11. Januar 2021

Kapitol-Sturm: Immunisierung der Wahrheitssysteme (2)

Martin Lichtmesz / 23 Kommentare

Ohne Zweifel waren die Demonstranten am Tag des Kapitol-Sturms äußerst aufgewühlt.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Nicht nur durch die leidenschaftliche Rede Trumps, sondern auch durch die Enttäuschung, daß sich die letzte Hoffnung auf einen Einspruch des Vizepräsidenten oder republikanischer Senatoren gegen die Ratifizierung von Joes Bidens Wahlsieg zerschlagen hatte.

Trumps Rede kann man nachlesen, er hat darin nicht zum Sturm des Kapitols aufgerufen. Es ging vor allem darum, durch die Präsenz der Wähler auf der Straße jene loyalen Republikaner im Kongress zu ermutigen, von denen erwartet wurde, daß sie Bidens Wahlsieg nicht anerkennen werden:

Nun ist es Sache des Kongresses, sich diesem ungeheuerlichen Angriff auf unsere Demokratie entgegenzustellen. Nachher werden wir dort hingehen und ich werde dort bei Euch sein. (...) Wir gehen runter zum Kapitol und feuern unsere tapferen Senatoren, Senatorinnen und Kongressabgeordneten an. (...) Wir sind gekommen, um vom Kongress zu verlangen, daß er das Richtige tut und nur jene Wahlmänner zählt, die rechtmäßig, rechtmäßig!, gewählt wurden. Ich weiß, daß ihr alle hier bald zum Kapitol marschieren werdet, um eure Stimmen friedlich und patriotisch zu Gehör zu bringen.

In der Rede gibt es kein einziges Anzeichen dafür, daß Trump vorhatte, seine Anhänger zu einer gewaltsamen Erstürmung des Gebäudes zu bewegen. Wozu auch? Es hätte ihm schlicht und einfach nichts weiter gebracht als schlechte Presse, und so ist es auch gekommen. Wir können also davon ausgehen, daß die Emotionen der Demonstranten ungeplant außer Kontrolle gerieten. Die altbekannte hypnotisierende und mitreißende Dynamik der Masse, die etwa Elias Canetti beschrieben hat, wird wohl ihr Übriges getan haben.

Ob Provokateure die Massendynamik, die dazu führte, noch beschleunigt haben, ist zwar möglich, aber bislang unbewiesen. Allerdings ist etliches irritierendes Filmmaterial aufgetaucht, das zeigt, wie Polizisten an manchen Stellen den Demonstranten die Türen und Absperrungen öffnen und sie geradezu hereinwinken - auch dies wurde von Shaun King bemerkt. 

Mehrere linke Seiten haben beklagt, daß das Kapitol von Washington im Gegensatz zu anderen "Belagerungen" nur halbherzig verteidigt wurde - so war im Juni 2020 die Nationalgarde vor dem Kapitol aufmarschiert, als "Black Lives Matter"-Demonstrationen angekündigt waren. Die Erklärung dafür ist womöglich eine andere als "weißes Privileg" oder die politische Sympathie einzelner Polizisten. Hat hier jemand nachgeholfen, um eine "schlechte Optik" zu erzeugen? Sind die Demonstranten in eine Falle getappt?

Es ist jedenfalls so, wie Martin Sellner scharfsinnig bemerkte: Der Sturm war ein schwerer Fehler, während eine bloße Belagerung des Gebäudes eine auch optisch wirkungsvolle und mächtige Strategie gewesen wäre. Hysterische Reaktionen der üblichen Verdächtigen wären zwar auch hier zu erwarten gewesen, aber nichts hätte die Legitimation des Protestes ernsthaft in Frage stellen können.

Vor allem aber hätte es dann auch keinen Vorwand gegeben, Nägel mit Köpfen zu machen, und den wahren, den eigentlichen, den ohnehin schon lang ersehnten Putsch voranzutreiben: Die Machtübernahme durch Big Tech im Einklang mit der neuen Regierung und dem politischen Establishment, das Trump nicht nur loswerden, sondern auch erniedrigen und vernichten möchte - das aber nun vor dem Problem steht, daß auch der von Trump geweckte "America First"-Populismus und -Patriotismus verschwinden muß.

Obwohl Trump nicht zum Sturm des Gebäudes aufgerufen hat, ist er keineswegs unschuldig an dem Debakel. Trotz seiner Ankündigung "ich werde dort bei Euch sein", zog er sich ins Weiße Haus zurück und beschränkte sich wie immer aufs großspurige Twittern. Seine Aufrufe an die Demonstranten, nach Hause zu gehen, wirkten nur halbherzig, und er hätte sich der Eskalation weitaus entschiedener entgegenstellen können. So hat er fahrlässig nur sich selbst und seiner Sache geschadet.

Als er schließlich nach einem zwölfstündigen Twitter-Bann wieder auftauchte, mit einer Rede, in der er die randalierenden Protestler scharf verurteilte, wirkte das schäbig und heuchlerisch (manche waren so befremdet, daß sie in dem kurzen Video gar einen "Deep Fake" vermuteten  -was technisch durchaus möglich ist).

Versetzt man sich nun in die Perspektive der Demonstranten, so ist ihre Emotionalität völlig nachvollziehbar. Eine Teilnehmerin des Women's March on Washington vom 21. Januar 2017, der nicht zufällig einen Tag nach der Amtseinführung Trumps stattfand, schrieb:

Es war eine bemerkenswerte und friedliche Demonstration der Wut und der Enttäuschung und Ausdruck des Wunsches, daß wir uns nie wieder so fühlen müßten. Sie ermöglichte ein weltweites Ventil für Frustration, Angst und Beklemmung über die Zukunft.

Haben nur Linke das Recht auf solche Ventile?

Es ging nun bei der Demonstration vom 6. Januar nicht bloß um ein "Ventil", sondern um eine historische Entscheidung von großer Tragweite, die seit Wochen voller Spannung herbeigesehnt worden war. Es ist unredlich, den Demonstranten "antidemokratische" oder "faschistische" Absichten unterstellen zu wollen. Ganz im Gegenteil sahen sie sich selbst als die eigentlichen und wahren Demokraten, die die Institutionen der Demokratie nicht zerstören oder beschmutzen, sondern vor einer empörenden und korrupten Okkupation durch eine mächtige Elite befreien wollten.

Es gibt nichts Demokratischeres, als um seine eigene Stimme zu kämpfen, und nichts Undemokratischeres als Betrug am Wähler. Der Sturm einer despotischen oder korrupten Institution durch eine aufgebrachte Menschenmenge gehört zu den mythischen Urszenen der modernen Volksdemokratie, etwa am Beginn der französischen Revolution.

Der Westen jubelt, wenn derlei in der Ukraine, in Hongkong oder in diversen arabischen oder südamerikanischen Ländern geschieht, nicht selten mit amerikanischer "Hilfe". Nun, wo es in den USA selbst passiert, ist ein Frevel, ein Skandal, ein Sakrileg, eine "Gefahr für die Demokratie", und wir sollen alle ganz fürchterlich geschockt sein über die "Bilder".

Selbst wenn man der Ansicht ist, daß es keinen Wahlbetrug gegeben hat, sollte man fairerweise in Rechnung stellen, daß die Demonstranten zutiefst davon überzeugt waren, daß sie betrogen und belogen wurden, und daß dies ihre Handlungen und ihre Wut am besten erklärt. Dann wäre Trump der Demagoge und Rattenfänger, der sie ruchlos verführt hat. Aber was, wenn auch er selbst ehrlich davon überzeugt ist, daß die Wahl "gestohlen" wurde?

Vermutlich waren auch die meisten BLM-Demonstranten ehrlich davon überzeugt, daß es in den USA einen "systemischen Rassismus" gibt, der den Tod unzähliger unschuldiger Schwarzer durch Polizeigewalt sowie die eine generelle Benachteiligung und Unterdrückung der Schwarzen überhaupt zur Folge hat. Und da "Rassismus" heute als die schlimmste Sünde überhaupt gilt, wurden ihre Gewaltausbrüche von den amerikanischen Demokraten und den linksliberalen Medien wie CNN beschönigt, gerechtfertigt oder vertuscht (eine aufschlußreiche Kompilation gibt es hier).  Mehrere Reporter sprachen von "überwiegend friedlichen Protesten", während hinter ihren Rücken die Flammen loderten.

 

Die Exzesse wurden nicht nur an den linken Rändern als revolutionäre Akte der Befreiung und Vergeltung gefeiert. Diesem Wikipedia-Artikel zufolge kosteten die Proteste bis Juni 2020 neunzehn Menschenleben. Es gab mehr als 14, 000 Verhaftungen. Über 2000 Städte waren betroffen. Es gab Plünderungen, Brandstiftungen, Vandalismus, Angriffe auf Polizei- und Regierungsgebäude.

Geschäfte und Kleinbetriebe wurden verwüstet, und allein in Minneapolis betrug deren Sachschaden über 200 Millionen Dollar. In hunderten Städten mußte die Nationalgarde eingesetzt werden. Es gab einen landesweiten, frenetischen Bildersturm auf Statuen, Monumente, Symbole der amerikanischen Geschichte.

Was in diesen Monaten geschehen ist, hätte enormen Stoff für skandalisierende, hysterische, aufpeitschende, empörte, alarmisierende Schlagzeilen und Kommentare abgegeben. Aber nein: geht es nach den Medien, dann war der Kapitolsturm viel grauenerregender, gewalttätiger, schockierender, bedeutsamer als die monatelangen Ausschreitungen der Antifas und BLM-Protestler, die keine Sekunde als "Gefahr für die Demokratie" dargestellt wurden.

Ganz im Gegenteil: Keine Gewalt, kein Radau, kein Brand, kein Raub, kein Totschlag konnte die Legitimität der Proteste in Frage stellen. Polizisten und demokratische Senatoren knieten demütig vor den Demonstranten nieder. Im Juni 2020 wurde in Washington ein Straßenteil in "Black Lives Matter"-Plaza umbenannt. Alle Ausgangs- und Kontaktverbote aufgrund der Coronamaßnahmen waren schlagartig vergessen.

"Wer sagt denn bitteschön, daß Protestler immer höflich und und friedfertig seien sollen?" fragte CNN-Moderator Chris Cuomo, der als besonders "tough" gilt. An anderer Stelle äußerte er: "Nicht alle Schläge sind gleich - moralisch gesehen", also je nachdem, ob sie ein "Nazi" oder ein Antifaschist austeilt. Und er erklärte: "Die meisten der größeren Bewegungen in der amerikanischen Geschichte haben auf einer Graswurzel-Ebene begonnen, und sind an irgendeinem Punkt in direkten Konflikt mit der amerikanischen Regierung geraten." "Statuen sind mir ziemlich egal. Die Leute werden tun, was sie eben tun", winkte Nancy Pelosi ab. Kamala Harris, nunmehr Vizepräsidentin, äußerte:

[Die Demonstranten] werden nicht vor dem Wahltag im November stoppen und sie werden auch nicht nach dem Wahltag stoppen. Sie werden nicht lockerlassen. Sie sollten das auch nicht, und wir auch nicht.

Das politisch-mediale Establishment hatte sich die Sache von BLM mitsamt dem dazugehörigen Narrativ komplett zu eigen gemacht - ein Narrativ, das nachweislich zu Gewaltausbrüchen führte, wie sie die USA seit den sechziger Jahren nicht mehr gesehen hatten. Es war in jeder Hinsicht eine "von oben" angefachte "Revolution", die von so gut wie sämtlichen großen Konzernen beworben und unterstützt wurde, inklusive natürlich der üblichen Verdächtigen von Big Tech (dazu ausführlicher hier).

Auch Twitter hat sich emsig um BLM bemüht und eine Flut von aufhetzenden Tweets zugelassen. Wer das Geschehen auf den sozialen Medien verfolgt hat, wird sich noch gut an die Explosion von antiweißem Rassenhaß erinnern können. Nach den Maßstäben, die Jack Dorsey an Donald Trump anlegt (siehe Teil 1 dieses Artikels) müßte Twitter sich selbst löschen - aufgrund der Verbreitung einer Botschaft, die "das Risiko einer Aufstachelung zur Gewalt" in sich barg, "insbesondere wie sie auf und außerhalb von Twitter empfangen und interpretiert" wurde. Diese Heuchelei und Doppelmoral ist eigentlich kaum zu überbieten.

Der "strukturelle Rassismus", der sich in der angeblich rassistisch motivierten Polizeigewalt gegen George Floyd, Breanna Taylor, Jacob Blake und andere schwarze Kriminelle gezeigt haben soll, ist jedoch ein  Mythos, der sich leicht mit Fakten widerlegen läßt (siehe hier und hier). "Black Lives Matter" selbst begann 2012 mit einer nachweisbaren und auch gerichtlich widerlegten Lüge.

Und wie sieht es mit der treibenden Ungerechtigkeits-Erzählung der Trump-Anhänger aus? Die gleichen Medien, die die Legende vom "sanften Riesen" George Floyd verbreitet haben, hatten schon lange vor der Wahl beschlossen, daß es absolut unmöglich sei, diese zu manipulieren, und daß etwaige Beschwerden Trumps lächerlich, haltlos, absurd seien und lediglich seinem gekränkten Ego anzulasten. Sobald dieses Narrativ beschlossen war, gab es keine Chance mehr, es zu ändern, erst recht nicht nach der Wahl, als Bidens Sieg wie eine große weltgeschichtliche Erlösung gefeiert wurde. Der Ton der Presse war triumphalistisch, teilweise aber auch höhnisch und rachsüchtig.

Es stand nun unverrückbar fest, daß an dieser offenkundigen Wahrheit von Bidens legitimem Wahlsieg nicht zu zweifeln sei, und wer es doch tue, der verbreite bewußt Lügen und Desinformation oder sei schlicht und einfach verrückt. Die Gerichte schmetterten sämtliche Versuche des Trump-Teams, Klagen einzureichen, ab. Warum, muß noch genauer analysiert werden, Tatsache ist, daß der politische Druck enorm war, und eine Klärung der Tatsachen und Anklagen schon im Vorfeld abgeschmettert wurde. Dadurch wuchs das ohnehin schon große Mißtrauen der Trump-Wähler enorm an. Das Gefühl, betrogen worden zu sein, verstärkte sich zunehmend.

Sollten die Trump-Anhänger recht haben, würde das ganze System krachend in sich einstürzen. Wenn der Sieg über Trump mit einer Lüge erkauft wurde, dann war das ein sehr hoher, ein sehr riskanter Preis.

Twitter versah nun Trumps entsprechende Tweets mit einem pädagogischen Hinweis: "This claim about voter fraud is disputed", denn "undisputed facts" liefern bekanntlich nur die Mainstreammedien. Trumps große, vorab aufgezeichnete Rede zu dem Wahlbetrug vom 2. Dezember 2020 wurde von den Medien weitgehend ignoriert oder als "haltlos" abgekanzelt und verspottet (Transkript hier). Am Tag des Kapitol-Sturms wurde der Text in dem Twitter-Warnfesterchen ergänzt: "This tweet can't be replied to, retweetet or liked due to a risk of violence." - Man kann diesen Tweet nicht mehr "retweeten" oder "liken" - aufgrund eines Gewaltrisikos.

Diese Assoziation wird jetzt fixiert: Behauptung von Wahlbetrug = Gefahr von Gewalt und Terror. Damit hat man einen vortrefflichen Vorwand gefunden, um Zensur auszuüben und dieses Thema gewaltsam zu deckeln.

Sobald man aber überzeugt ist, daß im November  tatsächlich ein massiver Wahlbetrug stattgefunden hat, sehen die Dinge gänzlich anders aus. Ich selbst bin der Überzeugung, daß es enorm gute Gründe gibt, einen solchen Verdacht Verdacht zu schöpfen, um es gelinde zu sagen (siehe etwa hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier).

Mit dieser Überzeugung im Kopf liest sich dieses Statement des International Center for Journalists äußerst seltsam. Die Lehre aus dem Kapitol-Sturm sei, daß man die Position der "Truth Teller" (etwa: "Wahrheitsverkünder" oder "Wahrheitserzähler") stärken müsse - ein Begriff, den ich bis dato noch nie gehört habe:

Wir müssen die Wahrheit verteidigen. Wir müssen sie besser kommunizieren. Wenn politische Führer behaupten, daß Wahlen manipuliert wurden, nicht auf der Grundlage von Fakten, sondern weil sie ungerne verlieren, dann beeinflussen sie immer noch ihre unzufriedenen Anhänger, die den Lügen glauben.

Was machen die beglaubigten "Truth Teller" aber, wenn die Behauptung, daß Wahlen manipuliert wurden, auf Fakten beruht? Haben sie denn dieses Mal wirklich genau nachgesehen oder überhaupt nachgesehen? Haben sie Lust an der Investigation gezeigt? Neugierde? Warum wußten sie schon von vornherein so gut Bescheid? Keine Fragen mehr?

Weiter:

Dem Journalismus fällt die grundlegende Rolle zu, daß der Wähler zuverlässig Täuschung, Lügen und Desinformation erkennt. Der gestrige Tag zeigt, daß sich essentielle Teile der US-Bevölkerung nicht mehr auf seriöse journalistische Quellen verlassen, was ihre Informationen angeht. Es ist dringend geboten, daß diejenigen von uns, die an die Wahrheit - ja, an die Demokratie selbst - glauben, die Arbeit von Journalisten in den USA und im Ausland unterstützen, verteidigen und verstärken, damit wütende und schlecht informierte Mobs nicht mehr unseren Kongress oder irgendein anderes Parlamentsgebäude besudeln, wo auch immer es sei.

Die Ermächtigung der Wahrheitsverkünder ist in diesem Jahr enorm wichtig. Wir müssen sicherstellen, daß Journalisten die Werkzeuge, das Training und die Ressourcen haben, um effektiv zu kommunizieren, was wirklich passiert, und Organisationen wie das ICFJ können ihnen dabei helfen. Andernfalls riskieren Reporter, versehentlich fiktive Versionen der Realität zu verbreiten, die von Demagogen in gewählten Ämtern verbreitet werden.

Das ist die Zukunft: Um Pannen wie Donald Trump zu vermeiden, soll die "Verkündung der Wahrheit" endgültig in die Hände von autorisierten Journalisten gelegt werden, während alle anderen Plattformen und Medien gesäubert, marginalisiert, kriminalisiert und abgeschaltet werden sollen.

Was die schlecht informierten "Mobs" und andere proles und hoi polloi angeht, so wird von ihnen erwartet, daß sie sich in Zukunft diesen Autoritäten und ihren autorisierten Fakten unterwerfen, wenn sie nicht als Proto-Terroristen abgestempelt und verfolgt werden wollen. Sie müssen sich damit abfinden, daß die autorisierten Faktenchecks komischerweise immer so ausfallen, daß sie ihre eigene Sicht der Dinge unterminieren und die Macht der Eliten absichern, die alle seriösen, wissenschaftlichen und rationalen Fakten und Argumente dauerhaft für sich reserviert zu haben scheinen.

All dies sollte den deutschen Leser an die erstaunlichen Worte des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer aus dem Jahr 2018 erinnern, geäußert apropos Chemnitzer "Hetzjagden": "Stimmungsmache gegen den Staat und seine Institutionen", sagte er, sei ein"Angriff auf unsere Wahrheitssysteme."

Diese Wahrheitssysteme beginnen nun, sich global gegen jede Art von Widerspruchsvirus zu immunisieren.

Zum Schluß: Ich würde mich auf eine massive "Impfung" gefaßt machen. Womöglich wird in den USA bald eine grausige "false flag"-Aktion stattfinden, die den Kapitolsturm weit in den Schatten stellen wird.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (23)

Ein gebuertiger Hesse

11. Januar 2021 18:21

Danke für diese einmal mehr hervorragende Analyse der Lage.

"Womöglich wird in den USA bald eine grausige "false flag"-Aktion stattfinden, die den Kapitolsturm weit in den Schatten stellen wird."

Ja, so etwa Biden es aus gänzlich anderen Gründen denn des doch noch korrigierten Wahlergebnisses nicht ins Weiße Haus schaffen sollte, könnte es vom größtmöglichen Nachteil für das patriotische Lager sein. Eine pikante Konstellation, to say the least.

 

Heinrich Loewe

11. Januar 2021 19:24

Die Datenbank mit den Beweisen zum Wahlbetrug findet sich hier: https://hereistheevidence.com

Warum haben die Gerichte fast nie angenommen?

Die Gerichte sind möglicherweise noch mehr politisiert als bei uns. Von Dem-Richtern ist also nichts zu erwarten. Rep-Richter sind entweder Never-Trumper oder haben Angst, abends Besuch zu bekommen. So hat es jedenfalls Rudy "THE Major" Giuliani erzählt.

Letzteres gilt auch für Abgeordnete in den Parlamenten der Bundesstaaten, die hier eine entscheidende Rolle gespielt haben. Korruption mag auch eine Rolle gespielt haben. Ein Verwandter von Raffensperger in Georgia soll den 100 Mio.-Deal zur Anschaffung der Dominion-Wahlmaschinen eingefädelt haben.

Das Establishment der GOP vertritt die Großunternehmen. Die wollen ihr Business mit China wieder aufnehmen.

Gegen so eine übermächtige Gegnerschaft kannst du einfach nicht gewinnen, selbst wenn du die Wahrheit auf deiner Seite hast. Nicht mal angehört wirst du! Das ist das Schockierende!

Erinnert alles an JFK, wo dann nach 15 Jahren herauskam, daß es kein Einzeltäter gewesen sein kann.

Und nein: Es gibt keine Verschwörungen. Es ist direkt vor deinen Augen.

Heinrich Loewe

11. Januar 2021 20:04

Ob die Demonstranten „äußerst aufgewühlt“ waren weiß ich nicht, für mich maximal wie bei Pegida. Es war schweinekalt an dem Tag. Und: Verglichen mit seinen Rallys war Trumps Rede auch nicht leidenschaftlich, sondern im Gegenteil eher kühl. Er hat die einzelnen Fakten ausgerollt…

Die Gewalt zu verurteilen ist auch völlig richtig. Das haben sicher 99,8 % der Demonstranten genau so gesehen. Tut mir leid Meister. Ich meine, das ist ja abenteuerlich...

Selbst wenn dies nur eine taktische Aussage gewesen wäre - seine Leute verstehe das. Außerdem gibt das im Falle einer Twitter-Sperrung, was ja auch geschehen ist, einen Treffer. Dem Gegner seine Heuchelei vorzuhalten ist Alinsyk

Lotta Vorbeck

11. Januar 2021 20:05

Nur mal zur Debatte gestellt:

Wo war am Dreikönigstag 2021 im District Columbus während des "Marsches für Trump" die ansonsten immer obligatorische Gegendemonstration der "Guten"?

Frage an Radio Eriwan:

Wäre es denkbar, daß diese Gegendemonstration in den "Marsch für Trump" includiert gewesen ist?

Rheinlaender

11. Januar 2021 20:28

Vielen Dank; ich kenne keine bessere Analyse. Allerdings fehlt mir ein kritischer Blick auf das Trump-Lager, dass es der anderen Seite recht leicht gemacht hat. Maßnahmen gegen die andere Seite hielten sich während seiner Amtszeit sehr in Grenzen. Ein staatliches Vorgehen gegen Antifa und BLM etc. gab es praktisch nicht, obwohl die geradezu darum bettelten, dass man hart durchgreift. Linke Ideologen dominieren Schulwesen, Unis und Medien fast unangefochten und konnten ihren Einfluss während seiner Amtszeit noch deutlich ausweiten. Die Chance, konservative Basisorganisationen durch Gesetze und Gelder langfristig zu stärken, wurde weitgehend vergeben. Trump-Anhänger geben sich zugleich Mühe, durch völlig überzogenes paramilitärisches Auftreten und Unfug wie QAnon die von der anderen Seite gewünschten Bilder und Töne zu produzieren. False Flag-Aktionen wird man nicht brauchen, sondern nur ein wenig gezielte Provokation der führungslosen und entwurzelten, aber gut bewaffneten und wütenden Gestalten, die dort unterwegs sind. Beweise für umfassenden Wahlbetrug wurden ansonsten bis heute keine vorgelegt, sondern nur Indizien. Statt dessen präsentierte Trump der anderen Seite seine eigenen Versuche, Einfluss auf die Ergebnisse zu nehmen, auf dem Silbertablett.

Flaneur

11. Januar 2021 21:16

Den Bogen mal etwas weiter gespannt würde ich sagen, wir erleben den Untergang einer Zivilisation: den der liberalen, demokratischen.

Zivilisationen gründen sich um Machtzentren, um Reiche, könnte man sagen. Reiche gehen unter, wenn sie überdehnt sind, ihren Herrschaftsanspruch nicht mehr aufrecht erhalten, ihre Versprechungen nicht mehr erfüllen können. Dann erodieren ihre Grenzen, Vasallen versuchen, ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern, Verteilungskonflikte brechen auf. Herkunft, Relgion, soziale Stellung sind die Bruchlinien für diese Konflikte, die sich sowohl an der Heimatfront im Reich selbst, zwischen Reich und Vasall, und innerhalb und unter den Vasallen selbst aufbrechen. Totalitäre Systeme versuchen, ihre Macht durch begrenzte Liberalisierung zu erhalten - und scheitern. Liberale Systeme gehen den entgegengesetzten Weg, womit ihre liberale Kultur untergeht, ihre Zivilisation gescheitert ist. Das erleben wir jetzt offenbar.

quarz

11. Januar 2021 21:55

Auffällig auch die neurotische Verengung des Argumentationshorizonts bei Kommentatoren. Nichts von dem, was unter anderen Umständen bedacht oder der skeptischen Reflexion unterworfen würde, hat mehr Gültigkeit. Mit Tunnelblick wird Trump als symbolisches Konzentrat der gegnerischen Kräfte in der finalen Schlacht ums Ganze anvisiert. Jetzt ist jedes Mittel Recht und jeder Einwand wird ungeprüft vom Tisch gewischt. Groteske Widersprüche im eigenen Heilsanspruch werden ignoriert und Sprache nur noch benutzt, um sich und seinesgleichen die Richtigkeit und Wichtigkeit der umfassenden Mobilmachung gegen alles zu versichern, was sich nicht bedingungslos unterwirft. Die alten Schablonen, die zuvor Diskurse strukturiert haben, sind nur mehr Ruinen, in denen sich johlende Cheerleader kaum noch die Mühe machen, wenigstens den Anschein einer zivilisierten Rede zu erwecken.

Fredy

11. Januar 2021 22:08

Wenn ich Demokrat wäre, würde ich Sleepy Joe nach Amtseinsetzung für überflüssig halten und ihn von einem "rechtsextremistischen Trumper" ableben lassen: Harris sofort an der Macht, mit hemmungsloser Befugnis.

Solution

11. Januar 2021 22:13

Was man immer wieder betonen muß, ist die mittlerweile nicht mehr zu übersehende Tatsache, daß bereits fast alle größeren und immer mehr mittlere und kleinere private Firmen sich in politische Akteure verwandelt haben. Natürlich nur im Sinne linker und linksliberaler Politik.

Diese nun offen politisch aktiven Firmen säubern sich von nichtlinken Mitarbeitern, agieren offen gegen die Meinungsfreiheit und benutzen fast jede Möglichkeit ihrer Werbeaktivitäten zur Verbreitung dieser destruktiven Inhalte, von Multikulti bis zur Förderung von LGBTQ+. Besonders der überproportionale Einsatz von Nichtweißen und die offene Werbung für Vermischung geben dem ganzen eine - nach ihren eigenen verlogenen Maßstäben - rassistische Note (antiweiße, "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit"). 

Der Ethnosuizid der europäisch stämmigen Menschen hat an Umfang und Dynamik gewonnen. Die weiße Welt stirbt. Kapital und Linke sind eine verheerende Allianz eingegangen. Dabei hat die Linke allerdings schon heute die schlechteren Karten. 

RMH

11. Januar 2021 22:44

@quarz,

Teil 1

die Verengung des Argumentationshorizonts würde ich sicher nicht als "neurotisch" bezeichnen. Ich denke, die meisten denken doch deutlich weiter und Trump selber - als Person - dürfte fast allen ziemlich egal sein.

Der Umstand war doch eher so, dass mit Trump an der Spitze der USA die versammelte Linke, die Globalisten, die Transhumanisten, die NWO- Jünger etc. etwas hatten, woran sie sich abarbeiten mussten (und das machen sie nach wie vor sehr gründlich!) und der sich nicht brav fügte. Diese Aufmerksamkeit, die DT quasi auf sich konzentriert hat, ermöglichte vielen Nischen, der Rechten etc. ein Stück weit Fortkommen und Freiheit. Und gerade als nicht in den USA Lebender kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Trump der für uns ungefährlichste US-Präsident seit, tja, seit wann eigentlich? Mindestens seit Jahrzehnten war.

Insofern ist keine Neurose am Start, sondern eine Verunsicherung und auch ein Stück weit Angst vor dem roll back ... der sicher kommen wird.

 

RMH

11. Januar 2021 22:45

@quarz - Teil 2/2:

Trump selber hat dabei - wie ich an anderer Stelle hier schon geschrieben habe - erstaunlich wenig harte Fakten geliefert und viele seiner Anhänger letztlich auch stark enttäuscht, ja zum Teil missbraucht. Aber er war wie ein Mega-Magnet, der den ganzen linken, kulturmarxistischen NWO- Pöbel - wie starkes Licht die Motten - magisch angezogen hat und damit einen enormen Windschatten erzeugt hat. Was machen jetzt die ganzen Karikaturisten, die ganzen Lohnschreiber, die ganzen staatstragenden Politiker in der EU? Über wen wollen sie schimpfen? Auf wen wollen sie mit dem Finger zeigen? An wem ihre ganze Unfairness auslassen? Über wen wollen sie Myriaden von WhatsApp Verhohnepiepelungen verbreiten? Über Boris Johnsen? An Xi Jinping trauen sie sich sicher nicht heran.

RMH

11. Januar 2021 22:48

Ups - da hab ich den Beitrag von

@quarz

aber ein bisschen falsch verstanden. Dann sind meine vorherigen 2 Beiträge bitte allgemein zu verstehen (kanns leider nicht mehr bearbeiten).

Sorry!

Lotta Vorbeck

11. Januar 2021 23:00

@Flaneur - 11. Januar 2021 - 09:16 PM

"... Liberale Systeme gehen den entgegengesetzten Weg, womit ihre liberale Kultur untergeht, ihre Zivilisation gescheitert ist. Das erleben wir jetzt offenbar."

---

Der Sturm ist da!

Der Abriss des Theaters, der finale Akt hat begonnen!

Gelddrucker

12. Januar 2021 00:14

Ich schätze Lichtmesz' Analysen bin aber der Meinung er schießt hier mit seinem dystopischen 1984-Szenario etwas übers Ziel hinaus.

 

Twitter hat heute anscheinend 5 Milliarden an der Börse verloren.

 

Warten wir erstmal ab wo das alles hinführt und sind flexibel was Alterantiven angeht.

 

Nebenbei sollte natürlich die erste Patriotenpflicht es sein, noch bei FB/Youtube etc angemeldet zu sein und dort den Ton zu verschieben.

 

Ob der Kapitol"sturm" am Ende gut oder schlecht war wird sich zeigen. Meines Erachtens sind die USA (im Gegensatz zu Europa) demographisch sowieso kaum zu retten, daher sollte man eine Sezession anstreben.

brueckenbauer

12. Januar 2021 00:19

Als Ganzes gesehen, war das wohl ein Ereignis wie der 17. Juni 1953 - wo es auch "Enthemmungen" und Ausschreitungen gab und wo die Regierungspresse auch den Faschismus vor den Toren sah.

Ja, eine "Belagerung" wäre besser gewesen - Martin Sellner hat nicht umsonst seinen Gene Sharp studiert. Aber beim 17. Juni fragt auch keiner mehr nach der besseren Taktik. Die Aufgabe ist doch jetzt, die Gegenreaktionen der erschrockenen Machthaber im Auge zu behalten und den Opfern dieser Gegenreaktionen so weit als möglich zur Seite zu stehen.

bb

12. Januar 2021 07:56

@Gelddrucker das sehe ich ganz anders. Ich habe sämtliche Konten bei Big Tech geschlossen und werde jetzt endgültig und exklusiv auf alternative Dienste umsteigen. Dies sollten auch alle Produzenten von Inhalten tun. Der Fall Parler hat gezeigt, wie gleichgeschaltet die Technologieriesen bereits sind und wie koordiniert sie zuschlagen. Wartet man jetzt noch als Produzent mit dem Umzug auf alternative und zensursichere Dienste, dann wird man im Ernstfall seine Schäfchen nicht mehr schnell genug mitnehmen können. Abgesehen davon würde es auch ein wichtiges Signal an die Betreiber senden, wenn die Mitglieder des rechten Lagers jetzt geschlossen ihre Konten schließen würden. Auch in Russland stehen Server, man muss nichts bei Amazon bestellen, Videos kann man auch bei Odysee teilen und auf Twitter kann wohl jeder getrost verzichten, bis Parler umgezogen ist oder irgendwer einen neuen Dienst hochgezogen hat.

In diesem Sinne noch eine Bitte an die Redaktion: Verknüpfen Sie in den Beiträgen doch keine Seiten von linksextremen Organisationen, die sich als Unternehmen tarnen.

quarz

12. Januar 2021 08:51

@Gelddrucker

"Twitter hat heute anscheinend 5 Milliarden an der Börse verloren."

Der aktuelle historische Moment stellt eine einzigartige Chance dar, die Schleusenwärter der Informationsflüsse wirtschaftlich empfindlich zu treffen, die sich anschicken, den Wettbewerb der politischen Meinungsbildung nach ihrem Belieben zu verzerren.

Mit 77 Millionen Wählern im Rücken, die laut Erhebungen überwiegend vom Wahlbetrug überzeugt und über die Machtergreifung Medienlenker empört sind, ließe sich ein beispielloser Boykott ihrer Unternehmen in die Wege leiten. Er müsste aber beworben und organisiert werden, damit der Frust der Empörten nicht in sinnlosen Spontanaktionen verpufft, sondern in die effektivsten Kanäle geleitet wird.

Der gute Manfred

12. Januar 2021 12:06

Ein wenig zu kurz kam mir in den beiden Artikeln die doch große Wahrscheinlichkeit, daß es sich um eine False Flag Aktion gehandelt hat, unbenommen, daß Patrioten die Gelegenheit wahrnahmen, die geöffneten Schranken zu benutzen.

https://www.theepochtimes.com/the-false-flag-is-raised-in-washington_3648041.html

Heinrich Loewe

12. Januar 2021 12:23

Es wird allenthalben genörgelt, daß Trumps Präsidentschaft zu wenig Ergebnisse brachte. Dies ist albern. Im November 2016 fiel ihm, mit ein paar Clowns an der Seite, der Königsmantel auf die Schultern. Niemand außer er und Bannon hatten an den Erfolg geglaubt.

Hier wird die ganze Geschichte erzählt: https://youtu.be/pm5xxlajTW0, äußerst Interessant! Das Personal für die hunderten zu besetzenden Stellen kam über die Heritage Foundation. Wer ist vertrauenswürdig?

Man muß sich klar machen, wie äußerst schwierig es wohl war, bei Gegnerschaft der Demokraten, des GOP-Establishment, der Dienste, des „Swamp“, die MAGA-Agenda durchzusetzen.

Die wesentlichen Erfolge: Wirtschaftswachstum über 3 %, Lohnsteigerungen über 6% p.a., Arbeitslosigkeit bei Black Americans: Allzeit-Tief, Arbeitslosigkeit bei Latinos: 17-Jahres-Tief, Deregulierungen für Kleinunternehmen, Friedensmission im Nahen Osten, kein Krieg angefangen, klare Ansage an das kommunistisch-totalitäre China.

Er hat 11/3  10 Mio. Wähler dazu gewonnen (offiziell); mehr als jeder andere amtierende Präsident in der Geschichte, einschließlich des charismatischen Obama.

Die Geschichte wird ihr Urteil fällen: Sicher einer der bedeutenderen Präsidenten.

Ein gebuertiger Hesse

12. Januar 2021 12:53

Zu dem, was Trump hätte tun sollen, tun müssen, nicht nur seit letzter Woche, und was zu unterlassen womöglich schlimmer war, als wenn er ganz die Finger vom Herd gelassen hätte, eine Anekdote von Dashiell Hammett. Er, berühmter Krimiautor ("Der Malteser Falke"), der aber schon länger nicht mehr geschrieben hat, sitzt in den 1940ern zusammen mit seiner Gefährtin Lillian Hellman, die nun erfolgreicher ist als er und als deren Lektor er fungiert. Sie hat ihm ein neues Manuskript vorgelegt. Er hat es gelesen, brütet vor sich hin und schweigt. Als ihr das Schweigen zu beharrlich wird, faßt sie nach: "Okay, was ich geschrieben habe, ist also schlecht. Aber dann sag es doch endlich!" Irgendwann tut er es schließlich: "Nein, es ist nicht schlecht, das wäre ja noch einfach. Es ist schlimmer als schlecht. ES IST HALB GUT."

Arkadier

13. Januar 2021 02:14

@Ein gebuertiger Hesse     12. Januar 2021 12:53

Oder kürzer: Zu kurz gesprungen.

Tragisch wird es, wenn der Springer Massen davon überzeugt, dass der Sprung kinderleicht ist, und sie ihm alle folgen. 

Franz Bettinger

13. Januar 2021 11:52

@Heinrich Löwe schreibt: "Die Geschichte wird ihr Urteil fällen." Die Geschichte? Auf die ist kein Verlass. Sie hat auch über Deutschland ihr Urteil gefällt. Ein falsches, wie hier die meisten wissen. Wer weiß, welche Märchen "die Geschichte" uns sonst noch aufgetischt hat. 

Wahrheitssucher

13. Januar 2021 15:49

@ Franz Bettinger

„@Heinrich Löwe schreibt: "Die Geschichte wird ihr Urteil fällen." Die Geschichte? Auf die ist kein Verlass. Sie hat auch über Deutschland ihr Urteil gefällt. Ein falsches, wie hier die meisten wissen. Wer weiß, welche Märchen "die Geschichte" uns sonst noch aufgetischt hat.“

Sie verwechseln Geschichte mit Geschichtsschreibung. Und auch Letztere ist nie zu Ende geschrieben.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.