17. Juli 2020

Was ist das Southern Poverty Law Center?

Martin Lichtmesz / 34 Kommentare

Wer sind die Initiatoren des "digitalen Vernichtungsschlages" gegen die Identitäre Bewegung in Europa, von dem Martin Sellner berichtete?

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Anlaß war offenbar ein im Internet publizierter Bericht mit dem Titel “Generation Identity: International White Nationalist Movement Spreading On Twitter And YouTube" ("Generation Identität: Eine internationale weiß-nationalistische Bewegung, die sich auf Twitter und Youtube ausbreitet", wobei "Generation Identity" die anglophone Bezeichnung für "Identitäre Bewegung" ist).

Der Titel erinnert an die "Superspreader von Haß und Gewalt", und tatsächlich attackiert der Bericht dieselben Leute, von denen Herr Haldenwang neulich sprach: Nicht nur Martin Sellner und die Identitäre Bewegung finden darin Erwähnung, sondern auch Ein Prozent (ziemlich ausführlich, ohne zu erwähnen, welchen Zweck diese Organisation eigentlich erfüllt), Alex Malenki und Philip Thaler mit "Laut gedacht", Götz Kubitschek und der Verlag Antaios (der das "rechtsradikale, antisemitische und revisionistische" Buch Finis Germania von Rolf Peter Sieferle publiziert hat), Jürgen Elsässer und Compact und Yours Truly Martin Lichtmesz.

Verfaßt hat ihn die deutschstämmige US-Amerikanerin Heidi Beirich, ihres Zeichen langjährige Leiterin des "Southern Poverty Law Center" (etwa: „Rechtszentrum zur Armut des Südens“), einer linken Wachhundorganisation, die sich der "Beobachtung" und Klassifizierung von "Haßgruppen" verschrieben hat, und eine Art US-amerikanisches Pendant zur Amadeu-Stiftung ist, wenn auch ungleich mächtiger. Beirich ist für das "Intelligence Project" zuständig, was so etwas wie die Gedankenpolizei-Abteilung der Organisation ist.

Beirich hat zusammen mit einer weiteren SPLC-Mitarbeiterin einen Ableger gegründet, der die "Arbeit" der Organisation auf eine internationale Ebene tragen soll: das "Global Project Against Hate and Extremism", das sich folgender Agenda verschrieben hat:

Stärkung einer vielfältigen globalen Gemeinschaft, die sich der Aufdeckung und Bekämpfung von Rassismus, Bigotterie und Vorurteilen verschrieben hat, sowie der Förderung der Menschenrechte, die für blühende, multikulturelle Gesellschaften und Demokratien von zentraler Bedeutung sind.

Dem Aufblühen dieser multikulturellen Gesellschaften stehen leider rassistische, bigotte und vorurteilsvolle Zeitgenossen im Weg, die sich diesem demokratischen Paradies aus purer Boshaftigkeit und Ignoranz verweigern, insbesondere durch die Verbreitung der kruden Verschwörungstheorie vom "großen Austausch", mit der Vielfalt und Verbuntung,  das unausweichliche und glückliche Schicksal dieses Planeten, schlechtgeredet werden sollen.

Beirich beschwert sich über die skandalöse "Doppelmoral" (double standard) von Twitter und Youtube - wie kann man islamistische Extremisten, die in Syrien und Afghanistan ganze Armeen befehligen und internationale Terroranschläge planen und durchführen, von seinen Plattformen verbannen, aber gleichzeitig die Identitäre Bewegung dulden, die offensichtlich mindestens so schlimm und gefährlich ist?

Es ist heute eine allgemein akzeptierte Tatsache, daß die Ideologie der weißen Vorherrschaft eine ebenso große Gefahr für Terroranschläge mit massenhaften Opfern auf internationaler Ebene bedeutet wie jede andere Art des Extremismus. Dennoch gibt es eine Doppelmoral bezüglich des Umgangs von Online-Plattformen mit Inhalten, die von weißen Rassisten produziert werden, im Vergleich zu den Inhalten islamischer Extremisten wie ISIS oder Al-Qaida. Für letztere ist "deplatforming" eine akzeptierte und in der Tat geforderte Strategie, die von der amerikanischen Regierung, vom Global Internet Forum to Counter Terrorism  und von den wichtigsten Technologieplattformen vorangetrieben wurde.

Die Gleichsetzung von ISIS und Al-Qaida mit der Identitären Bewegung wird so begründet:

Gruppen, die diese Idee [des "großen Austauschs"] propagieren, insbesondere die Identitäre Bewegung (Generation Identity) sind auf Twitter und YouTube weit verbreitet, obwohl Propaganda dieser Art seit Oktober 2018 sechs Massenanschläge ausgelöst hat. Dazu gehörte der Anschlag auf eine Moschee in Christchurch/Neuseeland, zwei Anschläge auf amerikanische Synagogen, einer auf den Walmart von El Paso, auf eine Synagoge in Halle (Deutschland) und zwei Shisha-Bars in Hanau (Deutschland), wo der Schütze vermutlich muslimische Einwanderer im Visier hatte.

Keine dieser Taten wurde von Mitgliedern der Identitären Bewegung begangen, noch haben sich die Täter auf sie berufen, noch haben die Köpfe und Sprecher der IB jemals zu Terrorismus oder Gewalt aufgerufen, sondern diese vielmehr ausdrücklich abgelehnt und verurteilt. Die einzige, indirekte Verbindung findet sich im Fall Christchurch, einseitig durch den Täter hergestellt, indem er ein Jahr vor der Tat eine Spende an Martin Sellner überwies.

Für Halle und Hanau (eindeutig die Tat eines Geisteskranken) haben die deutschen Medien vor allem die AfD verantwortlich gemacht. Sie verfolgten dieselbe Strategie wie Beirich: sämtliche Kritiker der westlichen Einwanderungs- und Multikulturalisierungspolitik sollen geächtet und mundtot gemacht werden, indem man sie in die Nähe von Gewalt, Extremismus und Terrorismus rückt.

Beirich wird dabei wie viele ihrer Art von einem magischen Denken getrieben: man stellt sich vor, daß alle Probleme und "Verwerfungen" des multikulturellen Experiments wie von Zauberhand verschwinden würden, wenn niemand mehr über die laufende Bevölkerungspolitik der westlichen Eliten und ihre Folgen auf eine negative und kritische Weise spricht (denn abgefeiert darf ein- und derselbe Vorgang schließlich werden).

"White supremacy", ein Begriff, der aus der nordamerikanischen Rassensegregation stammt, wird dann in begriffsverfälschender Weise allen angehängt, die dafür eintreten, daß die europäischen Völker und ihre Filialen in Übersee weiterhin die ethnokulturelle Mehrheit in ihren Heimatländern stellen. Daß sie mit der Isolation und Diffamierung kritischer Stimmen zunehmend jede Möglichkeit einer friedlichen politischen Lösung versperren, scheint den Zensoren nicht in den Sinn zu kommen, wenn es nicht insgeheim ihr Kalkül ist, um noch mehr Vorwände zur Repression von Dissidenten zu haben.

Was ist nun das Southern Poverty Law Center, dessen Wirken Beirich auf globaler Ebene erweitern will?  Gegründet 1971 in Montgomery, Alabama von dem Rechtsanwalt Morris Dees handelte es sich ursprünglich um eine Institution, die Bürgerrechtlern und Opfern des damals noch recht aktiven Ku-Klux-Klan rechtlichen Beistand anbot.

Hatte man es zu diesem Zeitpunkt noch mit echter Gewalt und echtem Terrorismus zu tun, so hat sich das SPLC im Laufe der Jahre zu einer mächtigen Organisation entwickelt, die Organisationen aus dem gesamten rechten Spektrum ihr "Haßgruppen"-Gütesiegel aufdrückt, seien es Islam- oder Einwanderungskritiker, Steuer- und Staatsverweigerer, Abtreibungsgegner, "christliche Rechte", konservative Katholiken, "weiße Advokaten" wie Jared Taylor oder auch individuelle Politiker, inklusive Donald Trump und mancher seiner Kabinettmitglieder wie Stephen Miller oder Jeff Sessions.

Diese werden allesamt in einem großen Topf verrührt, in dem sich bereits unzählige extremistische Sekten, Kleinstgruppen, Kostümnazis und sonstige Spinner befinden, an denen die Vereinigten Staaten nicht gerade arm sind, darunter auch ein paar "schwarze Nationalisten" wie die Nation of Islam oder Obskuritäten wie die "Moorish sovereign citizens". Angesehene christliche Think-Tanks wie das Family Research Council werden von der SPLC ebenso an die Seite von verbliebenen KKK-Clowns gestellt wie mainstreamkonservative Denker:

Dem SPLC zufolge ist der führende Sozialwissenschaftler Charles Murray ein "weißer Nationalist". Seine Kollegin am American Enterprise Institute Ayaan Hirsi Ali, die durch ihre Bestseller-Bücher weltweit als eine der mutigsten Stimmen für Freiheit und Menschenwürde gilt, wurde als "Extremistin" eingestuft. David Horowitz, ein weiterer Bestsellerautor, wird ebenfalls als "Extremist" bezeichnet.

Diese Stigmatisierung hat oft gefährliche Folgen für die Betroffenen, wenn etwa die Antifa auf den Plan gerufen wird. Murray etwa wurde Opfer eine regelrechten Verfolgungsjagd:

Aufgehetzt durch die verleumderische Brandmarkung Murrays (der eine asiatische Frau heiratete und zwei halbasiatische Töchter hat) als "weißer Nationalist" durch das SPLC, hinderten Demonstranten ihn daran, in einem öffentlichen Saal zu sprechen, lösten im Gebäude einen Feueralarm aus und griffen das Fernsehstudio an, in dem er von einer Professorin interviewt wurde. (....) Schlägertypen mit Masken versuchten wiederholt, Murray niederzuschlagen, zogen die Professorin an den Haaren (...) weshalb sie wegen Halsverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Als Murray ein Auto erreichte, kletterten die Demonstranten auf das Autodach, schlugen gegen die Fenster und rissen ein Stoppschild aus, um damit die Straße zu blockieren.

Daß es dem SPLC auch um das Abwürgen jeglicher offener Auseinandersetzung geht, zeigt unter anderem sein Angriff auf die schwarze Professorin Carol M. Swain, die sich kritisch, aber fair mit dem Anliegen der weißen Nationalisten auseinandersetzt. Als sie empfahl, den Film "A Conversation about Race" in Klassenzimmern und Universitäten zu zeigen und zur Diskussion zu stellen, wurde sie von SPLC-Mitarbeiter Mark Potok, der ähnlich fanatisch ist wie Heidi Beirich,  als "Apologetin weißer Suprematisten" beschimpft.

Die Strategie des SPLC ist in der Regel, Individuen öffentlich zu brandmarken, damit sie ihren Arbeitsplatz und ihren guten Ruf verlieren und sozial wie finanziell zerstört werden.

Laird Wilcox, ein amerikanischer Experte für politische Randgruppen, der die Rolle der Wachhundorganisationen sehr kritisch sieht, beschrieb die Vorgangsweise des SPLC so:

Im Grunde macht das SPLC nichts anderes, als Menschen zu verleumden. Es hat sich auf eine hochentwickelte und ritualisierte Form der Diffamierung spezialisiert, auf eine Art Menschen zu schaden und zu isolieren, indem es ihre Menschlichkeit verleugnen und versucht, sie zu etwas zu machen, das es verdient, gehasst und eliminiert zu werden. Sie tun in großem Maßstab genau das, was sie anderen vorwerfen und nutzen dafür ihre enormen Ressourcen. (...) Sie betreiben eine Art von Mobbing und Stalking. Sie suchen sich Menschen aus, die in Bezug auf die öffentliche Meinung angreifbar sind und zerstören sie einfach. Ihre Opfer sind in der Regel gewöhnliche Menschen, die ihre Werte, Meinungen und Überzeugungen zum Ausdruck bringen - und nun einer sehr geschickten und artikulierten Diffamierungsmaschine gegenüberstehen.

Bezeichnend ist das Geständnis Mark Potoks, daß die meisten der vom SPLC gebrandmarkten Haßgruppen weder gewalttätig noch kriminell seien:

Frage: Wie viele der Gruppen auf der Liste gelten als gefährlich oder sind bekannt dafür, Verbrechen zu begehen?

Antwort Potok: Eigentlich nur sehr wenige. Unsere Auflistung dieser Gruppen als Haßgruppen hat nichts mit Kriminalität oder Gewalt zu tun, oder irgendeiner Art von Einschätzung, die wir hinsichtlich der Möglichkeit solcher Dinge in der Zukunft abgeben. Es geht ausschließlich um Ideologie.

"Es geht ausschließlich um Ideologie".

An anderer Stelle äußerte Potok offenherzig:

Wir sehen diesen politischen Kampf, nicht wahr? Wir versuchen nicht, irgendjemanden zu überzeugen. Wir versuchen, diese Gruppen zu zerschlagen, und darüber sind wir uns völlig im Klaren. Wir versuchen, sie zu zerstören.

Was nun den 1936 geborenen Morris Dees, den Gründer der Organisation betrifft, so wurde er 2019 von seinem Posten gefeuert, als ihm - ausgerechnet! - Rassismus und sexuelle Belästigung von Mitarbeiterinnen vorgeworfen wurde. Details sind dabei kaum an die Öffentlichkeit gelangt, und man kennt die Tendenz der Linken, sich gegenseitig aufzufressen, wenn die Diskriminierungsstandards immer weiter gefaßt werden. Aber hier scheint es tatsächlich zu gröberen Verstößen und Heucheleien gekommen zu sein, wozu wohl auch zählt, daß Dees früher selbst Anhänger des Ku-Klux-Klans rechtlich vertreten hat und Mitarbeiter des berühmten Segregationisten George Wallace war.

Hier eine Kritik am SPLC von links:

Das Southern Poverty Law Center war eine hierarchisch geführte Organisation, die von einer inkompetenten und bestechlichen Führung kontrolliert wurde. Es war extrem heuchlerisch, predigte Antirassismus und förderte gleichzeitig intern eine rassistische Kultur, während es von Männern geleitet wurde, deren eigenes Engagement für die Gleichberechtigung fragwürdig war. In einer Zeit schrecklicher Armut war es obszön reich und vergeudete seinen beträchtlichen Reichtum. Schließlich wählte es die falschen politischen Ziele und konzentrierte sich auf symbolische anstelle von substantiellen Veränderungen. Jede dieser Praktiken ist nicht auf das SPLC beschränkt und endemisch für eine bestimmte Art von "Elite-Liberalismus", der nach "Fortschritt" ohne Opfer strebt.

Trotz seines antirassistischen Engagements war die Führungsriege des SPLC rein weiß, während untergebene schwarze Mitarbeiter angeblich wie Bürger zweiter Klasse behandelt wurden. Nach Dees' Abgang wurde - zumindest nach außen - mehr "Diversity" eingeführt, Geschäftsführerin ist nun eine Asiatin, Vorstandsvorsitzender ein Schwarzer.

Die Darstellung wäre unvollständig, würde man nicht auf die massiven finanziellen Mittel verweisen, über die das SPLC verfügt, das als gemeinnützige Organisation mächtige Spender hinter sich hat. 2018 verfügte es über ein Budget von 471 Millionen Dollar (also fast einer halben Milliarde!) und verzeichnete einen Jahresumsatz von 136,3 Millionen Dollar. Von diesen Riesensummen kassieren die Mitarbeiter recht üppige Gehälter, Heidi Beirich etwa verdient für ihre Denunziationsarbeit 178, 000 Dollar pro Jahr.

Unzählige Stimmen bewerten das SPLC als eine reine Propaganda-Nummer, mit dem Zweck, durch Panikmache möglichst viel Geld einzutreiben:

"Leider ist das SPLC heutzutage hauptsächlich eine Geldbeschaffungsmaschine", sagte Gail Heriot, ein Mitglied der US-Bürgerrechtskommission (...). "Je mehr es seine Spender davon überzeugen kann, daß Haß-Gruppen in jeden Winkel der amerikanischen Gesellschaft eingedrungen sind, desto mehr Geld kann es sammeln. (...) Niemand, ob links oder rechts, der mit seine Methoden vertraut ist, hält das SPLC für glaubwürdig."

Ob nun Heidi Beirich tatsächlich ernsthafte Angst vor der weltweiten Gefahr des "weißen Nationalismus" hat, sei dahingestellt. Tatsache ist, daß sie Teil eines Netzwerkes ist, das mit schrillem Alarmismus große Summen an Geld scheffelt, das komplette rechte und konservative Spektrum zu bekämpfen trachtet, und dabei mit Vorliebe die Methode des Rufmords und der Existenzvernichtung anwendet.

Unglücklicherweise haben diese Leute einen direkten Draht ins Big Tech hinein; sie brauchen nur mit dem Finger zu schnippen, und Giganten wie Twitter, Amazon und Youtube bereiten der freien Meinungsäußerung und dem freien Wettbewerb ein Ende.

Mehr inkriminierendes und aufschlußreiches Material findet sich in dieser Anklageschrift des Rechtsanwalts Glen Allen, der seine Anstellung bei der Stadtverwaltung Baltimore aufgrund einer Denunziation des SPLC verlor, und dieses - natürlich erfolglos - geklagt hat.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (34)

MartinHimstedt

17. Juli 2020 12:27

Mich stört, dass der Eindruck entstanden ist, Frau Beirich vom SPLC hätte einen Bericht verfasst und jener wäre nun der Hauptgrund für die plötzliche, digitale Vernichtungswelle. Ich halte das für Quatsch. 

ML: So plötzlich ist die Welle erstens nicht, und zweitens prahlt man auf der Twitterseite des "Global Project Against Hate and Extremism" genau damit, daß man es geschafft habe, Sellner abzuschießen.

Wie sind eigentlich Alex Jones, Tommy Robinson und insbesondere Stefan Molyneux vorgegangen? Man hört eigentlich nur von Sellner, dass er klagen wird. 

Nemo Obligatur

17. Juli 2020 12:31

Alles schön und gut (bzw. schlecht), Herr Lichtmesz,

kenntnisreich recherchiert und für mich praktisch komplett neu, weil mir die Transformation der Bürgerrechtsbewegung in den Südstaaten der USA in eine Art Privat-Stasi mit angeschlossener Mobbing-Abteilung bisher weitgehend hinten vorbei gegangen sind.

 

Nun schreiben Sie:

"Unglücklicherweise haben diese Leute einen direkten Draht ins Big Tech hinein; sie brauchen nur mit dem Finger zu schnippen, und Giganten wie Twitter, Amazon und Youtube bereiten der freien Meinungsäußerung und dem freien Wettbewerb ein Ende."

Warum ist das so? Gibt es dafür eine Erklärung? Geld kann es ja nicht sein. Die Zuckerbergs und Bezos' dieser Welt kann man mit lumpigen 136 Mio. USD gewiss nicht beeindrucken.

ML: Mit Geld nicht, aber mit dem Rassismusvorwurf.

Der_Juergen

17. Juli 2020 13:11

Hinweise auf George Orwell mögen ja mittlerweile ziemlich abgegriffen anmuten, aber wenn man bedenkt, dass die hasserfülltesten und intolerantesten Menschen des Erdballs sich als Vorkämpfer gegen "Hass und Intoleranz" aufspielen, denkt man zwangsläufig an die drei Slogans der Partei: "Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Ignoranz ist Stärke." Jeder Wert wird da in einen Unwert umgelogen und jeder Unwert in einen Wert.

@Nemo Obligatur

Ihre Frage an Lichtmesz mutet leicht naiv an. Glauben Sie denn, dass jemand von den großen Spielern finanzieller Bestechungen bedarf, um die Medien in einem bestimmten Sinn zu zensieren? Seine Denkweise wird sich nicht, oder nicht sonderlich, von derjenigen der Linksextremisten und Weissenhasser von SPLC unterscheiden.

heinrichbrueck

17. Juli 2020 14:00

@ Nemo Obligatur

Konzernunternehmen.

starhemberg

17. Juli 2020 14:51

Die Methoden sind seit einhundert Jahren die exakt gleichen. Agitation und Propaganda, Lüge und Verleumdung, Fälschung und Verzerrung, Haß und auch Gewalt. Nur hat man diesen ganzen marxistischen Dreck mittlerweile mit der "Identitätspolitik" gepimpt. Für die meisten nützlichen Idioten da draußen reicht das aus. Den größten Gefallen, welche die Tech-Konzerne diesem Abschaum tun könnten, wäre, sich quer zu legen. Denn schon heute träumen viele Internationalsozialisten feucht davon, die erfolgreichsten Konzerne zerschlagen zu dürfen. Die Wirtschaft sorgt sich um Profite, das ist ihre Aufgabe. Die Wirtschaft kann und soll nichts das komplette Versagen der Politik ausgleichen. Schuld an dieser Entwicklung sind letzten Endes die Pseudokonservativen und Lalaliberalen. Sie haben dieser Entwicklung über 40 Jahre lang relativ tatenlos zugesehen. Sellner und andere junge patriotische Aufrechte müssen nun die Rechnung dafür bezahlen. Es ist eine Schande.

 

 

Karsten Paulsen

17. Juli 2020 14:52

Danke für die Informationen, einiges hatte ich schon beim Martin gesehen, der ist mir mit seinen Videos oft zu lang ... ich lese schneller ;-)

Laurenz

17. Juli 2020 15:29

Solche, hier nebenbei besprochene Konzern-Giganten können nur dort existieren & im totalitären Sinne agieren, wo keine militärische Bedrohung von außen Druck erzeugen kann. Deswegen wird weltweit aufgerüstet. Europa verweigert eine souveräne Aufrüstung. Deswegen braucht sich hier auch keiner kreativ über Konzern-Alternativen Gedanken machen. Bei Erfolg müßten diese außer-europäischem Druck weichen. 

Von daher bleibt uns, wenn uns die US-Amerikaner so sehr auf den Senkel gehen, nichts anderes übrig, uns mit anderen Hunden schlafen zu legen, um dann mit deren Flöhen aufzuwachen.

Phil

17. Juli 2020 15:29

Es scheint mir eine neue Qualität, wenn ein amerikanischer Verein jemanden aufs Korn nimmt, der fast ausschließlich deutschsprachigen "Content" produziert.

Ich frage mich da schon, wer dahinter steckt, und ob das SPLC nur Werkzeug ist.

Waldgaenger aus Schwaben

17. Juli 2020 15:33

  2018 verfügte es über ein Budget von 471 Millionen Dollar (also fast einer halben Milliarde!) und verzeichnete einen Jahresumsatz von 136,3 Millionen Dollar.

Das ist der entscheidene Satz. Folge der Spur des Geldes! Wer gibt solche Riesensummen aus? Muss dieser Verein nicht seine Spender nennen, keine Steuererklärung vorlegen? Alabama ist ein tiefroter (also republikanischer) Bundesstaat.

Lichtmesz schreibt: "(Hintergründe konnte ich nicht ausfindig machen)"

Warum können keine Hintergünde ausfindig gemacht werden? Aus wikipedia habe ich mir mal "Southern Poverty Law Center, Inc.and SPLC Action FundConsolidated Financial Statement " runtergeladen (21 Seiten)

https://www.splcenter.org/sites/default/files/1018_final_financial_statement_short.pdf

Vielleicht werde ich da fündig. Oder kann ich mir das sparen? Hat schon jemand rein geschaut?

Monika

17. Juli 2020 16:23

Wenn das SPLC eine Art US-amerikan. Pendant zur Amadeu-Stiftung ist ( dazu ungleich mächtiger), dann ist Heidi Beirich auch ungleich mächtiger als Anetta Kahane, deren Vergangenheit bekannt ist. D.h. Beirich wird nicht von einem magischen Denken getrieben, sondern verfolgt gezielt eine bestimmte Agenda. Ihre Publikationen kann man finden. https://www.congress.gov/116/meeting/house/110495/witnesses/HHRG-116-AS02-Bio-BeirichH-20200211.pdf etwa über „Anti-Muslimische hate Groups.“ „Antimuslimischer Rassismus“ ist ein Kampfbegriff, um den politischen Islam vor Kritik zu schützen. Die Verbindung von Linken mit Islamisten ist bekannt, Linda Sarsour, islamistische Aktivistin sympathisiert mit der BLM Bewegung, Ayan Hirsi Ali , Islamkritikerin somalischer Herkunft wird von Sarsour angegriffen und von Beirich als Extremistin beschimpft. Hirsi Ali äußert sich kritisch über BLM. Die Trennlinie verläuft m. E. nicht zwischen schwarz und weiß, sondern zwischen globalistischen/internationalistischen Gruppen und deglobalistischen/nationalen.

Lotta Vorbeck

17. Juli 2020 17:57

Frage an Radio Eriwan:

"Stimmt es, daß in der BRD des Jahres 2020 jeder Volksgenosse seine Meinung frei äußern kann?"

Antwort:

"Im Prinzip ja, es ist nur nicht ganz klar, was danach mit ihm passiert."

RMH

17. Juli 2020 17:59

"Die Trennlinie verläuft m. E. nicht zwischen schwarz und weiß, sondern zwischen globalistischen/internationalistischen Gruppen und deglobalistischen/nationalen."

Das ist nichts Überraschendes. Roberto Blanco, der primär einen nationalen, deutschsprachigen Markt bedient, sagt auch, dass die deutsche Polizei die beste der Welt sei (so heute in der Blöd-Zeitung).

Southern Poverty Law Center würde ich anders übersetzen, eher in die die Richtung Zentrum des Südens für Unterschichten- oder Unterklassen-Recht. Wie auch immer, das linke Grund-Setting kommt so oder so zu tragen.

Das einzige, was in dieser Zeit der Repression tröstet, ist der Umstand, dass die Repression zeigt, dass man eine gewisse Erheblichkeitsschwelle bereits gut überschreiten kann, also nicht mehr nur unerheblicher Narrensaum ist. Im Übrigen muss man eben alle technischen Mittel nutzen, um weiter am Ball bleiben zu können.

Aus der Verfassungsschutz-Beobachtung wird man nicht mehr kommen, also sollte man auch damit lernen, umzugehen. 

Fällt alles schwer und das Unrecht bleibt - aber es geht ja gerade darum, irgendwann einmal selber Recht setzen oder gestalten zu können und bis dahin wird man immer ins Unrecht durch die Anderen gesetzt, die eben ihre eigene Gestaltungsmacht behalten wollen.

Laurenz

17. Juli 2020 18:44

@RMH

Zitat - Fällt alles schwer und das Unrecht bleibt - aber es geht ja gerade darum, irgendwann einmal selber Recht setzen oder gestalten zu können und bis dahin wird man immer ins Unrecht durch die Anderen gesetzt, die eben ihre eigene Gestaltungsmacht behalten wollen. -Zitatende

Werter RMH, mit Verlaub, das sind reine Wunschvorstellungen, auch in ferner Zukunft. Zumindest reden wir über das jenseits unserer Lebensspanne. Entweder hat man den Info-Konzernen etwas zu bieten oder eben nicht. Die Möglichkeiten um Reichweite zu erzielen sind rar gesät. Selbst viele große Unternehmen geben einfach nach, um Schlagzeilen zu vermeiden.

Insofern bin ich doch recht froh, daß Antaios druckt. Um Gedrucktes zu lesen, braucht man weder Strom noch einen Rechner. Aber der virtuelle Druck wird immer mehr Raum einnehmen.

Solution

17. Juli 2020 19:01

Ich empfehle das Buch von Tyler O´Neil: "Making Hate Pay: The Corruption of the Southern Poverty Law Center". Wer es kauft, unterstützt die Aufklärung über diese dubiose Organisation (z.B. bei Amazon erhältlich). 

Herold

17. Juli 2020 19:10

Nemo Obligatur:

Die linken Internetkampfgruppen haben mehrere Hebel: Sie können eine Plattform durch Publicity in eine Richtung lenken, in der sie z.B. als familienunfreundlich wahrgenommen wird, damit verschwinden dann die Werber, die die Plattformen finanzieren. Das läuft gerade im Rahmen der "Stop Hate for Profit"-Kampagne: Werber sollen davon überzeugt werden, ihre Werbung auf den Plattformen einzustellen, die nicht auf zensorisch auf Linie sind. Allgemein ist das Thema Finanzierung von Inhalten eine großes und IMHO unbeachtetes Thema im Kampf gegen Links.
Ein anderer Hebel ist, dass die Leute, die bei den Großkonzernen der Plattformen am Drücker sind, selbst häufig über eine linke Schiene an ihre Position gekommen sind, z.B. über diversity hires (quasi Quoten für Minderheiten) und damit auch häufig "fellow traveller" sind, also Spießgesellen im gleichen Geiste mit den Externen, die die Plattformen zur Politik benutzen. Gleich und gleich gesellt sich gerne und man umgibt sich besser mit Freunden wenn mal schwere Zeiten kommen. Ich sehe von rechts diesen Organisationsgrand nirgendwo.
Die IT-Branche insgesamt ist weitesgehend links oder unpolitisch (und damit Verfügungsmasse der Linken, siehe die Piraten). Rechts ist für IT-Leute nicht attraktiv. Das liegt auch an den Konserven, die sich schöngeistig geben und übersehen, dass ihre potenziellen Bundesgenossen vielleicht lieber Pepe-Memes posten und Fallout spielen als Jünger zu lesen und sich mit Hühnerzucht zu beschäftigen. 

Niekisch

17. Juli 2020 19:57

Man beachte das hate-face der Frau Beirich und schaue sich das Kontrollgremium an: https://www.splcenter.org/about/board  Sind das linke Wachhunde? Nein, das ist ein ganz anderes Kaliber...

 

Gustav Grambauer

18. Juli 2020 00:05

Lotta Vorbeck

"... Antwort: 'Im Prinzip ja, es ist nur nicht ganz klar, was danach mit ihm passiert.'"

---

A.: "Ja, Herr B., wo waren sie denn?"

B.: "War in Mittelbau-Dora, KZ."

A.: "Und wie war es dort?"

B.: "Tolle Sache, wie im feinsten Kurhotel, und so nettes Personal!"

A.: "Soso, der C. hat mir da aber gestern nachmittag ganz andere Sachen berichtet."

B.: "Na, der ist ja auch seit heut` früh wieder dort."

- G. G.

Lotta Vorbeck

18. Juli 2020 00:51

@Niekisch - 17. Juli 2020 - 08:57 PM

Fürwahr @Niekisch, das ist ein ganz anderes Kaliber ...

 

# Heidi Beirich, Photo 1

# Heidi Beirich, Photo 2

# Heidi Beirich, Photo 3

# Heidi Beirich, Photo 4

 

Apostat

18. Juli 2020 09:34

Wird der Aspekt der digitalen Reichweite nicht überbewertet?

Beispiel: Der YouTube Kanal "Laut gedacht" hat 54900 Abonnenten aber nur 108 Förderer auf Patreon.com.

ML: Heidi ist anderer Meinung. "Laut gedacht" ist ja bloß ein Nebenschauplatz.

RMH

18. Juli 2020 09:35

@Laurenz,

Sie wissen selber gut genug, dass man mit purem Realismus bei der aktuellen Lage am besten den Laden zu sperrt und sich noch ein paar schöne Tage macht - dafür langt es bei den meisten. Wer Kinder hat, muss sich dann eben von der Vorstellung los machen, dass die es immer besser haben sollten. Nein, die werden es dann eben irgendwann mal schlechter haben, sich anpassen müssen etc.. Fertig - Leben vorbei etc bis dahin noch ein bisschen "Spass" haben. Genau so machen es gerade die Baby-Boomer um die 60 mit ihren Wohnmobilen und ihrem ewigen Reisewahn. Rechtzeitig in den vorzeitigen Ruhestand, noch die letzten verzinste Lebensversicherungen abgreifen und ab geht das Finale, bis die Kiste kommt.

Alle anderen treibt etwas an - sei es das berühmte Prinzip Hoffnung, sei es die Lebensart, der "Stil", auch in aussichtslosen Lagen den eigenen Kopf - selbst bei Gefahr, ihn physisch zu verlieren - zu bewahren etc. Und für diese Leute war mein letzter Satz gedacht. Setzen wir die Gedenken-Viren, die Jahrzehnte überleben können.

 

Der_Juergen

18. Juli 2020 11:25

Was seit längerem zu erwarten war, trifft jetzt ein: In den USA werden Kirchen geschändet und Jesus-Statuen enthauptet.

https://www.foxnews.com/us/jesus-statue-florida-crime

Gewinnen die Demokraten die Wahlen (was mittlerweile wahrscheinlich anmutet), wird Amerika  eine Wiederholung der bolschewistischen Revolution in Russland erleben. Auch damals war die (dort orthodoxe) Kirche eine bevorzugte Zielscheibe der Kulturzerstörer. Während Tausende von Kirchen entweiht und Tausende von Priestern und Nonnen ermordet oder eingesperrt wurden, blieben die Synagogen geöffnet. Ähnlich wird es in den USA zugehen. Auch die Moscheen wird niemand anrühren. Höchstens werden ab und zu ein paar Fake-Hakenkreuzschmierereien oder vielleicht auch Attentate unter falscher Flagge erfolgen, um die Fiktion von der "antisemitischen und islamophoben Verschwörung" aufrechtzuerhalten.

 

Andreas Walter

18. Juli 2020 11:36

Das SPLC ist eine überwiegend afroamerikanisch-jüdische Organisation die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Interessen dieser beiden Gruppen gegen alle möglichen Gegner und Konkurrenten möglichst breit, weit und effektiv durchzusetzen.

Wobei sie angeblich auch Organisationen ihrer eigenen ethnischen Zuordnung bekämpft, wenn diese ihnen zu radikal (oder womöglich als Konkurrenz?) erscheinen. Zumindest ist das, was sie vorgeben. Was davon tatsächlich zutrifft bedürfe einer genaueren Analyse der tatsächlichen Aktivitäten.

“Als Afroamerikaner (engl. African American) werden die etwa 40 Millionen Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika bezeichnet, deren Vorfahren ...“

Und die damit im Verhältnis 5:1 gegenüber den etwa 8 Millionen Juden in den VSA stehen.

Unter Berücksichtigung der absoluten Grösse beider Ethnien in den VSA könnte man das SPLC gemessen an der Zahl der jeweiligen Vertreter im Vorstand daher auch als jüdische Organisation bezeichnen, welche die Schwarzen an ihrer Beteiligung massiv unterdrückt.

Darum wäre es sicherlich auch interessant zu erfahren, woher der überwiegende Teil des Geldes kommt, das dieser Organisation zur Verfügung steht. Wer also die “Musik“ bezahlt.

Phil

18. Juli 2020 11:52

"Wie überzeugt man Andersdenkende? Indem man jeden, der in einem Punkt eine vermeintlich unkorrekte Position vertritt, aus dem öffentlichen Leben verbannen will? Indem man zusammen mit einem Mob dafür sorgt, dass er seinen Job verliert und sich niemand mehr mit ihm in der Öffentlichkeit sehen lassen will? Wie wäre es, wenn man stattdessen wieder anfängt, Debatten mit Argumenten auszutragen, dem Gegenüber zuhört und einen größtmöglichen Meinungskorridor in der Debatte akzeptiert?"

Wahre Worte von links: https://www.nachdenkseiten.de/?p=62972

heinrichbrueck

18. Juli 2020 13:07

Wenn ein Feind es schafft, Weißendezimierung zu praktizieren, gleichzeitig seine Nichtexistenz erfolgreich zu untermauern, bleibt die Bekämpfung stets feindlich gesteuert. Die feindliche Ideologie wird die eigene, wenn auch nicht vollständig, und eine eigene Ideologie nicht als notwendig erachtet. Kann diese Abhängigkeit durchtrennt werden? Feindbekämpfung kennt kein Danach.

Woher kommt die Vokabel „Andersdenkende“? Solche Scheinwörter vernebeln die Lage, bedeuten überhaupt nichts. Sie entwickeln keinen Verständnisbereich, um ihre eigenen Forderungen nicht fremdbestimmt umsetzen zu können. Und nur weil die Meinungsfreiheit gegeben sei, hat sie politisch noch lange keine Bedeutung. Es geht nicht darum, Andersdenkende zu überzeugen, denn wie bei der Kommunistin alttestamentarischer Prägung Rosa Luxemburg, waren andersdenkende Kommunisten gemeint - in der Gegenwart andersdenkende Demokraten. Die Demokratie an sich, deren Illusionsbedürftigkeit offensichtlich ist, spielt schon falsch. Wenn die Verräter weg sollen, mehr ist Beirich nicht, müssen die feindlichen Ideologen entmachtet werden. Solange die Menschenrechte durch Ersetzungsmigration verteidigt werden, sind die Widersprüche weder unsichtbar noch aufgelöst.

Gracchus

18. Juli 2020 13:27

Da wird einem ja speiübel.

Die Frage von @nemo obligatur ist keineswegs naiv, sondern berechtigt: Besteht tatsächlich im strenge Sinne eine Kausalität zwischen dem Bericht und der "Säuberungs"-Aktion? Es gab doch auch die Aktion von Grosskonzernen, Druck auf facebook auszuüben.

Wie sieht dieser Draht ins Big Tech denn aus? Die Antwort, dass die dasselbe dächten, kann nicht befriedigen (sondern zu der Vorstellung verleiten, dass Big Tech dieses Center finanziert, um von ihm gesagt zu kriegen, wer und was gelöscht werden soll). 

 

Laurenz

18. Juli 2020 14:22

@RMH

Nein, RMH, Ihr beschriebener Reisewahn bedeutet eingeschränkte Wahrnehmung, auch wenn Sie die Handhabe im Grundsatz richtig beschrieben haben.

Reise-freudige Generations-Genossen reisen zu Recht gerne, das ist deutsche Eigenart, aufgrund unseres historischen Klimas & der Ernährungs-Grundlagen schon so immer gewesen (bei Kimbern & Teutonen wurde gelost, wer geht).

Das sind aber auch nur diejenigen, die man sieht, weil sie auffallen. Die Mehrheit sieht man nicht. Meine Frau Mutter ist 82 & spielt 3x die Woche Tennis. Aber dort im Tennisklub am Berg kommen keine Rollator-Fahrer hin, aber auch die Rollator-Fahrer sieht man wenigstens noch. Die Hälfte dieser Generation ist tot, die Mehrheit der noch Lebenden ans zuhause oder das Heim gebunden.

Die erwirtschaftete Substanz der frühen Bonner Republik wird von unserer Generation komplett verbraten werden. Und unsere Kinder müssen daher durch das Jammertal der Tränen marschieren, mit oder ohne zu finanzierende importierte Goldstücke. Das muß auch so sein, der natürliche Lauf der Dinge, das Alte muß sterben, damit Neues erschaffen werden kann. Gesinnung, Haltung ändern sich nur unter Druck, den heutzutage Eltern nie erzeugen können.

nom de guerre

18. Juli 2020 17:43

@ Der_Juergen

Danke für den Link. Einerseits schockiert mich das, zumal in „God’s own country“, andererseits scheint die Schändung von Kirchen in Frankreich seit vielen Jahren gang und gäbe zu sein (das Ausmaß und wie lange das schon so geht, ist mir erst klar geworden, als ich Anfang des Jahres „Sire“ von Raspail gelesen habe).

Mich irritiert ein Satz in der Reaktion der Kirchengemeinde mit der geköpften Jesusfigur. Die schreiben: „We totally 'condemn' this action.“ Das „condemn“ steht in Anführungszeichen – können diese im Englischen auch zur Hervorhebung dienen? Oder bedeutet das, die Verurteilung der Tat erfolgt halbherzig, nur unter Vorbehalt? Weiß da jemand mehr?

Laurenz

18. Juli 2020 18:47

 

@Der_Juergen

Das stimmt so nicht, Der_Juergen. Trotzki ließ orthodoxe Juden unerbittlich verfolgen. Nur seinesgleichen waren in der sowjetischen NomenKlatura über-repräsentiert. Aber diese bolschewistischen Juden, oft Polit-Kommissare, besuchten nie in eine Synagoge. Fragen Sie doch mal einen echten Rabbiner nach Trotzki, finden Sie auch so im Netz.

Es ist vielleicht empfehlenswert, das, was Sie geschrieben haben, nicht ganz so polarisiert darzustellen. Auch Bonaparte machte Kirchen zu Pferdeställen, und jetzt mal zurück gefragt, warum auch nicht? Warum empören Sie Sich darüber?

Geschichte muß eben in größeren Abläufen betrachtet werden. Es war die Kirche, die alles Heidnische -, alle antike Kultur vernichtete, Bücher der Allgemeinheit vorenthielt, und uns in die Dunkelheit führte. Und Eremiten (nichts anderes als Spione) wurden an die ehemaligen Kult-Plätze platziert, um festzustellen, wer diese denn noch besuchte. Das lief eben analog und nicht digital ab, aber im Grundsatz hat sich nichts geändert.

limes

18. Juli 2020 21:48

@ RMH: Ich bezweifele, dass »Gedanken-Viren« allein überleben können. Brauchen sie nicht Bilder und Erzählungen und Klänge, Musik - und sogar Geschmack und Gerüche als Nährboden, als fruchtbares Milieu?

ullrich

18. Juli 2020 23:31

Das ist ein sehr guter Artikel. Man muss sich nur mal ansehen, wen das SPLC so alles angreift. Besonders bösartig war das im Falle von Carol Swain. Ich kann nur jedem empfehlen das Interview mit Glen Beck auf Youtube sich anzuschauen. Carol Swain ist richtig lieb. Ganz im Gegensatz zu Dees und Potok. Meiner Meinung nach haben sich diese Leute seit den Zeiten des KKK und der Segrationalisten kaum geändert. Auch Biden gehört in diese Kategorie. Man kann das in dem Interview mit dem schwarzen Journalisten deutlich sehen, als er ihm vorwirft nicht richtig schwarz zu sein, wenn er ihn nicht voll unterstützt. Diese Leute denken, dass "Blacky" immer unterwürfig und dankbar sein muss für die vielen sozialen Wohltaten, die ihm von den Demokraten großzügig gegeben werden. Deshalb hassen sie auch Murray so sehr. Er hatte es nämlich gewagt anzusprechen, dass diese Sozialprogramme erwiesenermaßen den Schwarzen nur schaden. Der Staat ersetzt bei Geringverdienern bis hinein in die Mittelschicht zunehmend die Rolle des Vaters in der Familie. Aber der Staat macht es richtig schlecht. Das erklärt fast alles. Kriminelle verwahrloste Kinder und Jugendliche, Abtreibungen, Horrorschulen wo die Kinder nichts lernen. Niemand hat den Schwarzen in den USA so geschadet wie die Demokraten. Ich denke BLM ist ein grosses Ablenkungsmanöver der Demokraten von den harten Fakten und ihrem totalen Versagen und der SPLC ist die Speerspitze der Propaganda.

Der_Juergen

19. Juli 2020 09:33

@nom de guerre

Anführungszeichen dienen im Englischen ebenso wenig wie im Deutschen zur Hervorhebung. Wenn "condemn" in Anführungszeichen geschrieben wird, heisst dies, wie Sie richtig vermuten, dass man nur halbherzig protestiert. Der Satz ist an sich schon absurd, denn wie kann eine christliche Gemeinde die Schändung von Jesusbildern NICHT verurteilen?

Ja, in Frankreich sind Kirchenschändungen schon seit langem gang und gäbe. Neben fanatischen Muslimen sind dort wohl vor allem Satanisten ohne direkte politische Motivation die Schuldigen. In den USA hat der politische Satanismus zur Zeit Hochkonjunktur, wie nach 1917 in Russland. Er wurde und wird hüben und drüben von denselben Kräften gelenkt.

Hartwig aus LG8

19. Juli 2020 13:41

Wem die von Lichtmesz recherchierten Ergebnisse auf den Magen schlagen, der kann mal bei youtube nach "x22 report deutsch" suchen. Die veröffentlichen pro Woche mehrere Videos. Grundtenor: der Kulturmarxismus liegt in den letzten Zügen; der tiefe Staat wird just ausgeräuchert; "Trump und die Patrioten" haben alles im Griff.    Ist zwar recht abstrus, um nicht zu sagen Q-uatsch, macht aber immerhin gute Laune.

iamwhatiam

19. Juli 2020 23:29

Seit ich den Artikel gelesen habe dröhnt bei mir "I am what I am" von Gloria Gaynor durchs Haus.

"It's my world that I want to have a little pride in
My world and it's not a place I have to hide in
Life's not worth a damn till you can say
Hey world I am what I am"

Ich bin was ich bin. Das Leben ist erst was wert, wenn man das sagen kann, wenn man den Mut hat, das zu sagen, wenn man zu sich steht. Da hat Frau Gaynor was sehr Kluges zu einer wunderschönen Melodie gesungen. 

Gotlandfahrer

20. Juli 2020 01:11

Die Kriegstrommeln schlagen durch die von Gerechtigkeit säuselnden Zungen der Liebfrauen, hin, ins Massengrab wer ihnen erliegt. Zunächst Danke für die erneute forensische Leistung, verehrter ML. Was ich vermisse, angesichts des doch nun schon seit Jahren simpel nach Rezept ablaufenden Geschehens, sind Gedanken, wie denn nun, über die notwendige Solidarität mit den Pionieren hinaus, hiermit weiterhin umzugehen ist. Der Plot läuft ja auf Strangulation hinaus, es ist doch nicht so, dass es noch ums Denken ginge. Wenn die Gegenwehr provoziert werden soll, um die finale Rechtfertigung zu erhalten, was ist Unsereinem geboten? Prävention wäre es längst nicht mehr. Und doch stellen sich die Fragen: Wie durchhalten, bis wohin und was kann dann noch möglich sein? Auf was darf man hoffen? Und: Gibt es einen Ausweg aus der mimetischen Zyklizität, aus der ewigen Aufhetzung zu (schöpferischer?) Zerstörung?

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