Sezession
30. Oktober 2017

Mit Rinken leden – Neues von Debattenfront

Martin Lichtmesz / 19 Kommentare

"Mit Rechten reden" hat sich zum Bestseller entwickelt und wird zur Zeit heiß auf allen Plattformen diskutiert, wo Rechte von der Teilnahme ausgeschlossen sind.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Mit anderen Worten redet mal wieder die Filterblasenbesatzung mit sich selbst, und denkt, sie habe einen Fortschritt gemacht.

Dabei zeichnen sich zwei Lager ab: Da wäre zum einen das linksliberale Feuilleton, das momentan vor allem deswegen Purzelbäume schlägt, weil es in einer literarisch ansprechenden Verpackung ein für sein Selbstbild sehr bequemes Narrativ bestätigt bekommen hat, das linker Herkunft und im Grunde nicht so neu ist, wie es erscheint:

"Rechte" sind nichts weiter als "Provokateure", die sich "zum Opfer stilisieren", sobald sie aufgrund ihres "Arschlochverhaltens" eins auf die Mütze bekommen, haben wahnhafte Identitätsprobleme und diffuse neurotische Ängste, mit denen sie dem Rest der Welt grundlos auf den Zeiger gehen und sind außerdem Säcke voller heißer Luft, die ohne das Feindbild "Linke" nichts wären. Der immergrüne und praktische "Mimikry"-Vorwurf ist im Gegensatz zur üblichen Literatur über oder "gegen Rechts" stark reduziert, aber immer noch in der Behauptung präsent, die Rechten würden sich hinter Rhetorik und "Sprachspielen" verstecken.

Anders hat die dusselige linksradikale Partie reagiert, die den linksliberalen Feuilletonisten und auch Leo & Co bei aller Sympathie und inneren Verbundenheit ziemlich peinlich geworden ist, weil sie die Sache der Linken mit ihren Methoden permanent ins Unrecht setzt, und der Rechten unter manchen Umständen (wie etwa der Frankfurter Buchmesse) Publicity und Sympathie verschafft. Wenn nun am Ende einer Links-Rechts-Konfrontation fast immer herauskommt, daß "sich die Linke genau so verhält, wie es dem Feindbild der Rechten entspricht", dann bestätigt das weniger die "zentrale These von 'Mit Rechten reden'" (Mangold), sondern vielmehr, daß die Rechten mit dem, was sie über die Linken sagen, einfach Recht haben.

Zu diesem Schluß kam auch Alexander Grau im Cicero in einem Artikel über einen Auftritt Marc Jongens im Hannah-Arendt-Center in New York. Auch hier gab es Protest dagegen, daß man einen "Rechten" eingeladen hatte, auf einer Mainstreamplattform zu sprechen; diesmal ging er allerdings nicht von der Antifa, sondern von akademischen Linken aus. Grau schreibt:

Über jeden einzelnen Punkt [der Rede Jongens] kann man nüchtern und sachlich diskutieren. Doch daran sind nicht alle interessiert. Also dauerte es nur ein paar Tage, und es erschien ein offener Brief, gerichtet an Roger Berkowitz, Leiter des Hannah Arendt Centers, und Leon Botstein, Präsident des Bart College.

Tenor des Briefes: Es sei ein Fehler gewesen, Jongen die Chance einzuräumen, Hannah Arendts Namen zu benutzen, um seine Ideologie zu legitimieren. Jongen habe Migrantenguppen verunglimpft, etwa durch die Aussage, es gäbe einen enormen Verlust an innerer Sicherheit in Deutschland und eine neue Form des Terrorismus.

Man braucht kein Fan von Marc Jongen zu sein, um einzusehen, dass die in dem Brief vorgebrachten Vorwürfe an der Sache vorbeigehen. Schlimmer noch. Sie bestätigen seine Analyse unfreiwillig: Als Spalter gelten jene, die auf die Spaltung der Gesellschaft aufmerksam machen, und als Angstmacher diejenigen, die den Ängsten der Menschen Ausdruck verleihen.

Das ist, nebenbei gesagt, eine "zentrale These" von "Mit Linken leben". Wie auch dies hier:

Natürlich wäre es naiv zu glauben, dass es hier wirklich um das bessere Argument geht, um mögliche Deutungsmuster oder alternative Interpretationen. Tatsächlich geht es um Macht und Einfluss. Die akademische Linke wehrt sich gegen den Verlust ihrer Diskurshoheit, die sie de facto zumindest in den Geisteswissenschaften Europas und Nordamerikas hat. Dem drohenden Verfall dieser linken Diskurshegemonie versucht man mit Ächtung und Isolierung zu begegnen.

In dieser Hinsicht sind sich die mediale, die feuilletonistische, die akademische und die antifantische Linke einig: Man will diese Macht und diese Diskurs- und Deutungshoheit behalten. Allerdings haben nicht alle Fraktionen gleichermaßen kapiert, daß "Ächtung und Isolierung" (oder im Fall der Antifa: Gewaltanwendung und -androhung) als Waffen nicht mehr funktionieren, und die es kapiert haben, täuschen sich teils-teils über die Gründe hinweg: daß 1. wie gesagt, die Linke (und nicht nur die Antifa) sich mit ihren Methoden zur Rechtenbekämpfung ins Unrecht setzt, und daß 2. die Rechten unleugbar Recht haben, was bestimmte Prämissen, Folgen und Probleme linker (bzw. links-globalistischer) Politik angeht.

Die Empörung auf linksradikaler Seite über MRR bezieht sich also vor allem auf zwei Dinge: Die Manöverkritik, die die Autoren an der Linken üben, wie auch ihr Plädoyer, die Isolation der Rechten zu beenden und mit ihr echte Debatten zu führen, "eingehegt zu streiten". Hier finden sich die stärksten Überschneidungen zu "Mit Linken leben", bis in die Wortwahl hinein:

Dann könnten wir streiten, indem die einen die Existenz der Ungleichheit gegen die nivellierende Tendenz der Moral verteidigen, und die anderen das Recht auf Gleichheit gegen die Anmaßung der Stärke. Denn Menschen sind einander ja nie nur gleich oder ungleich. Sie sind immer beides. Und dann könnten sich beide auch endlich freimütig zu einem Gefühl bekennen, das sie insgeheim schon immer gehegt haben: der Freude an den besten Vertretern der anderen Seite.

Das Ergebnis ist, wie nicht anders zu erwarten, daß die Autoren von MRR nun selbst unter linken Beschuß geraten sind, unter anderem von deren quintessentiellem, autoparodistischem Trampeltier Jutta Ditfurth, die Leo & Co gar als "Neocons" (har) identifiziert hat (eine kleine Sammlung von Twitter-Fundstücken habe ich hier zusammengestellt; für besondere Heiterkeit empfehle ich diesen besonders engagierten Zwitscherer).

In der antifa-affinen Ditfurth konzentrieren sich auf burleske Weise sämtliche Laster der Linken: die atlantikbunkerfeste, niemals reflektierte und infrage gestellte Überzeugung, zu den absolut Guten zu gehören und gleichsam die ganze Menschheit zu verteidigen, mitsamt der Doppeldenkfähigkeit, Gewalt zu rechfertigen, wenn sie aus humanitären Gründen erfolgt, und dem daraus resultierenden Vernichtungswillen. Wer also verstehen will, wie es der Kommunismus zu einer Quote von über 100 Millionen Opfern gebracht hat, braucht nur Jutta Ditfurths Gehirn zu studieren, auch wenn wir es hier wohl eher mit der marx'schen Farce der wiederkehrenden Geschichte zu tun haben.

An ihr zeigt sich auch beispielhaft die Grundüberzeugung, die die radikale Linke, die nun auch MRR und seine Autoren attackiert, eint: daß sämtliche Rechten (und alle, die von ihr als solche markiert werden) auch weit jenseits des "nationalen Widerstands", seien es nun "Wutbürger", Einwanderungskritiker, Pegida-Spaziergänger, konservative Christen, CSU-, FDP- oder AfD-Politiker und -wähler, Identitäre, "Neue Rechte" etc. "Nazis" seien, und zwar "Nazis", wie sie sie sich ihren eigenen Feindbildbedürfnissen und inneren Horror-Shows gemäß vorstellen (die freilich zuweilen auch in der Wirklichkeit in Restexemplaren oder BRD-Buhmann-Parodien auftauchen). Und wenn diese "Rechten" augenscheinlich weder wie "Nazis" argumentieren, noch wie solche auftreten oder sich wie solche verhalten, dann helfen sie sich kognitiv mit dem "Mimikry"-Dogma aus der Patsche, wonach die Rechten einfach nur "Kreide gefressen" hätten oder sonstwie gut getarnt seien (darauf beruht nebenbei auch ein großer Teil von an Böhmermanns "Witzen"). Damit haben sie ihre Glaubensvorstellungen hermetisch und zirkulär abgesichert.

Deshalb beruft sich die antifantische Linke auch auf das "Paradox der Toleranz" nach Karl Popper: "Keine Toleranz den Intoleranten" - eine Logik, die eine erhebliche Berechtigung hätte, würden "die Rechten" ihrem Zerrbild tatsächlich entsprechen, und die etwa Islamkritiker mit - weitaus größerem Recht!- als Argument gegen muslimische Einwanderung und muslimischen politischen Einfluß ins Feld führen. Und auf dieser Vorstellung basiert auch ihre Furcht, "Nazis" "eine Bühne zu geben", wie auch die fixe Idee, daß "Rechte" in einem moralischen Sinne hors la loi stünden.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Kommentare (19)

Umdenker
30. Oktober 2017 11:26

Früher redete man über Rechte.
Jetzt redet man über das Reden mit Rechten.
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber wir sind einen kleinen Schritt weiter.

RMH
30. Oktober 2017 11:54

Interessant ist auch, was Houellebecq zu dem Thema schwindende linke Hegemonie und deren Rückzugsgefachte ins seinem aktuellen, angeblich "letzten" Interview zu sagen hat:

"Die Linke liegt jedenfalls im Sterben, ihre Ideen sind tot, trotz eines Volkstribuns wie Mélenchon und seiner unbestreitbaren Wortgewalt. Die Wahrheit ist, dass es in Frankreich nur noch die Rechte und die extreme Rechte gibt. Die Linke hat ihre Mobilisierungskraft verloren.

...

Die Wähler sind viel weniger blöd und verantwortungslos, als die Medien sie gern schildern. Sie wissen, dass die Schulden und die Defizite nicht endlos steigen können. Deshalb bezweifle ich, dass hinter dem linken Widerstand noch eine große soziale Kraft steht.

...

Die Linke ist hierzulande wirklich bösartig geworden. Man wird jedes Mal angeklagt, wenn man etwas sagt. Man wird unter Beobachtung gestellt. Die linken Gesinnungswächter sind seit einiger Zeit wahrhaft unausstehlich geworden. Sie verhalten sich wie ein Tier, das in der Falle sitzt und fühlt, dass es bald zu Ende ist."

http://www.spiegel.de/spiegel/michel-houellebecq-tritt-ab-und-zieht-im-spiegel-gespraech-bilanz-a-1174396.html

(Wie alles, was ansatzweise rechts und damit interessant ist, versucht Spon damit Kohle zu machen - linken Mainstream gibt es bei SPON dagegen noch gratis, da es eh keinen mehr groß interessiert, geschweige denn, dass er dafür etwas bezahlen würde ;) - Spiegel lebt also vom rechten Diskurs und beweist damit, dass Houellebecq durchaus recht hat, dass die Zeit der Linken vorbei ist.)

Maiordomus
30. Oktober 2017 12:01

Spannende Analyse von Lichtmesz; es würde sich lohnen, wie immerhin von ihm  angedeutet, die Poppersche These von "Keine Toleranz gegenüber Intoleranten" noch zu vertiefen. Zu bedauern bleibt, dass Popper, mit dem ich einschliesslich seiner Macken noch im Gespräch war, nicht mehr selber zu Rate gezogen werden kann. Vor 30 Jahren war er es nämlich, der die Linken zur Weissglut brachte, sich von ihnen als Faschist beschimpfen lassen musste, ich war mal bei einer solchen Debatte dabei. Da erklärte er: "Wenn Sie meine These, dass Macht der Kontrolle bedürfe und es keine Instanz geben könne, die ein Monopol auf Rechthaberei hat, wenn dieses Postulat der Kontrolle der Macht  für Sie Faschismus ist, dann nennen Sie mich halt meinetwegen einen Faschisten."

 

Natürlich nahm ich auch das absolut tiefe und in keiner Weise korrigierbare Misstrauen des Österreichers Popper gegen Jörg Haider wahr. Hier lag eine Art Feindwitterung vor. Aus der historischen Situation des österreichischen Juden der Generation von Popper war dies erklärbar und insofern verständlich. Ohnehin ergibt es sich, dass Popper zu den bedeutenden Denkern gehört, die unbedingt noch weitergedacht werden müssen. Popper durchschaute durchaus die Ideologie des Parteidenkens und am konkretesten hasste er die Grünen und deren romantisierende irrationalistische Zivilisationskritik, in der er durchaus rechtsextreme Elemente wahrzunehmen glaubte. Die Rechte, zumal die deutsche Rechte, wäre wohl beraten, das kritische Potential der jüdischen Intelligenz tiefer auszuloten. Wenn man nur schon bedenkt, in welchem Ausmass und auf welcher Qualifikation, weit intelligenter als Alice Schwarzer, hochgescheite und im übrigen agnostische Jüdinnen wie Phyllis Schlafly, vor einem Jahr verstorben,  und Esther Vilar das Feminismus- und Genderproblem kritisch angegangen sind. Qualifizierte Kritik am Feminismus gehört meines Erachtens zu den wichtigsten gesellschaftspolitischen Pflichtaufgaben der politischen Rechten, wobei es gerade hier das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten gilt. Wie auch immer: In der Auseinandersetzung mit der zumal nichtlinken jüdischen Intelligenz, im Einzelfall selbst auch in der Auseinandersetzung mit der linken jüdischen Intelligenz, etwa in der Art von Marx bis hin zu Horkheimer, lernt man als "Rechter" argumentieren und vertiefen. Wir brauchen schlicht mehr Hunger nach wahren Sätzen, und was Lichtmesz schreibt über dasjenige, was die Rechten durchaus richtig sehen, ist meines Erachtens ein noch zu erweiternder Ansatzpunkt im Kampf gegen die linke Diskurshoheit im sogenannten geistigen Leben, welche Diskurshoheit zumal  im institutionalisierten und staatlich geschützten geistigen Leben stattfindet, ferner natürlich im deutschen Feuilleton. Der Geist an sich weht bekanntlich, wo er will, und die Dummheit sucht sich noch bekanntlicher ihr Ruhebett im Lager der jeweiligen Diskursmehrheit, wobei jedoch das von Jacques Maritain, franz. Philosoph, formulierte "Erhaltungsgesetz der Dummheit" mitzubedenken bleibt. Wenn die Diskurshoheit wechselt, dann wechselt auch die Dummheit das Lager. Das war schon vor 80 Jahren so und desgleichen vor 200 und vor 250 Jahren. Insofern gilt es im geistigen Leben und Streben einen langen Atem zu behalten.

Gustav Grambauer
30. Oktober 2017 13:43

"... diesmal ging er allerdings nicht von der Antifa, sondern von akademischen Linken aus."

Auch wenn der Topos offenbar von Grau in die Diskussion eingeführt und hier nur aufgegriffen wurde: ich wette, daß der weit, weit größte Teil der Antifas sowohl Kinder von Akademikern als auch selbst Akademiker in spe sind. Sicher bin ich mir, daß deren Gebaren nur ein verkorkstes, feiges, stilloses linkes Pendant zum Waffenstudententum ist, das aber psychohygienisch / psychoenergetisch und karrieretechnisch / filterpersonalpolitisch (so wie wir das beispielhaft an Madeleine Albright und ihrem Ziehsohn Joschka Fischer nachgewiesen sehen) dieselbe Funktion erfüllt. Oft mag noch, anders als auf dem Paukboden, das Moment der Erpreßbarkeit hinzukommen.

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"Wie kommt es, daß beide Lager sich spiegelbildlich dieselben Dinge vorwerfen?" 

Mir fällt noch eine ganz andere Spiegelbildlichkeit auf. Karma is a bitch, jetzt kommt die jahrzehntelange Nazi-Schubldisierung von allem rechts der CSU oder meinetwegen rechts von Heiner Geißler wie ein Bumerang zu den Linken zurück. Dies geschieht nicht nur durch deren Überforderung mit unserer durch diese Schubladisierung unterschätzten Tragweite, sondern je weiter sich diese Tragweite öffentlich sichtbar auffächert desto mehr kommt deren (eben: spiegelbildliche) Selbstzerfleischung über jeden neuen linken Profilierungsversuch am Feindkontakt in Gang, im Vergleich mit der deren bisherige Realo-Fundi-Zwiste, die ja alle innerhalb der Blase stattgefunden haben, für die Wellness-Parties gewesen sein werden.

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"dabei jenes arrogant-selbstsichere Lächeln aufsetzend, das ein untrügliches Anzeichen für das Wirksamwerden des Dunning-Kruger-Effekts ist."

War das womöglich das "Horst-Schulze-Lächeln", wie wir es in der DDR nach der Rolle des Schauspielers als Karl Liebknecht im gleichnamigen DEFA-Film nannten, das wie eingefrorene Augurenlächeln der letztlichen Siegesgewißheit über die dialektisch-historische (gesetzmäßige) Weltmission des Proletariats, dem noch ein kleiner Zug mitleidsimulierender Altväterlichkeit (gegenüber allen, die`s noch nicht so kapiert haben) eingewinkelt war?   

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"... links-globalistischen, 'erlösungsliberalistischen' Projekt" ... "(, )das genau darauf abzielt, eine solche post-politische, pazifizierte Welt zu schaffen - und das jeden als Feind betrachten muß, der negiert, daß sich die Natur des Menschen ändert und das Politische abgeschafft werden kann."

Exkurs: ich gebe mal ein kleines Beispiel, das aufzeigt, wie die Diskurshoheit für dieses "Projekt" aus dem Nichts heraus fingiert wird. Wir hatten Mitte Oktober hier in der Schweiz eine schon als solche völlig aus der Luft gegriffene - aber erfolgreiche - Skandalisierung der Waffenlobby, deren Nachbeben sich am Wochenende in der Aargauer Zeitung so las (man kann die letztlich nichtssagenden Anspielungen, aus der die Schlagzeile vor allem besteht, gar nicht abschließend zählen): 

"Der neue FDP-Bundesrat Ignazio Cassis hat sich von der mächtigen Ärztegesellschaft FMH zum Ehrenmitglied ernennen lassen. Dies, nachdem sein Ein- und Austritt bei der Waffenlobby Pro Tell erst kürzlich Kritik hervorgerufen hatte."

https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/nichts-gelernt-aus-pro-tell-cassis-ist-jetzt-ehrenmitglied-der-aerztelobby-131847516

- G. G.

Der_Jürgen
30. Oktober 2017 13:47

@Maiordomus

Mir scheint, SIe rennen offene Türen ein. Glauben Sie denn ernsthaft, dass es unter den Lesern dieses Blogs sehr viele gibt, die das Werk eines jüdischen Autors nur darum ablehnen werden, weil er Jude ist? Sie bauen da einen Pappkameraden auf.

Haben SIe je jemanden kennengelernt, der beispielsweise Egon Friedells eindrückliche "Kulturgeschichte der Neuzeit" oder die Romane von Stefan Zweig aufgrund der jüdischen Abstammung ihrer Autoren verwirft? Ich kenne keine solchen Menschen.

Dass man eine Theorie oder These völlig unabhängig von der politischen Einstellung, Weltanschauung und Herkunft ihres Urhebers unvoreingenommen zu prüfen hat, ehe man ein Urteil darüber fällt, braucht man intelligenten Rechten - und die dummen Rechten, die es leider auch gibt, interessieren uns nicht - nicht noch eigens zu erklären. Die wissen das auch so. Von unseren linken Widersachern wissen es freilich die wenigsten. 

S. J.
30. Oktober 2017 14:06

Es ist bekannt, dass es eigentlich kaum möglich ist, bei der Gegenseite mit vernünftigen Argumenten etwas auszulösen. Wenn man also trotz Beredsamkeit und Sachkenntnis nicht weiterkommt oder Wiederholungen drohen, empfiehlt sich ein Verfahren, das bei einem sehr bekannten Historiker - der Name tut hier nichts zur Sache - während seiner Glanzzeiten zu beobachten war. Besonders dumme Einwände oder nicht abreißende Selbstdarstellungen von Studenten pflegte er immer mit einem angedeuteten Lächeln sowie den Worten "Ach was" oder "Finden Sie?" bloßzustellen bzw. zu beenden. Funktionierte immer. Manchmal sind solche mit aristokratischer Beherrschung vorgetragenen Bemerkungen (auch nicht übel: "Wenn Sie es sagen, muss es ja stimmen" oder "Was Sie nicht sagen") der beste Weg, die Dinge auslaufen zu lassen, wenn man seine Position dargelegt hat und mit diesen Worten signalisiert, kein Interesse mehr zu haben, sich von seinem missionarischen Gegenüber die Ohren ermüden zu lassen. Es ärgert solche Leute über alle Maßen, besonders wenn Zeugen zugegen sind. 

Corax
30. Oktober 2017 14:15

An Linke, die sagen, die Rechten wollten sich nur als Opfer stilisieren:

Wir sind nicht Opfer auf euren Altären und können es auch gar nicht sein, denn wir sind ja diejenigen, die auf eure Altäre spucken. Ihr opfert euch schon selbst, bringt euren eigenen Intellekt zum Opfer dar, dessen Verbrennung auf dem Altar eurer Götzen erst die Chimären eures Wahns zum Spuk verhilft.

 

Herr K.
30. Oktober 2017 15:48

Ich kann den Toleranzquark echt nicht mehr hören. Gut, dann sollen die Intoleranten eben bekämpft werden, also Jeder gegen Jeden. SPORT FREI! 

Ein feines Beispiel für die Lebensfremdheit verquaster Ideologen.

Einfach weiter rechts leben, handeln, denken. Was die da drüben denken, ist mir schnuppe.

Heinrich Brück
30. Oktober 2017 17:22

Identitätsrelativistische Ideologie (LINKE) gegen identitätsstiftende Weltanschauung (RECHTE). Globalismus funktioniert nur über das Nichtkennen der eigenen Identität, nicht wissen wer man in Wahrheit ist; und in diesem Sinne muß die Erziehung stattfinden. Die identitätsstiftende Weltanschauung der Rechten steht im Weg. Und inzwischen auch Merkels Gäste, die zumindest eine negative Identifikation provozieren. Also sind wir nicht so, im konkreten Umgang erfahrbar, und können (wollen danach) es auch nicht sein! Diesen Konflikt müssen die Linken ideologisch ausbaden, weil er sich frontal gegen das linke Bewußtsein des Multikulturalismus und Globalismus zentral wendet, also müssen die Rechten für die linke Täterbeschreibung herhalten. Die Linke bekommt keinen einzigen Diskurs auf die Reihe, zu sehr hängt ihr geheucheltes Sein, ihre Nichtidentität, an vergangen-verlogen umgeschriebener Historiographie. Ein Philosoph steht nicht über den Dingen, kann somit Rassenunterschiede und aus diesen hervorgegangene Kulturen nicht leugnen, was den Raum der linken Nichtexistenz verkleinert auch argumentativ zukunftslos den Volksaustausch vorantreiben muß. Merkels Gäste bleiben privat Natur-Kultur-National-RECHTE, öffentlich dagegen angewiesen auf die monatlichen Geldüberweisungen, und deshalb wird das Spiel nur in den sich häufenden Einzelfällen gestört. Was können diese Kleingeldempfänger schon? Für die linken Edelviertel keine Konkurrenz. Sie konsumieren den Überschuß, füllen im System den gewünschten Part, und sorgen als Kollateralnutzen für die Aufrechterhaltung der demokratischen Uneinigkeit. Ein Absaugprinzip parasitärer Enteignung ohne deutlich formuliert Schuldtragenden. Na ja, bis auf die Schuld der Störenfriede. Diese soll unverhandelbar, zur Machtkonsolidierung, eingesetzt bleiben. Und wenn diese ganzen Streitereien für eine Sache gut sind, nun sind sie halt da, dann für eine bewußtseinsverändernde Identitätsbildung.

 

Der Gehenkte
30. Oktober 2017 19:00

@Maierdomus

Langer Rede kurzer Sinn:

"Wir brauchen schlicht mehr Hunger nach wahren Sätzen!" Applaus! ... und den Mut, sie auszusprechen und zuzulassen! Betonung auf "Wir"

Urwinkel
30. Oktober 2017 19:15

"Es ist bekannt, dass es eigentlich kaum möglich ist, bei der Gegenseite mit vernünftigen Argumenten etwas auszulösen."

Stimmt soweit. Was angebotene Gesprächsoffenheit auslösen kann, sind feige Rückzugsgefechte bis hin zu suizidalen Sinnkrisen.  - Es ist präventiv davor zu warnen, gerade älternen Semestern eine philosophisch gestimmte Standpauke im neurechten Kontext zu halten. Das geht meist an den Hirnsynapsen vorbei und kann zu Ausrastern führen, die sie sich nachträglich selbst nicht erklären können und wollen. Ein nicht ganz gefahrloses Klientel. Vor allem wenn es mit ihnen um ein Grundmaß an Familienfrieden geht.

Aristoteles
30. Oktober 2017 19:26

Kann man diesen Dunning-Kruger-Effekt nicht einfach auch aggressive Dummheit nennen? Mein Respekt gilt jedenfalls der Bereitschaft zum argumentierenden Dialog.

Die Lüdeckes gab es übrigens schon in der Antike, z.B. in Platons 'Politeia', wo im ersten Buch die Debatte um die Gerechtigkeit geht und 'Sokrates' sagt:
"Als wir nach meiner letzten Frage eine Pause machten, hielt Thrasymachos keine Ruhe mehr, sondern duckte sich und stürzte wie ein Tier auf uns zu, um uns zu zerreißen."

Der Totalitarismus der Linken ist wahrscheinlich der Grund, warum sie gegenüber Gott so intolerant sind, der es am Anfang wagte, Himmel und Erde und Mann und Frau und später verschiedene Völker voneinander zu (unter)scheiden.

Wer die ganze Verlogenheit der jüngst vergangenen Ereignisse zurückverfolgt --- ich wundere mich da schon, warum nicht auch Konservativen hier und da ein Licht aufgeht bei der Frage, wie sehr auch im Krieg und unmittelbar danach gelogen, verbogen und mit False Flag gearbeitet wurde ..., und wer dabei linkischer und trickreicher war, mit Nachwirkungen bis heute.

Einer der größten Extremisten der Opferrolle ist neben Sokrates bekanntlich 'Jesus': Wäre Jesus ein Rechter, so würden die Linken nicht nur nicht zögern, sondern sich geradezu beeilen, ihm die hingehaltene Wange zu zerschmettern. Immerhin ist er ja nicht nur Gottes Sohn, sondern auch Gott.

 

Martin S.
30. Oktober 2017 20:26

Zur Toleranzdebatte kann ich nur noch hinzufügen:

"Tolerant sein kann jeder. Intoleranz muss man sich erarbeiten!"

 

Paracelsus
30. Oktober 2017 21:05

Einer meiner ersten Gedanken beim Versuch, durch die Myriaden der Gedanken von rinken und lechten Zeitgenossen zu steigen war, ob Lichtmesz hier nachträglich eine Rechtfertigung für Klonovskys Klage über das langweilige Thema des Buches "MLL" geben will. Nun, vielleicht macht es Sinn, dass doch jemand kleinteilig den Diskussionsstand verfolgt und kommentiert, und das gelingt dem Autor wie gewohnt sehr gut.

So eröffnen sich weitere Horizonte, für mich beispielsweise die Belltower News und was von da so herübertönt. Nun, diese Geistesgrößen scheinen nun wirklich Vertreter einer Richtung zu sein, wie sie in der Nomenklatura des Ostblock-Kommunismus wirksam war, allerdings argumentierend unter den Bedingungen der bürgerlichen Gesellschaftsordnung. Die offen erklärte Absicht, mit denen von ihnen als Rechts bezeichneten Mitmenschen gar nicht zu diskutieren, sondern sie allenfalls unter Ansprache des Publikums zu entlarven, ist Mielkescher Geist in Reinform.

So wie sich das darstellt, ist Diskussionsversuch in diese Richtung verlorene Liebesmüh und sollte dringend unterlassen werden, man sollte diese Leute nicht auf die Bühne zerren. Ich fürchte andernfalls ein Sich-Festbeißen an diesen Antis, und fehlende Kräfte für die dem Gedankenringen gegenüber offenen Menschen. Sehr aus dem Herzen sprach mir zudem @ Maiordomus mit dem Thema, dass mit dem Wechsel der Diskurshoheit auch die Dummheit die Seite wechselt - eine  Entwicklung, die ich schon lange fürchte. 

Das Stichwort "Dummheit" führt mich wieder zu dem klassischen Text von Dietrich Bonhoeffer, "Von der Dummheit", enthalten in seinen Gedanken "Nach zehn Jahren", z.B. hier: http://www.cleansed.de/dummheit.php. Ist das nicht eine exakte Analyse des Geisteszustandes dieser Diskursverweigerer...?

Coriolan
30. Oktober 2017 23:01

*Sie sind einfach nur lächerlich! Sehen Sie nicht, wie lächerlich Sie sind? Sie sind ja völlig aufgeregt! Sie können keinen klaren Gedanken mehr fassen!*

Auf Arthur Schopenhauer zu verweisen, lohnt sich hier wieder. Speziell für Anfänger in Sachen Dialektik, wie mich.

Nach dem Herr Lichtmesz konkret wurde, wandte sein Gegner im Streitgespräch gleich zwei Kunstgriffe an. Zunächst die an dieser Stelle 'völlig' unangebrachte Beweisrede zum Menschen, und diese gleich mehrfach und in Superlative erweitert angebracht. Drei Totschlagargumente. Und einmal mehr stellt sich bei solchen ad hominem die Frage, ob es sich um Projektion handelt?

Im Recht bleiben kann man damit dennoch, wenn man die Zuhörer davon überzeugt, dass man selbst die objektive Wahrheit spricht.

Anfügen zu MRR und MLL möchte ich noch, dass mich das peinliche Theater zwischen Links und Rechts gewaltig nervt.

Franz Bettinger
31. Oktober 2017 10:41

@ S.J. - Ich gebe Ihnen recht. Das sind gute Methoden, um mit Linken zu reden oder ein hoffnungslos dummes Gespräch pointiert zu beenden. Ich mache es oft so, empathisch auf meinen linken (oder FDP-) Gesprächspartner einzugehen ("Ja, Sie haben recht") und sei es, dass man über das Angeln spricht, um dann irgendwann, nachdem er den Schild gesenkt und sich geöffnet hat, zu saen: "Kommt drauf an, wie Sie rassistisch oder rechts definieren. Wie definieren Sie's denn?" Schon an der Stelle kommen die meisten Linken ins Straucheln und stolpern über ihre Dummheit.

Franz Bettinger
31. Oktober 2017 11:24

@ Maiordomus: "Wenn die Diskurs-Hoheit wechselt, wechselt auch die Dummheit das Lager." Schöner Satz! 

@ Heinrich Brück: "Die Linke bekommt keinen einzigen Diskurs auf die Reihe". Ja. Die sich jetzt Links nennen oder Welcome Refugees rufen, werden sich mal weit mehr schämen (müssen) als die historischen Nazis und später die DDR-Versteher, die Rote-Bibel-Schwenker, Mao-Rufer und Ho-Ho-Chi-Minh-Skandierer. Schlimmer und dümmer war keine Generation als die heutige Linke. Ob ich ihr schmähliches Ende noch erlebe? - Ja! Es ist nicht mehr lang hin.

@ Aristoteles: "Der Totalitarismus der Linken ist der Grund, warum sie gegenüber Gott so intolerant sind,..."'In Deutschland ist die Kritik der Religion im wesentlichen beendigt, und die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik'. So Karl Marx 1844 in der Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechts-Philosophie. Im ersten Satz irrte er, im zweiten nicht. Solange man an Religionen festhält und die eine Heils-Erwartung mit der anderen bekämpft, erreicht man: Nichts. Nur Chaos, Mord und Totschlag und pfäffisches Gezänk. Bezeichnend, dass die Kultur-Marxisten längst von ihrer Forderung nach Beseitigung der Kirche abgekommen sind. Weil sie sich der nützlichsten aller nützlichen Idioten - der Gläubigen - nicht entledigen wollen. Deshalb!  - Unglaublich bleibt, dass die Integration des blutdurstigen, missionarischen, steinzeitlichen Islam in unsere Gesellschaft von den Kirchen im Interesse der Erhaltung ihrer eigenen Privilegien (die enorm sind) betrieben wird. Darin manifestiert sich eine korrupte Niedertracht, welche jene zur Zeit der Reformation weit übertrifft. Gegenüber den Kirchen muss immer wieder einer aufstehen wie Voltaire und sagen: "Ecrasez l'infâme!"

"Einer der größten Extremisten der Opferrolle ist bekanntlich Jesus gewesen: Wäre Jesus ein Rechter, so würden die Linken nicht nur nicht zögern, sondern sich geradezu beeilen, ihm die hingehaltene Wange zu zerschmettern." Danke für diese herrlich formulierte Erkenntnis, Herr "Aristoteles". 

@ Paracelsus:  Das Thema "Mit Linken Leben" mag für viele hier langweilig klingen, das Buch ist es nicht.

ALD
31. Oktober 2017 23:54

Das Dilemma der Deutschen Linken erreicht nun auch sie selbst:

http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama/Krieg-gegen-IS-Der-US-Pakt-mit-Marxiste/Das-Erste/Video?bcastId=310918&documentId=47214508

 

Für die Nationalen, Heimatlichen, Identitären, für die Bewahrer des Gewachsenen und Verwahrer des Übergebenswerten heißt  es nun abwarten und Tee trinken...und ab und zu mal die Schutzhaube rausholen, um sich vor dem umherfliegenden Geröll der auseinandergesprengten linksideologisch verkrusteten ideologischen Formationen zu schützen.

Lotta Vorbeck
1. November 2017 01:17

@Franz Bettinger - 31. Oktober 2017 - 10:24 AM

"... Bezeichnend, dass die Kultur-Marxisten längst von ihrer Forderung nach Beseitigung der Kirche abgekommen sind. Weil sie sich der nützlichsten aller nützlichen Idioten - der Gläubigen - nicht entledigen wollen. Deshalb!  - Unglaublich bleibt, dass die Integration des blutdurstigen, missionarischen, steinzeitlichen Islam in unsere Gesellschaft von den Kirchen im Interesse der Erhaltung ihrer eigenen Privilegien (die enorm sind) betrieben wird. Darin manifestiert sich eine korrupte Niedertracht, welche jene zur Zeit der Reformation weit übertrifft. Gegenüber den Kirchen muss immer wieder einer aufstehen wie Voltaire und sagen: "Ecrasez l'infâme!" ..."

Den beiden BRD-Amtskirchen, nämlich sowohl der Käßmann-Bedford-Strohm-Irmgard-Adam-Schwaetzer-Protestanten, als auch der sich nicht erst unterm Globalistenpabst Bergoglio immer offener an den Islam heranwanzenden, formal noch immer als "römisch-katholisch" deklarierten Kirche, während zur selben Zeit beiden Organisationen das Schicksal der weltweit in zahlreichen, beileibe nicht nur in islamischen Ländern offensiv verfolgten Christen herzlich egal ist, wäre wohl auch leicht zuzutrauen, daß sie, angenommen das gegenwärtige System würde von einem harten, autokratischen, nationalistisch ausgerichteten Regime abgelöst, binnen kürzester Zeit, umstandslos auch mit diesem im Bett lägen.

„Mit keiner Lobby ist die Politik so eng verbandelt wie mit den Wohlfahrtsunternehmen. Rund ein Drittel aller Bundestagsabgeordneten hat zugleich eine Leitungsfunktion bei der Diakonie oder Caritas inne, auf kommunaler Ebene sind die Verbindungen noch frappierender, mancherorts betreiben Staat und Wohlfahrt sogar gemeinsame Tochtergesellschaften.“

schrieb die „Wirtschaftswoche“ am 20. November 2012

Wolfgang Schimank notierte am 30. Oktober 2017 als Gastautor auf dem Blog von Vera Lengsfeld:

"Die Kirchen in Lateinamerika haben sich seit Ende des Zweiten Weltkrieges zuweilen gegen faschistische Diktaturen und Repressionen gegen die indianische Bevölkerung aufgelehnt. Erinnert sei an den ermordeten Erzbischof Óscar Arnulfo Romero y Galdámez von El Salvador. In Deutschland, Österreich und Südtirol halten sich die Kirchen hingegen an die Machthaber. Sie nehmen die ihnen vom Staat zugedachte Rolle wahr und sorgen dafür, dass sich der gläubige Teil der Bevölkerung mit den Zuständen, die von der Staatselite verursacht worden sind, abfindet und im Idealfall diese sogar gut findet. Auffallend ist die gleichlautende Aussage von Politikern und Kirche, dass sich die Ursachen für Armut, Not, Flucht und Vertreibung nicht mit einfachen Worten erklären lassen und dass es keine Islamisierung in Deutschland und in Österreich gebe. Dass das Wort „Islamisierung“ nicht ein Begriff für die Beschreibung eines Zustandes, sondern eines Prozesses steht, sei nur am Rande bemerkt. Damit liegen die Kirchen ganz auf der Linie Martin Luthers, der die vorherrschenden Machtverhältnisse als gottgegeben predigte. Die Mainstream-Medien sind nebenbei gesagt mittlerweile auch dabei, diese Aufgabe zu übernehmen."

Siehe auch: Die Flüchtlingsgewinnler: Caritas und Diakonie - Klick mich!

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