12. September 2019

Das Zauberwort „Rassismus“

Martin Lichtmesz / 101 Kommentare

Ein Begriff, dessen Gebrauch immer fadenscheiniger wird, ist der des "Rassismus".

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Im öffentlichen Gotcha-Diskurs dient er vorrangig als Patrone, die mit schwarzer Verleumdungstinte gefüllt ist und jegliches rationale Argument überflüssig macht: Anschwärzen genügt, um den Gegner außer Gefecht zu setzen.

Da er die säkulare Todsünde schlechthin bezeichnet, eignet sich der "Rassismus"-Begriff vortrefflich als Bann-, Tabu-, Zauber- und Stigmatisierungswort. Er impliziert einen ethischen Defekt, eine Wahrnehmungsstörung, eine böse Absicht, soll denjenigen, dem er aufgepappt wird, diskreditieren, unglaubwürdig, anrüchig machen. Um seine Abschreckungs- und Einschüchterungswirkung zu steigern und zu erweitern, ist es notwendig, seine Definition vage und elastisch zu halten.

Den meisten, die den Begriff "Rassismus" als Waffe benutzen, fehlt es vermutlich an Reflexionsfähigkeit, hinter diese Begriffshülse zu blicken. Er ist Religion, Ideologie, Moralausweis, und muß darum nicht in sich konsistent sein. Auf das klare, analytische Denken wirkt er jedenfalls wie Kryptonit oder eine Art Immunschwächevirus.

Johannes Schneider, Redakteur von Zeit Online, hat "Kreatives Schreiben" und Kulturjournalismus studiert und gehört vermutlich zur letzteren Kategorie. Er hat den differenzierten Umgang mit der AfD und ihren Wählern satt, was ihm zunächst ein paar theoretische Probleme bereitet:

Am Anfang allen Nachdenkens über die Dinge steht die Differenzierung – von Mensch und Umwelt, Geist und Seele, SPD und CDU. Ohne Differenz gibt es nur Identität. Gott behüte!

Da ist das Nachdenken schon im ersten Satz gründlich schiefgelaufen. Ohne Differenz gibt es keine Identität. Ohne Identität gibt es keine Differenz. Identität an sich gibt es nicht; Identität ist immer Identität von etwas, was voraussetzt, daß sich dieses etwas von anderen Dingen unterscheidet.

Das "theoretisch" schätzenswerte "Streben nach semantischer Klarheit" ist, wie man sieht, eine schwierige Sache, aber für eben diese Fälle hat man Schlagwörter wie den "Rassismus"-Begriff erfunden. Schneider hat zu diesem Zweck eine Maximaldefinition parat:

Ein Begriff, vor dessen Nichtgebrauch in diesem Zusammenhang dringend gewarnt werden muss, ist der des Rassismus. Denn auch wenn natürlich nicht alle AfD-Politikerinnen und -Wähler Nazis sind (Fun Fact: Einige sind dafür auch einfach zu extreme Wirtschaftsliberale): Rassismus ist dort, wo systematisch die Gleichheit von Menschen infrage gestellt wird, schon lange gegeben.

Damit ist jegliche semantische Klarheit in einem dicken Begriffskleister versenkt worden. Denn mit der Gleichheit verhält es sich wie mit der Identität und Differenz: Gleichheit als Relationsbegriff setzt Ungleichheit zwingend voraus, Gleichheit kann immer nur die Gleichheit einer bestimmten Ebene sein, die mit anderen Ebenen verglichen wird.

Eine abstrakte "Gleichheit von Menschen" zu postulieren, bedeutet nichts anderes, als auf jegliche Differenzierung zu verzichten. Nach Schneiders eigener Logik gäbe es dann im Hinblick auf "Menschen", seien es Individuen oder Kollektive, "nur Identität", was er eben noch für eine schlimme Idee hielt, vor der ihn Gott behüten möge.

Die praktische Anwendung des Schneider'schen Rassismus-Begriffs führt dann auch zu Drolligkeiten wie dieser:

Wo von Menschen nicht deutscher Herkunft implizit und durchaus auch explizit Dankbarkeit und besondere Zurückhaltung im Auftreten gefordert werden, herrscht Rassismus.

Das ist ein Räsonieren ungefähr auf dem Level von Aras Bacho (der vermutlich ähnliche studierte Kreativschreiber als Ghostwriter hat). Während man dies noch als Infantilismus verbuchen kann, zeigen Schneiders weitere Beispiele eindrucksvoll die Wirkung des mentalen Kryptonits, das offenbar unfähig macht, die Argumente des anderen korrekt wiederzugeben oder auch nur die Problemstellung zu kapieren:

Wo die Mitglieder einer als irgendwie undeutsch konnotierten Glaubensgemeinschaft als Anhänger einer totalitären Ideologie diffamiert werden, liegt Rassismus zugrunde.

"Irgendwie" undeutsch ist der Islam nun beileibe nicht, allerdings ist mir neu, daß das Argument des "Undeutschseins" innerhalb des weiten Feldes der "Islamkritik" irgendeine Rolle spielt.

Wo der andere kulturelle Hintergrund von Menschen nie als Teil einer Lösung beschrieben wird, sondern lediglich als Teil eines Problems, das sich nur durch Assimilation bewältigen lässt, bestimmt Rassismus das Denken.

Das ist ein Musterbeispiel für die besagte Methode: Wer Probleme sieht, die Herr Schneider nicht sieht oder nicht sehen will, und wer seine Lösungen nicht für überzeugend hält, muß wohl einen ethischen Defekt haben, an Wahrnehmungsstörungen leiden oder böse Absichten haben. Da bestimmt offenbar eine seltsame Dogmatik das Denken, wenn nicht schiere Angst: vor Differenzierungen, vor semantischer Klarheit, letztlich vor der Wirklichkeit selbst.

Mit einer ähnlichen Mischung aus Begriffskleister, Angst und Bauchgefühl "liest" Schneider einen Text von Götz Kubitschek (inklusive Triggerwarnung für linksliberale Schneeflocken):

Hier ist der Boden, auf dem die Saat von faschistischen Revolutionären wie Götz Kubitschek aufgehen kann. Apropos faschistischer Revolutionär: Wer starke Nerven hat (und nicht dem Glauben unterliegt, dass jedes Zitieren den "Gegner" stärker macht), lese bitte, mit welch schamloser Kälte Kubitschek zuletzt aufschrieb, wie sich die Mittel der Demokratie nun, nach den beiden Landtagswahlen in Ostdeutschland, am besten gegen ihren Zweck richten ließen. Und überlege sich dann, wie viel demokratischen Respekt all jene verdienen, die sich von einem solchen, sattsam bekannten Mann im Rücken des erstarkenden "Flügels" der AfD nicht abschrecken lassen.

Was soll dieser "Zweck" der Demokratie denn bitteschön sein? Das bleibt ebenso nebulös wie Schneiders Rassismus-Begriff. Tatsache scheint zu sein: Hier fühlt sich jemand bedroht, hier hat jemand Angst, hier fühlt sich jemand in die Ecke gedrängt, hier lechzt jemand nach Feinderklärungen.

Nach "Rassismus", "faschistisch"und "die Demokratie" kommt der nächste dogmatische Gummibegriff:

Aber so, wie man mit einem Leugner des Klimawandels keinen Kompromiss auslotet, tut man es auch nicht mit Menschenfeinden. Dieses Reden kann nur ein Akt der Solidarität mit denen sein, die sich von diesen Menschenfeinden bedroht fühlen.

"Menschenfeinde"! Hier sind wirklich alle Differenzierungen im warmen Semantikmoor versenkt worden. Allerdings schwingt sich Schneider in den folgenden Absätzen zu einigen Erkenntnissen hoch, die nicht unkonstruktiv sind:

Vielleicht ist es aber auch produktiver, an dieser Stelle eine ganz andere Kategorie einzuführen, die Linke so zuverlässig befremdet, wie sie bei Rechten vielleicht ein abstraktes minibisschen Verständnis erzeugen kann: Es geht hier nämlich auch um so etwas wie Heimatliebe, darum, ganz egoistisch, die eigene kleine Herkunfts- und Lebenswelt vor zerstörerischen Kräften zu beschützen.

Nicht nur ein "minibisschen", das ist exakt, was uns Rechte im Kern umtreibt, und vielleicht kann Schneider hier über das von ihm selbst aufgeplanzte Spiegelbild einen semi-empathischen Verständniszugang finden, ohne mit Dummheiten wie "Menschenfeindlichkeit" um sich zu werfen.

Diesem Absatz kann ich im Kern nachvollziehen:

In Dresden mag man Angst vor Neuköllner Verhältnissen haben (ohne jemals länger dort gewesen zu sein), in Neukölln kann man aber auch durchaus Angst vor Dresdner Verhältnissen bekommen. Das von Jörg Meuthen beschworene "Hell-Deutschland" ist nun einmal vor allem insofern hell, als es weiß ist – und es bitte auch bleiben soll.

Der Unterschied ist nur, daß Neukölln kaum jemals in Gefahr laufen wird, Dresdner Verhältnisse zu bekommen - das ist schon allein demographisch nicht machbar. (Und wäre ein PEGIDA in Neukölln tatsächlich ebenso schlimm wie eine Miri-Clan-Herrschaft in Dresden-Neustadt?) Was Dresden angeht, so läge der Import von Neuköllner Verhältnissen allerdings durchaus im Bereich des Möglichen.

Ich sehe auch kein Problem darin, wenn "Hell-Deutschland" es selber, also (de facto) "weiß" bleiben will und entsprechend wählt (wobei ich kaum glaube, daß das "Weißsein" bei den meisten Wählern im Vordergrund ihres Bewußtseins steht) - schon eher, wenn gewisse Menschenfreunde voll dezenter Wärme seine demographische Zusammensetzung um jeden Preis verändern wollen und diese Form der Rassenpolitik gar für den "Zweck der Demokratie" halten (siehe hier und hier).

Schneider sieht ungefähr, daß sich im post-nationalen Deutschland durch jahrzehntelange Einwanderung unvereinbare Lebenswelten herausgebildet haben, die immer weniger Gemeinsamkeiten haben, aber er verwechselt Ursache und Wirkung, wenn er schreibt:

Wenn der Rassismus nur lange genug differenziertes Verständnis dafür bekommt, dass er Menschen erkennbar anderer Herkunft nur unter großem Vorbehalt toleriert und niemals als gleichrangige Bürger akzeptiert, wenden sich diese Menschen ab und bilden ihrerseits totalitäre (und rassistische) Strukturen. Und wenn sie ohnehin schon totalitäre (und rassistische) Denkmuster pflegen, ist das Letzte, was hilfreich ist, Totalitarismus (und Rassismus) von der anderen Seite.

Dem liegt einerseits die Unfähigkeit oder der mangelnde Wille zur Differenzierung zugrunde - etwa über das Eigene und das Fremde, über das Ich und Du, das Ihr und Wir, die Differenz und die Identität, insbesondere eine Blindheit gegenüber dem - kerndemokratischen - Recht auf das Eigene, auf Selbstbestimmung und -erhaltung, das auch die Souveränität darüber gewährleistet, mit wem man dieses Eigene teilen will (und zu welchen Bedingungen) und mit wem nicht. (Nebenbei noch ein so hineingeworfenes, undefiniertes, starkes Wort: "Totalitarismus").

Und selbstverständlich hat der Gast, der Zuwanderer, der Asylant, der Eingebürgerte oder der Bewerber um die Teilnahme an der Polis und der Res Publica, der von diesem Eigenen eines anderen profitieren will, gegenüber dem Eigentümer eine Verpflichtung und eine Bringschuld, die sich mit dem Verweis auf eine abstrakte "Gleichheit von Menschen" nicht vom Tisch wischen läßt. Das ist ein verwaschenes, asoziales Denken, das über Begriffe wie Staatsbürgerschaft oder Staatsvolk, ohne die eine echte Demokratie nicht denkbar ist, hinweg geht, als handele es auch hierbei um "diskriminierende" oder "rassistische" Kategorien.

Diesem Absatz liegt außerdem das unter Linken übliche magische Denken zugrunde, wonach Zuwanderer unschuldige Wesen seien, die keinen "Rassismus" kennen und mitbringen, die das Anderssein und die andere Herkunft der Autochtonen nicht wahrnehmen oder sie vorbehaltslos tolerieren und als Ihresgleichen anerkennen würden, wären diese nicht so unfreundlich und intolerant und in ihrer eigenen menschenfeindlichen, rassistischen, herkunftsbedingten Identität befangen.

Schneiders kognitive Verwirrung gipfelt für mich in diesem seltsamen Satz:

Dieses Zuhause [in Orten,"in denen das Gefühl von Zuhause ohne Migration und ihre sozialen Folgen gar nicht mehr zu denken ist] ist akut bedroht. Wer Michel Houellebecqs Unterwerfung nicht AfD-like als antimuslimisches Pamphlet liest, sondern als dystopisches Panorama, der ahnt, wie seine Zerstörung ablaufen kann.

Ähm, ja. Ich bin pro-AfD und lese Unterwerfung als "dystopisches Panorama" (wie es der Autor beabsichtigt hat). Der Roman gibt mir in der Tat eine Ahnung, wie die Zerstörung meines Zuhause ablaufen kann.

Ihn als bloßes "antimuslimisches Pamphlet" zu lesen, deutet lediglich auf oberflächliche Lektüre hin und hat mit der AfD an sich nichts zu tun; aber ansonsten gibt er doch wohl viel eher jenen Imaginationsfutter, die ihr Zuhause durch Migration und ihre sozialen Folgen (wie Islamisierung und ethnische Wahl) bedroht sehen. Die "Dystopie" des Romans besteht ja eben in der Errichtung einer islamischen, soft-totalitären Gesellschaft auf französischem Boden, den alle guten Geister des Eigenen verlassen haben (und wenn überhaupt, dann ist das Buch, wie alle Romane Houellebecqs, eher ein "antiliberales Pamphlet", in dem der Islam listig als Möglichkeit einer Lösung oder Erlösung erscheint).

Den Westen charakterisiert Schneider als "ein Deutschland, das sich – bei allen Problemen mit schlecht gemanagter Migration – als positive Erzählung begreift", und er verzweifelt daran, daß diese Erzählung großen Teilen des Ostens nicht schmecken will. Er kann diese Ablehnung des westdeutschen Multikultimodells allerdings nicht bloß als eine andere, alternative, ebenso legitime Erzählung sehen und anerkennen. Der Osten liegt falsch. Er ist rückständiges Gebiet, das zivilisiert, "demokratisiert" und mit nicht-weißen Menschen bevölkert werden muß.

Schneider, dem Differenzierungen lästig geworden sind, denkt letzlich in Gut-Böse-Kategorien: hier die gute (legitime), westliche, "links-grüne Diskurshegemonie", dort die böse (illegitime), östliche, (vermeintlich) "rechts-braune Diskurshegemonie", die auf "Lügen" basiere. So werden die AfD-Ostler letztlich selbst zur "rassistisch" diffamierten Gruppe von Ungleichen, zu jenen Menschen, denen gegenüber man sich auch als Menschenfreund feindselig verhalten darf (was für eine Erleichterung! werden wohl einige von ihnen denken).

Was also tun, um den Ossis das "links-grüne" Modell zu vermitteln? Moralische Erpressung! Gefühlstube drücken!

Vielleicht appelliert man doch, ein letztes Mal verzweifelt, an die Empathie, an selbst erlebte Fremd- und Unsicherheit der Rassistinnen, und sei es nur als einzelner Auswärtsfan in einer anderen Stadt vor einem Fußballspiel. Vielleicht erinnert man sie an die unangenehmen Erfahrungen oder mindestens das unbehagliche Gefühl, das damit einherging. Und weist dann dezent darauf hin: Wer von Rassisten als andere markiert ist, erfährt dieses Gefühl jeden Tag.

Das läßt völlig außer acht, daß dieser "Rassismus" keine Einbahnstraße ist. Unzählige Deutsche erleben sich heute als Minderheit im eigenen Land, im eigenen Stadtviertel, auf den Straßen, in den U-Bahnen und Schulen, werden als "andere" markiert und diskriminiert, werden Opfer von sozialen Spannungen, Konkurrenzkämpfen und Gewalt durch Zuwanderer, die nach BKA-Angaben ansteigt.

(Darüberhinaus stellt sich die Frage, warum Menschen überhaupt massenweise nach Deutschland einwandern wollen, wenn es angeblich so ein schrecklich rassistisches Land ist, in dem man als Ausländer oder Einwanderer jeden Tag traumatische Erfahrungen macht. Man bekommt nicht selten den Eindruck, es werde an dieser Stelle auf höchstem Niveau gejammert.)

Kann das bei einem Linken "vielleicht ein abstraktes minibisschen Verständnis erzeugen", oder findet ihre mitmenschliche Solidarität hier ihre Grenzen? Zu begreifen, daß es hier um reale Erfahrungen, um realen Verlust, um reale Bedrohung geht? Die "Hierarchie der Opfer" wird ganz besonders gerne von Zeit-Redakteuren und ähnlichen Klassengenossen und selektiven "Menschenfreunden" gepflegt, und man wird selten ein Wort der Empathie hören für die inzwischen zahllosen Opfer von Einwanderer- und Ausländergewalt, bis hin zu Mord, Vergewaltigung und Terrorismus, und noch weniger Forderungen nach Konsequenzen.

Die multikulturelle Gesellschaft hat beileibe nicht nur Einwanderern "unangenehme Erfahrungen" bereitet oder in ihnen "unbehagliche Gefühle" hervorgerufen; nicht nur sie sind Entwurzelte, Fremde in einem fremden (hier: fremdgewordenen) Land.

Auch im Westen (wo der Bevölkerungsaustausch stellenweise weit fortgeschritten ist) leben viele Deutsche keineswegs nur in "positiven Erzählungen", sondern sind resigniert, verängstigt, entortet, überstimmt, zahlenmäßig unterlegen, immungeschwächt, irregeführt, sozial eingeschüchtert, konformistisch, mit kognitiver Dissonanz, mit gespaltenem Bewußtsein ("links denken, rechts leben"), mit dem Kopf im Sand, wenn sie nicht gar unter einer Art von Stockholmsyndrom leiden. (Die Schneiders kommen und sagen: "So what? Wären sie keine Rassisten, wären auch sie glücklich, wie ich, der empathische Menschenfreund! Sie müßten sich nur mehr über die Rassisten im Osten Sorgen machen.")

Wer nun einwendet, daß doch viele Ostler in Gegenden für die AfD stimmen, in denen der Ausländer- und Einwandereranteil noch gering ist, der verkennt, daß auch im Osten erhebliche negative Erfahrungen mit Einwanderergewalt (Chemnitz) und Überfremdung gesammelt wurden, daß die "links-grüne Diskurshegemonie" im "offiziellen" Osten nicht weniger präsent und bestimmend ist als im Westen (wenn sie auch weniger tief einsickert), daß auch Ostler über ihren Tellerrand sehen, Zeitungen und Nachrichten lesen können und darum womöglich frei zu entscheiden wünschen, ob sie das westliche Modell übernehmen wollen oder nicht.

Daran werden alle abstrakten Beschwörungen einer abstrakten "Gleichheit von Menschen" und alle Krokodilstränen, Stigmabegriffe, Feinderklärungen, moralischen Erpressungen nichts ändern. Man kann niemanden dazu zwingen, dort Lösungen zu sehen, wo ihn die Evidenz der Probleme überwältigt.

Ich kann Journalisten wie Herrn Schneider nur aufforden, die Scheuklappen und die schützenden Gummibegriffe endlich abzulegen, die "semantische Klarheit" wiederherzustellen. Nicht nur Einwanderer und westliche Linksliberale verdienen "Empathie" und Solidarität; nicht nur sie haben ihre guten Gründe und legitimen Interessen.

Meine Analyse der Polarisierung (nicht nur zwischen Ost und West) kann man hier nachlesen.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (101)

brueckenbauer
12. September 2019 20:34

Wie tritt man dem Antirassismus am besten entgegen? M.E. indem man den positiven Kerngehalt des Rassismus bestimmt: das Minimum, das zu verteidigen ist und hinter das nicht zurückgegangen werden kann:
- die nüchterne Anerkennung, dass alle Menschen verschieden sind (verschieden nicht zuletzt im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit für definierte gesellschaftliche Funktionen) und dass schon deshalb auch alle Gruppen von Menschen verschieden sind
- das Bestehen auf dem Recht der Privatmenschen, sich selbst auszusuchen, mit wem sie wie eng zusammenleben wollen (ein Teil ihres"pursuits of happiness").

Franz Bettinger
12. September 2019 21:14

Es macht keinen Sinn, am Gras zu ziehen, damit es wächst. Es ist völlig vergeblich bzw. einfach nur Zeitverschwendung, mit Leuten zu diskutieren, die vier Jahre nach der Grenz-Öffnung (Zensur, Nullzins, Gender-, Diesel-, Klima-Wahn...) immer noch an den Endsieg des Merkelismus glauben. Links liegen lassen! Es sei denn, man will sie vorführen. Das aber immer nur vor Publikum! Ansonsten gilt: Mit Wahnsinnigen keine Kompromisse machen! Nicht mal freundlich sein! Denn umgekehrt wird auch ein Schuh draus: Mit vom Merkel Befallenen reden wäre ein unfreiwilliger Akt der Anerkennung ihrer Krankheit. Bloß nicht!

Atz
12. September 2019 21:23

Jetzt geht ja gerade die Jenaer Erklärung rum. Wäre ja gut, wenn man sie ernst nehmen könnte und dann keiner mehr von Rassismus redet. Den Blödsinn über den Ethnopluralismus dort, geschenkt.

Es gibt von linksprogressive Dating-App Okcupid ganz interessante und auch erschreckende empirische Daten. Wer wird geliked, wer schreibt wen an. Das will alles nicht so recht an das normative Wunschbild passen.

Gelddrucker
12. September 2019 21:39

Die Herstellung der jetzigen Demographie Dresdens in Neukölln muss das Ziel aller wahren Patrioten sein.

Leute wie Schneider sind nicht "gut". Sie denken in Gut (sie selbst) und Böse (wir) und werten die Bösen als Menschenfeinde ab. Kein aufrechter Patriot denkt in Gut und Böse, lediglich in Wir (weiße, heimatliebende Deutsche, gut) und Die (Fremde, wertneutral weder gut noch schlecht, lediglich zuviele und statistisch beweisbar krimineller, aber per se gleichwertig).

Franz Bettinger
12. September 2019 21:46

Im übrigen differenziert der Verblendete nicht zwischen deskriptivem, wertendem und pauschalisierendem Rassismus. Der deskriptive R. beschriebt die Natur der Dinge (Schwarze sind dunkelhäutig, Pygmäen klein …). Der wertende R. bewertet die messbaren und empirisch erkennbaren Unterschiede zwischen den Rassen (Weiße sind öfter kurzsichtig, Asiaten fleißiger, Eskimos kleiner aber muskulöser), dies stets eingedenk der Tatsache, dass es sich lediglich um statistische Verallgemeinerungen eines Rasse-Merkmals handelt und Ausnahmen nicht selten sind. Die dritte Form, der pauschalisierenden R., ist fehlerhaft und abzulehnen. Er stigmatisiert das Individuum, als gäbe es notweniger Weise kollektive Schäden (Nachteile) oder kollektive Talente (Vorteile), denen nicht zu entkommen ist. Hier der Klassiker: Muhammad Ali sehr sympathisch über Rassismus: https://www.bing.com/search?q=HARALD+SCHMITT+neger&qs=n&form=QBLH&pc=SL07&sp=-1&pq=harald+schmitt+neg&sc=0-18&sk=&cvid=C0C2FEBA0F174FE8A5BD3EC8933AE853

quarz
12. September 2019 21:50

Ich bewundere Lichtmesz für seine Geduld, sich mit Leuten auseinanderzusetzen, die offensichtlich intellektuell nicht satisfaktionsfähig sind.

RMH
13. September 2019 07:20

@Franz Bettinger,

das war ein link zu einem Auszug aus der Harald Schmidt Show, den Sie da gepostet haben (nicht M. Ali). Ist aber auch ganz nett einmal daran (also H. Schmidt) erinnert zu werden, heute wäre so ein Sketch sicher nicht mehr möglich (und schon gar kein lautes Gelächter dazu im Publikum - Nazometer (mit Pocher) etc. ginge auch nicht mehr).

Sie sprechen aber das richtige an. Im Grunde scheint es doch ähnlich mit dem Gender-Thema zu sein. Da werden die biologischen Geschlechter auch beiseite gelegt und auf einmal ist alles ein gesellschaftliches Konstrukt. Und so ist das offenbar auch mit dem Rassismus - da geht es schon lange nicht mehr um Biologie, wissenschaftliche Beschreibungen, Phänotypen etc. (keine Human-Biologe wird sich mehr die Finger daran verbrennen wollen). Da geht es mithin genau so um rein "gesellschaftliche Konstruktionen der Herrschaft und Ausbeutung".

Da war man früher fast schon genau so weit, als mancher deutsche Chef seine ihm untergebenen einheimischen Angestellten scherzhaft als "seine Neger" bezeichnete, bzw. (häufiger vorkommend) sogar die Arbeiter sich selbst so …

Wie auch immer, um auch nur ansatzweise der derzeit herrschenden Gedankenwelt folgen zu können (folgen heißt hier nicht gleich, sie zu akzeptieren oder gar zu bejahen - aber versuchen, es nachvollziehen zu können, erscheint mir intellektuell normales Verhalten zu sein) muss man sich von allen Vorstellungen, dass hätte irgend etwas mit Naturbeobachtung, Wissenschaft, Biologie, empirische Forschung, Arten & Rassen in der Tierwelt etc. zu tun, komplett lösen.

Wie war das nochmal mit dem "Zeitalter des Postfaktischen" … ?

Monika
13. September 2019 08:19

1. Zum Rassismus-Begriff als politische Waffe, sprich
Bann-, Tabu-, Zauber- und Stigmatisierunswort
Den Vorwurf des Rassismus ( konkret des „antimuslimischen Rassismus“ mussten sich die Ethnologin Susanne Schröter und die Feministin Alice Schwarzer in diesem Mai im „Frankfurter Kopftuchstreit“ gefallen lassen, als sie Kritik am Islam als politischem System übten.
Susanne Schröter bezeichnete die Begriffe „antimuslimischer Rassismus“wie auch „Islamophobie“ als „einen problematischen Begriff, um die Debatte über den politischen Islam zu diskreditieren.“
Alice Schwarzer bezeichnete den Rassismus-Vorwurf als Zensurinstrument.
Natürlich ist der Islam keine Rasse. Und der Rassismusvorwurf deshalb lächerlich.
Die Frage lautet also :
Warum funktioniert diese Rassismus-Keule immer wieder.
Alice Schwarzer gab dazu folgende Antwort:
Der Rassismus Vorwurf greift, weil wir „ein postkoloniales schlechtes Gewissen haben.“ ( s.o. ,ein ethischer Defekt)
Statt mit schlechtem Gewissen auf den Rassismus Vorwurf zu reagieren, sollte besser dessen Zensurmechanismus beschrieben werden. Warum wirkt dieser sofort?
Vielleicht hilft da eine Betrachtung des Kolonialen Rassismus weiter. Bzw. die Frage:
Was ist und war der eigentliche Rassismus ?

Vox
13. September 2019 08:46

"Um seine Abschreckungs- und Einschüchterungswirkung zu steigern und zu erweitern, ist es notwendig, seine Definition vage und elastisch zu halten."

Das Gleiche gilt für die Begriffe "rechts" und "rechtsextrem", wenn die linke Propaganda sie benutzt.

Franz Bettinger
13. September 2019 08:54

Entschuldigung für den falschen Link oben: Hier ist der richtige Link zu Muhammed Ali alias Cassius Clay über Rassismus. Man stelle sich vor, der Interviewte wäre nicht schwarz, sondern weiß, und wie er dann als weißer Rassist durch die Straßen geprügelt worden wäre! Das muss jeder gesehen haben und kennen: https://www.youtube.com/watch?v=To2gY7CaLT0

Andreas Walter
13. September 2019 09:17

Ebenso, Martin, könntest du versuchen auch diesem "Goldstück" zu erklären, was mit ihm und an seinem Verhalten nicht stimmt:

https://youtu.be/5erQihUU_c4

Ist meiner Meinung nach aber sinnlos, reine Zeitverschwendung. Denn solche Leute können ja entweder nur bösartig sein, oder sie sind "strunzdumm", vollkommen unreflektiert, und darum auch zur Selbstreflexion oder zu dem Hineinversetzen in andere nicht fähig. Kinder können das bis zu einem gewissen Alter übrigens auch nicht. Hat bei "Erwachsenen" daher entweder mit einer Entwicklungsstörung zu tun, oder ist bei manchen vielleicht sogar angeboren.

Menschen sind eben nicht gleich, selbst wenn viele, fast alle, die meisten ständig darum bemüht sind, sich als völlig "normal" zu geben, oder manche sogar als hervorragend.

Franz Bettinger
13. September 2019 09:25

Das Gleichnis von der Schlange: Wer schon mehrfach von einer Schlange gebissen wurde, schlägt vielleicht jede tot, die er sieht. Das ist ungerecht. 97% aller Schlangen sind ungefährlich. Dennoch sollte bei jeder Schlange genau hingesehen werden. Mit welcher hat man es zu tun? Macht das Hinschauen Sinn? Das Gute: Man kann sie oft leicht am Äußeren erkennen. Ist das Diskriminierung? Racial Profiling? Bei Schlangen nicht? Bei Menschen schon?

Michael B.
13. September 2019 09:35

> Statt mit schlechtem Gewissen auf den Rassismus Vorwurf zu reagieren, sollte besser dessen Zensurmechanismus beschrieben werden.

Ich nehme an, am Ende wollen Sie - wie bei auftretenden Problemen die meisten normalen Leute - eine Aenderung und wenn durch andere Dinge als Beschreibung moeglich, dann sei es auch drum.
Es ist leider ein Fakt, dass zum gegenwaertigen Zeitpunkt der Hauptzugang fast aller alternativen Medien eben Beschreibung, Analyse etc. sind. Dahinter steht die Meinung, dadurch oder generell mittels Rationalitaet Aenderungen herbeifuehren zu koennen.
Ich halte das fuer eine Illusion. Der status quo zeigt, dass die wesentlichen Grundlagen eines Wettbewerbs der unter diesen Praemissen stattfindet zerstoert werden und einer Seite dies einen Vorteil verschafft. Argument spielt keinerlei Rolle mehr. Wie auch, wenn die Bedeutung der Worte derart fortlaufend in immer neuen willkuerlichen Auslegungen unterlaufen werden kann, wie ueberall ersichtlich. Es ist ja nicht nur Rassismus, ich weiss noch, wie mich der beginnende aktuelle Gebrauch des Wortes 'Hass' konsterniert dastehen liess. Eines der staerksten menschlichen Gefuehle wird umdefiniert in die Bedeutungslosigkeit. Und auch das ist nur ein einzelnes winziges Beispiel. Worte brauchen Respekt vor ihrer Bedeutung, sonst verlieren sie ihre Funktion und alle darauf aufbauenden Werkzeuge mit.

Ich habe immer die ganz uebliche in meinen - naturwissenschaftsnahen - Kreisen gaengige leichte Verachtung gegenueber Geisteswissenschaften etc. besessen. Habe ich auch immer noch. Ich muss aber registrieren, dass Dinge wie z.B. Derridas Dekonstruktion eine praktische Wirkung in einem Umfang erreichen koennen, denen meine eigenen Mittel zum Einen relativ hilflos gegenueberstehen, zum Zweiten mein ureigenes eigentlich ideologiefreies Feld immer mehr beeintraechtigen (und ich meine nicht einfach nur die bekannten akademischen Verwerfungen, ich bin schon lange kein Akademiker mehr). Ein Beispiel fuer diese Art Auseinandersetzung bei der ideologisch kontaminierte Begriffe in die Realitaet eingreifen:

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/helds-ausblick/das-klima-kann-man-nicht-lenken-aber-das-land-klimafester-machen/

Insofern denke ich auch, dass der ganze Zauber erst mit seinen materiellen Grundlagen (die eben u.a. meine Art Arbeit erfordern) in sich zusammenfallen wird und die bizarrsten Ueberzeichnungen damit zusammen. Die bleiben dann ein paar Jahrzehnte im Gedaechtnis, versteinern langsam dabei und werden wieder neu geboren und durch andere Idioten zur wirksamen Kraft.

Adler und Drache
13. September 2019 09:41

Ein treffendes Beispiel für die unlösbare Lage. Zwei Seiten, zwei Wirklichkeiten. Die Wirklichkeiten lassen sich argumentativ nicht mehr überbrücken. Die "Gesellschaft" ist gespalten, der Graben unüberbrückbar. Gehe ich fehl, wenn ich den Zustand als "kalten Krieg" bezeichne?

Zum "Rassismus": Der Erzfeind jedes Links-Liberalen ist die Natur, das Gewordene und Gewachsene. Weil dies als "ungerecht" empfunden wird (was es vielleicht auch ist), wird ein Konzept oder Konstrukt dagegen gesetzt, durchaus mit besten Absichten: Dass alle Menschen "gleich" seien beispielsweise. Besteht man gegen das Konzept auf den Gegebenheiten der Natur, kommt das dem mittelalterlichen "Abfall vom Glauben", der "Häresie" und "Ketzerei" gleich und wird als "Rassismus" geahndet. Das utopische Konzept selbst führt also zur Diagnose "Rassismus". Das wäre natürlich kompletter Kokolores, wenn es "Rassismus" nicht tatsächlich als menschliches Fehlverhalten gegeben hätte, als Herabwürdigung, Erniedrigung, Unterdrückung anderer Menschen. An dieses tatsächlichen Fehlverhalten, das ja wirklich zu verwerfen ist, knüpft die ideologisch motivierte Diagnose an - und das sehr erfolgreich.

Empfehlen möchte ich in diesem Zusammenhang den Film "The Green Book". Antirassistisch motivierte Filme sind manchmal durchaus sehenswert, dieser ist es schon wegen des hervorragenden Schauspiels. Gezeigt werden Szenen menschlichen Fehlverhaltens, aber eher beiläufig. Und dann gibt es eine Schlüsselszene, die - unfreiwillig, nehme ich an - den Unterschied zwischen dem tatsächlichen menschlichen Fehlverhalten und der "Ideologie" so klar herausschält, dass man sich nur wundern kann. Jemand, der über diese Themen nicht weiter nachdenkt, wird das kaum bemerken, aber für unsereins ist das quasi überdeutlich.

zeitschnur
13. September 2019 09:43

Der Begriff "Rassismus" ist ein wesentlich neuer Begriff. Soweit ich weiß, tauchte er im Duden erst in den 70ern auf. Heute steht im Duden u.a. die Begriffsdefinition:

"Lehre, Theorie, nach der Menschen bzw. Bevölkerungsgruppen mit bestimmten biologischen Merkmalen hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus über- bzw. unterlegen sein sollen"

Nun ist aber der Duden hier schon nicht mehr up to date: Im Grunde bedeutet dieser Begriff

"Lehre, Theorie, nach der Menschen bzw. Bevölkerungsgruppen mit bestimmten Merkmalen hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus über- bzw. unterlegen sein sollen"

Tatsächlich sind Menschengruppen abgewertet worden, und dies jahrhundertelang. Man konnte die feudalen und später faschistischen Hierarchiegefälle ja nur damit rechtfertigen - das ist ein entscheidender Punkt. "Hierarchie" heißt ja nicht neutral "Rangordnung". Eine neutrale Rangordnung könnte man noch immer egalitär verstehen, solange die Gesamtheit selbst diese Ränge wählt und auch wieder absetzen kann, wenn es notwendig wird.
"Hierarchie" heißt wesentlich mehr:
Es heißt "Heilige Rangordnung".
Das heißt, Gott oder die Götter oder eine natürliche Gegebenheit hat festgelegt, dass Menschen dazu berufen sind, mehr zu sein als andere und sie darum auch zu beherrschen.
Dieser Keim der Herrschsucht durchzog das gesamte Denken bis heute in immer neuen Ausprägungen. Mal spielte biologische Schwäche eine Rolle (zB beim Eltern-Kind-oder dem Mann-Frau-Gefälle), mal waren es spirituelle oder geistige oder behauptete intellektuelle Überlegenheiten.
Wenn zB der katholische Priester durch die Weihe ein "Wesensmerkmal" sakramental eingeprägt bekommt, das ihn mit Christus, der als wesensgleich mit Gott definiert wird, gleichstellt, dann wird ein solcher Mann der Wertigkeit nach erhoben über alle anderen ("Laien") und vergöttlicht, wo sie "Herde" bleiben, und wurde darum früher im höfischen Stil "Hochwürden" genannt.
Und manche ontologische Ungleichheit resultierte aus moralischen Vorgaben. Ich kannte zB noch alte Menschen, die „Bangerte“ waren, also uneheliche Kinder. Sie wurden gesellschaftlich abgewertet, durften bestimmte Schulen nicht besuchen oder konnten bestimmte Stellen nicht innehaben, während ihre Väter so oft einflussreiche Männer waren… Wie tief dieses Brandmal meine alten Bekannten prägte, muss ich leider bezeugen: man kann das nicht schönreden.

Ebenso war immer virulent, dass insbesondere die Schwarzen als Nachfahren Chams (wegen Noachs Fluch gegen Cham) verflucht und darum zu ewigen Dienern gemacht worden seien. Damit argumentierten sowohl die Christen, die sich in den USA schwarze Sklaven kauften und hielten, als auch die Schwarzen teilweise bis heute selbst - ich war sehr erschrocken, als mir mein Sohn erzählte, es sei ein Missionär in die Schule gekommen, um von seiner Arbeit in Afrika zu erzählen, und berichtet habe, dass fromme Afrikaner sich selbst diese Minderwertigkeit zuschreiben - wegen Cham. Ein ähnliches Phänomen kennt man von islamischen Frauen oder auch unseren eigenen, die sich ihre reale und ziemlich leicht nachweisbare jahrhundertelange Abwertung schönreden oder sie als Fluch Gottes annehmen. Einen im beschriebenen Sinn „rassistischen“ Charakter hat ebenso das Kastensystem der Hindu.

Das alles ist also ein sehr schwieriges Terrain. Die Auflösung der alten feudalen Ordnungen hat das allgemeine Bewusstsein für diese ontologischen Ungleichheiten überhaupt erst wach gemacht. Nach und nach entdeckten viele, v.a. Betroffene, dass diese Struktur so vielem zugrunde lag. Der Schmerz über das alles kam erst, nachdem man die Struktur wegnahm. Es hängt mit dem Tocqueville-Effekt zusammen. In dem Zusammenhang ist auch das Thema des sexuellen Missbrauchs zu nennen, der ebenfalls ursächlich wegen des hierarchischen Gefälles so lange unter den Teppich gekehrt worden war. Auch hier muss ich bestätigen, dass ich bei Archivforschungen schon vor Jahren auf diese Dinge gestoßen bin und in einem Fall (in der ev. Kirche) sogar die gesamte Vertuschungshistorie rekonstruiert habe — aber wehe, ich hätte das öffentlich gemacht.

Es ist oft schwer zu entscheiden, ob bestimmten politischen Reaktionen nicht tatsächlich - neben anderem - "rassistische" Einstellungen zugrunde liegen. Ich würde das nicht einfach vom Tisch wischen.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Erkenntnis über die schwerwiegende Ungerechtigkeit, die solcher ontologischen Segregation entspringt, inzwischen viele intellektuell überfordert. Sie sehen nun überall "Rassismus", selbst da, wo einfach nur ein wertneutraler natürlicher Unterschied empirisch vorliegt, der aber durch eine hierarchische Ontologisierung gewissermaßen „versaut“ worden ist.
Typisches Beispiel der Genderismus: Männer und Frauen - ein absolut unhinterfragbares empirisches Phänomen, sollte man meinen. Doch halt: Frauen wurden ja wirklich jahrhundertelang diskriminiert, und das wirklich schlimm, soweit, dass man ihnen absprach, Ebenbilder Gottes oder überhaupt Menschen zu sein ("mulier non homo"), sie sozial zu totalen Mündeln machte. Man will dem den Boden entziehen, indem man behauptet, der Unterschied sei einfach nur ein gesellschaftliches Konstrukt. Und vieles, was man als Unterschied deklariert hat, IST auch nur ein gesellschaftliches Konstrukt, aber eben nicht alles.
Spätestens hier hängen 99% der Menschen intellektuell ab.

Dass sich auf diese intellektuelle Überforderung dann politische Schaumschläger und Manipulateure draufsetzen, ist nur erwartbar gewesen.

Ich persönlich glaube, dass man das Dilemma nicht durch Gesetze und ständige Propaganda lösen kann. Ein liebender Blick alleine wird dem anderen gerecht, dem anderen, der noch dazu nicht wie ein offenes Buch vor uns liegt, sondern ein Geheimnis ist und bleibt.
Nur eine tiefe Gottes- und Nächstenliebe wird den Spagat schaffen. Das Lernfeld dafür wäre die Familie: hier müssen wir die Unsrigen nehmen, wie sie sind und so anerkennen und wertschätzen, wie der liebe Gott sie uns gegeben hat, ohne den einen gegen den anderen abzusetzen. Und das Wunder ist, dass es dort auch (natürlich mit Abstrichen wegen der Unvollkommenheit) klappt, wenn man nicht völlig ungut drauf ist oder politischen oder religiösen Hierarchiewahn in sie hineinträgt. Schwarze Schafe sind selten (falls einer das einwenden will).

quarz
13. September 2019 09:48

@Monika

"Warum funktioniert diese Rassismus-Keule immer wieder."

Weil das Wort "Rassist" seines deskriptiven Gehaltes weitgehend beraubt und semantisch auf ein bloßes Schimpfwort (wie "Arschloch") reduziert wurde, das keines wirklichkeitsreferentiellen Nachweises mehr bedarf, sondern als konditionierter Reiz seine intendierte Wirkung tut.

Vielleicht sollte man diesen Kausalkonnex dadurch brechen und in einen argumentationspflichtigen Thesenzusammenhang retransformieren, dass man sich, wann immer der Vorwurf erhoben wird, freimütig und provokant zum Rassismus bekennt.

Entweder bleibt der Ankläger dann bei seier Reiz-Reflex-Semantik. Dann würde die Negativkonnotation (die beim üblichen erschrockenen Distanzierungsverhalten verstärkt wird) zunehmend abgebaut, wie es z.B. bei "schwul" oder "Hure" der Fall war, sobald die so Betitelten begonnen haben, die Bezeichnung bereitwillig oder gar stolz auf sich selbst anzuwenden. Er könnte seinen Vorwurf ja nicht begründen, weil er ihn der begründungstauglichen Semantik entzogen hat. Er könnte ihn nur fortlaufend wiederholen und immer wütender werden, wenn die vorgesehenen Reflexe nicht eintreten und er beim Adressaten auf ein gelassenes "Na und?" stößt.

Oder aber der Ankläger beginnt, die inhaltliche Diskussion zu führen, der er ja durch das bequeme semantische Etikettenkleben entgehen wollte. Er müsste sich dann um eine Definition des Begriffes (der er dann wieder wäre) bemühen und um die argumentative Untermauerung der Aussage (die sie dann wieder wäre), in der dieser Begriff jemandem bzw. einer Sache zugeschrieben wird.

Im letzteren Fall würden nicht unbeträchtliche intellektuelle Mühen auf den bisher in seiner Rolle als bloß PC-konform mitblökendes Herdenschaf verwöhnten Ankläger zukommen. Erstmals wohl in seinem Leben müsste er "Rasse" definieren, die auf der Definition beruhende Existenzfrage stellen und die Antwort auf diese Frage nicht als bloße Behauptung in den Raum stellen, sondern sie im Einklang mit der Definition belegen. Er müsste in diesem Zusammenhang z.B. eine Erklärung für so lästige Fakten finden wie den, dass die phänotypische rassenkategoriale Selbstzuschreibung von Menschen durch Analyse seiner genetischen Struktur mit einer Treffenquote von 99,87% erfolgreich prognostiziert werden kann.

Er müsste ferner explizit bekennen, ob seine Rassismus-Zuschreibung bereits den trifft, der bestimmte empirisch belegte Eigenschaften benennt bzw. darauf hinweist, dass diese statistisch in verschiedenen rassischen Gruppen unterschiedlich ausgeprägt sind oder erst den, der daraus eine Bewertung ableitet.

Und selbst wenn er erst bei der Bewertung einsteigt, werden ihm gewisse Merkwürdigkeiten seiner Position bewusst. Er müsste sich dann z.B. dazu bekennen, dass Angehörige bestimmter rassisch klassifizierter Gruppen zwar im Schnitt schneller laufen können oder mehr Punkte in IQ-Tests erzielen als Angehörige anderer Gruppen, dass sie aber deswegen bei Wettläufen oder IQ-Tests nicht BESSER abschneiden, sondern nur "anders".

Und das würde, konsequent weiter gedacht, sehr bald zum Zusammenbruch sehr vieler gesellschaftlicher Ziele führen, die der Ankläger nicht opfern kann ohne seine "fortschrittliche" Position völlig aufzugeben.

Niekisch
13. September 2019 09:52

Ein bestechender Artikel, der sich leider des verqueren tapferen, aber dümmlichen Schneiderleins bedienen muß, um aufzuzeigen, wie weit das ungesunde Unvolksempfinden der Volksabschaffer mittlerweile geht.
Sie werden desto eher scheitern, je begriffsschwammiger sie werden. Zeigt das nicht schon diese Definition, die wir den Antirassisten entgegenschleudern können: "Rasse ist ein Gestaltgesetz, ein Gesetz des körperlich-seelischen So-sein-Sollens" im Gegensatz zum voraussetzungslosen und unmöglichen Gleich-sein- Müssen.

Monika
13. September 2019 10:03

2.“ Rassismus ist dort, wo systematisch die Gleichheit von Menschen infrage gestellt wird, schon gegeben.“
Johannes Schneider
M. E. postuliert Schneider ( wie viele Kulturschaffenden seiner geistigen Provenienz) keine abstrakte „Gleichheit von Menschen“ im theologischen, philosophischen Sinne ( Menschenrechte, Menschenwürde) . Dies würde ja eine Differenzierung zulassen. ( es gibt unterschiedliche Vorstellungen von Menschenrechten).
Seine postulierte Gleichheit ist die, alle Menschen dieser Welt, alle Kulturen, Ethnien unserer westlichen, liberalen Konsumwelt anzupassen, anzugleichen. Was ist der Mensch mehr als ein Homo Consumens in diesem Denken ?
Nochmals Alice Schwarzer ( inzwischen auch nicht mehr unverfänglich) : „Eine verordnete Fremdenliebe ist die Gegenseite von Fremdenhass“.
Ja, es ist auch eine Form des Kolonialismus, die anderen (Fremden) zu unseresgleichen machen zu wollen. Der konsumierende, liberalistische Bürger gehört zur edelsten Rasse, zur HerrenInnenrasse.
Insbesondere, wenn er CO 2 neutral und biologisch sauber konsumiert.

Achterndiek
13. September 2019 10:08

In einer neuen Ordnung der Welt - so schwebt es den guten Menschen vor - soll die Feindschaft (politische Gegnerschaft) zwischen den Menschen eliminiert werden. Das Ganze geht logisch allerdings nur auf, wenn der gute Mensch seinem politischen Gegner sein Menschsein abspricht, täte er das nicht, müßte er sich ja selber als Menschenfeind zu erkennen geben.

Der_Juergen
13. September 2019 10:57

Da mir zu einer geistigen Null wie Johannes Schneider rein gar nichts einfällt, was Lichtmesz hier nicht (höflicher, als ich es täte) gesagt hat, möchte ich stattdessen eine Frage in den Raum stellen und würde mich über die eine oder andere Antwort freuen.

In seinem Kommentar von gestern21.46 Uhr resümiert @Franz Bettinger die ethnopluralistische Haltung der heutigen Rechten, die im Gegensatz zur Altright nicht von "guten" und "schlechten" oder "höheren" und "niedrigeren" Rassen oder Ethnien ausgeht, sondern davon, dass die Ethnien per se gleichwertig seien, jedoch, wenn die Unterschiede zu gross seien, wegen ihrer Unverträglichkeit nicht zusammenleben sollten.

Natürlich gibt es objektiv keine "höheren" und "tieferen" Rassen oder Völker, und zwar einfach darum, weil die Kriterien, nach denen ein solches Urteil gefällt wird, zwangsläufig subjektiv sind und von der rassischen oder ethnischen Zugehörigkeit des Urteilenden abhängen. Für den Pygmäen im kongolesischen Dschungel ist der weisse Europäer, der nicht einmal Pfeil und Bogen basteln, damit einen Affen schiessen und diesen dann fachgerecht braten kann, sicherlich "dümmer" und "lebensuntüchtiger" als er selbst. Versetzt man den Pygmäen hingegen aus seinem Dschungel in eine westliche Metropole, wird er auf Sozialhilfe angewiesen sein und vermutlich bald zur Schnapsflasche greifen. In der modernen westlichen Gesellschaft ist somit er der "Dümmere" und "Lebensuntüchtigere". So weit, so gut.

Angesichts des Verhaltens der Zigeuner, die getreu ihrer alten Tradition ihre Kinder zum Betteln und Stehlen abrichten und denen ihre Weltanschauung das Betrügen von Nichtzigeunern erlaubt, frage ich mich allerdings, ob diese "Kultur" aufgrund ihres parasitären Charakters nicht objektiv "minderwertiger" sei als andere. Und sind afrikanische "Kulturen", welche die bestialische Sitte der Mädchenbeschneidung praktizieren, objektiv der unseren gleichwertig?

franzheister
13. September 2019 11:09

Was unterscheidet mich von Johannes Schneider? In Berlin Neukölln schaut Schneider betreten auf den Boden, immer dann wenn ihm die üblichen Verdächtigen begegnen. Die multikulturellen Geister vor denen uns die „Rassisten“ immer gewarnt haben.
Er schaut auf den Boden weil er ein „Lauch“ ist, und weil er keine auf das Maul bekommen möchte. Deshalb führt er seine albernen Selbstgespräche auch lediglich im „geschützten Rahmen“ innerhalb der „Käseglocke Berufsjournalismus“!
Die Vita lässt möglicherweise folgende Rückschlüsse zu: Muttersöhnchen mit entsprechender sozialer Herkunft, welcher nach dem Prozess des Durchschleusens im System der Lügner einen lukrativen Job in Aussicht hat. Wer so platt lügt, Fakten unterschlägt (Was sind heutzutage noch Fakten?), wer solchen starrsinnigen Unfug verfasst, dem muss eigentlich unterstellt werden, dass er die Wirklichkeit weg dissoziiert!
Auch das mag unter ganztäglichem Drogeneinfluss möglich sein, ist aber weitaus weniger lukrativ. Also scheint Herr Lichtmesz richtig zu liegen: Da schreibt keiner der es nicht besser wissen müsste.
Auch dies hat wie so oft System und ist Ausdruck der geistigen Diktatur in diesem Land.
Der Prozess der rigiden Selbstverleugnung beginnt in den Schulen in Kombination mit der „Herkunftsfamilie“. Der Selbstoptimierungsprozess endet immer mit der selbst-gebastelten Lebenslüge und dem Abfinden der Neuköllner Wirklichkeit. Da wird auch schon einige Male auf den Boden geschaut, man will doch keine auf das Maul bekommen.
Abgesehen davon landen solche arme Zeitgenossen auf dem Müllhaufen der Geschichte. Wer will 2047 von abgehalfterten Typen wie Schneider etwas lesen wollen? Geschweige denn wer kann dann überhaupt noch lesen?
Während die einen warnen und nicht aufgeben, immer im Verdacht sie hätten ein psychisches Problem, weil doch alle sagen, reden und schreiben, dass das alles nur Rassismus sein kann und darf, wird die Mehrheit aus dem selbst verordneten Koma der Selbstverleugnung in diesem Daseinskreislauf nicht mehr erwachen! Mut zur Widerständigkeit ist noch nie ein Ausdruck für Rückständigkeit und Rassismus gewesen, ganz im Gegenteil. Leider spricht sich diese Wahrheit in einer Konsensgesellschaft nicht herum. Dies macht den Konsens damit nicht wahrhaftiger, sondern lediglich noch unheimlicher. Sehenden Auges in die kommende Katastrophe zu laufen, dazu gehört schon viel Ignoranz und Dummheit.

Rob Salzig
13. September 2019 12:04

Ja, Martin Lichtmesz hat Recht, wir stecken inmitten einer Polarisierung mit historischen Ausmessungen und ein Schlüsselbegriff ist „Rassismus“. Aber jetzt aufgemerkt! Tatsächlich lauern auf beiden Seiten der Front Rassisten in ihren Schützengräben. Links wollen Rassisten die Deutschen verdünnen, indem sie Menschen anderer Rassen bei uns ansiedeln. Kein anderer Grund als Rassismus kann das Resettlement-Programm der Eliten erklären. Die Beweggründe Humanismus (Quatsch, es kommen nicht die Schwächsten, sondern die Durchsetzungsstärksten), Fachkräftemangel (Quatsch, es kommen vornehmlich Ungebildete) und Stärkung des Binnenmarktes (Quatsch, es kostet uns etliche Milliarden) sind nur vorgeschoben. Tatsächlich werden die Siedler ins Land geholt, weil sie anderen Rassen, als der Deutschen angehören. Rechts graben sich Einheimische ein, die eine Durchmischung der Rassen ablehnen, weil ihnen die Fremden massenhaft Probleme bescheren und unfassbar viel kosten. Leider ist die Debatte darüber auf sachlicher Ebene von den Linksgrünverstrahlten verunmöglicht worden, weil die Herr/Damenschaft*innen den Begriff „Rasse“ derart aufgeladen haben, dass ihn keiner mehr mit der Zange anzufassen wagt. Rasse ist heute kein Wort sondern ein Werkzeug.

herbstlicht
13. September 2019 12:08

@Franz Bettinger, 13. September 2019 09:25, schrieb:

»Ist das Diskriminierung? Racial Profiling? Bei Schlangen nicht? Bei Menschen schon?<

Siehe hierzu den Begriff "Statistische Diskriminierung" (Suchmaschine; verallgemeinert aufgefaßt). Typische Anwendung etwa bei (Neuabschluß einer) KFZ-Haftpflichtversicherung. Wenn unvollständige Information über den Einzelfall vorliegt, greift man vernünftigerweise zur Statistik. Dann wäre "Rassismus" kennzeichnend für vernünftige Menschen?

heinrichbrueck
13. September 2019 13:13

Ein Helfershelfer der Globalisten. Auf der ideologischen Strukturebene unterwegs, wiederholt der Schneiderling das historische Muster seiner Meister.
Und weil es in diesem Kommentariat fast unmöglich ist, die Beiträge stoßen nicht in diese Kategorie, propagandatechnisch nicht getriggert zu werden, was ein Gehirnwäschepotenzial aufzeigt, dessen Tiefe von größenwahnsinnig historischer Einmaligkeit zeugt, die globale Entwicklung nicht aus der Perspektive der Gegenwart zu sehen, herrscht die unsichtbare Täuschung, hergeleitet aus den Lügen der Vergangenheit, auf denen die Zukunft gebaut werden soll. Je größer die Entfernung von der Wahrheit, deshalb sind präzise Formulierungen wichtig, damit die richtige Erkenntnis nicht verhindert werden kann, umso größer die geschaffene Duckmäuserei und die verstärkt unwidersprochen regierende Lüge.
Der Rassismusvorwurf soll diskreditieren, Trotzkismus vom Feinsten, in erster Linie den Selbsterhaltungstrieb der weißen Völker, und ist in der Konsequenz Massenmord an den Weißen. Sie sollen die Herrschaftsmacht über ihre weißen Völker aufgeben, damit sie in ihren weißen Ländern solange Platz machen können, bis ihre Zukunft in der Geschichte verschwunden sein wird. Wer die Sprache seiner Feinde übernimmt, kann den Kampf nicht gewinnen.

Rautenklause
13. September 2019 13:47

(Etwas?) OT, wenn auch schon mehrfach angesprochen - und in meinen Augen wünschenswert:

eine fachliche Auseinandersetzung mit dieser verqueren "Jenaer Erklärung" ... Könnte man dafür nicht Herrn Vonderach gewinnen? Um den ist es leider ruhig geworden ...

RMH
13. September 2019 14:04

Zusammengefasst, geht es bei Leuten wie bei Herrn Schneider, aber offenbar auch bei unserem Bundespräsidenten, der in Bezug auf die AfD gesagt haben soll (habs gerade in der Blöd in einem Artikel über die Beschwerden über die Wahlberichterstattung gelesen - ich verlinke nicht!):

"Aber Frust ist kein Freifahrtschein für Menschenfeindlichkeit."

ganz klar gar nicht mehr darum irgendwie darzulegen oder gar zu beweisen, dass die AfD tatsächlich rassistisch oder menschenfeindlich sei, sondern vielmehr permanent einfach zu behaupten, dass die AfD dies ist - PUNKT. Wenn man es oft genug wiederholt, wird es schon hängen bleiben. Man schafft eben seine eigenen Fakten. Siehe dazu auch die letzten Artikel von Frau Sommerfeld.

Es geht nicht mehr um Fragen des Rassismus oder einer "Menschenfeindlichkeit" oder was das denn genau sein könnte oder nicht, denn wer rassistisch oder menschenfeindlich ist, entscheiden diese Kreise ja nach eigenem Gutdünken - Rechtsweg oder Einspruch natürlich ausgeschlossen - es geht nur noch um das mit dem Finger zeigen auf die AfD und jede andere missliebige Person. Es geht nicht mehr um Integration oder Sachdiskussion, es geht um politischen Kampf und Schmähung.

Wer bspw. einfach mal so Floskeln dahin rotzen darf wie "faschistischen Revolutionären wie Götz Kubitschek" und sich damit in eine endlose Reihe anderer, die bereits sich ähnlich äußerten, einreiht, dem geht es um kein echtes Thema oder keine Diskussion mehr, dem geht es um "verbrennt die Hexen", aber bitte schnell, Antifa, make your job!

In einem der vorhergehenden Debattenstränge auf SiN kam ein kleiner Arroganz-Vorwurf an G.K.

Nach Artikeln, wie dem von Herrn S., der ja beileibe nicht der erste ist, dürfte klar sein, dass man nur erfolgreich weiter machen kann, wenn man neben einem starken Selbstbewusstsein auch eine gehörige Portion gesunder Arroganz entwickelt.

Wir sind hier eigentlich noch alle viel zu höflich und diskutieren auch nach sachlich Begriffe wie Rassismus etc. angesichts der fortlaufenden Unverschämtheiten und echten Menschenfeindlichkeiten.

Dennoch ist es besser, höflich zu bleiben, denn die andere Seite will provozieren, will das endlich mal irgendein weiterer Einzelner durchdreht etc., will, dass AntiFa Schläger- und Rollkommandos sich bestätigt fühlen etc.

Warten wir mal bis zur Wahl in Thüringen ab - ich erwarte hier noch so die eine oder andere schmutzige Sache ... Worte und Artikel wie die von Herrn S. sind nur die Spitze des Eisberges.

Monika
13. September 2019 14:06

„Aber der Rassismus ist auch vom rein wissenschaftlichen Gesichtspunkt aus nicht stichhaltig. Die heutige Anthropologie hält sogar den Begriff der Rasse für recht zweifelhaft. Der Rassismus gehört in den Bereich der Mythologie und nicht der Wissenschaft...Es existieren keine reinen Rassen. Rasse ist eine zoologische Kategorie, keine anthropologische ; eine prähistorische, keine historische. Die Geschichte kennt nur Nationalitäten, die das Resultat einer komplizierten Blutmischung darstellen. Die auserwählte arische Rasse ist ein Mythos, der von Gobineau geschaffen wurde.“...
Dieses Zitat stammt nicht aus der sog. „ Jenaer Erklärung“, sondern ist -( !) Anfang der 30er Jahre in einem kaum bekannten Beitrag von Nikolai Berdjajew ( 1974-1948) erschienen , (Quelle Zeitschrift Kontinent, Ost-West-Forum , Hefr 2/1985)
Es ist bei der Diskussion über Rassismus also auch die Zeitbedingtheit des Rassismus-Begriffes zu beachten.
Nicht etwa die Deutschen haben den Rassismus-Begriff erfunden, sondern der Franzose Arthur Gobineau ( 1816-1862) gilt als einer der Begründer des rassistischen Denkens. Sein Buch „Versuch über die Ungleichheit der Menschenrassen“ sei hier genannt.
Berdjajew kritisiert aus christlicher Sicht in seiner Zeit den Gobineau‘schen Rassismusbegriff. Für Berdjajew ist der „Rassismus die gröbste Form des Materialismus, viel gröber als wirtschaftlicher Materialismus. Rassismus ist eine extreme Form von Determinismus und von Leugnung geistiger Freiheit.“...“Die Rassenideologie stellt einen höheren Grad der Enthumanisierung dar als die proletarische Klassenideologie.“ Dem Klassendenken kann der Mensch entrinnen...dagegen „gibt es für den Juden keine Rettung; ihm wird weder die Annahme des Christentums helfen noch die Aneignung der nationalsozialitischen Weltanschauung; auf ihm lastet das Fatum des Blutes“. ( Nikolai Berdjajew)
Warum ich das zitiere ?
Wenn hier über die Rassismuskeule gesprochen wird, dann steht neben dem postkolonialen schlechten Gewissen auch immer die Monströsität eines solchen Rassismus-Begriffes im Hintergrund.
Hier kann jeder seine Überlegungen anstellen.
Wenn seit 2015 vermehrt Schulen gegen den Rassismus aus dem Boden schießen, dann soll sich jeder fragen, ob zuvor in den Schulen ein derartiger Rassismus gelehrt wurde ?
In meiner Schule jedenfalls nicht. In der meiner Kinder auch nicht. Was also ist der Geheime Lehrplan ?

Gracchus
13. September 2019 14:15

Alles richtig, was Lichtmesz schreibt, wobei man sich fragt, ob ihn diese ständigen Repliken nicht langweilen und ermüden.

Nach dem Motto "vor der eigenen Haustür kehren" lautet die Gretchenfrage wohl, wie die Rechte es mit dem Begriff der Rasse und einem enger definierten Rassismusbegriff bzw. einer Rassentheorie hat. Besteht insoweit überhaupt Konsens?

Ich kann Unterschiede zwischen Menschen und Menschengruppen wahrnehmen, ohne dass ich dafür die Kategorie "Rasse" benötige. Ich sehe keine Rassen, ich sehe unterschiedliche Menschen. Der Begriff "Rasse" bietet keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn, im Gegenteil sorgt er - aufgrund seiner Geschichte, aber nicht nur - für Verwirrung. Mir ist schon nicht klar, aufgrund welcher Merkmale sich eine Rasse konstituieren soll.

Laurenz
13. September 2019 14:27

Für mich hat es @zeitschnur hier, in den Kommentaren, am besten getroffen, weil Sie den historischen Ansatz als Argumentationsgrundlage anführt. Das faschistische Italien machte es den "demokratischen" Kolonialmächten, man könnte auch sagen, die sich als "demokratisch" bezeichnenden pre-faschistischen oder feudalen alliierten- & Entente-Mächten nach und hausten fürchterlich in Abessinien. Deutschland hatte aber als nationalsozialistischer Staat überhaupt keine ausgebeuteten Kolonien mehr und die SS war die größte jemals existierende internationale Freiwilligen-Einheit. Da verwundert einen schon die Identifikations-Grundlage unserer westlichen Werte-Gesellschaft oder gar -Gemeinschaft. Ist denn nicht die Negierung, die Mißachtung, die Respektlosigkeit gegen alle unterschiedlichen Ethnien und Kulturen auf dem Planeten, der wahre Rassismus? Des Spiegleins Umfrage-Butze, Civey, fragt desöfteren den Leser, ob er sich denn nicht für fremde Kulturen interessieren würde, und die Mehrheit schreibt eher ja oder sehr stark. Gleichzeitig propagiert der Spiegel aber die weltweite Auflösung jeglicher kulturellen Unterschiede und befürwortet die Integration, als die Vernichtung zugewanderter - und unserer eigenen Kultur. Dagegen war der Stürmer doch noch ein harmloses Blättchen.
Der 2. dickste Hammer ist der kollektive deutsche pro-semitische Rassismus. Wer zurecht kollektiv gegen Anti-Semitismus kämpft, bestätigt doch die Legitimation einer semitischen Ethnie, wie auch das ethnokratische Existenzrecht Israels. Soweit so gut. Wer dann aber gleichzeitig anderen Ethnien, und Völkern, auch dem deutschen Volke ein ethnokratisches Existenzrecht abspricht, was sich ja fast täglich im Bundestag vollzieht, ist entweder paradox wahnsinnig (dissoziative Identitätsstörung, auch Gespaltene Persönlichkeit als Massenphänomen) oder ein Rassist, da gibt es doch gar nichts zu deuteln. Mal abgesehen von den AfD-Anhängern sind wir ein Volk von Hardcore-Rassisten. Und als ob das nicht genügen würde. Da stellen wir in Berlin ein super Mahnmal hin für 6 Mio. jüdische Opfer, aber der Krieg forderte 55 Mio. Opfer, wenn wir die Nachkriegszeit und die Nebenkriegsschauplätze mit berücksichtigen, kommen wir sicher auf 100 Mio. Opfer, von denen sich die wenigsten wohl ihr Schicksal freiwillig ausgesucht hatten. Warum stehen in Berlin nicht die Namen von 10 Mio. Deutschen und 25 Mio. Russen neben allen anderen Opfern des Krieges? Die Privilegierung semitischer Opfer läßt doch keinen anderen Schluß als pro-semitischen Rassismus zu. Und ist Rassismus nicht immer faschistoid? Mit politischer Logik haben es meine Mitbürger nicht wirklich.
Mein Großonkel saß, als Kommunist, übrigens auch im Konzentrationslager ein. Aber sein Name ist in Berlin nicht zu lesen. Selbst als linker Deutscher ist man eben nicht einmal ein Untermensch, sondern nur ein gottvergessenes Rindviech.

Andreas Walter
13. September 2019 14:52

@Laurenz

Ist schon passiert, nämlich (auch?) hier:

https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/die-jenaer-erklaerung-auf-dem-pruefstand/

herbstlicht
13. September 2019 15:58

@Gracchus, 13. September 2019 14:15, schrieb

»Mir ist schon nicht klar, aufgrund welcher Merkmale sich eine Rasse konstituieren soll.«

Zunächst gibt es Populationen im Sinne der Genetik: (annähernd) in sich abgeschlossene "Fortpflanzungsgemeinschaften". Dann kann man evtl. Unterschiede zwischen Populationen der gleichen Spezies z.B. in Genfrequenzen feststellen und --- so's zum Reden über dieses Stückchen Welt nützlich erscheint -- von verschiedenen Rasen sprechen.

Niekisch
13. September 2019 16:06

"Wer die Sprache seiner Feinde übernimmt, kann den Kampf nicht gewinnen."

@ heinrichbrueck 13.9 13:13: Vielleicht doch, wenn er dessen Begriffe variiert und sie an den Feind zurückgibt.

Liege ich falsch, wenn ich behaupte, daß wir selbst hier allenfalls 10 % der Energie auf eigene Begriffsbildungen und deren Einsatzmöglichkeiten verwenden?

quarz
13. September 2019 16:19

@Rautenklause

"dieser verqueren "Jenaer Erklärung"

Ich bin nicht Vonderach, habe aber gerade diese „Jenaer Erklärung“ durchgelesen und mich anschließend darüber gewundert, dass sich die Verfasser dieses jämmerlichen Pamphlets trauen, sich dem Urteil ihrer Fachkollegen auszuliefern.

Zunächst mal ist der Text – entgegen der Ankündigung im Titel – über weite Strecken weniger eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Rassekonzept als ein zähes und redundantes Lamento über die historischen und befürchteten zukünftigen sozialen Auswirkungen von dessen Gebrauch. Und es bedient sich eines polemischen Vokabulars, welches stellenweise eher an den Leserbrief eines Wutbürgers als an branchentypische Wissenschaftssprache erinnert.

Zur Untermauerung des Standpunktes, der diese Polemik trägt, wird zunächst mal viel und wichtigtuerisch auf die Autorität gepocht, aus der heraus dieser verkündet wird. „Die Wissenschaft“, so wird beteuert, habe den Rassebegriff seit langem als Unsinn enttarnt und für diesen gebe es „keine wissenschaftliche Begründung“.

Groteskerweise erwähnen die Herren Erklärer fast im selben Atemzug eine Begründung, die Ernst Mayr (immerhin der bedeutendste Evolutionsbiologe des 20. Jahrhunderts) im Jahr 2002 gegeben hat. Ich erlaube mir, Mayrs Fazit in etwas größerem Detail zu zitieren als es die Verfasser der Erklärung gewagt haben: „There is a widespread feeling that the word "race" indicates something undesirable and that it should be left out of all discussions. This leads to such statements as “there are no human raes”. Those who subscribe to this opinion are obviously ignorant of modern biology.” Mit dieser Position ist Mayr auch keineswegs, wie offenbar vermittelt werden soll, allein auf weiter Flur. Richard Dawkins, der prominente Evolutionsbiologe vermerkt beispielsweise lapidar: "However small the racial partition of the total variation may be, if such racial characteristics as there are highly correlate with other racial characteristics, they are by definition informative, and therefore of taxonomic significance." Aber gut, was ist schon Harvard oder Oxford gegen Jena! Diesen Angelsachsen fehlt es wahrscheinlich einfach an Haltung.

Nun aber zu den inhaltlichen Argumenten der Pamphletisten, die nicht nur erstaunlich dünn gesät sind in den schaumigen Weiten des polemischen Ergusses, sondern auch von – man kann es nicht anders sagen – geradezu skandalöser wissenschaftlicher Dürftigkeit. Im wesentlich sind es zwei Begründungen, die das Manifest tragen sollen:

(1) Die von Vertretern des Rassekonzepts zur Abgrenzung verschiedener Menschenrassen verwendeten Merkmale sind, so lautet der Vorwurf, „willkürlich gewählt“. Und „deshalb“ hätten wir es nicht mit einem wissenschaftlichen Konzept zu tun.

Nun, natürlich ist hier Willkür im Spiel. Aber das ist eine Trivialität, die jeder Begriffsbildung zu eigen ist und deshalb nicht als Einwand gegen die Wissenschaftlichkeit des Begriffs taugt. Es ist immer von Interessen geleitet, welche Merkmale, Objekte und Phänomene ich unter einen Begriff fassen will und welche nicht. Begriffe gibt es nicht in vorgefertigtem Format (TÜV-geprüft wissenschaftlich) im Fachhandel zu kaufen, sondern sie werden nach Maßgabe des Forschungsinteresses geprägt oder, falls in geeigneter Form in der Alltagssprache vorhanden, aus dieser übernommen. Mit der Abgrenzung Wissenschaft-Nichtwissenschaft hat das gar nichts zu tun. Über die Wissenschaftlichkeit eines Begriffes entscheidet einzig und allein seine prognostische Potenz und diese wiederum hängt davon ab, ob der Begriff ein empirisches Korrelat hat, also davon, ob der Begriff genau dann zutrifft, wenn bestimmte empirische Merkmale auftreten. Und damit sind wir beim zweiten Argument, auf das die Herren aus Jena offenbar besonders stolz sind, weil sie es mehrfach wiederholen wie ein schlechter Witzeerzähler seine Pointe, die beim Publikum nicht angekommen ist:

(2) „Innerhalb von Rassen gibt es mehr genetische Variation als zwischen Rassen, deshalb gibt es keine Rassen“ (Kein wörtliches Zitat, aber die Quintessenz)

OH-MY-GOD! Das darf doch nicht wahr sein: Lewontin’s Fallacy! Ich überspringe jetzt mal die Frage, wie man die genetische Variation innerhalb von und zwischen Entitäten messen kann, die es nicht gibt, und komme zum Kern der Sache. Dieses einfältige Argument stammt von Richard Lewontin (1972), wurde bereits Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts von Jeffrey Mitton und dann nochmals von Edwards 2003 so gründlich widerlegt und diskreditiert, dass seither „Lewontin’s Fallacy“ als Stempel für Denkfehler von Leuten verwendet wird, die es aus Unwissen oder Borniertheit immer noch repetieren.

Neben diesen generellen „Argumenten“ führen die PC-Helden noch spezifische Fake-News ins Treffen wie die Behauptung, dass eine Korrelation zwischen Hautfarbe und Persönlichkeitsmerkmalen „eindeutig widerlegt“ sei oder dass es keinen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen geographischer Herkunft und Intelligenz gebe.

Wer die hier in aller Kürze angerissenen, für die Beurteilung der anhängigen Fachfrage wesentlichen Zusammenhänge nicht kennt, der gehört wegen Inkompetenz schleunigst von seinem Lehrstuhl entfernt. Wer sie kennt, aber unterschlägt, erst recht.

Franz Bettinger
13. September 2019 19:58

@quarz: köstlich!

Nemesis
13. September 2019 21:26

@Der_Juergen
Zu Ihrer Frage: "Angesichts des Verhaltens der Zigeuner, die getreu ihrer alten Tradition ihre Kinder..."

Sie beantworten sich die Frage im Grunde selber:
„Natürlich gibt es objektiv keine "höheren" und "tieferen" Rassen oder Völker, und zwar einfach darum, weil die Kriterien, nach denen ein solches Urteil gefällt wird, zwangsläufig subjektiv sind und von der rassischen oder ethnischen Zugehörigkeit des Urteilenden abhängen.“

Wenn Sie das wirklich so sehen und exakt so anwenden, kann die Antwort nur lauten: nein, sie sind nicht „minderwertiger“. Auch die Frage nach Gleichwertigkeit stellt sich dann nicht.
Sie sind: Anders

Das hängt mit der Bewertung im Bezug auf eine (moralische) Referenzgröße zusammen. In dem Augenblick, in dem Sie diese (moralische) Referenz einführen (z.B. die eigene Gesellschaft als Referenz), machen Sie aus der relativen Normierung automatisch eine absolut Moralische. Und damit sind Sie sofort bei „besser“ vs „schlechter“, „höherwertig“ vs „minderwertig“ oder „gleichwertig“.

Und das ist genau das, was man damit bezwecken will: man wird Sie als Rassist markieren.

Der einzige Weg um aus dieser Nummer herauszukommen ist: diese Bewertung aufgrund einer (moralischen) Referenz komplett zu verweigern. Die Andersartigkeit braucht man nicht leugnen, denn: sie ist
a. kein moralisches Bewertungskriterium,
b. offensichtlich
c. wohlgelitten unter den Freunden der Diversität.

Der nächste Schritt muß dann konsequenterweise sein, daß Andersartigkeit zukünftig als rassistisch gebrandmarkt wird.
Und damit wird die Kluft und die Anstrengungen das unter Kontrolle bringen zu müssen immer größer und absurder.

Man kann das übrigens in Diskussion vollkommen leicht auskontern, indem man das gleiche Prinzip einfach umdreht (die Diskussion also moralisch macht).
Sieht dann so aus:
1. Frage in die Runde: z.B. Sollte die deutsche Kultur anderen aufgezwängt werden („Leitkultur“ ).
2. Aufschrei und „klare Kante“ (außer Sie haben einen Rassisten als Gegenüber :)) Auf keinen Fall.
3. Diskussion laufen lassen und nach einiger Zeit auf den Diskussionspunkt (wie z.B. Mädchenbeschneidungen in Afrika) bringen.
4. Anhören wie schlimm das alles ist und daß man das unterbinden muß.
5. Dann Ansage: Ich bin für Mädchenbeschneidungen in Afrika.
6. Ruhe im Raum.
7. Erklärung: Wieso wollen Sie die deutsche Kultur Anderen aufdrängen? Sind Sie Rassist?
8. Schweigen

Wenn Sie solche gesunde Logik öfters durchziehen, das kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung bestätigen, wird sich ihr „Freundeskreis“ lichten. So what? Dafür bekommen Sie andere Menschen (und immer mehr).

Für mich ist es aber wirklich so: Ich bewerte diesbezüglich wirklich nicht nach moralischen Bewertungen. (Im Grunde geht es um eine funktionale Bewertung). Das Problem wird aber eben erst dadurch virulent, daß man völlig andersartige Kulturen raum-zeitlich zusammenpfercht. Und das dann noch dazu unter z.T. völlig perversen Bedingungen. Ich halte mir aber immer vor Augen: Leidtragende sind vor allem diejenigen, denen das widerfährt.

@Monika
„Es ist bei der Diskussion über Rassismus also auch die Zeitbedingtheit des Rassismus-Begriffes zu beachten.“

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch , sich einmal das zeitliche Auftreten bzw. die zeitliche Zunahme des Begriffes Rassissmus genauer anzusehen. Google Ngram zeigt folgende zeitliche Entwicklung des Auftretens:
Amerika: ab 1960
Deutschland: ab 1980 (typischer 20-Jahres Zeitverzug)

https://books.google.com/ngrams/graph?content=racism&year_start=1800&year_end=2000&corpus=15&smoothing=3&share=&direct_url=t1%3B%2Cracism%3B%2Cc0

Das können Sie dann auch mal machen für:
institutional racism
verbal racism
anti-racism campaign
racialism

Und dann stellen Sie mal oben auf German um:
Rassismus

Amos
13. September 2019 21:39

@zeitschnur:
Sie sehen die Lösung, eine Abkehr vom Rassismus, in der auf alle Menschen ausgedehnten, enlargierten Familienethik (A. Gehlen), im Humanitarismus.
Der Humanitarismus beantwortet die Frage "wer ist mein Nächster" mit "jeder". Eine allgemeine universelle Menschenliebe neigt aber dem Abstrakten zu und dazu, sich aus realen Bindungen und Verantwortungen zu stehlen zugunsten einer sentimentalen Liebe zur "Menschheit", die nicht durch die Tat eingelöst werden kann. Der übersteigerte moralische Anspruch ohne Entlastungsmöglichkeit führt wiederum zu einer Verlagerung in die Gesinnung und zu Radikalisierung, Aggressivität und zur Rechtfertigung von Hass und Gewalt gegenüber Andersgesinnten. Kennen Sie Tarantinos "Django unchained" oder "Inglorious Bastards"? Das sind schon keine "Splatter" mehr, sondern echte filmische Hass- und Gewaltorgien gegen Weiße und Deutsche, gesinnungsethisch gerechtfertigt, eine neuartige, geheilgte Lust am Bösen.
Christus beantwortet die Frage "wer ist mein Nächster" mit dem Samaritergleichnis. Dort ist zwar tatsächlich der Fremde, nicht der Familienangehörige oder "Volksgenosse" der Nächste, die Familienethik tatsächlich erweitert, aber die Nahsicht, der persönliche Rahmen, bleibt erhalten. Jemand übernimmt Verantwortung in einer Siutuation, in der genau er betroffen und zu einer Entscheidung aufgefordert ist. Der "Nächste" ist zudem in einer existentiellen Notlage, nicht etwa unterwegs in ein "besseres Leben". Damit ist ein Ernst verbunden, der unterscheidet vom Süßlichen des Humanitarismus. Ich glaube deshalb es ist OK, Rassist zu sein, denn das bedeutet ja nur Unterschiede zu erkennen, wo auch Unterschiede sind. Ich habe noch keine Sekunde geglaubt, dass alle Menschen gleich begabt, intelligent, schön oder liebenswert sind, denn das sind sie ja ganz offensichtlich noch nicht einmal in der selben Familie. Rassismus ist deshalb eine Leerformel. Das eigentliche Problem ist, wenn es keine letzte Instanz mehr gibt, die dem Anderen die von Ihnen genannte Gottesebendbildlichkeit beimißt, oder, weniger fromm, den Wert des Lebens als Ergebis von ein paar Milliarden Jahren Evolution, wenn das ethische Prinzip der Gegenseitigkeit aufgehoben wird. Der Andere kann aber nicht nur aufgrund von äußerlichen Unterschieden entmenscht werden, sondern gerade auch aufgrund der Gesinnung, wie es unsere "Napalm über Chemnitz"- Gutmenschen gerade demonstrieren.

Lotta Vorbeck
13. September 2019 21:40

@Rautenklause

Schön, Sie nach langer Absence wieder hier im SiN-Kommentariat zu wissen!

Der_Juergen
13. September 2019 22:00

@quarz

Volle Zustimmung zu Ihren Ausführungen. Lewontin gehörte zu den Verfechtern der egalitären Anthropologie, die sich nicht an empirisch ermittelten Fakten orientierten, sondern notdürftig als Wissenschaft getarnte Propaganda betrieben. Als Stammvater der egalitären Anthropologie darf der aus Deutschland stammende Franz Uri Boas gelten. Boas, ein vielseitig begabter Wissenschaftler (u. a. war er ein Pionier in der Erforscher von Indianersprachen), anerkannte die Bedeutung rassischer Faktoren ursprünglich durchaus; in seinem 1911 erschienenen Buch "The Mind of Primitive Man" schrieb er:

"Strukturelle Unterschiede gehen notwendigerweise mit funktionalen Unterschieden Hand in Hand, die sowohl physiologischer als auch psychologischer Natur sind. Da wir klare strukturelle Unterschiede zwischen den Rassen ermittelt haben, müssen wir davon ausgehen, dass man auch Unterschiede zwischen in ihren geistigen Charakterzügen finden wird."

In späteren Auflagen dieses Buchs fehlt diese Passage. Zu den Jüngern des späteren, "antirassistischen" Boas gehörten u. a. Eugenia Weltfish, Isidor Chein, Melville Herkovits, Otto Klineberg und Israel Ehrenberg, der sich den klangvollen Namen Ashley Montague zulegte. Unter der Federführung dieses Gauklers erschien 1950 eine Unesco-Propagandaschrift mit dem Titel "The Race Question", in der die Wichtigkeit des Kampfes gegen den Rassismus hervorgehoben und behauptet wurde, es gebe keine rationalen Argumente gegen die Rassenmischung. Die theoretischen Grundlagen der Umvolkung wurden also schon damals gelegt.

Allerdings gab und gibt es auch etliche jüdische Anthropologen, welche die Bedeutung rassischer Faktoren gebührend würdigen; zu ihnen zählten u. a. Hans-Jürgen Eysenck sowie Richard Hernstein, der gemeinsam mit Charles Murray das epochale Werk "The Bell Curve" geschrieben hat.

Nordlicht
13. September 2019 22:16

Begriffe werden umgewertet: Demokratie hat nichts mehr mit Volksherrschaft zu tun, sondern mit einer bestimmten Sicht der Gesellschaft. Die Ehe ist nicht mehr, was sie war. Kindern bekommen in der Schule nicht Wissen und Können vermittelt, sondern Meinungen und Zukunftsangst.

Und nun also Rassismus: Dass Menschengruppen unterschiedlich sind, ist eine rassistische Feststellung. Offensichtlich ist es ein statistischer Zufall, dass alle wesentlichen Erkenntnisse und Entwicklungen der letzten 1000 Jahre von Weissen, von Europäern, kamen.

Der aktuelle Hebel liegt im Art. 1 GG in der ominösen Formel von der "Würde des Menshen", die unantastbar sei. Das wird gedeutet als Verbot der Einreisekategorisierung nach Fähigkeiten und Nutzen für die Gesellschaft. Würden die Drogendealer am Görlitzer Park regelmässig polizeilich gefilzt, wäre dies "rassistisch". Würden um Mitter nach im Bahnhof herumstehende Männer, die keine Zugfahrt beabsichtigen, kontrolliert (- auch nach Messern), wäre dies rassistisch.

Zitate aus der Kriminalstatistik sind rassistisch, weil sie unangenehme Fakten zeigen; das Gleiche gilt für die Analyse von Schulleistungen oder die Typisierung von Sozialempfängern.

Es ist zum K***en. Zählt man nun noch den Klima-Wahnsinn, die Zerstörung der Industrie, den Niedergang der MINT-Fächer, die abnehmende Leistungsfähigkeit der Schüler und Studenten, den Nivauverlust an den Universitäten (- Gender statt Wissenschaft), dann komme ich zu der Erkenntnis:

Unser Staat, unsere Gesellschaft ist nicht mehr zu retten.

PS
Frau Kositzka, bitte schreiben Sie ihren Blog weiter. Twitter mag faszinierend sein, aber ihr Wochentext hat eine andere Anmutung: Sie erwecken mit ihren Alltagsnotizen in mir die Hoffnung, dass meine o. g. pessimistische Zukunftssicht falsch ist, dass Hoffnung berechtigt ist.

Nemesis
13. September 2019 23:18

@quarz
"Richard Dawkins, der prominente Evolutionsbiologe vermerkt beispielsweise lapidar: "
"However small the racial partition of the total variation may be, if such racial characteristics as there are highly correlate with other racial characteristics, they are by definition informative, and therefore of taxonomic significance."

Das ist schon richtig.
Aber er schreibt dann auch lapidar weiter:

"I must at this point reiterate my strong objection to being asked to fill in forms in which I have to tick a box labelling my 'race' or 'ethnicity', and voice my strong support for Lewontin's statement that racial classification can be actively destructive of social and human relations — especially when people use racial classification as a way of treating people differently, whether through negative or positive discrimination. To tie a racial label to somebody is informative in the sense that it tells you more than one thing about them. It might reduce your uncertainty about the colour of their hair, the colour of their skin, the straightness of their hair, the shape of their eye, the shape of their nose and how tall they are. But there is no reason to suppose that it tells you anything about how well-qualified they are for a job. And even in the unlikely event that it did reduce your statistical uncertainty about their likely suitability for some particular job, it would still be wicked to use racial labels as a basis for discrimination when hiring somebody. Choose on the basis of ability, and if, having done so, you end up with an all-black sprinting team, so be it. You have not practised racial discrimination in arriving at this conclusion."

Es schließt sich im Buch auch direkt an die von Ihnen zitierte Stelle an. Und gehört, aus meiner Sicht, eben auch unbedingt dazu.
Wenn man diese schon zitiert.

Laurenz
13. September 2019 23:44

@Andreas Walter & Co. ...... wissenschaftliche Biologie existiert, aber nicht in der politischen Debatte, denn wenn Biologen und Mediziner Rasse-Merkmale benennen würde, wie zB die weiße Krankheit https://de.wikipedia.org/wiki/Mukoviszidose

verlieren sie jede Möglichkeit einer Karriere. Man traut sich das nur bei Tieren. Da entdeckt man ganz frisch & frei neue Arten. https://www.galileo.tv/video/vor-der-kueste-suedchiles-forscher-entdecken-neue-killerwal-art/ .... die sich nur lapidar von anderen Arten unterscheiden, nicht mal in der Hautfarbe.

Da fällt doch einem zu diesen "Tier-Nazis" nichts mehr ein.

Wir Menschen haben nur etwa 22.000 Gene "eingeschaltet", vergleichbar einem Seestern. Da ist eine Abweichung von 100 oder 200 Genen bereits enorm, sind wir doch mit dem Gorilla mehr verwandt, als afrikanische mit indischen Elefanten.
Indem man die menschliche Diversität ideologisch leugnet, zerstört man sie doch wissentlich. Für uns Rechte bedeutet es, daß wir menschliche Vielfalt erhalten wollen. Die Linke wünscht nur leicht beherrschbaren Mob und keine kulturelle Identität, da diese soziale Bindungen schöpft, was die Beherrschbarkeit reduziert.
Von daher poste ich immer wieder gerne Morgan Freeman https://youtu.be/by9HCGePzRY (00:37 total)

Pit
14. September 2019 02:49

Für meinen folgenden Beitrag gilt folgende Begriffssetzung:
Rassismus = Anerkennung der Verschiedenheit von Menschen aufgrund ihrer Rasse, wobei das im Übrigen rein phänomenologisch ist: sie sehen anders aus, sind anders. Warum...wie... ist völlig uninteressant. Sie sind anders, und es ist der Wunsch, daß Menschen anderer Rasse / anders-seiende Menschen nicht der eigenen Volksgemeinschaft angehören mögen und sie nicht auf unserem Territorium siedeln mögen

Mein Vorschlag: vom Spüren ausgehen, nicht vom Denken. Die Leute wollen nicht mit anderen Rassen zusammenleben (Beweis: Selbstsegregation). Komisch: vom Spüren her ist es völlig klar. Alle empfinden es so, schlägt sich in Wahlergebnissen für Trump und AfD und Front National usw. nieder. Aber: begründen kann´s keiner. Darum sind die Begründungen so furchtbar verquast und triefen vor Unehrlichkeit und Sich-Winden.

Du mußt nicht begründen, warum du nicht mit anderen Rassen zusammenleben willt.
Du bist der Souuverän.
Das Leben auf deinem, auf unserem, Territorium, hat so zu sein, wie es dir gefällt. Ohne Begründung, ohne Rechtfertigung. Mein Land, meine Regeln. Keine Erklärung, keine Rechtfertigung. So wie es dir gefällt. Du bist der Souverän. Das Volk ist der Souverän und lebt in Selbstbestimmung. Wir bestimmen selbst, wie es uns gefällt zu leben: unter UNSERESGLEICHEN. Nicht mit Andersartigen. Love it or leave it. My way or highway.

Ich habe das schon sehr oft hier auf SiN geschrieben.
Ich habe noch nie eine Reaktion bekommen.
Der Gedanke ist noch nie aufgegriffen worden von anderen.
Darum habe ich schon lange keinen Kommentar mehr hier geschrieben.

Warum ist die Rassismus-Keule so unbeheuer wirksam? Sehr einfach: Pathologisierung des Normalen. Verbiete etwas völlig Normales, wie Rassismus, mache es illegitim, und du kannst ALLE vor dir hertreiben. Jeder muß sich ja winden... und beweisen, daß er kein Rassist ist... sondern the democrats are the real racists und die Plantage usw... Wenn du das Normale für illegtim erklären kannst, hast du natürlich gewonnen.

Sind sich die Teilnehmer hier bewußt, daß Rassismus normal ist, daß er richtig ist?
Fühlen die Teilnehmer hier in sich das Bedürfnis, diese ungeheuerliche Anschuldigung des Rassimsus glühend, mit tiefster Überzeugung, mit tiefstem Humanismus und Christlichkeit, von sich zu weisen?

Ihr seid Verlierer. Ihr habt euch fangen lassen mit einem Trick.

Rassismus ist richtig, weil es natürlich ist.
Solange der Widerstand nicht imstande ist, das als legitime Position durchzusetzen, werden wir niemals Deutschland als unser Heimatland mehr für uns und unsere Nachkommen zurückgewinnen. Wollt ihr also lieber tot, lieber ausgerottet sein als von den Hassern als unmoralisch eingestuft zu werden?
Seid bitte so unhöflich, rassistisch zu sein.
Seien wir so unhöflich, andersrassigen Menschen zu sagen, daß wir sie nicht als Teil der Volksgemeinschaft wollen.

Merkt ihr, wie absolut unerträglich diese Worte sind ?
Diese Worte sind wahr; sie sind richtig. Jeder weiß es. Ihr wißt es.
Wer hat es gemacht, daß diese wahren, richtigen Worte unerträglich sind?

quarz
14. September 2019 07:21

@Nemesis

Ich habe Dawkins in Bezug auf die Frage zitiert, in der er über Fachkometenz verfügt: die Frage des wissenschaftlichen Status des Rassebegriffs.

Die von Ihnen eingeforderte Erweiterung des Zitats besteht aus 10% fachfremder Spekulation und aus 90% ideologischer Stellungnahme, welche politischen Konsequenzen man aus den gewonnenen Erkenntnissen ziehen soll.

Die fachfremden 10% bestehen aus der Behauptunng, dass es keinen empirischen Zusammenhang zwischen Rasse und Berufseignung gebe. Und die wird von den fachlich zuständigen Wissenschaftlern mehrheitlich als falsch angesehen. Intelligenzforscher sind mehrheitlich der Menung, dass es für die ermittelten Inteligenzunterschiede zwischen rassischen Gruppen genetische Ursachen gibt. Und Psychologen sind mehrheitlich der Meinung, dass Berufseignung wesentlich mit Intelligenz zu tun hat. Aus den beiden Prämissen folgt, dass Dawkins diesbezüglich falsch liegt.

Die übrigen 90% sind ein Plädoyer dafür, dass man die wissenschaftlichen Erkenntnisse ignoriert und wider besseres Wissen so tut, als gebe es keine empirischen Unterschiede zwischen Rassen. Eine Kognitive Dissonanz, die man nicht selten bei Forschern (wie z.B. Cavalli-Sforza) findet. Dazu mag sich jeder seinen Teil denken.

Der_Juergen
14. September 2019 09:42

@Nemesis

Vielen Dank für Ihre überzeugende Antwort auf meine Frage. Ich hätte eigentlich von selbst draufkommen müssen. Auch Ihre Ergänzung zu Dawkins ist informativ.

Gracchus
14. September 2019 10:05

Auffallend ist, dass hier eine Vielzahl der Foristen Rasse, Ethnie, Kultur fast synonym gebrauchen, jedenfalls wird da nicht unterschieden. So dass ich mich frage, wieso man sich beklagt, als Rassist bezeichnet zu werden. Man wendet sich - so mein Eindruck - nicht gegen die Bezeichnung "Rassist", sondern dagegen, das Rassismus moralisch verwerflich sei, weil Rassismus nur bedeute, menschliche Unterschiede anzuerkennen - weshalb Rassen, so die politische Implikation, auch weitgehend getrennt gehören, damit sich das Erbgut jeder Rasse rein und die Unterschied erhalten bleiben. Richtig? Ich will niemandem etwas unterstellen, aber das ist das, was ich als Wurzel aus den Beiträgen herauslese.

@Nemesis
Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen: Aber wo ist denn bitte in Ihrer Argumentation die Logik? Wer gegen eine deutsche Leitkultur in Deutschland ist, muss für Beschneidung von Frauen in Afrika sein?!? Wenn ich gegen die Beschneidung von Frauen bin - ob in Afrika oder sonstwo -, dann weil ich mir vorstelle, dass dieses Verhalten mit dem starkem Leid verbunden ist. Diese Vorstellung ist aber kein Spezifikum deutscher Leitkultur (hier in Deutschland ist das strafbewehrt). Ich verfüge zudem überhaupt keine Mittel, Afrikanern in Afrika etwas aufzuzwängen.

@Amos
Jesus ging es mit Sicherheit nicht um abstrakte Menschheitsliebe, sondern um konkrete Nächstenliebe, und der Nächste kann jeder x-Beliebige sein, der mir über den Weg läuft. Und so habe ich auch @zeitschnur verstanden, weil sie ja von konkreten Menschen ausgeht.

zeitschnur
14. September 2019 10:31

@ Der_Juergen

Sie fragen ob Kulturen, die bestimmte Greuel praktizieren (Mädchenbeschneidung etc.) der unseren gleichwertig sind.

Die eigentliche Frage, die der "Rassismus"-Debatte zugrunde liegt, behandelt nicht Kulturen, sondern den Menschen. Nicht alle Kulturen, sondern alle Menschen sind "gleich".

Die Diskussion darüber, inwiefern "gleich" trotz empirischer Ungleichheit, ist das Schlachtfeld unserer Tage.

Hier überschneiden sich Ebenen: Bestimmte ethische Folgen aus mythischen Überzeugungen vom Menschen sind ungleich und rufen eine ontologisierende Ungleichbehandlung hervor. Am Beispiel Mann-Frau: dass sie ungleich (verschieden) sind, lässt sich nicht bestreiten. Aber woher kommt der Wahn, Gott habe den Mann zum Herrscher über die Frau ausersehen? Ebenso wie das Christentum einerseits dies behauptet, andererseits aber darauf besteht, dass vor Gott alle gleich sind, messen alle Kulturen mit zweierlei Maßen, formulieren Paradoxien und Widersprüche, reden sich vieles schön, denken Dinge nicht konsequent zu Ende, hintergehen ihre eigenen ethischen Setzungen.

Zusammengefasst bedeutet das, dass jede Kultur - ausnahmslos - ihre Träger in solche Lebenslügen und Schizophrenien treibt. Die Lebenslügen der anderen (Zigeuner, Afrikaner etc.), die Sie nennen, sind plumper, schnell zu entlarven, liegen förmlich auf der Hand. Je "höher" die Kulturen, desto subtiler die Schizophrenie. Kein afrikanischer Stamm, der zwar seine Mädchen beschneidet und traumatisiert, hat je so verheerende Kriege hervorgebracht wie unsere abendländische "Hochkultur“, deren Schandtaten zum Himmel schreien bis heute.
Wir können dem nicht ausweichen. Man muss das Gute behalten und das Schlechte verwerfen — keine Kultur entrinnt dieser Sonderung von Spreu und Weizen!

Kultur offenbart neben der Größe des Menschen auch seine Schwäche. Je höher er hinaus wollte und kam, desto tiefer stürzte er. Mir erscheint das wie eine Konstante.
Wir sind erlösungsbedürftig, und gerade darin sind wir allesamt so gleich, wie man nicht gleicher sein kann.

Die Erlösungbedürftigkeit rechnet im "Mehr" und "Weniger", im "moralisch besser" und "moralisch schlechter", sie führt die Gleichheitsdebatte mit der uneingestandenen Variablen der erlösungsbedürftigen Schwäche. Das führt nur zu immer neuen Verwerfungen und einem geradezu pharisäischen Hochmut.

Hören wir damit auf!
Erkennen wir in der Schwäche der anderen unsere reale oder potenzielle eigene. Sagen wir vielmehr für uns aller erkannten Bosheit ab und fördern sie auch nicht beim anderen, dies allerdings ohne ihn abzuwerten. Ich halte diese rechte Denkform vom anderen als „Feind“ für falsch. Warum genügt es nicht, sich einfach vom anderen abzugrenzen? Warum muss man dies durch eine Art virtuelle Feindseligkeit aufladen?

Substanziell (wesenhaft) können Menschen nur gleichwertig sein - das ist logisch unbestreitbar. Das gilt, weil jeder Mensch vom Menschen kommt. Was wir tun aber, ist nicht gleich - gemessen an dem, was uns möglich ist zu tun (nicht an einer subjektiven äußeren Messlatte anderer gemessen). Wir sind nicht gleich im Entfaltungswillen zu unserem Eigenen. Das Grundübel steckt darin, dass der eine sich mittels der Möglichkeiten des anderen entfalten will, indem er sie ihm raubt und zu seinen eigenen deklariert und sich anschließend zum Herrn über den Beraubten aufpflanzt.

RMH
14. September 2019 11:27

… und das macht dann der notorische Spiegel daraus:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/rasse-selektion-apartheid-rassismus-afd-rassenlehre-9-11-a-1286518.html

"... ihr Papier lässt sich auch so schon verstehen als Anklageschrift gegen die xenophoben Hassredner."

Ohne "Hass" geht heutzutage gar nichts mehr, vgl.:

„Alle diese Untersuchungen,... die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen ... Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“ (Bärbel Bohley)
zitiert nach:
https://www.achgut.com/artikel/baerbel_bohley_die_frau_die_es_voraussah

Achterndiek
14. September 2019 11:52

@ Pit

"Ich habe das schon sehr oft hier auf SiN geschrieben.
Ich habe noch nie eine Reaktion bekommen."

Allemal Grund genug für mich bei diesem heißen Thema, meine zunehmende Schreibmüdigkeit zu überwinden.

"Du mußt nicht begründen, warum du nicht mit anderen Rassen zusammenleben willt.
Du bist der Souuverän.
Das Leben auf deinem, auf unserem, Territorium, hat so zu sein, wie es dir gefällt. Ohne Begründung, ohne Rechtfertigung. Mein Land, meine Regeln. Keine Erklärung, keine Rechtfertigung. So wie es dir gefällt. Du bist der Souverän. Das Volk ist der Souverän und lebt in Selbstbestimmung. Wir bestimmen selbst, wie es uns gefällt zu leben: unter UNSERESGLEICHEN."

Sehe ich auch so. Ein Souverän (Herr, Eigentümer) ist keiner mehr, wenn er stammelnd nach Rechtfertigungen sucht. Damit stimmt er bereits seiner Enteignung zu. Im sozialen Mikrokosmos sieht es doch auch so aus: Ich lade den Peter ein, den Stephan aber nicht.
Punkt und Basta. Das sollte ich begründen? Wer samma denn?

Davon mal abgesehen haben solche Präferenzen, Sympathien und Antipathien, auch nicht immer mit einfach erklärbaren funktionalen Zusammenhängen zu tun, sondern erfolgen aus dem "Kniegelenk".

Heimat kann nur dort sein, wo man sich nicht lang und breit erklären muß.

Gracchus
14. September 2019 13:02

Ich denke @Pit bringt die Sache auf den Punkt. Der Rest ist der Versuch, das eigene Empfinden wissenschaftlich zu rationalisieren. Nur @Pit verkennen Sie, dass das eben ihr Empfinden ist. Sie unterstellen, dass dieses Empfinden bei jedem Deutschen oder Weissen gleich ausgeprägt sei, was es evident nicht ist. Dann ist dieses Empfinden auch nicht sakrosankt, man sich ganz unterschiedlich reflexiv dazu verhalten. Sie können innerhalb Ihres Eigentums verfahren wie Sie wollen, aber Deutschland gehört Ihnen nicht, und Sie müssen berücksichtigen, dass in Deutschland andere Deutsche leben, die das anders empfinden, wie diese auch Ihr Empfinden berücksichtigen sollten bzw. müssen.

Der_Juergen
14. September 2019 13:19

@zeitschnur

Es kommt selten vor, dass ich Ihnen widerspreche, aber Ihr Argument

"Kein afrikanischer Stamm, der zwar seine Mädchen beschneidet und traumatisiert, hat je so verheerende Kriege hervorgebracht wie unsere abendländische "Hochkultur“, deren Schandtaten zum Himmel schreien bis heute."

ist unannehmbar. Hätten die Schwarzen, die Indianer etc. die nötige Intelligenz besessen, um verheerende Waffen herzustellen, hätten sie diese natürlich bedenkenlos eingesetzt. Die Irokesen haben das eng verwandte Volk der Huronen im 17. Jahrhundert fast völlig ausgerottet. Afrikanische Stämme haben andere Stämme seit jeher versklavt und Gefangene mit furchtbarer Grausamkeit behandelt. Im 20. Jahrhundert haben in Afrika Schreckensherrscher wie z. B. Idi Amin in Uganda oder Macias Nguema in Äquatorialguinea gewütet; in Ruanda wurden, hauptsächlich mit Macheten, innerhalb einiger Monate Hunderttausende abgeschlachtet. Die Beispiele liessen sich mehren.

Ja, die Weissen haben viele Greuel begangen, aber im Verhältnis zu ihrem Einfluss sicherlich weniger als die anderen Rassen. Sie haben Sklaverei praktiziert, doch von ihnen ging der Anstoss zu deren Abschaffung aus. In Mauretanien besteht heute noch ein erheblicher Teil der Bevölkerung aus Sklaven im wahrsten Sinne des Wortes. Die UNO hat sich, soweit ich weiss, nie darüber empört; empört hat sie sich dagegen, als Haiders FPÖ in die österreichische Regierung aufgenommen wurde.

Gustav Grambauer
14. September 2019 14:25

Angesehen davon, daß es Jenenser Erklärung und nicht Jenaer Erklärung heißen muß fällt die Wahl der Stadt Haeckels unangenehm auf (dessen Haus, zwar als Phyletisches Museum firmierend, gleich nach dessen Tod zu einem Tempel für die Lehre seines Gegenspielers Darwin umgewidmet wurde):

http://phyletisches-museum.de/ausstellung-informationen.html

---

OT: habe mir nie erklären könne, was die johlenden Massen je an Grönemeyer finden konnten. Da wußte ich noch nichts von seinen Qualitäten als Sportpalast-Tribun beim Akklamieren der Diktatur des Lumpenproletariats "in Zeiten, die so dünnes Eis sind" (bitte bis zu Ende schauen, die letzten fünf Sekunden!):

https://www.youtube.com/watch?v=zQpiIjCZooA

- G. G.

Pit
14. September 2019 14:43

Soziale Kohäsion
ist der Grund für das Thema
(und jeder weiß es natürlich. Putnam).

Soziale Kohäsion... Der Mensch kann nur in der Gruppe überleben. Das ist in uns verdrahtet. OHNE soziale Kohäsion entsteht maximaler Streß: soziale Kohäsion ist Leben, Überleben, Nicht-soziale-Kohäsion = Tod.
Das Vorhandensein Anderartiger auf meinem Territorium, in meiner Gruppe, zeigt, daß meine Gruppe nicht mehr zusammengehört. Sie ist in Auflösung: ich bin unmittelbar vom Tode bedroht.
Durch die Verausländerung werden wir alle unaufhörlich einem irrsinnigen Dauerstreß ausgesetzt. Da schreien rot-blinkende Warnlampen beständig in mein Bewußtsein, schrillen beständig Alarmsirenen. Wir dürfen aber nicht sagen, daß ein Ausländer irrsinnigen Streß bedeutet. Denn sonst sind wir ja unmoralisch.

Meine Haut wächst weiß nach.
Ich will, daß meine Gruppe weiß nachwächst.
NUR dann stimmt es, sind die Dinge richtig.
Wenn meine Haut schwarz nachwächst, bin ich tot.

Es gibt also einen Volkskörper, so wie es einen individuellen Körper gibt.
Die Gruppe ist nicht eine Gruppe von Hier-Lebenden, sondern eine NATION: eine ABSTAMMUNGSGEMEINSCHAFT.

Wir wollen in Abstammungsgemeinschaften leben.

Das alles weiß jeder. Aber es wird nicht gesagt. Warum? Weil es ja nur Gespürtes ist.
Wir müssen "Spüren" als Kriterium zulassen. Nur dann können wir sinnvoll argumentieren. DAS FEHLT UNS in unserer Ausstattung, es fehlt uns diese Bereitschaft, etwas Gespürtes als Argument zuzulassen und ernst zu nehmen. Das ist ein Grundfehler und Grundübel in der Diskussion.

Ok: das sind alles Sachen, die verboten sind zu sagen.
Wir müssen uns klarmachen, wo die Redeverbote sind. Einfach in sich hineinspüren: uuh oh oh je au Mann ist das schwer das zu sagen... was spüre ich da schon wieder auf mich zukommen, wenn ich das sagen würde. Diesen Prozeß des Nachspürens, sich bewußt machen, was man will, gilt es natürlich beständig durchzuführen.

Dann kann man sich klarmachen, WER es verbietet. Dann kann man alles ganz einfach aufribbeln. Man kommt auf Interessen. Man benennt seine EIGENEN Interessen. Diese stehen im Konflikt zu anderen Interessen. Jemand versucht, seine Interessen gegen unsere Interessen durchzusetzen: darum verhängt er Sprech- und Denkverbote.

Wenn wir uns den Sprech- und Denkverboten unterwerfen, haben wir natürlich verloren, sind wir besiegt.

Sara Tempel
14. September 2019 15:09

Auch wenn auf den hervorragenden Beitrag von Herrn Lichtmesz hin schon viel Wesentliches zum "postfaktisch" oft moralisierend verwendeten Begriff "Rassismus" gesagt wurde, noch einige Anmerkungen: Die älteste mir bekannte rassistische Bevorzugung eines Volkes erfolgte durch den Gott des alten Testaments (El Schaddai), mit seinem "auserwählten Volk" . - Wenn nach christlicher Lehre auch vor GOTT alle gleich sind, ist das in der Welt aber nicht so. Grundsätzlich gibt es in der Natur immer Ungleichheit und beim Menschen findet man die vielfältigsten Differenzierungen (Geschlechter, Rassen, Alter uw.) und Hierarchien. Das sollte als Fakt akzeptiert und moralisch nicht direkt bewertet werden, daher wirkt die Verwendung von "rassistisch" als Totschlagsargument auf mich infantil.
@Pit: "Mein Vorschlag: vom Spüren ausgehen, nicht vom Denken. Die Leute wollen nicht mit anderen Rassen zusammenleben (Beweis: Selbstsegregation)." Hier stimme ich Ihnen grundsätzlich zu, wenn es auch gelegentlich eine Neigung zum Exotischen gibt. Diese Neigung wird durch Manipulation unserer Medien so stark gefördert, daß bei uns in Köln immer mehr Frauen gar zum frauenverachtenden Islam konvertieren.

"Du bist der Souuverän." Es wäre schön, wenn dieses Ideal auf uns Deutsche zutreffen würde. Das ist aber, spätestens nach dem verlorenen 2. Weltkrieg, nicht der Fall!

"Warum ist die Rassismus-Keule so unbeheuer wirksam?" Weil sie bei uns auf dem Schuldkult der Auschwitzkeule aufbaut!

zeitschnur
14. September 2019 15:22

@ Der_Juergen

Leider haben Sie meinen Text nicht im Ganzen aufgefasst - ich sagte am Schluss, dass jeder von uns in den Schwächen der anderen seine (potenziellen) eigenen erkennen kann, wenn er aufrichtig ist. Daher könnte (potenziell unter bestimmten Bedingungen) auch ein Pygmäe das fabriziert haben, was Weiße fabriziert haben. Mir ging es um das "Wo viel Licht da viel Schatten". Bitte lesen Sie meinen Text noch einmal genauer. Das Unrecht, das wir tun in einer Kultur wächst exponentiell mit deren Entfaltung. Und warum Indianerstämme im 17. Jh sich gegenseitig massakriert haben, sollten Sie sich noch mal im Geschichtsbuch durchlesen. Ich sage dazu nur: Kolonialgeschichte, Jesuiten, Greuel, die erst heute ans Tageslicht kommen, verwandt denen der Missbrauchsskandale, lassen wir das also lieber.

@ alle

Ich bin einigermaßen überrascht, wie sehr sich viele genauso äußern, wie man es Rechten vorwirft.

Außer @ Gracchus, dem ich weitgehend zustimme, ist da leider kaum eine besonnene Stimme zu hören.

Vielleicht schreiben hier auch v.a. Junggesellen - jedenfalls war für mich eine der wichtigsten Lektionen der Ehe, die inzwischen sehr lange besteht, dass man sich unweigerlich IMMER VERMISCHEN muss, um fruchtbar zu sein und persönlich zu reifen. Ich kann emotional diese "rassistische" Haltung verstehen, weil ich als sehr junger Mensch ähnlich empfand. Der andere ist, selbst dann, wenn man sich eingebildet hat, er "passte perfekt" zu einem, so verdammt ANDERS. Und erst dann beweist sich, ob man liebt oder nur ein Egomane ist. Und dann ist eines Tages ein Kind da - noch schlimmer: das ist nun auch völlig anders, auch wenn alle sagen "Ganz die Mama". Nein, es ist nicht ganz die Mama, es entpuppt sich als Eigenes... das einem Widerrede gibt und das Anderssein sucht, um zu sich zu kommen...
Ich musste erkennen, dass meine jugendliche Haltung eine zutiefst ungesunde und narzisstische Haltung war: die "Meinen" als Projektionsfläche meiner Selbstverliebtheit und Verblendung?! Gott sei Dank, dass er mich davon geheilt hat und immer noch heilen muss.
Mit diesem Rassismus, der in Wahrheit einfach nur Narzissmus ist, habe ich nichts am Hut.

Natürlich sucht man sich zum Vermischen jemanden, mit dem man sich vorstellen kann, die Zukunft zu meistern und Frucht zu bringen. Mit einem Klon geht es ebenso wenig, wie mit einem, den man nicht riechen kann.
Das ist in der Familie so und im eigenen Volk genauso.
Aber ohne Mischung geht es nun mal nicht. Das deutsche Volk hat eine der intensivsten Vermischungsgeschichten, die ich kenne: In den 1000 Jahren, die es uns inzwischen als Hochkultur gibt, kamen zahllose kulturelle und biologische Zuflüsse ins Spiel. Und ich glaube, das war auch der Grund für die enormen Potenziale, die wir haben. Wenn ich alleine sehe, von woher meine Vorfahren überall herkamen, ich damit aber urdeutsch bin, dann erscheint mir diese Debatte hier völlig realitätsfern. Die deutsche Ethnie ist eine sehr fließende und war es auch immer, das offenbart schon der Begriff der "Alemannen" (alle Mannen - also ein gewürfelter Haufen aus Verschiedenen).

Das derzeitige Problem ist nicht, dass sich etwas vermischt, sondern dass diese Mischung in viel zu großen Dimensionen inszeniert wird über unsere Köpfe und die der angeblich "Schutzsuchenden" weg. Es bestimmt eine schmutzige, skrupellose und in perversen Gedanken gefangene Elite darüber, dass wir allesamt uns zu vermischen haben, vermutlich bringt es dieser Elite eine Vorteil, denn sie bleiben ja auffallend unter sich. Und das ist der eigentliche Stein des Anstoßes.

Probleme entstehen erst dann, wenn das Vermischen nicht mehr selbstverantwortet und aus persönlicher Neigung geschieht, sondern entweder behindert wird (wie es typischerweise heutzutage seitens vieler Muslime praktiziert wird, die eher ihre Töchter unglücklich machen, als ihnen zuzugestehen, dass sie ihrem Herzen folgen) oder aber andererseits gewaltsam erzwungen werden soll.

Wir bewegen uns zunehmend in letzterem Szenario, und genau das schafft Probleme. Die USA haben nicht deswegen Rassenprobleme, weil das zwingend passieren musste, wenn sich verschiedene Völker treffen, sondern weil dort schon lange solche gewaltsamen Zufuhren und Unterdrückungen geschehen sind.
Der Hass aufs Vermischen resultiert aus den historischen Verletzungen, nicht aus irgendwelchen ontologischen Bedingungen! Hätten die Weißen die Indianer respektiert und die Schwarzen in Afrika sein lassen: wir hätten heute keinen Rassismus dort.
Und genau einen solchen Hass provoziert diese Elite nun mutwillig auch bei uns. Warum tut sie das?
Warum immer - dem Hass will ich nicht auf den Leim gehen.
Es kommt der Tag, an dem all die, die hierher verfrachtet wurden, auch wieder zurückgehen - so endeten nach Jahrzehnten auch viele der stalinistischen Umsiedlungen. Voraussetzung dazu wäre aber, dass deutsche sich dazu bequemen, Nachkommen zu haben, und genau das scheint hier im Forum bei vielen ja geradezu verpönt zu sein. Das verstehe wer will.

nom de guerre
14. September 2019 15:28

Ich würde gerne noch einen weiteren, in der Rassismusdebatte m.E. relevanten Punkt ergänzen und versuchen, die im Text konkret behandelte Frage auf eine allgemeinere Ebene zu führen. Sowohl der Artikel als auch weitgehend die bisherige Diskussion im Forum scheinen davon auszugehen, dass der Begriff des Rassismus zwar als – aufgrund seiner inhaltlichen Überdehnung letztlich entkerntes – Totschlagargument verwendet wird, um den politischen Gegner mundtot zu machen (was sicher zutreffend ist), dass es dabei im Ergebnis aber immer noch tatsächlich um das Rassenthema, genauer um das Verhältnis von Europäern zu Angehörigen nichteuropäischer Ethnien geht.

Allerdings frage ich mich, ob das wirklich der Fall ist oder ob es sich nicht vielmehr um ein Scheingefecht unter Angehörigen der europäischen Kultur handelt, in dem die „Person of Colour“, deren Rechte vordergründig verteidigt werden, als Strohmann dient (hierzu passt auch die Reaktion des Interviewers in dem von @ Franz Bettinger verlinkten Video auf die Ausführungen Muhammed Alis; es ist eine klassische „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“-Reaktion, dass Ali dies vielleicht wirklich so sehen könnte, ohne deshalb „ein Opfer des Rassismus“ zu sein, ist nicht denkbar), während der eigentliche Konflikt auch in diesem Kontext darauf basiert, dass das Milieu der progressiven Anywheres (zu denen durchaus auch Leute wie Hasnain Kazim oder andere „medienschaffende“ Einwanderer, die sich zu „Rassismus“ äußern, gehören) versucht, gegen gewachsene Strukturen und Lebensentwürfe, die nicht ihren eigenen entsprechen, vorzugehen. Dafür spräche, dass das Unvermögen bzw. die mangelnde Bereitschaft, sich in das Gegenüber hineinzuversetzen oder auch nur seinen Standpunkt als legitim anzusehen, ja nicht nur bei dem von linker Seite unter dem Rassismusbegriff verorteten Migrationsthema zutage tritt, sondern etwa auch in der Klimadebatte (wie Johannes Schneider beweist, wenn er sagt, mit Klimaleugnern gehe man keine Kompromisse ein), was zu solchen Blüten führt wie der Forderung eines Autors des Neuen Deutschland, Haustierbesitzer (da Klimaschädlinge) so lange durch Steuererhöhungen zu drangsalieren, bis sie von sich aus keine Tiere mehr halten (in eine ähnliche Kerbe schlug kürzlich der Tagesspiegel mit der Idee, um mehr Wohnraum für Migranten zu schaffen, solle man Kleingartenbesitzer enteignen, da es sich bei diesen ohnehin oft um sich abschottende Nazis mit Deutschlandfahne über der Gartenhütte handele), oder in der Genderfrage, die von linker Seite inzwischen mit der Forderung verbunden wird, alle gewachsenen Bindungen, insbesondere die Familie restlos aufzulösen (so wurde vor einigen Wochen in der Zeit ein Modell „feministischer Forscherinnen“ wohlwollend besprochen, wonach Kinder durch eine Art institutionalisierte Leihmutterschaft vergesellschaftet und nicht mehr in Familien und Privatwohnungen aufwachsen sollen; die Zeit sieht dies als eine Möglichkeit zur Überwindung „patriarchalischer Strukturen“).

Dieses allgemeine Phänomen, gewachsene Strukturen bzw. andere Lebensentwürfe als die des globalisierten Anywhere-Milieus beseitigen zu wollen, und dafür jede Debatte moralisch aufzuladen, sodass die Argumente des Gegners nicht mehr auf einer Sachebene wahrgenommen werden müssen, sondern als „böse“ gebrandmarkt werden können, und dessen Ursachen wären aus meiner Sicht ein lohnendes Thema für eine vertiefte Auseinandersetzung. Mir ist bewusst, dass dies (auch hier) schon des Öfteren angesprochen worden ist, aber eine umfassende Gesamtbetrachtung kenne ich bisher nicht. Sollte diese bereits stattgefunden haben, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar.

Ansätze dazu finden sich zwar in Kleine-Hartlages Die liberale Gesellschaft und ihr Ende, allerdings reicht m.E. das liberale Denken alleine als Erklärung nicht aus; es scheint mir lediglich eine notwendige, aber eben keine hinreichende Bedingung für solche Auswüchse zu sein. So kann auf die Spitze getriebenes liberales Denken zwar eine von völliger Entgrenzung geprägte Migrationspolitik erklären, nicht aber einen Satz wie „Der Osten ist zu weiß geblieben“, dem ein aktiv zerstörerisches, illiberales Element innewohnt. Ebenso kommen, um den genannten Zeit-Artikel zur gewünschten Abschaffung der Familie noch einmal als Beispiel heranziehen, liberale Vorstellungen zum Thema Familie und Kindererziehung bspw. in den Schriften Alice Millers (die ich für sehr wertvoll halte, das aber nur am Rande) zum Ausdruck, allerdings wird dort gerade die Notwendigkeit einer (positiven) Eltern-Kind-Bindung für eine gesunde seelische Entwicklung betont, während genau dies nach feministischer Ansicht überflüssig bzw. sogar schädlich sein soll.

Anders formuliert: Lässt sich dieses allgemeine, über den Themenkomplex der Zugehörigkeit zum eigenen Volk sowie „Rasse/Rassismus/Antirassismus“ hinausgehende, moralisch aufgeladene Polemisieren gegen eine auf gewachsenen Strukturen und echter Individualität beruhende Lebensweise (man kann das auch, wie @ Pit, eine Pathologisierung des Normalen nennen), deren Alternative der von jeglichen Bindungen „befreite“, zu diesen in der Konsequenz auch gar nicht mehr fähige, keine Privatheit kennende Einheitsmensch darstellen soll (und zwar nicht, was liberalem Denken entspräche, als Wahlmöglichkeit, für denjenigen, der das gerne möchte, sondern als Zwang für alle!) erklären, und wenn ja, kann dies ohne die Zuhilfenahme von Theorien erfolgen, die auf mal so, mal anders bezeichnete Weltenlenker mit bösen Absichten zurückzugreifen (an denen mich stört, dass sie zu viele Unwägbarkeiten enthalten, die m.E. bspw. auch ein Herr Soros nicht beeinflussen kann)? Auch der Begriff Kulturmarxismus fällt in diesem Zusammenhang üblicherweise, aber ich habe bisher nichts gelesen, was mir dieses destruktive Element, anderen etwas kaputtmachen machen zu wollen, nur weil man selbst darauf verzichten zu können glaubt, zufriedenstellend hätte erklären können.

@ Adler und Drache
Worauf wollen Sie mit The Green Book hinaus? Ich kenne den Film und sehe, dass dort, indem ein etwas einfach gestrickter weißer Proll mit einem gebildeten, kultivierten Schwarzen gezeigt wird und ersterer hinsichtlich Manieren, Briefeschreiben u.ä. von letzterem profitiert, eine Umkehrung der klassischen Rollenverteilung – wie sie noch in Django Unchained für das Verhältnis Django-King Schultz zu erkennen ist – stattfindet (wobei ich glaube, dass der Film nur deshalb „funktioniert“, weil es sich bei dem Weißen um einen Italo-Amerikaner handelt, mit einem WASP hätte man es nicht so aufziehen können), aber ich weiß nicht, welche Szene Sie konkret meinen.

Abschließend noch ein Nachtrag zu dem vorherigen, etwas plötzlich geschlossenen Kommentarstrang zu Das war’s: Nach der – wiewohl leicht ironischen – Klarstellung durch Herrn Kubitschek nehme ich den Vorwurf der Arroganz gerne zurück.

Nemesis
14. September 2019 16:59

@quarz
Danke für Ihre Rückantwort.
Aus dieser ergeben sich für mich aber Fragen. Ich versuche auch kurz zu begründen, warum ich das erweiterte Zitat von Dawkins Ihrem nachgestellt habe und warum ich es, vor allem in diesem Fall, als wichtig erachte.

Zunächst zu meiner Frage der Methodik. Sie schreiben:
„...Und die wird von den fachlich zuständigen Wissenschaftlern mehrheitlich als falsch angesehen. Intelligenzforscher sind mehrheitlich der Menung, dass es für die ermittelten Inteligenzunterschiede zwischen rassischen Gruppen genetische Ursachen gibt.Und Psychologen sind mehrheitlich der Meinung, dass Berufseignung wesentlich mit Intelligenz zu tun hat. Aus den beiden Prämissen folgt, dass Dawkins diesbezüglich falsch liegt.“

Seit wann ist in den Wissenschaften eingeführt worden, daß eine wissenschaftliche Aussage durch eine Mehrheitsentscheidung von Meinungen von Forschern entschieden wird?
Oder kürzer formuliert: Seit wann wurden die Wissenschaften demokratisiert? Ich habe kein Problem damit, wenn man Hypothesen aufstellt. Dann sollte man sie aber auch so benennen.

„Aus den beiden Prämissen folgt, dass Dawkins diesbezüglich falsch liegt.“

Das folgt aus den beiden Prämissen ganz und gar nicht.
Aus den beiden Prämissen kann nur Eines abgeleitet werden:
Nämlich, daß die Mehrzahl der Intelligenzforscher bezüglich einer Fragestellung einer Meinung sind und daß dasselbe für Psychologen bezüglich einer anderen Fragestellung gilt.
Das Dawkin aber deswegen falsch liege, kann man aus diesen „Prämissen“ nicht ableiten. Ansonsten etabliert man eine „Wissenschaft“, die aufgrund von Mehrheitsentscheidungen Prämissen schafft, auf deren Grundlage sie sich dann weiterentwickelt. Das ist keine Wissenschaft, das ist Cargo Cult (Feynman).

„..Die übrigen 90% sind ein Plädoyer dafür, dass man die wissenschaftlichen Erkenntnisse ignoriert und wider besseres Wissen so tut, als gebe es keine empirischen Unterschiede zwischen Rassen.“

Es geht nicht um das Wegdiskutieren von Ergebnissen, so sie denn tatsächlich gegeben sind. Sie schreiben oben aber selber:
„Intelligenzforscher sind mehrheitlich der Menung, dass es für die ermittelten Inteligenzunterschiede zwischen rassischen Gruppen genetische Ursachen gibt.“

Das heißt aber doch im Umkehrschluß, daß es Forscher gibt, die dies offensichtlich anders sehen. Wenn der reproduzierbare Nachweis erbracht ist, daß diese Forscher falsch liegen, dann können Sie (bis evtl. das Gegenteil bewiesen wird) aus Ihrer Hypothese (auch wenn sie mehrheitlich geteilt wird, bleibt sie bis dahin ja eine Hypothese) eine Theorie machen. Wenn.
Ganz offensichtlich ist das aber nicht der Fall.

Heißt: Der Forschungsgegenstand ist nicht eindeutig geklärt (oder möglicherweise, überhaupt nicht eindeutig klärbar).

Und hier liegt das Problem.
Bei der Beantwortung dieser Frage geht es eben nicht darum, ob, wie in einer mathematischen, 10, 15 oder 95 Dimensionen auftreten. Denn diese Frage kann in Folge erhebliche Konsequenzen in der Betrachtungsweise und damit auch im Umgang mit Menschen anderer Rassen haben (wobei das in der Physik oder Technik selbstverständlich auch Konsequenzen haben kann).
Und da dies so ist (die Geschichte zeigt eben, daß es so sein kann, nicht nur in Deutschland) und wenn die Details, wie von Ihnen aufgeführt so vorliegen, dann gehört dieses auch entsprechend vorsichtig und umfassend formuliert.
Und ich vermute, daß dies auch genau der Grund ist, warum Dawkins diese Interpretation direkt an seine Aussage anhängt. Und er wird damit aus meiner Sicht seiner diesbezüglichen Verantwortung (man kann das Wort ja fast nicht mehr unbefangen schreiben) als Wissenschaftler gerecht.
Ich habe auch so meine Probleme mit Dawkins, die liegen aber in anderen Bereichen. Hier aber stimme ich ihm zu.

„Psychologen sind mehrheitlich der Meinung, dass Berufseignung wesentlich mit Intelligenz zu tun hat.“

Auch hier wieder:
Mehrheitliche Meinung ist keine ausreichende wissenschaftliche Begründung.

Ich verstehe, daß die Gebiete der Physiologie und Biologie und die sich daraus ableitenden Sozial- u. Geisteswissenschaften sowie die Psychologie extrem komplexe und schwierige Untersuchungsgegenstände (klingt etwas merkwürdig bei Menschen :) hat. Mein Punkt ist nicht, Psychologen, Intelligenzforscher etc. grundsätzlich Kompetenzen abzusprechen oder ihre Arbeit grundsätzlich zu diskreditieren. Das steht mir auch nicht zu.
Wer jedoch den Anspruch erhebt, wissenschaftlich zu arbeiten und zu argumentieren, der muß dann aber auch aufgrund der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes die sich ergebenden Widersprüchlichkeiten in den Ergebnissen klar benennen. Und nicht aufgrund Mehrheitsentscheidungen etwas als wissenschaftlich erwiesen postulieren. Gerade bei solchen Fragestellungen.

Geht nicht gegen Sie. Sie weisen ja darauf hin.

@gracchus
„Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen...“

Sie treten mir nicht zu nahe, im Gegenteil.
Gegenpositionen sind notwendig.
Es ging mir um die logische Fortentwicklung von Unlogik in moralischen Argumentationen. Ich versuche nochmal in kurzen Worten zu beschreiben, was ich sagen wollte (möglicherweise habe ich es mit dem Beispiel aber auch vergeigt :)).
Melde mich dann wieder.

Nemesis
14. September 2019 17:15

@Zeitschnur
"Ich bin einigermaßen überrascht, wie sehr sich viele genauso äußern, wie man es Rechten vorwirft.
Außer @ Gracchus, dem ich weitgehend zustimme, ist da leider kaum eine besonnene Stimme zu hören."

Können Sie mir das anhand meiner Argumentation mal aufzeigen?
Das interessiert mich wirklich, weil ich mich weder dezidiert für links noch für rechts halte.

Monika
14. September 2019 17:25

Zunächst Danke für die anregende Diskussion. :)
Da wird man einiges nachbearbeiten müssen.
Meine Hauptfrage bleibt:
Warum funktioniert das Zauberwort Rassismus ?
Und ich verweise in diesem Zusammenhang auf das Kapitel DER EWIGE NAZI in Rolf Peter Sieferles Buch FINIS GERMANIA !
Der ewige Nazi wird als Spiegelbild des ewigen Juden beschrieben, der ewige Nazi wird zum Wiedergänger seiner Verbrechen. Sieferle: „Die Erde aber wird von diesem Schandfleck erst gereinigt werden, wenn die Deutschen vollständig verschwunden sind“. Rassismus als Keule funktioniert m. E. am besten in dem Gobineau‘ schen Verstöndnis , als Fatum des Blutes. ( siehe oben) . Aus der Biologie gibt es kein Entrinnen. Auch der Deutsche kann seiner Biologie nicht entrinnen ( sog. Biodeutscher). Die Rassismus Keule kann eigentlich so nur beim Deutschen funktionieren. Oder geht das so auch in Frankreich oder Amerika ?
Auf Twitter ( Mega Culpa ! ) stieß ich auf ein Kurzvideo eines Grönemeyer- Konzertes in Deutschland, wo in einem Sportpalast Szenario besagter Herr in Goebbels-Anmutung die Masse aufpeitscht...Nie wieder Rassismus usw.
die Masse kreischt , wahrhaft gruselig.
Mein Fazit dieser Diskussion:
Ich schlage vor, die Instrumentalisierung des Begriffs Rassismus zu trennen von der Frage, was denn nun zwischen Einzelmensch und Menschheit an kollektiven Identitäten ( Kultur, Rasse ???, Ethnie, Clan usw. ) zu betrachten wäre ( im philosohischen, politischen , anthropologischen, biologischen Sinne..)
Schönen Sonntag...

quarz
14. September 2019 17:44

@zeitschnur

Die ersten paar Absätze Ihres Beitrages erweckten den Eindruck, als wollten Sie das notorische "Vermischung gab's doch schon immer, worüber regt ihr euch auf?"-Argument wiederkäuen. Aber dann haben Sie doch noch die Kurve gekratzt und zu bedenken gegeben:

"Das derzeitige Problem ist nicht, dass sich etwas vermischt, sondern dass diese Mischung in viel zu großen Dimensionen inszeniert wird über unsere Köpfe und die der angeblich "Schutzsuchenden" weg."

Damit lokalisieren Sie den Kern des Poblems in zwei Umständen: in der Größenordnung und in der Erzwungenheit.

Beides scheint mir aber nicht entscheidend zu sein. Wir könnten erstens sogar noch größere Mengen verdauen, wenn sie ethnisch kompatibel wären. Und zweitens kann die zerstörerische Wirkung durchaus mit dem Einverständnis der Betroffenen eintreten. Dass allzu große Teile des Volkes einverstanden sind, ist ja gerade Teil des Problems und nicht dessen Aufhebung.

Entscheidend ist, ob Zuwanderer kulturell kompatibel sind oder nicht. Wenn sie es sind, dann richten auch große Mengen keinen nachhaltigen Schaden an, wenn nicht, dann bewahrt uns auch unser Einverständnis nicht vor den entstehenden Problemen.

Und die kulturelle Kompatibilität ist dann gegeben, wenn die "Mischung" nur eine kurze Übergangsphase darstellt, die in Assimilation mündet. Wenn das nicht der Fall ist, entstehen dauerhafte Parallelgesellschaften. Dann haben wir Multikulti. Und dann haben wir die ganzen schädlichen Effekte, die uns die empirische Wissenschaft zu Hauf für derartige Gesellschaftsformen belegt hat und die unverblendete Menschen auch ohne Hilfe der Wissenschaft mühelos zu registrieren in der Lage sind.

Niekisch
14. September 2019 18:54

Komme gerade von einem Rundgang durch die Innenstadt zurück: Überall lagern Prätendenten, Definitionen von Rassismus und Antirassismus erübrigen sich, zumindest
h i e r ist A l l es zu spät.

zeitschnur
14. September 2019 19:03

@ quarz

Kurve gekratzt, na denn... es ist eine grundlegende Sichtweise: es gibt keine statischen Völker. Es gibt nur zentrale Schnittmengen in bestimmten Regionen, die nach den Rändern hin ausfransen. Diese Schnittmengen machen das ethnokulturelle Bild aus. Sie werden zugestehen, dass zwischen einem rothaarigen Hanseaten von ca. 1,90m und einem dunkelhaarigen, eher untersetzten, hakennasigen Schwaben alleine schon phänotypisch keine großen Gemeinsamkeiten mehr sind, außer dass sie eher helle Haut haben (der Schwabe wird etwas dunkler sein). Der Schwabe entspricht dem Typus nach manchem Franzosen oder Italiener, der Hanseat eher den Dänen und Norwegern. Aber beide sind Deutschsprecher. Ein Mentalitätsunterschied ist sehr wohl auch vorhanden, aber kein riesiger. Die Zugänge zum anderen sind vielfach.
Trotzdem gibt es eine typisch deutsche Schnittmenge solcher Typen, in die allerhand anderes einfließt.
Dieser Mischzustand ist gewachsen, nicht erzwungen!

Sie schreiben weiter:

"Wir könnten erstens sogar noch größere Mengen verdauen, wenn sie ethnisch kompatibel wären. Und zweitens kann die zerstörerische Wirkung durchaus mit dem Einverständnis der Betroffenen eintreten. Dass allzu große Teile des Volkes einverstanden sind, ist ja gerade Teil des Problems und nicht dessen Aufhebung."

Das sehe ich anders. Das Einverständnis ist nicht wirklich gegeben: die meisten dieser Einverstandenen haben selbst keine Kinder (in meiner Altersgruppe sind das immerhin 30% der gebildeten Deutschen, vielleicht sogar aller Deutschen - muss man nachprüfen).
Für mich kommt diese rechts wie links durchgeknallte Sicht der Dinge v.a. durch eine Entfremdung aus einem natürlichen Leben mit Ehepartner und Kindern.
Interessanterweise schicken die grün-elitären Leute ihre eigenen Kinder bekanntlich in schulen, in denen es keine Ausländer gibt, bzw nur wieder elitäre.
Schon lange vor der Migrationskrise war es ein bekanntes Phänomen in meiner damaligen Stadt, dass dieselben Schreihälse, die politisch auf Multikulti machten, ausflippten, als in ihrem Lieblingswohnstadtteil die ärmeren Ausländerkinder und ihre Kinder in dieselben Grundschulklassen gesteckt wurden. Dieses Pack forderte von den Schulbehörden, - feige und unehrlich wie es ist - , dass die Kinder bestimmter Straßen in dieselben Klassen sollten. Diese hinterhältige Doppelmoral empörte damals sehr viele Mitbürger.

Das Einverständnis besteht, wenn Sie mich fragen, nur rein theoretisch und solange nicht einer der näheren Verwandten mit einem Muslim nach Hause kommt.
Das ist eine ganz verzwickte, irrationale und chaotische mentale Lage bei unseren Landsleuten.

Nun habe ich tatsächlich eine internationale Verwandtschaft und kann das sehr wohl beurteilen. Interkulturelle Lebensstile sind sehr wohl möglich und können auch gelingen.
Nur gelingen sie aus meiner Sicht eben nur solange, solange die Dosis dafür nicht zu hoch wird.
Das ist ein logisches Problem: Wenn alle interkulturell werden, weiß niemand mehr so genau, inwiefern er das ist.

Kositza: Mit den "etwas dunkelhäutigeren, hakennasigen, untersetzten Schwaben" haben Sie wen genau im Auge? Frage für einen Freund! Johannes Kepler? Schiller? Hegel? Richard v. Weizäcker? Robert Bosch? Gottfried Daimler? Hölderlin? Bin völlig ratlos.

quarz
14. September 2019 19:25

@Nemesis

1) Natürlich sind Mehrheitsverhältisse in der Scientific Community per se keine Begründungen für wissenschaftliche Thesen. Sie stellen auch nicht den Primärgrund dar, warum ich die oben thematiserten Thesen für wahr halte. Ich halte sie für wahr, weil belegte Korrelationen massiv auf ihre Wahrheit hindeuten. Aber wie jeder empirische Wissenschaftler in seiner methodischen Ausbildung erfährt, sind Korrelationen noch keine Kausalitäten. Es bedarf also zusätzlich der experimentellen oder statistischen Kontrolle von Variablen, um den Kandidatenkreis für die Ursache immer weiter einzugrenzen. Für trotzige Skeptiker bleiben aber auch bei engster Eingrenzung immer irgendwelche Schlupflöcher, um einer ungeliebten These die Zustimmung zu verweigern.

Hier kommen nun die Mehrheitsverhältnisse im Forschungsbetrieb ins Spiel. Wenn sogar TROTZ der bekannten linksideologischen Schlagseite der Forschergemeinschaft eine klare Mehrheit für die ungeliebte These votiert, dann ist dies eine argumentative Verstärkung für deren Wahrheit, weil dann eine mögliche Verzerrung in die Gegenrichtung weitgehend wegfällt.

Es steht Ihnen aber natürlich frei, nach exotischen Alternativerklärungen für die beobachteten Korrelationen zu suchen. Freilich müssen Sie sich dann den Vergleich mit Hohlwelttheoretikern gefallen lassen, die ja auch ein rein logisch nicht ausgeschlossenes Modell präferieren, mehr aber nicht.

2) In Bezug auf die Folgerung aus den Prämissen haben Sie mich missverstanden. Natürlich folgt die Konklusion nicht aus dem Umstand, dass Forscher dies oder jenes vertreten haben. Aber es folgt aus dem, WAS sie vertreten haben. Und für dessen Wahrheit gibt es (siehe oben) ausgezeichnete Gründe.

3) Die Ausgangsfrage war die nach der Wissenschaftlichkeit des (auf Menschen bezogenen) Rassebegriffs. Und diese hat Dawkins zugestanden. Und weil Dawkins diesbezüglich fachkompetent ist, habe ich ihn diesbezüglich zitiert

Die in ihrer Zitatergänzung thematisierten Punkte waren hingegen:

a) "Ist der Rassebegriff hilfreich zur Ermittlung beruflicher Eignung". Dazu ist dreierlei zu sagen. Erstens betrifft diese Frage nicht die Anlassthematik. Deshalb besteht kein Grund, sie in einer Erörterung derselben zitatlich einzubringen. Zweitens ist Dawkins diesbezüglich nicht fachkompetent. Ein weiterer Grund, ihn diesbezüglich nicht zu zitieren. Drittens irrt Dawkins diesbezüglich nach aktuellem Forschungsstand. Ein dritter Grund, ihn diesbezüglich nicht zu zitieren.

b) "Welche sozialen Folgen hat der Gebrauch des Rassebegriffs in der Wissenschaft."
Sicher eine interessante Frage, aber auch keine, die hier zur Debatte stand. Deshalb kann es auch nicht als Versäumnis gelten, Dawkins' diesbezügliche Verbeugungen vor dem gesellschaftlichen Druck zu zitieren.

Pit
14. September 2019 19:29

@zeitschnur, Thema "vermischen"
Mein Lösungsansatz: Freiwilligkeit. Also Selbstbestimmung. Wie z.B. auch @nom de guerre anspricht.

Ich weiß durchaus nicht, ob es gut oder schlecht ist, eine europäisch-negroide Mischrasse zu haben.
Was ich weiß, ist, daß ich mich schlecht fühle bei dem Gedanken und bei der realen Beobachtung.

Die Lösung ist daher sehr einfach: jeder mache sein Ding, und man trenne die Gruppen.
Mein Deutschland ist der Ort, wo die Menschen leben, die sich dafür entschieden haben, mit diesem Phänotyp zu leben.

Die Alternativgruppe kann dann auf anderen Territorien Alternativen praktizieren.
Es kann ja durchaus sein, daß die Mischrassler die Ausgangsgruppen überflügeln. Das soll mir völlig recht sein. Es wird normaler Wettbewerb herrschen, und das bessere Produkt setzt sich durch. Ich weiß überhaupt nichts. Nur erst das "Versuch und Irrtum"-Verfahren gibt mir Auskunft darüber, was gut ist. Das heißt, die Realität; nicht eine Ideologie.

Dieser Lösungsansatz ist einfach und plausibel.
Natürlich wird er nicht praktiziert. Was praktiziert wird, ist Gewalt gegen Identitäre. Es wird nicht die freie Entscheidung angestrebt, sondern die Durchsetzung eines Modells mit Gewalt.

Es gibt organisierte Gruppen, die destruktiv sind. Sie haben derzeit die Macht.
Ich finde es übrigens bemerkenswert, daß sich die destruktiven Gruppen, die Gewalt zur Durchsetzung ihrer Interessen einsetzen statt auf Freiwilligkeit zu setzen, sich für die Vermischung einsetzen. Das ist bereits ein Hinweis, daß beim Modell "Vermischung" etwas nicht stimmt.

Der_Juergen
14. September 2019 19:52

@zeitschnur

Ich hoffe, die Hausherren lassen mir die bereits vierte Wortmeldung auf diesem Strang durchgehen; ich halte eine Antwort an Sie für wichtig.

Ja, das deutsche Volk ist, wie z. B. auch das französische, das Ergebnis vieler Vermischungen, aber diese fanden bis vor kurzem ausschliesslich innerhalb der weissen Rasse statt. Eine solcrhe Vermischung zwischen nahe verwandten Völkern kann befruchtend wirken; England hat, auch wenn man die ungleiche Bevölkerungszahl berücksichtigt, mehr Genies hervorgebracht als das rassisch homogenere Skandinavien.

Negativ wirkt sich hingegen die Vermischung mit Angehörigen unterschiedlicher Rassen aus. Das lässt sich recht leicht empirisch belegen. Im römisch-keltisch-germanischen Norditalien liegt der durchschnittliche IQ bei über 100, in Süditalien mit seinem starken afrikanischen Einschlag bei 90. Entsprechend haben die Norditaliener grössere kulturelle Leistungen erbracht als die Süditaliener.

Chronische Instabilität, eine enorm hohes Gewaltpotential, wuchernde Kriminalität - das sind die Kennzeichen durchmischter Gesellschaften, wie sie für viele lateinamerikanische Länder kennzeichnend sind. Natürlich können auch Länder wie das ganz überwiegend weisse Argentinien schwere Krisen durchmachen, doch ist ihre Chance, diese zu überwinden, unendlich grösser als diejenige von Honduras oder El Salvador.

Unangenehm fällt mir in Ihrem letzten Beitrag übrigens die Verwendung des Wortes "Hass" auf. Eine so gebildete und kluge Frau wie Sie sollte nicht das diffamierende Vokabular der Linken und Liberalen übernehmen. Wer sein Volk bewahren will, z. B. durch Verhütung seiner Vermischung mit fremden Rassen, ist kein "Hasser".

zeitschnur
14. September 2019 20:23

@ Der_Juergen

Ich hoffe, dass ich noch antworten kann auf das, was an mich gerichtet ist.
Ich habe nirgends behauptet, dass Sie ein "Hasser" sind. Irgendwie drücke ich im Moment mehr Knöpfe, als dass man mich überhaupt versteht.
Bitte lesen Sie, was ich geschrieben habe! Es gibt in den USA realen Hass zwischen den Rassen, übrigens auch seitens der Schwarzen gegen die Weißen. Das hat ausschließlich ideologische und historische Gründe! Und der Ku-Klux-Clan ist tatsächlich ein Phänomen des Rassenhasses - ich lass mir von niemandem bestimmte Wörter verbieten. Wie wollen Sie das denn sonst nennen? Das ist ein normales deutsches Wort. Und ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mich aus dem Kontext, den ich selbst schaffe, heraus verstehen und nicht linken Sprachgebrauch hineinprojizieren. Ich kann mich zwar irren, aber ich will unabhängig im Kopf bleiben... Bitte keine Denk- und Sprechverbote von "rechts". Die von "links reichen mir schon.

Ich werde aber jetzt zu diesem Thema nichts mehr schreiben - es ist schon tausend mal gekäut, dieses ganze Gejammere von wegen IQ und so weiter, auch muss ich wirklich nicht noch mal beteuern, dass ich von einer flächendeckenden Vermischung nichts halte. Der IQ ist genauso ein unbeweisbares Konstrukt wie der menschengemachte Klimawandel und die Gravitation.

zeitschnur
14. September 2019 20:35

@ Kositza

Ähm - ich schrieb nicht "dunkelhäutig", sondern "dunkelhaarig", und ich sage es ja nicht gern, weil es persönlich ist, aber ich habe in eine oberschwäbische Familie eingeheiratet... :-)
Ich meine den Oettinger, hier leider schon etwas grauer https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Oettinger#/media/Datei:Günther_Oettinger_-_2019102200254_2019-04-12_Radio_Regenbogen_Award_2019_-_Sven_-_1D_X_MK_II_-_1183_-_AK8I0353.jpg. Oder den Arbeitgeberpräsidenten Hundt, leider auch inzwischen grau https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Hundt#/media/Datei:Dieter_Hundt_(Berlin_2009).jpg
Von meinen teilweise sehr dunklen bayerischen Vorfahren kann ich Ihnen gerne privat Fotos schicken und bin sicher, dass es diesen Typ in Flensburg eher nicht mehr so oft gibt. Auf meinem eher blonden Kopf finden sich trotzdem, wenn auch rezessiv, die drahtigen, welligen pechschwarzen Haare meiner niederbayerischen einen Großmutter, die auch mein Vater hatte, es ist lustig.
Aber mehr sage ich dazu nicht mehr. Das Thema ist mir über. Ich weiß nur eines, dass all diese Leute sich klar und deutlich fürs Deutschsein entschieden haben, egal, woher sie einstmals eingelaufen sind. Und das ist letztendlich auch das Wesentliche.

Nemesis
14. September 2019 20:43

@gracchus
Es ging mir um die logische Fortentwicklung von Unlogik in moralischen Argumentationen. Ich versuche nochmal in kurzen Worten zu beschreiben, was ich sagen wollte (möglicherweise habe ich es mit dem Beispiel auch vergeigt :)).
Zugegeben: Mädchenbeschneidung ist ein ziemlich heftiges Beispiel (aber vielleicht braucht es heftige Beispiele, um die Problematik deutlicher herausstellen zu können.)

Das (theoretische) Beispiel war:
1. Frage in die Runde: Sollte die deutsche Kultur anderen aufgezwängt werden („Leitkultur“ ).
2. Aufschrei und „klare Kante“ (außer Sie haben einen Rassisten als Gegenüber :)): Auf KEINEN Fall.
2.Diskussion laufen lassen und nach einiger Zeit auf den Diskussionspunkt (wie z.B. Mädchenbeschneidung) bringen.
3. Anhören wie schlimm das alles ist und daß man das unterbinden muß.
4. Dann Ansage: Ich bin für Mädchenbeschneidung.
5. Ruhe im Raum.
6. Erklärung: Wieso wollen Sie die deutsche Kultur Anderen aufdrängen?
Sind Sie Rassist?
7. Schweigen

Die Logik in der Unlogik besteht darin, daß man einerseits auf das Bestehen und Einfügen einer fremden kulturellen Auffassung in eine
eigene kulturelle Auffassung zu verzichten hat, denn: sie wäre ja aufgedrängt.
Andererseits kann oder will man aber aus bestimmten Gründen nicht akzeptieren, daß in anderen Ursprungsländern eben ganz andere kulturelle Auffassungen gelten (die aber möglicherweise völlig konträr zu eigenen kulturellen Auffassung sind).
Dann wird ein zu vertretender Eingriff zwar über Begrifflichkeiten wie z.B. über Leid gerechtfertigt, aber letztendlich ist das eine willkürliche moralische Entscheidungsgrundlage.
Denn möglicherweise wird das, was wir als Leid definieren, dort ganz anders betrachtet. Möglicherweise mit Begrifflichkeiten, die sich unserer kulturellen Anschauung völlig entziehen (Ehre, Stolz was auch immer).
Dann sollte dort aber auf einmal eingegriffen werden, d.h. man drängt in diesen Fällen die eigene kulturelle Auffassung anderen dann doch auf.

Die logische Schlußfolgerung muß doch eigentlich dann ganz offensichtlich lauten:
a) Ich bin für Mädchenbeschneidungen weil ich KEINERLEI Eingriffe in die fremde Kultur akzeptiere.
HIER nicht, aber eben auch DORT nicht.
(Ich kann nicht das eine wählen (kein kultureller Eingriff hier) aber aus irgendwelchen Gründen kultureller Eingriff dort.
Oder
b) Man ist für kulturelle Eingriffe.
Die Frage, die sich dann aber stellt: Welche und wieweit?
Das zugrunde liegende Maß müßte dann eigentlich das Grundgesetz sein.
Wie ist das aber dann mit Schächten?
Oder Kinderehe? Soweit ich aus der Presse mitbekommen habe, wird das mitlerweile wohl toleriert (ich bin kein Jurist).
Wenn man das dann aber weiter denkt: Wieso nicht auch Mädchenbeschneidungen?

Mir geht es hier überhaupt nicht um pro oder contra Mädchenbeschneidung.
Es geht mir um die logische Fortentwicklung von Unlogik in moralischen Argumentationen und das Verständnis, was auf welcher Basis eigentlich entschieden wird, gilt und wo die Grenzen sind. Ich meine, diese Fragen ergeben sich doch, wenn man einmal anfängt, darüber nachzudenken.

Sie treten mir da auch absolut nicht zu Nahe.
Im Gegenteil: Vielleicht unterliege ich da auch ganz krassen Denkfehlern. Deswegen bin ich über Rückmeldungen absolut dankbar.
Ich hoffe, ich konnte es einigermaßen verdeutlichen.
Jedenfalls habe ich das an dem Beispiel aufzeigen wollen.

"Ich verfüge zudem überhaupt keine Mittel, Afrikanern in Afrika etwas aufzuzwängen."

Entwicklungshilfe?

Franz Bettinger
14. September 2019 23:02

@Pit: Danke für den wertvollen Beitrag! Punktlandung! Einfache, klare Worte! Hart, aber wahr. Eigentlich aber: nicht mal hart! Hart nur für die Gleichheits-Lügner. Es leidet kein Eskimo darunter, klein und kräftig, stämmig und Eskimo zu sein. Was wäre los, wenn die AfD sagen würde: Rassismus ist das Normalste von der Welt, und das ist gut so? Prima wäre das. Und doch könnte die AfD deshalb bei Wahlen abschmieren. Weil man den Satz immer ohne Kontext zitieren würde. Sie können den seit 70 Jahren hirn-gewaschenen Normalos damit einfach nicht kommen. Also doch nicht prima? Ergo: Gewohnheit und Herdentrieb sind stärker als der Wahrheitstrieb. Man beachte beides!

heinrichbrueck
14. September 2019 23:40

@Niekisch
"Vielleicht doch, wenn er dessen Begriffe variiert und sie an den Feind zurückgibt." Da bin ich mir nicht so sicher. Die deutsche Politik wird nicht in Berlin gemacht. Schon sehr lange nicht. Wie diese Politik ausgehebelt werden kann, wird von dem Selbsterhaltungswillen unseres Volkes abhängen. Begriffsbildungen können nicht erfunden werden, höchstens gefunden. Wird sich mit der Erkenntnis des Systems einstellen. Die falschen Vorstellungen von Völkern und ihren Einflußmöglichkeiten, die anerzogen werden, um eine niederträchtige Zielsetzung, unter anderem Haß auf das eigene Volk, eintreten zu lassen, ist einer der Gründe, die globale Agenda verschleiern und in den Kern des Systems nicht vordringen zu können. Angesichts der Lage, in der dieses Volk sich geworfen findet, ist sein Verhalten sogar bewundernswert. Unverzeihlich sind ganz andere Dinge, wenn irgendwelche Schreiberlinge seitenlang genüßlich ihre Tage verplempern, indem sie Deutsches niedermachen, obgleich sie es eigentlich besser wissen sollten. Die Wahrheit will überzeugen, die Lüge demütigen, und über die Propaganda des Systems muß ich Ihnen bestimmt nichts erzählen. Was in diesem Land vor sich geht, trifft auch auf andere Länder zu. Und dieser Vorgang hat nichts mit dem Willen des Volkes zu tun.

Zum Thema Rasse:
Jahr 1200 - http://www.probonocontramalum.de/Laufendes-2017-525-120.jpg

Ein Vergleich: Uta von Naumburg - junge Erntedankfrau. Mentalität und Spiritualität der Germania, man kann es sehen. Dazwischen liegt fast ein ganzes Jahrtausend. Solche Dinge gehören überhaupt nicht diskutiert, jedenfalls nicht unter normalen Umständen. Solche Angelegenheiten gehören bis zum letzten Blutstropfen verteidigt. Stattdessen werden sie ersetzt und einer verlogenen Ideologie geopfert.

@Pit
Stimmt. Das Zauberwort Rassismus ist ein vergiftetes Geschenk. Man will etwas. Nicht jedes Geschenk muß angenommen werden. Und nicht alle Kommentare sind frei davon. Auch Traumatisierungen setzen unter Dauerstreß.

@zeitschnur
Wie wollen Sie denn Umvolkung ohne Feindseligkeit denken? "Wir sind nicht gleich (frei) im Entfaltungswillen zu unserem Eigenen. Das Grundübel steckt darin, dass der eine sich mittels der Möglichkeiten des anderen entfalten will (muß), indem er sie ihm raubt (beide werden ausgeraubt) und zu seinen eigenen deklariert (Überleben)und sich anschließend zum Herrn über den (die) Beraubten aufpflanzt."
Das globale Kredit- und Finanzsystem fast perfekt beschrieben. In diesen Zusammenhängen dürfte der Schlüssel liegen.

"Warum ist die Rassismus-Keule so ungeheuer wirksam?" Nicht unanständig genug, sie durchschauen zu können. Und nicht verkommen genug, sie anwenden, bzw. damit planen zu können.

Gracchus
15. September 2019 00:51

Ich fasse zusammen: Nichts Neues unter Sonne. Linke: Klasse, Rechte: Rasse. Beides - Gene und Umwelt - bilden natürlich wichtige Faktoren für die menschliche Entwicklung, das dürfte aber jedem klar sein.

Mich überzeugt das Konstrukt "Rasse" weiterhin nicht. Ebenso wenig das Konstrukt "IQ". Ein Fetisch nahezu. Für mich ist es Dekadenz-Symptom, Symptom für kulturelle und geistige Verarmung.

Ich habe auch keinen Horror davor, dass sich "Rassen" vermischen. Die Politik der Masseneinwanderung halte ich dennoch für hochgradig unvernünftig. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Laurenz
15. September 2019 04:35

@zeitschnur ... Schwarzhaarige Menschen gab es hier schon immer. Ur-Kelten (Wanen) waren oft rothaarig. Das Aufkommen blonder oder gar blauäugiger Menschen ist ein recht neues Phänomen. Also wir reden hier über die beiden letzten Eiszeiten. Schauen Sie Sich mal Eiskarten an. Während der letzten Eiszeit gab es einen schmalen Streifen Land von den britischen Inseln bis Kiew. Deshalb ist auch die "Slawenfrage" wenig witzig.

Wahrheitssucher
15. September 2019 09:19

@ Quarz

„Vielleicht sollte man diesen Kausalkonnex dadurch brechen und in einen argumentationspflichtigen Thesenzusammenhang retransformieren, dass man sich, wann immer der Vorwurf erhoben wird, freimütig und provokant zum Rassismus bekennt.“

Endlich einmal ein Beitrag, der nicht nur weitgehend lamentiert, sondern einen Weg weist!

Vielleicht auf diese Weise:
Könnten Sie sich vorstellen, z.B. einen Pygmäen oder einen Buschmann zu ehelichen, oder zum Schwiegersohn bzw. zur Schwiegertochter haben zu wollen?
Nein? Aber das ist doch blanker Rassismus...

Andreas Walter
15. September 2019 09:52

Muss man nicht erläutern, warum manche Kulturen überhaupt nicht zusammenpassen, man kann es aber fühlen, wenn man sich traut:

(Achtung! Das Video in folgendem Artikel unten ist wirklich nichts für "schwache" Nerven, macht den Unterschied aber extrem deutlich, wobei ich nichtmal Veganer oder Vegetarier bin)

https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/keine-tierschlachtungen-neben-unseren-briefkaesten-afd-gegen-archaische-kultur-und-gekoepfte-schafe-im-brennpunkt-talstrasse-a2382749.html

Laurenz
15. September 2019 11:07

@Gracchus ... Sie haben mit Ihren entspannten Definitionen natürlich Recht, aber nicht in der Schlußfolgerung. Um 1900 war noch 1/3 der Erdbevölkerung weiß, heute, 2019, sind es noch 8%. Wieso sollten wir nach Ihrer linken Logik den Berggorilla retten, wenn es der Gibraltar-Berber-Affe auch tut? Auch der Niedergang des Löwen in Asien und Afrika tut dann doch gar nicht weh, wir haben doch noch Mio. von Hauskatzen. Ausgestorben wurde schon immer. Man kann also dieser oder jener Meinung sein, aber wenn man sich für eine Haltung entscheidet, mag es auch eine linke - sein, dann doch bitte konsequent.
Herr Hitler sah das übrigens ähnlich entspannt wie Sie und die Linke. Er benutzte den Rasse-Begriff, entlehnt aus dem Judentum, nur als Massen-psychologisches Mittel, was natürlich zB in Anbetracht einer slawischen Definition als Rasse völliger Unfug ist.

RMH
15. September 2019 11:10

"Die Sehnsucht nach der Reinheit des Blutes ist ein Kennzeichen der Mischlinge" (Ernst Jünger) ...

Das Ganze kann man also auch auf eine andere, tiefere Ebenen als die Biologie bringen. Fakt ist, dass der Gegner sich um biologische Fragen einen ... kümmert und "wir" brauchen deshalb grundsätzlich auch nicht wissenschaftlich groß dagegen zu halten (Ausnahme, wie bei jedem Grundsatz: Dieses Pamphlet aus Jena bedarf an geeigneter Stelle durchaus eines wissenschaftlich fundierten Widerspruchs).

brueckenbauer
15. September 2019 15:27

Nebenbei: Hat mal jemand herausgefunden, welche "Experten" sich eigentlich hinter die Jenaer Erklärung gestellt haben? Ich finde immer nur die Jenaer Institutsdirektoren ...

qvc1753
15. September 2019 16:35

Zu Anfang haue ich mal einen heraus, der vielleicht nicht so ankommen wird: die spannendsten Geschichten und die ansehnlichsten Menschen, die gibt es dort, wo sich die Völker gemischt haben.
Daher ist das Bestehen auf ethnischer/kultureller/biologischer Eindeutigkeit auch m.E. Unsinn.
Mit meinem bildungsverliebten und nebenan wohnenden, fleissig arbeitenden Sikh-Nachbarn oder Türkenhabe ich vermutlich mehr gemeinsam als einem, meine Nationalität mit mir teilenden Nichtsnutz, den ich per Hartz IV mit meinen Sozialbeiträgen und Steuergeldern durchfüttere.

Im Kindergarten meiner Kinder und später in den Weiterführenden Schulen waren genug Kinder von Geflüchteten und Kindern hier arbeitender Ausländer aus allen Herren Ländern.
Alle wie sie da waren hatten eines gemeinsam: ihren Kindern eine vernünftige Bildung zukommen zu lassen.
Das da genügend „braunhäutige“ dabei waren, das wird erstaunlicherweise ab einer bestimmten Einkommenshöhe und Ausbildung einerlei.

Persönlich arbeite ich zudem in einem Wirtschaftsbereich, in dem es sich nicht auszahlt, wenn man Fremden gegenüber abwehrend oder misstrauisch auftritt.
Warum auch?

Kurz: Rassismus bedeutet für mich, bestimmten Gruppen von Menschen bestimmte Eigenschaften zu zu ordnen.
Das ist nicht nur statistisch fragwürdig, es bringt keinen weiter.
Das Menschen unterschiedlich sind, das ist eine Binsenweisheit. Das sie alle gleiche Rechte haben und es Unrecht ist, aus Hautfarbe, Herkunft oder Kultur auf Verhalten oder Person zu schliessen, das ist eigentlich auch nicht streitig.
Das Urteil über Menschen kann nur auf Grund der individuellen Tat gefällt werden, nicht aus dem, was sie sind.
Dort wo man Menschen für das verfolgt was sie sind und nicht für das was sie tun, an diesem Ort besteht die Gefahr des Übergangs in die Barbarei.

Niekisch
15. September 2019 17:14

@ heinrichbrueck 14.9. 23:40: Da erlaube ich mir Ihre Aussage nur ein klein wenig einzuschränken: In den teileroberten Gebieten wie hier im Westen des Westens finden Begriffsfindungen bereits statt, aber ich verkneife es mir, sie auf SiN zu nennen.

quarz
15. September 2019 19:48

@qvc1753

"Rassismus bedeutet für mich, bestimmten Gruppen von Menschen bestimmte Eigenschaften zu zu ordnen.
Das ist nicht nur statistisch fragwürdig, es bringt keinen weiter."

Das ist gar nicht statistisch fragwürdig, sondern im Gegenteil eine der zentralen Aufgaben der Statistik: herauszufinden, welche individuelle Eigenschaften in bestimmten Gruppen in welcher Häufung auftreten und diese Gruppen diesbezüglich mit anderen Gruppen zu vergleichen.

Und diese Praxis bringt uns deshalb sehr wohl weiter, weil wir erfolgreichere Entscheidungen treffen können, wenn wir die aus solchen Vergleichen gewonnenen Erkenntnisse berücksichtigen.

Beispielsweise hat man festgestellt, dass bei Angehörigen gewisser rassischen Gruppen bestimmte Medikamente tendenziell wirksamer sind als bei Angehörigen anderer rassischer Gruppen. Diese Erkenntnis ermöglicht eine erfolgreichere, weil gezieltere medizinische Behandlung.

Bemerkenswerterweise wird eine analoge Situation im Zusammenhang mit Geschlechtergruppen unter dem irreführenden Etikett "Gendermedizin" als wissenschaftliche Errungenschaft gefeiert, während offenbar viele im Zusammenhang mit rassischen Gruppen lieber einen medizinischen Nachteil in Kauf nehmen als dem Rassekonzept einen Bonuspunkt zuzubilligen.

Gracchus
15. September 2019 21:39

@ Laurenz: "Herr Hitler sah es ähnlich entspannt ..." Und deshalb gab es unter ihm die Nürnberger Gesetze? Denken Sie manchmal nach, bevor Sie schreiben?

Sie verfolgen eine ähnliche Masche wie Herr Schneiders: Sie labeln und sagen, dann müsse man B, C und was weiss ich sagen. Was hat das, was ich schrieb, mit Gorillas zu tun? Sie wollen weisshäutige Menschen unter Artenschutz stellen? Oh Mann ...

Mein Standpunkt ist: Es mag jeder selbst entscheiden, mit wem er sich fortpflanzt. Weder bin ich dafür, "Mischehen" zu verbieten, noch "Mischehen" politisch zu forcieren.
Ich glaube, dass Weiße tendentiell Weiße präferieren, sodass ich das in der Tat entspannt sehe. Ansonsten: Amor fati.
Unterstützen würde ich auf keinen Fall eine Gruppierung, von der ich befürchten muss, dass, wenn Sie an die Macht kommt, Rassegesetze auf den Tisch legt, nach denen sich Weiße nur mit Weißen paaren dprfen und übethaupt nur Leute ab einem IQ von 100 oder was.

links ist wo der daumen rechts ist
15. September 2019 23:24

Du schwarz. Ich weiß.

1. Was machen Sie sonst so?

Der Schauspieler Hubsi Kramar, bekanntgeworden als verkleideter Hitler während der Opernball-Demo im Jahr 2000 (Rudolf Burger hatte die Selbstbeschreibung als „antifaschistischer Karneval“ gegen die Wortschöpfer gewandt) nach einer Lesung von Rolf Hochhuth vor ca. 15 Jahren in einem legendären Wiener Antiquariat zu diesem:
Ich bin der, der als Hitler verkleidet beim Einlaß zum Opernball verhaftet wurde.
Hochhuth: Aha, und was machen Sie sonst so?

Dies als Anleitung auf den Vorwurf, man sei Rassist.
Gegenfragen:
Und was machen Sie so den ganzen Tag? Sind Sie Universalist? Für Sie ist der Mensch die „Krone der Schöpfung“, meinetwegen, aber wie ist dann das Verhältnis zu den Tieren und generell der Natur? Wie definieren sie Ihre Selbsteinschätzung als Anti-Rassist? Wer ist Ihnen näher: ein alter weißer Mann als Sandler (Penner), der sie belästigt oder ein junger, kräftiger Mann, der aus einem vermeintlichen Kriegsgebiet geflüchtet ist? Warum Letzterer?
Usw. usf.

Das Problem beim Sprachgebrauch des linksliberalen Mainstreams ist eben nicht nur, daß man die Begriffsdefinition einzelner Wörter verweigert, sondern eine Kette bestimmter Worthülsen flicht; also wenn z.B. die unerträgliche Katharina Schulze gleich einmal von den „alten weißen Männern“ faselt (ein ebensolcher versucht gerade die österr. Grünen zu retten), die „unsere Zukunft verspielen“, oder von „nationalen Kleingeistern“, die „unser Europa zerstören“...
Ähnliche Kombinationen wären dann Menschenrechte plus Gender oder Diversity, der „Kampf gegen rechts“ plus „Bekenntnis zu Europa“ usw.

2. Niemand ist „minderwertig“.

Eine inhaltlich positive Bestimmung des Begriffs „Rassismus“ kann nicht gelingen, da man auf einen Kampfbegriff des Gegners allerhöchstens mit Trotz reagiert und sich eventuell bestimmte Verstiegenheiten - "jetzt erst recht"? - glaubt leisten zu müssen (@ Der _Juergen, @ Pit).
Gezielte Gegenfragen wirken eher (s.o.); also besser Zermürbungstaktik, als gleich einmal die Stacheln aufzustellen.

Und bei alldem bitte immer zu beherzigen, was für Prokopios, den Erfinder der sogannten „doppelten Geschichtsschreibung“ Zeichen einer Gesundheitspflege der Seele war.
Klare Ansichten, klare Gegnerschaften, aber trotz allem Alltagserfahrungen nicht durch die ideologische Brille zu filtern (deshalb Dank an @ qvc1753 für seine Darstellungen), sondern auch einmal Gegenpositionen zuzulassen und durchzuspielen.

3. Fetisch IQ

Ein Spezialfall sind natürlich die Ausführungen unseres Forumsspezialisten für empirisch-psychologische bzw. neopositivistische Wissenschaft.

Zwei Zitate:
„Natürlich sind Mehrheitsverhältisse in der Scientific Community per se keine Begründungen für wissenschaftliche Thesen. Sie stellen auch nicht den Primärgrund dar, warum ich die oben thematiserten Thesen für wahr halte. Ich halte sie für wahr, weil belegte Korrelationen massiv auf ihre Wahrheit hindeuten.“

„Hier kommen nun die Mehrheitsverhältnisse im Forschungsbetrieb ins Spiel. Wenn sogar TROTZ der bekannten linksideologischen Schlagseite der Forschergemeinschaft eine klare Mehrheit für die ungeliebte These votiert, dann ist dies eine argumentative Verstärkung für deren Wahrheit, weil dann eine mögliche Verzerrung in die Gegenrichtung weitgehend wegfällt.“

„belegte Korrelationen deuten massiv auf eine Wahrheit hin“, „dann ist dies eine argumentative Verstärkung für deren Wahrheit“ - einfacher formuliert könnte man sagen: Wissenschaft operiert nie wertfrei bzw. Erkenntnis und Beobachtung stehen in einer willkürlich Relation, die durch „Korrelationen, die massiv auf die Wahrheit hindeuten“ ausgeglichen werden soll.
Meiner Seel! Da kann man nur ausrufen: Um einen Nietzsche von innen bittend!

Und die Forschungen von Cavalli-Sforza: Müll, ab in die Tonne!
Na Gott sei Dank dürfen wir uns an des Kollegen Mischmasch aus Carnap und Wagner-Jauregg laben.

Und zum Fetisch IQ-Test (@ Gracchus) kann man nur alle auffordern, einmal freiwillig als Probanden einer neuen Testreihe teilzunehmen (habe ich als Student gemacht): eine wahre Hölle der empirischen Psychologie. Alle Vorurteile werden bestätigt.
Bei Bedarf, wenn dieses Thema zwangsläufig wieder einmal aufs Tapet kommt, liefere ich die abschreckenden Beispiele.

quarz
16. September 2019 08:12

@links ist ...

Anscheinend wollen Sie Kritik an meinen Ausführungen üben. Warum aber explizieren Sie zu diesem Zweck nicht einfach die Stellen meiner Argumentation, die Sie für nicht tragfähig halten und argumentieren dann dagegen? Mit Andeutungen, Stoßseufzern und Anrufungen von philosophischen Schutzheiligen ist Ihrem Anliegen wenig gedient.

Gracchus
16. September 2019 20:08

@Links ...

Schildern Sie ruhig ihre Erfahrungen aus der Hölle. Mich interessiert's - und das Thema wird immer wieder virulent.

Nemesis
16. September 2019 21:35

@Gracchus, @Links ...
"Schildern Sie ruhig ihre Erfahrungen aus der Hölle. Mich interessiert's - und das Thema wird immer wieder virulent."

dito

Liebling
18. September 2019 01:49

Der "Rassismus!"-Vorwurf ist eine moralistische ad hominem Aggression durch Links.

Sie zielt darauf ab, politische Diskussionen nicht auf der Basis von Inhalt und Vernunft zu führen (dort können Linke kaum je punkten), sondern das nicht-linke Gegenüber als moralisch schlechten Mensch dastehen zu lassen, wodurch dessen Sachpositionen vom Publikum unterbewusst als unmoralisch und inakzeptabel wahrgenommen werden.

Wie reagieren nun Konservative und Rechte auf diese aggressive Diskursmanipulation durch Links? Intelligenterweise mit moralistischer Gegenaggression?
Nein. Denn Konservativen und Rechten geht leider im Allgemeinen die Hinterlistigkeit und emotionale Intelligenz ab, die nötig ist, um soziale Situationen wie eine Diskussion zu analysieren und im eigenen Sinne zu lenken.
Konservative und Rechte antworten inhaltlich (N-Nein, wir sind nicht rassistisch, weil...) auf die ad hominem Aggression, statt einen ad hominem Konter zu setzen oder zumindest auf der Metaebene anzusprechen, dass Linke nicht inhaltlich, sondern ad hominem argumentieren.

Wie könnte nun die Gegenaggression nach "Sie sind rassistisch!!!" aussehen?
Zum Beispiel so:
"Es gibt keinen Rassismus gegenüber Invasoren, nur Widerstand.
Rassistisch sind die Invasoren und ihre hiesigen Kollaborateure, rassistisch ist der stille Völkermord durch Überfremdung an uns Deutschen."

Liebling
18. September 2019 02:11

Einige Fragen an die Linken bis Linksextremen unter den Kommentatoren hier:

@links ist wo der daumen rechts ist
Wenn der IQ-Test bloß ein "Fetisch" ist, wieso ist er dann sowohl für Individuen als auch für Völker ein signifikanter Prädiktor für Erfolg?

@Graccus
Wieso verhöhnen Sie das Ansinnen, die Ureinwohner Europas vor dem Aussterben zu schützen? Sind Sie rassistisch?

@qvc1753
Sie schwärmen von der Vermischung der Völker, was natürlich die Totmischung des Deutschen Volkes bedeutet. Selbst wenn Sie dieser Genozid nicht berührt: Glauben Sie allen Ernstes, dass ein mit Afrikanern und Arabern und Zigeunern vermischtes Deutsches Volk noch intellektuell und zivilisatorisch Erste-Welt-Niveau hätte?

Laurenz
18. September 2019 10:36

@Liebling ... Sie haben das trefflich formuliert. Der Genauigkeit halber besteht der linke Rassismus nur in der Aggression gegen Weiße. Für andere Mehr- oder Minderheiten haben die linken Rassisten desöfteren durchaus Verständnis.

Gracchus
18. September 2019 14:05

@Liebling
Und Sie gehen nicht schnurstracks ad hominem mit Bezeichnung "Linksextreme", "verhöhnen" ...?! Oh Mann ... M. E. besteht eine ganz klare Korelation zwischen den Niedergang des Westens (vgl. Bosselmann) und der flächendeckenden Einführung von IQ-Tests. Mal drüber nachdenken ...

herbstlicht
18. September 2019 16:33

@Gracchus 18. September 2019 14:05 schrieb:

»M. E. besteht eine ganz klare Korelation zwischen den Niedergang des Westens (vgl. Bosselmann) und der flächendeckenden Einführung von IQ-Tests.«

Könnten Sie bitte erklären, wie Sie aus einem einzigen Wertepaar eine Korrelation ermitteln wollen? Könnte Ihre Abweisung des IQ auf völliger Unkenntnis mathematischer Statistik beruhen?

Gracchus
18. September 2019 19:35

@herbstlicht
Das war ein Witz!

links ist wo der daumen rechts ist
19. September 2019 00:00

Auf die Anwürfe eines @Liebling gehe ich nicht ein, da er als rechter Recke genau das Zerrbild der linken (i.e. linksliberalen) Seite widerspiegelt.
Keine Ahnung, wer den durch die „Hühnerklappe“ (GK) gelassen hat.

@Quarz

Mein Eindruck:
So wie man den "Rassismus"-Bekämpfern ihre hohlen Phrasen zum Vorwurf macht, scheint mir der blinde Fleck in Ihren betulich ziselierten Argumentationsketten (bei Widerlegung folgt flugs eine beredte „Zusatzannahme“) zu sein, dem Gegner innerhalb der Forschergemeinschaft prinzipiell Irrationalismus vorzuwerfen, wogegen dann die wahre Wissenschaft anzutreten habe; daß es sich aber um zu wissenschaftlicher Weltsicht geronnene Glaubensrichtungen handeln könne, die rationalisiert werden, unterstellen Sie bloß dem Gegner.
Zitat :
„Hier kommen nun die Mehrheitsverhältnisse im Forschungsbetrieb ins Spiel. Wenn sogar TROTZ der bekannten linksideologischen Schlagseite der Forschergemeinschaft eine klare Mehrheit für die ungeliebte These votiert, dann ist dies eine argumentative Verstärkung für deren Wahrheit, weil dann eine mögliche Verzerrung in die Gegenrichtung weitgehend wegfällt.“

Zitat:
„Bemerkenswerterweise wird eine analoge Situation im Zusammenhang mit Geschlechtergruppen unter dem irreführenden Etikett "Gendermedizin" als wissenschaftliche Errungenschaft gefeiert, während offenbar viele im Zusammenhang mit rassischen Gruppen lieber einen medizinischen Nachteil in Kauf nehmen als dem Rassekonzept einen Bonuspunkt zuzubilligen.“
Wie lassen sich diese zwei Punkte in einen logischen Zusammenhang bringen?
„Gendermedizin“ sei demnach falsch, beruhe aber auf unhintergehbaren Differenzen, die man im Fall einer „Rassenmedizin“ - aus Dummheit oder Ignoranz? - nicht wahrhaben wolle.
Kinder würden sagen: Echt arg!

Und, Verzeihung, eine Feststellung wie diese ist einfach perfid:
„Eine Kognitive Dissonanz, die man nicht selten bei Forschern (wie z.B. Cavalli-Sforza) findet.“
Wenn er zu dem Ergebnis kommt, daß die genetischen Unterschiede zwischen den „Rassen“ etwa im Vergleich zum Unterschied zwischen Homo sapiens und Neandertaler zu gering seien, dann sind das seine Erkenntnisse; etwaige gesellschaftstheoretische Schlußfolgerungen Dritter sind mir schlicht und einfach blunzn („wumpe“, wie man in Norddeutschland sagt).
Ethnische Unterschiede und ihre nicht geringen Probleme nehme ich auch so wahr.

Das Hauptproblem ist halt, daß man im Abwehrmodus wahllos Kultur bzw. kulturelle Identität und „Rasse“/Ethnie vermischt und einem gegnerischen Kampfbegriff auf Biegen und Brechen seinen „deskriptiven Gehalt“ zurückgeben möchte.
Zitat:
„Weil das Wort "Rassist" seines deskriptiven Gehaltes weitgehend beraubt und semantisch auf ein bloßes Schimpfwort (wie "Arschloch") reduziert wurde, das keines wirklichkeitsreferentiellen Nachweises mehr bedarf, sondern als konditionierter Reiz seine intendierte Wirkung tut.
Vielleicht sollte man diesen Kausalkonnex dadurch brechen und in einen argumentationspflichtigen Thesenzusammenhang retransformieren, dass man sich, wann immer der Vorwurf erhoben wird, freimütig und provokant zum Rassismus bekennt.“
Sorry, das konnte ich mit meinem „Und was machen Sie sonst so?“ wesentlich kürzer und prägnanter formulieren.
Und mit Ihrem „Arschloch“-Vergleich sehen sie den blinden Fleck in Ihrer Argumentationskette nicht bzw. führen gleich Ihre ganze Argumentation ad absurdum.

Zitat:
„Er [„der Ankläger“] müsste in diesem Zusammenhang z.B. eine Erklärung für so lästige Fakten finden wie den, dass die phänotypische rassenkategoriale Selbstzuschreibung von Menschen durch Analyse seiner genetischen Struktur mit einer Treffenquote von 99,87% erfolgreich prognostiziert werden kann.“
Vermutlich können Sie eine Selbstzuscheibung wie „Volk der Dichter und Denker“ auch mit einer Trefferquote von 99,87% erfolgreich prognostizieren.

Für mich bewegt sich Ihr Argumentationsrahmen innerhalb eines Zirkelschlußsystems. Sie setzen vorwissenschaftlich voraus, wogegen eine linksideologische Forschergemeinschaft böswillig antritt, die eben genau deshalb einer wahren Wissenschaft im Wege steht. Ergo hat sie unrecht.
Und "tonnenweise empirisches Material“ hat auch die Gegenseite, keine Bange.

Der Fetisch IQ (@Gracchus) liegt auf derselben Linie einer alleingültigen materialistisch(@Monika)-positivistischen Weltsicht.
Das Setting der IQ-Tests spricht für sich.
Zwei Beispiele.
Folgende Testreihe: ca. 20 Personalbögen für Bewerbungen, die man sich in allen Einzelheiten (Name, Paßfoto, Geburtsdaten, beruflicher Werdegang, Charaktermerkmale, Personalnr.) einprägen möge; Hilfsmittel nicht erlaubt.
Interessantestes Detail: Die sichtbaren ethnischen Zugehörigkeiten (!) werden durch sehr ähnlich klingende (Kunst-)Namen verfremdet.
Auf Nachfrage: Tja, wir streben halt einen hohen Grad an Abstraktion an.
Ähnlich eine Testreihe für logische Schlußfolgerungen („Nehmen Sie nicht darauf Rücksicht, ob die Sätze inhaltlich einen Sinn ergeben.“).
Beispiel:
Alle Menschen sind Frösche.
Fast alle Frösche sind sterblich.
Dann folgen vier Schlußfolgerungen, von denen eine als richtig erkannt werden muß.

Das waren noch zwei relativ harmlose Beispiele, aber die Zielrichtung ist erkennbar.
Von den fahrlässigen Faktoren, die die Erfolgsaussichten eines Tests um ein geschätztes Drittel verringern, rede ich erst gar nicht; Selbstoptimierung ist eh unerwünscht.
Aber Hauptsach' man hat Vergleichswerte für eine Statistik und rekrutiert nebenbei möglichst viele MINT-Absolventen bzw. -Befürworter.
Fragen Sie doch einmal in Ihrem Umfeld Leute, die in kreativen Berufen (v.a. Musiker) arbeiten, was sie von der Quantifizierbarkeit qua IQ-Tests halten. Und halten Sie lieber einen Sicherheitsabstand ein.

Credo: Die Welt wird so zugerichtet, wie sie zu sein hat.

Von da ist es dann ein kleiner Schritt von der anvisierten wertfreien Feststellung von Variablen und Differenzen als Vergleichsgrößen zu einer globalen positivistischen Gleichmacherei als unbewußtem Endziel. Hier trifft man sich mit dem linksliberalen Ideal einer „Weltgesellschaft“.
In besagtem IQ-Test heißen dann eine "Schwarze" Este Menge und ein "Gelber" Estar Mange...

Gracchus
19. September 2019 13:37

@links
"die in kreativen Berufen (v.a. Musiker) arbeiten, was sie von der Quantifizierbarkeit qua IQ-Tests  halten ..." Richtig - dass kreative Leistungen gemessen werden könnten, kann mir niemand erzählen. Auch Ihre übrigen Ausführungen bestätigen mich. Dass man in einem Forum, wo man sonst auf "gewachsene Strukturen", "organisches Wachstum" contra "sozialtechnologische Planung" setzt, reduktionistische Wissenschaft und sozialtechnologische Mittel verteidigt, wenn's einem grad in Plan passt, da bleibt mir ehrlich gesagt die Spucke weg. Man frage sich einfach mal, was ein weisser weiser Mann wie Goethe dazu gesagt hätte. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass Ernst Jünger derlei affimiert hat. Für mich ist hier damit Badeschluss.

Liebling
19. September 2019 16:52

@Graccus
"Und Sie gehen nicht schnurstracks ad hominem mit Bezeichnung "Linksextreme", "verhöhnen" ...?! "
Ganz genau. Gegenaggression eben.

Zu @links ist..., der leider (...) nicht zu erklären imstande ist, warum der von ihm für nichtig erklärte IQ ein signifikanter Prädiktor für Erfolg sowohl bei Individuen als auch bei Völkern und Rassen ist und stattdessen das schwächste ad hominem bringt, das ich je gehört habe ("Der ist rechts!" Ja, ach nee *rolling eyes*):
Keine Ahnung, wer intellektuell nicht satisfaktionsfähige Linke durch die „Hühnerklappe“ (GK) gelassen hat.

links ist wo der daumen rechts ist
19. September 2019 20:09

@Liebling

Intellektuelle Dürftigkeit ist bei Ihnen wohl die Untertreibung des Jahres.
Versuchen Sie doch einmal, einen Text sinnzusammenhängend zu lesen. Bitte bloß einen Versuch. Und wenn Sie dann auch noch Zwischentöne (Ironie z.B.) wahrnehmen können, gratuliere.

Aber wenn Sie lesen, sieht es so aus:
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
---------- links ------------ rechts ---------- ad hominem ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
usw. ad inf.

Achterndiek
19. September 2019 20:44

@ Gracchus

"Dass man in einem Forum, wo man sonst auf "gewachsene Strukturen", "organisches Wachstum" contra "sozialtechnologische Planung" setzt, reduktionistische Wissenschaft und sozialtechnologische Mittel verteidigt, wenn's einem grad in Plan passt, da bleibt mir ehrlich gesagt die Spucke weg."

Jede Wissenschaft ist genötigt, sich der Reduktion zu bedienen, denn wie bitte soll ein Wissenschaftler das beobachtete Objekt beschreiben - hier den homo sapiens - wenn er sich nicht auf eine begrenzte Anzahl von Prädikaten beschränkt, die Aussagen über dieses Objekt tätigen?

Beim heiligen Strohmann, niemand hat jemals behauptet, daß eine Einzelperson mit ihrem ermittelten IQ auch nur annähernd beschrieben ist.

Gracchus
19. September 2019 22:17

@Liebling
Ich kann mich nicht erinnern, Sie angesprochen zu haben, bevor Sie gleich ad hominem gegen mich gegangen sind. Behalten Sie Ihre Aggressionen bitte bei sich.

@Achterndiek
Ach nee? Es geht also nur um wissenschaftliche Glasperlenspiele ... und nicht etwa um die sozialpolitischen Konsequenzen, die man daraus folgert?

Achterndiek
19. September 2019 22:41

@ Gracchus

"Ach nee? Es geht also nur um wissenschaftliche Glasperlenspiele ... und nicht etwa um die sozialpolitischen Konsequenzen, die man daraus folgert?"

Eine ideale Wissenschaft wäre eine solche, die sich Wissen verschafft, z.B. über die Beschaffenheit des homi sapiens. Um der Wissenschaft willen, ohne damit weitere Zwecke verfolgen zu wollen.

Was meine Wenigkeit angelangt, mir geht es hier nicht um den Standort Bundesrepublik Deutschland. Dieser ist selbstredend auf ein gewisses Intelligenniveau seiner Bevölkerung angewiesen, um sich weiter behaupten zu können.

Mir geht es einzig und allein um den Erhalt unseres deutschen Volkes. Ich möchte hier in meiner Heimat mit Meinesgleichen zusammenleben, Punkt, basta.

Gracchus
20. September 2019 08:20

@Achterndiek: "Ich möchte hier in meiner Heimat mit Meinesgleichen zusammenleben, Punkt, basta." Das können Sie gerne wollen, Sie haben aber zum Glück nicht zu entscheiden, wer hier - wo überhaupt? - leben darf und wer nicht.

Achterndiek
20. September 2019 10:41

@ Gracchus

Können Sie mal näher ausführen, was Sie konkret daran beglückt, daß das Gebiet, was die Bundesrepublik Deutschland ausmacht, schon länger täglich spürbar nicht mehr das Land von uns Deutschen ist?

Wem gehört dieses Land eigentlich? Niemandem, BlackRock, allen Menschen auf dieser Erde?

Gracchus
20. September 2019 13:06

@Achterndiek
Nein, kann ich nicht. Ich habe mich klar gegen Masseneinwanderung ausgesprochen.

Liebling
20. September 2019 13:32

@Achterndiek
Was anti-deutsche Rassisten am stillen Völkermord durch Überfremdung freut?
Nun, dass das deutsche Volk zur Minderheit im eigenen Land degradiert, gedemütigt und letzlich ausgelöscht wird.

Nota bene, dass ausweislich soziologischer Studien weiße Linksliberale die einzige demographische Gruppe aller politischer Ausrichtungen und Rassen sind, die der eigenen Rasse gegenüber negativ eingestellt sind.
Die Folge jahrzehntelanger anti-weißer Propaganda.
Bei nicht-weißen anti-weißen Rassisten kommen natürlich andere Hassmotive ins Spiel.

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