Ist die Briefwahl das Problem?

von Jean-Pascal Hohm (MdL und Bundesvorsitzender der Generation Deutschland) und Fabian Jank (MdL und Landesvorsitzender Brandenburg der Generation Deutschland).

2026 ste­hen zahl­rei­che Wah­len an. Neben den Land­tags­wah­len in Baden-Würt­tem­berg, Rhein­land-Pfalz, Sach­sen-Anhalt, Ber­lin und Meck­len­burg-Vor­pom­mern wer­den auch etli­che kom­mu­na­le Spit­zen­äm­ter neu besetzt – allein im Land Bran­den­burg ste­hen sechs Land­rats- sowie meh­re­re Bür­ger­meis­ter­wah­len an.

Doch wäh­rend die mär­ki­sche AfD bei den Kom­mu­nal- und den Land­tags­wah­len 2024 sowie bei der Bun­des­tags­wahl 2025 gro­ße Erfol­ge erzie­len konn­te, gelang es bis­lang nicht, den Pos­ten eines kom­mu­na­len Haupt­ver­wal­tungs­be­am­ten zu beset­zen. Jüngs­tes Bei­spiel ist die Land­rats­wahl im Land­kreis Ober­spree­wald-Lau­sitz, bei der die AfD-Kan­di­da­tin Ant­je Ruh­land-Füh­rer in der Stich­wahl 46,6 Pro­zent der Stim­men erreich­te. Auch in Ora­ni­en­burg (40,4 Pro­zent) und Bad Frei­en­wal­de (48,4 Pro­zent) wur­den bei Bür­ger­meis­ter­wah­len beacht­li­che Ergeb­nis­se erzielt. Ein Sieg auf kom­mu­na­ler Ebe­ne steht in Bran­den­burg jedoch wei­ter­hin aus.

Die zen­tra­le Her­aus­for­de­rung liegt im Errei­chen abso­lu­ter Mehr­hei­ten, dar­an sind wir in der Ver­gan­gen­heit wie­der­holt geschei­tert. Das Spiel „alle gegen die AfD“ wur­de in Bran­den­burg bis­her von sei­nen Erfin­dern gewon­nen. Doch patrio­ti­sche Wahl­sie­ge, bei denen es auf abso­lu­te Mehr­hei­ten ankommt, sind kei­nes­wegs unmög­lich. Das zei­gen die Wahl­er­fol­ge Donald Trumps 2016 und 2024, das Brexit-Votum eben­so wie AfD-Sie­ge in Son­ne­berg, Rag­uhn-Jeß­nitz oder zuletzt im säch­si­schen Altenberg.

Pro­blem Brief­wahl – Oft macht am Ende das Ergeb­nis der Brief­wahl den Unter­schied – so auch bei der  Land­rats­wahl im Land­kreis Ober­spree­wald-Lau­sitz. Ohne sie hät­te die AfD gewon­nen. Nach dem Bekannt­wer­den des end­gül­ti­gen Ergeb­nis­ses empör­te sich das alter­na­ti­ve Lager erneut rasch über die Brief­wahl. Den Vor­wurf des sys­te­ma­ti­schen Wahl­be­trugs hört man im Umfeld der AfD nicht selten.

Und, ja: Abwei­chun­gen zwi­schen Urnen- und Brief­wahl­er­geb­nis­sen sind signi­fi­kant. Und, ja: Die Brief­wahl ist anfäl­li­ger für Mani­pu­la­ti­on. Und, ja: Aus demo­kra­tie­theo­re­ti­scher Sicht ist sie pro­ble­ma­tisch, da Brief- und Urnen­wäh­ler bei ihrer Ent­schei­dung nicht den­sel­ben Infor­ma­ti­ons­stand haben.

Den­noch las­sen sich die Unter­schie­de ratio­nal erklä­ren. Die AfD erreicht jene Alters­grup­pen und Milieus nur begrenzt, die beson­ders häu­fig zur Brief­wahl grei­fen. Vor allem älte­re Men­schen – ins­be­son­de­re in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen – nut­zen die­se Form der Stimm­ab­ga­be über­pro­por­tio­nal. Ein­rich­tun­gen von AWO oder Cari­tas wer­den jedoch kaum AfD-Kan­di­da­ten Wahl­kampf­auf­trit­te ermög­li­chen, ganz im Gegen­satz zu Bewer­bern der Konkurrenzparteien.

Rent­ner gehö­ren sozio­de­mo­gra­phisch nicht zur Kern­kli­en­tel der AfD. Öffent­lich-recht­li­che Medi­en wir­ken in die­sen Alters­grup­pen weit­aus stär­ker als bei den unter 60-Jäh­ri­gen. Auch unter­schei­den sich die Lebens­um­stän­de grund­le­gend, was das Wahl­ver­hal­ten prägt – eben­so wie jahr­zehn­te­lan­ge Parteibindungen.

Der demo­gra­phi­sche Wan­del schlägt sich zudem immer stär­ker in Wahl­er­geb­nis­sen nie­der. Nicht weni­ge spre­chen in west­li­chen Demo­kra­tien von einer Geron­to­kra­tie – einer Herr­schaft der Alten. In Bran­den­burg sind rund ein Vier­tel der Wahl­be­rech­tig­ten über 70 Jah­re, fast 44 Pro­zent sind über 60, wäh­rend die 16- bis 30- Jäh­ri­gen ledig­lich 13 Pro­zent stel­len. Ent­spre­chend wir­ken 49 Pro­zent SPD-Anteil bei den über-70-jäh­ri­gen stär­ker als 33 Pro­zent AfD bei Jungwählern.

In abso­lu­ten Zah­len ste­hen rund 84.000 jun­ge AfD-Wäh­ler etwa 240.000 SPD-Wäh­lern im Ren­ten­al­ter gegen­über. Ein Ver­hält­nis von eins zu drei. Die Unter­schie­de sind somit bereits demo­gra­phisch erklär­bar: Über-70-Jäh­ri­ge grei­fen häu­fig zur Brief­wahl, haben gro­ßen Ein­fluß auf das Wahl­er­geb­nis und stim­men unter­durch­schnitt­lich für die AfD.

Zwei wei­te­re Punk­te muß sich das alter­na­ti­ve Lager selbst zuschrei­ben. Zum einen den Auf­ruf, die Brief­wahl zu mei­den und statt­des­sen im Wahl­lo­kal abzu­stim­men. Das ist grund­sätz­lich rich­tig – führt aber dazu, dass AfD-Wäh­ler über­durch­schnitt­lich häu­fig auf die Brief­wahl verzichten.

Zum ande­ren kann ein Wahl­kampf, der erst spät Fahrt auf­nimmt, dazu füh­ren, daß bereits abge­ge­be­ne Brief­stim­men nicht mehr erreicht wer­den. Wer­den Brief­wäh­ler früh­zei­tig auf unse­re Kan­di­da­ten auf­merk­sam? Haben sie Gele­gen­heit, sich mit ihnen aus­ein­an­der­zu­set­zen? Oder sor­gen zu spät auf­ge­häng­te Pla­ka­te und ver­spä­te­te Flug­blatt­ak­tio­nen dafür, daß unse­re Kan­di­da­ten zwar in der eige­nen Bla­se bekannt sind, bei früh ent­schei­den­den Wäh­lern jedoch weit­ge­hend unsicht­bar bleiben?

Für die Zukunft muß klar sein: Ob es uns gefällt oder nicht – die Brief­wahl ist inzwi­schen ein fes­ter Bestand­teil des Wahl­sys­tems. Ein Vier­tel bis ein Drit­tel der Wäh­ler stimmt mitt­ler­wei­le per Post ab. Die AfD muß wei­ter­hin Kri­tik am Sys­tem der Brief­wahl üben und in Regie­rungs­ver­ant­wor­tung dar­auf drän­gen, daß sie wie­der zur Aus­nah­me von der Regel wird. Bis dahin muß es jedoch dar­um gehen, den Wahl­kampf um die Brief­wäh­ler inten­si­ver zu füh­ren, um die Unter­schie­de zumin­dest teil­wei­se auszugleichen.

Pro­blem gerin­ge Wahl­be­tei­li­gung – Ent­schei­den­der – und häu­fig unter­schätzt – ist bei Kom­mu­nal­wah­len die Wahl­be­tei­li­gung. Die­se lag in Bran­den­burg bei den lan­des­wei­ten Wah­len der letz­ten Jah­re zwi­schen 61 und 82 Pro­zent. Bei der jüngs­ten Land­rats­wahl im Land­kreis Ober­spree­wald-Lau­sitz betrug sie hin­ge­gen nur 43 Pro­zent im ers­ten und 45 Pro­zent im zwei­ten Wahlgang.

Hier besteht erheb­li­ches Poten­zi­al – zumal von einer stei­gen­den Betei­li­gung die AfD beson­ders pro­fi­tie­ren dürf­te. Zwi­schen der Land­tags­wahl 2014 und 2019 wuchs die Wahl­be­tei­li­gung in Bran­den­burg um 13 Pro­zent bezie­hungs­wei­se rund 260.000 Wäh­ler. Den größ­ten Stim­men­zu­wachs ver­zeich­ne­te dabei die AfD, die ihren Zweit­stim­men­an­teil um elf Punk­te auf 23 Pro­zent stei­gern konnte.

Ähn­lich war es 2024: Von den bis dahin im Land­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en gewann die AfD die meis­ten Stim­men aus dem Nicht­wäh­ler­la­ger und erziel­te ins­ge­samt 29,2 Pro­zent. Doch damit war das Poten­zi­al noch nicht aus­ge­schöpft. Bei der Bun­des­tags­wahl im Febru­ar des fol­gen­den Jah­res kam die mär­ki­sche AfD auf 32,5 Pro­zent der Zweit­stim­men – in abso­lu­ten Zah­len rund 96.000 Stim­men mehr als bei der Land­tags­wahl nur ein hal­bes Jahr zuvor.

Was also beweg­te jene 96.000 Wäh­ler, die im Herbst 2024 noch nicht AfD gewählt hat­ten, im Febru­ar 2025 dazu, dies zu tun? Eine kom­ple­xe Fra­ge – doch sicher ist: Jede Wahl folgt eige­nen Gesetz­mä­ßig­kei­ten. Bei Bun­des­tags- und Land­tags­wah­len spie­len Pro­gram­me eine grö­ße­re Rol­le, bei Kom­mu­nal­wah­len hin­ge­gen Per­so­nen – stark ver­ein­facht formuliert.

Poli­tisch inter­es­sier­te Men­schen kön­nen sich ein Leben ohne poli­ti­sche Debat­ten kaum vor­stel­len. Doch bei vie­len Bür­gern spie­len poli­ti­sche Debat­ten kei­ne Rol­le. Die media­le Auf­merk­sam­keit und der Dau­er­fo­kus, dem sich kaum jemand ent­zie­hen kann, sind bei Bun­des­tags­wah­len ungleich grö­ßer als bei Kom­mu­nal­wah­len. Genau dort müs­sen wir ansetzen.

Bei der Land­rats­wahl in Ober­spree­wald-Lau­sitz gelang es immer­hin, die Betei­li­gung im zwei­ten Wahl­gang zu stei­gern. Groß­flä­chi­ge Fly­er­ver­tei­lun­gen und Haus­tür­wahl­kampf zeig­ten Wir­kung. Zwar leg­te auch der CDU-Kan­di­dat zu und gewann letzt­lich, sein Zuwachs dürf­te jedoch vor allem aus dem Wäh­ler­re­ser­voir des Kan­di­da­ten der Tier­schutz­par­tei im ers­ten Wahl­gang stam­men, wäh­rend die AfD-Kan­di­da­tin wahr­schein­lich von der höhe­ren Betei­li­gung pro­fi­tier­te. Von 16.971 Wäh­lern im ers­ten Wahl­gang stei­ger­te Ant­je Ruh­land-Füh­rer ihr Ergeb­nis auf 18.878 Stim­men in der Stich­wahl – ein klei­ner Erfolg. Doch von den 28.117 Stim­men, die die AfD bei der Bun­des­tags­wahl 2025 erhielt, blieb die AfD-Land­rats­kan­di­da­tin bei der Land­rats­wahl weit entfernt.

Ein Plä­doy­er für die Basis­ar­beit – Die Wochen zwi­schen den bei­den Wahl­gän­gen haben gezeigt, daß es wei­ter­hin zahl­rei­che AfD-affi­ne Bür­ger gibt, die im ers­ten Durch­gang – aus unter­schied­li­chen Grün­den – nicht zur Urne gegan­gen waren. Wir sind über­zeugt, dass unter den nächs­ten fünf, zehn oder fünf­zehn Pro­zent zusätz­li­cher Wahl­be­tei­li­gung der Zuspruch für die AfD über­durch­schnitt­lich hoch ist – und genau dar­in liegt unser Pfund.

Kom­mu­nal­wah­len benö­ti­gen deut­lich mehr Auf­merk­sam­keit. Dafür müs­sen klas­si­sche eben­so wie neue For­men der Wahl­wer­bung genutzt wer­den. In den USA kon­zen­trie­ren Par­tei­en einen erheb­li­chen Teil ihrer Res­sour­cen auf soge­nann­te Swing Sta­tes. Auch in Bran­den­burg läßt sich erken­nen, wo AfD-Wahl­kämp­fe auf beson­ders frucht­ba­ren Boden fal­len – und wo weni­ger. Ent­spre­chend müs­sen Kam­pa­gnen regio­nal unter­schied­lich prio­ri­siert werden.

Doch damit Wahl­kämp­fe über­haupt fruch­ten kön­nen, braucht es jah­re­lan­ge Vor­ar­beit. Der AfD-Poli­ti­ker muß Nach­bar, Ver­eins­mit­glied, Teil der Gemein­schaft sein – kein blo­ßer Funk­tio­när, der ledig­lich den Par­tei­an­ste­cker in der Gemein­de­ver­tre­tung trägt. Er muss dem ent­spre­chen, was Bene­dikt Kai­ser als „orga­ni­schen Poli­ti­ker“ beschreibt. In man­chen Regio­nen Bran­den­burgs gelingt das seit Jah­ren gut, in ande­ren fehlt die nöti­ge Kon­ti­nui­tät – häu­fig man­gelt es schlicht an enga­gier­ten Men­schen vor Ort.

Unse­re Bewe­gung kann nur an uns selbst schei­tern, nicht an der Brief­wahl, auf die wir kei­nen Ein­fluß haben, und auch nicht allein an Bünd­nis­sen der ande­ren Par­tei­en. Wir soll­ten viel­mehr selbst­be­wußt fest­stel­len, daß es inzwi­schen nötig ist, geschlos­sen gegen uns anzutreten.

Um die Basis­ar­beit vor­an­zu­brin­gen, braucht es neben wei­te­rem Mit­glie­der­wachs­tum vor allem Schu­lun­gen für jun­ge wie älte­re Par­tei­mit­glie­der sowie eine Pro­fes­sio­na­li­sie­rung in allen Berei­chen. Die Zeit des blo­ßen Popu­lis­mus ist vor­bei. Von uns wer­den trag­fä­hi­ge Kon­zep­te und glaub­wür­di­ge Per­sön­lich­kei­ten ver­langt, die sie umset­zen kön­nen. Das muß der Anspruch der par­tei­li­chen Alter­na­ti­ve in den kom­men­den Jah­ren sein – andern­falls bleibt sie nur eine Par­tei unter vie­len, die peri­odisch zu Wah­len antritt.

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Kommentare (8)

MarkusMagnus

11. Februar 2026 13:50

Kurz: Ja.
Aber je weniger AFD Wähler eine Briefwahl machen, umso weniger Schaden für die AFD. Die anderen Parteien nehmen sich dann die Stimmen gegenseitig weg. Die AFD braucht sowieso die absolute Mehrheit. 
Wir müssen jetzt schonmal Wahlbeobachter, Fahrer und Fahrzeuge organisieren um die älteren/gehbehinderten Menschen zur Wahlurne zu fahren. Ich bin selbstverständlich dabei.
Würde mich als Fahrer anbieten.
 

Freichrist343

11. Februar 2026 13:50

Es ist möglich, dass die AfD in SA die absolute Mehrheit erreicht. In BW natürlich nicht. Aber immerhin wird die AfD die Grünen überholen. Die AfD sollte sich dem BSW, der Basis und der ÖDP annähern. Die Basis kämpfte damals gegen die Corona-Zwangsmaßnahmen. Und heute kämpft sie u. a. für eine Arbeitszeitverkürzung.
https://jlt343.wordpress.com

Laurenz

11. Februar 2026 13:52

Einfach mehr Geduld haben. Jedes Jahr sterben 1 Mio. Alt-Wähler weg.

Le Chasseur

11. Februar 2026 14:45

"Doch patriotische Wahlsiege, bei denen es auf absolute Mehrheiten ankommt, sind keineswegs unmöglich. Das zeigen die Wahlerfolge Donald Trumps 2016 und 2024."
LOL
Ist von dem Donald Trump die Rede, der von Miriam Adelson Millionenspenden erhielt*, damit er patriotische Politik für Israel macht und der zum engsten Kreis des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gehörte? Ist dieser Donald Trump gemeint?
Wenn die AfD bei Wahlen erfolgreich abschneiden will, sollte sie aufhören, sich positiv auf diesen Gangster und Kriegstreiber zu beziehen.

Mitleser2

11. Februar 2026 15:12

Die Frage ist doch eher: Lagerung und Kontrolle der Briefwahstimmen. Und wieviele Wahlbeobachter der AfD sind in Abstimmungsräumen, und wieviele bei der Auszählung der Briefwahlstimmen. 
@MarkusMagnus: "Die anderen Parteien nehmen sich dann die Stimmen gegenseitig weg."
Diese Logik müssen Sie mal erklären.
 

RMH

11. Februar 2026 15:21

"Einfach mehr Geduld haben. Jedes Jahr sterben 1 Mio. Alt-Wähler weg."
@Laurenz, ja, das gibt einen netten Wettlauf mit der Zeit, wenn gleichzeitig jedes Jahr fast bzw. knapp 300.000 Menschen neu eingebürgert werden & damit wählen dürfen. Aber auch die Neubürger & deren ggf. schon länger hier lebenden MiHiGru Brüder erleben gerade die Folgen des sich auflösenden, zerfallenden, immer teurer werdenden Deutschlands. Ob dennoch alle davon brav Linke & SPD wählen? Die Mehrheit bestimmt.
Zum Beitrag:
Ich dachte bislang, dass die AfD bewusst erst sehr spät Plakatte bei Wahlen hängt, weil sie sonst zu schnell zerstört werden, wenn sie länger hängen. Ich mag Briefwahl eben genau aus dem Grund nicht, dass es damit keinen einheitlichen Wahltag mehr gibt, sondern nur noch eine einheitliche Auszählung. Wenn man selber einen Alters-Demenzpatienten in der Familie hat, weiß man auch, dass Tür & Tor offen stehen, dessen Stimme via Briefwahl zu manipulieren, wenn man kriminell genug ist. Unter dem Strich hat der Artikel aber recht: Jammern hilft nicht, man hat mit den Gegebenheite umzugehen. Als weiterer Punkt für die Stärkung auf kommunaler Ebene sollte man es auch mit offene Listen versuchen. 

NC472

11. Februar 2026 15:45

Die Frage ist nicht Briefwahl oder keine Briefwahl. Die Frage in einem Territorium in welchem die demographische Pyramide auf dem Kopf steht ist, wie Zukunftsfördernd und damit Territorial Stabilitätserhaltend ist es der Ü-50 das passive und aktive Wahlrecht weiter zu überlassen. Es ist rational für den Geriatrischen Überhang die Zukunft weiter zu konsumieren, also sich wie bereits über die vergangenen 54 Jahre Defizits, Inflations und Fantasie Finanzierte "Wohltaten" auf Kosten und Risiken von nie existierenden Kindern (bzw importierte kurzzeit Schuldenverwässerungs Köpfen) zu wählen.
Und wer jetzt meint "die haben ihren Beitrag geleistet" - nein haben sie nicht. Wer vor 50 Jahren 2 DM in ein Pyramidenspiel einbezahlt hat und jetzt meint er hätte Anrecht auf monatlich 50€ für die nächsten 30 Jahre ist ein Kinder opfernder Kommunist.

Ein gebuertiger Hesse

11. Februar 2026 16:30

Jeder, der die AfD wählen möchte und NICHT bettlägerig ist, geht bitteschön auf eigenen Füßen in die Wahlkabine und setzt dort seine Kreuze. Briefwahl?, braucht so jemand doch nicht.

MarkusMagnus

11. Februar 2026 16:44

@ Mitleser2
"Diese Logik müssen Sie mal erklären."
Ich versuche es, ich bin in solchen Dingen allerdings nicht sehr gut. Ich bin lieber der Schüler als der Lehrer.
Wenn! man dahinter ist, also Wahlurne und Auszählung komplett beobachtet, sind Fälschungen im Wahllokal faktisch ausgeschlossen. Die Wahlergebnisse werden auch in der Zeitung veröffentlicht, man vergleicht diese einfach und weiss ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist oder nicht.
Bei der Briefwahl sieht es natürlich ganz anders aus. Wenn im Idealfall kein AFD Wähler eine Briefwahl macht, sondern nur am der Urne wählt, bleiben die AFD Stimmen, egal ob die dann bei der Auszählung der Briefwahl Wahlscheine verschwinden lassen oder umetiketieren. Alles das würde gleichzeitig zu Lasten oder zum Vorteil von den Altparteien gehen, was aber für die AFD Stimmen insgesamt irrelevant ist. Je weniger AFDler Briefwahl machen, um so weniger ist die AFD von eventuellen Wahlfälschungen dort betroffen. 
Ich fahre gerne die Omas gegen Links zum Wahllokal.