Kritik der Woche (86): Mit Rechten leben

Mit Rechten leben von Jana Glaese kehrt den Titel des Antaios-Dauerbrenners Mit Linken leben (2017) von Caroline Sommerfeld und meiner Wenigkeit um, ohne unser Buch auch nur mit einem Sterbenswörtchen zu erwähnen. Ob sie es bewußt ignoriert hat oder gar nicht kennt, weiß ich nicht.

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Gene­rell ver­mei­det sie jeg­li­che Bezug­nah­me auf die Lite­ra­tur und die Ansich­ten aus “unse­rem” Eck des rech­ten Spek­trums. Das höchs­te der Gefüh­le ist eine bei­läu­fi­ge Bemer­kung, “rechts” wür­den sich selbst heut­zu­ta­ge “allein ein AfD-Abge­ord­ne­ter wie Maxi­mil­li­an Krah oder Neu­rech­te in Schnell­ro­da” nen­nen, was Glae­se per Fuß­no­te mit einem Ver­weis zu einem Arti­kel von Ellen Kositza belegt.

Sie zitiert aller­dings aus einem ande­ren titel­ver­wand­ten Buch, das sei­ner­zeit par­al­lel zu dem uns­ri­gen erschien und ihm in den Rezen­sio­nen gele­gent­lich gegen­über gestellt wur­de: Mit Rech­ten reden von Per Leo mit Zuta­ten von Dani­el-Pas­cal Zorn und Maxi­mi­li­an Stein­beis. Auf die­se recht wir­re, hete­ro­gen zusam­men­ge­papp­te Num­mer stürz­te sich das dama­li­ge Feuil­le­ton begeis­tert, weil es die erlö­sen­de The­se anbot, daß Rech­te gezielt “pro­vo­zie­ren”, um als­dann die Früch­te der Empö­rung zu ern­ten, indem sie sich als Opfer von Mei­nungs­re­pres­si­on und ähn­li­chem “insze­nie­ren”.

Wer sich von ihnen trig­gern lie­ße, gehe ihnen auf den Leim, wes­halb man ihre Ver­su­che, Auf­merk­sam­keit zu gene­rie­ren, ins Lee­re lau­fen las­sen sol­le. Als “Pro­vo­ka­ti­on” gel­ten für Leo, von Glae­se zitiert, Aus­sa­gen wie “Man darf sei­ne Mei­nung nicht mehr sagen” oder “Die eigent­li­chen Nazis sind die Lin­ken”, Din­ge, die man halt so sagt ohne Berüh­rung mit der Wirk­lich­keit und aus purer Bos­haf­tig­keit, um lin­ke Leu­te zu ärgern.

Neun Jah­re nach Mit Lin­ken leben und Mit Rech­ten reden geht Glae­se, Jahr­gang 1988, Autorin des von Sven­ja Flaß­pöh­ler her­aus­ge­ge­be­nen Phi­lo­so­phie Maga­zins, erneut der Fra­ge nach dem poli­ti­schen Riß nach (sie ver­wen­det das Wort häu­fig), der Deutsch­land durch­zie­he und “spal­te”. Die Ein­lei­tung liest sich wie ein Déjà vu und hät­te so ähn­lich genau­so gut in unse­rem Buch ste­hen können:

Es ist, als sei ein neu­er Ton ein­ge­zo­gen in die Gesell­schaft: unver­söhn­li­cher, unge­dul­di­ger, miss­traui­scher. The­men wie Zuwan­de­rung, Iden­ti­tät oder Sicher­heit pola­ri­sie­ren in einem Aus­maß, das Freund­schaf­ten belas­tet, Fami­li­en spal­tet, Stadt- und Dorf­ge­mein­schaf­ten auf­reibt. Das Pri­va­te, das wir als geschütz­ten Raum sehen wol­len, ist poli­ti­scher gewor­den, Kon­flikt­li­ni­en rei­chen tie­fer in die All­tags­welt hinein.

Im Gegen­satz zu Som­mer­feld und mir ver­steht Glae­se ihr Buch nicht als “Rat­ge­ber”, ver­folgt aber inter­es­san­ter­wei­se einen sehr ähn­li­chen Ansatz. Auch wir ver­such­ten uns an einem Balan­ce­akt zwi­schen maxi­ma­ler Zuspit­zung und Offen­heit in der sach­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung auf der einen und per­sön­li­chem Anstand, Prag­ma­tis­mus und Bür­ger­kriegs­be­frie­dung auf der ande­ren Seite.

Auch uns ging es um die Dia­lek­tik zwi­schen “Wider­stand und Nähe”, wie Glae­se das nennt, und um das Pro­blem, wie man sei­ne Posi­ti­on in Fami­lie, Freund­schaf­ten, Part­ner­schaf­ten und auf dem Arbeits­platz hält, ohne all­zu viel zwi­schen­mensch­li­ches Por­zel­lan zu zer­dep­pern oder die nicht- und außer­po­li­ti­schen Din­ge aus den Augen zu ver­lie­ren. Inso­fern sehe ich hier eine erstaun­li­che Kon­gru­enz der Bestre­bun­gen. Unser Haupt­ziel war frei­lich, die Wider­stands­kraft und den Mut unse­res eige­nen (recht weit gefaß­ten) Spek­trums zu stär­ken, sowohl argu­men­ta­tiv als auch mental.

Glae­se ver­sucht nun etwas ähn­li­ches von links, aller­dings ohne sich sel­ber dezi­diert als links zu kenn­zeich­nen, was zu unse­rer dama­li­gen Ana­ly­se paßt, wonach Links sich als “das Nor­ma­le”, Eta­blier­te und ethisch Aner­kann­te ver­steht, woge­gen “Rechts” die stets unheim­li­chen “Ande­ren” in der Gesell­schaft mar­kiert, die es einer­seits gar nicht geben dürf­te, die aber ande­rer­seits das Sys­tem vita­li­sie­ren und legi­ti­mie­ren, indem ihnen die Rol­le des ewi­gen Schur­ken zuge­dacht wird, gegen den sich “die Demo­kra­tie” zu weh­ren hat.

Man erkennt Glae­ses grund­sätz­lich (gemä­ßigt) lin­ke Posi­ti­on an ihrer Spra­che (beson­ders ner­vig: “Geflüch­te­te”) und der Wahl ihrer “Hel­den”, der Prot­ago­nis­ten ihrer Fall­bei­spie­le, alle­samt dezi­dier­te Lin­ke bis in den Anti­fa-Bereich hin­ein, die sich jedoch ent­schie­den haben, den “Rech­ten” in ihrer sozia­len Umge­bung eher diplo­ma­tisch, päd­ago­gisch, kom­mu­ni­ka­tiv, mit­un­ter sogar “inklu­siv” zu begeg­nen anstel­le wie üblich mit Denun­zia­ti­on, Ein­schüch­te­rung und Gewalt. Wie wir sehen wer­den, hängt dies damit zusam­men, daß sie aus einer Min­der­hei­ten­po­si­ti­on her­aus agieren.

Es ist bezeich­nend, daß Glae­se die­se Lin­ken (aus unse­rer Sicht sogar “Links­extre­men”) häu­fig gar nicht als sol­che kenn­zeich­net. Das ist nun kei­ne Neben­sa­che, denn in den Situa­tio­nen, die sie nach­er­zählt, ist es nicht uner­heb­lich, wer mit wem aus wel­chen welt­an­schau­li­chen Grün­den “ein Pro­blem hat”.

Wo unser Buch mit den zwei auf­ein­an­der­fol­gen­den Kapi­teln “Wer sind ‘die Rech­ten’?” und “Wer sind ‘die Lin­ken’?” beginnt, begnügt sich Glae­se damit, nur eine Kon­flikt­par­tei zu defi­nie­ren. “Wer ist hier ‘rechts’?” fragt sie im ers­ten Kapi­tel, und ihre Ant­wort ist natür­lich getrübt von den han­dels­üb­li­chen, unquan­ti­fi­zier­ba­ren Kleis­ter­be­grif­fen, als “Poli­tik­wis­sen­schaft” getarnt, die ideo­lo­gisch-pole­mi­schen Ursprungs sind, von ihr aber gehand­habt wer­den, als hät­ten sie einen prä­zi­sen ana­ly­ti­schen Wert (sie glaubt auch an eine obsku­re Enti­tät namens “die Wissenschaft”).

Ich begin­ne mei­ne Betrach­tun­gen da, wo Sät­ze im Spiel sind, die (aus einem Ungleich­heits­ge­dan­ken her­aus) die Men­schen­wür­de oder Demo­kra­tie in Fra­ge stel­len, bezie­hungs­wei­se, wo es Hin­wei­se gibt, dass jemand eine Par­tei wählt, die das tut.

Von dem unse­li­gen lin­ken Sozio­lo­gen Wil­helm Heit­mey­er über­nimmt sie den zum Meme gewor­de­nen Begriff der “grup­pen­be­zo­ge­nen Men­schen­feind­lich­keit” und ver­kürzt ihn auf “men­schen­feind­lich”, “men­schen­ver­ach­tend” oder “men­schen­ab­wer­tend”, was ihn end­gül­tig in den Bereich der Will­kür und Belie­big­keit rückt. Man ist hier im Grun­de an der Gren­ze zum ideo­lo­gi­schen Kitsch ange­langt, jeden­falls läßt man jeg­li­ches kla­re Den­ken hin­ter sich, wenn man sol­che Kate­go­rien für vali­de hält.

Das kom­bi­niert Glae­se mit dem ähn­lich schwam­mi­gen Schlag­wort “Demo­kra­tie­feind­lich­keit” und iden­ti­fi­ziert kon­form zu den gel­ten­den Sprach­re­geln “die Demo­kra­tie” mit dem herr­schen­den poli­ti­schen Sys­tem, das jeg­li­che Oppo­si­ti­on als “anti­de­mo­kra­tisch” abstem­pelt und sich zu die­sem Zweck die Defi­ni­ti­on die­ses Begriffs belie­big zurechtbiegt.

Som­mer­feld und ich haben in Mit Lin­ken leben ein gan­zes Kapi­tel den sug­ges­ti­ven Gum­mi­be­grif­fen gewid­met, die regel­mä­ßig gegen “rechts” ins Feld geführt wer­den dar­un­ter “Angst/Phobie”, “Haß”, “Ras­sis­mus”, “auto­ri­tär”, “men­schen­ver­ach­tend” etc. Zum The­ma “Demo­kra­tie­feind­lich­keit” schrie­ben wir:

Als Rech­ter wird man heu­te rou­ti­ne­mä­ßig als »Demo­kra­tie-« oder »Ver­fas­sungs­feind« titu­liert, was in der Regel nicht wei­ter begrün­det wird. Wenn man schon zum Hos­tis huma­ni gene­ris erklärt wird, ver­steht es sich offen­bar von selbst, daß man dann auch gegen »die Demo­kra­tie« sein muß. Letz­te­re ist zu einem mys­ti­schen Wohl­fühl- und Sums­wort ver­kom­men, mit dem vage uni­ver­sa­lis­tisch-huma­ni­tä­re »Wer­te« evo­ziert werden.

Wer hin­ge­gen all­zu­viel vom »Volk« spricht, vor allem von einem kon­kre­ten, spe­zi­fisch defi­nier­tem Volk, ist kein »Demo­krat«, son­dern «völ­kisch«. Die eta­blier­ten Par­tei­en und Macht­eli­ten geben sich heu­te als die heroi­schen »Demo­kra­ten« aus und brand­mar­ken ihre Oppo­si­ti­on als nie­der­träch­ti­ge »Demo­kra­tie­fein­de«. Das ergibt eine selt­sa­me Kon­stel­la­ti­on, denn typi­scher­wei­se for­dern die »Popu­lis­ten« mehr direk­te Demo­kra­tie und Volksentscheide.

Auf der prak­ti­schen Ebe­ne scheint es indes so, als ob die sakra­le, unan­tast­ba­re Aura des Wor­tes »Demo­kra­tie« gezielt dafür benutzt wird, die rea­le demo­kra­ti­sche Par­ti­zi­pa­ti­on des Vol­kes zu mini­mie­ren und einer zuneh­mend post-demo­kra­ti­schen Herr­schaft Legi­ti­mi­tät zu verleihen.

Glae­se bewegt sich also trotz all ihrer Dif­fe­ren­zie­rungs­be­mü­hun­gen firm im Rah­men einer Schlag­wort­se­man­tik, die dem rech­ten Spek­trum gene­rell und grund­le­gend einen ethi­schen Defekt unter­stellt. Das wird auch dann deut­lich, wenn sie in Fra­ge stellt, ob ein poli­ti­sches “Feld” sinn­voll ist, in dem es “links und mit­tig, aber nicht rechts gibt”:

Von “links” zu spre­chen ergibt nur Sinn, wenn es auch ein “rechts” gibt. Genau­so wie “hell” nur da eine Bedeu­tung hat, wo es auch “dun­kel” gibt.

Die “Rech­ten” sind dem­nach die “dunk­le” Sei­te des demo­kra­ti­schen Spek­trums. Das “anti­de­mo­kra­ti­sche” Kro­ko­dil für den “demo­kra­ti­schen” Kas­perl zu spie­len ist in der Tat ihre struk­tu­rel­le Auf­ga­be inner­halb des bun­des­deut­schen Sys­tems. Auch das wäre ein Bei­spiel für die Unaus­weich­lich­keit des Schmitt’schen Freund-Feind-Sche­mas, das Glae­se wie Mil­lio­nen Kom­men­ta­to­ren vor ihr als Impe­ra­tiv fehlinterpretiert.

So bleibt ihre Defi­ni­ti­on der “Rech­ten” ziem­lich vage. Sie beteu­ert gleich zu Beginn daß sie kei­ne Ana­ly­se der Grün­de schrei­ben möch­te, war­um Men­schen in Deutsch­land AfD wäh­len. Ihr Bild von den “Rech­ten” bleibt grund­sätz­lich mit dem wer­ten­den Nim­bus des “Dunk­len”, “Gefähr­li­chen”, “Men­schen­feind­li­chen” und Pro­to-Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen behaf­tet, auch wenn sie hier vie­le Grau­zo­nen findet.

Obwohl Som­mer­feld und ich in unse­rem Buch tüch­tig gegen Lin­ke aller Art pole­mi­sie­ren (zum Teil sati­risch über­spitzt), so sind wir weit von einem sol­chen Manich­äis­mus ent­fernt. Wir beto­nen im Gegen­teil, daß nie­mand “nur links” oder “nur rechts” ist, und man in frei­er Wild­bahn allen mög­li­chen Arten von welt­an­schau­li­chen Kom­bi­na­tio­nen begeg­nen. Als genia­ler Schlüs­sel erschien uns die erst jetzt auf Deutsch unter dem Titel Die Macht der Moral erschie­ne­ne Ana­ly­se von Jona­than Haidt, die es erlaubt, poli­ti­sche Dis­po­si­tio­nen ohne Wer­tung zu beschreiben.

Die “Rech­ten”, die in Glae­ses Buch auf­tau­chen, sind nun vor­wie­gend die ossi­deut­sche, vor­wie­gend säch­si­sche Pro­vinz­va­ri­an­te, vom AfD-Sym­pa­thi­san­ten über den Coro­naschwurb­ler bis hin zum “Dorf­na­zi” mit fie­sen Tat­toos und Band­shirts. Das erlaubt ihr ein Bild zu zeich­nen, in dem Lin­ke zur Abwechs­lung mal in der Min­der­heit sind und sich hero­isch gegen den sozia­len Kon­for­mi­täts­druck von rechts stem­men, aus­nahms­wei­se wirk­lich Risi­ken ein­ge­hen, wenn sie “Hal­tung zeigen”.

Unser Buch ging von der weit­aus häu­fi­ge­ren umge­kehr­ten Situa­ti­on aus. Basie­rend auf eige­nen Erleb­nis­sen, Erzäh­lun­gen aus dem Freun­des­kreis und dut­zen­den Zuschrif­ten von Lesern der Sezes­si­on beschrie­ben wir, was es bedeu­tet, als Rech­ter oder auch nur als Mensch mit von außen als rechts ein­sor­tier­ten Ansich­ten gegen eine lin­ke, oft hys­te­risch agie­ren­de Über­macht zu ste­hen, bedroht von sozia­ler und insti­tu­tio­nel­ler Aus­gren­zung, Stig­ma­ti­sie­rung, Job­ver­lust, Ver­leum­dung, Kon­takt­ab­brü­chen und im Extrem­fall phy­si­scher Gewalt durch Anti­fas, manch­mal aus völ­lig nich­ti­gen und irra­tio­na­len Grün­den. Das sind sehr typi­sche “rech­te” Erfah­run­gen, eine Tat­sa­che, die von Glae­se nur ansatz­wei­se aner­kannt und beschrie­ben wird, was das von ihr gezeich­ne­te Bild schief und unpro­por­tio­nal macht.

Es ehrt sie immer­hin, daß sie sich bemüht, die “Rech­ten” als Men­schen mit guten und schlech­ten Sei­ten wahr­zu­neh­men, und nicht als Unmen­schen, Wer­wöl­fe und Vam­pi­re, deren blo­ße Anwe­sen­heit schon Grund zum Gru­seln und beflis­se­nen Distan­zie­ren ist. Sie beschreibt die Erfah­rung, Men­schen aus Fleisch und Blut und kei­nem “fer­nen Zerr­bild aus den Medi­en” zu begegnen.

In ihren Fall­bei­spie­len schil­dert sie ein paar exem­pla­ri­sche Men­schen, die als Lin­ke in Dun­kel­deutsch­land den sozia­len Zusam­men­halt im All­tag über Ideo­lo­gie stel­len, ohne dabei ihre “Hal­tung” aufzugeben.

Da gibt es zum Bei­spiel die Künst­le­rin Kers­tin, die in einem 200-Ein­woh­ner-Kaff mit­hil­fe von “inklu­si­ven” Stra­ßen­kunst-Aktio­nen und Work­shops Leu­te mit unter­schied­li­chen poli­ti­schen Mei­nun­gen zusam­men­zu­brin­gen. Eben­falls eine Künst­le­rin ist Grit, die in ihrem Bran­den­bur­ger Hei­mat­dorf gute Kon­tak­te zu einem rechts­las­ti­gen Auto­ral­lye-Ver­an­stal­ter pflegt, obwohl sie sehr unter­schied­li­che Mei­nun­gen haben, was “Geflüch­te­te und Aus­län­der” angeht.

Grit will (…) den Feind­bil­dern auf allen Sei­ten den Boden ent­zie­hen. Schließ­lich, betont sie, sei jeder Mensch mehr als nur sei­ne poli­ti­sche Position.

“Fast ein wenig zu erfun­den” klingt die Geschich­te des les­bi­schen Paa­res Sofia und Linh, letz­te­re viet­na­me­si­scher Abstam­mung, das aufs Land zieht und sich prompt mit einem hilfs­be­rei­ten Nach­barn anfreun­det, der unver­hoh­len gesteht, daß er frü­her in der NPD und heu­te in der AfD aktiv ist. Er beharrt dar­auf, daß er “rechts”, aber nicht “rechts­extrem” sei, backt Kuchen für sei­ne Nach­ba­rin­nen und ver­rich­tet aller­lei hand­werk­li­che Tätig­kei­ten für sie.

Sina ist eine enga­gier­te Anti­fa­schis­tin und “Die Linke”-Wählerin, die für ihre Aus­bil­dung zur Fach­ärz­tin in einer Arzt­pra­xis in Sach­sen arbei­tet, deren Chef sich gleich am ers­ten Arbeits­tag als AfD-Wäh­ler und Björn-Höcke-Fan outet. Als er Sina nach ihrer Mei­nung fragt, weicht sie aus: “Wis­sen Sie, das Poli­ti­sche habe ich kom­plett zuhau­se gelassen.”

Sina beschließt nun, ihren Anti­fa­schis­mus in die Frei­zeit zu ver­le­gen und im Rah­men ihrer Arbeit, die sie über die Poli­tik stellt, mög­lichst neu­tral zu blei­ben und ihre poli­ti­sche Zuge­hö­rig­keit zu ver­ber­gen. Sie wird dabei stän­dig mit Ansich­ten kon­fron­tiert, die in ihrer bis­he­ri­gen sozia­len Bla­se unüb­lich sind. Manch­mal ver­sucht sie, dezent dage­gen­zu­hal­ten, betreibt aber im all­ge­mei­nen Mimi­kry und nur “ver­deck­ten Wider­stand”, wie Glae­se for­mu­liert. Sie ver­mei­det aber die Eska­la­ti­on, ins­be­son­de­re mit ihrem Chef, dem sie trotz sei­ner kon­trä­ren Welt­an­schau­ung als Arzt und Vor­ge­setz­ten zu wert­schät­zen lernt.

Mit ande­ren Wor­ten macht sie eine typisch “rech­te” Erfah­rung. Gratulation!

Ande­re Geschich­ten ver­lau­fen weni­ger har­mo­nisch. Doro etwa ist eine aus­ge­wie­se­ne Anti­fan­tin mit 20 Jah­ren Erfah­rung, die seit 2001 in Zit­tau lebt. Sie hat sich dort in einen Mann ver­liebt, den sie erst nach gerau­mer Zeit als “Rech­ten” iden­ti­fi­ziert, näm­lich, als sie einer Reichs­kriegs­flag­ge in sei­nem Wohn­zim­mer ange­sich­tig wird. Die bei­den bre­chen ein­ver­nehm­lich die Bezie­hung ab, blei­ben aber Freun­de. “Das war ein Mega­kon­flikt für mich.”

Der nächs­te Gewis­sens­kon­flikt für Doro kommt Jah­re spä­ter, als sie drauf­kommt, daß die freund­li­che Heb­am­me, die ihr bei einer bevor­ste­hen­den Haus­ge­burt hel­fen soll, Coro­na-Maß­nah­men ablehnt und ein Video mit einer rech­ten Sonn­wend­fei­er “zustim­mend kom­men­tiert”. Den­noch muß­te sie sich mit der Dame arran­gie­ren, da sie der “selbst­be­stimm­ten Geburt” den Vor­rang vor ideo­lo­gi­scher sozia­ler Hygie­ne gab.

Wenn Doro auf Demos “Jung­fa­schos” kon­fron­tiert, dann eher im Geis­te eines “Good Cop”, der ver­sucht, mit den jun­gen Rech­ten neckisch und humor­voll ins Gespräch zu kom­men. Ansons­ten geht sie rou­ti­ne­mä­ßig wild­frem­den Men­schen auf den Zei­ger, die Täto­wie­run­gen oder T‑Shirts tra­gen, die ihr nicht gefal­len. Man will den regio­na­len Rech­ten ja kei­ne “Woh­fühl­oa­se” berei­ten: “Man muss die jeden Tag mer­ken las­sen: Rechts zu sein ist scheiße.”

Das ist eine typisch lin­ke mora­li­sche Kreuz­zugs­men­ta­li­tät, die den meis­ten Rech­ten oder Kon­ser­va­ti­ven fremd, wenn nicht gar zuwi­der ist. Nur Lin­ke kom­men auf die Idee, in Scha­ren zu einem rech­ten Som­mer­fest anzu­rei­sen, um dort Streß zu machen, her­um­zu­pö­beln und Denun­zia­ti­ons­ma­te­ri­al zu sam­meln. Der Gedan­ke, unse­ren Lesern zu emp­feh­len, Lin­ke aktiv in ihrer “Com­fort Zone” anzu­grei­fen oder stän­dig Miß­bil­li­gung aus­drü­cken, wenn uns mal wie­der Gestal­ten mit links­ra­di­ka­len Slo­gans über den Weg lau­fen, ist uns in Mit Lin­ken leben gar nicht erst gekommen.

Der­glei­chen ist ohne­hin nur dann mög­lich, wenn man sicher gehen kann, daß man eine mehr­heit­lich aner­kann­te oder pro­pa­gier­te Moral hin­ter sich weiß, selbst wenn man sich wie besag­te Doro lokal in der Min­der­heit befin­det (und Moral ist bekannt­lich die belieb­tes­te Dro­ge der Lin­ken und die Haupt­quel­le ihres sozia­len Statusdenkens).

Das trifft auch auf die für mich lus­tigs­te Epi­so­de des Buches zu, die von einem lin­ken, gesin­nungs­ethi­schen Idea­lis­ten han­delt, den Glae­se nach einer Roman­fi­gur von Erich Käst­ner “Fabi­an” nennt. Er ist gelern­ter Stein­ar­bei­ter, der seit eini­ger Zeit irgend­wo in Ossi­land in der Lackie­re­rei eines Auto­her­stel­lers am Fließ­band arbei­tet. Die Autorin beschreibt ihn als Men­schen, “der Wert auf Kor­rekt­heit legt. Wenn ihm etwas nicht rich­tig erscheint, macht Fabi­an den Mund auf. Egal, ob es dar­um geht, dass Kol­le­gen nach­läs­sig arbei­ten oder Men­schen­feind­li­ches von sich geben.”

Sei­ne Stun­de, hero­isch für die Men­schen­wür­de ein­zu­tre­ten, hat geschla­gen, als sei­ne Kol­le­gen bei der Arbeit L’Amour tou­jours spie­len und den inzwi­schen berüch­tig­ten “alter­na­ti­ven” Text mit­zu­sin­gen beginnnen.

Zuerst tönen die Kol­le­gen nur mit – “Döp dö dö dö döp” – aber dann wird es ver­bal. (…) Rich­tig lau­te “Vor­sän­ger” habe es nur vier gege­ben, sagt Fabi­an. Aber vie­le ande­re in der Linie stimm­ten sum­mend und pfei­fend mit ein, ohne sich dar­an zu stö­ren, wel­che Wor­te da fal­len. (…) Kein Team­lei­ter mel­det den Vor­fall, kein Kol­le­ge kom­men­tiert das Geschehen.

Am nächs­ten Mor­gen zeigt Fabi­an “Hal­tung”: Er hält thea­tra­lisch das Fließ­band an, was die Fir­ma immer­hin 15,000 Euro Ver­lust pro Minu­te Lini­en­st­opp kos­tet (haben ihm das sei­ne Arbeit­ge­ber nach­ge­se­hen, weil er im Namen der “rich­ti­gen” Moral gehan­delt hat?), und hält eine feu­ri­ge Rede gegen den grau­si­gen Aus­bruch von Ras­sis­mus, den er am Vor­tag mit­an­zu­hö­ren genö­tigt war:

“Ich wäre ges­tern gern im Boden ver­sun­ken. Ich habe mich für uns geschämt.” Und er fügt hin­zu, dass ver­mut­lich auch der pol­ni­sche Kol­le­ge ver­stan­den hat, was da gesun­gen wur­de; dass Fabi­an so etwas in Zukunft nicht mehr hören will – sonst ist er noch vor den Aus­län­dern weg; dass hier nicht die Mei­nungs­frei­heit ein­ge­schränkt wer­de, wie die Kol­le­gen ger­ne behaup­ten, denn auch die hat Gren­zen, wo es het­ze­risch und ras­sis­tisch wird (…).

Was hat eigent­lich der pol­ni­sche Kol­le­ge dazu gesagt? War der wirk­lich belei­digt, dach­te er wirk­lich, es geht hier auch um ihn? Wie ernst haben Fabi­ans Mit­ar­bei­ter ihre Gesangs­ein­la­ge gemeint und inwie­fern haben sie sich ein­fach einen pro­vo­kan­ten Scherz erlaubt?

Und vor allem: Was für Grün­de haben sie, daß die­ser Text bei ihnen auf Reso­nanz trifft, daß es ihnen Freu­de macht, gegen ein Tabu zu ver­sto­ßen? Wir sind ein­mal mehr bei der Grund­struk­tur des Rechts-Links-Dis­kur­ses ange­langt, den Som­mer­feld und ich als “Ich-seh-etwas-was-du-nicht-siehst”-Spiel beschrie­ben haben.

Das alles scheint Fabi­an, der aus rech­ter Sicht eher wie eine mora­lin­saure Gou­ver­nan­te rüber­kommt, jedoch nicht wich­tig zu sein. Typisch links, denkt er vor allem an Hygie­ne, dar­an, wie man böse “Aus­sa­gen” deckeln und die Leu­te mora­lisch erzie­hen könnte.

Er sam­melt in einem Tage­buch “ras­sis­ti­sche” und ange­bräun­te Sprü­che sei­ner Kol­le­gen, die im ent­spre­chen­den Kapi­tel nur teil­zen­siert und mit Trig­ger­war­nung wie­der­ge­ge­ben wer­den. Die­se lei­tet er an die Per­so­nal­ab­tei­lung wei­ter, die von ihm prompt Namen haben will, um den betrof­fe­nen Mit­ar­bei­tern zu kün­di­gen. Das ist ihm dann doch zu viel, denn er will “nie­man­den anschwär­zen, kein ‘Spit­zel’ sein.” Außer­dem müs­se das Pro­blem struk­tu­rell gelöst wer­den, wes­halb er – bezeich­nen­der­wei­se – am liebs­ten “Schicht- und Team­lei­ter, die kon­se­quent inter­ve­nie­ren” instal­lie­ren will, also eine poli­tisch kor­rek­te Block­war­te am Arbeitsplatz.

Die Epi­so­de illus­triert auch ein wich­ti­ges The­ma des Buches, näm­lich die Erkennt­nis, daß poli­ti­sche Vor­herr­schaft nicht durch bes­se­re Argu­men­te, son­dern vor allem durch Mehr­heits­ver­hält­nis­se und sozia­len Druck errun­gen bzw. erzwun­gen wird.

Blickt die Autorin in den deut­schen Wes­ten, ist es plötz­lich vor­bei mit den Fabi­ans, Sinas und Doros. Sie sind nicht mehr nötig, denn die hie­si­ge lin­ke Hege­mo­nie sorgt dafür, daß die AfD-Wäh­ler in “Orte des Schwei­gens”, in den Unter­grund und die Anony­mi­tät abge­drängt wur­den. Sie blei­ben gleich­sam Phan­to­me, die man zwar nur vom Hören­sa­gen kennt, aber trotz­dem eif­rig und “laut­stark” bekämpft. Hier herrscht eisern die “Schwei­ge­spi­ra­le” Eli­sa­beth Noel­le-Neu­manns, einer Autorin, deren Bücher vor allem Kon­ser­va­ti­ven als argu­men­ta­ti­ve Waf­fe dienen.

Glae­se zitiert deren The­sen zustim­mend und gibt offen­her­zig zu, daß sie Schwei­gen­spi­ra­len auch posi­ti­ve Sei­ten abge­win­nen kann, füh­ren sie doch bei­spiels­wei­se auch dazu, daß “ver­let­zen­de oder gar men­schen­ver­ach­ten­de Aus­sa­gen in der Regel nicht scham­los getä­tigt wer­den.” Die Gren­ze zwi­schen dem “gesell­schaft­lich wün­schens­wer­ten libe­ra­len Anpas­sungs­druck” und unge­sun­der, über­mä­ßi­ger Dis­kurs­be­schnei­dung ver­läuft aller­dings fließend.

Glae­se kapiert, daß der Druck das Bedürf­nis nach Ven­ti­len erzeugt, daß Ver­schwei­gen und Sprach­gou­ver­nan­ten­tum auf die Dau­er kei­ne Pro­blem löst, son­dern nur unter den Tep­pich kehrt. Über­haupt begreift sie erstaun­lich viel, etwa daß Pola­ri­sie­rung kei­ne Ein­bahn­stra­ße ist, daß homo­ge­ne Gemein­schaf­ten Vor­tei­le mit sich brin­gen (sie zitiert sogar Robert Put­nam), daß Migra­ti­on ernst­haf­te Pro­ble­me und Über­las­tun­gen mit sich bringt oder daß eth­no­kul­tu­rel­le Aspek­te auch bei Migra­ti­ons­hin­ter­gründ­lern eine gro­ße Rol­le spie­len, was sich etwa im abwei­chen­den Wahl­ver­hal­ten von Spät­aus­sied­lern einer­seits und Men­schen aus dem Nahen Osten und Nord­afri­ka ande­rer­seits widerspiegelt.

Dem­ge­gen­über ste­hen vie­le recht ein­fa­che Din­ge, die sie hart­nä­ckig nicht begrei­fen will, etwa war­um die AfD zurecht die poli­ti­sche Neu­tra­li­tät von öffent­li­chen, mit Steu­er­gel­dern (auch der AfD-Wäh­ler) finan­zier­ten Insti­tu­tio­nen for­dert anstel­le ihrer ein­sei­ti­gen tota­len Pro­pa­gan­da­mo­bil­ma­chung im Diens­te des herr­schen­den Par­tei­en­kar­tells (das nennt Glae­se dann “Kri­tik”). Ähn­li­ches gilt für Unter­neh­men, Ver­ei­ne und Kir­chen, die eben­so ein­sei­tig den gän­gi­gen zivil­ge­sell­schaft­li­chen Impe­ra­ti­ven und Moden fol­gen, vor allem wohl, weil sie damit sozia­les Pres­ti­ge via “Vir­tue signal­ling” ern­ten können.

Letz­ten Endes ringt sie sich nach einem etwas ermü­den­den, stets lin­ke oder links­li­be­ra­le Sen­si­bi­li­tä­ten berück­sich­ti­gen­den Abwä­gen von Für und Wider dazu durch, für eine “ago­na­le Demo­kra­tie” à la Chan­tal Mouf­fe zu plä­die­ren und Nicht-AfD­ler zu ermu­ti­gen, “öfter die Dis­kus­si­on” zu “suchen, auch den har­ten inhalt­li­chen Streit. Und zwar gera­de dort, wo sie die Dis­kurs­nor­men auf ihrer Sei­te haben”, wobei letz­te­res, so möch­te ich hin­zu­fü­gen, einen grö­ße­ren Mut des AfD­lers erfor­dern wür­de, der sich auf sol­che Dis­kus­sio­nen ein­läßt, als des “Dis­kurs­nor­mies”. Man sol­le AfD-Mit­glie­der, so Glae­se wei­ter, als “Dis­kurs­teil­neh­mer” akzep­tie­ren: “An die Stel­le von Stil­le soll­te nicht kom­men­tar­lo­se Dul­dung tre­ten, son­dern akti­ve Auseinandersetzung.”

Fein. Na, dann mal los!

Und wir? Eini­ge von uns soll­ten das Buch lesen. Man muß ja wis­sen, wie es klingt, wenn jemand nicht mehr “kom­men­tar­los dul­det” … (hier bestel­len).

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (4)

Rheinlaender

21. Juli 2026 10:29

Es könnte gewinnbringend sein, sich Personen wie der Autorin des Buches stärker aus einer psychologischen Perspektive zu nähern. Offenbar neigen Frauen stärker als Männer zum Versuch, Bindungen in einer Gemeinschaft zu stärken, in dem sie das Verhalten ihrer Mitmenschen beobachten und kommentieren, um durch Gewährung oder Verweigerung von Zustimmung den vermuteten Konsens in dieser Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Das macht Frauen prinzipiell zu einer konservativen Kraft. Das Problem bei ist, dass dieser Mechanismus unabhängig von der inhaltlichen Qualität des jeweiligen Konsenses funktioniert. Früher schaute die CDU-wählende alte Dame aus dem Fenster und strafte zu kurze Röcke oder unziemliche sonntagliche Tätigkeit mit missbilligenden Lästereien und Ausgrenzungsversuchen, während heute die junge progressive Autorin ins Internet schaut und ansonsten ganz ähnlich zu agieren scheint. Wenn es Männern gelingt, den dahinter stehenden Konsens zu  korrigieren, werden auch die entsprechenden Frauen wieder eine konstruktive Rolle einnehmen, indem sie ihre kleinen und großen Lästereien gegen die richtigen Ziele richten. Immerhin hat die Autorin mit ihrem weiblichen Gespür für Stimmungen scheinbar erkannt, dass sich der Konsens zu wandeln beginnt, weshalb sie sich nach Rechts durch Anerkennung einzelner Tatsachen absichert.

Franz Bettinger

21. Juli 2026 12:45

@ML schreibt:"Das ist eine typisch linke Kreuzzugs-Mentalität, die den meisten Rechten fremd, wenn nicht gar zuwider ist“. Ich muss gestehen, dass ich zu diesen Rechts-Typen mit Kreuzzugs-Mentalität gehöre, die einem Linken seine Doofheit nicht durchgehen lässt, wenn er wie neulich etwa schreit „Du bist ein Egoist“, weil ich beim Radfahren keinen Helm trage. Dann kriegt er Zunder vor allem, wenn Publikum vorhanden, das was lernen kann bzw. soll. Es macht richtig Spaß. Diese Linken Besserwisser (inklusive als ganze Troll-Truppen auftretende „Omas“) räumen i.d.R. recht schnell das Feld. Widerstand sind die nicht gewohnt. „Linkssein soll weh tun!“ Aber ja! 

RMH

21. Juli 2026 14:41

Wenn wir wenigstens nur die letzten 15 Jahre mit mehrheitlich Rechten in diesem Land gelebt hätten, diese an der Regierung wären, dann müssten wir zumindest solche Nachrichten
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/afghane-ersticht-deutschen-studenten-auf-der-strasse/
nicht lesen. Insofern kann sich die Autorin ein paar ihrer Schmöker gerne als Messerschutz unter die Jacke schieben und soll uns im Übrigen mit ihren Weisheiten verschonen. Der Blutzoll steigt und solche Leute labern selbstgefällig herum. Einfach nur z. K.

Karl Otto

21. Juli 2026 15:17

Danke für den Hinweis auf Jonathan Haidt, dessen Buch man unbedingt gelesen haben sollte.