Sezession
23. November 2017

Björn Höcke vs. Das Zentrum für moralischen Psychoterror

Martin Lichtmesz / 47 Kommentare

Die jüngste Aktion des "Zentrums für politische Schönheit" ist von verblüffender Niedertracht und zeugt von einer totalitären Mentalität, die sich leider nicht nur innerhalb von ideologisierten "Künstler"-Gruppen breitgemacht hat.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Als eine Art Revanche für Höckes "Denkmal der Schande"-Rede haben die Aktionisten eine Miniaturausgabe des Berliner Holocaust-Denkmals vor dessen Haustür gepflanzt, ausdrücklich, um ihn in seinem privaten Rückzugsgebiet, seinem "Bullerbü", wie er es nannte, auf die Pelle zu rücken, wobei sie sich selbst als Vollstrecker eines vermeintlichen Auftrags der "wehrhaften Demokratie" sehen, die den Ketzer ihrer Meinung nach nicht hart genug bestraft hat.

Damit haben sie auch die übliche politische Praxis der sozialen Ächtung und Stigmatisierung Andersdenkender auf eine symbolische Spitze getrieben. Zielscheibe ist nicht nur Höcke selbst, sondern sein privates Leben, sein alltägliches soziales Umfeld, seine Familie, seine Frau, seine Kinder, sein "Refugium".

Daß Methoden des politisch motivierten Psychoterrors gegen eine Privatperson (und eine solche ist Höcke neben seiner Tätigkeit als Politiker eben auch) als "Kunst" ausgegeben werden, ist etwas ziemlich Neues. Der Kopf des ZPS, Philipp Ruch, hat allerdings auch noch eine andere Rechtfertigung für sein Handeln, nämlich seine angeblich grenzenlos tiefe Erschütterung über Höckes Rede und seine angeblich unendliche Betroffenheit über den Holocaust.

Der Spiegel schreibt:

"Die Dresdner Rede, die jede ernsthafte Auseinandersetzung mit der Vernichtung von sechs Millionen Menschenleben vermissen lässt, hat uns vielleicht tiefer erschüttert als alles andere", sagt Ruch. "Wir sind zwar langsamer als die Medien, aber auch gründlicher." Wenn die vierte Gewalt im Staat keine Wirkung entfalte, müsse eben die Kunst als "fünfte Gewalt" tätig werden. Mit einer erinnerungspolitischen Wende um 360 Grad, sozusagen. Einer künstlerischen Setzung von großer Wucht.

Nicht nur das:

Dabei aber hat es das ZPS nicht bewenden lassen. Es kommt die Beobachtung hinzu. Zehn Monate haben die Aktivisten nicht nur das Mahnmal geplant, sie haben Höcke auch observiert. Diese Grenzüberschreitung erklärt Ruch so: Weil das (vom NSU-Skandal ohnehin gebeutelte) Amt für Verfassungsschutz in Thüringen trotz evidenter Verbindungen zur NPD keinen Anlass zur Überwachung der AfD sehe, habe ihm das ZPS einen "Zivilgesellschaftlichen Verfassungsschutz" zur Seite gestellt.

"Wir wissen alles", sagt Ruch. Wann Höcke sein Holz hackt, welche Verlage ihm Broschüren schicken, wie er auf Reisen mit seinen Anzügen umgeht, wie es seinen Schafen geht, wo er gerne urlaubt. Bei ihrer Schnüffeltätigkeit im "Geheimdienst für Arme" (Ruch) wollen die Aktivisten sogar bemerkt haben, dass Höcke noch von anderer Seite observiert wurde - noch laienhafter. Von wem? Man weiß es nicht, aber vielleicht hat Björn Höcke ja eine Ahnung.

Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: Weil die offizielle Stasi des Staates zu lahm ist, was die Einschüchterung und Verfolgung von Dissidenten angeht, muß laut Ruch die "Zivilgesellschaft" eben selber den Büttel, Spitzel, Stalker, Denunzianten und ideologischen Kommissar spielen. Wer sich bestimmten Ideologemen und Sprachregelungen nicht unterworfen hat, soll umso gründlicher niedergeknüppelt werden.

Wie stets sucht man sich dabei ein Opfer, an dem man sich möglichst gefahrlos gütlich tun kann, keinen Mächtigen, keinen Herrschenden, sondern einen (vergleichsweise kleinen, sogar in seiner eigenen Partei umstrittenen) Oppositionellen, der ohnehin schon unisono zum Buhmann der Nation erklärt worden ist, dem gegenüber man also keine Beißhemmungen mehr haben muß (welch Erleichterung!). Ein Opfer, für das einem der Applaus sicher ist. Oder eines, mit dem man zumindest davonkommt, auch wenn man wie im vorliegenden Fall grenzwertige Mittel einsetzt (die morgen vielleicht schon als normal und akzeptiert gelten). Wenn sich die "Künstler" des ZPS zur "fünften Gewalt" ernennen, erklären sie damit schlicht, daß sie sich in die Phalanx der Tretstiefel der politischen Macht einreihen und deren Arbeit noch gründlicher verrichten wollen.

Obwohl sie also grundsätzlich nur treten, was ohnehin schon am Boden liegt oder in die Ecke gedrängt wurde, schmücken sie ihr Unterfangen  mit dem typischen, großspurigen Selbstbild der Linken, ewige Unbequeme und unerschrockene "Widerständler" zu sein, selbst wenn sie im Kielwasser der kulturhegemonialen Macht mitziehen oder diese selbst ausüben:

Widerstand ist eine Kunst, die weh tun, reizen und verstören kann.

"Kunst muss wehtun, reizen, Widerstand leisten. Wir sind keine Wohlfühlzone. Wenn die Leute nur klatschen, ist das für uns ein Albtraum. Wir machen aggressiven Humanismus."

Das erinnert an Frank Böckelmanns Diktum:

Wer sich heute »links« nennt, kündigt lediglich an, noch hartnäckiger zu fordern, was alle anderen auch schon fordern.

Wie sich die Aktivisten des ZPS selbst nennen, ist an dieser Stelle völlig egal: Trotz ihrer Selbstdarstellung als achsorebellische Störenfriede sind sie natürlich knalllinks. Sämtliche ihrer Aktionen hauen NGO-artig in die Kerbe des herrschenden globalistischen, universalistisch-utopischen Mainstreams, überspitzen und radikalisieren lediglich seine Forderungen, intensivieren die hypermoralische Erpressung, betreiben sozusagen die gängige Opferhierarchisierung auf Speed. Aber bei aller "Provokation" (der Slogan "Sichere Grenzen für eine sichere Zukunft" der Identitären hat weitaus mehr Empörung geweckt, als irgendeine ihrer Nummern) sind sie in Wahrheit völlig stromlinienförmig und systemkonform.

Dabei sind sie sich neben der wohlfeilen Nutzung von symbolischen Holocaust-Leichenbergen nicht zu niedrig, buchstäbliche Leichen zu benutzen, um ihre Agenda zu pushen, so geschehen in der Aktion "Die Toten kommen", in deren Rahmen übrigens auch mal zur Tötung Roger Koppels aufgerufen wurde (da ja, nach einem Wortspiel in demselben Aufruf, "Roger Köppel tötet", weil er die Einwanderung in sein Heimatland beschränken will).  Das geht heute offenbar als "Freiheit der Kunst" durch, während ein Galgen bei Pegida derselben Art von Leuten als entsetzlicher, anzeigenwürdiger Fall für den Staatsschutz gilt.

Das ZPS kommt indes nicht nur wegen seines "Kunst"-Mäntelchens ungestraft davon, sondern auch und vor allem, weil es sich die politisch "richtigen" Zielscheiben ausgesucht hat (soll mal einer den Versuch machen, und eine Anzeige mit dem Aufruf "Tötet Merkel" oder "Tötet Sawsan Chebli" oder "Tötet Carolin Emcke" freischalten, und das dann als "Kunst" ausgeben - viel Spaß!)


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (47)

Fräulein von Trense
23. November 2017 10:40

Wie ich zugeben muß, habe ich die Einzelheiten dieses Stücks Gutmenschenterrors nicht minutiöse verfolgt, so daß ich wahrscheinlich aus Unkenntnis folgende Frage stelle: was sagt denn das Flurrecht (oder wie sich das konkret nennt) dazu? Dieses Landstück gehört doch entweder der Öffentlichkeit/Kommune/dem Bund/sonstetwas staatlichem oder einer Privatperson. In beiden Fällen ist es so, daß das brd-Verwaltungsrecht (oder wie sich das nennt) wildspontanes Herumgewerkel an und auf Grundstücken nicht gestattet - allein schon aus Umweltschutzgründen.

Da können Richter mit noch so viel selektivem Kunstverstand daherkommen, rein technisch ist der bauliche Wildwuchs in einem Land, in dem sogar das Aufstellen von Fahrradständern genehmigungspflichtig ist nicht einfach so.

Die Frage ist also, welches Amt derartiges auf welcher Rechtsgrundlage genehmigt hat.  Dort muß man den Hebel des eigenen Widerstandes ansetzen.

 

Nemo Obligatur
23. November 2017 11:21

"Gegenkeule". Ja, schön wär's, Herr Lichtmesz.

Nimmt man die Medien zur Kenntnis, wird dort sogar teils wohlwellend über die Aktion bericht. Man kann eigentlich nur hoffen, dass es strafrechtliche und finanzielle Konsequenzen für die als Künstler getarnten Kriminellen gibt. Die Liste möglicher Gesetzesverstöße ist lang. Laut FAZ, die hier endlich wieder einmal sachlich berichtet, gibt es seitens der Thüringer Behörden inzwischen entsprechende Untersuchungen. Davon abgesehen dürfte Herr Höcke rechtliche Schritte mit seinen Anwälten als Reaktion auf diesen infamen Angriff auf seinen Privatsphäre prüfen.

Darüber hinaus gehört aber auch in den Medien und in der Politik endlich auf den Tisch, in welchem Ausmaß linke Splittergruppen, von denen das ZPS ja nur eine ist, unsere demokratischen Freiheiten u.a. der Kunst, der Meinungsäußerung und des Versammlungssrechts missbrauchen, um missliebige Bürger unter Druck zu setzen. Es muss auch weiter öffentlich gemacht werden, welche Geldströme dort fließen. Vor einigen Tagen war zu lesen, dass die ohnehin erheblichen Mittel im sog. "Kampf gegen Rechts" nochmals ausgeweitet wurden. Das muss ein Ende finden. Das allermindeste ist eine Konformitätserklärung geförderter Gruppen, besser noch ein Trockenlegen dieses Sumpfes. Da hoffe ich sehr auf die AfD, die inzwischen in praktisch allen Parlamenten zu finden ist. Sie sollte zumindest erreichen, dass dieses Thema beim Bürger und Steuerzahler größere Beachtung findet.

Ich habe die Meldungen aus Thüringen auch zum Anlass genommen, erneut in Sieferles Finis Germania zu lesen. Auf Seite 79 ff. wird man dort fündig. Unter dem neuen Blickwinkel schienen mir die Ausführungen Sieferles klarer als zuvor. Die trostlosen Figuren (nicht nur) des ZPS haben keinen positiven Fixpunkt in ihrem Leben, an dem sie sich orientieren können. Sie wählen sich daher den negativen des Anti-Faschismus und erhoffen sich davon Sinn. Den kann ihnen dieser Budenzauber aber selbstredend nicht liefern, was zu permanenten Frustrationen und aggressiven Übersprungshandlungen führt.

Die sog. "Anti-Faschisten" sind eigentlich ein Fall für die Medizin. Da von ihnen aber sichtbar eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht, sind zuvor die Polizei- und Ordnungsbehörden gefordert. Hoffen wir darauf, dass sie dieses Mal ihre Arbeit machen.

deutscheridentitärer
23. November 2017 11:27

Mich hat die Nachricht von dieser "Aktion" gestern verstört bis zu körperlichem Unwohlsein. 

Solche Dinge belasten mich psychich weit mehr als körperliche Gewaltakte. Wer mag, kann mal "gang stalking" googeln, dessen Opfer zwar meist Geisteskranke zu sein scheinen, dessen Methoden aber z.B. von der Stasi zur psychischen Zermürbung von Dissidenten angewandt wurde. An diese perverse Sache erinnert mich diese ganze Sache.

Auch die Physiognomie dieses Huch oder wie er heißt, passt einwandfrei dazu.

Was nun den Holocaust angeht, so frage ich mich, ob ich moralisch defekt bin, weil ich nicht die Notwendigkeit verspüre ihn derart zentral in meine Weltanschauung zu stellen.

Schließlich war er zweifelsfrei mit ganz großem Abstand das größte Verbrechen unseres Volkes.

Auch menschheitsgeschichtlich spielt es sicher in der obersten Liga. Allerdings sehe ich den Holocaust als Verbrechen einer Ideologie, nicht eines Volkes, wobei kein Weg daran vorbei führt, dass diese Ideologie eben nun mal besonders in Deutschland wirkmächtig wurde.

Ich glaube auch, dass sich die Judenvernichtung im Wesentlichen so zugetragen hat, wie es der histographische Mainstream berichtet; man kann sich endlos auf die Debatte zwischen "Holocaustleugnern" und ihre Gegnern einlassen, ohne dass man dadurch einen schlußendlichen Erekenntnisgewinn hätte, ähnlich der Diskussion um 9/11.

Mich persönlich überzeugt vor allem der Bericht von Viktor Frankl, der keine deutschfeindlichen Ressentiments pflegte, weder vor noch nach dem Krieg, und darüberhinaus zweifelsfrei ein vollständig integrer Charakter war. Ich wüsste nicht, welchen Grund er haben sollte, derartige Lügen zu erfinden.

Nemo Obligatur
23. November 2017 11:35

Einen Nachtrag würde ich gerne noch anfügen. In den Medien wird eine Frau Rosh zitiert mit den Worten, das (Mini-Stelenfeld in Bornhagen) sei eine "herrliche Bestrafung für Herrn Höcke".

Da Frau Rosh seinerzeit die Initiatorin des Stelenfeldes in Berlin war, lässt das doch nur den Schluss zu, dass auch das Berliner Vorbild als Bestrafung gedacht war und als solches fungiert. Nur eben nicht für Herrn H. im kleinen Bornhagen, sondern großmaßstäblich als Strafe für das ganze deutsche Volk in der Mitte seiner Hauptstadt. Frau Rosh hat damit sozusagen nachträglich die Dresdner Rede von Björn Höcke verifiziert. Eine schöne Pointe.

Der Gehenkte
23. November 2017 11:55

Da muß kein Tüttelchen zurückgenommen werden! Das unterschreibe ich! Jedes Argument sitzt!

Als ich das gestern sah und las, blieb mir für eine Weile die Luft weg - Erstickungsanfälle. Wie soll man in diesem Land noch leben können?

Es kann jeden treffen. Wie viele Richtmikrofone sind schon aufs Rittergut positioniert? Jeder, der in irgendeiner Form öffentlich auftritt, sei es Politiker in den Medien oder als einfacher Pegidist oder selbst als anonymer Forumsteilnehmer (hacking) ist potentiell gefährdet.

Am erschreckendsten der breite Konsens in der Gesellschaft, obgleich fast allen Medien sehr unwohl war, darüber positiv zu berichten. Sie sind sich des Wahnsinns und der juristischen Unhaltbarkeit durchaus bewußt.

Im "Zeit"-Thread große Zustimmung und genüßliche Häme, bei der "Welt" hingegen hauptsächlich Ablehnung. Da finden die kommenen mikrosphärischen Bürgerkriege in den Foren bereits statt. Und "Kunst" dieser Art, die einerseits einen bösen selbstbefriedigenden Zynismus nährt und andererseits ohnmächtige Wut, versucht die Lunte zu legen und zu zünden.  Das sind Brandstifter, die das Chaos wollen ...

Die Tagesparole: Besonnenheit!

Caroline Sommerfeld
23. November 2017 12:06

.... schmücken sie ihr Unterfangen  mit dem typischen, großspurigen Selbstbild der Linken, ewige Unbequeme und unerschrockene "Widerständler" zu sein, selbst wenn sie im Kielwasser der kulturhegemonialen Macht mitziehen oder diese selbst ausüben.

Das ist Dispositivismus in Reinkultur.

Wer sich heute aufschwingt, die gegenwärtigen "Dispositive der Macht " zu affirmieren und so zu tun, als wäre er kritisch, betreibt einen Positivismus, der nicht mehr kritisch ist. Die Grundstruktur zu erkennen, daß es Ideologien ohne Entrinnen gibt, dann aber die herrschende nicht zu erkennen, krempelt den alten Foucault positivistisch um.

Michel Foucault hat die "Dispositive der Macht" folgendermaßen definiert:

„Dispositiv bezeichnet die Gesamtheit von Einrichtungen (Praktiken, Institutionen, etablierte Diskurstypen), die die Individuen zu Diskursen anreizen sollen. Sie ermöglichen den Individuen ein bestimmtes handlungswirksames Wissen: provozieren die Konstruktion von Situationen und kollektiven Identitäten. Dispositive dienen so der Verwaltung und Kontrolle von Individuen auf bestimmte Ziele hin. Sie bilden sich angesichts spezifischer gesellschaftlicher Problemlagen heraus.“

Na, da haben wir es doch mit dem "Mythos Auschwitz" mit einem kolossalen Dispositiv zu tun, das der "Verwaltung und Kontrolle von Individuen auf bestimmte Ziele hin" dient, und sich dazu perfiderweise ausgerechnet der "aufgeklärtesten" unter den Individuen bedient. Das "Panoptikum", das moderne Gefängnis, die Klinik - all dieses orwellesken Institutionen aufgeklärter Macht, die Foucault historisch analysiert hat, ordnen "politische Schönheit" neu an.

Hartwig aus LG8
23. November 2017 12:23

""Das derzeit vorherrschende Regime ist zwar eine unblutige, dafür aber wohl die aggressivste Diktatur seit zeitaltersalten Zeiten. Die Konzepte Rautenklause und Elfenbeinturm werden versagen, ob der grenzenlosen Totalität der Menschenrechtsfanatiker, die sich in jeden Winkel, auch den Privatesten, fressen will.""  von @Raskonlikow, geschrieben hier auf SiN vor zwei, drei Jahren.

 

 

RMH
23. November 2017 13:04

So viele gute, treffende Worte für so eine billige und niederträchtige Aktion, deren Urheber sich jetzt sicherlich aufgewertet fühlen, wenn sogar SiN und insbesondere M.L. sich dieser und diesen in tiefgründiger Weise widmen.

Der Skandal an dieser Aktion sind nicht die billig gegossen, hingepfuschten Abklatsch-Kopien der Stelen, die dem künstlerischem und hohen handwerklichem Niveau des Originals und dessen Zwecks nur spotten, und das man diese eng gepfercht unter offenbarer Täuschung des Vermieters auf einem Nachbargrundstück aufgestellt hat. Darüber kann man eigentlich nur lachen, so albern und handwerklich schlecht, wie das Ganze gemacht wurde.

Der wahre Skandal aus meiner Sicht ist es, wie sich diese Leute damit brüsten, die Privatsphäre und die Persönlichkeitsrechte einer ganzen Familie missachtet und geschändet zu haben und auch noch keck und unverholen drohen, irgendetwas zu "wissen". Wenn auf diese Taten, die, wenn sie zuträfen, evident rechtswidrig sind, dann die Behörden eingeschaltet werden (und sicher auch wurden), dann werden sich diese selbsternannten "Künstler" damit heraus reden, Ätschi-Bätsch, alles Fake im Rahmen unserer künstlerischen Provokation, wir haben niemals jemanden überwacht, alles nur inszeniert, die Kameras nur Fake, alles "künsterlisch" erdacht, ersponnen und erlogen etc., etc. .... das Ganze ist so absehbar und durchsichtig. Und wenn dann die zu Recht unternommenen rechtlichen Schritte ob dieses Bestreitens und Künstlergetues ins Leere gelaufen sind, dann brüstet man sich wieder damit und macht Faxen und Triumph-Geheule etc.

Aber wenn selbst der türkische Geheimdienst nicht in der Lage und Willens war, einem schlechten Hofnarren wie Böhmermann ganz schlicht und diskret das Maul zu stopfen, dann erscheint mir die beste Taktik mittlerweile, so etwas über sich ergehen zu lassen, darauf hinzuweisen, dass das alles nur Fake zur Selbstproduktion ist und im Übrigen konsequent seinen Weg zu gehen.

Ich wünsche Herrn Höcke und seiner Familie hier alles Gute und viel Kraft - sie opfern sich für Deutschland. In dem ich ab und an kleinere Projekte wie 1% unterstütze weiß ich, dass ich auch ihnen damit irgendwie helfe, auch wenn ich sonst nicht wüßte, wie ich helfen könnte.

Den auf dem politisch Gewünschtem trittbrettfahrenden "Künstlern" sei mit auf den Weg gegeben, das, was ihr gemacht habt, wird ein Beitrag dazu sein, dass Herr Höcke der nächste Ministerpräsident von Thüringen werden wird.

PS: Und vielen Dank an die Künstlertruppe auch dafür, dass damit nach den Wochen, der zähen, klebrig sich über das Land ergießenden Jamaika-Melasse endlich mal wieder die AfD und Höcke größer in den Medien heraus kommen.

S.J.
23. November 2017 13:54

Wie zu sehen, müssen die geflügelten Worte „Was lange währt, wird endlich gut“ umgeändert werden; es kann nämlich auch das Gegenteil eintreten. Diese aktionskünstlerische Performance lässt falsche Zusammenhänge, assoziativ und real, entstehen, die aber auch alles auf eine geschmacklose Weise vermengen und ruinieren: gesicherte Erkenntnisse der Vergangenheitsbewältigung, Erinnerung, die Diskussionen um das Mahnmal in den 90ern, die Gegenwartspolitik. Im Kommentarteil der ZEIT ist mir dann mit Blick auf Inhalt, Argumentationstechnik und Rechtschreibung bewusst geworden, dass ein Praxistest „Mit Linken reden“ aus mitunter einfachen Gründen scheitern kann: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/zentrum-fuer-politische-schoenheit-holocaust-mahnmal-bjoern-hoecke-lea-rosh?cid=16421692#cid-16421692

Martin S.
23. November 2017 13:59

Da wird doch die IB bestimmt in einer künstlerischen, gewaltfreien und phantasievollen Gegenaktion z.B. einen "Mantel des Vergessens" über die Stelen legen ...

cso
23. November 2017 14:19

Ist es nicht etwas übertrieben, einem Proleten, der sein kriminelles Werk als Kunst ausgbit, mit einem Artikel auf SiN zu achten?

Die "Berichterstattung" über diese Aktion hätte man in diesem Falle ausnahmsweise einmal ganz allein den MSM überlassen können. Und zwar nicht zuletzt deshalb, weil sie durch ihre teils unverhohlene Häme vermutlich mehr zur Solidarisierung mit der Familie Höcke beiträgt, als beim MSM Kosumenten Symphatien mit dem ZPS hervorzurufen.

Maiordomus
23. November 2017 14:34

Zurückweisen muss man hier die Behauptung von Lichtmesz, Björn Höcke sei ein Politiker, der "am Boden liegt",

ML: Genauer lesen, bitte. Das war nicht direkt auf Höcke bezogen, sondern generell auf die  (ideelen) Zielscheiben der linken "Widerständler".

auch wenn es richtig sein mag, dass seine nichtpolitischen Berufsaussichten im Stil von Radikalenunterdrückung seit 1820 mehr oder weniger zerstört wurden. Es bleibt aber dabei, dass Höcke als Politiker, mit dem man übrigens keineswegs immer gleicher Meinung sein muss, den Kopf oben behält und dass man ihn bei nüchterner Analyse im Gegensatz zu den Praktikanten von Gesinnungsterror weder als Extremisten noch als Relativierer der Meinungsfreiheit und überhaupt der politischen Freiheiten in der Demokratie abtun kann. Objektiv bekennt sich jeder, der schon ein Che-Guevara Leibchen getragen hat, eher zur Erschiessung politischer Gegner als dass dies etwa als Haltung eines Höcke erkennbar wäre. Ein normaler Politiker, mit dem es sich lohnen würde, in eine normale Auseinandersetzung zu treten, auch innerparteilich. Nicht normal aber ist die Situation, welche genau dieses prinzipiell mit Maulkorbpolitik und Maulkorbpraxis sowie kulturkämpferischem Psychoterror  verhindern möchte. Und natürlich muss der Holocaustismus in die Proportionen zurückgerückt werden. (Die obsolete Frage ist nur, ob dies mit gewissen hilflosen publizistischen Rundumschlägen von sogenannten Holocaust-Kritikern, die erst recht an der Insinuierung einer jüdischen Weltverschwörung festhalten, erleichtert werden könne.) Zuzugeben ist, dass wir derzeit in der Situation nicht nur eines deutschen, sondern sogar europäischen und globalen Kulturkampfes leben. Wer sich auf der "falschen Seite bewegt, dem kann es ergehen wie Höcke sowie den missliebigen Ausstellern vor ein paar Wochen an der Frankfurter Buchmesse.  

Urs Graf der Aeltere
23. November 2017 15:09

der beitrag von martin lichtmesz bringt es, wie immer, grandios auf den punkt: hinter dem begriff "aktionskunst" verbirgt sich in diesem fall nichts anderes, als spießiges denunziantentum.

während aktionisten wie günter brus oder rudolf schwarzkogler noch leib, leben und talent einsetzen mußten und echte widerstände überwanden, reicht heute offenbar radikale perönliche eitelkeit und das verstärkte beharren auf der sowieso üblichen meinung, um als aktionskünstler zu gelten.

sehr traurig, das ganze! allerdings bleibt der trost, daß von diesen schaumschlägern, im gegensatz zu echten aktionisten, nichts übrig bleiben wird, auch nicht ihr hauptbeitrag, das geschwätz. schon in der physiognomie des herrn ruch erkennt man übrigens die übertriebene eitelkeit  und humorlosigkeit als haupttriebfeder. das wird, gott sei dank, für die kunstgeschichte nicht reichen.

"Pull down thy vanity, I say pull down !!"

Heinrich Brück
23. November 2017 15:10

Wahre Kunst erhebt und enthüllt Schönheit. Dieses Gewächs verwechselt Kunst mit Gift.

Das Gift wird sich gegen den Vergifter wenden.

Selbstdenker
23. November 2017 15:26

Mich hat das ganze fassunglos gemacht. Auch mir geht das an die Psyche was mit Björn Höcke und seiner Familie gerade gemacht wird.  Solidarität mit Höcke ist jetzt dringend erforderlich. Da wird Höcke seit ca 9 Monaten mit Teleobjektiven observiert und sein Privatleben genauestens beobachtet. Seine Papiertonne wurde entwendet in der Hoffnung, dass man was findet das man ihn anhängen kann. Diesen linken Narren ist es völlig egal, was das mit der Psyche seiner Frau und den kleinen Kindern anrichtet. Der CDU Landtagspräsident in Thüringen hat sich dagegen mit dem Worten-Das sind Zersetzungsmethoden der Staatssicherheit empört.  Mir persönlich geht das ganze sehr nahe muss ich sagen.  Höcke, die absolute Hassfigur der linken Szene. Ich weis das er Freunde hat die ihm helfen  und beistehen. Es ist unsere Pflicht das gleiche zu tun.

Thomas Wawerka
23. November 2017 16:05

"Gegen Nazis wenden wir Nazimethoden an."

Welch wunderlicher, da die seltenste Ausnahme bildender Essentialismus! Nazi ist man also nicht, wenn man sich einer Nazi-Methodik befleißigt, sondern Nazi ist man von einer Art unveränderlichem Wesenskern her, auf den der Scharfsinnige durch Deduktion schließen kann - eine Art gesellschaftspolitischer Sherlockholmesianismus! 

Ganz egal also, ob eine Bemerkung wie "Denkmal der Schande" als Genitivus obiectivus oder subiectivus zu verstehen ist - ja, es ist dermaßen egal, dass nicht einmal die Frage erwogen wird -: solcherlei Wortgruppen enthalten für den moralischen Detektiv untrügliche Hinweise auf den verderbten Wesenskern eines Zeitgenossen, man muss sie eben nur zu sehen lernen, nur zu lesen wissen! Oh ihr ungezählten Watsons, zu schludrig in eurer Beobachtung, zu träge in euren Schlussfolgerungen! 

Die Nazis sind unter uns und werden es immer bleiben, die von grundauf Verderbten, liegt's im Blut oder in den Genen oder in der Hirnchemie oder in einer metaphysischen Unwägbarkeit, man weiß es nicht. Wenn sie ihre Verderbtheit einsehen und auf die Knie fallen, mögen wie ihnen und der verderbten Brut, die sie in die Welt geworfen haben, immerhin zugestehen, am Leben zu bleiben. Wo nicht, holen wir uns praktischen Rat von den werewolf-women Sibylle Berg und Juli Zeh. 

Und endlich, endlich darf auch der bessere Deutsche sich wieder reinen Herzens als Nazi betätigen, er darf über alledem "anständig bleiben".

So kommt am Ende eben doch wieder alles zusammen.  

Maiordomus
23. November 2017 18:02

Bei aller Widerwärtigkeit der pseudokünstlerischen Aktion, die hier als Psychoterror gebrandmarkt wird, scheint es keineswegs sicher, ob diese Einschätzung über das Lager der ähnlich Gesinnten hinaus auch wirklich geteilt wird. Der von Hermann Lübbe kritisierte "Triumph der Gesinnung über die Urteilskraft" beherrscht nicht nur das Medienleben in Deutschland sowie Schulen und Hochschulen, auch das politische Leben.

Bemerkenswert scheint mir, dass die von rechts diese Woche doch teilweise gelobte FDP bereits zu einer Rückversicherung greifen muss, indem ausgerechnet sie einen parlamentarischen Vorstoss unternimmt zwecks Verlängerung der Familiennachzugsregelungen, womit mutmasslich ein weiterer Schub Masseneinwanderung gefördert wird, analog dem Bekenntnis von CDU-Politiker Norbert Blüm, für den der Familiennachzug der faktischen Landnehmer angeblich vom christlichen Weltbild her und von der Christlichen Soziallehre her gefordert ist, was sich zwar meines Erachtens aus den exemplarischen Texten nicht belegen lässt.

In diesem geistigen Klima verbleibt Höcke als einer der Aussenseiter, die unbedingt ausgegrenzt werden müssen und mit denen man, zumal bei kapitalistisch begründeten Massnahmen für eine sogenannt vernünftige Einwanderung, nicht verwechselt werden will. Die Solidarität mit Höcke wird sich deshalb in schmalen Grenzen halten und das heute übliche Verständnis von "Zivilcourage" (z.B. Anzeigen von "fremdenfeindlichen" Klassenkameraden durch Schulkinder und dergleichen) wird noch manche giftige und sozusagen prätotalitäre Blüten zeitigen. Im Rahmen dieser Gesinnungspädagogik werden sogenannte Rechtsextremismusexperten, deren Aggressinspotential in der Tat nicht zu unterschätzen ist, weiterhin eine erhebliche Rolle in der veröffentlichten Meinung spielen. Ihre ideologische Funktion im System ist ähnlich wie bei denjenigen, die im ehemaligen Ostblock, zum Beispiel in der Sowjetunion, für "atheistische Propaganda" zuständig waren.  

Sagan
23. November 2017 18:20

@Thomas Wawerka

"(...) er darf über alledem "anständig bleiben""

Und diesmal bleibt auch das Ruhmesblatt nicht ungeschrieben! Das schreibt er selbst und die MSM schreiben mit ...

Maiordomus
23. November 2017 19:03

@Wawerka. Das "anständig bleiben" ist ein Zitat aus der umstrittenen Posener Rede von Heinrich Himmler, die ich im Gegensatz zu anderen Blogteilnehmern hier für authentisch einschätze. Es bleibt dabei, dass Gymnasiallehrerssohn Himmler in der Tat, das liess ihn auch für die Hexenprozesse höchstes Interesse zeigen, gemäss seinen Tagebüchern und Reden ein lehrbuchmässiger Moralist war, ein in der Tat abschreckender Moralist. Göring, Speer und andere realisierten in Nürnberg sehr wohl, welch unglaublichen langfristigen Schaden dieser Himmlersche Moralismus, eine Art gnostische Ideologie der Reinigung, wie diese teilweise auch für Streichers "Stürmer" und natürlich für A.H. charakteristisch war, dem Ansehen Deutschlands zugefügt hat, einschliesslich der Kompromittierung der Verteidigungschancen der Angeklagten bei den Nürnberger Siegerprozessen. Der von Ihnen analysierte Satz, dass man sich "Nazis" gegenüber Nazimethoden bedienen dürfe, bestätigt indirekt die  beim Buch von Max Picard zwar ungenügend analysierte moralistische These von "Hitler in uns selbst", was wiederum eine unangemessene Dämonisierung einer zum Menschheitsfeind stilisierten Person bedeutete:  Metaphysik statt Empirie und wissenschaftliche Analyse. Dass man sich indes "Nazis" gegenüber Nazimethoden bedienen dürfe, ist ein die heutige Situation lehrbuchmässig  charakterisierendes Modell der Ermächtigung, endlich die totale Sau im Namen des Guten rauslassen zu dürfen. Wenn ich noch als Ethik-Lehrer aktiv wäre, die Analyse dieses Satzes wäre eines der wichtigsten Elemente  zur Untersuchung des giftigen Gehaltes von Ideologien, welche es einem erlauben, den Gegner fertig zu machen und den Verfolger und sogar noch den Folterknecht mit einem guten Gewissen auzustatten. Ja, den Gegner vor der Vernichtung foltern und dabei anständig bleiben, d.h. es nur um der Sache willen machen, nicht um des persönlichen Lustgewinns dabei, das gehörte schon zu den Prüfungsaufgaben eines gelernten Grossinquisitors. Eine moralistische Einstellung dieser Art war auch Roland Freisler, zum Beispiel bei Prozessen gegen Männer des 20. Juli, nicht fremd.

 

A propos Moralismus: Friedrich Nietzsche, der Pfarrersohn, hat am Beispiel von Dante Alighieri die Perversion des Moralismus derjenigen aufgezeigt, die es beim Quälen der Bösen gut meinen und dabei "anständig geblieben" sind. Bei Dante steht über dem Portal der Hölle: AUCH MICH SCHUF DIE EWIGE LIEBE. Ja, auch die Hölle ist gut gemeint, und nur, weil Gott ihn liebt, kommt einer in die Hölle! Wer es fassen mag, der fasse es.

 

Nietzsche, in dieser Analyse ein Vorläufer von Orwell, durchschaute es richtig. Es hätte heissen müssen: AUCH MICH SCHUF DER EWIGE HASS. Um aber total und bedingungslos hassen zu können, muss man es als anständiger Mensche im Kern gut meinen. Zuletzt auch natürlich mit sich selber. Nietzsche hat im Zusammenhang mit dem Moralismus, den er am Ende noch bei Thomas von Aquin denunzierte, einen in der Tat fragwürdigen Satz aus der "Summe wider die Heiden" aufgestöbert. Er lautet:

Beati in regno coelesti videbunt poenas damnatorum, ut beatitudo illis magis complaceat. Deutsch: "Die Seligen im Himmelreiche werden die Qualen der Verdammten schauen, damit ihnen dabei ihre eigene Seligkeit umso mehr gefällt."

Auf diese Weise und in dieser Tiefe wurde bis heute das sogenannte Gutmenschentum noch nie entlarvt, was ich hier Friedrich Nietzsche höchlich zugute halten möchte, auch zum Verständnis der heutigen Gutmeiner. Selber halte ich indes die Moralkritik von Nietzsche keineswegs für das letzte Wort der Ethik, aber hier hat er etwas gesehen, was vor ihm in dieser Schärfe noch niemandem aufgefallen ist. Statt "Ich bin gerecht" denkt der Moralist eigentlich: "Ich bin gerächt!"

Wie auch immer: bei den tiefsten Analysen, auch kritischen, muss irgendwie die Theologie bemüht werden. Wer nichts von Theologie versteht, kann Moralisten nicht genügend durchschauen.

Nietzsches Analysen stammen aus dem Spätwerk, den Studien "Zur Genealogie der Moral", als sein Geist zum letzten Mal ganz hell aufleuchtete.

 

cso
23. November 2017 19:35

@Malordormus

 

"Bemerkenswert scheint mir, dass die von rechts diese Woche doch teilweise gelobte FDP bereits zu einer Rückversicherung greifen muss, indem ausgerechnet sie einen parlamentarischen Vorstoss unternimmt zwecks Verlängerung der Familiennachzugsregelungen, womit mutmasslich ein weiterer Schub Masseneinwanderung gefördert wird (...)"

Haben Sie da nicht etwas mißverstanden? Die FDP hat doch - neben der AfD - eine Gesetzesinitiative angekündigt, um die Aussetzung des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus zu verlängern. Die Verlängerung bezieht sich somit auf die weitere Aufschiebung des Nachzugs.

Cacatum non est pictum
23. November 2017 19:41

Danke für diesen fulminanten Text, der die Schändlichkeit des Treibens vom Zentrum für politische Häßlichkeit angemessen ins Licht setzt. Daß ein Gros der Journalisten sich nicht durchzuringen vermag, diesen Akt der Barbarei als solchen einzustufen, verwundert denjenigen nicht, der längst erkannt hat, wozu Massenmedien entgegen allen Beteuerungen einzig da sind: die Machthaber zu stützen. Was also aus den Mäulern der Lohnschreiber erbrochen wird, muß uns nicht weiter interessieren.

Viel wichtiger ist die Frage, ob - wie einige Foristen hier andeuten - tatsächlich nennenswerte Teile unseres Volkes diese Aktion goutieren. Ich hoffe und glaube es nicht, denn nach meinem Verständnis kann ein integerer Mensch nur vor Scham im Boden versinken angesichts dessen, was Höcke und seiner Familie da angetan wird - und zwar auch dann, wenn er ein politischer Gegner von ihm ist. Sollte es sich anders verhalten, als ich vermute, dann scheint mir auf Sicht ein  Blutvergießen in bürgerkriegsartiger Form fast unausweichlich zu sein, denn solche ideologischen Gräben lassen sich gewiß nicht mehr friedlich überbrücken.

Lotta Vorbeck
23. November 2017 20:44

@Nemo Obligatur - 23. November 2017 - 10:35 AM

„Einen Nachtrag würde ich gern noch anfügen. In den Medien wird eine Frau Rosh zitiert mit den Worten, das (Mini-Stelenfeld in Bornhagen) sei eine "herrliche Bestrafung für Herrn Höcke".
Da Frau Rosh seinerzeit die Initiatorin des Stelenfeldes in Berlin war, lässt das doch nur den Schluss zu, dass auch das Berliner Vorbild als Bestrafung gedacht war und als solches fungiert. Nur eben nicht für Herrn H. im kleinen Bornhagen, sondern großmaßstäblich als Strafe für das ganze deutsche Volk in der Mitte seiner Hauptstadt. Frau Rosh hat damit sozusagen nachträglich die Dresdner Rede von Björn Höcke verifiziert. Eine schöne Pointe.“

Offenbar befinden Sie sich mit Ihrer Vermutung bei der Errichtung des hauptstädtischen Stelenfeldes habe es sich um eine auf das deutsche Volk zielende Bestrafungsaktion gehandelt in bester Gesellschaft. Rudolf Augstein schrieb in „DER SPIEGEL“ 49/1998: 

"Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist. Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität."

Hier noch ein Fundstück, veröffentlicht in der „Berliner Zeitung“ vom 13.05.2005:

Lea Rosh ist nicht verrückt. Das ist keine gute Nachricht, im Gegenteil, es ist das Problem der Göttin Backenzahn

Von Christian Bommarius

Haben es denn die Juden in Deutschland noch immer nicht begriffen? Muss man ihnen wirklich alles immer und immer wieder erklären, bis sie endlich verstanden haben und also schweigen? War es ihnen seit Beginn der Debatte vor 17 Jahren tatsächlich nicht klar, dass das zu errichtende Denkmal für die ermordeten Juden Europas keineswegs ein Ort der Erinnerung an Schuld und Verbrechen sein würde, keine Gedenkstätte, nicht einmal ein Kunstwerk, sondern ein sakraler Raum, in dem die Hohepriesterin Edith, selbst genannt Lea, Rosh die Anbetung der gleichnamigen Göttin besorgt? Wenn an diesem Ort die Hohepriesterin spricht, dann haben die Besprochenen - die Juden, die lebenden und die toten -, gefälligst zu schweigen. Wird hier ein Gottesdienst gefeiert - und hier wird seit Jahren, schon lange vor der Eröffnung nie etwas anderes gefeiert -, dann mögen die Juden Gebete murmeln, so lange und so viel wie sie wollen, aber angebetet wird hier einer nur, genauer gesagt: eine.Bisher galt Lea Rosh lediglich - wie das Magazin der Süddeutschen Zeitung vor kurzem bündig zusammenfasste - als "fanatisch, herrschsüchtig, einschüchternd, ignorant, unnahbar". Sie durfte, sie musste - bei allem verdienstvollen Engagement für die Entstehung des Holocaust-Mahnmals - als peinliche Figur betrachtet werden, die sich in ihrem öffentlich zelebrierten Schmerz über die Judenvernichtung von keinem Juden übertreffen ließ. Als sie Peter Eisenman, den jüdischen Architekten des Mahnmals, einmal bei einer unvorsichtigen Bemerkung ertappte, hielt sie ihm vor, seine Eltern seien nicht im Holocaust ermordet worden, weshalb es ihm an der gebotenen Sensibilität gebreche. An die ins äußerste getriebene Unverschämtheit, die in diesen Worten einer nichtjüdischen Deutschen lag, an ihre unirritierbare Kaltschnäuzigkeit, einem Juden und dessen Eltern das Überleben im Holocaust samt den beklagenswerten Folgen vorzuhalten, hatten sich jüdische und nichtjüdische Deutsche im Verlauf der Jahre immerhin fast gewöhnt.Nun aber ist es höchste Zeit, Hohepriesterin und Gottheit aus dem Tempel zu peitschen.Die Schamlosigkeit, mit der sich Lea Rosh im Wortsinn einen Dreck um den religiösen Ritus der Juden schert und einen von ihr höchst persönlich in einem KZ unterschlagenen Backenzahn in einer der 2 711 Stelen "beizusetzen" wünscht, die pathologische Indolenz, mit der sie auf den Protest nicht nur des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Jüdischen Gemeinde in Berlin reagiert und auf das Unbedenklichkeitszeugnis eines Rabbi verweist, als bezeugte nicht schon der erbitterte Protest die Bedenklichkeit - das hätte schon genügen müssen, um ihr endlich das Handwerk zu legen. Doch wurde es ihr nicht gelegt, so wird es folgerichtig kriminell: Lea Rosh hat Paul Spiegel, dem Vorsitzenden des Zentralrats, empfohlen, er solle sich gefälligst über den jüdischen Ritus "besser informieren". Hoffentlich wird er dann begreifen, dass sechs Millionen Juden nicht umsonst gestorben sind, wenn ein Backenzahn dank der Segnung Roshs als Reliquie in einer Stele überlebt.Lea Rosh ist nicht verrückt. Das ist keine gute Nachricht, im Gegenteil, es ist das Problem. Wäre sie verrückt, könnte man sie getrost als anerkannte Närrin weiterhin gewähren lassen. Selbst ihre vorletzte Ankündigung, den Backenzahn "heimlich" in das Denkmal einzulassen - ein Verbrechen im Dunkel der Nacht ist bekanntlich eine sakrale Handlung -, und ihre letzte, noch ein wenig damit zu warten, ließen sich dann mit einem Achselzucken ertragen. Aber sie ist keine Närrin, ihre Schuldfähigkeit steht außer Frage. So lautet das Urteil: Lea Rosh ist die hässlichste Deutsche dieser Tage. Ihr Wort ist uns Ekel und eine Qual und eine Schande ist sie jedem, der fühlt.

– Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/15905238 ©2017

Maiordomus
23. November 2017 20:56

@cso. Gerne hoffe ich, dass Sie in Sachen des Antrages der FDP und seiner allfälligen Realiserung recht haben und vor allem: dass Sie recht behalten mögen. Es gibt, z.B. in der Schweiz, bei allen auf dem Papier einigermasen strengen Bestimmungen jeweils den Härtefall, mit dem man alles unterlaufen kann und der schnell zum Normalfall wird.

Lotta Vorbeck
23. November 2017 21:04

@Hartwig aus LG8 - 23. November 2017 - 11:23 AM

"Das derzeit vorherrschende Regime ist zwar eine unblutige, dafür aber wohl die aggressivste Diktatur seit zeitaltersalten Zeiten. Die Konzepte Rautenklause und Elfenbeinturm werden versagen, ob der grenzenlosen Totalität der Menschenrechtsfanatiker, die sich in jeden Winkel, auch den Privatesten, fressen will."  von @Raskonlikow, geschrieben hier auf SiN vor zwei, drei Jahren.

Sauber beobachtet und formuliert vom Raskolnikow. Leuchtet man auch die nie einen Sonnenstrahl errreichenden Nischen des vorherrschenden Regimes ab, geht es dort, wo es vermeintlich niemand sieht, keineswegs mehr völlig unblutig zu.

Bevor die sich bereits schemenhaft abzeichnende Bestmenschendiktatur im Orkus der Geschichte verschwindet, wird sie, soweit ihre Ressourcen dies noch hergeben, versuchen in bester, totalitaristischer Manier sämtliche Elfenbeintürme niederzubrennen und die verbliebenen Rautenklausen plattzuwalzen, kurzum nichts als verbrannte Erde zu hinterlassen.

Lotta Vorbeck
23. November 2017 21:41

Nemo Obligatur
23. November 2017 10:21
"... Ich habe die Meldungen aus Thüringen auch zum Anlass genommen, erneut in Sieferles Finis Germania zu lesen. Auf Seite 79 ff. wird man dort fündig. Unter dem neuen Blickwinkel schienen mir die Ausführungen Sieferles klarer als zuvor. Die trostlosen Figuren (nicht nur) des ZPS haben keinen positiven Fixpunkt in ihrem Leben, an dem sie sich orientieren können. Sie wählen sich daher den negativen des Anti-Faschismus und erhoffen sich davon Sinn. Den kann ihnen dieser Budenzauber aber selbstredend nicht liefern, was zu permanenten Frustrationen und aggressiven Übersprungshandlungen führt."

Bilder sagen oftmals bekanntlich mehr, als 1.000 Worte.
In diesem Sinne betrachte man das hier verlinkte Photo ...

Keine weiteren Fragen, Euer Ehren.

Lotta Vorbeck
23. November 2017 21:59

@Fräulein von Trense - 22. November 2017 - 11:26 PM
"...
Als Archaiker kann man für das übergeordnete Thema kaum Verständnis aufbringen, denn es geht doch nicht um Hübschheit oder Attraktivität, sondern vielmehr um die persönliche Würde und davon sind alle Postmodernen jedes Lebensalters, ob links, ob rechts, offenbar Lichtjahre entfernt.
Egal wie reich an Staatsknete und Einfluß in Systemapparturen man ist, gegen die Natur kommt man trotz allen Wünschens und Begehrens zum Glück nicht an, so daß es einfach vorbei ist, wenn es nun einmal vorbei ist mit dem Alter des festen Fleisches, straffen Bindegewebes und vollen Haares, der klangvollen Stimme, des guten Eigengeruches (auch ohne Pafüm oder Dauerwäsche mit allen möglichen Lotiönchen an allen möglichen Stellen). Wenn die physische Grundlage all dieses Zauberwerks vom Zahn der Zeit weggenagt wurde, holt sie nichts und niemand wieder her. Wer dann kein Haus (und Familie) hat, baut sich keines mehr und sollte dann wenigstens sein selbstverschuldetes Elend in Würde tragen, aber auch dazu sind die neuzeitlichen Hexen nicht in der Lage, wie man liest und in den Innenstädten des wertewestens täglich bestaunen kann.
Wer so blöd ist, sich den kurzen Sommer der körperlicher Attraktivität sinnlos um die Ohren zu hauen statt es im Sinne des Erfinders einzusetzen, ist halt strunzdumm. Es ist so, als würde eine Irre ihr ganzes Geld und ihren kompletten Besitz verbrennen und sich dann darüber beklagen, "plötzlich" arm geworden zu sein.
Es gibt halt ein Kapital, das kein Geld der Welt aufwiegt."

Jede Jahrgangskohorte produziert einen Überschuß an männlicher Nachkommenschaft. Es ist also auch rein rechnerisch just unmöglich, jedem Jüngling eine (Ehe-)Frau aus der eigenen Kohorte zwecks Familiengründung zur Verfügung zu stellen.

Auch wenn sich der potentielle, männliche Familiengründer innerhalb jüngerer Jahrgänge nach einer paarungswilligen Gefährtin umschaut, ändert dies nichts daran, daß ein gewisser Prozentsatz seiner jeweiligen Jahrgangskollegen in die Röhre schaut und mehr oder minder ungewollt unbeweibt bleiben muß.

Wenn nun ein signifikanter Anteil der weiblichen Population "den kurzen Sommer körperlicher Attraktivität" absichtlich verstreichen läßt, ohne ihn "im Sinne des Erfinders" zur Familiengründung zu nutzen, trägt auch dieser Umstand nicht unmaßgeblich zur Verschärfung der mittlerweile existenzbedrohenden Situation der überalterten, demographisch völlig ausgezehrten, west- und mitteleuropäischen Völker bei.

Paracelsus
23. November 2017 23:20

Wieder eine gedankenvolle Analyse und Einordnung von Martin Lichtmesz.

Dennoch möchte ich nicht einstimmen und klagen über diese Menschen, die sich hinter einem unsäglichen Schlagwort (ZFP) verstecken.

Wenn ich  versuche, die aufwallenden Emotionen "abwallen" zu lassen und meine Ideen, wie ich diese Kundschafter schmähen kann, hinter mir lasse, komme ich zu dem relativ ruhigen Gedanken: sie irren sich gewaltig, wenn sie sich einbilden und ihren Mitmenschen vorspielen, das Böse dadurch bekämpfen zu können, dass sie es bei anderen Menschen suchen und bekämpfen. So vermehren sie nur das Böse, und das haben sie ja offenbar in dem mehrfach zitierten und kommentierten Satz von den "Nazimethoden gegen Nazis" klar ausgedrückt.

Aber: auch der Gegenredner irrt, das Böse irgendwie zu beeinflussen, indem er es im anderen aufdeckt.

Was man menschlich tun kann, ist, diesen Irrtum zu verstehen und sich der Verurteilung des anderen zu enthalten.

Es sind wirklich furchtbar Verirrte, diese eingebildeten Künstler.

Wir sollten ihnen nicht auf den Leim gehen und uns mit abwertenden Emotionen verseuchen, indem wir sie mental-emotional bekämpfen.

Wir erleben doch nun schon viele Jahre, dass wir von "den Medien" und "den Politikern" keine menschlichen, ehrlichen, demokratieartigen Antworten auf solche Taten bekommen. Warum echauffieren wir uns (ich mich selbstverständlich auch ständig) immer noch weiter darüber ? 

Das Zentrum für ganzheitliche Dummheit ist doch  nur eine Speerspitze unserer  bewährten geistig umnachtenden Bewusstseinsregulierungswirtschaft...

Stichwort Tavistock, G.G. - ?

Fräulein von Trense
23. November 2017 23:57

Nochmal und in vollem Ernst: kann man diese trotzkistischen Hirntoten nicht mit der Keule des Verwaltungsrechtes treffen? Mit anderen Worten, die Folterinstrumente des Systems in diesem Fall gegen sie anwenden?

Selbst wenn man, wie diese buntblöden, eine Wohnung oder ein Grundstück ordenungsgemäß gemietet hat, kann man da nicht bauen, aufstellen oder installieren, was man gerade will, sondern muß eine schriftliche Genehmigung mindestens des Vermieters, bei allen baulichen Maßnahmen, die größer als ein Fahrradständer sind, dies beim  Bauordnungsamt, dem Umweltamt und eventuell noch weiteren Ämtern schriftlich beantragen und genehmigen lassen (und bis zum Beweis des gegenteils, muß damit gerechnet werden, daß ein solcher Antrag nicht gestellt und noch viel weniger genehmigt worden ist). Soweit ich weiß, fallen "Kunstwerke" auch unter das Bauordnungsrecht.

Also mindestens da kann man sie packen und gegen das Nachspionieren, heimliche Filmen usw. von Privatpersonen (und selbst der korrupteste, feigste Richter oder Staatsanwalt wird der Frau und den Kindern Herrn Höckes diesen Status nicht absprechen können) gibt es eindeutige Gesetze.  Alle metaabstrakten und hochgelehrten Ausführunge hier in Ehren, aber warum macht sich denn niemand auch konkrete Gedanken zu dieser (und ähnlichen) Situation(-en)?

Kein Wunder, daß die globalistenflittchen sich alles gegen uns herausnehmen können, wenn man erst einmal ausgiebig im Grundsätzlich schwelgt statt mit den zur Verfügung stehenden Mittenl zurückzuschlagen.

Corvusacerbus
24. November 2017 00:23

Es ist im Artikel und in den Kommentaren so weit alles und vor allem das metapolitisch Relevante gesagt. Speziellen Dank, Herr Wawerka, für Ihre Anmerkung zum genitivus subiectivus und obiectivus. Der Großteil der linken Polit- und Medienmischpoche ist ja nicht nur hysterisch und boshaft, sondern wirklich zu blöd, diesen Unterschied und seine Bedeutung für die Höckerede zu verstehen. Nur noch eine Bemerkung mit einem etwas anderen Spin, man muß ja in der Politik nicht nur wissen, wohin man will, sondern die Dinge des Lebens, die 'events', aus denen einem berühmten Bonmot Harold Macmillans zufolge die ganze verdammte Politik besteht, auch nehmen wie sie sind und was draus machen: Die Aktion ist so offensichtlich überzogen, ästhetisch peinlich, steht so sehr in der  Zersetzungstradition der Stasi, wird von der bestussten egomanischen Edith Renate Ursula alias Lea (Rosh) aber sowas von adäquat und wie immer anmaßend und unsympathisch repräsentiert und die normalen Leute (the silent majority) haben das schuldstolze Stelenfeld des deutschen Establishments und im Zentrum Berlins so dermaßen satt, daß aus dieser linksradikalen Vernichtungsaktion sogenannter Künstler einer Famile politischer und kultureller Kollateralnutzen für die AfD zu ziehen sein wird. Die AfD muß es nur richtig anfangen, vom Baumarkt lernen, heißt siegen: Macht es zu eurem Projekt, macht damit Politik! (und bereitet im Hintergrund mit Top-Juristen einen wirklich schmerzhaften juristischen und wiederum politisch verwertbaren Gegenschlag vor). It's politics, stupid, und wenn der Gegner attackiert, kann man kontern ... wenn man kann.

Corvusacerbus
24. November 2017 01:02

Korrektur: "... daß aus dieser linksradikalen Vernichtungsaktion sogenannter Künstler ..."

RMH
24. November 2017 08:33

@Fräulein von Trense,

die Aktion ist meiner Meinung nach juristisch wohldurchdacht gewesen. Die billigst hergestellten Betonblöcke (vermutlich noch nicht mal massiv, sondern hohl gegossen. Das Wort "Stelen" für diese Dinger stellt auf jeden Fall einen Euphemismus dar) lassen sich entfernen, also was soll eine Abrissverfügung außer ein paar einkalkulierten Kosten dem "Projekt" schon schaden?

Im Gegenteil, die Behörde wird dann beschimpft, sie würde ein "Kunstwerk" zerstören und man macht sich via "Crowdfunding" wieder die Taschen voll (ein tüchtiger Finanzbeamter würde diesen Leuten die selbstlose künstlerische Tätigkeit absprechen und Einkünfte und Umsätze feststellen).

Bzgl. der "Überwachung" wird man (wie ich oben schon ausgeführt habe) einfach behaupten, das sei alles nur Fake und Fiktion gewesen, alles eben im wahrsten Sinne "künstlich" im Rahmen der "Kunst".  Die entsprechenden "Verlautbarungen" waren dann auch keine Drohungen oder ähnliches sondern lediglich fiktive Texte im Rahmen der künstlerischen Aktionen etc.

Diese Leute haben hinlänglich Erfahrung und wissen, was sie sagen müssen bzw. dürfen, damit sie mit ihrem Quatsch weiter machen können. Das beste erscheint mir mittlerweile, diese Damen und Herren einfach nicht ernst zu nehmen. Mangelende Aufmerksamkeit goutieren sie sicher am Wenigsten.

Höcke war und ist also gut beraten gewesen, dass er sich (nach meiner Kenntnis) bislang nicht dazu geäußert hat. Dabei sollte er es belassen.

Maiordomus
24. November 2017 09:58

@cso. Betrifft: FDP, AfD, CSU usw. zum Familiennachzug. Beim Bestreben, diesen nicht zum selbstverständlichen Menschenrecht verkommen zu lassen, wofür sich zum Beispiel ein Norbert Blüm im Namen einer missverstandenen CDU-Familienmoral verwendet, kommt es bei Befürwortern von Verschärfung bzw. Gegnern von Milderung der Bestimmungen mit grösstem Nachdruck am Ende auf das Kleingedruckte und die höchsten Gerichtsentscheide an, siehe Trumps Amerika. Bedenkt man, dass jeder Einzelfall - in der Schweiz etwa durch Gratisanwälte und Dolmetscher - rechtlich bis zum Bundesgericht durchgezogen werden kann, sieht man, wie schwierig es hier wird, vernünftig zu legiferieren und noch schwieriger, ein vernünftiges Gesetz durchzusetzen. Natürlich hängt vieles wesentlich vom geistig-politischen Klima ab, und der gegenwärtige Kulturkampf, auch der im Fernsehen, ist ein Kampf um dieses schwerlich zu verändernde Klima. Der Begriff "Klimakatastrophe" ist in diesem Sinn wohl analog und metaphorisch verstanden ein bedenkenswerter Ausdruck für das was geschieht oder wenigstens droht.

Es muss bei meinem obigen Beitrag als Antwort an Sie heissen: "Realisierung" und "einigermassen".  

 

kryptkon
24. November 2017 11:18

Ich glaube Björn Höcke hat weniger Probleme mit der Mahnmalkopie, als der Zentralrat der Juden. Es ist doch nur eine witzige Replik auf eine Rede. Doch geht der Witz eben auf Kosten der ermordeten Juden und nicht Höckes. Der Witz geht auch auf Kosten einer winzigen Anzahl einer Landbevölkerung, die hier einfach mitveralbert wird. Dem Thema angemessen könnten sich die Witzarbeiter bei Freuds "Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten" über ihre eigene Technik des Unbewussten zur Einsparung von Konflikten orientieren. Letztendlich ist es eine Auslöschung der ursprünglichen Bestimmung des eigentlichen Denkmals. Da ist den Witzelnden ein grober Fehler unterlaufen.

 

Maiordomus
24. November 2017 11:49

@Grambauer. Mein Beitrags mit Nietzsches Kritik am Moralismus, welche gewiss auf einen heutigen Hypermoralismus unheimlich zutrifft, wovor schon ein Arnold Gehlen ("Moral und Hypermoral") gewarnt hat sowie Max Scheler, über den seinerzeit Karol Woytyla habilitierte, befindet sich hier in dieser Spalte oben, wurde gestern kurz nach 18 Uhr eingestellt. Überflüssig zu sagen, dass wir dem Problem des Hypermoralismus nicht mit Immoralismus und auch nicht mit moralischer Gleichgültigkeit bekommen können. Hier sehe ich durchaus noch eine Aufgabe des "theologischen Flügels" in diesem Gesprächskreis, so falsch es wäre, Herrn Wawerka als "Kirchenmann" zu apostrophieren, wie es offenbar von der Gegenseite her geschehen ist.  

Valjean72
24. November 2017 12:08

@krypton: "Es ist doch nur eine witzige Replik auf eine Rede."

---

Ja, ein richtiger Schenkelklopfer - was haben wir gelacht! Und Höckes Kinder erst, denen sind bestimmt die Tränen vor Lachen gekommen ...

Heinrich Brück
24. November 2017 13:00

Zum Witzigsein eine Anmerkung. Das Nachahmungsmodell in Thüringen läßt in der Umsetzung eine Intelligenzabnahme sichtbar werden, weil die kleinere Variante ohne Lächerlichkeit nicht auszukommen vermag. Dahinter verbirgt sich gnadenlose Feindschaft. Ein Gefühl von Slapstick in Höckes Nachbarschaft, dahinter die pure Vernichtung im Großen der Bestrafungsabsicht. Auf Linie fügsam in den Untergang. Das Miniaturmodell als Zwischenstufe der Folter deutscher Seele, geradezu stümperhaft in der Ausführung, und gerade deshalb der manipulativen Ernsthaftigkeit beraubt. Die Machenschaften der Massenpsychologie und des Okkulten in kleinerer Dimension. Für Höcke und seine Familie ist die Sache nicht witzig, klar, als Maßnahme entlarvenden Umgangs mit der schädlichen Kontinuität, dennoch mehr als ein Indiz. Aus dieser Perspektive des Zentrums wird das Dritte Reich nicht widerlegt. Wenn das deutsche Volk zum Teufel gehen soll, durch westliche Wertegemeinschaft und Einwanderung, ist die Demokratie nur der Zug, auf den aufgestiegen wird, bis zum Ziel. Ist dieses Ziel ohne das größte Verbrechen nicht zu erreichen, darf über präventive Notwehr nachgedacht werden. Der Selbstschutz einer Nation ist kein Verbrechen, auch wenn die Führung politisch als gescheitert betrachtet werden muß, sollte dieser nicht gelingen. Aus der Nachgeborenenperspektive ist die moralistische Heuchelei immer leichter, besonders in dieser Hinsicht. Sich historisch dermaßen reinlegen zu lassen, wie dieses Zentrum für politische Zersetzung, dürfte die Historie in Schadenfreude messen. Die moralischen Ansprüche, die als Maßstab die Vergangenheit verdammen, werden in der Gegenwart nicht erfüllt. Der Selbstschutz einer Hypermoral, die noch in puncto Umvolkung funktioniert, ansonsten in gottloser Daseinsstarre geschichtslos werden möchte. Wer keine Kinder in die Welt setzen möchte, weil es einen Hitler gab, derjenige widerlegt doch nicht Hitler. Auch der Witz zeigt eine Dimension der Gehirnwäsche...

 

Monika L.
24. November 2017 13:09

Äußerst komisch das Ganze.

1. In dem von Lotta Vorbeck verlinkten Foto sehen Ruch und seine  Partnerin mit ihren russgeschwärzten Gesichtern und dem dumpfen  Blick aus wie die entlarvten Buben Max und Moritz  ( Die Bosheit war ihr Hauptpläsir)

2. Noch komischer ist die Tatsache, das Moritz Ruch vermutlich ein verkappter Rechter ist. Markus Ströhlein von der "Jungleworld" hat ihm wochenlang heimlich aufgelauert:

https://jungle.world/artikel/2016/02/jammerlappen-aus-hackepeter

"Dieser Chefunterhändler der politischen Schönheit" weiß, daß " Die Seele eines vermeintlich psychisch kranken Menschen durch die Winzigkeit eines Satzes wieder ins Lot gebracht werden kann" , ja, " das richtige Wort, gesprochen in einem Moment tiefster Erschöpfung, richtet ganze Völker wieder auf" .

So steht es in der Bibel des Chefunterhändlers Moritz Ruch

Wenn nicht wir, wer dann ? 

Da kann Ihnen geholfen werden, Herr Ruch . In der Bibel steht " Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund" (Mt 8,5-13). Ihre Seele kann durchaus gesunden. Auch die Volksseele kann gesunden, aber nicht durch das " Opfer Björn Höcke" , das Sie da erbringen wollen. Welche Vermessenheit ! Teuflisch ! 

in finis Germania liest man:

" Das Drama bleibt von alttestamentlicher Härte. Adam Hitler wird durch keinen Jesus aufgehoben; man würde einen solchen Jesus wohl auch schleunigst kreuzigen. Die Schuld bleibt daher total, wird von keiner Gnade kompensiert." S. 71

Trotzdem glaube ich, dass die Schönheit die Welt retten wird ( Dostojewskij), gewiss aber nicht die politische Schönheit. 

Stil-Blüte
24. November 2017 16:46

Nach der vorgesehenen zwei- bis dreijährigen Stationierung der Miniaturkopie des Holocaust-Denkmals  vor dem 'Ab-Ort' (Frage: Gilt bei diesen Papp-Beton-Quadern kein copy-right des Originals, könnte sozusagen Einjeder beliebig viele  Gipsabdrücke her-, und falls vom Vermieter genehmigt, aufstellen?) - eine Wander-Ausstellung? Oder als Museumsstück ins neueröffnete Humboldt-Schloss?

Hat die Inflation des Holocaust-Denkmal-Unikats begonnen? Da könnte der Künstler noch richtig berühmt werden und mächtig Geld verdienen: In jedem Park, auf jedem Parkplatz, auf jedem Bücherbord Miniatur-Stelen und, statt Diesel-Fahrzeugen, neuer Exportartikel. 

Stefanie
24. November 2017 17:40

Ich bin wahrscheinlich eine ganz große Kunstbanausin, aber meine erste Assoziation zu diesem "Kunstwerk" war: Merkellego. Wenn ein paar aus Beton gegossene Quader die immerwährende Schmach des  deutschen Tätervolkes symbolisieren, gleich ob in Berlin oder Bornhagen, dann liegen inzwischen in ganz Deutschland reichlich Manifestationen des Holocaustmahnmals herum. 

Eine weitere Parallele kam mir in den Sinn: bei uns in fer Nähe steht ein ebenfalls aus Beton gegossener Zylinder  in der freien Landschaft: das Fundament einer Windkraftanlage war etwas zu Nahe neben einer Überlandleitung errichtet wurden, ehe der zweite Versuch schließlich gelang. Der Nachbar des betroffenen Landwirts witzelte manchmal, man könne ja ein Hofcafe "Zum Windrad" darauf errichten. Ich nenne es im Stillen den Sockel für ein Denkmal der erneuerbaren Energien. Die verantwortliche Baufirma ging kurz nach der Errichtung pleite und eine der nachfolgenden Betreiberfirmen wies den betroffenen Landwird darauf hin, daß ein Fonds für den Rückbau der Anlagen bestehe, der aber erst dann Geld ausschüttet, wenn der Pachtvertrag ausläuft, also nach 30 Jahren. Ich bezweifle das dieses politische Baustoffzentrum einen entsprechenden Fonds angelegt hat, jedoch brüstet man sich gerade damit 90000 Euro Spendengeld eingenommen zu haben,  was für den Rückbau der Betonklötze allemal reichen sollte (vielleicht kann man die Dinger ja auch irgeneinem Volksfestveranstalter verkaufen, ist ja gerade wieder Weinachtsmarktsaison). Vermutlich wird sich aber wohl nach einigen Instanzen Herrn Höckes Nachbar damit herumärgern dürfen. 

Die permanente Beobachtung von geliebten Hassobjekten nennt sich neudeutsch Stalking und Leute, die das machen, haben meistens psychische Probleme und das nicht zu knapp. Man kann sicher seine eigene Verrücktheit und diverse Straftaten (Mauertotengedenkkreuze abmontieren, Leichen exhumieren, durch halb Europa karren und vorm Kanzleramt einbuddeln, Eventkunst planen, bei der man Tigern Flüchtlinge vorwerfen will) als Ausübung der Kunstfreiheit ausgeben, begibt sich damit aber auf eine Eskalationsschiene, muss damit alles bisherige immer wieder toppen. Die Androhung von Nazimethoden wirkt vor diesem Hintergrund natürlich nochmal bedrohlicher, insbesondere weil schwer zu sagen ist,  wie weit sein Rückhalt in Kreise reicht, die ihn vielleicht nicht nur finanziell unterstützen. 

Tom Prox
24. November 2017 18:21

Anstelle von Höcke würde ich ein paar immergrüne Bäume/Stäucher entsprechender Höhe in die Sichtachse  pflanzen lassen und das Thema Betonklötze und ausspionieren durch linke Halunken hätte sich erledigt . Dann können diese ideologisierten Halbaffen ihre grauen Klötze tagtäglich selbst anglotzen - Aus den Augen , aus dem Sinn.

2,3 Videokameras mit Doku zur Kontrolle vor linken Spionageaktionen wären auch kein Schaden .

 

 

Stefanie
24. November 2017 18:26

Gerade hat das Assoziationskarusell nochmals Fahrt aufgenommen. Manch einer stellt sich ja eine kleine Kopie eines Wahrzeichens in den eigenen Garten: ein kleines Neuschwanstein, vielleicht einen Eiffelturm oder eine Freiheitsstatue.  Es gibt ganze "Miniwelten" (z.B. das "Kleine Vogtland " in Adorf). Dazu kommt dann vielleicht noch eine Gartenbahn, die die Gäste herumfährt... Also nur zu: warum nicht noch ein paar Baracken bauen und Güterzüge zwischen Stelen und Schornsteinen herumfahren lassen - zwar graust es einem bei dem Gedanken und die offiziellen Gedenkorte werden ob der Konkurrenz sicher zu keifen beginnen - aber he: es ist ja schließlich Kunst. Oder anders ausgedrückt : es wundert mich, dass von jüdischer Seite (Lea Rosh rechne ich da mal jetzt nicht dazu) noch nichts dazu gesagt wurde. Der Witz ging ja offensichtlich nicht nur auf Herrn Höckes kosten.

S.J.
24. November 2017 18:58

@Stefanie

Was Sie in Ihrem letzten Absatz ausführen, ist bedenkenswert. Man liest von der obsessiven Beobachtung eines Mannes, seiner Frau und seiner Kinder über Monate hinweg mit Kameras und Ferngläsern (klassische Accessoires eines Voyeurs), vom Ausspähen von Mülltonnen und dem stolzen Verkünden, man wisse "alles" (!). Ob es sich dabei um Kunst oder um einen klinischen Fall handelt, müsste ein Psychiater klären. Interessant ist es allemal. 

 

Der_Jürgen
25. November 2017 20:17

Lea Rosh hat die Aktion der "Antifaschisten" gegen Hoecke also als "herrliche Bestrafung" fuer diesen wegen seiner Dresdener Rede bezeichnet. Wie ein Kommentator hier treffend festhielt, bedeutet dies im Klartext, dass die Errichtung des monstroesen Schrotthaufens in Berlin als kollektive Bestrafung fuer das deutsche Volk gedacht war. Dies erkannte der unvergessene Hans Dietrich Sander in den neunziger Jahren, als die Plaene fuer die Verschandelung Berlins Gestalt annahmen: Er bezeichnete das "Mahnmal" in seinen "Staatsbriefen" als "Gesslerplatte".

Ja, der Zweck des Schrotthaufens besteht nicht darin, bei irgendjemandem Mitleid fuer verfolgte Juden zu erwecken, sondern darin, die Deutschen tagtaeglich zu demuetigen.

In diesem Zusammenhalt fiel mir ein geniales Kurzgedicht des Nicaraguaners Ernesto Cardenal ein ("Somoza desveliza la estatua de Somoza en el estadio Somoza", "Somoza enthuellt die Somoza-Statue im Somoza-Stadion"):

"Nicht weil ich glaubte, das Volk errichte mir diese Statue / Schliesslich weiss ich besser als ihr, wer den Befehl dazu gab. / Auch nicht, weil ich mir einbildete, durch sie die Nachwelt einzugehen / Schliesslich weiss ich ja, dass das Volk sie eines Tages zerstoeren wird / Auch nicht, weil es mir gefiele, mir im Leben die Statue zu errichten / Die ihr mir nach meinem Tode nicht errichten werdet / Ich habe mir diese Statue errichtet / Weil ich weiss, dass ihr sie hasst."

Dem Schrotthaufen in Berlin wird dasselbe Schicksal beschieden sein wie der "Somoza-Statue" in Cardenals Gedicht.

 

 

Der Feinsinnige
25. November 2017 20:31

 

@Stefanie

 

„Der Witz ging ja offensichtlich nicht nur auf Herrn Höckes Kosten.“

 

Das ist eine frappierend naheliegende Deutung, die Sie erkannt und formuliert haben. Ich bin überzeugt, daß dies über kurz oder lang auch in der veröffentlichten Diskussion ankommen wird. Die Protagonisten des ZPS sind so gewissenlos, daß sie ansonsten (nicht nur, aber oft besonders laut) von Linken und anderen Etablierten hochgehaltene Grundsätze des anständigen Umgangs mit politischen Gegnern, aber auch mit heiklen Themen wie der deutschen Geschichte zwischen 1933 und 1945, völlig bedenkenlos gebrochen und mißachtet haben. Erste „Erfolge“: Der Präsident des thüringischen Landtags fordert von den Abgeordneten „mehr Solidarität“ mit Björn Höcke und fordert den Innenminister auf, seine Sicherheitsbehörden ermitteln zu lassen (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/denkmal-der-schande-vor-hoeckes-haus-vermieter-kuendigt-zps-15306228.html) – bis vor kurzem ein undenkbarer Vorgang. Offenbar könnten von den Protagonisten des ZPS verschiedene Straftatbestände verwirklicht sein. Es handelt sich bei der Aktion jedenfalls um einen geradezu klassischen Fall, bei dem ein Schuß nach hinten losgegangen ist.

Björn Höcke und seiner Familie kann man nur Kraft und gute Nerven wünschen und daß der unappetitliche, widerwärtige Spuk möglichst bald beendet wird, am besten durch die zuständigen Behörden.

 

 

 

Robert
26. November 2017 13:01

Die heutige Zeit muß genau mit dieser Lichtmesz’schen Deutlichkeit und Klarheit ausgeleuchtet werden.

Diese Figuren à la  Ruch verstehen das System, was es jedenfalls implizit provozieren will, -  nämlich die Hatz auf die von ihm markierten Führer des aufmüpfigen Volkes –, offensichtlich ganz genau. Ihre Herrscher-Macht-Wahrnehmungs-Sensorik funktioniert bestens. Ihre Büttel-Bereitschaft hat wieder einen nächsthöheren Grad erreicht. Sie lesen den Herrschenden  ihre Wünsche geradezu von den Augen ab.
Hier hätte auch ein Heinrich Kramer, der Dominikanermönch und Autor des massenmörderischen Hexenhammers  (Malleus maleficarum, 1486) einen kleinen, aber um nichts weniger wahnhaft-besessenen Wiedergänger gefunden.

Man könnte sagen: Erst wenn diese Meute diesen „zivilgesellschaftlichen Auftrag“ völlig internalisiert hat, mithilft ihn gewissermaßen zum zivilisatorischen Standard zu etablieren, glaubt die bereits irrlichternde  politische Pseudomacht sich beruhigt zurücklehnen zu können – die von ihr in das Volk induzierte psychotische Raserei wäre zum Selbstläufer geworden und dessen Schicksal endgültig besiegelt.

Was dieser Ver-Ruchte hier tut, ist nichts anderes, als Aufstachelung zum Rassenhass, zunächst erscheinend als „Ethnohass“. Das geht immer durch, nein ist sogar geradezu geboten, wenn es die eigene Rasse, den eigenen Ethnos betrifft.
In solchen Leuten (und davon gibt es genug) offenbart sich nur, was mit „Vergangenheitsbewältigung“ im eigentlichen Sinne immer gemeint war: Die „Erlösung“ von dem, dem deutschen Volk zugeordneten geradezu „genetisch fixierten“ Makel des Mörderischen durch ethno-kulturelle Selbstauflösung.

Valjean72
26. November 2017 18:05

@Der_Jürgen: „... , bedeutet dies im Klartext, dass die Errichtung des monstroesen Schrotthaufens in Berlin als kollektive Bestrafung fuer das deutsche Volk gedacht war.“

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Die Zielrichtung dieser, einem fanatischem Wahn entsprungenen, Einschüchterungs- und Zersetzungsaktion tritt messerscharf aus folgendem Zitat eines Hauptakeurs hervor:

„Wenn er vor dem Denkmal auf die Knie fällt und für die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg um Vergebung bittet, wollen wir der Ernsthaftigkeit seiner Läuterung glauben. Dann lösen wir den Zivilgesellschaftlichen Verfassungsschutz vorerst wieder auf ...“

Es geht einerseits um nichts weniger als um die Brechung kritischer Köpfe und andererseits darum ein Exempel zu statuieren, auf dass die Schäfchen gar nicht erst auf die Idee kommen, solch kritischen Köpfen gedanklich zu folgen.

Auch die "Heilige" Inquisition gab sich mitunter gönnerhaft, und belohnte den einlenkenden Häretiker, falls er denn von seinem Irrglauben abschwöre und das ihm gereichte Kruzifix küsse, mit einem gnädigen Tod.

Und mE ist es das gleiche Prinzip. Hier und heute öffentlich auf die Knie zu fallen und Abbitte zu leisten oder damals das Kruzifix zu küssen.

Wer kann hier noch beiläufig die These beiseite wischen, dass es bei diesem ritualiserten Schuldgedenken um einen Kult, um eine Art Ersatzreligion handelt?

Jürg_Jenatsch
26. November 2017 18:21

Wenn die DDR 10,15 Jahre länger existiert hätte, so kann man man mit fast 100%iger Sicherheit annehmen, daß P. Ruch seine Verpflichtungserklärung unterschrieben hätte. Ein geborener D. Heßling mit dem Hang zum Denunziatentum findet immer eine Gelegenheit widerspenstige, ihm zumeist geistig überlegene Mitmenschen herabzuwürdigen. Leider verhindert eine Stasiskarriere mittlerweile nicht einmal die politische Rehabilitierung und Wiedereinsetzung in eine ähnliche Funktion. Das läßt tief blicken angesichts der zunehmenden Verkommenheit der BRD und seines Regimes.

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