:44

@das kapital
"Wieviele der 1.200 Juden sollen denn nach Ihrer Auffassung der "Hannibal-Direktive" zum Opfer gefallen sein?"
Ich gehe davon aus, dass für den Großteil der toten Zivilisten die IDF verantwortlich sind, die mit Panzern und Kampfhubschraubern auf alles gefeuert haben, was sich bewegt hat.
@Dietrich Bern
"Die Solidarität mit Israel (...) ist eine Notwendigkeit, da sie den Willen, die zivilisierte Welt gegen Barbarei und Fall zu verteidigen, symbolisiert."
Leute, die Kinder Foltern und Demütigen, sind also Ihrer Ansicht nach zivilisiert? 

Michael Schulz

26. September 2026 15:44

Danke für das Schreiben und die Veröffentlichung dieses wichtigen Artikels.Endlich nicht die übliche Doppelmoral, die leider überall in für mich unvorstellbaren Ausmaßen anzutreffen ist.Sehr angemessen und sehr mutig.

Erstbeschreiber

26. September 2026 15:55

Warum gibt es viele fanatische Israel-Anhänger unter den Rechten? Müssten Rechte nicht viel realistischer statt utopisch/ideologisch denken als Linke, und somit gegen zu einseitige und unehrliche Narrative relativ immun sein?
Mein Erklärungsversuch ist, dass Libkons Hasbara unkritisch, ja fast schon begierig aufnehmen. Sie haben Geschmack an der Israelischen Propaganda mit ihrer einfachen Einseitigkeit und harten Kante gegen den Islam/Araber gefunden. Es mundet und aufgeladene Selbstgerechtigkeit hat einen gewissen Suchteffekt. 
Wenn man nun einfach grundsätzlich den Zionisten zustimmt und sich nur bei pro-Zionistischen Medien informiert, und gegenteilige Informationen wegen kognitiver Dissonanz aggressiv ablehnt, ja dann kommt natürlich genau der beobachtete Israel-Fanatismus heraus. 

RMH

26. September 2026 16:01

@das_kapital, ich frage nach uns Deutschen & UNSERER Einstellung & inwieweit die Rechte eine fixe Idee (bitte selber nachschlagen, was damit gemeint ist) entwickelt hat & Sie kommen zum drölfundzwanzigsten Mal wieder mit dem, was andere ja alles gemacht haben. Darum geht es nicht, bitte beim Thema bleiben. Dank EIGENER Kinder im Allter 18 + & ab & an Kontakt zu deren Umfeld, wage ich die Behauptung, dass das ganze Thema Schuldkult, moralischer Druck etc. an diesen jungen Generationen ernsthaft - trotz nach wie vor bestehender schulischer Indoktrination - komplett vorbei läuft & das ist auch gut so. Was hier anhand des Artikel an Debatte geführt wird, ist die Verlängerung der Debatten der Boomer & GenX, auch, weil gerade letztere aktuell am Hebel in Politik, Medien & Parteien sind. Den wirklich Jungen braucht keiner mehr damit zu kommen, dass interessiert dort niemanden, typisches "Unc-" Gelaber. Insofern bleibe ich dabei, die Rechte ist komplett verkrampft bei diesem Thema, sogar dem Autor - sonst einer, der wirklich es schafft, über Dingen zu stehen - gelingt es diesmal nicht, seinen Ausführungen eine gewisse "Entspanntheit" angedeihen zu lassen. & das meinte ich mit "Mindset", dessen Einordnung bei meinem Beitrag, @Majestyk, der Zeichenbeschränkung zum Opfer gefallen ist. Einmal derb ausgedrückt: Wer sich immer im Dreck wälzt oder sich mit Dreck beworfen fühlt, kann nicht sauber werden.

das kapital

26. September 2026 16:04

@ NC472 Hatten Sie jemals den Eindruck, dass Sie über´s Ziel hinausschießen? Angesichts Ihres Postings von 15:03 dürfen Sie gerne vertieft darüber nachden-ken. Alles so schön zivilisiert hier bei etwa 50.000 toten arabischen Zivilisten. Ein israelisches Leben ist jederzeit 50 arabische wert. Nein, ist es nicht !

RMH

26. September 2026 16:13

"bekam mein Opa keinen Lastenausgleich, sondern durfte erneut zahlen."
@Majestyk, ja, aber nur zum Einheitswert 1935 & über lange Raten (die Wertsteigerung von Immobilien hat das zumeist ausgeglichen). Ich darf Sie beruhigen, meine Großeltern väterlich lebten im Sudetenland in einer der damals oft vorkommenden, k.u.k entstammenden Arbeitersiedlungen mit Diensthäuschen. Bei der Vertreibung wurde der Ernährer, seines Zeichens Industriemeister & Zivilist, von den Tschechen verschleppt (& vermutlich erschlagen, sein Schicksal ist, so wie das vieler, bis heute nicht geklärt). Wenn er es in meine Heimatstadt, die viel Industrie hatte, geschafft hätte, hätte er vermutlich nochmal ein Haus bauen können. So haben Witwe & Kinder (eins davon mein Vater) genau gar nichts an Lastenausgleich bekommen, aber der Ernährer war weg. Genauso, wie jeder, der Arbeiter im Westen war, der in ner Dienst- oder Mietwohnung wohnte, auch nichts an Lastenausgleich zahlte. Der Lastenausgleich war unter dem Strich dennoch ein guter Versuch, Kriegsfolgen zu verteilen & ein letztes Aufbäumen der Idee,  das deutsche Volk als Schicksalsgemeinschaft zu sehen.
Im Übrigen stimme ich bei dieser Debatte Ihnen zu.

RMH

26. September 2026 17:02

Warum gibt es viele fanatische Israel-Anhänger unter den Rechten?
@Erstbeschreiber, "viele fanatische" ist m.M.n. eine komplette Übertreibung. Israel-Anhänger waren & sind eine Minderheit bei den Rechten, oft aber mit einem gewissen polit, Erfolg, daher bemerkbar & für einige ist davon ist Pro-Israel auch gerne eine stategisch- taktische Ausrichtung ohne große Gefühlsduselei dabei. Ich verfolge das "rechte" Umfeld seit meiner Jugend, bin noch mit F.J.S. groß geworden & habe Aufstieg der REP & anderer "rechter" Parteien erlebt. Pro- Israel, Pro- USA, war nach der Jahrtausendwende der Versuch des damals kleinen Nischen-Blogs pi, sowohl Linke als auch Rechte einmal komplett gegen das Schienbein zu treten. Davon ist bei pi schon lange nicht mehr viel übrig geblieben, es verblieb auch keine homöop. Restwirkung davon. Kickl ist Jahrgang 68 & hat genau das gleiche rechte auf & ab, dass ewige, aufgeregte Gegackere darum erlebt, den Fanatismus & Jakobinismus darüber, die schwarz-weiß Malerei etc. & evtl. war es sein persönlicher Versuch, hier einen gordischen Knoten der rechten Opposition mit dem Schwert zu lösen.. Den potent. Fehler, den ich bei Kickls Pro-Israel sehe ist, dass er evtl damit zu spät kommt, denn mit der Trump-Nethanjahu Connection kann es bald auch vorbei sein, den in beiden Ländern gibt es eben auch andere Kräfte, die wieder an die Macht kommen können. & ob es ihm noch etwas nützt, ist daher fraglich.

Speng

26. September 2026 17:13

@Majestyk
Also erst einmal ein bisschen vom Thema abweichend, zum letzten Strang: Wenn Sie mit mir Meinungsunstimmigkeiten haben, dürfen Sie gerne mich angehen und brauchen nicht auf den Herrn Valjean einprügeln. Erstens habe ich mich mit meinen Vorschlägen nur sekundär an die "integrierten, noch nicht so lange hier lebenden Neudeutschen" gewendet, sondern primär an Rechte U40. 
Da gibt man sich einmal pragmatisch und dann ist es auch wieder nicht recht. Der Partisan nimmt halt alle Waffen, welcher er habhaft werden kann! Nebenbei, es ist sowohl ein Versagen der Bundesbürger im Allgemeinen wie der Nachkriegsrechten im Besonderen, dass man sich so leicht von den Westmächten um den Finger wickeln (oder besser "erziehen") hat lassen.
Zum Thema dieses Stranges: Mal die Moral bei Seite gelassen, ist die Kickl-Aktion auch taktisch, kommunikations- wie geopolitisch so unglücklich, dass man eigentlich wirklich nur von Erpressung ausgehen kann.
Über zehn Jahre Trump und über 15 Jahre Rechtspopulismus hätten uns alle schon eines Besseren belehren müssen. Ausgepresst wie eine Zitrone, und die 30 Silberstücke Judaslohn spart man sich oft auch noch.

Waldkind

26. September 2026 17:48

Herr Lichtmesz, danke für diesen wieder einmal starken Artikel zum Thema! Wir als Deutsche müssen erkennen, dass wir uns mit solchen Kniefällen eben weiter als Vasallen eines Imperiums verewigen, das uns gleichzeitig in unserem heutigen Teutoburger Wald penetriert.
 
Dass Kickl so groben Unfug äußern würde wie: Der islamistische Terrorismus sei die größte Gefahr, ist angesichts internationaler Kriegstreiberei und Entwurzelung durch die Epstein-Clique keine vielleicht noch akzeptable taktische Rhetorik mehr, sondern ein Bekenntnis zur offenkundigen Lüge.
 
Der islamistische Terrorismus ist im Wesentlichen ein PR-relevantes Geschöpf der einschlägig versippten Neocons und ihrer Mossadfreunde. Dazu ist genug geschrieben worden, wer Augen hat, der sehe und lese selbst.
 
Wer mal ganz niedrigschwellig seine einseitig prozionistische Perspektive hinterfragen möchte, könnte sich z.B. den Film "Palästina 36" ansehen, interessanterweise von einer christlich- palästinensischen Regisseurin gedreht.
 

Le Chasseur

26. September 2026 18:15

@das kapital
"Ein israelisches Leben ist jederzeit 50 arabische wert."
"One Jewish life, it's 10 million [Palestinians]."

Dietrichs Bern

26. September 2026 18:25

@Majestyk:: Der Hinweis auf ein israelisches Alamo ist nicht verkehrt. Die Niederlage Israels wäre gleichbedeutend mit dessen Auslöschung. Das ist auch der wichtigste Unterschied. Die Mexikaner verschonten Frauen und Kinder. Das gibt es bei der Hamas und Friends nie.

das kapital

26. September 2026 18:49

RMH "Was andere so machen, darum geht es nicht." Doch. Zumindest auch. Warum sind die USA Weltmacht und wir nicht? Weil die keine Beißhemmung haben und ihre Interessen skrupellos durchsetzen ohne Rücksicht auf fremde Verluste. Die haben keine Schuldkomplexe, in unserer Gesellschaft aber ist nach wie vor die "Antifa" wirkmächtig und schlägt als Hammerbande Leuten, die sie für "Nazis" hält, den Schädel ein. Die Linke hat keine Beißhemmung. Stalin wirkt bis heute, Hitler zum Glück nicht mehr. /// Da redet er nun, der Onkel und glaubt, die Jugend zu erreichen. Die in der Schule bereits gendergerecht und woke weich gespült worden ist. Als "Jugendforum" hatte ich die Sezession bisher nicht verstanden. Herr Lichtmeß und Herr Sellner dürften hier erkennbar zu den Jüngeren gehören. /// Nein ich glaube nicht, dass dieses Forum hier in nennenswerter Weise auf die hiesige Jugend einwirken kann und soll. Da wären andere Formate gefragt. /// Die Jugend ist nach wie vor zu beachtlichen Teilen in die Brandmauerrhetorik und die woken Spielchen in den Schulen eingebunden, Ganz entspannt. Wer ohne das aufgewachsen ist und das auch noch für schöner, wahrer und besser hält, ist eben unentspannt. Vornehm & entspannt geht die Welt zugrunde. Alles eine Haltungsfrage. Die Deutsche Bahn ist auch total entspannt in ihrer Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit.

Carsten Lucke

26. September 2026 19:46

Ach, das ewige Thema als Vorwort zum Sonntag.
Es gab ja schon von jüdischer Seite wohlwollende Angebote ( z.B. hier ab Min. 1.10 : https://www.youtube.com/watch?v=5y3jaz7F-uo ), die anzunehmen der Preis aber offenbar doch zu hoch war.

Old Linkerhand

26. September 2026 20:30

Vielen Dank für diesen klaren wie mutigen Artikel, der so wie geschrieben nur von Martin Lichtmesz kommen konnte. Der Text destiliert all meine unguten Gefühle, welche mit dem Aufkommen des Rechtspopulismus/Trumpismus entstanden sind. Vor ca. 10 Jahren waren Lichtmesz und Vilimsky in einer Fernsehrunde zu sehen. Damals habe ich das hier kommentiert und vor diesem Mann gewarnt. Von Kickl bin ich enttäuscht und erschrocken und wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen. Der rechte Widerstand hat leider eine schreckliche Entwicklung genommen. "Rechte" kommen mit der "Antisemitismus"-Keule und werfen dann dem Verprügelten ein schwaches Mindset vor. Viele dieser schwachen Menschen halten sich für wirkliche Rechte, weil sie Brutalität und Rücksichtslosigkeit mit Stärke verwechseln und deshalb das jüdische Konstrukt anhimmeln. Andere Meinungsführer haben jüdische Finger tief im Anus, (deshalb schauen die auch immer so verkniffen). Pardon, den konnte ich mir wiederum nicht verkneifen. Die meisten dieser Möchtegernrechten sind aber einfach nur dumm. Emotional habe ich mich deshalb verabschiedet, auch weil ich nicht Teil einer unguten Bewegung sein möchte.

Majestyk

26. September 2026 20:38

@ Speng:
Habe weder mit Ihnen, noch Valjean72 Meinungsverschiedenheiten. Valjean72 unterstellte mir, ich hätte meine Beobachtung erfunden. Darauf habe ich reagiert und so liest sich die Chronologie. 
Fragen Sie sich lieber, warum Sie Kickl Bestechlichkeit oder Judaslohn unterstellen. Kann man nicht argumentieren, ohne den Charakter einer Person infrage zu stellen? Ich behaupte ja auch nicht, daß "Rußland" oder "Paliversteher" vom Kreml oder Katar bezahlt werden. 
@ RMH:
"denn mit der Trump-Nethanjahu Connection kann es bald auch vorbei sein"
Falls in den USA die Dems wieder dran kommen, können wir einpacken. Dann kommt das AfD-Verbot und dann geht es auch bei EU-Zensurverordnungen richtig ab.
@ ofelliaa:
Ich vermute, Sie haben wie ich Kontakt zu Arabern und anderen Muslimen, die nicht zur höheren Bildungsschicht zählen, von denen zahlreiche Teilnehmer oder andere Leute in Medien schwärmen. Jeder, der den Islam und bestimmte Volksgruppen verharmlost, sollte dazu verdonnert werden mal drei Monate mit diesen Leuten in entsprechenden Stadtteilen zusammenzuleben. Danach zeigt niemand mehr Verständnis für Maghrebiner, Osmanen, Persern oder Pakistanis._______Die heutigen Clans u.a. in Berlin oder NRW sind übrigens zum Großteil Nachkommen jener "Flüchtlinge" aus dem Libanon, die zwischen 1975 und 1990 vor allem über Ost-Berlin nach Deutschland geschleust wurden. 

Rheinlaender

26. September 2026 20:50

Die hier geführte Diskussion darüber, wer im Nahen Osten die Rolle des "Guten" und wer die des "Bösen" einnimmt, bewegt sich vollständig innerhalb jenes moralistisch-idealistischen Referenzrahmens, der die politische Kultur der Bundesrepublik auch auf dem Gebiet der Außen- und Sicherheitspolitik schon seit Jahrzehnten zum Nachteil Deutschlands prägt, weil er das Denken der Eliten des Landes trübt.
Die gegenwärtige Rechte verteilt z.T. nur die moralischen Zuschreibungen anders als diese, verlässt aber den dysfunktionalen geistigen Rahmen nicht. Aus einer genuin politischen Perspektive stellt sich bezüglich des Nahen Ostens aber nicht die Frage nach der moralischen Qualität der handelnden Akteure, sondern die nach der Verwirklichung deutscher Interessen. Wer diese nicht in den Vordergrund seiner Betrachtungen stellt, kann politisch nicht handlungsfähig werden.
Wer moralistisch-idealistisch denkt, wäre z.B. nicht in der Lage dazu, Rückführungsabkommen mit militanten Islamisten in Syrien auszuhandeln oder libysche Milizen in ein europäisches Grenzschutzsystem einzubinden. Ein Deutschland, das linken und liberalen Moralismus durch rechten Moralismus ersetzt, hätte daher politisch nichts gewonnen.

Majestyk

26. September 2026 20:52

@ das kapital:
"Alles so schön zivilisiert hier bei etwa 50.000 toten arabischen Zivilisten."
Hängt von den Quellen ab, auf die man sich beruft. Diese dürfte hier als unglaubwürdig gelten und ich rechne nicht damit, daß Israelgegner Zahlen von UNO oder linken Medien hinterfragen. Krieg der Zahlen gab es aber auch schon früher, siehe Zweiter Weltkrieg,. Oder um unverfänglicher zu bleiben, die ominösen Toten beim Stadionbau in Katar. 

RMH

26. September 2026 21:32

"und glaubt, die Jugend zu erreichen."
@das_kapital, habe nie behauptet, Jugendliche zu ereichen. Habe nur ab und an Kontakt und höre schlicht zu, was aus meiner Sicht völlig ausreichend ist, um sich eine Meinung zu bilden. Das ganze Thema Gaza, Israel, 3. Reich, Juden etc. spielt da keine echte Rolle. Außer, dass eben via TiKTok & Co. ganz erheblicher, z.T. antisemitischer Schund verbreitet wird, was aber größtenteils abzuperlen scheint.  Schauen Sie bspw. mal nach, was Goj Food oder Goyslop bedeutet bzw. was damit zu Ausdruck gebracht wird. Dürfte alte Rechte, die noch ohne Brandmauer (dafür aber wohl mit echter Mauer) und woken Spielchen aufgewachsen sind, doch ein kleines bisschen Freude bereiten.

Majestyk

26. September 2026 21:46

@ Rheinlaender:
"Wer moralistisch-idealistisch denkt, wäre z.B. nicht in der Lage dazu, Rückführungsabkommen mit militanten Islamisten in Syrien auszuhandeln oder libysche Milizen in ein europäisches Grenzschutzsystem einzubinden. Ein Deutschland, das linken und liberalen Moralismus durch rechten Moralismus ersetzt, hätte daher politisch nichts gewonnen."
Bester Kommentar und völlig richtig. Remigration kann man dann abhaken. Moral muß man sich leisten können, Humanismus ebenfalls. Wenn es der Sache dient, können Kickl, Weidel und Co. von mir aus mit dem Teufel höchstpersönlich paktieren. 
Im Übrigen gilt im Krieg gilt keine zivile Wertskala. Lieber einmal unmenschlich handeln als ein Leben lang tot.

AD68

26. September 2026 21:53

@Majestyk
Ich lebe in NRW in einem Stadtteil mit primär muslimischer Bevölkerung. Sie prägen Nachbarschaft & Schulen auf die meine Kinder gehen & den Sportverein in dem wir aktiv sind. 
Es sind zu 90% hart arbeitende anständige Menschen. Meine Frau und ich witzeln immer dass die Türken die wahren Deutschen sind: Die Vorgärten penibelst gepflegt und das Auto 1x die Woche gewaschen.Die sind 99% der Deutschen weit überlegen: Ihre Religion macht ihre Kinder unempfindlich für den links-dekadenten Quatsch in der Schule. Brüdern und Cousins prägen sie, und auch noch so viel Gender- und Trans-Propaganda prallt an ihnen ab.Kinderliebe und große Familien geben ihnen eine Zukunftsperspektive. In ihren Herkungsländern weiß jeder, dass Politiker und TV lügen, und sie haben eine gesunde Grund-Skepsis gegen Bullshit. Währen der Corona-Pandemie waren es die türkischen Friseure hier, die die Ungeimpften troz Verbot in ihren Salons bedient haben.
Diese Rechte, die ihre Identität nur aus Ablehnung und Hass auf andere ableitet, ist eine Totgeburt.Was wir dringend bräuchten wäre eine katholische Rechte, die das Fundament ausgräbt, auf dem eine Zukunft gebaut werden kann.
Nicht Israel-Kriecherei oder die Anbetung selbsternannter jüdischer Herrenrassen.Auch nicht der neidische Hasse auf Muslime, die noch eine eigene Religion haben.Sondern das Christentum.
 

RMH

26. September 2026 21:55

Es gibt auf der Welt ständig so viel Leid, so viel Verbrechen übelster Art, ja auch in D & hier auch wegen der vielen Menschen, die uns geschenkt wurden. Wenn man ansatzweise das Gerechtigkeitsempfinden hat, dass alle Opfer gleich sind, gleich gewürdigt werden müssten, dann müsste man sich so aufregen, dass man stets am Rande eines Herzinfarkts ist. Das tut daher auch kein Mensch - unbewusster Selbstschutz. Wenn jemand sich jetzt über das Israel/Gaza-Pali Thema echauffiert, es fast schon manisch bei jeder Gelegenheit anderen präsentiert oder es als Ursache für alles mögliche darstellt, gleichzeitig aber zu abgeschlachteten Christen in Afrika schweigt oder diese bestenfalls als Nebenthema behandelt, oder zu anderen Opfern, dann deutet das für mich auf doppelte Standards hin. Auf eine Hierarchie der Opfer & vor allem: Das er mit den Opfern für ein bestimmtes polit Ziel agitiert. & so eine "Instrumentalisierung" hat für mich stets das Hautgout der Schäbigkeit, wenn sie von Kreisen kommt, die selber gar nicht betroffen sind, weder familiär, noch ethnisch. Das die Palästinenser nun sich als Opfer Nr. 1 auf dieser Welt darstellen, folgt dieser Logik & berücksichtigt nicht, dass sie die gesamte Welt seit Jahrzehnten mit Terror & mafiösen Strukturen überziehen. Heute hat MUC den Zuschlag für die Olympia- Bewerbung erhalten (die Olympiade wird sicher woanders hingehen) & erinnert gleichzeitig daran, was 72 dort von sog. Palästi. auf dt Boden mit Juden gemacht wurde. Der dt Bedarf an diesen Kreisen sollte gedeckt sein.

das kapital

26. September 2026 22:03

@ majestyk Unabhängige Zahlen sind schwer bis gar nicht zu finden. 50.000 hatte ich mir mal so als "Zwischenergebnis" gemerkt. Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde in Gaza geht von rund 67.000 Toten aus. "Eine im Herbst 2025 veröffentlichte Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock und des Centre for Demographic Studies (CED) kommt zu dem Schluss, dass die tatsächliche Zahl der Toten durch direkte Kriegsein-wirkungen deutlich höher liegen dürfte.Die Forschenden schätzten in ihrer in Population Health Metrics veröffentlichten Untersuchung, dass infolge des Konflikts mindestens 100.000 Menschen gestorben sein könnten. In diese statistischen Modelle flossen neben den offiziellen Ministeriumsdaten auch Haushaltsbefragungen und Todesmeldungen aus sozialen Medien unter Einberechnung von statistischen Unsicherheiten ein.50.000 sind also als "Zwischenergebnis" durchaus nachvollziehbar. ///@ Le Chasseur. Bitte nicht den zionistischen Irrsinnigen folgen. 1200 tote Juden führen sonst zu 1200 x 10.000.000 = 12 Milliarden Toten. Weltbevölkerung derzeit rund 8 Milliarden. Wenn also Zionisten die gesamte Weltbevölkerung auslöschen, dann bleiben immer noch 4 Milliarden unerfüllter Mordwünsche übrig. So irre waren weder Stalin noch Mao noch Hitler. Die wollten alle "nur" 10 Prozent umbringen um die restlichen 90 Prozent zu beherrschen. Das hat für gewisse Zeit auch funktioniert.