William Toel – Affekte für die Deutschen

In letzter Zeit hörte ich, daß William Toel doch im Grunde genau dasselbe wolle wie wir mit unserem Briefwechsel zu Volkstod und Volksauferstehung.

Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

Wer ist Wil­liam Toel? Über sei­ne Bio­gra­phie ist nicht alles bekannt, er selbst erzählt von inter­na­tio­na­len wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Lehr­stüh­len, die er inne­hat­te und davon, daß schon vor sei­ner Geburt alles dar­auf ange­legt war, daß er jetzt seit andert­halb Jah­ren zu den Deut­schen geru­fen wurde.

Ich wer­de mir den Mann näher anschau­en. Zum einen wäre von sei­nen The­sen zu reden (1.), danach von sei­nen Hin­ter­grün­den (2.), sodann von sei­nem Auf­tre­ten und der Mög­lich­keit, als Medi­en­kon­su­ment Per­sön­lich­kei­ten anhand von Bil­dern ein­zu­schät­zen (3.).

1. Wil­liam Toel tourt durch die Bun­des­re­pu­blik mit Vor­trä­gen, in denen es im Kern um die natio­nal­ma­so­chis­ti­sche und anti­deut­sche Umer­zie­hung unse­res Vol­kes seit 1945 geht. Im bri­ti­schen Bletch­ley Park unter­hielt der Geheim­dienst nicht nur die “Codebreaker”-Abteilung im II. Welt­krieg, son­dern dort wur­den Umer­zie­hungs­plä­ne für das besieg­te deut­sche Volk detail­liert aus­ge­ar­bei­tet. Die­se ste­hen im Mit­tel­punkt von Toels Auf­klä­rungs­ar­beit, die Rhein­wie­sen­la­ger bil­den einen zwei­ten his­to­ri­schen Schwer­punkt. Toel initi­ier­te den soge­nann­ten “Walk am Rhein” zur Erin­ne­rung an die ver­ges­se­nen Opfer der  Nach­kriegs­jah­re. Vom 28.8.21 bis 5.9.21 kamen mehr als 62.000 Men­schen an den Rhein, “um zu geden­ken und die neue Frei­heit in Deutsch­land zu fei­ern”, wie es auf sei­ner Web­site heißt. Bei­des sind Gesichts­punk­te, die im offi­zi­el­len deut­schen Geschichts­un­ter­richt fehlen.

Er sieht es als sei­ne Mis­si­on an, den Deut­schen ihre Iden­ti­tät wie­der­zu­ge­ben. Genau jetzt (noch vor zwei Jah­ren sei die Zeit nicht reif gewe­sen) ist der Zeit­punkt gekom­men, an dem die Deut­schen auf­wa­chen. Es kämen gera­de – das kön­ne kein Zufall sein – sehr vie­le Umstän­de zusam­men. Toel nennt die­se Koin­zi­denz “den per­fek­ten Sturm” und sagt mit sei­nem ame­ri­ka­ni­schen Akzent: “die Umstan­den brin­gen Geläg­gen­heit”. Die “rote Linie der Deut­schen” sieht er in den Spa­zier­gän­gen erreicht. Aktu­ell ver­laut­bart er, daß Putin die Ukrai­ne als “hei­li­ges Herz Ruß­lands” zurück­ho­len will, die deut­schen Müt­ter aber sich aus dem kom­men­den Krieg (!) her­aus­hal­ten sollen.

Die Leu­te der Neu­en Welt­ord­nung in Lon­don und New York haben kei­ne ande­re hei­li­ge Sache als Geld und Macht. Bei­des sind über­haupt kei­ne hei­li­gen Dinge,

schreibt er in die­ser Ver­laut­ba­rung. Grund­sätz­lich trifft sich Toel in Vide­os mit vie­len bekann­ten Namen aus der inves­ti­ga­ti­ven Sze­ne in der Kri­tik an NWO und Gre­at Reset und beschwört die Deut­schen, sich ihres Wesens bewußt zu wer­den und “Ver­ant­wor­tung” in der Welt zu über­neh­men. Daß die­se inso­fern die BRD ein NATO-Vasal­len­staat ist, nicht vom Polit­per­so­nal über­nom­men wird, führt Toel zum Appell an das deut­sche Volk, sei­ne hei­li­ge Mis­si­on selbst in die Hand zu nehmen.

Wil­liam Toels Agen­da wäre grob zu beschrei­ben als Gre­at Awa­ke­n­ing spe­zi­ell desi­gned für uns Deut­sche. Die­se Web­site hat sogar den Aus­druck “Ger­man Awakening”/“Deutscher Auf­bruch” erfun­den (und lis­tet akri­bisch alle Inter­net­auf­trit­te, Zita­te und Fund­stel­len zu Wil­liam Toel auf).

Die Deut­schen wur­den erschaf­fen, um eine beson­de­re Rol­le in der Welt zu erfül­len. Wenn die Deut­schen wie­der Deut­sche sind, wird die Welt geheilt sein

liest man ganz oben auf sei­ner Home­page. Ist die­se The­se genau die­sel­be, die wir im Brief­wech­sel ent­wi­ckeln? Sehr ober­fläch­lich kann dies den Anschein erwe­cken. Hier ist kein Platz, um unse­re suchen­den, aus­ho­len­den, fra­gen­den Brief­wech­sel-Gedan­ken nach­zu­zeich­nen. Toel prä­sen­tiert fix­fer­ti­ge Ver­satz­stü­cke aus­ge­spro­chen appel­la­ti­ver Art, die paß­ge­nau bestimm­te Wun­den berüh­ren und Affek­te kit­zeln. Mir stellt sich die Fra­ge, was sei­ne Absicht dabei sein könnte.

2. Wir hat­ten hier auf der Sezes­si­on im Netz bereits eine klei­ne Toel-Aus­ein­an­der­set­zung, und zwar im Kom­men­tarstrang zu einem Netz­fund­stü­cke-Arti­kel von Jonas Schick. Damals ver­such­te “Gus­tav Gram­bau­er” zusam­men­zu­tra­gen, was es über Toel zu erfah­ren gibt und was von ihm aus sei­ner Sicht zu hal­ten sei. Ich will die­se Ein­schät­zung hier wie­der­ge­ben, weil sie mir im gro­ßen und gan­zen rich­tig erscheint:

Rie­chen Sie nicht auf 3.000 Meter gegen den Wind den Geheim­diens­to­deur? Wer bezahlt eigent­lich sei­ne hoch­fre­quen­ten Rei­sen, sei­ne drei Leib­wäch­ter usw., und dies inzwi­schen über drei Mona­te? Im Nexus damit wür­de es mich auch über­haupt nicht wun­dern, wenn er im Auf­trag einer Sek­te unter­wegs wäre, ideo­lo­gisch bzw. poli­tisch-pro­gram­ma­tisch wür­de er sehr gut z. B. in die Sci­en­to­lo­gy rein­pas­sen. Toels Metho­de kommt aus der Mot­ten­kis­te des Mar­ke­ting oder der poli­zei­li­chen Ver­neh­mung: er trig­gert rou­ti­niert, gezielt und sehr auf­dring­lich Sehn­süch­te an und schmiert dabei dem Publi­kum gan­ze Fäs­ser Honig ums Maul, z. B. mit sei­nem Sal­ba­der von sei­ner “tie­fen Lie­be für Deutsch­land”, mit dem er jeden Vor­trag und jedes Inter­view zu Beginn aus­gie­big NLP-ankert.

Es bleibt unklar, ob Toel auf eige­ne Rech­nung arbei­tet oder nach Deutsch­land geschickt wor­den ist, um Kon­tak­te mög­lichst zur vor­ders­ten Front der wider­stän­di­gen Sze­ne auf­zu­bau­en. Unein­deu­tig ist aus mei­ner Sicht eben­falls, für wen er arbei­ten soll­te. Aus dem Umstand, daß er stets die US-Kriegs­flag­ge am Revers trägt, und noch 2012 pro­mi­nent auf einer Glo­ba­lis­ten­kon­fe­renz, auf der alberner­wei­se alle Gäs­te T‑Shirts mit Mer­kel­rau­te geschenkt bekom­men haben sol­len, ver­tre­ten war, lie­ße sich ablei­ten, daß Wil­liam Toel trans­at­lan­ti­sche Agen­den bedient.

Die­ser Blog­ger hat sich auf ihn ein­ge­schos­sen und för­der­te in meh­re­ren Arti­keln Indi­zi­en zuta­ge, die aus sei­ner Sicht dafür spre­chen, daß Toel nichts ande­res als ein NWO-Glo­ba­list im Schafs­pelz ist:

Was Toel anpran­gert, näm­lich, dass die Alli­ier­ten das deut­sche Volk nach dem Krieg einer psy­cho­lo­gi­schen Ope­ra­ti­on unter­zo­gen haben, das tut er jetzt augen­schein­lich selbst, nur dass es die­ses Mal eben in die ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung gehen soll. Lei­der mer­ken vie­le nicht, dass sie gera­de auf eine neue, eine ganz ande­re psy­cho­lo­gi­sche Ope­ra­ti­on her­ein­fal­len, näm­lich den Stups in die seit lan­gem geplan­te „neue Weltordnung.“

Gegen ein Hin­ein­lo­cken der Deut­schen in die Gre­at-Reset-Agen­da des “frei­wil­li­gen Ver­zichts” und “des Deut­schen Modells, das wir sehen wer­den in der zukünf­ti­gen Welt­ord­nung”, die – ich hab es noch nicht gele­sen, jener Blog­ger aber offen­sicht­lich – in Toels neu­es­tem Buch beschwo­ren wer­den, spre­chen sei­ne Par­tei­nah­me für Putin und die doch auf dem zitier­ten Blog eher spär­lich gesä­ten Ent­hül­lun­gen kon­kre­ter Glo­ba­lis­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen, geschwei­ge denn ‑auf­trag­ge­ber.

Wie ist es mög­lich, daß Wil­liam Toel weder von You­Tube noch von Twit­ter ange­tas­tet wird? Ent­we­der las­sen sie ihn spie­len, weil er harm­los ist, oder er arbei­tet ihnen als Gate­kee­per zu, ergä­be die übli­che Logik des Ver­dachts. Doch die greift viel­leicht zeit­lich zu kurz. Mei­ne Ver­mu­tung wäre: er ist ein nütz­li­ches Ele­ment in einer grö­ße­ren insze­nier­ten Trend­wen­de – und zwar ganz gleich, ob er sei­ne Agen­da ganz allein zusam­men­ge­schus­tert hat “aus Lie­be zu den Deut­schen” oder über­ge­ord­ne­te Auf­trag­ge­ber hat.

In mei­nem Gre­at-Awa­ke­n­ing-Text hat­te ich bereits ange­deu­tet, daß kon­ser­va­ti­ve Kräf­te im Wes­ten, also alte Neo­cons, Trump- und Q‑Anhänger und Evan­ge­li­ka­le im US-ame­ri­ka­ni­schen bible belt, und im Osten (Alex­an­der Dugin wäre nur ein Bei­spiel, der chi­ne­si­sche Staats­phi­lo­soph Tin­gyang Zhao ein wei­te­res), die gegen den deep sta­te arbei­ten, eine ganz ande­re Welt­ord­nung anstre­ben. Das “gro­ße Erwa­chen” in sei­ner pseu­do- und real­re­li­giö­sen Dimen­si­on lie­ße sich als pas­sen­der Über­bau zu einer Welt gro­ßer Rei­che, klei­ne­rer Mili­tär­dik­ta­tu­ren und chi­ne­si­scher Öko­no­mie aus­ma­len. Da hin­ein gehör­ten dann auch “patrio­ti­sches Chris­ten­tum”, eine wie­der­ent­deck­te Volks-Iden­ti­tät und die viel­be­schwo­re­nen “neu­en poli­ti­schen Mythen”.

Eine sol­che Welt­ord­nung auf­zu­bau­en wäre aller­dings in mei­nen Augen eher die nächs­te Zünd­stu­fe des “Rei­ches des Ersatz-Chris­tus” (Mar­tin Bark­hoff), dies­mal in der Mode­far­be rechts-reli­gi­ös-tri­bal, als die eigent­li­che mensch­heits­ge­schicht­li­che Auf­ga­be der Deutschen.

3. Es ist mög­lich, Wil­liam Toel in Deutsch­land per­sön­lich ken­nen­zu­ler­nen. Wie nahe man ihm kom­men wird, sei dahin­ge­stellt, denn inzwi­schen umla­gern ihn gro­ße Fan-Auf­ge­bo­te, auf­fäl­lig dar­an ist die Über­zahl emo­tio­nal ergrif­fe­ner Frau­en (da sage noch einer, auf der poli­ti­schen Rech­ten gäbe es Damen­man­gel – man muß es nur rich­tig anstel­len und sie bei ihren müt­ter­li­chen Instink­ten packen).

Wie ist es mög­lich, einen medi­al prä­sen­ten Ein­fluß­agen­ten (etwas ande­res sind influ­en­cer nie) ein­zu­schät­zen? Im All­tag bewähr­te Men­schen­kennt­nis hilft oft­mals nicht, denn wir haben es mit insze­nier­ten Prä­sen­ta­tio­nen (Pho­to­gra­phien, Video­bot­schaf­ten, Netz­prä­senz) zu tun.

Zusam­men­ge­tra­ge­ne auf­fäl­li­ge sprach­li­che Äuße­run­gen wären ein aller­ers­ter Schritt. Hier besteht die Gefahr, die der oben genann­te Blog­ger all­ge­mein sieht, im beson­de­ren: dadurch daß Toel sei­ne Anhän­ger – erst ein­mal völ­lig zu recht – dazu anlei­tet, die “Wie­sel­wör­ter des Sys­tems” zu erken­nen, wer­den die­se, wenn sie nicht gut auf­pas­sen, taub für Toels eige­ne Triggervokabeln.

Ein nächs­ter Schritt wäre die Wahl der Inter­view­part­ner (sofern man die­se kennt und ein­ord­nen kann): In wel­cher Sze­ne will er ankern? Wo paßt es anschei­nend über­haupt nicht (z.B. hat der über­aus medi­en­af­fi­ne und in der Sache gleich­ge­sinn­te Anthro­po­soph Axel Bur­kart ange­kün­dig­te Vide­os mit Wil­liam Toel abge­sagt)? Wie kri­tisch dür­fen die Inter­view­er nach­fra­gen? Dabei ist zu beden­ken, daß ein oder zwei “durch­ge­knall­te” Gesprächs­part­ner noch kein Indiz für die Absich­ten des Inter­view­ten abge­ben, in der Brei­te wird aber erkenn­bar, daß Toel sich gern höri­ge Zuhö­rer sucht (und weder Intel­lek­tu­el­le noch Politikdarsteller).

Schließ­lich sind auch die­se zwei Schrit­te noch nicht aus­rei­chend, für ein Gesamt­bild braucht es so etwas wie phä­no­me­no­lo­gi­sche oder ima­gi­na­ti­ve Urteilskraft.

Ein Kom­men­ta­tor schrieb kürz­lich betref­fend Karl Lau­ter­bach, man möge sich Roland Bar­t­hes’ Begriff des “punc­tum” neu aneig­nen, denn “das Phy­si­sche, Phy­sio­gno­mi­sche macht den gro­ßen Unterschied”.

Wie blickt Wil­liam Toel in die Kame­ra? Blickt er über­haupt jemals gera­de­aus? War­um macht er mit den Hän­den ver­ti­ka­le Schnei­de­be­we­gun­gen, wenn von Macht, Geset­zen, Füh­rern usw. die Rede ist? Wie pas­sen Affekt­wör­ter und Gelas­sen­heits­ges­ten zusam­men (dou­ble bind)? Wo blitzt etwas Unpas­sen­des durch?

Roland Bar­t­hes wür­de die ers­ten bei­den Schrit­te zum “stu­di­um” einer Pho­to­gra­phie zäh­len. Das “punc­tum” hin­ge­gen ist der Durch­stoß durch die Ober­flä­che (einer Pho­to­gra­phie in Bar­t­hes’ Theo­rie, ich ver­all­ge­mei­ne­re: auch eines Vide­os) im Auge des Betrach­ters auf die zeit­lich zurück­lie­gen­de Rea­li­tät der Auf­nah­me und auf die kör­per­lich ent­fern­te Rea­li­tät der abge­lich­te­ten Per­son. Den Betrach­ter berührt etwas, er bemerkt ein Stör­ele­ment (dies muß kein häß­li­ches oder komi­sches sein). Dar­aus erschließt sich dann ein phy­sio­gno­mi­scher Eindruck:

Die Pho­to­gra­phie des ver­schwun­de­nen Wesens berührt mich wie das Licht eines Sterns. Eine Art Nabel­schnur ver­bin­det den Kör­per des pho­to­gra­phier­ten Gegen­stan­des mit mei­nem Blick: das Licht ist hier, obschon ungreif­bar, doch ein kör­per­li­ches Medi­um, eine Haut, die ich mit die­sem oder jener tei­le, die ein­mal pho­to­gra­phiert wor­den sind. (Roland Bar­t­hes, Die hel­le Kam­mer, S.91)

Mein Nähe­rungs­ver­such an das Phä­no­men Wil­liam Toel bleibt sub­jek­tiv. Es wür­de mich nicht wun­dern, wenn nach die­sem Par­force­ritt durch die Mög­lich­kei­ten der Ent­zau­be­rung der ein oder ande­re Ver­tei­di­ger Toels übrig­blie­be und mir ein typi­sches Las­ter aller “Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker” vor­wür­fe: alles hät­te immer dop­pel­ten Boden. Laß den Für­spre­cher der Deut­schen uns doch Mut machen!

Ich schla­ge die­ses Ange­bot aus und suche Mit­tel und Wege, mich vor sol­chen Mut­ma­chern nicht gera­de­wegs fürch­ten zu müs­sen. Ein ziem­lich stei­ler und stei­ni­ger Weg liegt in unse­rem Brief­wech­sel zwi­schen Wien und Peking jetzt in zwei­ter Auf­la­ge vor.

Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

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Kommentare (86)

MARCEL

15. Februar 2022 11:05

Der Theologe Karl Barth war der erste, der schon bald nach dem Krieg eine Lanze für das deutsche Volk brach.

Generell: Man sollte sich den Mut sowie das Selbstverständnis nicht von außen holen.

Und klar: Jeder Staat will seine Opposition kontrollieren. Am besten geht das, wenn man sich seine Opposition gleich selbst schafft...(dies soll aber nicht (nur) auf den Fall Toel bezogen sein)

A propos Putin: Russland ist ein eindrucksvolles Beispiel des Wiederaufstiegs nach der bleiernen Gorbatschow-Jelzin-Depression.

 

Der_Juergen

15. Februar 2022 11:09

Ich habe mir zwei oder drei Videos mit Toel angeschaut und eigentlich keinen Grund gesehen, ihm zu misstrauen. (Dass er trotz seiner deutschen Abstammung und seiner 31 Deutschland-Reisen offenbar nicht oder nur sehr gebrochen Deutsch spricht, ist befremdlich, aber kein Motiv, ihn als U-Boot zu verdächtigen.) Warum seine Tätigkeit für die Feinde Deutschlands nützlich sein soll, vermag ich nicht zu erkennen. Ja, wenn er z. B. zu Gewalt aufrufen würde, wäre alles klar, aber das tut er ja nicht.

Hiermit oute ich mich keinesfalls als Toel-Fan. Ich stelle lediglich fest, dass die angeführten Verdachtsmomente meiner Meinung nach nicht ausreichen, und halte es für sehr gut möglich, dass der Mann absolut ehrlich ist.

Maiordomus

15. Februar 2022 11:14

Das vorläufig Einzige, was mich an diesem William Toel zu interessieren vermag, ist der Gebrauch bzw. Missbrauch des seit 1482 in dieser Form belegten Namens des Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell, ursprünglich "der Tell" genannt, gemäss dem Weissen Buch von Sarnen, verfasst oder abgeschrieben um 1470 von Obwaldens Staatsschreiber Hensli Schriber, ein reiner Spottname einer historischen Figur, der mit dem Apfelschuss ein abgewandeltes Motiv aus der dänischen Geschichte vom Schützen Toko unterstellt wurde, im Zusammenhang mit der Ermordung des Tyrannenherrschers Harald Blauzahn, als dieser aus dem Kriegslager zur Erledigung eines dringenden Geschäftes austrat, die entsprechende Quelle stammt von Saxo Grammaticus, einem dänischen Schreiber. Wie auch immer, das Tellenmotiv wurde schon immer gern zu sogenannt revolutionären, dem Widerstand oder der Unterwanderung dienenden Zwecken je nachdem gebraucht oder missbraucht, verfolgbar noch sogar bis hin in die Geschichte des Spanischen Bürgerkrieges.  Natürlich kann sich auch ein Geheimdienst oder ein Regime sich eines poetischen Namens bedienen, vgl. Operation Walküre usw. 

Maiordomus

15. Februar 2022 11:25

@Marcel. Spannend, was Sie über Karl Barth schreiben. Es gab in der Schweiz nicht wenige andere, die damals ähnlich dachten, so der Publizist Erwin Jaeckle und der später berühmte Autor Max Frisch, die fast unmittelbar nach dem Krieg mit dem PW Reportreisen nach Deutschland machten jenseits von Abrechnungsmentalität, was es z.B. in Schaffhausen, wo nach Kriegsende eine "Kristallnacht" gegen deutsche Geschäfte gestartet wurde, auch gab. Es war aber ein Risiko, als deutschfreundlich zu gelten, wobei Karl Barth, u.a. als Spiritus rector der Barmer Theologischen Erklärung und dank seinem Wechsel der Professur von Bonn nach Basel zweifelsfrei als Antinazi galt und es auch war. 1948 rühmte er indes Stalin von der Kanzel des Berner Münsters herab als "grossen Staatsmann", weswegen ihm der konservative Berner Kirchendirektor und spätere Bundesrat Markus Feldmann einen fast vierzigseitigen geharnischten Brief schrieb. Barth hielt indes dann Kontakte zur DDR aufrecht, bei einem Treffen mit Ulbricht behauptete letzterer, dass die 10 Gebote im Sozialismus realisiert seien, worauf Barth mit der Gegenfrage konterte: "Und besonders das Erste?"

Maiordomus

15. Februar 2022 11:42

PS. Zu Wortmeldung oben betr. "William Toel". Es scheint, dass ich das "Unternehmen Barbarossa" mit der "Operation Walküre" verwechselt habe. Möchte solche Benennungen nach Möglichkeit und so weit es geht "wertungsfrei" in die Analyse des Namens "William Toel" eingebracht haben. Meines Wissens wurde spätestens ab 1939 Schillers Wilhelm Tell in Sachen Aufführungen im 3. Reich als inopportun eingeschätzt, wiewohl es sogar mal eine Filmfassung gegeben haben soll. Wie auch immer, sowohl unter Metternich wie zumindest auch zur Zeit des 2. Weltkrieges war das Tell-Drama für Machthaber anscheinend unangenehm. Meine Aussagen erfolgen aus dem Gedächtnis, hielt zuletzt 1971 eine Übungslektion zu diesem Thema. .

PS 2: Las im Nachgang zur SiN-Sendung Wiecherts "Hirtennovelle", Ausgabe 1946, Arche-Verlag, schöne Ostpreussengeschichte, patriotisch, nicht nationalistisch, mit 1. Weltkrieg als Hintergrund, etwas altmodisch-sentimentalisch. 

Niekisch

15. Februar 2022 11:53

Gerade habe ich mir die ersten 30 Minuten von William Toels Interview mit Simon Rilling "Die deutsche Seele..."  Germany's future | William Toel aufmerksam angehört. Es war der erste Kontakt zu ihm. Eine einzige Ungenauigkeit fand ich darin, dass er nämlich auf Bletchley Park statt auf Whaddon Hall abstellt und die Macy-Konferenzen nicht erwähnt. Denn die letzteren Umerziehungsküchen sind bedeutsamer. Ansonsten kann ich nahezu jedes Wort unterschreiben. Es ist völlig überflüssig, weitere Überlegungen zu ihm oder seinen Absichten oder seinem Hintergrund anzustellen. Es genügt, wenn wir uns an die Brust schlagen und eingestehen, dass typischerweise außer ganz wenigen Deutschen - Manfred Roeder sei erwähnt -  a l l e  Korrekturversuche außerhalb des privaten Raums von vorneherein untauglich waren, weil den Deutschen  d i e s e  heilende Ansprache nie angeboten wurde. Wenn sie extrem erscheint, dann liegt es nur an der Extrembehandlung der Deutschen seit 1945. 

Toels Herzensansprache  durch begnadete, hier lebende Deutsche präsentiert und mit einer aus  a l l e n  geschichtlichen Wurzeln gezogenen Wollensmanifestation verbunden bringt Heilung und Sieg über unsere Bedrückung.

Rheinlaender

15. Februar 2022 11:54

Toel wirkt auf mich suspekt. Ideen von Tiefe sucht man bei ihm vergeblich; dafür spricht er die Eitelkeit seiner Zuhörer an und stellt sich selbst zugleich sehr in den Vordergrund, wobei sich sein Autoritätsanspruch auf einen zumindest fragwürdigen Lebenslauf stützt. Einen behördlichen Hintergrund seiner Aktivitäten sehe ich schon aufgrund seiner mangelnden Professionalität nicht. Er wirkt eher wie eine der Personen mit Verkäufertalent, die die Esoterik-Szene prägen.

Der_Juergen

15. Februar 2022 12:28

@Maiordomus

War Stalin etwa kein grosser Staatsmann? Mit dieser Einschätzung hatte Barth natürlich völlig recht. Man kann viel Blut an den Händen haben und trotzdem ein überragender Staatsführer sein.

tearjerker

15. Februar 2022 12:40

Toel ist ein Grifter (Like and Subscribe! Kaufen Sie mein Buch!), der ähnlich wie die Propheten des ökonomischen Unterganges agiert, nur in einer anderen Nische. Seine Sympathie für Deutschland halte ich für echt. Die ‚Deutschland, erwache!‘-Forderung hat man auch schonmal woanders gehört, zuletzt vor wenigen Minuten in der Springer-Presse, die fordert, Deutschland müsse endlich aufwachen wegen Kreml und so. Toel spricht ja auch von Aufgabe und Weltordnung, was Raum für Interpretationen lässt. Schwer zu sagen, ob er eine Agenda hat oder verfolgt. Aber die deutsche Rechte hat ja auch keine Agenda, Anschluss liesse sich herstellen.

zeitschnur

15. Februar 2022 12:52

@ MD

Es gibt einen Wilhelm Toel, der auf Wikipedia zu finden ist, allerdings ist unersichtlich, was an dessen Biografie so wichtig sein soll, dass er dort gelistet ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Wilhelm_Toel

Interessant aber Ihre Beobachtung des Ähnlicklangs mit Wilhelm Tell.

 

zeitschnur

15. Februar 2022 13:02

Toel ist ein merkwürdiges Phänomen. Ich finde, dass er teilweise so überzogene Dinge sagt, dass ich das kaum als eine reine PsyOp ansehen mag. Etwa diese Behauptung, er sei 1943 in BP dabei gewesen - also 2 Jahre vor seiner Geburt, und er sei dazu berufen und geboren, Deutschland zu lieben bzw die Deutschen.

Geht es noch bizarrer? Ein von Gott Gesandter?! "William ist mit Euch!"?! Aber Deutsch spricht er nicht, obwohl er immer wieder deutsche Sätze sagt?!

Was triggert er denn an bei "den" Deutschen? Vor ein paar Tagen fand sich ein hasserfüllter Hetzartikel gegen ihn in der Pforzheimer Zeitung. Toel sei "Nazi-Ikone". Aha. Dabei hat der "Nazi" namens Volkslehrer ihn neulich derart auseinander  genommen, dass einem nichts mehr einfällt. Auch Oliver Janich hat ihn zwar mit mehr Respekt, aber genauso skeptisch interviewt.

Toel bleibt immer ganz ruhig und gelassen und lässt sich auf bestimmte Debatten erst gar nicht ein, grenzt sich nur mit Bemerkungen wie "Das sehe ich nicht so" ab. Toel blickt in vielen Videos oder auf Bildern schon in die Kamera, er ist meist den Gesprächspartnern zugewandt, aber auch in sich gekehrt.

Ich weiß nicht, was ich von ihm halten soll. Aber ich finde, man darf nicht aus dem Auge verlieren, dass es trotz allem immer noch Imponderabilien gibt und Menschen, die meinen, sie hätten eine Mission. Eine Verbindung zu bestimmten Hintergründen kann ich derzeit nicht sehen oder abschätzen. Es sind nur vage Assoziationen.

brueckenbauer

15. Februar 2022 13:10

Barths ermutigende Worte an die Deutschen waren doch eher an die Befürworter der späteren DDR gerichtet - die DDR hätte damals ja auch noch auf den Westen ausgedehnt und gesamtdeutsch werden können. (So wie ja auch die CSR nachträglich dem Westen ebgekämpft und der Stalin-Riege eingereiht wurde - mit kräftiger Unterstützung der tschechischen Barthianer.)

Im übrigen ist die deutsche Volksgruppe weder tot noch wird sie auferstehen. (Es handelt sich um eine  empirisch nachweisbare dauerhafte ethnische Minorität innerhalb der bundesrepublikanischen Bevölkerung.) Wenn man erst einmal anfängt, mit solchen religiösen Vokabeln zu arbeiten, wird man natürlich jeden anderen Sektenprediger als Konkurrenz empfinden.

zeitschnur

15. Februar 2022 13:39

Der vulgarisierte Gedanke, dass am deutschen Wesen die Welt genesen solle, ähnelt tatsächlich der Steinerschen Sicht, dass die Deutschen eine besondere Aufgabe hätten für die Menschheitsentwicklung. Es besteht da eine Verbindung. Es ist die alte israelitische Idee vom Heil, das vom eigenen Volk für alle Völker käme.

Dass Toel sich darüber nicht hochphilosophisch und auch nicht allzu deutlich auslässt, spricht nicht unbedingt dagegen, dass er diese Idee aus dem anthroposophischen Kontext nimmt. Er ist so etwas wie ein Conterprogramm in "einfacher Sprache" für die völlig traumatisierten und selbsentfremdeten Deutschen. Das würde nun ich als eine gezielte Strategie ansehen, dem Volk etwas lange Vergessenes und Verschüttetes wieder nahezubringen.

Nimmt man uns mit einer solchen Figur die Selbstbesinnung? Raubt er uns Gedanken, die aus unserer Mitte stammen und gerade selbst von uns ergriffen werden? Von mir ja auch im "Innenkönig"? Setzen sich Deep State-Kräfte auf bestehende innere Bewegungen im deutschen Volk, um sie zu lenken?

Trauen wir jenen nicht zu viel Weisheit zu? Allwissend sind diese Leute ja nicht, und vor allem wissen sie nicht, was Geist ist, sonst würden sie sich selbst niemals für solche Schmutzarbeit hergeben. Oder agiert hier der Satan persönlich?

Ich bin eher in alle Richtungen skeptisch und denke: na, dann warten wir mal, ob im Mai wirklich der perfekte Sturm passiert. Das Phänomen Toel dürfte sich dann ganz schnell geklärt haben. Es sind noch drei Monate bis dahin.

Laurenz

15. Februar 2022 13:44

@CS (1)

Meine persönlichen Erfahrungen mit meiner lokalen Corona-Maßnahmen-Szene bestätigen Ihren Artikel. Dort sind einige "erleuchtete" Frauen als Toel-Versteher unterwegs, in der Regel ü45. Das wenige, was dort in meiner Gegenwart rekapituliert wurde, würde bei einer Partei sofort zu einem Verbotsverfahren führen, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Wenn wir uns allerdings die Reichweite des Jutjub-Kanals Toels anschauen, so ist diese mit nicht ganz 12k Abonnenten schon recht dürftig, zu dürftig, um in meinen Augen ernst genommen werden zu müssen. Selbst der Kanal Schnellroda hat mehr Abonnenten (13k) & hier wird ja auch nur ein explizites Publikum der rechts-intellektuellen Szene (am Rande der Gesellschaft) angesprochen.

Bis auf die historisch interessierten Bürger & Vereine ist doch das Bewußtsein für "Deutsches" nur noch in Verhaltensmustern vorzufinden.

Laurenz

15. Februar 2022 13:53

@CS (2)

Was Wladimir Putin angeht, so erschafft dieser auch kein neues russisches Bewußtsein, sondern holt für die leidende russische Seele die manipulierte Geschichte (zB im Donez) der Sowjetunion aus der Schublade, auch wenn man sein berühmtestes Zitat ernst nehmen darf: "Wer die Sowjetunion nicht vermißt, hat kein Herz. Wer sich die Sowjetunion zurückwünscht, hat keinen Verstand."

Nur diese Putin-Nummer fällt für uns flach, da wir nicht über die Souveränität Rußlands verfügen.

Selbst auf internationalen Jutjub-Kanälen gestalten sich historische Debatten nachwievor äußerst schwierig & provozieren durchweg persönliche Angriffe. Man kann sich meist nur dadurch behaupten, daß man amerikanische, russische, türkische oder britische Geschichte, welche im Netz allgemein zugänglich sein muß, zitiert.

Kurzum, ich habe meine Zweifel an der Toel-Nummer.

Maiordomus

15. Februar 2022 13:58

@Stalin würde ich in der Tat nicht unterschätzen, las auch Gedichte von ihm sowie seine einst berühmte Abhandlung über Spachtheorie; im allgemeinen wurde er eher unterschätzt. Noch Sympathien, und zwar bedeutende, hatte bei mir schon um 1963 seine Tochter Svetlana. Selber erinnere ich mich im Gegensatz zu Ihnen, @jürgen, sogar noch an die Radiosendung von Beromünster über seinen Tod im März 1953, es ist meine früheste politische Erinnerung. Aber, um es mit Sebastian Haffner auszudrücken, würde wohl auch Hitler heute mutmasslich als grösster deutscher Staatsmann des 20. Jahrhunderts gelten, wäre um 1938/39 eines der Attentate auf ihn geglückt, zum Beispiel dasjenige des Freiburger Katholiken Bavaud, ehemaliger Schüler der Schule St. André in Neuchâtel, deren Geschichte ich recherchierte. Aber man sollte vor dem Erfolg nicht auf dem Bauch liegen, was mich letztlich selbst vor der Verehrung Churchills abhielt oder gar Maos. Massenmörder bleiben für mich Massenmörder, und es gilt das Bibelwort "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen." Für mich war z.B. General Dufour, der Kartograf und Befrieder der Schweiz nach Bürgerkrieg, eine historische Grösse. Massenmörder habe ich nicht auf der Liste, Truman inbegriffen. 

RMH

15. Februar 2022 14:10

"Aber Deutsch spricht er nicht, obwohl er immer wieder deutsche Sätze sagt?!"

Gängiges Prinzip seit "ich bin ein Krapfen" ... nichts mag der Deutsche so sehr, als wenn ein Angelsachse ihm seine Zuneigung zeigt und dabei ein paar Worte unserer Sprache radebricht. Toel wäre mit einem Schlag nicht mehr erfolgreich, wenn er deutsch sprechen würde. Gerade das simultane Übersetzen pinselt den Bauch des Deutschen, kann er doch so mit seinem Schulenglisch ein bisschen mithalten, ob denn da alles korrekt übersetzt wird. Kurzum: Niekisch hat vermutlich recht, dass rein inhaltlich schon einige vor Toel Vergleichbares sagten, aber das waren dann Deutsche und der Prophet gilt im eigenen Lande bekanntermaßen nichts. Für mich ist Toel eigentlich komplett uninteressant und man braucht sich an ihm nicht abarbeiten. Gibt im Markt der alternativen Medien und Meinungen mittlerweile wesentlich Interessanteres (bspw. wer oder was will uns mit dem "multipolar-Magazin" beglücken? Nur um einmal ein Beispiel zu nennen, womit die Diskussion bitte nicht entgleisen soll).

links ist wo der daumen rechts ist

15. Februar 2022 14:19

Spätestens nach diesem Link in CS`Artikel

https://www.williamtoel.de/mediathek

kann man die Beschäftigung mit Herrn Toel sein lassen (bitte einmal eine Woche ohne YT-Schwätzer oder Twitter-Propheten, nur eine!).

Und arm ein Volk, das derartige Fürsprecher nötig hat.

Was hat der Mann – ohne fundierte Deutschkenntnisse – über seine Deutschlandliebe zu radebrechen, was Steiner nicht schon in seinen Mitteleuropatexten zur deutschen Sendung gesagt hätte?

Lest lieber die Vertreter der „Ideen von 1914“.

Dieter Rose

15. Februar 2022 14:29

@Maiordomus

Ich gedenke noch heute dankbar des Ehepaars Städler aus Zürich, das mir 1949 Guetsli schickte . . . und mehr.

Laurenz

15. Februar 2022 14:40

@Maiordomus

"Stalin"

Wenn man die Biographie Stalins  https://en.wikipedia.org/wiki/Stalin:_The_Court_of_the_Red_Tsar

von Montefiore liest, relativiert sich vieles.

Stalin & Hitler verarschten sich gegenseitig. Stalin verführte durch den Hitler-Stalin-Pakt Hitler dazu, Polen anzugreifen & Hitler ließ vor Barbarossa keine Winterausrüstung produzieren, was Stalin veranlaßte, etwa 70 Geheimdiensthinweise nicht ernst zu nehmen.

Daß, was Stalin am meisten ausmachte, war sein Polizei-Genie & wie er die unterschiedlichen Volksgruppen in der Sowjetunion gegeneinander ausspielte.

 

@Zeitschnur

Sie wir nicht alle von Gott Gesandte? Nur die Salbung fällt halt unterschiedlich intensiv aus.

Gotlandfahrer

15. Februar 2022 14:46

T. ist US-Amerikaner. Also nicht Deutscher. Damit ist alles Wesentliche gesagt.

Gut, noch das: Auch, vielleicht gerade, bei den Amis gibt es alles. Kluge, Dumme, Gute, Böse.  Ich kann nicht wissen, was er denkt.  Was er sagt, ist erstmal gut. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Lasst ihn reden.  Besser als der Müll, den man sonst hören muss, ist es allemal.  Und lieber lasse ich mich in eine NWO hineinmanipulieren, die über die Zwischenstufe des "patriotischen Christentums" gehen muss, um uns zu einer alternativen Ersatz-Christenheit nudgen zu können, als in der heutigen Jauchegrube weiterwaten zu müssen.  Dass eine solche Kehrtwende über diesen Zwischenschritt geplant und dann sicher ausgeführt werden könnte, sehe ich ohnehin nicht.  Denn sie enthielte zu viele Möglichkeiten, sich durch zwischenzeitlich wieder erlangte Bestände dem Zugriff entwinden zu können. So einen Plan würde ich nicht verfolgen, wenn ich die Deutschen weiter unten halten wollte.  Aber wer bin ich schon?

Monika

15. Februar 2022 14:57

Wenn ich was verabscheue, dann Amis, die mit der emotionalen Bedürftigkeit der Deutschen Kohle machen. Ich gehöre nicht zu den Frauen, die „emotional schnell ergriffen“ werden. Schon gar nicht von solch optischen Hugh Hefner Verschnitten .

Also mal Hand aufs Herz. Wer verschwendet an solche Schwurbler nur eine Minute ???

Maiordomus

15. Februar 2022 15:31

@Dieter Rose. Ja, die Guetsli! In jenem Jahr 1949 wurde der beste Wirtschaftshistoriker der Schweiz incl. Sippenverurteilung wie kaum je ein Mitbürger fertiggemacht, weil er sich um 1940 über Deutschland ähnlich äusserte wie es in den deutschen Blogs heute Russland gegenüber in zwar verständlicher Opposition gegen eine inkompetênte Regierung der Fall ist. Prof. H. A. der dann immerhin an einer deutschen Uni weitermachte, verfasste noch weitere hervorragende wirtschaftshistorische Studien nicht zuletzt über das Mittelalter. Sein Sohn, ein nachmaliger bedeutender Geograf,  vor kurzem verstorben, wurde als Schüler in seiner Heimatstadt beispiellos gemobbt als Sohn eines angeblichen Landesverräters. Der Protest gegen denselben erfolgte notabene mit etwa 8 Jahren Verspätung:  ein Anfall von nachträglichem Antifaschismus, was man im Deutschland von heute wohl nicht speziell "psychologisch erklären" muss. Für meine eigene Arbeit z.B. für das Verständnis des Frühkapitalismus und die Geschichte der Märkte, des Handels und des Geldes  bin ich indes für die enormen Leistungen jenes "umstrittenen" Historikers heute noch dankbar.   

zeitschnur

15. Februar 2022 15:46

@ links und @ Monika

Mit Herablassung verkennt man, dass eben sehr viele doch auf Toel hören oder sich ermutigen lassen. Und ich denke, deswegen greift CS das Phänomen auch auf. Ich fände es auch sehr schön, wenn wir hier ein etwas anderes Niveau aufweisen als der Rest der Republik und niemanden als "Schwurbler" diffamieren. Das ist unwürdig und übrigens auch nicht deutsch (im guten Sinne).

Wir sollten uns mit allen Phänomenen, die derzeit unterwegs sind, distanziert, aber wohlwollend, in jedem Fall kritisch befassen. Ich habe inzwischen auch Bekannte, die Toel ermutigend und tröstlich finden. Ich selbst bin wie gesagt vage skeptisch.

Was mich wundert ist, dass T einerseits sagt, wir seien niedergehalten worden, andererseits abrät von einer aktiven deutschen Aufklärung der Geschichte. Das wundert mich. Vielleicht ist es jemandem von den anderen Lesern hier auch aufgefallen.

Adler und Drache

15. Februar 2022 16:35

Ende der 90er, Anfang der 2000er Jahre waren in den Pfingstgemeinden und charismatischen Bewegungen Deutschlands die "Kansas-City-Propheten" recht präsent. 

Ich weiß immer noch nicht, wie ich sie einschätzen soll, vor allem nicht, ob diese Verbindung zwischen tiefer (und dennoch zur Schau gestellter) Gläubigkeit, hemdsärmeligen Strategentums und unbekümmerten Beanspruchens eines Wissens über zukünftige Ereignisse überhaupt ein Quäntchen Ehrlichkeit hatte oder eben aus einer spezifisch amerikanischen Sozialisation heraus doch authentisch war.

Auch damals ging es immer ums "Awakening", um eine christlich-heilige Erweckung, und auch damals gab es ganz spezielle Prophetien für Deutschland und für die Sonderstellung, die Deutschland im Plan Gottes habe. (Von Deutschland aus wird es auf den Rest der Welt übergreifen, so in der Art.)

Heute scheint es mir, als hätten sie glühende Visionen verkauft (woraus ich mir nicht die Schlussfolgerung erlaube, sie hätten nicht selbst an diese geglaubt). Sie rekrutierten fanatische Anhänger und erzeugten dadurch ebenso fanatische Gegner. Als der Sturm abzog, hinterließ er gespaltene Gemeinden. 

Toel scheint dasselbe in anderem Gewand zu sein. 

 

Adler und Drache

15. Februar 2022 16:50

@ Gotlandfahrer:

Viele Amerikaner sind aber ethnisch gesehen Deutsche (und viele Deutsche sind's nicht). Bei Toel liegt (vgl. den Hinweis von Maiordomus) eine deutsche Abstammung nahe. 

 

 

Ein gebuertiger Hesse

15. Februar 2022 17:30

Finger weg von dem Typen. Man sieht es nicht zuletzt an seinen verunlebendigten Augen, daß er fake ist.

Gracchus

15. Februar 2022 17:59

Was ist die Mission des deutschen Volkes? Was der Sturm (Tanz?)im Mai? ... William Toel hat ja schon ein Menge vorausgesagt. Soll ihm mal jemand hier im Forum bitte nachmachen! ... ich erinnere mich an die seinerzeitige Debatte, worauf ich mir irgendwas mit Toel anschaute - 3 Minuten, weil: mich hat die Inszenierung abgestoßen; unklar, was das ganze soll ... was aber nicht heißt, dass ich ihm unlautere Absichten oder sonst was unterstelle; ich glaube, er meint, was er sagt - nur was meint er?

Kommentar Sommerfeld: "William Toel hat ja schon ein Menge vorausgesagt. Soll ihm mal jemand hier im Forum bitte nachmachen!" Nun, er hat die "Wende" 18 Monate vorher vorausgesagt. Wenn Michael Wolski mit seiner These in 1989. Mauerfall Berlin - Auftakt zum Zerfall der Sowjetunion recht hat, wäre dies bei ein paar CIA-Kontakten absolut kein Kunststück gewesen sondern eher Verrat, hätte man Toel damals schon groß gekannt. Und was er meint? Es ist ja nicht nur in neurechten, sondern auch in "truther"-Kreisen ewig schon die Rede vom baldigen Zusammenbruch des Systems, woran konkret, wechselt. Der "perfekte Sturm" wird als eine Art Stufenplan vorgestellt, in dessen Verlauf wir eben kurz vor Schluß stehen. Der Q-Zusammenhang ("Trust the plan") ist sicher auch nicht zu verleugnen.

Wahrheitssucher

15. Februar 2022 19:05

@ Zeitschnur

„… Ich fände es auch sehr schön, wenn wir hier ein etwas anderes Niveau aufweisen als der Rest der Republik und niemanden als "Schwurbler" diffamieren. Das ist unwürdig und übrigens auch nicht deutsch (im guten Sinne).

Wir sollten uns mit allen Phänomenen, die derzeit unterwegs sind, distanziert, aber wohlwollend, in jedem Fall kritisch befassen.“

Absolute Zustimmung!

 

RMH

15. Februar 2022 19:05

"Nun, er hat die "Wende" 18 Monate vorher vorausgesagt."

Keine Ahnung, was Toel genau vorhergesagt haben will oder ob es nur nachträgliche Legendenbildung ist, aber dass der eiserne Vorhang bald fallen wird, war in evangelikalen Kreisen der USA und ihren Ablegern in Deutschland seit allerspätestens Anfang der 80er Jahre als Fakt gesetzt, da es nach deren Auffassung (gestützt auf Bibelstellen) vor dem Anbeginn der letzten Tage zu einer Sammlung aller Juden in Israel kommen muss und der größte Teil der Juden, der damals noch nicht Israel war, befand sich in der UdSSR. Man rechnete fest mit einem zweiten Exodus, dieses mal eben aus der UdSSR und es gab kleine Gruppen und Einzelpersonen in Deutschland, die fast prepper-mäßig sich darauf vorbereiteten, durchziehenden Juden Obdach, Verpflegung etc, bieten zu können. Ich hatte in den 80er Kontakt zu solchen Kreisen und kann mich erinnern, dass dafür auch mehrfach Geld gesammelt wurde (das Geld einsammeln geschah dort ja regelmäßig ..). In der Tat kam es dann ja zu einer Art Ausreise von Juden aus der UdSSR - nur sind viele davon als sog. Kontingentflüchtlinge bei uns geblieben und nicht nach Israel weitergezogen - und so warten die evangelikalen Kreise eben heute noch darauf, dass Christus bald wiederkommt (kleiner Sarkasmus).

Andreas Walter

15. Februar 2022 19:46

https://biography.omicsonline.org/united-states-of-america/bradley-university/william-toel-417976

So oder so oder so, Finger weg. Denn was kann dieser Mann uns schon erzählen, was wir nicht schon wüssten? Falls also kein echter Spinner, und davon gibt es gerade in den VSA wirklich Tausende, wahrscheinlich ein professioneller Fischer oder Agitator, oder sogar beides. Oder Teil eines besonderen Forschungsprogramms, denn was würde es bringen, selbst wenn alle Welt von ihm hören und ihm sogar glauben würde? Nix. Weil Täuschung (Desinformation) nur ein Mittel von mehreren ist, um zumindest einen Teil der Welt dauerhaft in Schach zu halten, und von dem Teil ist/war Deutschland eben auch schon oft eine Perle. Nicht seiner Rohstoffe wegen, außer zeitweilig Silber, Kohle und das Uran aus dem Erzgebirge, sondern wegen der Menschen hier mit ihrem besonderen Geist, Wesen und Genius. Heutzutage aber könnte Deutschland eine Führungsrolle gegenüber anderen Großmächten gar nicht mehr behaupten, gegenüber "der Welt" ging das auch schon im letzten Jahrhundert nicht mehr. Völliger Unsinn, was dieser Mann daher propagiert, denn Führung muss man auch wahren (von: sich wehren) und verteidigen können. Das aber kann/könnte selbst das kleine Israel besser, selbst ohne die Großmacht VSA als Partner.

Gracchus

15. Februar 2022 20:16

@CS, RMH

Ich weiss auch nicht, was Toel vorausgesagt hat. Ich habe das von seiner Homepage. Er hat auch die Finanzkrise vorausgesagt und dass - oh lala- AKK nicht Kanzlerin wird. Mein Einwurf war eher ironisch gemeint. Wem's gefällt, kann das tun, aber ich meine, es lohnt sich nicht, sich mit Toel zu befassen. 

"woran konkret, wechselt" - eben: ich hätte mal gerne konkrete Aussagen bzw. die Quelle gewusst, aus der diese Erkenntnisse alle sprudeln. Stufenplan - dito. 

Andreas Walter

15. Februar 2022 20:17

Kleiner Nachtrag

Sobald Russland an uns (oder sogar in ganz Europa) nichts mehr verdienen kann, und nur deshalb noch ein vitales Interesse (auch) an unserem Wohlergehen hat (aber auch nicht zuviel), ist Deutschland Geschichte. Zumindest, falls es um mehr geht als LN(F)G. Die größte Gefahr auch für die derzeitige “deutsche“ Regierung sind nämlich steigende Preise als Folge steigender Energiepreise. Dann nämlich regt sich erst Unmut in jedem Volk. Ja, auch in den VSA:

https://de.rt.com/international/131510-chinesische-forscher-usa-brauchen-ukraine/

Die Rolle und Aufgabe auch dieses Herrn könnte daher ebenso auch die sein, einen Beitrag zur Destabilisierung von Deutschland oder sogar ganz Europa zu leisten. Das Gleiche gilt auch für diverse Transatlantiker in der EU und in der neuen "deutschen" Regierung. Es geht ja schliesslich um Milliarden auch beim Thema Energie. Vor den beiden Weltkriegen im letzten Jahrhundert ging es den VSA übrigen auch wirtschaftlich schlecht, danach blendend, und um Energie ging es damals auch schon. Sowohl für Japan, die Causa Hull, wie auch in Deutschland (Wikipedia, Leuna-Benzin [ehemaliger Titel: Deutsches Benzin]).

https://www.jstor.org/stable/3638003

Kommentar Sommerfeld: Was ist "LN(F)G"?

zeitschnur

15. Februar 2022 20:22

@ Gracchus @ CS

Die Q-Geschichte fand ich noch viel bizarrer als das Phänomen Toel. Diese seltsamen kryptischen Code-Botschaften ebenso wie dieses "Genieße die Show" und immer wieder Leute, die die legendhaftesten Erwartungen um die Tatsache rankten, dass das Prophezeite nicht eintraf. ("Trumpf wartet noch, er lässt dies und das geschehen, damit er dann etc.") Viele konnten kaum glauben, dass Trump überhaupt nichts bewegte, sondern nur einen nächsten Krieg verhinderte, was für mich ja schon dankenswert ist.

Das alles weckt in den Menschen die Sehnsucht nach a. entweder einer Wiederherstellung eines umfassenden Rechtes oder b. nach einem Umsturz des korrupten Systems und einem Neuanfang. Ich habe auch Verwandtschaft in den USA und höre das von dort immer wieder intensiv, allerdings nicht aus evangelikalen Zirkeln, damit haben wir wenig Beziehung. Die Grenze zwischen "Wiederherstellung des (Völker)-Rechts" und "Umsturz hin zu einer konservativen NWO" ist für mich unscharf.

Der Verweis Toels, dass er 18 Monate vor dem Mauerfall etc., erscheint mir angesichts des Dienste-Arguments, das CS ja zurecht anführt, fast naiv. Auch würde ich gerne wissen, ob die Gespräche, die er mit Gräfin Dönhoff und von Weizsäcker gehabt haben will, irgendwo überliefert sind (außer von ihm). Weiß da jemand etwas?

kikl

15. Februar 2022 20:41

Solange er nicht lügt, dann "Laß den Fürsprecher der Deutschen uns doch Mut machen!"

Ich habe jetzt noch keine eindeutigen Lügen erkannt. Insofern bin ich offen Herrn Toel gegenüber. Wenn er absichtlich oder unabsichtlich die Unwahrheit sagt, dann möge man ihn korrigieren.

Wahrheitssucher

15. Februar 2022 21:22

Welches Interesse und welchen Nutzen könnte eine Gegenseite haben, so viel Wahres verlauten zu lassen?

 

Sandstein

15. Februar 2022 21:27

 

"Die Lüge ist ein sehr trauriger Ersatz für die Wahrheit, aber sie ist der einzige, den man bis heute entdeckt hat."

Angelsachsen stehen uns Deutschen seit jeher feindselig gegenüber. Abgesehen davon glaube ich nicht, dass wir Fürsprecher brauchen. Und wenn doch, dann sicher nicht solche Typen. Gruselig!

 

zeitschnur

15. Februar 2022 22:25

@ CS

Ich bin dem Link nach Axel Burkhart mit dem Begriff "abgesagt" gefolgt, landete auf dem Blog "Fassadenkratzer", konnte aber den Hinweis auf Toel und Burkhart nicht finden. Können Sie sagen, wann L dazu etwas geschrieben hat, dann schau ich im Archiv nach?

Kommentar Sommerfeld: Jemand mit dem Nickname "Zitrone" schrieb dort in den Kommentaren, im E-Mail-Newsletter hätte Axel Burkhart dies verlautbart. Mir schrieb jemand, der diesen Newsletter bezieht, dasselbe.

Andreas Walter

15. Februar 2022 22:37

LN(F)G?

Liquefied Natural (F) Gas. Das F in Klammern steht alternativ für fracking oder eben für fu... Gas. Vielleicht so klarer: L"N"FG, weil Fracking echt doppelplusungut ist. Wow, wie schnell sich die Dinge doch ändern können. Der Artikel (auch dieser) ist von 2021:

https://www.heise.de/hintergrund/Billiges-Erdgas-Was-vom-klimaschaedlichen-US-Fracking-Boom-uebrig-blieb-6134181.html

Nur wenige Monate später, aber auch jetzt, boomt das große Geschäft:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/lng-gas-us-gasproduktion-investitionen-klimaschutz-101.html

Es geht eben, wie schon geschrieben, auch dabei um zig Milliarden und auch sehr viel Geld, das bereits investiert war, in Anlagen, Verladeterminals und Spezialschiffe, durch Kredite von Banken und Investoren, die es vorgeschossen haben. Die Amis sitzen ja relativ sicher, auf ihrer nordamerikanischen "Insel", wenn da nicht ihre Wirtschaftskrise wäre und die enormen Schulden aufgrund der hoffnungslos überblähten Staatsausgaben:

https://de.statista.com/infografik/21459/staatsverschuldung-ausgewaehlter-laender-durch-die-corona-krise/

Noch eine kleine Korrektur:

Der alte Artikel, der Jahre lang unverändert so auch bei Wikipedia stand, hiess Deutsches synthetisches Benzin, bevor jetzt wer auch immer massiv daran gearbeitet (und zum Teil auch gelöscht) hat. Hier darum das Original:

https://dewiki.de/Lexikon/Deutsches_synthetisches_Benzin

Mauerbluemchen

15. Februar 2022 22:54

@Wahrheitssucher

Vielleicht um besser und umfassender betrügen und manipulieren zu können. Denn die zu wahrheitswidrigen Zielen eingesetzte Wahrheit kommt an Effektivität und Wucht keiner Lüge gleich.

Man ist gut beraten, sich stets die Vita eines bejubelten Wohltäters der Menschheit, in diesem Falle des Deutschtums, genauer anzuschauen, dann das Auftreten des Nämlichen und wie diese Auftritte inszeniert sind.

Es läßt sich ohne Übertreibung sagen, daß W. Toel ein erfolgsgewohnter Geschäftsmann ist, der jetzt im Alter mit nichtmateriellen Dingen Handel treibt. Ob aus eigenem Antrieb (was ich bezweifle), oder in, sagen wir, Absprache mit anderen Philanthropen aus der Wirtschafts- und Finanzwelt ist gleichgültig. In jedem Fall hat man es mit prinzipieller Unaufrichtigkeit zu tun, wenn nicht gar mit erklärter Bosheit, denn das "Bespielen" deutscher Traumata zu manipulativen Zwecken ist niederträchtig.

zeitschnur

15. Februar 2022 22:58

@ CS

Danke! Also da steht:

Weil hier einige Kommentatoren Hoffnungen auf William Toel setzten, möchte ich einen Auszug aus dem neuesten Newsletter von Axel Burkart zitieren:
“…Ich hatte ein Interview mit ihm gemacht in München, mit dem Ziel, die Dreigliederung, Anthroposophie und Rudolf Steiner in Bezug zu Deutschland einzubeziehen. Dies ist nicht gelungen. William konnte nicht darauf eingehen und hat letztlich das alles wiederholt, was bereits aus all seinen Interviews bekannt war. Daher ist es für die Akademie nicht sinnvoll, dieses Interview zu veröffentlichen, weil kein Bezug zur Geisteswissenschaft hergestellt wird…”

Ohne den Bezug zur Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, wird aber die Wirtschaft und der Staat, durch ihre unsägliche Macht- und Gewinnorientierung, weiterhin auf ungute Weise in das Geistesleben hineinwirken. Jemand der ernsthaft vorgibt, den Deutschen mit Wohlwollen zu begegnen, müsste doch für gesamtgesellschaftliche Prozesse eintreten, die am Gemeinwohl und nicht in erster Linie am Wohl von Politik und Wirtschaft orientiert sind.

Das Burkhart-Zitat finde ich auch eigenartig. Was meint er damit, dass Toel in erster Linie Politik und Wirtschaft im Blick habe?

Mich verwirrt das alles immer mehr, denn ich nehme gar nicht wahr, dass T keine gesamtgesellschaftlichen Prozesse im Blick hätte. Burkhart klingt hier eher apodiktisch und selbst sektiererisch. Wenn einer nicht Steiner einbezieht, ist es alles nix?

Kommentar Sommerfeld: Ich bin kein Fan von Burkhart, u.a. aus diesem Grunde, "ohne Steiner ist alles doof". Aber hier meint er m.E. etwas Richtiges: Toel redet ausschließlich vom kulturellen Bewußtsein der Deutschen, das erwachen muß. Daß dieser Prozeß nun wahrlich kein reines "Überbauphänomen", wie Marxisten es ausdrücken würden, ist, sondern politische und ökonomische Krankheiten ebenfalls in den Blick gehören, hebt AB hervor: Toel stößt sich nicht grundsätzlich am ökonomischen und politischen System.

Gotlandfahrer

16. Februar 2022 00:49

@Adler und Drache:

Einige von diesen ethnischen Deutschen klinkten Bomben über unseren Städten aus. Manch einer vielleicht sogar über seiner Geburtsstadt. Natürlich feiern viele dort gern Oktoberfest. Find ich gut. Ich mag die. Ich mag auch Afrikaner und Innuit. Aber wir haben nur das Boot, in dem wir sitzen.

RMH

16. Februar 2022 06:58

@A.Walter,

beim Thema LNG darf man Qatar nie vergessen:

Natural gas in Qatar - Wikipedia

Was aber der Herr Toel, außer dem Auslösen ihres sattsam bekannten antiamerikanischen Beißreflexes, damit zu tun hat und warum es jetzt so eminent wichtig sei, ein seit bald 80 Jahren besiegtes und seitdem brav spurendes Land ins Zentrum einer wie auch immer gearteten Agitation - ausgerechnet durch Toel! - zu stellen, bleiben Sie schuldig schlüssig dazulegen. Sie machen aus der kleinen Ameise Toel, die ein paar Blattläuse melken will, einen Scheinelefanten.

Valjean72

16. Februar 2022 09:02

Mir ist das Phänomen Toel ebenfalls schon länger bekannt und auch ich sehe ihn von Anfang an kritisch und auch „geheimdienstnah“.

 

Daneben erkenne ich aber die positiven Seiten seines Auftretens an. Er hat die beiden mE essentiellen Themen „psychologische Kriegsführung gegen das deutsche Volk“, sowie die „Rheinwiesenlager“ einer größeren Öffentlichkeit in Deutschland zugänglich gemacht, ins Bewusstsein gerufen.

 

Und das ist schon mehr als man von der AFD und anderen neurechten Gruppierungen sagen kann.

zeitschnur

16. Februar 2022 09:57

Ich hatte mich bislang mit seherischen Phänomenen wenig befasst. In Bayern, wo ein großer Teil meiner Herkunft liegt, gibt es einige solche Seher. Der bekannteste dürfte Alois Irlmaier sein. Er (und andere) sahen für Europa eine schwere Krise vor nach einer Phase von Wohlstand, Dekadenz und einem kurzen Krieg, danach würde nach einer dreitägigen Finsternis wieder eine Monarchie eingeführt, die - so kommt das bei mir an - dem HRR ähnelt. Es wird dies ein Friedensreich einleiten. Im Zentrum steht Deutschland. Im traditionalistischen katholischen Umfeld wird das sehr ernst genommen. Bei den Konservativen wie zB Felizitas Küble wird dagegen massiv als "Schwarmgeisterei" und Erscheinungsmystizismus geschossen. Das Phänomen der dreitägigen Finsternis dürfte vermutlich in Parallele zur dreitägigen Finsternis in Ägypten kurz vor dem Exodus Israels geschaut sein.

Toel schien mir von Anfang an am ehesten in diese Phänomene hineinzupassen. Er gibt sich wie ein Seher. Und ich halte es durchaus für möglich, dass er einer ist. Er sagt, er habe in einer Vision die Möglichkeit zur Anwesenheit in Blechtley Park erhalten und sei der einzige verbliebene Zeuge der Vorgänge dort. Die, die dort damals 1943 waren, mussten eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen. Gott habe ihm alles gezeigt bis in alle Einzelheiten. Entfernt erinnert mich das auch an eine Inselbegabung oder eine autistische Fähigkeit.

ff

zeitschnur

16. Februar 2022 10:05

ff

Toel passt, soweit ich das sehen kann, in keine der derzeit bekannten politischen Agenden hinein. Dass wir am Ende sind, scheint mir deutlich zu sein. Wer sich diese Muppetsshow in Berlin ansieht, kann nicht im Ernst glauben, dass sich darauf noch etwas Vernünftiges aufbauen lässt. Genauso verkommen sind fast alle westlichen Regierungen und alle ihre Derivate in der Welt. Wir sind in einer sensiblen Phase: Der innere Zerfall der Deutschen ist so schlimm, dass der äußere Zerfall zum totalen Chaos führen kann.

Toel meint nun, er sei eine Art Integrationsfigur für verschiedene, zerfallene deutsche Gruppierungen, ganz einfach, weil er bis jetzt von innen keine gibt. Er würde wieder verschwinden, sobald wir uns geeinigt haben. So seine visionäre Diktion.

zeitschnur

16. Februar 2022 10:19

ff

Wie immer man zu dem Phänomen Toel stehen will: Er hat damit recht, dass wir auf keinen Fall im totalen Zerfall enden sollen. Wir befinden uns mitten drin, und dies seit Jahren. Die herablassenden und teilweise überheblichen Reaktionen hier im Kommentariat zeigen das Phänomen sehr gut auf: Es lohnt sich erst gar nicht, mit dem reden wir nicht, an jenem brauchen wir uns erst gar nicht abzuarbeiten etc.. Das ist das derzeitige jämmerlich-aggressive Reaktionsmuster vieler Deutscher in alle Richtungen. Im Grunde jeder gegen jeden. So kann das nicht weitergehen!

Ich denke, die Tatsache, dass viele C-Kritiker tief enttäuscht sind und sagen, sie werden es den Mitläufern so einfach nicht verzeihen und den Tätern insofern nicht, als die gerichtet und bestraft werden müssen, ist kein Zeichen von Unversöhnlichkeit, sondern ein Ausdruck des Interesses und des Wunsches nach Wiederherstellung des Rechtes. Was sehr gefährlich ist, ist diese Idee der "Schwarmintelligenz" (https://odysee.com/@zeitschnur:8/naturrechtschwarm:9), denn das wird ins Chaos führen oder eine technokratische NWO. Was bleibt also?

Eine Rückbesinnung aufs Menschsein, das kein Tiersein ist. Unbedingt eine Anknüpfung an die Herkunft, aber worin die besteht, muss geklärt werden, denn das hat man uns seit mindestens 150 Jahren systematisch vernebelt. Solange Toel und andere Seher nicht lügen, sehe ich kein Problem mit ihnen.

Adler und Drache

16. Februar 2022 11:03

@ Gotlandfahrer

"Wir haben nur das Boot, in dem wir sitzen."

Freilich. Und unseren Weg müssen wir selbst gehen. Ich stimme Ihnen zu. 

Der_Juergen

16. Februar 2022 11:04

@Zeitschnur

Sie erwähnen Irlmaier, der sehr ernst zu nehmen sind, da er mit erstaunlicher Präzision Dinge schilderte, die tatsächlich eingetroffen sind. 

Da ich mich früher stark für Prophezeiungen interessierte (ich schrieb das Manuskript eines Textes zu Nostradamus, der aber nach meinem eigenen Urteil zu unreif war, um veröffentlicht zu werden), hat mich Irlmaier damals stark in seinen Bann gezogen. Und nun etwas Rätselhaftes. Weder bei ihm noch bei Nostradamus noch bei anderen Sehern findet man greifbare Hinweise auf den unbeschreiblichen Covid-Schwindel. Die angeblichen Corona-Prophezeiungen, die man im Netz findet, sind so vage, dass man sie nicht ernsthaft auf die beiden vergangenen Jahre beziehen kann.

Mein Interesse an Nostradamus liess im August 1999 schlagartig nach, weil das von ihm für diesen Monat prophezeite ungeheuerliche Ereignis, die Ankunft des "grossen Schreckenskönigs", nicht erfolgte. (Dugin und andere versuchen diesen Vers so zu erklären, dass im August 99 Putin zum Premierminister ernannt wurde; der "König", der "vor und nach einem Krieg erfolgreich regieren wird", sei somit er...)

Der_Juergen

16. Februar 2022 11:13

Wie schon gesagt, bin ich kein Toel-Fan, und ich habe auch nur zwei oder drei seiner Videos gesehen, aber den Hass, der ihm seitens einiger Foristen entgegenschlägt, vermag ich nicht zu begreifen. Mit @Wahrheitssucher verstehe ich nicht, warum die Feinde Deutschlands ein Interesse daran haben könnten, ihn zu fördern. Die Wahrheiten, die er ausspricht, sind zwar nichts Welterschütterndes, aber doch Wahrheiten.

Gracchus

16. Februar 2022 11:32

@zeitschnur

Pardon, wenn ich's ablehne, mich näher mit Toel zu beschäftigen, dann ist das nicht aggressiv und rührt auch m. E. nicht aus einem psychologischen Abwehrmechanismus. Ich habe auch deutlich gesagt, dass ich ihm nichts, auch keine Geheimdienstaktivitäten, unterstelle. Es ist eine Frage der Zeitökonomie. Dann: ich glaube an keinen geschichtlichen Determinismus, und Prophezeiungen verführen dazu, zu glauben, es komme all das von allein, weil es vorherbestimmt sei.

((Kommentar Sommerfeld: Schauen Sie sich mit diesem Gedanken im Hinterkopf mal Kubitscheks Editorial des neuen Sezession-Heftes an. Eine schöne Nuß zum Knabbern, jedenfalls für mich.))

Ich denke aber, man muss was tun, damit meine ich nicht zuvörderst Politaktivismus, es kann auch zunächst geistige Arbeit sein, die eben darin liegen kann, sich auf seine Herkunft und sein Menschsein zu besinnen, wie Sie im letzten Abschnitt sagen, dem ich zustimmen würde.

Dem Corona-Ausschuss, auf den Sie sich in ihrem Video beziehen (ich habe es noch nicht ganz gesehen) habe ich ebenfalls schon länger Adieu gesagt, weil ich zweifelte, ob das so fruchtbringend ist. Das neuerliche "grand Jury proceeding" kommt mir etwas bizarr vor. Ich weiss nicht, was das soll. Auch der Rückgriff auf das Naturrecht leuchtet mir nicht ein. 

 

 

Niekisch

16. Februar 2022 11:55

"Eine Rückbesinnung aufs Menschsein, das kein Tiersein ist. Unbedingt eine Anknüpfung an die Herkunft, aber worin die besteht, muss geklärt werden, denn das hat man uns seit mindestens 150 Jahren systematisch vernebelt"

@ zeitschnur 10:19: Gibt es denn ein Menschsein völlig ohne Tiersein? Kann ein Anknüpfen an die Herkunft bei diesem engen Blickwinkel möglich sein? Sind nicht gerade wir Deutschen ein Volk des Waldes und damit eines lange Zeit Gesicherten in der Natur, aber auch des schwachen Bewußtseins für Territorialgefährdetheit bei fehlendem Gemeinschaftsbewußtsein?

Und wenn nun in höchster Bedrängnis unsere Kräfte bis zur Übersteigerung gebündelt wurden bis in eine apokalyptische Niederlage, was hindert uns, über mutige Wahrheitssuche als Voraussetzung für Freiheit und Gerechtigkeit unsere vergifteten Brunnen wieder freizulegen?

 

 

zeitschnur

16. Februar 2022 12:00

@ Gracchus

Sie hatte ich gar nicht im Blick, weil Sie sich ja moderat geäußert hatten. Ich habe das wohl gesehen, dass Sie sich frei von Unterstellungen halten wollen.

Was den Determinismus betrifft: Das ist ein falsches Verständnis von Prophetie. Prophetie ist doch ein Hilfsmittel, Dinge in die richtige Richtung zu verstehen und dann aktiv zu gestalten, aber natürlich nicht zu erzwingen.

Ich sage es mal andersherum: Ohne eine Vision kann niemand glücklich leben, weder der Einzelmensch noch ein Volk. Und das meine ich wiederum sehr konkret. Wenn wir jung sind, wissen wir in uns, wie unsere Zukunft ungefähr aussehen soll. Ich wusste immer, dass aus mir das werden würde, was ich tatsächlich wurde, wenn auch auf eine unabsehbare konkrete Weise. Und natürlich saß ich nicht da und wartete, dass sich das von alleine ergibt. Ich war immer tätig, habe gekämpft und kämpfe, und ich weiß, dass mein Ziel "das Vollalter Christi" ist und ich nur so das sein kann, wozu ich gerufen bin. Das gilt aus mS für jeden Menschen in einer je eigenen Weise.

Dass es Menschen gibt, die durch "Sehhindernisse", etwa räumliche oder zeitliche oder geistige Barrieren, hindurchsehen können, ist doch ein gut belegtes und altes Phänomen. Warum sollte es heute keine Seher mehr geben, keine Propheten mehr? Auch im NT ist die Weissagung die wichtigste Gnadengabe, schreibt Paulus. Für mich erscheint es nur relevant, ob es sich um wahre Weissagung handelt oder einen falschen Propheten.

zeitschnur

16. Februar 2022 12:10

@ Jürgen

Der unfassbare C-Schwindel ... ist Teil des Krieges. Es wird nicht mit Pistolen gearbeitet und Bomben, sondern mit Spritzen, Masken und Tests, auch letztere nach einigen Studien versetzt mit Toxinen. Wir rechnen nur nicht damit, dass der Krieg mit diesen Waffen geführt wird. Ich dachte, dass Apk9 visionär vorhersah, was geschah:

 2 Und er öffnete den Schlund des Abgrundes; und ein Rauch stieg auf aus dem Schlund wie der Rauch eines großen Ofens, und die Sonne und die Luft wurden von dem Rauch des Schlundes verfinstert. 3 Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor auf die Erde, und es wurde ihnen Macht gegeben, wie die Skorpione der Erde Macht haben. 4 Und es wurde ihnen gesagt, dass sie nicht dem Gras der Erde, auch nicht irgendetwas Grünem, auch nicht irgendeinem Baum Schaden zufügen sollten, sondern den Menschen, die nicht das Siegel Gottes an den Stirnen haben.

ff

zeitschnur

16. Februar 2022 12:17

ff @ Jürgen

In den ersten Worten schimmert die Finsternis-Vorhersage mit. In dem, was folgt (lesen Sie es weiter in der Schrift), wird ein Angriff auf alle Menschen beschrieben mit Ausnahme derer, die "das Siegel Gottes an ihren Stirnen" haben. Der Angriff erfolgt durch Stiche "wie" von Skorpionen, die sehr schwerwiegend, aber noch nicht tödlich sind. Die Krieger werden als "Heuschrecken" geschaut, also eine Invasion, die schwarmartig über die Menschheit herfällt. Dieser Schwarm ist eine einzige Simulation, alles, was diesen Stechern zugeordnet wird, ist nur "wie" das, was beschrieben wird, es bleibt unkonkret, es wirkt königlich, weich, fraulich, scharf etc. Der Angriff erfolgt rücklings mit dem Schwanz, also hinterhältig durch Stiche, die schweren Schaden anrichten.

Nach diesem Angriff, der seltsam "smart" und todesschwanger, aber noch nicht tödlich ist, kommt dann der nächste große Angriff, bei dem ein Drittel der Menschheit getötet wird - entweder durch das, was vorausging oder noch weitere Gründe ("Feuer, Rauch und Schwefel"). Ich denke, das entspricht im Wesentlichen schon der Irlmaier-Schau, auch wenn die Details nicht so stark ausgemalt sind bei ihm. Es war in D im Februar/März 2020 etwas in der Luft, wovon man eine schwere Grippe bekam. Ich habe es erlebt. Es war kein Virus, es war ein Giftstoff.

zeitschnur

16. Februar 2022 12:28

@ Niekiesch

Ich verstehe Ihre Rückfrage nicht. Jedenfalls nicht im Bezug auf das, was Sie von mir zitieren. Können Sie es noch mal anders formulieren?

Laurenz

16. Februar 2022 13:02

@Sandstein

"Angelsachsen stehen uns Deutschen seit jeher feindselig gegenüber."

Das hat einen historischen Hintergrund.

Das Einsickern der Sachsen & Angeln zwischen 350-550 nach 0 im damaligen "England" geschah doch durch diejenigen, die in den hiesigen Siedlungsgebieten nichts mehr zu verlieren & dort mehr zu gewinnen hatten. Dasselbe Phänomen betrifft die neuzeitliche Auswanderung aus Europa in die USA. Da will man denen, die man verlassen hat, doch mal zeigen, was eine Harke ist.

Gracchus

16. Februar 2022 13:46

@CS

Um das Editorial zu lesen, muss ich erst die Sezession bestellen. Vielleicht könnten Sie vorher die Nuss, die es zu knacken gilt, beschreiben?

Kommentar Sommerfeld: Schwierig, nein, unmöglich. "Voll Verdienst, doch dichterisch wohnet / Der Mensch auf dieser Erde" ... Es geht um die biblische Kain-Erzählung, Gehorsam, Hybris und Freiheit. Ist Erwachen Hybris?

Mir kam gerade noch folgender Gedanke: Die Technokratie kann man auch als Versuch sehen, den Menschen und sein Verhalten in ein deterministisches System zu zwängen. Das wäre auch ein Ende der Geschichte. Die Angst, die die Technokraten verbreiten, ist ihre ureigenste Angst vor der Freiheit. Stattdessen wäre mit Hölderlin zu sagen: "Komm ins Offene, Freund". In gewisser Weise würde ich 

@zeitschnur,

Hölderlin aufgrund kürzlicher Lektüre auch als Propheten sehen. Meine Vision: "Dichterisch wohnet der Mensch". Insoweit ist interessant, dass auf der Toel-Seite ein Projekt vergessener deutscher Wörter gibt.

Kommentar Sommerfeld: Diese Seite ist schwerst dilettantisch, das kann ich nicht einmal mehr unter "lieb gemeint" verbuchen, ich habe dazu etwas in der nächsten Nummer der Zeitschrift "Der Eckart" geschrieben.

Dem, was Sie zur Prophetie gesagt haben, stimme ich zu. Nur: Richtet sich jede Prophetie an alle? Der heilige Geist - spielt "Fürsprecher", wie sich Toel nennt, nicht auf den Paraklet an? - spricht in vielen Zungen. Also würde ich auf das Resonanzprinzip vertrauen - spricht es mich an oder nicht? Falls es auf Abwehr beruht, kommt es wieder. 

Niekisch

16. Februar 2022 13:50

@ zeitschnur 12:28: Sie schrieben: "Eine Rückbesinnung aufs Menschsein, das kein Tiersein ist. Unbedingt eine Anknüpfung an die Herkunft, aber worin die besteht, muss geklärt werden, denn das hat man uns seit mindestens 150 Jahren systematisch vernebelt"

Offenbar geht es Ihnen doch um die Herkunft unseres Volkes und die Rückbesinnung auf dessen Herkunft. Liegt es da nicht nahe, das Evolutive und Kulturelle mit einzubeziehen? Gerade wo wir doch tatsächlich, aber seit mindestens 2000 Jahren vernebelt werden bis zum Spaltungsirresein?

zeitschnur

16. Februar 2022 14:20

@ Niekisch

Schwierig, wenn nicht alles, was sich entwickelt hat, wirklich "authentisch" zu uns gehört.

Ich glaube jetzt zu verstehen, was Sie meinen. Korrigieren Sie mich, wenn ich immer noch auf der Leitung stehe. Tatsächlich dachte ich daran, dass die Selbstbesinnung ein Prozess der Scheidung der Geister sein würde. Beispiel: Das Nazitum ist für mich ein Zerrbild, eine Verhöhnung alles Deutschen. Genauso wie der sechszackige Stern von Anfang an eine Verhöhnung Israels war und ist. Aber man ist so konditioniert, dass man das, was nicht dazugehört, sondern entgegensteht, als das ansieht, was dazu gehört.

In meinem Leben ist es immer wieder dieses aufrüttelnde: "Es ist alles ganz anders, als ich meinte!" oder dieses "Jetzt rückt es sich zurecht, so stimmt es jetzt eher überein" mit dem Wahrheitsbild, das tief in der Seele schlummert und verschüttet worden ist.

Ich denke, das steht uns in jedem Fall als Volk bevor. Manchmal sehe ich es, wenn ich (geistig und seelisch) einigermaßen gesunde Deutsche jeden Alters beobachte, es steht mir tatsächlich visionär vor Augen, was es ist, und es ist weder das, was man aus uns gemacht hat noch das, was manche "revidieren" wollen. Es ist ein Drittes. Immer wieder ein Drittes, ganz anderes.

Der "Volkstod" Barkhoffs/Sommerfelds ist das Absterben einer riesigen Verkehrtheit, die wir lange nicht erkannt haben.

Gracchus

16. Februar 2022 14:28

@CS

Ok - dann bin ich mal gespannt. Ist es Zufall, dass Sie dasselbe Hölderlin-Zitat bringen, auf das ich mich weiter unten beziehe?

((Kommentar Sommerfeld: Nein, natürlich nicht. Wollt es nur für diesen Zusammenhang hernehmen, weil GK durch Literatur und selbst literarisch schreibend diese schwierige Frage stellt.))

Ob Erwachen Hybris ist? Weiss ich nicht. Ist Hybris immer negativ? Wenn man nicht glaubt, endgültig erwacht zu sein, sondern merkt, nur in eine weitere Schicht des Traums gestoßen zu sein?

Ich habe mir die Seite mit dem Projekt "vergessener Wörter" ehrlich gesagt gar nicht angesehen, so dass ich dazu gar nichts sagen kann, fand es vom Gedanken her gut. 

zeitschnur

16. Februar 2022 14:39

@ Gracchus @ CS

Was hat "dichterisch wohnen" mit den vergessenen deutschen Wörtern zu tun? Ich kann diese Toelseite irgendwie nicht öffnen, habe keine Ahnung, was er da listet.

((Kommentar Sommerfeld: Können Sie diesen Link öffnen? Das Problem ist die miserable Quellenlage, man erfährt nicht, woher die Wörter (nicht: Worte) sammelnden Frauen die lexikalischen Einträge kopieren und ob sie manche selber schreiben (hat den Anschein).))

"Fürsprecher": Das spielt nicht zwingend auf den Paraklet an. Fürsprecher ist einfach ein sehr treffendes deutsches Wort für einen, der für einen anderen eintritt und ihn wohlwollend und ehrfürchtig öffentlich benennt. Es ist kein "Repräsentant" - das ist die problematische kirchliche Fehlllehre, die uns bis dato soviel Ungemach bereitet, sondern ein echter Beistand dem Wortsinn nach.

Biblisch ist es der "eser" (hebr). Erstmals taucht der Begriff bei der Erschaffung der Frau auf in Gen2. Die Frau ist der "eser" des Mannes, sein Fürsprecher und Beistand, am ehesten iS eines Anwaltes. Der Begriff wird sonst nur noch bzgl. Gottes selbst verwendet im AT: Gott ist unser "eser". Dass die Frau dem Mann (und sicher auch vice versa) ein "eser" ist, zeigt uns, dass diese Aufgabe göttlicher Natur ist und - wichtig - den Menschen als Einzelwesen versteht, der niemals in ein Wir oder ein Kollektiv verrechnet werden kann. Alles Glück der Gemeinschaft hängt ab von der Entfaltung der Einzelseele, daher ist einer dem andern Fürsprecher, nicht Repräsentant. Denn jeder ist wirklich da und muss nicht repräsentiert, ja: er darf gar nicht repräsentiert werden, vor allem Gott nicht!

Toel wählt insofern den Begriff ja durchaus weise.

Gracchus

16. Februar 2022 15:56

@zeitschnur

Dichterisch wohnen und vergessene deutsche Wörter - das war nur eine vage Assoziation (Themenfeld: Sprache).

Danke für Ihre Ausführungen. Ich habe irgendwo gelesen, dass man Paraklet mit "Fürsprecher, Anwalt" übersetzen kann. So würde ich natürlich gern den Anwaltsberuf ausgeübt sehen. Was Sie zur Einzelseele sagen: d'accord. Gleichzeitig ist die Einzelseele aber auch auf eine Gemeinschaft angewiesen, um sich zu entfalten, oder? 

Wahrheitssucher

16. Februar 2022 16:54

@ Mauerblümchen  @ Der_Jürgen

Irgendein kluger Kopf bemühte seinerzeit das Bild einer Mauer, die da fest und scheinbar unverrückbar und undurchbrechbar dastand. Er gab die Prognose, dass wenn eines Tages einmal jemand anfangen würde, darin ein Loch zu schlagen und andere ihm damit folgen würden, diese Mauer ihren Halt verlieren und notgedrungen einmal einstürzen müsste…

Welche Rolle spielen da noch im Einzelfall die Motive?

Niekisch

16. Februar 2022 17:42

"man ist so konditioniert, dass man das, was nicht dazugehört, sondern entgegensteht, als das ansieht, was dazu gehört"

@ zeitschnur 14:20: Das kann besonders in totalitären Systemen geschehen. Deswegen mein Hinweis darauf, andererseits Dazugehörendes nicht wegzulassen. Insoweit haben sich Hans-Dietrich Sander, Antonia Grunenberg und Horst Obleser besonders bemüht. 

"Es ist ein Drittes. Immer wieder ein Drittes, ganz anderes". Ja, und es ist wunderbar, dass Sie ein solches Empfinden erleben dürfen. Nicht ein Phönix könnte der Asche entwachsen, sondern ein Diamant aus ihr gepresst werden,  im Neuschliff des Zukünftigen.

"Der "Volkstod" Barkhoffs/Sommerfelds ist das Absterben einer riesigen Verkehrtheit, die wir lange nicht erkannt haben". Helfen Sie mir bitte auf die Sprünge: was genau ist damit gemeint?

Der_Juergen

16. Februar 2022 18:14

@zeitschnur

Vielen Dank für Ihre Interpretation, die natürlich möglich ist.

Lumi

16. Februar 2022 18:19

@CS - Der Blogger von Nomonoma ist eine Frau. Ich hab sie damals angeschrieben.

Ich war im letzten Sommer bei einem Toel Treffen. Keine Spur von Leibwächtern irgendeiner Art. Grambauers Einschätzung ("Geheimdienstodeur") ist unbegründet.

WT kommt live so rüber wie im Video. Anthro Publikum, für mich was neues. Extrem friedfertige Leute, immun gegen Covidismus und Lügensystem da irgendwie religiös.

Ja, viele Frauen werden angesprochen, und das ist auch gut so. Da gibt es nichts zu beanstanden.

Stimme und Ausstrahlung sind Toels Trümpfe. Analytisch ist nicht viel dahinter. Muß aber auch nicht, denn emotional muß man die Leute erreichen. Und das tut er.

Die Leute sind dann offen für jede Art der Diskussion zur Geschichte. Für jede Art - selbst erlebt. Auf der rational-argumentativen Ebene erreicht man das nie. (Außer wo der Groschen schon gefallen ist.)

@Zeitschnur gestern um 15:46

Ja, ist mir auch aufgefallen. Aber siehe vorigen Absatz.

zeitschnur

16. Februar 2022 18:20

@ Gracchus (und auch @ CS)

Der Heiligen Geist ist auch unser Fürsprecher, es spielt hier einfach die alte Formulierung mit, dass Gott unser "eser" sei (wie König David dichtet). Jesus sagt, er würde einen "anderen" (zweiten) Fürsprecher senden, nachdem er gegangen sein wird. In der Verschränkung des Menschensohnes als Fürsprecher bei Gott mit dem Geist Gottes, der in gewisser Weise sogar Gottes Fürsprecher bei uns ist und umgekehrt, wird die dem Menschen einmalige und göttliche Aufgabe des Fürsprechers für den anderen deutlich. Genau dieser Punkt ist leider in der christlichen Tradition völlig vernachlässigt bzw umgedeutet worden und harrt mE auf seine breite Entdeckung. Gespiegelt auch im Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe: Ich trete für den anderen ein, aber ich stehe nicht für ihn iS der repraesentatio.

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass diese Begrifflichkeit nicht verkehrt ist und Toel an dem Punkt nicht unweise handelt.

Natürlich ist die Entfaltung der Individualseele nur durch die Fürsprache des anderen möglich. Wenn kein Mensch für uns eintritt, genügt auch, dass Gott für uns eintritt. Aber es sollte immer auch der Nächste sein, der für mich eintritt und umgekehrt.

zeitschnur

16. Februar 2022 18:24

@ CS und @ Gracchus

Den Wörterlink habe ich öffnen können, danke. Naja ... das sträuben sich schon meine Germanistenhaare, es ist halt sehr dilettantisch, unter dem Grimm geht bei mir von der Qualität her nichts, da gebe ich @ CS recht. Es müssen mindestens die Fundstellen angegeben werden, ebenso die Regionalität, die sehr oft vorliegt. Es gibt solche Listen ja für einzelne Dialekte schon, von daher sehe ich nicht, wenn man diese Dialektlisten und den Grimm zusammennimmt, wieso man das nun extra brauchen sollte. Aber anders als @ CS denke ich, dass das ein Fall von gut gemeint, aber nicht gut gemacht ist. Lassen wir sie doch machen, sie schaden ja niemandem damit. Ich denke, dem einfacherern Deutschen ist der Umgang mit dem Grimm vielleicht zu schwerfällig, außerdem denke ich, die Leute wollen die Wörter vielleicht wiederbeleben und stellen daher Auswahlen von dem her, was sie selbst gerne (wieder) aussprechen würden. Dass da die Fantasie mit manchem durchgehen mag, kann sein.

Aber genau das wirkt derart unprofessionell, dass es wieder echt erscheint.

 

zeitschnur

16. Februar 2022 18:39

@ Gracchus

Wenn einer unter der Glocke dann herabgeht, jene Treppen,

ein stilles Leben ist es, weil,

wenn abgesondert so sehr die Gestalt ist,

die Bildsamkeit herauskommt dann des Menschen.

Sehen Sie - Hölderlin hat das auch gesehen, das mit der Einzelseele und ihrer Bewusstwerdung ...

Voll Verdienst, doch dichterisch,

wohnet der Mensch auf dieser Erde. Doch reiner

ist nicht der Schatten der Nacht mit den Sternen,

wenn ich so sagen könnte,

als der Mensch, der heißet ein Bild der Gottheit.

Muss an Novalis denken ... Der Schatten der Nacht mit den Sternen, dieses Geheimnis Gottes implementiert in die Schöpfung, sichtbar und fühlbar gemacht die Nacht, die von fernen Lichtern erhellt wird, die funkeln und nicht stillstehen wollen ... Der Mensch in der inneren und äußeren Gestalt Gottes ein ebensolches dunkles Gefunkel?

Und wer - außer den alten Israeliten - konnte über all das so dichten ... wie ... wir. Die von uns sind ...

Lumi

16. Februar 2022 18:41

@Niekisch gestern um 11:53

Sie treffen mAn genau den Punkt des Phänomens WT:

Uns wurde die heilende Ansprache nie angeboten. Im Gegenteil, wir wurden und werden systematisch seelisch vergiftet. Siehe etliche @sok & @Rabenfeder Kommentare hier, schon länger her. Herzensansprache, Heilung, Sieg über die Bedrückung. So sieht es doch aus.

Nicht jeder hat den analytisch-intellektuellen Zugang. Die meisten haben ihn ganz klar nicht und werden ihn auch nie haben.

Für mich selber ist WT nicht so interessant, aber ich sehe, daß er viele Menschen anspricht und für wichtige Themen öffnet, und das ist doch großartig. Da gibt es nichts zu bekritteln. Einfach mal freuen.

Ich sehe nicht, wie sich irgendwelche geostrategischen oder sonstigen Absichten mit dieser Massentherapie verbinden ließen. Daher fallen für mich alle konspirationistischen Mutmaßungen auf die Nase.

Ich selber sage mir, du kannst nicht alles wissen - vielleicht ist WT auf einer Mission auch für sein eigenes Seelenheil? Vielleicht gibt es etwas wieder gut zu machen? Könnte doch sein.

Lumi

16. Februar 2022 18:55

@Niekisch gestern um 11:53

Schon in der Diskussion letzten Sommer, die ich damals frecherweise lostrat, erwähnten Sie die Macy-Konferenzen. In letzter Zeit stoße ich immer wieder darauf. Stichwort Kybernetik und Truglehre der Genetik (Grundlüge der virologischen Truglehre).

Es wäre schön, wenn Sie zu den Macy-Konferenzen ein paar Takte schreiben könnten. Inwiefern waren diese späteren Umerziehungsküchen die wichtigeren? Das interessiert mich sehr.

Daß nicht 43-47 schon alles ausbaldowert wurde, ergibt sich klar aus der Tatsache, daß die Umerziehung ein jahrzehntelanger Prozeß ist und man auch damit experimentiert und auch für den besten Kybernetiker nicht alle Entwicklungen vorherzusehen sind.

Whaddon Hall, noch nie gehört. Liegt 6 km W von Bletchley Park. Vielleicht nur eine Zweigstelle?

Heinrich Loewe

16. Februar 2022 19:30

Mit Verlaub, ein off topic; im Nachgang zur umfangreichen Debatte zum Rogan/Malone-Podcast. Wir müssen ein Konzept bzw. Muster diskutieren, ein „post-globalsitisches“, bei dem schon der Name die Schuppen von den Augen fallen läßt: Dezentralisierung. Das Neue an den Corona-Protesten: völlig dezentral. Das Internet, die wirkmächtigste Erfindung des 20. Jahrhunderts - führt zu dezentralen Interaktionen. Krypto-Währungen - dezentral (im Gegensatz zu ZENTRAL-Bank-Geld). In der Software-Branche gibt es das Design der verteilten Ressourcen. Nachbarschaften statt Staat. Ja, möglicherweise Patchwork-Familie statt dauerhafte Ehe. Usf.

Als Gesamtbild ergibt sich hier die Herausbildung eines neuen Paradigmas: Dezentrale, u.U. eher temporäre Netzwerke.

Der Great Reset wird nicht stattfinden, weil die Leute den Great Reject bevorzugen.

Zum Einstieg dazu: Mark Jeftovic (bombthrower.com; weiß nicht was es mit dem Namen auf sich hat). Mark hält zudem viele Vorhersagen der Transhumanisten für bullshit, mit bestechenden Argumenten. Absolute Empfehlung; jeder einzelne Beitrag ein Gewinn!

Lumi

16. Februar 2022 19:47

@Zeitschnur und CS gestern um 22:58

Danke für die Aufklärung zu WT und Axel Burkhart.

WT hat sein eigenes Programm, zieht es stur durch, läßt sich nicht davon ablenken und kommt ins Schlingern, wenn ihn jemand doch davon abbringen will und zum Beispiel in eine Konfrontation oder Analyse geht. WT wirkt emotional und braucht dafür eine bestimmte Atmosphäre. Man will auch keinen Gottesdienst auf dem Rummel oder im Labor abhalten.

AB ist offenbar sehr auf Rudolf Steiner und seine Dreigliederung festgelegt. Er hat also wie WT sein eigenes Programm. Somit sind sie inkompatibel. Ganz einfache Sache.

Ich habe es selber erlebt, daß Anthroposophen immer über RS und seine Dreigliederung reden wollen und auch noch voraussetzen, daß andere diese kennen und damit etwas anfangen oder sich spontan dafür erwärmen können, weil es alles so schön harmonisch klingt.

Sandstein

16. Februar 2022 20:15

@laurenz 

hab mich in meinem Studium mit dem Thema befasst. Jedenfalls die ersten Jahrhunderte gab es ganz gute Kontakte nach Altsachsen. Aber spät. mit der Hinwendung Wessex zum Frankenreich war Feindschaft angesagt. Und die hält sich eben bis heute. Insofern: Zustimmung. 

Lumi

16. Februar 2022 20:15

@Zeitschnur um 10:19

Es lohnt sich erst gar nicht, mit dem reden wir nicht, an jenem brauchen wir uns erst gar nicht abzuarbeiten etc.. Das ist das derzeitige jämmerlich-aggressive Reaktionsmuster vieler Deutscher in alle Richtungen. Im Grunde jeder gegen jeden.

Genau so sieht es aus. Es gibt die Redensart, damit sei kein Staat zu machen. Lustigerweise kann man mit so einer vereinzelten & entwurzelten Menge aber durchaus einen Staat machen. Allerdings kein Volk.

@CS heute um 13:46 zu WTs "verlorenen Wörtern"

Ich habe mir diese WT Seite zu den Wörtern nicht angeschaut, kann aber folgendes berichten:

Beim Vortrag im letzten Sommer fragte jemand aus dem Publikum ganz naiv nach Beispielen für verlorene Wörter. WT geriet erwartungsgemäß ins Schlingern und kam nach einigem Grübeln schließlich auf das Wort "Auftragstaktik", also Militärhistorie.

Naja! Da ist ihm in höchster Not grad noch mal ein deutsches Wort eingefallen. Er hatte gar keinen Plan, was das denn nun für verlorene Wörter sein sollen. Wie auch? Er spricht ja nicht mal deutsch.

Die Leute sollen ihn emotional verstehen. Sich berühren lassen in ihrer Verstocktheit. Ihre Eigenliebe auch im nationalen Sinne reanimieren. Darum geht es ihm. Und das ist doch nur gut, finde ich.

Es ist eine Psychotherapie und keine Fortbildung. Und genau deswegen kommt es auch an. Intellektuelle Grantler & Nörgler sollen halt granteln & nörgeln.

zeitschnur

16. Februar 2022 21:09

@ Niekisch

Zu Ihrer Frage. das, was Sie selbst über den Diamanten sagen. Die Verkehrtheit hinsichtlich des geläuterten Steines ist all das Gestein, die Schlacke, der Dreck, in dem er verborgen war.

Laurenz

16. Februar 2022 22:58

@Sandstein @L.

"Angelsachsen"

Auch mit den Franken Frankreichs legte man sich dann ab 1066 unter den Normannen permanent an und wie Sie wissen, basierte das auf den Ansprüchen dieser in Frankreich. Erst seit Napoleon III & der 2ten Reichsgründung veränderte sich das wieder. Insofern war das Verhältnis Britanniens, bis auf die Gefangennahme von Richard Löwenherz Plantagenet, ab 1066 entspannter, eben bis zu II. Reichsgründung.

Valjean72

17. Februar 2022 10:10

@zeitschnur:

Und wer - außer den alten Israeliten - konnte über all das so dichten ... wie ... wir.

An was für Dichtungen der alten Israeliten denken Sie dabei, die Thora, das Alte Testament?

Mir käme als antiker Bezugspunkt in diesem Zusammenhang eher das klassische (vor-christliche) Griechenland in den Sinn aber so hat halt ein jeder andere, bzw. seine eigenen Referenzgrößen.

 

Valjean72

17. Februar 2022 10:22

@Laurenz:

Bis zur Eroberung durch die Normannen war die Sprache der Angelsachsen fast identisch mit der Sprache der Sachsen auf dem Kontinent: östliche Niederlande, Nordwest- und Norddeutschland.

Die Entfremdung begann erst ab 1066 (mit Wilhelm dem Eroberer und dessen "Gefolge") und dann zunehmend ab dem 16. Jahrhundert ff. als England zur dominierenden Seemacht aufstieg und eine imperiale Politik verfolgte.

Als Folge dieser imperialen Politik wurde seitens der Engländer auch oft gegen das deutsche Herz Europas intrigiert. Man unterstützte bspw. im 7-jährigen Krieg Preußen gegen Frankreich, um in der Neuen Welt auf Kosten Frankreichs Profit zu schlagen etc. pp.

Spätestens ab den 1890er Jahren formulierten Teile der britischen Elite als ausdrückliches Ziel, das Deutsche Reich zu vernichten.

Gotlandfahrer

17. Februar 2022 10:46

@Heinrich Loewe:

1/2

Ihr Dezentralitätsgedanke ist gut, aber m.M.n. noch nicht ausgereift:

Das Internet, die wirkmächtigste Erfindung des 20. Jahrhunderts - führt zu dezentralen Interaktionen.

Das Internet ist erstmal nur da.  Was Ihnen mit „dezentral“ vorschwebt sind direkte n-zu-n-Beziehungen.  Das ist sicherlich technisch theoretisch denkbar, tatsächlich aber durch die Notwendigkeit einer Leitungs- und Knotenstruktur mit einer zentralisierenden Tendenz ausgestattet.  Netzwerkvorteile führen dann schnell, wie heute realisiert, zu natürlichen Plattform-Mono- oder Oligopolen.  Vermutlich denken Sie an die heutige Nutzung von Telegram zu Selbstorganisation zum Beispiel dezentraler Spaziergänge.  Diese Dezentralität ist aber eher Ausdruck unausgeübter Kontrolle, sie kann morgen vorbei sein, weil auch Telegram eine Plattform ist, damit eine Zentrale.

Bitcoin ist in der Tat eine andere Geschichte, wobei dafür Tauschorte benötigt werden, die wiederum Größenvorteile aufweisen und damit wieder eine Zentralisierungs- und Kontrolltendenz aufweisen.

In der Software-Branche gibt es das Design der verteilten Ressourcen.

Ja, aber auch das Prinzip der Thin-Clients, also der Ressourcen, die nur das Nötigste selbst an Bord haben, weil sie alles „intelligente“ aus der „dezentralen“ Cloud (haha, zum Beispiel der Amazon Cloud, also auch nur RechenZENTREN) beziehen. 

Gotlandfahrer

17. Februar 2022 10:47

2/2

Worauf ich hinweisen möchte, ist, dass der Dezentralitätsgedanke sich in erster Linie auf lokale Autonomie beziehen muss, sonst läuft er Gefahr, der eigenen Verdünnung Vorschub zu leisten.  Zum Beispiel wenn Sie sagen:

…möglicherweise Patchwork-Familie statt dauerhafte Ehe.

In unserem Sinne richtig wäre „Sippenverband“ oder „Großfamilie“, aber ganz sicher nicht ein changierender Haufen von Menschen mit zerfaserten Loyalitäten. Ohne den heiligen Treueschwur der Ehe dürfte es schwer sein, eine solche Schicksalsgemeinschaft über Kleinfamiliengrenzen hinweg herzustellen:  Morgen hat mein Bruder ne andere, warum soll ich mich heute für ihren Cousin einsetzen?

u.U. eher temporäre Netzwerke.

Falsche Richtung.  Natürlich muss und soll es immer Temporäres geben.  Aber doch bitte nicht als Kennzeichen der Selbstbestimmung.

PS: Schalten Sie doch gern mal die Kommentarfunktion in Ihrer TG Gruppe frei.

Kommentar Sommerfeld:
Ja bitte, sonst wird's hier zu sehr off topic.

zeitschnur

17. Februar 2022 11:16

@ Valjean72

Ich weiß - Hölderlin hatte seinen speziellen Griechenlandschwarm, das war zeitbedingt und Griechenland eine reine Projektionsfläche. Was immer Griechen in der Antike schrieben, es ist nicht diese tiefe, innerliche Dichtung, es ist eher überbordend, farbig, aber sehr im Außen, nicht so sehr im Innen, das geschäftige Leben bei Hofe gewissermaßen. Dazu der Anschein des Hermetischen, der aber den Anschein braucht, um Innerlichkeit zu simulieren, die nicht erreicht wurde. Die wahre Innerlichkeit bedarf weder der Hermetik noch des Arkanums. Sie spricht offen hinaus in die Welt, es gibt den schweren Vorhang zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen nicht. Denn dieses Innen ist einerseits schutzlos und preisgegeben (wie der Christus), andererseits erhaben und unantastbar. Das trifft bei den Griechen am ehesten noch auf die Vorsokratiker zu, aber jene stammen nach manchen Theorien durchaus wieder aus dem hebräischen Kontext.

Ich meinte: Die Psalmen, das Hohelied, und dann ganz groß: die Propheten.

Niekisch

17. Februar 2022 11:18

@ Lumi 16.2. 18:55: Wegen off-topic-Gefahr zunächst nur kurz: Suchen Sie bitte auf "MetaGer" ( Suchmaschinensuchmaschine ) jeweils zu den Namen Margaret Mead, Talcott Parsons, Erik Erikson, Gregory Bateson, Henry W. Ehrmann, Helen Grevers und besonders Uta Gerbardt jeweils in Verbindung mit den Begriffen "Reeducation" und "Umerziehung" sowie "Konditionierung." Dann sehen Sie. Dem Ort und Begriff "Whaddon Hall" nähern Sie sich am besten über "German foreign office documents." Der Weg der beschlagnahmten Akten ist wenig bekannt, eingeschlossen derjenige des "Wannsee-Protokolls", das ebenfalls dort lange genug lagerte, um seine jetzt bekannt Form anzunehmen. Die Frage der Behandlung  deutscher Akten ist meiner Ansicht nach ein ganz wesentliches Instrument des Umerziehungskonzerts, da Akten als beste Beweismittel zu Schuldnachweisen gelten. 

Das Eigene bewahren wir nur, wenn wir das Eigene, wenn auch vielleicht schlechte Eigene, in seiner wirklichen Wahrheit kennen.

der michel

17. Februar 2022 11:25

Du liebes Gottchen, da haben Sie ja ein Fass aufgemacht mit Ihrem Artikel, liebe

Frau Sommerfeld...

"Seher", wahre und falsche "Propheten, Novalis, Hölderlin: Das volle irrationale

Programm beherrscht die Zuschriften.

Hiermit nehme ich bedauernd zur Kenntnis, dass sich die Sezession" von der

Realpolitik (das, was  i s t ) zunehmend verabschiedet.

Allein die Anzahl und -vor allem- die Tonalität der Zuschriften bezeugen den 

unglaublichen Grad der Irrationalität, der sich hier "Luft macht".

Schade. Der rationale Kern Ihres Artikel ist ja unstreitig: Toel ist ein agent provocateur

(in wessen Auftrag auch immer), der gekonnt auf der Klaviatur der Irrationalität

spielt und das entsprechend vorbelastete Publikum fasziniert.

Das ist's dann auch...

Der Gehenkte

17. Februar 2022 11:40

Habe mir gestern eine Lesung Toels in 1,75facher Geschwindigkeit gegönnt. Erstes Fazit:

Dort, wo der Mann Recht hat, hat er Recht aber ich habe nichts gehört, was nicht längst aus uns selber gekommen wäre - ergo: redundant.

Dort, wo er suspekt ist, sollte man den Kontakt meiden, ganz instinktiv. Es gibt diese Toxizität, die der Empfindsame einfach spürt und ihn sofort auf Distanz gehen läßt.

Daher halte ich Exegese und wildes Spekulieren über woher? warum? wozu? für überflüssig und kontraproduktiv! Lenkt von der Kärrnerarbeit ab und spaltet nur intern.

 

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