10. Juni 2021

Israel und Demographie (5)

Martin Lichtmesz / 50 Kommentare

Im April 2019 berichtet die israelische Nachrichtenseite Ynet, die Flüchtlingslager in Griechenland würden "hauptsächlich" von Israelis betrieben.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Beteiligt seien unter anderem die Organisationen Mosaic United, Project TEN, Tevel B'Tzedek, der zionistische Pfadfinderverband Hashomer Hatzair sowie die bereits in den zwanziger Jahren zum Zweck der jüdischen Einwanderung nach Palästina gegründete Jewish Agency for Israel.

Das langfristige Ziel ihrer Anstrengungen ist die Weiterleitung der Flüchtlinge nach Europa. Darauf werden sie in eigens eingerichteten Schulen vorbereitet:

Das Ziel [der Flüchtlinge] ist, Nord- und Westeuropa zu erreichen. Ihr Haupteinfallstor ist Griechenland, das sie in klapprigen Booten von der Küste der Türkei aus zu erreichen versuchen. Mehr als eine Million Flüchtlinge überquerten 2015 und Anfang 2016 auf diese Weise das Meer - von Griechenland über den Balkan und Ungarn in die wohlhabenden Länder der Europäischen Union. (....) Es wird erwartet, daß die meisten Kinder Griechenland verlassen und in andere europäische Länder wie Deutschland, Österreich und Schweden einreisen werden, die effizientere Systeme zur Aufnahme von Flüchtlingen haben, und deshalb lernen sie Englisch.

Diese humanitäre Hilfestellung werde, so Ynet, als "revolutionäre" Umsetzung des rabbinischen Konzepts "Tikkun Olam" ("Heilung, Verbesserung, Reparatur der Welt") verstanden. Sie böte außerdem eine blendende Gelegenheit, jüdischen Studenten eine positive jüdische Identität zu vermitteln, ihre "Verbindung zu Israel" zu stärken und das Image Israels unter Arabern aufzubessern:

In der israelischen Schule sind Schüler aus dem Iran und Afghanistan, aus Syrien und dem Irak. Der lange dämonisierte jüdische Staat bekommt hier ein neues Image. "Wie könnte ich immer noch behaupten, daß ihr Feinde seid?", fragt H. "Ich habe die Israelis nur durch das Fernsehen kennengelernt; man hat uns erzählt, daß Israel der Feind ist, aber die Realität hat eine andere Wahrheit gezeigt", sagt N., ein Schulkoordinator und Flüchtling aus dem Irak. "So steht es auch im Koran - wir sind Cousins."

Der Geschäftsführer von Mosaic United, Rabbi Benji Levy, wird zitiert:

Wenn er die jüdischen Freiwilligen in den Flüchtlingslagern in Griechenland betrachtet, sagt Levy, dann träumt er von einer "globalen Bewegung von Freiwilligen aus Israel und der Diaspora, die zum Wohle der ganzen Welt arbeiten".

Eine weitere israelische Organisation, die in den griechischen Flüchtlingslagern tätig ist, ist IsraAID, die sich auch in Deutschland vor Ort um die "Integration" von Flüchtlingen kümmert - also um ihre möglichst reibungslose Ansiedlung. Für diese Arbeit wurde ihr im Oktober 2018 von Angela Merkel persönlich ein Preis in der Höhe von 10,000 Euro übergeben. Zu der "psycho-sozialen" Betreuung gehört auch hier die Austreibung von antiisraelischen Vorurteilen:

Zu den Ausgezeichneten im Kanzleramt gehörten auch die beiden Israelis Nadim und Tahrir Ghanajem, die sich bei der Hilfsorganisation IsraAid engagieren. Sie arbeiten in der Frankfurter Geflüchtetenunterkunft. Ihre arabischen Sprachkenntnisse helfen ihnen beim Umgang mit Geflüchteten aus dem arabischen Raum. Dennoch kam es anfangs zu Schwierigkeiten und Vorbehalten wegen des israelisch-palästinensischen Konflikts. Aber genau darum ging es laut der Begründung der Jury beim „Brückenbau“-Projekt: mit diesen Spannungen umzugehen und Toleranz zu entwickeln.

Zur Jury des Preises zählte unter anderen Ahmad Mansour, ein israelischer Araber, der in Deutschland die Rolle eines zentristischen Ventilwärters und Torwächters ausübt, indem er etwa das islamistische Problem in das Framing "Extremismus" packt, in dem auch Links- und Rechtsextremisten Platz haben. Außerdem wacht er über  "Antisemiten", die auf unbotmäßige Weise Israel kritisieren.

Ein weiteres Mitglied war eine alte Bekannte: Naika Foroutan, eine iranischstämmige Migrationsaktivistin, die ein "Forschungsprojekt" namens "Heymat“ betreibt (oder betrieb), dessen Zielsetzung sie so definiert:

Der Begriff entstand in Abgrenzung zum Begriff der alteingesessenen Deutschen, die für sich Etabliertenvorrechte reklamieren. Er soll verdeutlichen, dass Deutschland und Deutsch-Sein sich wandeln, und die ehedem ethnischen Zuschreibungskriterien für Deutsch nicht die reale Bevölkerungsstruktur und Zusammensetzung des Landes wiederspiegeln, sondern auf essenzialisierenden Konstrukten von Kultur, Nation und Ethnie beruhen.

Auch der Zentralrat der Juden unter der Leitung von Josef Schuster, in entscheidenden Fragen ganz links stehend, beteuert immer wieder, den "Dialog" mit Muslimen in Deutschland aufnehmen zu wollen, vorrangig, um deren "antisemitische Radikalisierung" zu verhindern.

2016 unterstützte der ZdJ in Zusammenarbeit mit dem Zentralrat der Muslime, dem Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland, der Türkisch-Islamischen Union (DITIB) und dem Verband Islamischer Kulturzentren das Projekt „Weißt du, wer ich bin? Interreligiöse Kooperation in der Flüchtlingshilfe“, um "diffuse Ängste vor einer 'Islamisierung' oder 'Überfremdung'" zu zerstreuen, "die den rechtspopulistischen Parteien die Wähler in der Arme treiben."

2017 schockierte der deutsch-französische Modezar Karl Lagerfeld die Öffentlichkeit mit dem (etwas verquer formulierten) Satz: "Man kann nicht, auch wenn Jahrzehnte dazwischen liegen, Millionen Juden töten, um nachher Millionen ihrer schlimmsten Feinde ins Land zu holen." (Original: '"On ne peut pas, même s'il y a des décennies entre, tuer des millions de juifs pour faire venir des millions de leurs pires ennemis après.")

Viele "Islamkritiker" waren begeistert, daß sich ein solch prominenter und unverdächtiger Mensch derart kritisch zur "Flüchtlingspolitik" äußerte, die zum Teil áls Sühneakt für die "deutsche Schuld" interpretiert und gerechtfertigt wurde. Sie sahen in dieser Aussage ein moralisches Bombenargument gegen die Masseneinwanderung von Muslimen (ein Argument, das ironischerweise ebenfalls auf der "deutschen Schuld" basierte). Nun, die genannten jüdischen und israelischen Organisationen - nur einige unter vielen - waren und sind offenbar nicht Lagerfelds Meinung, ganz im Gegenteil.

Schuster und Stein, Zimmermann, Mounk, Singer, Wolffsohn, die im 4. Teil dieses Beitrags zitiert wurden: das alles sind jüdische Stimmen, die eine muslimisch-arabische Masseneinwanderung nach Deutschland und Europa befürwortet und dabei sehenden Auges den Import etwaiger israel- und judenfeindlicher Bevölkerungsgruppen und Individuen in Kauf genommen haben, in der Hoffnung, diese Tendenzen durch sozialtherapeutische Integrationsarbeit abschwächen zu können.

Es wäre also reichlich unaufrichtig, kurzsichtig und in manchen Fällen geradezu heuchlerisch, einerseits "importierten" Antisemitismus und "importierte" Israelfeindlichkeit zu beklagen, und dabei andererseits diese Tatsachen (und somit diese Mitverantwortung) auszublenden.

Es gibt nun gewiß auch Juden, die dem Multikulturalismus und der muslimisch-arabischen Einwanderung nach Deutschland weitaus weniger enthusiastisch gegenüberstehen und sich ernsthaft davon bedroht fühlen.

Zu diesen mag Henryk Broder zählen, der für die Sache der Palästinenser mehr Verständnis aufzubringen versucht als so mancher andere Zionist (siehe auch dieses Interview mit dem damals noch "antideutschen" Jürgen Elsässer aus dem Jahr 1998). Als solcher hat er etliche Israelkritiker und Antizionisten (auch und gerade jüdische wie Abraham Melzer, Uri Avnery, Ilan Pappe, Avram Burg oder Moshe Zuckerman) unter der Gürtellinie, mit der "Antisemitismuskeule", attackiert.

Da es in dieser Serie um Demographie geht, wollen wir in Erinnerung rufen, was Broder 2006 in einem Interview mit dem Magazin tachles sagte:

Broder: Was ich völlig im Ernst gut finde ist, dass diese demografische Struktur Europas nicht mehr zu halten ist. Je eher die Europäer das einsehen, desto besser. Einige Städte sind schon recht farbig und nicht mehr «arisch» weiss, und dagegen kann man überhaupt nichts sagen.

tachles: Heisst ein farbiges Europa, dass davon keine Katastrophen mehr ausgehen?

Broder: Das könnte es bedeuten. Es könnte aber auch bedeuten, dass Europa zu existieren aufhört.

Broder wurde offenbar erst dann zum (moderaten) Islam- und Multikulturalismuskritiker, als der er heute bekannt und beliebt ist, als er den Eindruck bekam, daß die muslimische Einwanderung die Juden Europas gefährdet. Die demographische Verdrängung der Europäer war ihm nicht bloß egal - er begrüßte sie ausdrücklich, wissend, daß damit die Existenz Europas selbst aufs Spiel gesetzt werden könnte (warum?).

Das "Existenzrecht Israels" anzuzweifeln, bedeutet für ihn hingegen  "das Undenkbare denken", und zu den subversiven Gedankengängen, die in diese Richtung führen könnten, zählte er 2009 neben der Ein-Staaten-Lösung ("die euphemistische Umschreibung für die politische Endlösung der Judenfrage") auch folgende scheinbar wohlwollende Überlegung:

Was wäre, wenn die Juden dahin zurückkehren würden, woher sie gekommen sind? Wäre das nicht eine elegante, gewaltfreie und effektive Lösung der Palästinafrage? Europa hätte seine Genies wieder und vier Millionen Palästinenser könnten in ihre Heimat zurückkehren, aus der 800.000 von ihnen vertrieben wurden.

Am 6. 1. 2021 publizierte Broder in der Welt einen etwas seltsamen Artikel (leider hinter einer Bezahlschranke) mit dem provokanten Titel "Frieden in Nahost - 'Palästina' als 17. Bundesland wäre eine Option". Ähnlich wie Gershom Gorenberg (siehe Teil 1 dieses Beitrags) ist er der Ansicht, daß "Israel eine Bürde abwerfen" muß, "die zu viele Ressourcen bindet. Es muss aufhören, eine Besatzungsmacht zu sein":

Israel kommt nicht um die Einsicht herum, dass es sich mit den Palästinensern arrangieren muss. Nicht weil die Bundeskanzlerin es möchte, nicht weil es dazu moralisch verpflichtet wäre, jedenfalls nicht so lange, wie radikale palästinensische Organisationen „ganz Palästina“ von der „zionistischen Besatzung“ befreien möchten – nein, aus purem Eigeninteresse.

Die Lösungen, die er andeutet, wären folgende:

Israel muss den Palästinensern ein Angebot machen oder eine Auswahl an Angeboten, die schon lange in der Luft schweben. Annexion und Einbürgerung in Israel [also nun doch eine Ein-Staaten-Lösung? M. L. ], Rückkehr nach oder Föderation mit Jordanien oder Ägypten, Protektorat unter dem Schirm der Arabischen Liga. Und falls sich die EU bereit erklären sollte, „Palästina“ anstelle von Großbritannien aufzunehmen, oder wenn die Bundesrepublik „Palästina“ als 17. Bundesland akzeptierte, wäre auch das eine Option, über die verhandelt werden könnte. Im Gegenzug müssten die Palästinenser ihren Verzicht auf einen souveränen „Staat“ erklären.

Die letzteren Vorschläge sind geradezu bizarr, und sie erinnern an eine alte, halbernste, von Ahmadinedschad übernommene Idee Broders aus dem Jahr 2005, den jüdischen Staat nach Schleswig-Holstein zu verlegen (er hat nach ihr auch ein Debattenbuch benannt, in dem er mit Erich Follath darüber stritt, ob Deutsche "Israel kritisieren" dürfen.) Hier ist der Blickwinkel zwar umgekehrt und Israel gegenüber ambivalent, wie das Broder-Zitat aus dem Jahr 2009 zeigt, das Denkprinzip jedoch ähnlich.

Ob Dampfplauderei oder Scherz, wie so oft bei Broder, nehmen wir diese bescheidenen Anregungen vom Januar 2021 einmal hypothetisch ernst: Welche Grenzen soll denn dieses "Palästina" haben, das hier als außereuropäische Exklave der EU oder Deutschland aufgehalst werden soll, wie man den Schwarzen Peter weiterschiebt? Warum sollen Deutschland und Europa den Preis Israels bezahlen und ihm die Araberlast abnehmen? In welcher Form soll diese Eingliederung "Palästinas" stattfinden? Soll Deutschland etwa Israel als Besatzungsmacht ablösen und Truppen nach Gaza und ins Westjordanland schicken?

Und bekämen die 4,5 Millionen Palästinenser in den besetzten Gebieten nach erfolgter Eingliederung auch das Recht, legal nach Deutschland und Europa einzuwandern? Ist dort noch Platz für weitere Millionen aus dieser Weltecke, aus Syrien, Irak, Libanon, Afghanistan und anderen Ländern?

Ein fortgesetzter Massenexport junger Männer würde die schwerwiegenden demographischen Probleme des Nahen Ostens zwar nicht lösen, aber zumindest mildern. Eine solche Art der Migration wäre vielleicht sogar ein "Geschenk des Himmels"  - es fragt sich nur, aus welcher Perspektive.

*****

Zur Nachlese die anderen Teile dieses Beitrags:

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (50)

Valjean72

10. Juni 2021 09:13

Es gibt hier zwei bemerkenswerte Gedankenmodelle Broders. Das eine ist Palästina als 17. Bundesland aufzunehmen, das andere eine Migration im großen Stil von israelischen Juden nach Europa und hier insbesondere nach Deutschland.

Was wäre, wenn die Juden dahin zurückkehren würden, woher sie gekommen sind? [...} Europa hätte seine Genies wieder

Und hier fällt mir das Projekt Medinat Weimar ein:

1) Medinat Weimar setzt sich für die Etablierung eines jüdischen Staates in Thüringen ein. Die Hauptstadt soll Weimar sein.

2) Medinat Weimar löst folgende Probleme: Ob jüdisches Trauma, deutsche Schuld, Nahostkonflikt, ostdeutsche Depression oder andere Weltprobleme – Medinat Weimar löst alle Lösung auf einmal

(Quelle: medinatweimar.org)

 

Valjean72

10. Juni 2021 09:19

Zum Einsatz israelischer "Hilfsorganisationen" arabische Flüchtlinge vorzugsweise nach Deutschland, Österreich und Schweden zu bringen und ebenso zu folgendem Zitat aus obigem Artikel:

"So steht es auch im Koran - wir sind Cousins."

 

Passend hierzu:

Rabbi Goldschmidt: "Muslime sind unsere Verbündeten"

Der Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz über Rechtspopulismus.

(Quelle: KURIER.at, 01.06.2016)

 

RMH

10. Juni 2021 09:29

Es würde würde auch schon eine Ansiedlung von Juden im nach wie vor Bevölkerungsarmen Oblast Kaliningrad (Ostpreußen) in den Wind debattiert. Das sind doch alles nur Spiegelfechtereien. Solange sich die Parteien vor Ort noch nicht einmal über den Fetisch Jerusalem einigen können, wird das alles nichts werden.

Der_Juergen

10. Juni 2021 10:17

Von Schuster noch ein Zitat:

"Deutschland hat so viel Unheil über die Welt gebracht. Es steht bei so vielen Ländern so tief in der Schuld - wir sind das letzte Land, das es sich leisten kann, Flüchtlinge und Verfolgte abzulehnen."
"Deutschland darf keine Flüchtlinge ablehnen" DIE WELT

Für Schuster ist während des 2. Weltkriegs "aus einem angeblichen Kulturvolk ein Volk der Barbaren" geworden. Dass Schuster den armen Flüchtlingen zumutet, sich ausgerechnet unter Barbaren niederzulassen, beweist seine Herzlosigkeit.

Und noch ein Zitat (ich könnte X weiterere anführen):

Rabbiner David Touitou: "Der Messias kommt erst, wenn Europa und das Christentum vollständig besiegt sein werden. Ist es also eine gute Nachricht, dass der Islam in Europa eindringt? Es ist eine ausgezeichnete Nachricht."

www.egaliteetreconciliation.fr - Rav Touitou: "C'est une excellente nouvelle que l'Islam envahisse l'Europe". November 2013

 

Laurenz

10. Juni 2021 10:31

Herzlichen Dank für die detaillierten Infos zu den israelischen Aktivitäten in Griechenland. Über Palästina in Deutschland fällt mir eigentlich nur Götz von Berlichingen ein.

Wen wollen die Nachkommen Broders denn noch beglücken, wenn sie arabisch lernen müssen. Der arabische Humor tickt ganz anders als unserer. 

Glast

10. Juni 2021 11:18

Millionen Araber mehr in Europa bedeuten Zehntausende Juden mehr in Israel - ganz einfach. Arabische Jungmänner, die nach Europa übersiedeln
schießen an den Grenzen Israels keine Raketen ab und steuern auch keine PKWs oder LKWs in israelische Menschengruppen - ganz einfach.

ML: Die Opferzahl dieser Art Anschläge ist zu gering, um ins demographische Gewicht zu fallen.

Denke, dass Israel ganz unmittelbar von der arabischen Invasion ins Abendland profitiert und nur darum geht es den Protagonisten. 

ullrich

10. Juni 2021 11:25

Der Aktionismus in der Flüchtlingshilfe hat nahezu alle westlichen Staaten erfasst. Die Deutschen sind hier weitaus stärker involviert als die Israelis. Die meisten Schiffe, die die Migranten vor Libyen auflesen und nach Italien transportieren werden von Deutschen betrieben. Auch in Griechenland sind diverse deutsche NGOs aktiv, die sich um die Betreuung der Migranten kümmern und sogar deren Müll wegräumen. Viele Städte in Deutschland haben sich der Aktion Seebrücke angeschlossen und als "sicherer Hafen" bezeichnet. Die deutschen Medien stehen nahezu geschlossen hinter dieser Ideologie und den Wählern scheint das ganze zu gefallen. Im Grunde genommen ist es für liberale Juden und EKD Christen ihre Art mit persönlicher Schuld fertig zu werden. Das Konzept ist zum Schein gute Werke tun und sich dann besser fühlen. Das ist eine neue Religion mit Proselyten aus vielen Nationen.

ML: Ich denke, es macht einen gewissen Unterschied, ob dieser Aktionismus darauf abzielt, Flüchtlinge in das eigene oder in ein fremdes Land einzuschleusen.

Glast

10. Juni 2021 11:52

@Lichtmesz

Da haben Sie selbstverständlich recht. Aber ich bezog mich auf den sicherheitspolitischen und nicht den demographischen Aspekt. War von meiner Seite nicht präzise formuliert. 

RMH

10. Juni 2021 12:03

Die Flüchtlingshilfe der Israelis sehe ich solange nicht kritisch, solange es eine deutsche Regierung gibt, die die Aufnahme von sog. Flüchtlingen klandestin begrüßt und durch entsprechende Alimentation der Migranten Pullfaktoren schafft. Man könnte diese "Flüchtlinge", bei denen es sich selbst auf den griechischen Inseln mittlerweile oft um Afrikaner handelt und nicht um Araber, doch auch einmal fragen, ob sie nach Israel wollen. Die wollen aber klar nach Europa. Der Hintergrund der israelischen Hilfe in Griechenland ist aus meiner Sicht nicht antideutsch zu interpretieren, sondern pro- Griechisch, zumal Israel und Griechenland bei der Exploration der Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer starke  gemeinsame Interessen verfolgen, auch gegen die Türkei. Da geht's um mehr, als um ein paar Flüchtlinge.

tearjerker

10. Juni 2021 12:06

Broder geht halt davon aus, dass einige Millionen israelische Einwanderer nach Deutschland den ganzen Laden recht fix nach ihren Vorstellungen ummodeln würden und dann quasi ein Super-Israel mit 85 Millionen Leuten entstehen würde. Da könnte er richtig liegen, auch wenn er in dieser Frage nicht in politischen Kategorien denkt wie seine persönlichen Fehden mit Israelkritikern aller Coleur oder seine „ichbinandersalsalldieandern“-Haltung zeigen. Verständlich. Durch seine robuste ProIsrael-Rhetorik scheint er wohl Fragen zum Thema Pali anzuziehen und äussert sich dann auch. Das Pali-Problem aus deutscher Sicht kann im Übrigen da bleiben, wo es ist: Im Nahen Osten und im politischen Feuilleton. Einfach den Geldhahn zudrehen, die hiesigen Profiteure dieses Unsinns blossstellen und schwups: Thema durch. Es gibt Wichtigeres.

Grobschlosser

10. Juni 2021 12:24

90% der (osteuropäischen ) Israelis würde man allerdings im Raum Tschenstochau ansiedeln , dort ist reichlich Platz . frische Luft und es soll auch Arbeit in Polen - nein - Israel 2.0 geben .Eine Umfrage in Polen hat ergeben : 98,88 % der befragten polnischen Bürger begrüßen das von der UNO und dem Zentralrat beschlossene Programm ; politischen Widerstand gibt es auch ; dieser wird achtsam sozialpsychologisch von Frau Dr. martina weinbrandt-witzig therapiert .

 

-------------------

 

Spaß beiseite : wenn mir jemand seine Geisteskrankheit als pol. Agenda verkaufen will kommt immer eine passende Antwort . Mutet man uns in Europa noch mehr Migranten zu wird es bürgerkriegsähnliche Zustände geben - demnächst wählt Frankreich - dann gibt es einen Schuss vor den Bug für die ngos und ihre Freunde in ny. 

Jan

10. Juni 2021 12:40

Zum Broder-Interview von 2006:

Zum Ende gibt er indirekt die Erklärung für seine Sympathie zur Umvolkung ab. Weil er Europa nicht traut und glaubt, dass die Europäer sich in Wirklichkeit das Scheitern Israels inklusive einem zweiten Genozid wünschen, hält er ein Verschwinden Europas durch ethno-kulturelle Umwandlung für erstrebenswert. Die Juden mißtrauen den Europäern, weil sie den Holocaust nicht verhindert haben. Als Jude würde ich den Europäern auch nicht trauen, schon gar nicht den Deutschen. Aber umgekehrt traue ich als Deutscher den Juden und Moslems ebenfalls nicht. Zu groß ist deren Ethnozentrismus und Groll gegen die Europäer und das Christentum. Da kommen auch Gelüste nach Rache und Beherrschung hoch. Nun geht Broder 15 Jahre später der Arsch auf Grundeis, weil ihm die demographische Macht und der anti-semitische Furor der Moslems in Europa nicht mehr geheuer ist. Und da sind wir wieder bei Lagerfeld. Hätte sich ein kluger Kopf wie Broder aber schon 2006 denken können.

Valjean72

10. Juni 2021 13:03

@ullrich

Die deutschen Medien stehen nahezu geschlossen hinter dieser Ideologie

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel-Springer-Gruppe legte in einer seiner Hauszeitungen folgendes Bekenntnis ab:

BEKENNTNIS

Ich bin ein nichtjüdischer Zionist

Warum die Verantwortung für Israel deutsche Staatsräson ist und es auch bleiben muss. Ein Plädoyer von Mathias Döpfner anlässlich der Verleihung des europäischen B’nai B’rith-Preises.

(Quelle: WELT.de, 12.06.2014)

Volksdeutscher

10. Juni 2021 13:59

Göran Rosenberg sagte auf der in Beér-Sheva organisierten unter dem Motto "Die Zukunft der Juden im multikulturellen Europa" stattgefundenen Konferenz im Dezember 2008, daß jüdische Gemeinschaften geschichtlich gesehen immer unter jenen Nationen und in jenen Reichen blühten, die multikulturell, vielfarbig und tolerant waren, während es ihnen in starken und nationalistischen Gesellschaften schlecht ging. Die europäischen Juden seien die Symbole des Fremden oder des "Anderen". Jene Gesellschaft also, in der der Fremde gern gesehen sei, sei gut für die Juden, obwohl sie diese Beziehung nur selten würdigten. Die Zukunft des europäischen Judentums hinge davon ab, in welchem Maße es gelinge, multikulturelle, vielfarbige und vielfältige Gesellschaften zu formen.

Weitere Informationen unter diesem Link: https://independent.academia.edu/G%C3%B6ranRosenberg
 

 

Volksdeutscher

10. Juni 2021 14:10

Jonathan Weisman will in seinem 2018 erschienenen Buch "(((Semitism))): Being Jewish in America in the Age of Trump" sogar meinen, daß daß "der Jude blühe, wenn die Grenzen verschwinden, wenn die Schranken verschwimmen, wenn die Mauern niederstürzen, nicht aufgezogen werden."

Viele Juden denken so wie Rosenberg und Weisman.Es wäre höchste Zeit, ihnen die Sachfrage zu stellen: Warum stellen Juden das Existenzrecht anderer Völker in Abrede? Und: Warum ist es böse, das Existenzrecht von Juden in Abrede zu stellen, das Existenzrecht anderer Völker jedoch nicht? Wie kann es diese Doppelmoral geben? Denn es gibt nicht nur belastende religiöse Schriften, die dies propagieren und auf die man sich berufen könnte, sondern inzwischen auch weltliche Schriften von jüdischen Intellektuellen aus aller Welt.

Weitere Informationen unter diesem Link:

https://www.amazon.com/Semitism-Being-Jewish-America-Trump/dp/1250169933

Der_Juergen

10. Juni 2021 14:22

Ein weiterer Rabbiner, der Klartext spricht:

Muslims are Jews’ natural allies in Europe – Rabbi Pinchas Goldschmidt - YouTube

Laurenz

10. Juni 2021 14:31

@Jan

"Als Jude würde ich den Europäern auch nicht trauen, schon gar nicht den Deutsche"

Niemand zwingt Juden in Europa zu leben. Israel nimmt jeden Juden auf. Die Frage, die sich vor allem Juden stellt, ist, will man mit Juden leben? Die Mehrheit der Juden scheint das nicht zu wollen. Die 100 - oder 200.000 in Deutschland lebenden Juden wollen wohl lieber bei ihren einstigen Peiniger sein, ein gewisser Masochismus.

RMH

10. Juni 2021 15:09

@Der_Juergen,

in dem Video spricht ein Rabbiner, dem es um den Erhalt religiöser Praktiken wie Beschneidung, Schächten von Vieh etc. geht. Auf diesem Gebiet sind Islam und Judentum in der Tat nah beieinander, so dass der Ausdruck natural allies nahe liegt. Verstehen kann man das insbesondere unter dem von mir im anderen Debattenstrang bereits erwähnten Aspekt der noachidischen Gebote. Der Rabbi sagt aber mit keinem Wort, dass er Muslime von Schlage eines IS oder andere Fundamentalisten begrüßt. Ein "Klartext", den man also schon einzuordnen wissen muss.

heinrichbrueck

10. Juni 2021 16:16

"Spaß beiseite : wenn mir jemand seine Geisteskrankheit als pol. Agenda verkaufen will kommt immer eine passende Antwort."
Eigentlich nicht. Man könnte die Kommentare alle durchgehen, ein sichtbares Unterfangen. In diesem Blog gibt es ein paar merkwürdige Demokratievorstellungen. X wählt AfD, sein Nachbar wählt etwas anders, aber in beiden Fällen gilt die umgesetzte Politik. Wie denken solche Leute politisch? Über das Gewaltmonopol wird Herrschaft legitimiert, in der Realität. Die Wähler entscheiden seit siebzig Jahren, in der Vorstellung. Dieses Zwei-Welten-Modell existiert, wird aber nicht durchschaut. Es wird von einer "deutschen Regierung" ausgegangen, deren Arbeit deutschenfeindliche Ziele umsetzt, weil sie gewählt wurde. Die Welten werden ständig durcheinandergebracht; ein Kommunikationsproblem, keine Übersetzung. Eine sklavische Unterordnung ohne die Möglichkeit mehrheitlich eigenen Denkens. Demokratie und Demographie hängen zusammen. Die betrogenen Wähler, deren demokratische Erwartungen eine Lüge sind, können mehrheitlich keinen Regierungswechsel umsetzen. 
Warum sollten die Europäer ein System wollen, aus dem sie rausfliegen, stündlich dezimiert werden? Eine solche Matrix kann nur dann gutgeheißen werden, wenn das eigene Denken nicht hundertprozentig vorliegt. 

Achterndiek

10. Juni 2021 17:35

Doppelt genäht hält bekanntlich besser. Ganz besonders gilt das natürlich auch für die Moral:

"Der Nationalismus hat buchstäblich abgewirtschaftet, die Verteidigung der Nation als Idee und in Praxis hat vor der Geschichte jeden Vernunftgrund und Sinn verloren.
Jeden? Nein, eine Nation gibt es, die am Stand der Dinge unbedingt verteidigt werden muss, eine einzige Nation, die ihren alternativlosen Daseinszweck aus der selben Geschichte ableitet, aus der nationalistischen Raserei des Zusammenbruchs der Welt von Gestern. Und das ist Israel. ...
Mobil, frei, weltoffen, ohne nationale Scheuklappen, und, so wie die ersten Europäer, die Juden, treu einem gemeinsamen Rechtszustand – das sind neuen Europäer."

Robert Menasse
http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/3803540/Das-Gestern-war-noch-nie-so-jung

 

hoffnungstraeger

10. Juni 2021 20:16

Historisch korrekt betrachtet kann es im Nahen Osten nur eine Einstaatenlösung geben – den Palästinenserstaat. Wie seit Prof. Salibis Buch „Die Bibel kam aus dem Lande Asir“, veröffentlicht im Spiegel-Verlag (!!!) 1985, all denen, die es wissen wollen (!), hinlänglich bekannt ist, lag das Heilige Land der Juden nicht in Palästina sondern im Südwesten Saudi-Arabiens. Bestätigt wurde dieser Umstand zusätzlich dadurch, dass auf dem heutigen Gebiet Israels die Geschichte, welche das Alte Testament erzählt, durch archäologische Funde nicht gestützt werden konnte. Siehe hierzu das Buch der israelischen Archäologen Finkelstein und Silberman „Keine Posaunen vor Jericho“ aus dem Jahr 2004. Wenn auch danach hin und wieder eine Meldung über diesbezügliche Funde durch die Medien geisterte, so erwiesen sich diese in ihrer Interpretation regelmäßig als an den Haaren herbeigezogen. Man kann unseren israelischen Freunden also nur viel Mut und Entschlossenheit bei der Wiedergewinnung ihres wirklichen Heiligen Landen wünschen! Und viel Glück in der Auseinandersetzung mit den Saudis!

tearjerker

10. Juni 2021 22:33

@Volksdeutscher: Rosenberg könnte man auch so zitieren: Mit einigen Völkern kamen wir gut aus, mit anderen eher weniger. Beeindruckend.

Bis ins 18. Jahrhundert wurde noch die Geschichte kolportiert Ask/Aschkenas gelte als der Urvater aller Deutschen und die Deutschen seien gewissermassen jüdischer/edler Herkunft. Diese Mottenkiste solllte man beizeiten wieder aufmachen, wenn die innersemitischen Streitikeiten sich ungünstig für unsere Volksgenossen im Umkreis Jerusalems entwickeln.

Laurenz

10. Juni 2021 23:34

@Valjean72 @ullrich

Ideologisch betrachtet, ist jeder denkende Rechte ein Zionist.

Andreas Walter

11. Juni 2021 03:50

@hoffnungstraeger

Eben. Keine Posaunen vor Jericho - und vieles andere ist auch "ein Havas".

Europa bekommt lediglich seit fast 200 Jahren (täglich) nur das erzählt, was wenige Männer sie glauben lassen wollen (lesen ab folgendem Absatz):

“Gründung der modernen Nachrichtenagenturen Havas, Reuters, Wolff und AP"

https://de.wikipedia.org/wiki/Nachrichten-_und_Presseagentur

Dass die Nazis dem ein Ende gesetzt haben, 1934, finde ich daher nicht so verwunderlich.

Was nach 1945 dann passiert ist, davon kann ich hier leider nicht berichten, doch "Wolffs Telegraphisches Bureau gilt als Vorläufer der dpa." [deutsche presse agentur]?

Hahaha, das ist alles so verrückt, dass auch 90% der "Deutschen" es nicht glauben können. Obwohl man es sogar nachlesen kann, ganz offiziell, in den unterschiedlichsten Quellen.

Heute heissen die neuen Monopole Google, YouTube, Facebook und VK, Apple und Android, und sie entwickeln nebenbei auch noch AlphaGo (AI), Roboter (Boston Dynamics) und mittlerweile sogar eigene Prozessoren (Apple, um von Asien und Intel, von AMD und Nvidia unabhängig zu sein).

"Siri, hol' mir ein Bier." "Warm - oder kalt?" "Kalt natürlich, du blödes ..." "Ein Moment bitte." "Bang! Bang! Bang!"

https://youtu.be/SiZZkrEyw5Q

 

 

Sekundant

11. Juni 2021 08:38

Wo liegt das "Heilige Land" wirklich? Wo liegt "Troja" wirklich? Wo genau hat die "Schlacht im Teutoburger Wald" wirklich stattgefunden? Wo haben die Geschichten, die in Erzählungen wie dem "Alten Testament", dem "Neuen Testament" oder den "Nibelungensagen" aufgeschrieben wurden, "wirklich stattgefunden"? Gehupft wie gesprungen?!

RMH

11. Juni 2021 09:05

Bei den Römern gab es eine große Provinz Judäa und nachdem sich ein dort lebendes Völkchen, die als Juden bezeichnet wurden, mit den Römern angelegt haben und von denen mehrfach ordentlich auf die Mützen bekamen, würde diese Provinz in Palästina umbenannt. Der Rest ist gut bekannt und ob jetzt alles, was im alten Testament der Bibel steht, einen historisch überprüfbare Faktenkern hat, ist für die aktuelle Problemlage reichlich egal.

Laurenz

11. Juni 2021 10:10

@Andreas Walter

Alle historisch interessierten Deutschen wissen, wie nach dem Krieg Lizenzvergaben im Medienbereich verteilt wurden oder, daß Der (heutige) Relotius eine CIA-Gründung ist oder wem in der Weimarer Zeit die meisten Zeitungen gehörten.

Ganz berühmt ist hier übrigens im nicht-medialen Bereich die Geschichte des Tuchhändlers M. Schneider & das von Ihm gegründete ehemalige Kaufhaus zu Frankfurt am Main, quasi die reverse "Kauft-nicht-bei-Deutschen"-Nummer.

Hier hat das Weltnetz gegenüber all den Nachteilen auch seine guten Seiten.

Denn erst, seit es das Netz gibt, werden NGOs überhaupt debattiert. Ansonsten sagt uns Ihr Beitrag genau so viel, wie, daß die Sonne im Osten aufgeht, im Westen also nichts Neues.

Eo

11. Juni 2021 11:01

 

@Jan 10. Juni 2021 12:40
 
Der semitische Furor
ist aber auch nicht ohne  -- der schwankt (über längere Zeiträume betrachtet) immer zwischen Fanatismus und Fatalismus munter hin und her, jedenfalls wenn er von Moslems kommt.

. : | : .

 

Maiordomus

11. Juni 2021 11:03

@Andreas Walter. Hoffnungsträger. Natürlich weiss man nie genug, ist es immer wieder interessant, auch nonkonforme Literatur wenigstens zur Kenntnis zu nehmen.  aber bitte Entwarnung, lesen Sie mal die archäologischen und papyrologischen Studien z.B. von Carsten Peter Thiede, meinem langjährigen Weggefährten. Natürlich gibt es die alternative Troia-Literatur, die über den nicht existierenden Karl den Grossen und seine Zeit sowie alles andere. Aber im Zweifelsfall doch auf dem Boden bleiben oder dann zumindest ein paar Jahre Erkundungen investieren, am besten vor Ort. . Unbestritten bleibt, dass der Mehrzahl auch der heutigen Theologen die nötigen Grundlagenkenntnisse allein schon über das Datierungsproblem der Bibel abgehen. Noch archäologisch  interessant ist die Emaus-Frage, worüber z.B. der palästinensische Gelehrte Sami Aldeeb (Lausanne) sehr gut im Bild ist, hat leider auch mit wirklichem Unrecht gegenüber dem angeblich nicht existierenden palästinensischen Volk zu tun. 

Laurenz

11. Juni 2021 12:14

@Sekundant

Das Lesen alter Sprache oder ihrer Übersetzungen ist dem Talent der Wahrnehmung geschuldet. Letzteres ist unterschiedlich verteilt. Vor kurzem ist Otto Hantl gestorben, in jungen Jahren am Ende des Krieges Fallschirmjäger an der Westfront, später Förster im Taunus. Er schrieb 2 verblüffende Bücher über den Urglauben Europas & die Externsteine (Eggestein). Er machte sich allerdings beim Schreiben nie die Mühe, für den heutigen Leser verständlich zu sein, obwohl Er das konnte, wenn Er wollte. Ich habe nie jemanden erlebt, der so plastisch die Edda erklären konnte, wie Er & bin für die wenigen Begegnungen mit Ihm äußerst dankbar.

Viele würden Ihn als Spinner abtun, aber das war Er nicht. Wer im Wald wohnt & sein Leben lang dort verbringt, ist weniger von den Überforderungen & Reizüberflutungen der Neuzeit abgelenkt. Der einzige inhaltlichen Konflikt, den ich mit Ihm hatte, war, daß Er als Nicht-Christ von Lichtmächtigen & Satanidigen sprach, was ich als christlich ansehe & als Polarisierung ablehne. Für mich sind alle diese Attribute in jedem organischen oder nicht-organischen Individuum vorhanden.

micfra

11. Juni 2021 19:05

@Valjean72: "So steht es auch im Koran - wir sind Cousins."

Das basiert auf 1. Moses 15 -17 

Demnach versprach Gott Abram einen Sohn. Abrams Frau gebar zunächst keinen. So dass sie vorschlug, Abram möge, um einen Erben zu bekommen, mit ihrer Magd schlafen. Daraus entstand Ismael, von dem die Araber abstammen. Später gebar Sarai Abrams Frau doch noch einen Sohn Isaak, auf den die 12 Stämme Israels zurückgehen.

Daher die Cousins.

Ralf Poehling

11. Juni 2021 21:18

Die Israelis werden erdrückt in der schieren Masse des arabischen Geburtenüberschusses und damit existenziell bedroht. Eines Geburtenüberschusses, den die westliche Linke durch eine völlig fehlgeleitete Nahostpolitik mit zu verantworten hat. Eines Geburtenüberschusses, den die Israelis gerne los wären. Was nachvollziehbar ist.
Hier läuft ein Konflikt, in bzw. an dem die europäische Rechte bis vor Kurzem nicht beteiligt war. Sie hat ihn weder ausgelöst, noch forciert. Im Zuge der Globalisierung und ihrer zuvorderst von links dominierten Auslegung, ist dieser Konflikt nun bis zu uns durchgeschlagen. Man sollte sich genau überlegen, wie man das Problem angeht. Damit es auch die wirklichen Verursacher trifft.

Volksdeutscher

11. Juni 2021 22:26

@Ralf Pöhling - "Man sollte sich genau überlegen, wie man das Problem angeht. Damit es auch die wirklichen Verursacher trifft."

Weder die deutsche Rechte noch die deutsche Linke hat die Zustände in Palästina/Israel zu verantworten. Daher haben wir Deutsche kein Problem anzugehen. Es ist nicht unser Problem. Denn die Geschichte geht etwa so: Vertreter des Weltzionismus hatten mit den Anglo-Amerikanern vor dem 1. Weltkrieg ein Abkommen getroffen, sie im Kriege gegen Deutschland finanziell zu unterstützen, wenn sie von England Palästina bekämen. In der Balfour-Deklaration steht mehr darüber, zu empfehlen ist auch das Video mit der Rede Benjamin Freedmans im New Yorker Willard Hotel 1961. Palestina gehörte also weder den schenkenden Engländern noch den beschenkten Juden. Nach dem Krieg lösten beide Seiten ihr Versprechen ein und die Engländer entmündigten einfach die Araber. Dieses Unrecht ist der Kern allen Übels, das man bis dato nicht heilen konnte, weil die Araber sich mit jener Entmündigung nicht abfinden können (auf die dann bald auch ihre Entrechtung folgte). Nicht die Araber stehen in der Schuld der Juden, sondern umgekehrt. Im Übrigen finde ich gleich Dem_Jürgen, daß wir von beiden Seiten gleichgroßen Abstand halten, aber genau beobachten sollten, was dort geschieht.

Laurenz

12. Juni 2021 02:52

@Volksdeutscher @Ralf Pöhling

Stimme Ihrem Beitrag im Grunde vollkommen zu, das wissen Sie auch. Allerdings möchte ich historisch 2 Einwände vorbringen.

Ihre sogenannten entmündigten Araber hatten im letzten Jahrhundert 2x die militärische Gelegenheit, sich vom Joch der Briten zu befreien, aber stattdessen setzte man, um es mit den Worten Bonapartes zu sagen, auf das ewig perfide Albion. Das ist, vor allem in Anbetracht dessen, daß die arabische Elite längst moderne Bildung erfahren hatte, selten dämlich. https://en.wikipedia.org/wiki/Faisal_I_of_Iraq (die englische Wikipedia ist ausführlicher)

2 x in kurzem Zeitabstand blöd gewesen zu sein, die falschen Entscheidungen getroffen zu haben, ist einfach persönliches Pech & ist bestraft worden.

Desweiteren kann man sich die Bemerkung erlauben, daß es vor allem in Deutschland lebende Juden/Zionisten waren, viele aus Rußland geflüchtet, welche in Deutschland die Freiheit bekamen, die Forderung nach einem identitären Staat zu formulieren. Das war im Zarenreich so nicht möglich. Insofern geht uns das historisch sehr wohl etwas an, was Sie mit Ihrer korrekten Darstellung im Grunde auch bestätigen.

Andreas Walter

12. Juni 2021 04:27

@Volksdeutscher

Es ist noch komplizierter. Es gab zum Teil sogar extreme Gewalt von Juden gegenüber den Briten in Palästina und - wenn auch in kleinerem Ausmass - von Briten gegenüber Juden:

https://d3n8a8pro7vhmx.cloudfront.net/cjpme/pages/2211/attachments/original/1471975203/23-En-Jewish-Terrorism-under-British-Mandate.pdf?1471975203

http://www.roll-of-honour.com/Databases/Palestine/index.html

https://en.wikipedia.org/wiki/Jewish_insurgency_in_Mandatory_Palestine

https://www.ynetnews.com/article/B1Q3WU4Uu

Die Briten wollten wegen der diplomatischen Folgen für sie in der arabischen Welt nämlich verhindern, dass die Juden da in Massen einfallen, es war daher tatsächlich eine gewaltsame Eroberung. Mit dem 

https://en.wikipedia.org/wiki/White_Paper_of_1939

war darum auch Schluss für das Haʿavara-Abkommen

https://en.wikipedia.org/wiki/Haavara_Agreement

Aus dem Grund war auch Eichmann übrigens 1937 in Palästina.

Der Ratschlag, sich am besten sogar von allen drei Gruppen fern zu halten ist daher richtig.

 

Der_Juergen

12. Juni 2021 14:55

@Rolf Pöhling

Wie @Volksdeutscher zu Recht andeutet, können die Deutschen rein nichts tun, um das Nahostproblem zu lösen. Ihre Einflussmöglichkeiten auf beide Seiten sind gleich null, ganz abgesehen davon, dass es im eigenen Land wahrhaftig nicht an ungelösten, grösstenteils vom Regime selbst geschaffenen Problemen mangelt.

Viele Kommentatoren, ich selbst nicht ausgenommen, regen sich darüber auf, dass die Israelis Deutschland vorsätzlich mit zusätzlichen "Kulturbereicherern" (darunter Schwarzafrikanern, die mit der Palästinafrage nichts zu tun haben) überfluten, aber die Hauptschuldigen hocken in Deutschland selbst und nicht in Israel. Wenn ein Land es fremden Staaten, ja fremden Privatorganisationen erlaubt, es als Fussabwischlappen zu benutzen, dürfen sich die Bürger dieses Landes nicht über die misslichen Folgen aufregen.

 

Der_Juergen

12. Juni 2021 14:56

2. Teil

@RMHs Behauptung, das israelische Vorgehen sei ja gar nicht antideutsch, sondern lediglich progriechisch, zeigt beklemmend, zu was für haarsträubenden geistigen Verrenkungen auch ansonsten sehr intelligente Menschen greifen können, wenn ihre tiefverwurzelten Vorurteile in Frage gestellt werden. Selbstverständlich fördern die Israelis, genau wie deutsche Juden von Broder über Kahane bis Schuster, die Drittweltinvasion Deutschlands, um dieses zu schwächen und schliesslich zu zerstören, aber wer zwingt die deutschen Machthaber, dies zu dulden? Nur ihre eigene Verworfenheit, ihr Hass auf ihr eigenes Volk. Kein Mensch kann von einem Juden verlangen, deutschfreundlich zu sein, aber von einer deutschen Regierung müsste man das wahrhaftig verlangen dürfen.

RMH

12. Juni 2021 18:14

@Der_Juergen,

das war keine Verrenkung. Ich denke, dass Israel Deutschland eigentlich ziemlich egal ist, solange es ab und an die Kasse aufmacht. Ich sehe darin kein anti-deutsches Verhalten, sondern egoistisches, nationalistisches. Zwischen Anti- und Pro- gibt es schließlich noch Abstufungen. Politik ist oft das Feld des Grauen(s) und nicht von schwarz und weiß. Und die Hilfsaktionen in Griechenland dienen primär dem Land, mit dem massive gemeinsame finanzielle Interessen in Bezug auf die Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer hat und die Flüchtlinge Richtung Griechenland kommen maßgeblich aus der Türkei. So viel Differenzierung darfs dann auch mal sein.

Laurenz

12. Juni 2021 19:22

@Der_Juergen

Ihre Haltung ist nachvollziehbar, auch ich teile Sie. Allerdings sind Ihre Forderungen an die deutsche Politik etwas naiv. Wir sind durch französische Atomwaffen erpreßbar & seit wir Uboote an Israel geliefert haben, auch durch israelische Atomwaffen unter Druck zu setzen, geschweige den Kuhtrieb-Besatzern.

Islamische Terrorwarnungen, denen in Deutschland nachgegangen wird, kommen von den Geheimdiensten unserer Nato-Partner, vordergründig den USA, aber eben auch aus Israel. Unser eigener Geheimdienst ist dazu nicht in der Lage. 

Alle Staaten, in denen noch Staatsräson existiert, werden Spitzel bezahlt oder gefoltert. Bei Folterungen zieht man einfach jeden Nagel einzeln raus. Das ist in deutschen Institutionen unvorstellbar & auch nicht sagbar. Denn jedes in über 70 Jahren teuer aufgebaute Narrativ würde sofort in sich zusammenbrechen.

Man kann dem nur begegnen, wenn man die Schutzmacht wechselt oder eben verhandelt.

Ralf Poehling

12. Juni 2021 20:24

@Volksdeutscher
Mir geht es zuallererst nicht um die historischen Details, sondern um die aktuelle Problemlage, die sich in den letzten 20 Jahren deutlich verschärft hat:
Denken Sie dabei an Heinsohns "Kriegsindex", den Geburtendschihad, die Migrationswaffe und in rauen Mengen aus Europa in die Palästinensergebiete (und nach Afrika) fließende Entwicklungshilfe, die das alles befeuert. Denn ohne diese Entwicklungshilfe gäbe es den arabischen (und afrikanischen) Geburtenüberschuss in der Form gar nicht. Und damit auch keine Märtyrerrenten, keine Kinder die man in einem Konflikt als "Krieger" physisch und auch propagandistisch verheizt, nur damit ein paar alte Hardliner, deren Welt nur aus Feindbildern besteht, ihre politischen Führungsanspruch erhalten.
Dass der Nahe Osten von den Briten damals mit dem Lineal "neugeordnet" worden ist und Völker zusammengerührt hat, die sich beißen, steht außer Frage. Allerdings haben sich die Briten danach des Themas auch nicht mehr angenommen. Dafür kam dann ein um so größeres Engagement in der Nahostfrage durch die europäische Festland-Linke, die unter vielen anderen politischen Fehlschlüssen und Fehlschüssen ja auch die Iranische Revolution mit zu verantworten hat. Welche letztlich den gesamten Nahen Osten und damit auch die Araber mit in den religiös-konservativen Backlash getrieben hat.
Man muss den Nahostkonflikt auf zwei Ebenen angehen:
Auf der akuten und auf einer langfristigen Ebene.
Mir geht es erst einmal darum, nicht weiter Öl ins Feuer zu gießen, denn der Brand schlägt ja derzeit bis zu uns durch.
Was da in Frankreich passiert, steht bei uns kurz bevor.

Ralf Poehling

12. Juni 2021 20:44

@ Der_Juergen
Die Israelis tun das, was sie tun müssen, um nicht selbst auf der Strecke zu bleiben. Das ist bisweilen blanker Pragmatismus, der in der internationalen Politik außerhalb des alten Verbündeten USA keine konstante Linie verfolgt. Die Israelis spielen Dauerschach. Was kein Wunder ist: Sie werden permanent zum Schachspielen gezwungen. Sie reagieren auf konkrete Probleme. Und das oftmals nicht direkt und offensichtlich, sondern durch die Hintertür. Was aus strategischer Sicht unumgänglich ist, denn Israel ist in etwa so "groß" wie das Saarland und auch die IDF nicht allmächtig.
Versuchen Sie doch mal, das ganze aus der militärischen Sicht zu sehen. Nun zur Frage, wer die deutschen Machthaber dazu zwingt, das zu dulden: Wir sind bereits massiv unterwandert und die hiesigen Interessengruppen islamischer Prägung halten ihren Kampftruppen bei uns die Tür auf. Die Islamisierung ist kein Fake, sondern eine gezielte Strategie der islamischen Hardliner, ihr politisches Gewicht auf der Weltbühne dadurch zu erhöhen, dass man die EU übernimmt. Die Israelis beschleunigen dies nur. In diesem Zusammenhang denken Sie an das Wort Accelerationism. Denn das ist genau das, was hier passiert. Die Toleranz schwindet mit der Nähe zum Problem. Und diese Nähe hat den Europäern bisher gefehlt.

heinrichbrueck

12. Juni 2021 22:19

"Wenn ein Land es fremden Staaten, ja fremden Privatorganisationen erlaubt, es als Fussabwischlappen zu benutzen, dürfen sich die Bürger dieses Landes nicht über die misslichen Folgen aufregen."
Ein Land ist eine geographische Fläche. Eine Fläche kann keine Erlaubnis geben.
Politiker unterliegen einem Ausleseprozeß; es dürfte klar sein, welche Sorte am käuflichsten ist. 
Der Bürger sollte sich schon aus Streßgründen nicht aufregen, es bringt ohnehin nichts. 

Laurenz

12. Juni 2021 22:25

@Maiordomus @Andreas Walter

Die Region an den östlichsten Gestaden des Mittelmeers war & ist nicht wegen der durch Menschen verkarsteten Flora so heiß begehrt, sondern wegen eines Ablegers der "Seidenstraße". Schon die antiken Hebräer waren da nicht unter den ersten hundert Stämmen oder Völkern, die dort lebten. Von daher sind historische Belege völlig sinnlos, auch wenn Zionisten oder sogenannte Palästinenser meinen, sie hätten auf die Region einen historischen Anspruch. Historisch betrachtet, ist das alles völlig lächerlich. Von Anbeginn des Menschen entscheidet dort, wie überall, nur die militärische Option & nichts sonst.

Nur die für Propaganda extrem anfälligen Deutschen glauben etwas anderes. Faktisch völkisch gesehen, zählt in unserem Raum überhaupt nur Propaganda & sonst nichts. Ob hier ein paar historisch Interessierte schlauer sind, spielt doch überhaupt keine Geige. Und ob dann noch jemand weiß, wie Sie, wann welche Kuh im Almabtrieb 1970 ums Leben kam, interessiert selbst darüber hinaus den üblichen NKWD-Historiker auch in keiner Weise.

Cugel

12. Juni 2021 23:06

@Ralf Poehling

"Die Islamisierung ist kein Fake, sondern eine gezielte Strategie der islamischen Hardliner, ihr politisches Gewicht auf der Weltbühne dadurch zu erhöhen, dass man die EU übernimmt."

Gestützt wird diese These durch die Islamwissenschaft. So legt eine aufsehenerregende aktuelle Studie, eine Neuinterpretion von Teilen des Korans (Suren 18, 88, 666, 0815), den Schluß nahe, daß das  Rückgrat des raffinierten Plans von Gender Mainstreaming und Kritischer Weißseinsforschung (CRT) gebildet wird. Dies steht keineswegs im Widerspruch etwa zur im Iran verbreiteten, insbesondere von Islamkritikern angeprangerten Praxis des Aufhängens Homosexueller an Baukränen, die vielmehr als Bestandteil der als Taqqiya bekannten islamischen Täuschungstaktik zu betrachten ist.

Andreas Walter

13. Juni 2021 00:42

In 30 Jahren wird die Welt klüger sein. Dann nämlich wird man sehen, ob auch die VSA überhaupt Weiße braucht. Das kommt ja auch auf den Grundanspruch an, den ein Volk hat, und auch Marxisten und Grüne predigen ja Bescheidenheit.

Für den Rest der Aufgaben reichen die paar Genies (die es ja in allen Völkern gibt) und die bis dahin von ihnen entwickelte KI.

Dem stehen also eigentlich nur noch die verfluchten "Nazis", Eigenbrötler und eingefleischte Kapitalisten im Weg. Erstere isoliert man darum einfach in Reservaten (Indianer, Israelis, Palästinenser) und letztere enteignet man. Nach und nach. Is' ja eh nur ein Experiment. So wie auch die Sowjetunion. Geht es schief, kann man ja immer noch zum Alten zurückkehren.

Israel funktioniert sogar, obwohl dort 18% Muslime leben. In der ganzen Welt gibt es in etwa 24% Muslime, Juden sogar nur 0,2%. In den VSA leben mittlerweile 18,5% Latinos und 13,4% Schwarze. In Afrika lebt derzeit 17,2% der Weltbevölkerung. Die wiederum ist zu 26% noch unter 15. Doch sind auch die Chinesen tatsächlich Kommunisten? So wie die Demokraten in den VSA? Oder der ANC in Südafrika (African National[!] Congress)?

https://youtu.be/EGWYC_Sai7c

Welche Rolle spielen bei all dem die letzten 12 Millionen deutschsprachigen Patrioten in Österreich, der Schweiz und Deutschland, im Grunde geteilt in zwei Besiedlungsterritorien? (10+[1+1], einschliesslich ihrer Kinder). Ausser als Feindbild? Um den Rest zu einen?

 

 

Valjean72

13. Juni 2021 13:54

@Ralf Poehling:

Nun zur Frage, wer die deutschen Machthaber dazu zwingt, das zu dulden

Ein berechtigte und mE wichtige Frage, die Sie da stellen. Allerdings ziehe ich andere Schlüsse als Sie. Der Einfluss islamischer Interessengruppen auf Spitzenpolitik, Kultur und Wirtschaft in der "westlichen Welt" ist vergleichsweise gering, insbesondere in Relation zum ausgeprägten Einfluss einer bestimmten anderen Religionsgruppe.

Die Masseneinwanderung aus Afrika/Arabien nach Europe ist zweifelsohne gesteuert. Ein wichtiger Akteur ist hier George Soros, der zahlreiche "NGO's" finanziell unterstützt

Billionaire EU supporter tells Europe to take in 'at least a MILLION' refugees every year

EUR)OPEAN Union supporter George Soros has claimed Europe should take "at least a million" refugees every year and let them choose where they want to live.

(Quelle: express.co.uk, 03.11.2015)

Auch Herr Soros ist kein Muslim.

Ralf Poehling

13. Juni 2021 16:46

@Cugel Kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen. Wird auch sofort für jeden außenstehenden Betrachter ersichtlich, wenn er sich anschaut, dass es immer ausgerechnet Kopftuchträgerinnen sind, die sich (angeblich) im Westen im Umfeld der üblichen Lobbygruppen für Frauenrechte engagieren. Wenn ich eine andere Gesellschaft sturmreif schießen will, ohne dabei selbst auch nur einen Schuss abzugeben, unterstütze ich ihre Außenseiter. Mal mit Waffenlieferungen, mal mit Geld und Propaganda. Im Falle der Erstürmung des Westens läuft es über die beiden letztgenannten. Und das seit Jahren.

Gerd Soldierer

13. Juni 2021 19:36

Es wird in vielen Beiträgen viel erzählt. Die Auseinandersetzung zum Thema sollte auf den idelogischen Teil verlegt werden.

"Der Islam" ist politisch u. unteilbar : diesen Satz zerstören - u. "der Islam" ist kastriert, gläubig, nicht mehr politisch.

Die spezifische Begrifflichkeit des Politischen Islam - in Österreich wird er auf den OP- Tisch gelegt - ist zu demaskieren u. zu interpretieren. Allein der öffentliche Diskurs - die öffentliche Debatte - die Agitation - die Provokation - ist Erkenntnisgewinn größten Ausmaßes : Das Netzwerk - die permanent tagende Krisentruppe - Strategie, Taktik - alles nicht vorhanden.

Lotta Vorbeck

13. Juni 2021 21:47

Totale Niederlage und Exodus: die NATO räumt Afghanistan und Deutschland nimmt die lokalen Helfer auf

von Niki Vogt

Was hat der Einsatz in Afghanistan über all die Jahre überhaupt gebracht? Über 50 tote deutsche Soldaten und offiziell 12 Milliarden Kosten. Umfassender kann ein Eingeständnis des Versagens kaum sein. Nichts ist in all den Jahren ausgerichtet worden, außer Menschenleben verloren, Traumatisierte, Verstümmelte, das Land zutiefst zerstört und Milliarden an Geld verloren. Das afghanische Bundeswehrpersonal muss jetzt mit nach Deutschland, weil es wahrscheinlich massakriert würde, sobald die Besatzer abziehen. Schlimmer geht's nimmer, aber Hauptsache, Deutschland wird am Hindukusch verteidigt.

Weiterlesen ...

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.