Sezession
6. Mai 2018

Sonntagsheld (59) – Der Freiheit eine Gasse!

Till-Lucas Wessels / 2 Kommentare

So geht (angel-)sächsisch

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Das ist mal was Neues: In der Regel findet die Lorbeerbekränzung unserer Sonntagshelden nach ihrer Heldentat und nicht selten gar posthum statt. Heute verhält es sich etwas anders. Zur Stunde, also genau jetzt am Sonntagnachmittag stehen mehrere tausend Menschen in London an der Speaker's Corner und demonstrieren für die Meinungsfreiheit. Unter dem Titel "Day for Freedom" hatten zuvor verschiedenste Akteure der politischen Rechten, darunter Sonntagsheld-Veteranen wie Tommy Robinson und Lauren Southern in einem Video zur Beteiligung aufgerufen. Die Kundgebung ist eine direkte Reaktion auf die mehrfachen Einreiseverbote für rechte Aktivisten, über die Martin Sellner hier und hier einen zweiteiligen Bericht verfasst hat und die Löschung des Twitteraccounts von Tommy Robinson.

Interessantes Detail am Rande: Nicht nur die einschlägige Soros-NGO "Hope Not Hate" ist vor Ort um Stimmung gegen die Veranstaltung zu machen, nachdem vor kurzem die Konferenz der Generation Identity von militanten Antifas angegriffen wurde, hat sich anscheinend auch eine nicht unerhebliche Menge erlebnisorientierter Fußballbegeisterter mit einem Transparent zur Demonstration gesellt, um – wie schon beim erwähnten Treffen der britischen Identitären – mit in die Bresche zu springen, wenn Not am Mann ist.

Zu späterer Stunde folgt an dieser Stelle ein ausführlicherer Bericht, einstweilen verweise ich auf den Livestream, der um Punkt 16 Uhr startet.

Abendliches Update:

Die Großdemonstration ist friedlich zu Ende gegangen, genaue Teilnehmerzahlen gibt es bis jetzt nicht, es macht jedoch das Gerücht von mehreren tausend Demonstranten die Runde. Die meisten angekündigten Redner sprachen vor Ort, Lauren Southern wurde per Video zugeschaltet, da sie nach wie vor als persona non grata eingestuft und somit nicht ins Land gelassen wird.

Am Ende des Tages bleiben zwei Eindrücke übrig: Die machtvolle Demonstration einer sich widerständig formierenden britischen Zivilgesellschaft, die von einer Solidarität bis weit ins rechte Lager getragen wird und so beste Voraussetzungen für die Arbeit des noch jungen IB-Ablegers bietet und die verwunderte Erkenntnis, dass dieser bunte Haufen, bestehend aus Hooligans, Veteranen, den Chefs von UKIP und Breitbart UK bereit ist, sich mehrere Stunden lang im Namen der Meinungsfreiheit Redebeiträge anzuhören, die bis zur körperlichen Schmerzgrenze der Fremdscham und zum Teil darüber hinaus führten. Sowas klappt wohl nur in England.


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

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Kommentare (2)

Alveradis
7. Mai 2018 15:08

"...mehrere Stunden lang im Namen der Meinungsfreiheit Redebeiträge anzuhören, die bis zur körperlichen Schmerzgrenze der Fremdscham und zum Teil darüber hinaus führten. Sowas klappt wohl nur in England. "

Och, ich denke bei PEGIDA ist das auch häufig so.

Andreas Walter
7. Mai 2018 21:53

Es gibt da ein Bild von Carl von Ossietzky, an das ich in den letzten Stunden mehrfach gedacht habe. Jenes Foto aus Esterwegen, auf dem er zwar in der Haltung aufrecht aber mit gesenktem Blick an einer Mauer vor einem Hünen von Gefängnisaufseher steht. Mir ist klar, dass dieses Bild ebenso auch in einem GULag in der Sowjetunion entstanden sein könnte, oder auch in jeder anderen Diktatur rund um den Globus, doch genau das ist es, worauf auch wir ausgerechnet im Namen der Humanität gerade zusteuern.

Diese Woche wurde eine 89 jährige Oma
[EK: ...die allerdings meines Wissens weder Oma noch überhaupt Mutter ist]
abgeholt und für 2 Jahre ins Gefängnis gesteckt. Weil sie etwas anderes glaubt, als es anscheinend erlaubt ist, sie aber auf dem Recht besteht, das weiter tun zu dürfen und auch frei darüber zu schreiben und zu reden. Nein, es geht nicht um die Millionen jämmerlich verhungerten Menschen jeden Alters, welche die Gründer der Sowjetunion in den Hungertot getrieben haben. Auch nicht um die Millionen Hungertoten, welche durch ähnliche Aktionen auch durch menschenverachtende Marxisten in China verursacht wurden. Die Verbrechen der Marxisten darf man nämlich glauben oder auch nicht glauben, man kann sie sogar gutheissen, ohne dass man dafür jemals ins Gefängnis käme. Die Marxisten haben in den letzten Tagen sogar den 200. Geburtstag des Gründers dieser menschenverachtenden Ideologie gefeiert, ohne dass dies unter Androhung etwa von Gefängnis verboten wäre. Die Vorsitzende der SPD, eine der in Deutschland derzeit regierenden Parteien sagte dazu sogar:

""Wir können jetzt endlich mal etwas vorurteilsfreier auf Marx schauen", sagte sie dem SWR."

An anderer Stelle sagte sie:

„Ich denke deswegen, an dieser Stelle ist Marx aktuell. Wir brauchen einen solidarischen globalen Ordnungsrahmen.“

Ein anderer bekennender Marxist und ehemaliger Vorsitzende einer anderen marxistischen Partei in Deutschland "hat sich dafür ausgesprochen, Karl Marx vom «Missbrauch» durch die Sowjetunion und die DDR zu befreien. «Wir hier in Deutschland haben immer noch ein unnatürliches Verhältnis zu Karl Marx»".

Zu Karl Marx? Globaler Ordnungsrahmen?

Und weiter:

"«Er [Karl Marx] ist zweifellos ein großer Geist der Menschheitsgeschichte. Für seinen Missbrauch in der Sowjetunion, der DDR und in anderen Ländern ist er nicht verantwortlich.»"

War Christus nicht ebenso ein grosser Geist? Wo bleibe ich, als Christ, im globalen, marxistischen Ordnungsrahmen? Oder was habe ich dann mit denen zu tun, die Deutschland in der Vergangenheit missbraucht haben? Oder was habe ich auch jetzt mit denen zu tun, die Deutschland auch heute noch Missbrauchen? Oder in meinen Augen 89-jährige Omas?

Jesus hätte wahrscheinlich gesagt: "Wer frei von Schuld ist verurteile und werfe diese Oma 2 Jahre in den Kerker dafür, dass sie nicht das glaubt was ihr glaubt, was sie glauben soll."

Wer hat diese Oma also angeklagt und verurteilt? Die Marxisten? Die Millionen Menschen auf dem Gewissen haben? Denn Pontius Pilatus kann es ja nicht gewesen sein.

Darum bete ich zu Gott das es immer Länder und Alternativen geben wird, in denen Marxisten nichts oder nur wenig zu melden haben. Darum habe ich ebenso auch etwas gegen jede Form von Imperialisten und Globalisten oder sonst was für Arten des Absolutismus. Die Neuen "Sozialen" Medien zum Beispiel mit ihrem Monopolismus. Auch Marx ist jemand, der einen absolutistischen Anspruch mit seiner Lehre erhebt, ebenso wie auch Mohammed.

Alles Menschen darum, mit denen ich nicht zusammen sein und verwechselt werden möchte. Meine Heldin der Woche habe ich daher bereits gewählt, auch gegen den Willen und das Verständnis der selbstgerechten Mehrheit der Welt.

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