Sonntagsheld (59) – Der Freiheit eine Gasse!

So geht (angel-)sächsisch

 Gastbeitrag

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Das ist mal was Neu­es: In der Regel fin­det die Lor­beer­be­krän­zung unse­rer Sonn­tags­hel­den nach ihrer Hel­den­tat und nicht sel­ten gar post­hum statt. Heu­te ver­hält es sich etwas anders. Zur Stun­de, also genau jetzt am Sonn­tag­nach­mit­tag ste­hen meh­re­re tau­send Men­schen in Lon­don an der Speaker’s Cor­ner und demons­trie­ren für die Mei­nungs­frei­heit. Unter dem Titel “Day for Free­dom” hat­ten zuvor ver­schie­dens­te Akteu­re der poli­ti­schen Rech­ten, dar­un­ter Sonn­tags­held-Vete­ra­nen wie Tom­my Robin­son und Lau­ren Sou­thern in einem Video zur Betei­li­gung auf­ge­ru­fen. Die Kund­ge­bung ist eine direk­te Reak­ti­on auf die mehr­fa­chen Ein­rei­se­ver­bo­te für rech­te Akti­vis­ten, über die Mar­tin Sell­ner hier und hier einen zwei­tei­li­gen Bericht ver­fasst hat und die Löschung des Twit­ter­ac­counts von Tom­my Robinson.

Inter­es­san­tes Detail am Ran­de: Nicht nur die ein­schlä­gi­ge Soros-NGO “Hope Not Hate” ist vor Ort um Stim­mung gegen die Ver­an­stal­tung zu machen, nach­dem vor kur­zem die Kon­fe­renz der Genera­ti­on Iden­ti­ty von mili­tan­ten Anti­fas ange­grif­fen wur­de, hat sich anschei­nend auch eine nicht uner­heb­li­che Men­ge erleb­nis­ori­en­tier­ter Fuß­ball­be­geis­ter­ter mit einem Trans­pa­rent zur Demons­tra­ti­on gesellt, um – wie schon beim erwähn­ten Tref­fen der bri­ti­schen Iden­ti­tä­ren – mit in die Bre­sche zu sprin­gen, wenn Not am Mann ist.

Zu spä­te­rer Stun­de folgt an die­ser Stel­le ein aus­führ­li­che­rer Bericht, einst­wei­len ver­wei­se ich auf den Live­stream, der um Punkt 16 Uhr startet.

Abend­li­ches Update:

Die Groß­de­mons­tra­ti­on ist fried­lich zu Ende gegan­gen, genaue Teil­neh­mer­zah­len gibt es bis jetzt nicht, es macht jedoch das Gerücht von meh­re­ren tau­send Demons­tran­ten die Run­de. Die meis­ten ange­kün­dig­ten Red­ner spra­chen vor Ort, Lau­ren Sou­thern wur­de per Video zuge­schal­tet, da sie nach wie vor als per­so­na non gra­ta ein­ge­stuft und somit nicht ins Land gelas­sen wird.

Am Ende des Tages blei­ben zwei Ein­drü­cke übrig: Die macht­vol­le Demons­tra­ti­on einer sich wider­stän­dig for­mie­ren­den bri­ti­schen Zivil­ge­sell­schaft, die von einer Soli­da­ri­tät bis weit ins rech­te Lager getra­gen wird und so bes­te Vor­aus­set­zun­gen für die Arbeit des noch jun­gen IB-Able­gers bie­tet und die ver­wun­der­te Erkennt­nis, dass die­ser bun­te Hau­fen, bestehend aus Hoo­li­gans, Vete­ra­nen, den Chefs von UKIP und Breit­bart UK bereit ist, sich meh­re­re Stun­den lang im Namen der Mei­nungs­frei­heit Rede­bei­trä­ge anzu­hö­ren, die bis zur kör­per­li­chen Schmerz­gren­ze der Fremd­scham und zum Teil dar­über hin­aus führ­ten. Sowas klappt wohl nur in England.

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Kommentare (2)

Alveradis

7. Mai 2018 15:08

"...mehrere Stunden lang im Namen der Meinungsfreiheit Redebeiträge anzuhören, die bis zur körperlichen Schmerzgrenze der Fremdscham und zum Teil darüber hinaus führten. Sowas klappt wohl nur in England. "

Och, ich denke bei PEGIDA ist das auch häufig so.

Andreas Walter

7. Mai 2018 21:53

Es gibt da ein Bild von Carl von Ossietzky, an das ich in den letzten Stunden mehrfach gedacht habe. Jenes Foto aus Esterwegen, auf dem er zwar in der Haltung aufrecht aber mit gesenktem Blick an einer Mauer vor einem Hünen von Gefängnisaufseher steht. Mir ist klar, dass dieses Bild ebenso auch in einem GULag in der Sowjetunion entstanden sein könnte, oder auch in jeder anderen Diktatur rund um den Globus, doch genau das ist es, worauf auch wir ausgerechnet im Namen der Humanität gerade zusteuern.

Diese Woche wurde eine 89 jährige Oma
[EK: ...die allerdings meines Wissens weder Oma noch überhaupt Mutter ist]
abgeholt und für 2 Jahre ins Gefängnis gesteckt. Weil sie etwas anderes glaubt, als es anscheinend erlaubt ist, sie aber auf dem Recht besteht, das weiter tun zu dürfen und auch frei darüber zu schreiben und zu reden. Nein, es geht nicht um die Millionen jämmerlich verhungerten Menschen jeden Alters, welche die Gründer der Sowjetunion in den Hungertot getrieben haben. Auch nicht um die Millionen Hungertoten, welche durch ähnliche Aktionen auch durch menschenverachtende Marxisten in China verursacht wurden. Die Verbrechen der Marxisten darf man nämlich glauben oder auch nicht glauben, man kann sie sogar gutheissen, ohne dass man dafür jemals ins Gefängnis käme. Die Marxisten haben in den letzten Tagen sogar den 200. Geburtstag des Gründers dieser menschenverachtenden Ideologie gefeiert, ohne dass dies unter Androhung etwa von Gefängnis verboten wäre. Die Vorsitzende der SPD, eine der in Deutschland derzeit regierenden Parteien sagte dazu sogar:

""Wir können jetzt endlich mal etwas vorurteilsfreier auf Marx schauen", sagte sie dem SWR."

An anderer Stelle sagte sie:

„Ich denke deswegen, an dieser Stelle ist Marx aktuell. Wir brauchen einen solidarischen globalen Ordnungsrahmen.“

Ein anderer bekennender Marxist und ehemaliger Vorsitzende einer anderen marxistischen Partei in Deutschland "hat sich dafür ausgesprochen, Karl Marx vom «Missbrauch» durch die Sowjetunion und die DDR zu befreien. «Wir hier in Deutschland haben immer noch ein unnatürliches Verhältnis zu Karl Marx»".

Zu Karl Marx? Globaler Ordnungsrahmen?

Und weiter:

"«Er [Karl Marx] ist zweifellos ein großer Geist der Menschheitsgeschichte. Für seinen Missbrauch in der Sowjetunion, der DDR und in anderen Ländern ist er nicht verantwortlich.»"

War Christus nicht ebenso ein grosser Geist? Wo bleibe ich, als Christ, im globalen, marxistischen Ordnungsrahmen? Oder was habe ich dann mit denen zu tun, die Deutschland in der Vergangenheit missbraucht haben? Oder was habe ich auch jetzt mit denen zu tun, die Deutschland auch heute noch Missbrauchen? Oder in meinen Augen 89-jährige Omas?

Jesus hätte wahrscheinlich gesagt: "Wer frei von Schuld ist verurteile und werfe diese Oma 2 Jahre in den Kerker dafür, dass sie nicht das glaubt was ihr glaubt, was sie glauben soll."

Wer hat diese Oma also angeklagt und verurteilt? Die Marxisten? Die Millionen Menschen auf dem Gewissen haben? Denn Pontius Pilatus kann es ja nicht gewesen sein.

Darum bete ich zu Gott das es immer Länder und Alternativen geben wird, in denen Marxisten nichts oder nur wenig zu melden haben. Darum habe ich ebenso auch etwas gegen jede Form von Imperialisten und Globalisten oder sonst was für Arten des Absolutismus. Die Neuen "Sozialen" Medien zum Beispiel mit ihrem Monopolismus. Auch Marx ist jemand, der einen absolutistischen Anspruch mit seiner Lehre erhebt, ebenso wie auch Mohammed.

Alles Menschen darum, mit denen ich nicht zusammen sein und verwechselt werden möchte. Meine Heldin der Woche habe ich daher bereits gewählt, auch gegen den Willen und das Verständnis der selbstgerechten Mehrheit der Welt.

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