15. September 2020

Notizen zu den Kommunalwahlen in NRW – Nachtrag

Benedikt Kaiser / 113 Kommentare

Die Notizen zu den Kommunalwahlen in NRW sorgten für Diskussionen. Ein Nachtrag wird nötig.

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Das Gros der Meinungsbeiträge in der Kommentarspalte hier bei Sezession im Netz war zustimmender Natur. Es gab aber erwartungsgemäß auch Kritik an der Parteilichkeit meines Beitrages, zum Teil gar schroffe Gegenrede.

Auf einige Punkte möchte ich eingehen, wobei ich mich auf die AfD-internen Dinge beschränke, mithin auf jene Zustände, die man selbst in der Hand hat(te). Selbstverständlich weiß ich um die schwierigen Grundvoraussetzungen in NRW und habe diese an drei Stellen im Ausgangsbeitrag stark gemacht.

Hervorheben möchte ich zuallererst die konstruktive Kritik des Sezession-Autors und Bielefelder AfD-Oberbürgermeisterkandidaten Florian Sander, der wertvolle und (landespolitisch betrachtet) versöhnliche Hinweise gab, die der besseren Einordnung des NRW-Kommunalwahlkampfs dienen mögen:

Nun zu den entscheidenden Einwänden/Kritikpunkten:

1. »CarstenK« schrieb folgende Zeilen:

Da ich, zugegeben, mit den Dortmunder Verhältnissen nur recht oberflächlich vertraut und subjektiv durch einen Freund informiert bin, rief ich dazu auf, diese – forsche – Kritik an der AfD in der Westfalenmetropole zu falsifizieren.

Tatsächlich war das nicht möglich, da alle beanstandeten Punkte der Wahrheit entsprechen.

Matthias Helferich (AfD Dortmund), der mich auf seiner Facebookseite für die Wahlanalyse scharf angreift – teils mit bedenkenswerten, teils mit absurden Argumenten –, entgegnet dem, daß dies bereits aus dem Jahr 2015 stammt.

Mindestens zwei Probleme tauchen hier auf:

Erstens macht es die Sache nicht besser, mitten in dem von der AfD als Sommer der Schande ausgerufenen Merkeljahr 2015 für »mehr Weltoffenheit« und die erhöhte Aufnahme von »Flüchtlingen« und Flüchtlingen aufzurufen (jedenfalls nicht als Rechtspartei).

Zweitens umriß dies lediglich die folgenden Jahre AfD-Tätigkeit der soeben erst beendeten Legislaturperiode in Dortmund, wobei ich lediglich auf das Alleinstellungsmerkmal der AfD – Kritik der Massenmigration – verweise. »Solidarisch-patriotische« Themenbereiche, bei denen ich, zugegeben, stark parteiisch bin, klammere ich aus.

Im Oktober 2015, nach dem Migrationssommer, stimmte die Dortmunder AfD-Fraktion für die Errichtung eines großen Asylzentrums und für den Bau eines zusätzlichen »Asylcontainerdorfes«. Nur einen Monat später stimmte man erneut für den Bau eines weiteren Asylheimes – diesmal verwies man in seinem Redebeitrag auf Umweltstandards, die eingehalten werden sollten.

Wie will man als migrationskritische Heimatpartei wirken, wenn dem Wähler aus der aktuellen Legislatur entsprechende Handlungsmuster bekannt wurden?

Die Anpassung an den Mainstream (mein artikulierter Vorwurf an den überwiegenden Teil des Landesvorstandes der AfD NRW) als Teil einer bürgerlich-liberalen Anschmiegungsstrategie ist mindestens zu vermuten.

Freilich dankte es keine der Altparteien; die Befestigungen des Cordon sanitaire wankten nicht, sondern verfestigten sich planmäßig. Um Sympathien beim Altparteienkartell zu buhlen, ist aussichtslos. Diese werden dann allenfalls von selbst gesprächsbereit, wenn man – etwa durch Durchbrüche im Nichtwählersegment – ein unumstößlicher Faktor der Politik würde.

(Daß es sich beim Dortmunder Migrationslapsus um keinen Einzelfall in Teilen der westdeutschen AfD handeln dürfte, legt derweil das aktuelle Abstimmungsverhalten der Erlanger AfD nahe.)

2. »L C« schrieb:

Die meisten Leute in meinem Alter interessieren sich einfach NULL für Politik und wenn doch, tendieren sie stark nach links. (...) Hier in NRW rechte Politik machen zu wollen ist definitiv lächerlich, das Ding ist gelaufen.

Der Kommentator dürfte einen Punkt treffen. Aber in NRW gibt es weiterhin etwa 50 Prozent Nichtwähler. Unter ihnen wird es viele geben, die keine entsprechende Linksausrichtung mit sich bringen. Selbstverständlich: Ein Bemühen um diese heterogen zusammengesetzte Masse ist mühselig. Doch just dies ist die primäre Aufgabe einer parteipolitischen Alternative.

Wenn eine einzelne Person das politische Wirken um Enttäuschte und potentiell Aufgeschlossene aufgibt und NRW verläßt, um beispielsweise in Ostdeutschland ein neues Leben zu beginnen, ist das ohne Zweifel verständlich.

Wenn eine Partei aber aufrichtig daran glaubt, etwas bewirken zu können – und das muß sie, andernfalls wäre das aufopferungsvolle Wahlkämpfen vieler Tausend AfD-Sympathisanten und -Mitglieder schlicht umsonst –, gelten für sie andere Maßstäbe.

3. »bb« wandte ein:

Wirtschaftliche Themen sind aber gänzlich irrelevant. Wichtig ist jetzt nur, mehr Leute aufzuwecken.

Diesbezüglich vertrete ich die gegenteilige Auffassung:

Nach dem mitunter schmerzhaften ökonomischen Erwachen in der Post-Corona-Zeit werden wirtschaftliche Themen explizit jene Themen seien, mit denen man Leute aufwecken wird können. Dann gilt es bereitzustehen mit entsprechenden Konzepten. Alleine mit situativer Migrationskritik und Merkel-Schelte läuft es offenkundig nicht.

4. »Jan« postulierte:

Das 20. Jahrhundert ist endgültig vorbei. Deutschland hat sich krass verändert und es stehen Probleme an, die mit den herkömmlichen Konzepten nicht mehr gelöst werden können. Es wäre schön, wenn die Schwarz-Gelb-Fraktion innerhalb der AfD das realisieren und die Partei nicht als mögliche Reinkarnation einer untergegangen liberal-konservativen Ära aus der Bonner Republik sehen würde. Das ist vorbei und kommt nicht mehr wieder.

Genau darum geht es. Um die nachhaltige Entchristdemokratisierung der AfD-Köpfe und ihrer Einflüsterer durch gemeinsame Bemühungen der Basis, aufgeschlossener Funktionäre und parteifreier Publizistik. Ob die Zeit ausreicht, dieses Mammutprojekt zu einem Erfolg zu bringen, wage ich allmählich zu bezweifeln, wobei es – man blicke nach Niedersachsen – auch im Westen der Republik Anzeichen für einen Bewußtseinswandel an der Parteibasis zu geben scheint.

5. »RHM« raunte:

Wenn behauptet wird, dass eine Partei mit kons-liberal sich mit der FDP und CDU um ein paar Stimmen balgen wird, dann gilt das selbe für die "Solidarität", denn da gibt es vor allem die Linke, die gerade auch das Potential zu einer Protestpartei hat sowie nach wie vor SPD und auch Grüne.

Das ist der mathematisch-logische Trugschluß vieler Liberalkonservativen, und er verläuft nach dem Motto: Wenn man sich mit CDU/CSU und FDP beharkt, beharkt man sich um 40 % Wähler, mit der Linken um 10 %.

Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache:

a) Die Bindung der CDU/CSU-Wähler an »ihre« Partei ist immens.

b) CDU/CSU-Wähler mögen im persönlichen Gespräch jene Klientel sein, die kurz vor dem Kippen stehen, tatsächlich kippt kaum jemand. Wenn Höcke nicht wäre, dann ... Wenn Kalbitz nicht wäre, dann ... Nun: Höcke ist in Thüringen, Kalbitz ist einstweilen »raus«. Der Kurs der Landespartei in NRW ist überwiegend liberal und (neo)konservativ. Christdemokratische Wähler beeindruckte dies offenbar selten – sie blieben beim Original.

c) Es geht nicht – primär – darum, wieviele Linke- oder CDU-Wähler man gewinnt.

d) Es geht – primär – um das 50prozentige Nichtwählermilieu, das sich offenkundig nicht repräsentiert fühlt. Nicht alle wird man mobilisieren können, dafür ist das Feld zu verschiedenartig. Aber der AfD gelang es immer dort zu Achtungserfolgen oder zu Durchbrüchen zu kommen (wie in Thüringen und Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, aber eben ganz zentral auch zur  Bundestagswahl 2017!), wenn sie in Nichtwählermilieus vorstieß.

e) Es geht – sekundär – gerade in NRW um viele Millionen enttäuschte »Sozis«, die vernünftige Interessen haben, aber die weder bei der SPD noch bei der Linkspartei oder den Grünen vertreten sehen. Hier klafft eine unglaubliche Repräsentationslücke kommunitaristischer, gemeinschaftsbezogener Art.

Gelänge es, kulturelle, soziale und materielle Interessen ehemaliger sozialdemokratisch orientierter Wähler – »Kleinbürger«, »Arbeiter«, untere Mittelschicht usw. – ebenso zu vertreten wie jene Anliegen patriotischer und heimatbewußter Bürger aller Schichten (in Fragen der Migrationskritik, Bewahrung von Volk und Tradition etc.), könnte auch im Westen an die Ostergebnisse angeknüpft werden. Erste Ergebnisse in Gelsenkirchen, Duisburg oder aber, jenseits von NRW, in überwiegend von »Prekären« bewohnten Wahlbezirken in Berlin, Hamburg und Co., unterstreichen die Relevanz besagter These.

Demonstrativ zur Schau getragene Klischee-Bürgerlichkeit zieht nicht. Das alte wie neue Bürgertum wählt schwarz-grün. Wieso also weiter Geld, Energie und persönliche Lebenszeiten in den Ansturm auf – derzeit – nicht zu bewältigende Hürden einsetzen, wenn es Gegenden gibt, in denen man – derzeit – Hürden einreißen kann?

6. Weiter bei »RHM«:

Ich persönlich stelle daher einmal die These auf, dass man Sozialleistungen jeglicher Art soweit wie möglich streichen muss ...

Das ist ein weiterer Trugschluß, der meist im liberalkonservativen Spektrum reüssiert. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache:

Die drei größten Posten des Sozialstaats (2018er Sozialbudget: 996 Milliarden Euro) sind Ausgaben für Krankheit und Invalidität (418 Mrd.), Alter und Hinterbliebene (368 Mrd.) sowie Kinder, Ehegatten und Mutterschaft (111 Mrd.) – sie müßten ebenso wie »kleinere Posten« (z.B. Arbeitslosigkeit: 30 Mrd., davon wohl die Hälfte für Migranten) gestrichen werden, um entsprechender Logik zu folgen.

Damit stößt der Kommentator nicht nur 99 Prozent der Deutschen vor den Kopf, sondern riskiert ein unheilvolles Experiment mit 80 Millionen Menschen, das tragende Säulen einer Gemeinschaft abträgt (Säulen, die seit 1850 von den Deutschen Jahr um Jahr erkämpft wurden) – um damit vermeintlich Migration zu stoppen. Das ist grotesk. Hartz-IV-Leistungen für Ausländer betragen rund 13 Milliarden Euro.

Sollte eine Partei wie die AfD als Vertretung der Enttäuschten, Deklassierten und Unzufriedenen mit den herrschenden Verhältnissen wirklich fordern, den Sozialstaat abzubauen, um diese 13 Milliarden und einige mehr an anderer Stelle einzusparen?

Hinzu kommt: Bei der vielschichtigen heutigen Migration, und das ist in der BRD wie in Frankreich und Großbritannien erwiesen, ist Armutsmigration (die könnte man auf Basis geltender Gesetze und deren rechtlich möglicher Verschärfung ohnehin stoppen) nicht der Hauptposten der Migrationsrechnung:

Millionen Migranten versorgen sich in Deutschland und anderswo selbst (und zahlen in die Sicherungskassen ein). Den Sozialstaat samt Rente, Familienförderung, Krankheitsabsicherung etc. für Deutsche zu canceln, weil man damit 13 Milliarden Hartz IV für Migranten einsparen würde ist, vorsichtig artikuliert, volksgegnerisch.

Es geht um die Frage nach dem »Wir« und »den Anderen«, um die Frage danach, wem wir Solidarität und Hilfestellungen »schulden« – und wem nicht. Die Destruktion sozialer Sicherungssysteme um der Migrationskritik willen würde der AfD hingegen – jenseits wohlstandsliberalkonservativer Cliquen – vollends auf die Füße fallen und ist zudem nachrangig: Massenmigration ist abzulehnen, weil es die Gesellschaft kälter und brutaler, gefährdeter und fragmentierter macht. Ökonomische Faktoren sind hier einmal mehr identitären und sozialen Fragen untergeordnet (sprich: Massenmigration wäre auch falsch, wenn es sich monetär für Deutschland lohnen würde!)

Man erinnere sich überdies an die Feldforschungen zur Wählerzusammensetzung bei der letzten Bundestagswahl: Die Artikulation der Sorge um soziale Gerechtigkeit der AfD-Wähler lag gleichauf mit Sorgen vor den Folgen einer unbeschränkten Zuwanderung.

7. Abschließend wiederum »RHM«, weil er allfällige Kritik aus dem liberalen Flügel vorbildlich verdichtet:

Dieses ewige schielen auf ein vermeintliches "Proletariat" ist nur der Versuch, irgendwie den Murx von Marx auch noch vor die eigene Kutsche zu spannen.

Dies entspricht einem klassischen Argument aus dem Bauch heraus, das durch die Realität keineswegs gedeckt ist. Arbeiter (vom Facharbeiter bis zum Ungelernten in prekärer Anstellung) und Arbeitslose sind, nach allen Daten, die 2015–2020 vorliegen, jene Klientel, die am häufigsten AfD wählen.

Überdies muß konstatiert werden, daß bei jenen Arbeitern und Arbeitslosen, die es noch nicht tun, die höchste potentielle Zustimmung läge, wenn man sich um sie bemühte. Als Lektüreeinstieg mag die Wahlanalyse zur letzten Bundestagswahl (also einer Wahl in Ost und West) hier dienen. Ein kleiner Auszug verschafft einen ersten Eindruck:

Im Jargon der Sinus-Geo-Milieus, die der Bertelsmann-Studie zugrundeliegen, erzielte die AfD insgesamt 28 Prozent im Lager der "Prekären" – also einschließlich der abstiegsbedrohten unteren Mittelschicht, um es umgangssprachlich zu formulieren. Die sogenannte Bürgerliche Mitte (nicht: die Oberschicht), ein weiteres Sinus-Milieu, wählte zu 20 Prozent AfD. Daraus folgt: Prekäre und Bürger der (unteren) Mittelschichten sind das doppelte Standbein der AfD.

Analysten der Bertelsmann-Stiftung schrieben sorgenvoll:

Je mehr Haushalte aus der Unter- und Mittelschicht in einem Stimmbezirk wohnen, umso besser schneidet die AfD ab.

Mehr einführende Texte zu diesem Thema, die verdeutlichen, daß die AfD bereits jetzt eine Partei der Arbeiter, Arbeitslosen und kleinen sowie mittleren Selbständigen (»Kleinbürgern«) ist, während die höheren Parteiebenen speziell in der alten Bundesrepublik wider jede Empirie meinen, beim Rotary-Club landen zu können gibt es hier, hier und hier.

Für Interessierte weiter ginge es dann anhand Philip Manows Populismusbuch, der u. a. anhand von Zahlenauswertungen nachgewiesen hat, daß die kombinierte Sorge um soziale Gerechtigkeit und Migrationsfolgen das Gros der AfD-Sympathisanten in Ost und West bewegt.

8. Im Nachgang an meine Wahlanalyse klickte ich mich durch verschiedene städtische Wahlportale, was enorm aufschlußreich war. Für die Stadt Aachen muß ich eine leichte Ergänzung vornehmen. In den »Notizen« schrieb ich:

Ein Gegenbeispiel für solidarisch-patriotische Kräfte wäre das bürgerliche Aachen, wo trotz aufopferungsvollem Wahlkampf knapp unter 4 Prozent erzielt wurden; das entspricht einem Zuwachs und ist fraglos besser als Münster, Düsseldorf und Co., aber enttäuschend.

An der Feststellung, daß man in Aachen besser abschnitt als in Münster oder Düsseldorf, halte ich freilich fest, an der Einschätzung als »Gegenbeispiel« indes nicht. Denn daß man in Aachen überhaupt auf dieses Ergebnis kam (und somit doppelt so viel Prozentpunkte wie die Parteikollegen im erzliberalen Münster erzielte, das ebenso studentisch-bürgerlich geprägt wie Aachen ist, also ähnliche Startbedingungen hatte), kann man in verschiedenen Umständen begründet sehen.

Da wäre zum einen die starke Präsenz samt entsprechenden Ergebnissen in »Arbeitergegenden« zu nennen, mit Spitzenwerten von bis zu 20 Prozent in dortigen Wahllokalen. AfD-Ratsherr Markus Mohr gelang es zudem – anders als bürgerlich-liberalen Vertretern in NRW – im eigenen Wohnumfeld zu reüssieren: 11 Prozent sind durchaus überdurchschnittlich im Maßstab des Bundeslandes.

Das studentische, rheinländische Aachen mit Arbeiter-Pott-Großstädten wie Duisburg und Co. zu kontrastieren, wie ich es in den »Notizen« anschnitt, wurde der komplizierten Lage vor Ort nicht gerecht. Aachen hat geliefert, und daß es dennoch nicht zur Fraktionsstärke gereichte, liegt an übergeordneten Umständen.

9. Einer dieser markanten und verheerenden Umstände ist die fehlende Einigkeit von Bundesvorstand bis zum Ortsverband. Die Menschen, ohnehin skeptisch gegenüber der AfD, trauen der Partei nichts (mehr) zu; selbst Sympathisanten wenden sich zum Teil angewidert ab (»Die sind wie alle«, »Die bewirken ja doch nichts«, »Die sind nur mit sich selbst beschäftigt« usw.). Das durch Medienberichterstattung verstärkte, aber durch die AfD selbst geschaffene Bild der zerstrittenen Chaospartei trägt Früchte.

Mir berichteten Wahlkämpfer aus verschiedenen Städten an Rhein und Ruhr, daß sie im Vor-Ort-Wahlkampf immer wieder zu hören bekamen, man wolle keinen »Sauhaufen« (u. ä.) unterstützen, der seine eigenen Probleme nicht in den Griff bekomme. Auch, wenn bei Kommunalwahlen immer wieder lokale Themen und verwurzelte Kandidaten eine Rolle spielen – die bundespolitische Zerrissenheit unter Jörg Meuthen schadete in NRW allen Flügeln gleichermaßen. Dies zu leugnen und nur auf regionale Besonderheiten und Probleme zu verweisen, gefährdet die nötige Trendwende.

10. Die Dämonisierung der AfD ist weit fortgeschritten, zumal in NRW. Viele Menschen glauben aufrichtig, bei einer AfD-Mehrheit würden in Deutschland Maßnahmen aus der NS-Zeit oder vergleichbare Entwicklungen über das Land hinweg rollen. Die Menschen haben Angst vor der AfD, und die Massenmedien arbeiten täglich daran, diese Angst zu perpetuieren.

Nur: Man wird diese Angst nicht zerstreuen, indem man einige Argumentationsmuster ebenjener Medien aufgreift und sie gegen parteiinterne Kontrahenten einsetzt (»Wenn Höcke nicht wäre, würde man uns nicht so darstellen« oder »Die Ostverbände sind zu rechts, das fällt uns auf die Füße«).

Entsprechende Übernahmen gegnerischer Deutungen zersetzen die Partei weiter und dienen der Zementierung der Spaltung. Dies muß gestoppt werden. Da aber Teile des Bundesvorstandes diese Deutungsübernahme selbst reproduzieren, muß einmal mehr darauf hingearbeitet werden, diese Mehrheitsverhältnisse zu ändern.

Ein anderes Problem (und dessen mögliche Überwindung) liegt jedoch gegenwärtig nicht in eigener Hand – und dies stellt zugleich die Einladung zur Diskussion unter diesen »Nachtrag« dar:

Wie kann es allen Strömungen der politischen Rechten gelingen, die Angst der Mitmenschen vor rechten Strukturen, Ideen, Parteien und möglichen Folgewirkungen einzuhegen oder gar zu zerstreuen? Zugespitzt: Ist dies überhaupt noch möglich oder ist »der Westen« verloren?


Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.


Kommentare (113)

Gelddrucker

15. September 2020 22:30

Ja, vielleicht muss ein Bundesland, NRW, einfach "fallen" und vielleicht muss erst in Gelsenkirchen jedes zweite Kind ein Moslem sein, bevor der Rest des Landes merkt, wie gruselig es ist, als Deutscher dort zu leben?

Annähernd so schlimm in Sachen Demographie sind die Zustände höchstens noch südlich von Frankfurt am Main. Vielleicht sollte man Kurzausflüge in gewisse Städte anbieten, als Reise in die Zukunft? Als Abschreckung?

 

Den Westen als Ganzes und damit meine ich nicht nur Westdeutschland sondern auch andere Länder Westeuropas halte ich für keinesfalls verloren.

Es leben lediglich ein Drittel der Menschen in Deutschland in Großstädten. Man kann also konstatieren, dass ca. zwei Drittel zumindest vor der Haustür mit Multikulti noch nichts zu tun haben.

Zudem bekommt man in 80-90% der Fälle die gleiche Antwort auf die Frage, ob man in einem muslimischen bzw. hauptsächlich von Nichteuropäern bewohnten Deutschland leben möchte, die gleiche Antwort: Nein. Es gilt also den Menschen die Entwicklungen und Prognosen klarzumachen und welche Zukuft sie und ihre Kinder erwartet, wenn dieser Irrsinn nicht gestoppt wird.

Das wird aber nicht funktionieren, wenn sich Enttäuscht in Ortschaften nach Sachsen verziehen, oder auswandern. Ich bin auch der Meinung, dass rechte Medien die Auswanderung thematisieren und "bekämpfen" sollten, denn Flucht ist keine Lösung, ist feige und ein Aderlass den wir uns nicht leisten können.

 

Gracchus

15. September 2020 22:59

Ich kenne BKs Skript zwar nicht, aber für mich klingt das einleuchtend, und ich glaube, dass man das "dem Wähler" einfach vermitteln kann. Die sogenannte Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander (mein Eindruck). So etwas gefällt "dem Deutschen" nicht, ohne dass man das auf ausgeprägte Neidinstinkte schieben muss. Das Szenario, das @der_juergen entwirft, halte ich zwar für übertrieben, aber ich sehe ähnliche Tendenzen. Die Förderung von Migration dient dazu flexible, global einsetzbare Arbeitsheere zu schaffen. Migration wird dann auch die jetzigen Zielländer erfassen. Ich sehe reiche High-Tech-Oasten in Wüsten von Slums. 

Auf ausländerfeindliche Parolen oder Überfremdungsrethorik würde ich verzichten. Das kommt nicht gut an (auch bei mir nicht). 

Die apokalyptischen Szenarien halte ich auch für falsch. @Laurenz sieht es richtig: Je mehr die Deutschen in die Minderheit geraten, umso wichtiger wird die ethnokulturelle Komponente. Das ist der Schwachpunkt des Globalismus - oder die verborgene Dialektik. 

Der_Juergen

15. September 2020 23:00

Imperator locutus est, taceant adversarii.

ALD

15. September 2020 23:47

Zu den Fragen:

Zunächst mal klären, was denn die konkreten Ängste der Mitmenschen sind.

Zugespitzt kann man sagen, es ist die Angst vor ungerechter oder gar von Hass getriebener brutaler Gewalt gegen Minderheiten.

Wie diese Angst zu beheben ist? Durch eine human-nationale Idee.

In einem von moralischen Parametern bestimmten Umfeld lassen sich Mehrheiten für eine solidarisch-patriotische Wende dann erreichen, wenn man es schafft den Mitmenschen klar zu machen, daß eine Rückbesinnung auf die Wichtigkeit der Volksgemeinschaft und staatsgebiet-sichernde Maßnahmen nicht im Widerspruch zu einer humanen Politik stehen, im Gegenteil diese sogar bestärken könnten, wenn der politische Wille vorhanden ist.

Die Option zumindest partiell bündnisfähig zu sein mit antiglobalistischer Linker - im Sinne der Volksgemeinschaft - und antiglobalistischen Migranten/Ausländern/MiHigru's - im Sinne einer humanen inter-nationalen Kooperation - würde sich bieten.

 

DirkAhlbrecht

15. September 2020 23:50

Ich muss schon sagen: Was für ein tolles Land, wo sich die Leute an Infoständen der AfD mehr über die Zustände innerhalb der AfD echauffieren, als über die Zustände im Lande selbst. Meinen Respekt an alle Wahlkämpfer, die sich ernsthaft mit solchen Leuten auseinandersetzen. Dazu fehlte mir die Geduld und die entsprechende Nachsicht.

Rodericus93

16. September 2020 00:42

Eine Frage bleibt: Wie kann die AfD in einem Raum, in dem die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung längst gekippt ist, überhaupt mit solidarisch-patriotischen Argumenten überzeugen?

Solidarität zwischen wem? Von welcher patria  kann hier noch die Rede sein, wenn bereits 2018 in einer Stadt wie Dortmund bereits 35,6% der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben. Ich versichere, das sind keine Holländer oder Spanier.

Ich empfehle Seite 14:

https://www.dortmund.de/media/p/statistik/pdf_statistik/veroeffentlichungen/jahresberichte/bevoelkerung_1/213_-_Jahresberich_2019_Dortmunder_Bevoelkerung.pdf

Die Altersgruppe 6 bis 18 Jahre: 54,4% - 2018

Ganz zu schweigen von der Kultur der Stadt...

Gestaltungsmöglichkeiten gibt es hier aus patriotischer Perspektive auf lange Sicht nicht.

Marc_Aurel

16. September 2020 01:11

@Benedikt Kaiser
„Wie kann es allen Strömungen der politischen Rechten gelingen...“

Idee 1: Rechts/links Schema verlassen. Das Problem ist im Prinzip banal: die meisten Zeitgenossen verstehen gar nicht, was die Begriffe links oder rechts genau bedeuten. Selbst hier im Osten assoziiert man mit dem Begriff „rechts“ Springerstiefel, Bomberjacke, Hitlergruß, sprich Neonazionalsozialismus. Die selbe Sache unter einem anderen Namen, der klar, selbsterklärend, modern, wohlklingend und unmißverständlich ist – sich also schwer durch die Wahrheitsmedien verbiegen läßt, könnte diese Falle vielleicht umgehen. Außerdem: zu rechts gehört auch immer links, „rechts darf nicht Überhand nehmen, sonst bekommt das Schiff Schlagseite“ – der Begriff selbst, ganz unpolitisch, ist psychologisch ungünstig. Konservativ klingt langweilig und verstaubt. Das Wort „patriotisch“ passt ganz gut, finde ich.

Idee 2: Stärker herausarbeiten, das die Gegenseite antideutsch, linksextrem und transatlantisch ist in ihren Ansichten und keinesfalls die Mitte, wie sie immer behauptet. Dem Wähler muss klar werden, das er selbst ein antideutscher Linksextremist, ein Deutschlandabschaffer ist, wenn er die Altparteien unterstützt. Antifa als staalich subvensionierte Terrororganisation herausarbeiten. Klar die verherrenden Folgen der falschen Politk aufzeigen, nicht über Stöckchen springen, nicht entschuldigen, offensiv nach vorn und schlagfertig konntern. Gelegenheiten nutzen, Präsenz zeigen, bessere Wege anbieten.

GuntherManz

16. September 2020 01:51

1

Man hängt der AfD den Mühlstein NS um den Hals, erklärt sie zu Erben der NSDAP. Eine ebenso nützliche wie abwegige Taktik der Machthaber. Daß die Partei "die Linke" wirklich der Erbe der SED ist, irritiert manchmal, stört aber nicht weiter.

Die Arbeit der Bundes AfD muß sich auf mehr stützen als auf Imigration. Versorgung (Renten,Hartz) werden die Themen der Zukunft sein, wenn ein Arbeitslosenheer neben einem Penions/Rentnerauflauf auf immer weniger Geld trifft, das nichts mehr wert sein wird. Wenn  diese Party zu Ende geht, braucht es Hilfe und echte Konzepte für eine fast-Nachkriegskrise. D a s wird die Bewährungsprobe für die AfD. Die AfD muß sich in Aktionen bewähren - so wie der gute Samariter - dessen Volk auch nicht gut angesehen war. Einige Beispiele und durchdache Aktionen können da schon wirken. Nicht in den Medien, aber im Netz kann man Punkten und sollte es auch.

GuntherManz

16. September 2020 01:51

2.

 

Dr. Paul Schmidt Stadtrat in Karlsruhe informierte vor längerer Zeit in einem Handzettel, daß sich die Kosten des neuen Staatstheaters vor und nach einer Sitzungs-Pause um mehrere Millionen Euro verteuert haben, ohne daß der Stadtrat in seiner Mehrheit das besonders merkwürdig gefunden hätte. So eine Info gehört nicht auf Handzettel, die gehört verteilt von vielen Menschen ins Netz. Und so wie dieser Schmidt (und sein Kollege)gearbeitet hat, sollte jeder kleine AfD Funktionär arbeiten.

Ich habe allerdings den Eindruck, daß es für die AfD das war, da ist keine Luft mehr. Normalerweise wird man durch Druck von außen hart wie eine Diamant, die AfD nicht. Wo ist da noch Leidenschaft, wo ist (etwas) Besessenheit, wo sind ausgeklügelte Aktionen ? Außer bei Höcke, der auch auf Tauchstation gegangen zu sein scheint.

Die AfD unterscheidet sich nicht von rechten Parteien der Vergangenheit. Sie zerbröselt, zumindest im Westen.

quarz

16. September 2020 08:11

"Sollte eine Partei wie die AfD als Vertretung der Enttäuschten, Deklassierten und Unzufriedenen mit den herrschenden Verhältnissen wirklich fordern, den Sozialstaat abzubauen, um diese 13 Milliarden und einige mehr an anderer Stelle einzusparen?"

Der Zweck eines solchen Sozialabbaus wäre ja nicht, Geld einzusparen, sondern die Lockwirkung auf Migranten abzustellen. Die relevante Frage lautet also nicht: "Lohnt sich das finanziell?" sondern einerseits: "Ist uns das Versiegen des Migrationsstroms dieses Opfer wert?" und andererseits: "Können wir mit dieser Idee Wähler gewinnen oder schreckt es eher Wähler ab?".

Millenius

16. September 2020 08:11

@Gelddrucker

Zudem bekommt man in 80-90% der Fälle die gleiche Antwort auf die Frage, ob man in einem muslimischen bzw. hauptsächlich von Nichteuropäern bewohnten Deutschland leben möchte, die gleiche Antwort: Nein. Es gilt also den Menschen die Entwicklungen und Prognosen klarzumachen und welche Zukuft sie und ihre Kinder erwartet, wenn dieser Irrsinn nicht gestoppt wird.

Genau so ist es. Vollkommen richtig. Das kann man nur unterschreiben. 

Nur leider spricht die AfD den Bevölkerungsaustausch gar nicht klar und deutlich aus. 

Meuthen spricht diese Entwicklung überhaupt nicht an. Aber selbst ein Höcke spricht den Umstand, dass die Deutschen zur Minderheit werden, nicht aus - jedenfalls nicht in der gebotenen sprachlichen Klarheit, Er drückt sich nebulös aus, verwendet in seinen Rede gerne die Metapher vom Stück Seife, das im Wasserstrahl aufgelöst wird. 

Der fehlende Klartext betreffend der demografischen Lage wird auch vielen Beobachtern und Anhängern der AfD immer wieder kritisiert - nicht nur hier auf SiN sondern auch auf anderen im weitesten Sinne AfD-nahen Foren und Kommentarbereichen.

Wie ich in meinem Kommentar zum ersten Teil von Kaisers Artikel schrieb, ist sich die Mehrheit der Deutschen dieser demografischen Entwicklung gar nicht bewusst. 

Ich denke auch, wenn sich ein Großteil der Deutschen dieser Entwicklung – und deren Folgen – bewusst wäre, würden viele von ihnen die AfD wählen.

quarz

16. September 2020 09:19

@Millenius

"Wie ich in meinem Kommentar zum ersten Teil von Kaisers Artikel schrieb, ist sich die Mehrheit der Deutschen dieser demografischen Entwicklung gar nicht bewusst"

Wie ich in einer Antwort auf jenen Kommentar schrieb, ist diese Entwicklung einem großen Teil der Leute sehr wohl bewusst, aber größer als die Angst vor ihr ist offenbar Angst, als schlechter Mensch angesehen zu werden, wenn man sie kritisiert.

Allerdings ist das Bewusstsein ein sehr vages und unreflektiertes. Man fühlt sich unwohl angesichts der immer weiter um sich greifenden Überfremdung des Landes und behilft sich mit der Fucht ins private Biedermeier. Und dieses unmittelbare Unwohlsein wird meist als Schicksalsgröße angesehen, die im Dienste einer höheren gesellschaftlichen Humanitätspflicht eben hinzunhemen ist.

Weitgehend fehlt hingegen das Bewusstsein der objektiv nachweisbaren (und vielfach wissenschaftlich belegten, aber freilich nicht kommunizierten) negativen Folgen dieser Entwicklung, die entweder (noch) nicht unmittelbar wahrnehmbar sind oder die vom Mann auf der Straße nicht in kausalen Zusammenhang mit dieser Entwicklung gebracht werden. Diesbezüglich herrscht durchaus großer Aufklärungsbedarf, worauf hinzuweisen ich jede Gelegenheit ergreife.

Monika

16. September 2020 09:21

 

1.Die politischen Parteien in Deutschland und Europa sind in der Mehrzahl Weltanschauungsparteien, d.h. sie begründeten ihre Grundsatzprogramme in Wertüberzeugungen dieser Weltanschauung ( sozial, christlich, liberal). Die AfD ist zunächst aus Protest gegen diese Parteien entstanden und wird nicht durch eine gemeinsame Wertüberzeugung zusammengehalten. Auch die anderen Parteien werden nicht mehr durch ihre ehemaligen Wertüberzeugungen zusammengehalten. Diese sind wohl  auch nicht mehr herstellbar. ( siehe Werteunion). Was wäre die tatsächliche Alternative?

2. Wenn von der Notwendigkeit einer „Entchristdemokratisierung“ der AfD gesprochen wird, müsste logischerweise auch von einer Entsozialdemokratisierung  und Entliberalisierung gesprochen werden. Dann blieben nur linke Ansätze und ökologische. Die letzteren werden in Benedikt Kaisers Buch nicht zum Thema. Bleibt nur links ?

3. Bedeutet „Entchristdemokratisierung“ auch Entchristianisierung ? Wie steht Herr Kaiser zu Christen in der AfD und zu rechten Christen ? 

Monika

16. September 2020 09:43

2

Wenn sich ein solidarisch-patriotisches Programm zuerst an deutsche Arbeiter, Arbeitslose, Mittelständler und Selbständige richten soll und nicht auch an bürgerliche, liberale, marktliberale Kreise, frage ich mich, inwieweit überhaupt von einem solidarischen Patriotismus  gesprochen werden kann? Wird hier nicht schon der Deutschen Entsolidarisierung das Wort geredet ?  Bekanntlicherweise engagieren sich vor allem bürgerlich, liberale Frauen in der Flüchtlingshilfe. https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2020/frauen-fluechtlingshilfe/

Um die eigenen Kinder in prekären Situationen (siehe:  Asternweg in Kaiserslautern) haben sich diese Frauen deutlich weniger gekümmert. Ist wohl nicht so spektakulär. Den letzten solidarischen Patriotismus meiner Landsleute verbinde ich mit dem 17. Juni 1953.

Danach kam nichts mehr!

Benedikt Kaiser

16. September 2020 10:01

Monika:

Wenn von der Notwendigkeit einer „Entchristdemokratisierung“ der AfD gesprochen wird, müsste logischerweise auch von einer Entsozialdemokratisierung und Entliberalisierung gesprochen werden. Dann blieben nur linke Ansätze und ökologische. Die letzteren werden in Benedikt Kaisers Buch nicht zum Thema. Bleibt nur links ?

Nein. Was bliebe, wäre eine genuin rechte Verortung zwischen Identität, Solidarität und Gemeinschaft, eben ohne die liberalen und christdemokratischen Verfälschungen der letzten Jahre und Jahrzehnte. Der sozialdemokratische Anteil in der Rechten ist vernachlässigbar. (Zeigen Sie mir bspw. AfD-Mandatsträger mit SPD-Geschichte und ich präsentiere Ihnen eine Art Best of-FDP-und-CDU-CSU-Vergangenheit.)

Ich halte es mit dem eloquenten niederländischen Politiker und Ares-Autoren Thierry Baudet. Es gehe darum, daß Sprache und Geist »entliberalisiert« werden müßten – zuerst des eigenen Milieus, dann der Gesellschaft. Eine »postliberale Zukunft« der parlamentarischen Rechten kann Erfolge und Verschiebungen mit sich bringen, die in Baudets niederländischem Fallbeispiel (und eben nicht nur in Frankreich beim Rassemblement National) augenscheinlich sind.

Monika

16. September 2020 10:03

3. Thema Sozialstaat, Sozialleistungen etc.

Natürlich soll ein Staat seine Alten, Kranken, Arbeitslosen unterstützen. Das lässt sich durch entsprechende Sozialversicherungen lösen. Arbeitslosigkeit als daueralimentierte Lebensform l ( Hartz 4) sehe ich kritisch. Weniger aus finanziellen Gründen als aus moralischen. Es entwürdigt Menschen, nichts zu tun zu haben ( „Assidasein“, Hartzer)  . Ein Wirtschaftssystem, dass „strukturell überflüssige“ Menschen hervorbringt, ist unmenschlich. Dazu hat Pier Paolo Pasolini einiges gesagt. 

Benedikt Kaiser

16. September 2020 10:05

Monika:

Bedeutet „Entchristdemokratisierung“ auch Entchristianisierung ? Wie steht Herr Kaiser zu Christen in der AfD und zu rechten Christen ?

Wer die CDU/CSU für eine »christliche« Partei im Wortsinne hält, glaubt vermutlich auch dies.

Herr Kaiser weist darauf hin, daß der Kopf der Formation »Christen in der AfD« einer der schlimmsten und destruktivsten Meuthenianer ist. Ansonsten sind mir keine nennenswerten Akteure dieser recht kleinen Gruppe bekannt. »Rechte Christen« jenseits der AfD sind wiederum ein weites Feld. Da gibt es solche und solche, logischerweise. Ihre forsche Nachfrage ist nicht apodiktisch zu beantworten.

Giselher

16. September 2020 10:36

Teil 1

Zu glauben, daß von der AfD oder irgendeiner anderen Partei die Impulse für eine patriotische Erneuerung kommt oder kommen wird, ist einfach naiv.

Letztlich gilt es allen Parteien in diesem Parteienstaat, ein internes feudalistisches System aufrecht zu erhalten, das den Funktions- und Mandatsträgern einen maximalen monetären Vorteil gewährt. 

Gut konnte man das am letzten Wochenende in Braunschweig verfolgen. Als Niedersachse und ehemaliges AfD Mitglied konnte ich das gut verfolgen. Ob Kestner, Guth oder Emden, alle spielen nach den selben Spielregeln: Der Fürst (hier: Kandidat für den Landesvorsitzenden) vergibt Lehen an seine loyalen Mitstreiter (hier: Mitglieder des Landesvorstand), die gar nicht verheimlichen, daß sie ihre Funktion nutzen wollen, um ein Mandat mit optimaler Diäten- und Altersversorgung zu erhalten oder zumindest von einem Mandatsträger angestellt zu werden. Und dazu werden auch Gelder mobilisiert, um Anhänger zu beköstigen und zum Parteitag zu fahren.  

Giselher

16. September 2020 10:36

Teil 2

Wenn man sich z.B. die Kestner-Mannschaft näher ansieht, so findet man zur schon jetzt Politik-abhängige Beschäftigte oder Personen mit prekärer Einkommenssituation, die an die Futtertröge der Macht drängen. Das finden Sie natürlich auch bei den anderen Kandidaten für den Landesvorsitzenden. (Kestner hielt ich im übrigen für den besten der vorhandenen Kandidaten). Glauben Sie wirklich, daß politische Ziele ausschlaggebend sind? Schauen Sie doch einmal, wieviel Zeit auf solchen Landesparteitagen den Wahlen gewidment sind und wie dagegen politische, inhaltsreiche Themen behandelt werden.

Nein, Veränderungen können nur aus zwei Richtungen kommen - der metapolitischen Arbeit, und da ist Kaisers aktuelle Studie beispielgebend, - und vom Druck der Straße. Nur da findet man die AfD eben nicht oder nur in kleinen Grüppchen wie z.B. auf der Querdenker-Demo in Berlin oder dem PEGIDA Spaziergang augenfällig erkennbar.

Erwarten wir also nichts von der AfD. Aber beteiligen wir uns in der metapolitischen Arbeit, konkreten Projekten von z.B. Ein Prozent und gehen wir auf die Straße!

Laurenz

16. September 2020 11:00

@BK

Auch wenn ich Ihnen sonst weitestgehend zustimme, bei Punkt 1. widerspreche ich. Kommunen bekamen 2015 die Goldstücke aufgedrückt. Es gab/gibt in jedem Bundesland, je nach Größe, ein - oder mehrere Aufnahme-Zentren, bei mir ist es Gießen, von wo aus die Masse einzeln in die Kommunen verschoben wird. 

Die mehr Konservativen in den kommunalen Parlamenten stimmten meist für eine Zentralisierung ihrer Kontingente in Containern, aber meist wurden im Wohnungsmarkt die billigen Wohnungen im Markt angemietet oder aufgekauft, was den erhöhten Preisdruck auf dem Wohnungsmarkt auslöste. Es gab zu keiner Zeit für kein kommunales Parlament die Option, die Aufnahme von Importierten zu verweigern.

@limes

Dann muß es am Ländle liegen. In Hessen geht es auf Jahreshauptversammlungen der lokalen CDU-Ortsverbände richtig ab. 2/3, also die internen nicht-Profiteure, fiebern auf die Ablösung Merkels hin. Zweifelhaft, ob die kommen wird.

RMH

16. September 2020 11:08

Teil 1

@B.K.,

danke für die ausführliche Erwiderung auf mein knapp formulierten Einwände im letzten Strang. Auf ein Thema - welches ich für wesentlich beim Konzept des sozialen Patriotismus halte - sind Sie aber nicht eingegangen. Ich schrieb:

"Das wirkt bei vielen auch nicht glaubwürdig, sondern aufgesetzt ... , insbesondere, wenn man dann auch noch das Christentum als nach dem (mittlerweile links dominierten) Humanismus zweite potentielle Quelle einer echten, glaubwürdigen Solidarität eher ablehnt."

In eine ähnliche Richtung gehen - so mein Eindruck - auch Monikas Bedenken. Was ist das moralischer Unterbau? Wie wirkt man glaubwürdig, damit nicht immer der Einwand kommt, dass sei soziales Mimikry, um Wähler zu gewinnen. Die Herz-Jesu-Sozialisten- Fraktion in der katholischen Kirche tut sich hier bedeutend leichter ...

RMH

16. September 2020 11:08

Teil 2:

Zu den Zahlen:

In solidarischen Systemen finanziert der "Stärkere" (eher Deutsche) immer den "Schwächeren" (höherer Ausländeranteil) mit - quer durch alle Bereiche. Die Krankenkassen finanzieren auch die Asyl-Migranten, so lange diese nicht arbeiten etc. Deutsche Familien mit keinen und wenigen Kindern finanzieren Ausländern Kindergeld über alle Landesgrenzen hinweg etc.

Es geht mithin nicht um 13 Mrd. für Hartz IV, sondern darum, ob unser Sozialstaat Pullfaktor für Migration und DABLEIBEN der Migranten ist sowie kein Push-Faktor für ein wieder Verlassen des Staates. Und da sind Zahlen nur 1 Seite der Medaille. Evtl. müssen die durchschnittlich (noch!) besser aufgestellten Deutschen hier per aspera ad astra ... (gut, das ist jetzt amoralisch und eher sozial-darwinistisch in den Raum geplappert).

starhemberg

16. September 2020 11:51

Ich möchte auf einen großen und wohl unbestechlichen Denker hinweisen, auf Alexander Solschenizyn, der wohl mehr Erfahrungen mit dem "realen Sozialismus" machte, als viele, die hier ihre Meinung kundtun.

"Der Patriotismus ist ein organisches, natürliches Gefühl, das keiner Rechtfertigungen, keiner Begründungen bedarf, und alles was man ihm hinzufügt ('Sozialpatriotismus' ist eine linke und Leninsche Injurie; 'Nationalpatriotismus' ist eine heutige Injurie), ist entweder Unverständnis oder eine absichtliche Verhöhnung". 

Zitat Ende. 

Alter Wein in neuen Schläuchen kann jedenfalls nicht die Lösung sein. 

MARCEL

16. September 2020 11:55

Wir sind dort, wo der Gegner uns haben will. Die Einsichtigen wissen das.

Wir kommentieren den Tatsachen, die andere setzen hinterher.

Diese Tatsachen werden nach Antworten verlangen, die keine heutige politische Partei imstande sein wird zu geben. Zudem: Parteien sind zu Vollzugsorganen der NGO's verkommen.

(NRW/Berlin u.a. : In der Counter-insurgency sagt man über Regionen, die von einer Guerilla besetzt sind: "let them rot". Man überlässt sie ihrem Schicksal und vertraut auf verzweifelte Selbstwehr der Opfer, die zur erhofften Instabilität führt, während man selbst Basen in stabileren Regionen aufbaut und absichert)

 

 

Grobschlosser

16. September 2020 12:02

re RMH : und ja : die Landnahme durch sog. "Migranten" finanziert der deutsche Leistungsträger ; Frau Dr. Merkel und ihre Kreaturen verprassen die Kaufkraft um bildungsferne , teilweise unbelehrbare / nicht beschulbare Kostgänger zu finanzieren . 

es gibt kaum Widerstand gegen diese Politik 

CarstenK2

16. September 2020 12:27

Im Oktober 2015, nach dem Migrationssommer, stimmte die Dortmunder AfD-Fraktion für die Errichtung eines großen Asylzentrums und für den Bau eines zusätzlichen »Asylcontainerdorfes«. Nur einen Monat später stimmte man erneut für den Bau eines weiteren Asylheimes – diesmal verwies man in seinem Redebeitrag auf Umweltstandards, die eingehalten werden sollten.

Die Zustimmung zu einem Antrag der Altparteien aus taktischen Gründen ist eine Sache. Eine ganz andere Qualität hat meiner Meinung nach aber die Tatsache, daß die AfD Dortmund die "Ratsresolution für Willkommenkultur" initiiert (!) hat. Man stimmte also nicht etwa einem Antrag der Altparteien zu, sondern hat den Antrag für "Willkommenkultur" selbst eingebracht! Das ist meiner Meinung nach für eine angeblich "migrationskritische" Partei schon bemerkenswert und macht sie für mich persönlich unwählbar (für viele andere NRWler offensichtlich auch).

Millenius

16. September 2020 12:29

@quarz

 

Danke für ihre Ausführungen. Ich habe sie mit Interesse gelesen.

Ich möchte ihren Beobachtungen auch gar nicht wirklich widersprechen. Mag durchaus sein, dass es so ist, wie sie es beschreiben, und sich der Großteil der Deutschen der demografischen Situation durchaus bewusst ist. Ich meine, ich kann nicht in die Köpfe der Menschen hineinsehen.

Aber nur, um noch mal klar zustellen, was ich unter "sich der demografischen Entwicklung bewusst sein" verstehe.  Damit meine ich nicht etwa nur eine bloße Wahrnehmung einer Zunahme der Anzahl bzw. Anteils von Migranten – das traue ich der Mehrheit der Deutschen sehr wohl zu – sondern eine bewusste Erkenntnis über den Endpunkt dieser Entwicklung: die völlige Verdrängung zu einer kleinen Minderheit. Es ist eben doch ein beachtlicher Unterschied, ob der Anteil der Migranten wächst (die Migrantenbevölkerung wächst nun schon seit Mitte der 1950er kontinuierlich), oder ob man zur Minderheit im eigenen Land wird.

Ferner bin ich der Ansicht, dass selbst diese bewusste Erkenntnis keine Verhaltensänderung einschließlich einer Wahl der AfD bewirkt, sofern diese nicht mit einem zumindest ansatzweisen Verständnis über die konkreten Folgen dieser Entwicklung einhergeht.

Millenius

16. September 2020 12:31

@MARCEL

Wir kommentieren den Tatsachen, die andere setzen hinterher.

Was bleibt uns anderes übrig? Wir haben schließlich keine Macht. 

 

Millenius

16. September 2020 13:15

Um noch mal auf die von Benedikt Kaiser gestellte zentrale Frage seines Artikel zurückzukommen:

"Wie kann es allen Strömungen der politischen Rechten gelingen, die Angst der Mitmenschen vor rechten Strukturen, Ideen, Parteien und möglichen Folgewirkungen einzuhegen oder gar zu zerstreuen? 

Die Antwort lautet: gar nicht. Das kann mit allen Strömungen der politischen Rechten niemals gelingen, zumindest wenn man darunter alle in der AfD vorhandenen Strömungen versteht. Schon allein weil eine Strömung überhaupt keine Einheit und gar keine Zusammenarbeit mit anderen Strömungen will. Meuthen und seine engen Unterstützer wollen den ehem. "Flügel" und alle anderen AfD-Mitglieder, die von ihrem Kurs abweichen, aus der Partei drängen. 

Diese Herrschaften wollen häufig selbst keine "Rechten" sein. Deshalb bezeichnen sie sich gerne auch als "bürgerlich".

Und tatsächlich sind diese Leute auch eigentlich keine wirklichen Rechten. Es sind viel mehr gemäßigtere Linke. D. h. Personen, die mit der kulturmarxistischen Ideologie immer noch im Grundsatz übereinstimmen, in linken Kategorien und Wertemaßstäben denken, aber eben eine weniger radikale politische Ausführung dieser  Ideologie befürworten.

Fortsetzung folgt...

CarstenK2

16. September 2020 13:19

Zugespitzt: Ist dies überhaupt noch möglich oder ist »der Westen« verloren?

"Der Westen" wird durch schlechte Arbeit verloren. Zum Beispiel ist die Aussage der AfD Dortmund, man sei der "Stachel im Fleisch der Etablierten", an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Die Redebeiträge der AfD im Rat und in den Bezirksvertretungen kann jedermann auf der Seite der Stadt Dortmund einsehen, dort ist die AfD meist durch Zustimmung der Anträge der Altparteien oder durch eigene Passivität aufgefallen.

Mein (subjektives) Fazit: Die geringfügigen Zugewinne bei der diesjährigen Wahl erkläre ich durch einige neue Protestwähler, welche bei der nächsten Wahl wieder abspringen werden.

Millenius

16. September 2020 13:33

Fortsetzung

Das erklärt auch solch ein Abstimmungsverhalten wie in Dortmund oder in Erlangen-Höchstadt. 

Auch dürfte es erklären, warum sie die Tatsache, dass die Deutschen zur Minderheit im eigenen Land zu werden, nicht klar und deutlich aussprechen - weil es für sie kein deutsches Volk mehr gibt, das verdrängt werden könnte - jedenfalls keines mehr im ursprünglichen Sinne des Wortes. 

Sie werden von ihren fehlgeleiteten Kurs der Unterwerfung an die linke Deutungshoheit und der Inaktivität auch niemals abkehren. Sie werden ihn immer weiter fortsetzen. Und alles gutes Zureden und alle noch so scharfsinnigen Lage-Analysen sind bei diesem Klientel vergebene Mühe. 

Mit diesen Leuten kann Deutschland niemals gerettet werden. Eine gemäßigte Linke wird gegen eine radikale Linke niemals triumphieren. Es ist sogar sehr fraglich, dass diese Leute, selbst wenn die AfD  auf 60% der Stimmen käme, viel mehr umsetzen würden als ein paar Minimaländerungen, die den Bevölkerungsaustausch ein wenig verlangsamen.

Laurenz

16. September 2020 13:42

 

@starhemberg

Wer von uns hat je das Rad neu erfunden? Eben, keiner!

Daher finde ich Ihren Beitrag mit Bezug zu Lenin .... ich finde leider kein anderes freundlicheres Wort, selten dämlich. 

Sie lesen hier zwar auf der SiN mit, verstehen aber die Beiträge nicht. Es geht hier nicht um sachliches Recht haben oder bekommen. Aber ein typisch Rechter, wie Sie,

starhemberg, ist eben narzißtisch -, also krankhaft darauf erpicht, Recht zu bekommen oder zu behalten. 

Ich fordere die Redaktion und alle Mitforisten, inklusive meiner selbst, dazu auf, Ihnen Recht zu geben. Ok, ich gehe davon aus, alle stimmen zu, und Sie haben Recht!

Und jetzt? Haben wir immer noch keine Macht-Option, um etwas zu verändern. 

Sie verstehen? Es geht im Leben selten um das Recht haben. Es geht um Gestaltungs-Spielräume, die es aktuell für uns so gut, wie nicht, gibt.

Vor dem "Recht haben", steht also die Frage der Macht-Option. Und BK tut nichts anderes, als den Weg dorthin aufzuzeigen, der mit Recht haben, aber mal so rein gar nichts zu tun hat.

Die Frage, die selbst jeder Bürgermeister stellt, ist, "wer wählt mich?".

Und da hat selbst der dümmste Germane grundsätzlich eine andere Meinung zu, und er schlägt starhemberg lieber den Schädel ein, als starhemberg Recht zu geben.

Von daher muß man diesem dummen Germanen anders beikommen.

Millenius

16. September 2020 13:43

Der einzige Weg für AfD, die Partei zu werden, die Deutschland jetzt braucht und auch nur eine Chance hat, die Deutschen noch zu retten, ist:  Die Leute, die man den "gemäßigten Linken" zurechnen kann, müssen die AfD verlassen. 

Niedersachsen zeigt es geht. Dort wurde die alte Führungsmannschaft unter Dana Guth, bei der ich ehrlich gesagt nicht weiß, warum Sie eigentlich in der AfD ist, komplett ersetzt. Und jetzt ist der Weg frei für einen Kurs und Strategiewechsel und damit überhaupt nur auf eine Chance, das solche Analysen wie jene von Herrn Kaiser Beachtung finden, und die AfD in Niedersachsen mehr als 5% erzielt.

 

Monika

16. September 2020 13:44

@B. Kaiser Natürlich ist die CDU/CSU keine christliche Partei im Wortsinne, aber als sog. Weltanschauungspartei folgte sie seit ihrer Gründung christl. Werten, auch in der sozialen Frage. Nachzulesen etwa dort https://www.amazon.de/s?k=nell+breuning&i=stripbooks&hvadid=80882862381048&hvbmt=bp&hvdev=t&hvqmt=p&tag=hyddemsn-21&ref=pd_sl_88vkfx5gbw_p  Gerade auch, weil diese Werte heute arg entstellt sind, lässt sich eine Wertediskussion nicht vermeiden. Auch im Hinblick auf einen „solidarischen Patriotismus“ und auf die sicher irgendwann entstehenden Islamparteien. . Dahinter steht ja auch eine bestimmte Weltanschauung. Eine rein politische Verortung zwischen Identität, Solidarität und Gemeinschaft greift zu kurz, reflektiert nicht ihre Voraussetzungen. David Engels etwa stellt die Frage WAS TUN nicht nur im Sinne eines politischen Projekts, das in ein paar Jahrzehnten Umsetzung findet, sondern konkret auf das Problem, wie im Untergang Überleben von Person, Familie, Kultur gelingen kann. 

Gotlandfahrer

16. September 2020 13:48

In der Trainingslehre gibt es das Pfadkonzept vom Haufen über die Gruppe zum Team.  Das „Team“ in unserem Sinne ist eine aufeinander vertrauende Schicksalsgemeinschaft, ein Volk, oder ein Clan, also etwas, was sich als solches empfindet, einander vertraut und füreinander leidet.  Die Gruppe ist schon ein nur noch kooperierendes System und der Haufen lediglich die örtliche Gleichzeitigkeit von Menschen mit Interessen. 

„Deutschlands“ Zustand ist offenkundig.  Angesichts dessen an den parlamentarischen Wettstreit Erwartungen zu richten, verkennt den Zerfall des Vorstellungsvermögens vom Gemeinsamen.  Insofern ist „der Westen verloren“.  Dies ist zu akzeptieren und nicht verzweifelt gegen Windmühlen anzukämpfen.  Die Geschichte geht weiter, dass „wir“ untergehen ist noch nicht raus.  Die Haufenbildung auf dem deutschen Balkan wird nur nicht mit dem Mitteln des Verfalls zurückgedreht werden können. Warum nehmen wir die neuen Regeln nicht an:  Bildung eines kleineren Teams unter vielen, durch rücksichtsloses Clandenken. Clan ist, wer mit mir ist.  Den bevorzuge ich, alle anderen nutze ich lächelnd aus oder lasse sie bestenfalls in Ruhe, jedenfalls mache ich auf Hudna wo es meinesgleichen nützt.  Globalisten, bei denen jenseits ihrer ungerechten Sprache keine Kultur identifizierbar ist, sind nicht meinesgleichen.  Wo die Staatsgewalt ist, wird sie hingenommen, wo sie nicht ist, ist sie nicht.  Warum also „Angst vor rechten Strukturen“ zerstreuen? Was interessieren die mich?

Laurenz

16. September 2020 13:54

 

@Millenius

Zitat - 

"Wie kann es allen Strömungen der politischen Rechten gelingen, die Angst der Mitmenschen vor rechten Strukturen, Ideen, Parteien und möglichen Folgewirkungen einzuhegen oder gar zu zerstreuen? 

Die Antwort lautet: gar nicht. - Zitatende

Unfug, eine der wenigen Aussagen Karl Marx', die stimmen, ist, "Das Materielle bestimmt das Sein". Für die meisten Bürger, in ihrer politischen Haltung, sind die materiellen Befindlichkeiten ausschlaggebend. Nicht umsonst organisierte die historische Linke Streiks, Demos, Aufstände, um Gesellschaften in der Konsequenz zwar politisch, aber vordergründig materiell, ökonomisch zu destabilisieren. Nur, wer nichts mehr zu verlieren hat, ist bereit zur Revolution.

Aber jetzt mal Hand auf's Herz, Millenius, das ist SiN-Grundschul-Wissen und nicht eine von Maiordomus' Extravaganzen.

Wenn es, hier als mal den Bach so richtig reißend abwärts geht, hat die Einheitsfront, wie in der ehemaligen DDR auch, ver-exkrementiert. 

Wahrheitssucher

16. September 2020 14:26

@ Der_Jürgen

“Imperator locutus est, taceant adversarii“

Bin des Lateinischen noch einigermaßen mächtig, wäre dennoch für eine Interpretation der Worte im Zusammenhang dankbar, zumal ich Ihre Wortmeldungen unbedingt schätze!

Millenius

16. September 2020 15:48

@Laurenz

Haben Sie meinen Kommentar eigentlich in Gänze gelesen? Denn falls ja, weiß ich nicht wo der Zusammenhang zwischen meinem Kommentar und ihrer Replik ist.

Ich habe in meinem Kommentar keineswegs konstatiert, dass die Lage hoffnungslos ist. In meinem Kommentar ging es salopp formuliert schlicht darum, dass wir uns von der Illusion verabschieden, dass alle Strömungen rechts der CDU in der AfD vereinigt werden müssen.

Es ist keinesfalls so, dass die "gemäßigte" oder "liberale" Strömung und die eher rechte Strömung ihre Wählerschaften zusammenführen. Die "gemäßigte" Strömung, die ich selbst als gemäßigte Kulturmarxisten charakterisierte, machen die AfD nicht stärker. Sie bringen der AfD keinen einzigen Wähler.

Im Gegenteil: Jeden Landesverband, in dem diese Leute die Führungsgremien dominieren, haben sie auf das Niveau einer Kleinpartei nahe der 5%-Hürde gebracht - in Hamburg, in Niedersachsen (bis vor wenigen Tagen), oder in NRW. 

Sie vertreten einen "Kurs" der Unterwerfung unter die linksgrüne Meinungshoheit (weil sie diese selbst verinnerlicht haben) und des bewussten Verzichts auf außerparlamentarische Aktionen und dem Aufbau einer rechten Gegenöffentlichkeit. Das ist ein Kurs, der nach den Gesetzen der Politik gar nicht funktionieren kann. 

 

Laurenz

16. September 2020 15:49

@Millenius

Ihre Beiträge sind reine Phantasterei. Die Linken in der AfD sind wir und nicht die Liberalisten. 

Ihre ewig gestrige Sicht, jemand müßte die Partei verlassen, Solidar-Patrioten oder die liberalen Weichspüler, bringt die AfD in die Situation vor 2013 in eine Nicht-Existenz. 

Wir sind bloß 35.000 Mitglieder und uns fehlt jetzt schon die Fähigkeit in allen kommunalen Parlamenten und Kreistagen anzutreten. Wenn Sie das nicht begreifen, sind Sie entweder dumm oder ein Trojanisches Pferd. Wir müssen politische Schlagkraft bündeln und nicht zerdeppern.

Desweiteren verbietet die CDU selbst auf der untersten Ebene, Kommunen und Kreise, zumindest formal, auch nur mit uns zweckgebunden zusammen zu arbeiten. Wer sich in der CDU nicht daran hält, fliegt raus. Mit der Ex-SED ist das auf Landes-Ebene, zumindest indirekt, wie man in Thüringen sieht, kein Problem. Man setzt einen gewählten Landesvater ab, um ein Linken und seiner Bande an Ex-SEDlern zu inthronisieren. Und die CDU unterscheidet nicht zwischen Solidar-Patrioten und liberalen Weichspülern, auch nicht in der Zukunft. Deswegen gilt, die oder wir.

tearjerker

16. September 2020 15:51

Dass die AfD noch existiert und sich als parlamentarische Kraft hält, obwohl ein grosses persönliches Risiko mit der Mitgliedschaft verbunden ist, ist doch eine gute Nachricht. Es gilt, die Reizfiguren an Bord zu halten und die gesellschaftliche Polarisierung zu erhöhen um weiter Sichtbarkeit zu erzeugen. Jede Publicity zählt. Darüber hinaus gilt es, von der Linken zu lernen, die politische Kampagnen um bestimmte Themen herum wie Feldzüge organisiert und vom Antifa-Schläger bis zum Bundesminister auf den unterschiedlichen Handlungsebenen am selben Strang zieht. Millionen sind für neue Kräfte offen. Allein die diesjährige Chaospolitik bildet dermassen grosse inhaltliche und personelle Angriffsflächen, dass es wirklich zu früh ist, von einer Kommunalwahl auf mangelnde Perspektiven zu schliessen.

starhemberg

16. September 2020 15:51

@Laurenz

Entweder Ihre Wortmeldung an mich läuft hier unter Satire, oder ich kann Ihnen nicht ganz folgen. Ich zitiere Solschenizyn wortwörtlich, dieser stellt den übrigens sehr sinnvollen Bezug zu Lenin her. Wenn Ihnen die Wortmeldung dieses Nobelpreisträgers als "dämlich" erscheint, so ist Ihnen das selbstverständlich unbenommen, auf mich persönlich wirkt das arrogant, ungezogen und peinlich.

Sie kennen mich nicht und behaupten innerhalb einer einzigen Wortmeldung:

Mein "Beitrag" (wörtliches Zitat einer anderen Person) wäre "dämlich"

Ich würde hier zwar "mitlesen", "verstünde aber die Beiträge nicht"

Ich sein ein "typischer Rechter", wäre "narzißtisch", und "dumme Germanen würden mir den Schädel einschlagen"

Ich weiß ja nicht, bester @Laurenz, was Sie heute so eingeworfen haben, aber ich möchte Sie schon bitten, einen anderen Ton anzuschlagen und derart dummdreiste Unterstellungen zu unterlassen.

Gerne diskutiere ich hingegen sachlich mit Ihnen. 

 

 

 

Pit

16. September 2020 16:01

Wie kann es... der politischen Rechten gelingen, die Angst der Mitmenschen vor rechten Strukturen, Ideen, Parteien und möglichen Folgewirkungen ... zu zerstreuen?

Also...  ... seit 10 Jahren ist das mein Thema ! Was sollte ethnisches Bewußtsein mit "rechts" zu tun haben? Ich bin ein ethno- identitärer Libertärer. Ich weiß bis heute nicht, was "rechts" ist. Ich assoziiere damit: Reih und Glied, Zwang, steif, angespannt, verkrampft, nicht-fließend; der begradigte Fluß statt dem mäandernden, auf den Menschen übertragen. Kein Gefühl, kein Spüren, unkreativ, kein Humor, keine Witzigkeit, keine Kreativität, d.h. die Idee von "Veränderung" nicht verstehend, darum die ewige #stupidparty. Das ist "rechts" für mich (daß die Linken geisteskrank sind, macht das ja nicht besser). Weshalb ich immer sage: daß "ethnoidentitär" bei "rechts" lokalisiert ist, das ist das größte Unglück. Denn damit ist "ethno-identitär" assoziiert mit etwas, was niemand will, und damit ist Ethnoidentität zum Untergang verurteilt.
Und das ist auch meine Interpretation ,warum sich "deep-state"-Establishment immer noch hält: weil die Alternative "rechts" als NOCH ÜBLER angesehen wird. NICHT weil die Leute nicht verstehen würden, welches Übel derzeit überall an der Spitze steht.

starhemberg

16. September 2020 16:11

Noch eine Wortmeldung von mir, da ich doch ziemlich massiv angegriffen wurde, und generell feststelle, dass hier so mancher von alten Sozi-Rezepten träumt, um möglicherweise dann vielleicht auch mal mitregieren zu dürfen. 

Ich würde mir wünschen und fordere dazu auf, doch erst mal klar herauszuarbeiten, was genau eigentlich "RECHTS" ist. Hier scheint ein jeder "RECHTS" zu sein, wie es ihm gerade gefällt, ein jeder biegt es sich in seine gewünschte Richtung.

Wo aber ist die unbedingte Klammer, der kleinste gemeinsame Nenner, worauf können wir uns ALLE einigen?

Dies gälte es herauszufinden. Eine Anregung.

Hartwig aus LG8

16. September 2020 17:09

Die Aufgabe der AfD ist es, da zu sein. Idealerweise sollte sie die CDU/CSU vor sich her treiben. Die Programmatik sollte populistisch sein; ergo: Versprechungen machen, die Wählerstimmen bringen. In die Verlegenheit der Regierungsbeteiligung wird die AfD wohl so schnell nicht kommen.

Das Paradebeispiel sind immer wieder die Grünen. Die Grünen regieren dieses Land im Bund seit mindestens einem Jahrzehnt aus der Opposition heraus. Ein Ergebnis wie die AfD bei der letzten Bundestagswahl haben die Grünen im Bund noch nie erreicht! Und doch treiben sie die Volksparteien vor sich her und bestimmen mehr und mehr die Politik - ganz ohne Kanzler, Minister etc.

Ich weiss, dass man das nicht direkt auf die AfD projizieren kann. Was ich sagen will: Es ist etwas Phantasie gefragt. Vor allem wird es am Personal hängen. Gute Redner, humorvolle Leute, sympathische und hübsche Gesichter ...

Monika

16. September 2020 17:53

Wie Hartwig sehe ich die Aufgabe der AfD vor allem darin, da zu sein und die sog. Volksparteien vor sich herzutreiben. Die Reden von Gottfried Curio sind wesentlich amüsanter als dröge Richtungskämpfe und ideologische Planspiele für den Fall der Regierungsbeteiligung. Natürlich sind die Analysen interessant, aber bis zur politischen Umsetzung deutschfreundlicher Politik können Jahre vergehen, weshalb die Einbettung in einer größeren Zusammenhang ( etwa dargestellt bei David Engels) sinnvoll ist. In Gegenden, wo Deutsche in der Minderheit sind, lassen sich deutsche Kulturvereine und „Hinterhofkirchen“ denken, sprich, deutsche Parallelgesellschaften schon jetzt umsetzen. Da kann man sich von den ehemaligen Gastarbeitern einige Anregungen holen. P.S. Wenn sich Laurenz jetzt noch bei Starhemberg entschuldigt, nähme der Thread für meine Begriffe ein konstruktives Ende. Ob man das patriotisch oder solidarisch nennt, egal ! 😑 

Wahrheitssucher

16. September 2020 17:59

@ Pit  @ starhemberg  et al.

Empfehle zum wiederholten Male die Schrift des verstorbenen Norbert Borrmann „Warum rechts? Vom Wagnis rechts zu sein. Eine Streitschrift. (aus 2011)

Wir sollten den Begriff „rechts“ keinesfalls aufgeben. Er entstammt einer organischen Kategorie und entspricht in allen Sprachen einem Synonym von „richtig, geschickt, gewandt, glückbringend, glücklich, günstig...“ (lat. „dextra“)

Wer es nicht glauben will, dem mag dazu ein Hinweis auf die Vorfahrtregel helfen...

Millenius

16. September 2020 18:19

@Laurenz

Sind ihre Beiträge hier eigentlich ernst gemeint oder reine Provokation. Mir scheint, dass sie meine Beiträge überhaupt nicht lesen.

 

 Wir müssen politische Schlagkraft bündeln und nicht zerdeppern.

Welche politische Schlagkraft hat die AfD denn in Ländern wie NRW, in Hamburg oder in Niedersachsen, wo die AfD von "gemäßigten" Meuthen-Unterstützern geführt wird bzw. wurde? Da ist die AfD praktisch nicht mehr wahrnehmbar. 

Der "gemäßigte" Flügel entzieht mit seinem Kurs der AfD jedwede Schlagkraft. Und das hat Gründe. Das ist der zentrale Inhalte meiner Kommentare. Ich habe die Gründe dafür genannt. Und wenn Sie mir nicht glauben, lesen sie sich den Beitrag von Martin Sellner durch: https://sezession.de/63350/kritik-des-parlamentspatriotismus

Sellner erklärt mit einem ausführlichen Artikel noch mal, was ich mit wenigen Worten zu erklären versuchte. 
 

Millenius

16. September 2020 18:31

@Laurenz

"Wir sind bloß 35.000 Mitglieder und uns fehlt jetzt schon die Fähigkeit in allen kommunalen Parlamenten und Kreistagen anzutreten."

Um einmal Klartext zu sprechen: Auf Mitglieder, die überwiegend inaktiv bleiben, aus Feigheit oder aus inhaltlicher Angepasstheit ihren Mund nicht aufbekommen, während die Situation im Land praktisch von Tag zu Tag immer weiter eskaliert, und dann auch noch gegen die aktiven, Klartext sprechenden Mitglieder unentwegt kämpfen, kann die AfD verzichten. 

Die AfD wäre deutlich stärker wenn Meuthen und alle, die seinen Kurs inhaltlich unterstützen, die Partei verließen. Selbst dann, wenn dadurch die Mitgliedschaft um die Hälfte schrumpfen würden. 

Laurenz

16. September 2020 19:01

@starhemberg

Hab das natürlich nicht persönlich gemeint.

Der Grund-Nenner, da gehe ich einfach von aus, für alle, die sich hier herumtreiben, ist, daß sich alle als Deutsch empfinden, und sich dazu bekennen.

Es gibt sicher auch welche, die es nicht sind, vielleicht sogar hier schreiben, oder zumindest lesen. Aber auch diese werden es in Ordnung erachten, daß wir so empfinden. Ich habe hier bisher auch noch niemanden gefunden, der ihnen das ihrige an Identität wegnehmen möchte. 

Trotzdem, starhemberg, möchte ich Sie doch bitten, den Aspekt, wie man zur Gestaltung einer Gesellschaft kommt, zu überdenken. BK hat hier einiges an Strecke vorgelegt. Und außer, daß Sie die negativen verbalen Attribute meines Beitrags für Sie angeprangert haben, lesen ich Ihrerseits keine Argumente. So geht das auch nicht. Finden Sie nicht?

starhemberg

16. September 2020 20:42

@ Wahrheitssucher

Steht bei mir im Bücherregal. Und keinesfalls würde ich den Begriff aufgeben wollen, warum auch? Ich bin ja gerne und mit Überzeugung "Rechts". Nur inwieweit ist mein "Rechts" auch das "Rechts" anderer? Diese Frage stellt sich mir immer öfter. 

Nochmal - was ist der kleinste gemeinsame Nenner?

Aber jetzt höre ich auf damit. Ich möchte nicht nerven.

Pit

16. September 2020 21:50

an Wahrheitssucher  16. September 2020 17:59
BK sagt ja aus, daß "rechts" weithin nicht gut angesehen ist, und er wünscht sich, das würde sich ändern.

-ist "rechts" schlecht angesehen, weil die Leute gar nicht wissen, was "rechts" in Wirklichkeit ist?
-oder ist "rechts" schlecht angesehen, weil die Leute zwar wissen, was "rechts" ist, aber noch nicht verstanden haben, warum das gut ist?

Ich harre solcher Diskussionen mit Interesse, vielleicht kommen sie, da BK sie ja zu wünschen scheint.
Wie gesagt, mich interessiert das überwiegend nur wg. dem Zusammenhang mit Ethno-Identitarismus.

Ich las die Borrmann-Rezension von Manfred Kleine-Hartlage: demnach ist "rechts" das Gegenteil des Wahnsinns der Linken. Nun: das ist eben genau NICHT der Fall. Vom Unterlassen linken Wahnsinns komme ich nicht bei "rechts" raus. "Rechts" hat eigene Positionen, Charakteristika, die nicht die meinen sind.

Ich frage mich, warum "Selbstbestimmung" nicht einfach ausreichen sollte?

Ich vermute auch, daß das derzeitige Geschehen nichts mit "links" zu tun hat. Es ist schlicht und einfach die Machteroberung durch die Oligarchen, d.h. die Entmachtung von uns. Sie benutzen, und korrumpieren, jedes Vehikel, sei es links oder rechts.

DirkAhlbrecht

16. September 2020 21:59

Hat jemand heute die Befragung von Seehofer zum Lesbos-Komplex durch mehrere AfD-Abgeordnete im Bundestag verfolgt? Das Ganze erinnert mich an die Muppet-Show. Jedem, der noch halbwegs klar bei Verstand ist, weiß was hierzulande gespielt wird. Da braucht es keine "Diskussionen" an AfD-Infoständen oder sonstwo. Diese kriminellen Gestalten auch nur mit einer Frage zu ehren, ist schon des Guten zu viel.

AndreasausE

16. September 2020 22:17

Moin, muß wohl aufteilen, erster Teil:

Mei-o-mei... da hatte ich mir nun im ersten Artikel lauter Notizen gemacht, wollte das alles kommentieren, aber es wurde zuviel.

Ich, der ich hier im Norden wohne, mit einer kaum wahrnehmbaren AfD (Seyn-Wittgenstein setzte Akzente, leider weg) bin einigermaßen hoffnungslos. "E" - jeder Reisende wird genau wissen, welche Gosse ich meine, ist bahnhofsnah und nicht nur da übelstes Kalkutta.
Das sieht man, darunter leiden alle, sogar (leider, Brandt war ein Lump) Ex-Gastarbeiter, die "Russen" ohnehin.
Es wird zum Hauen und Stechen kommen - kommt es ja schon längst, aber bald richtig - und darum ist meine Erwartung an eine Alternative, daß klipp und klar bei jeder Gelegenheit gesagt wird: Wir sagen Nein!
Nein zu weiterer Aufnahme von Pseudoflüchtlingen,
nein zur Verfestigung der Strukturen einer Parallelgesellschaft (Moscheen, Kuöturvereine etc.),
nein zu halal-Fraß in Kindergärten (hier im Nachbarkaff Pinneberg im katholischen (!) Kindergarten seit Jahren üblich.
nein zu Kopftüchern im Rathaus - Omi vom Land ok, Mohammedanerin nicht,
nein zu völlig sinnfreien (und teuren) Integrationsbeauftragten,
nein zu... ich könnte das endlos weiterführen.

AndreasausE

16. September 2020 22:20

Zweiter Teil:

Weil gerade in S-H die Steuergelder nicht in den Himmel wachsen plädiere ich ganz klar für einen prononciert solidarisch-patriotischen Kurs. Denn selbstredend gäbe es nach meinr Sicht Sozialleistungen nur für Deutsche, und zwar für richtige Deutsche, nicht Paß-hinterhergeworfen.
Klar, da werden Linksgrüne sofort "Nationalsozialismus" wittern.
Sollen sie doch!
Die würden auch schreien, wenn AfD sich "Grünen" anbiederte und ganz Moria nach Neumünster holen wollte, oder gar ganz Afrika. Ganz einfach, weil das schlicht Konkurrenz ist um die Futtertröge.

Darauf gilt es - grob gesagt - einfach zu scheißen.

Denn neben einem prononciert solidarisch-patriotischen Kurs sollte die AfD endlich mal in Sachen Ökologie vernehmbar werden.
Unser Land wird wegen völlig sinnfreirer Klimaquatscherei zerstört, ich biete hier gern in Kreisen Pinneberg und Steinburg bis hin zur Nordsee gern Führungen an, was diese "Industrieparks" Landschaft verschandelten - das ist vernichtete Heimat!
Überall nur noch diese abstoßenden Vogelschredder - dagegen stehen da ganz gemütlich zwei Atomkraftwerke vor sich hin, eines abgeschaltet, das andere darf noch, die nach den Demos ehedem nie gestört hatten und ganz Norddeutschland nebst Dänemark still und leise zuverlässig mit Strom versorgten.

Langer Rede kurzer Sinn: Von einer wählbaren AfD, worin ich auch gern mitwirken würde, erwarte ich klare Kante gegen Verausländerung und Klimaschwachsinn.

heinrichbrueck

16. September 2020 22:28

@ Laurenz

"Die Frage, die selbst jeder Bürgermeister stellt, ist, "wer wählt mich?"."

Die Medien. Will die Presse es, bekommt die AfD 80 Prozent.

"Von daher muß man diesem dummen Germanen anders beikommen."

Vorschlag: https://www.youtube.com/watch?v=7w-BU6aNUMc#t=12m17 Manche schießen mit Pfeil und Bogen... Satire! 

Jan

16. September 2020 22:45

Das Hauptproblem für das konservative und rechte Umfeld sind die fehlenden Zugänge zu reichweitestarken Massenmedien, besonders das Fernsehen. Solange sich das nicht ändert, werden rechte Ansichten auch nicht aus der Schmuddelecke kommen und sich nicht in Wählerstimmen ummünzen lassen. Die Gegner wissen das und blockieren deshalb alle Zugänge so weit wie möglich. In den letzten zwei Jahren übrigens deutlicher als in den Jahren zuvor. Große Medien sind Autoritäten. Wer dort häufig spricht und gut dabei wegkommt, ist gesellschaftsfähig. Dadurch trauen sich immer mehr Wähler aus der Deckung und springen auf den Zug auf. Bestes Beispiel sind die Grünen: Baerbock sitzt mittlerweile in jeder zweiten Talkshow und die Partei ist seit 2018 so erfolgreich wie nie in den 40 Jahren zuvor. Der ÖR-Rundfunk ist jedoch für die AfD versperrt, daher bleibt nur der Privatfunk. Letztlich werden rechte Kreise sich Zugänge durch Investitionen in etablierte Medien erkaufen müssen. Dazu muss internationales Kapital akquiriert und gebündelt werden. Deutschland ist für Migration nach Europa das Schlüsselland und daher sollten auch internationale Kreise angesprochen werden. Man braucht politische Finanzinvestoren, also Leute, die mit ihren Kapitalinvestitionen politische und keine finanziellen Ziele verfolgen. Erst dann gelingt der ganzen Sache der Sprung auf die nächsthöhere Ebene. Ansonsten stagniert man weiter, egal wie schlimm die Verhältnisse noch werden.

Laurenz

16. September 2020 23:37

@Millenius

Meuthen ist eine andere Hausnummer. 

Aber wo wollen Sie denn die Grenze ziehen?

Genauso vielfältig, wie wir hier sind, ist man auch in der AfD.

Das erkennen Sie auch daran, daß hier beheimatete Autoren bezüglich Querdenken & Co., von anderen Lesern als Ihnen, als zu inflexibel kritisiert werden. Wie bei heinrichbrück, es gibt keinen politischen Menschen im Reinheitsgebot. Seien Sie einfach froh, daß es überhaupt eine Opposition im Parlament gibt.  

Und einen großen %-Satz an Kartei-Leichen haben Sie woanders mehr. Denn, im Gegensatz zu anderen Parteien, feuert die AfD alle raus, die nach wiederholter Aufforderung ihre Beiträge nicht zahlen.

Maiordomus

17. September 2020 04:24

@Monika. Ich glaube nicht, dass "deutsche Kulturvereine" toleriert würden mit z.B. selbstverständlicher Beanspruchung öffentlichen Raums, und wären es nur Säle von Gaststätten. Sie würden bestenfalls den am stärksten verrufenen islamischen Gemeinschaften gleichgestellt, mit dem Unterschied einer viel grundsätzlicheren Ächtung. Die Mitgliedschaft in einem solchen Verein wäre mit Sicherheit einer Anstellung in Schule, Kirche, Polizei unvereinbar.  

RMH

17. September 2020 06:47

"Die AfD wäre deutlich stärker wenn Meuthen und alle, die seinen Kurs inhaltlich unterstützen, die Partei verließen. Selbst dann, wenn dadurch die Mitgliedschaft um die Hälfte schrumpfen würden."

Das ist ein rein emotionale These. Die AfD ist als Feind/Unwählbar für 80% der Leute in Deutschland verbrannt, egal welche Inhalte sie vertritt.

An  dem Zustand lässt sich sicher auch noch etwas ändern, aber wenn Schuld immer nur die anderen haben und man sich selber für den Erfinder der Brotsuppe hält, wird dies nicht gelingen. 

Hartwig aus LG8

17. September 2020 08:19

@starhemberg

Ich beantworte die Frage nach Rechts und Links immer ganz unpolitisch:

Rechts heisst Überleben; Links heisst Besser leben .

Beides hat seine Berechtigung. Beide Seiten kämpfen um Ressourcen. Das Rechte ist primär.

Zur Zeit hat die Linke Oberhand und legt Hand an Substanz und Fundamente, auf denen alles steht.

Benedikt Kaiser

17. September 2020 08:22

Starhemberg:

Ich habe dazu eine Endnote in meinem neuen Buch angebracht (S. 54, EN 3). Natürlich spreche ich da nur für mich; aber hoffe als Autor naturgemäß, daß sich einige Leser dieser Deutung anschließen.

Es gibt sehr gute und sehr viele Gründe, die Links-Mitte-rechts-Polarisierung als überholt zu betrachten. In Querfront (Schnellroda 2017) wurde explizit auf diese Option hingewiesen, die aufgrund neuer Lageanalysen und neuer Herausforderungen (die nicht oder nur unzureichend entlang alter Schemata zu behandeln sind) naheliegend scheint (...) Da jedoch „links“ und „rechts“ dessenungeachtet als erste Verortungen gängig sind, wird hier darauf zurückgegriffen, nicht ohne auf die Mängel dieses Konzepts zu verweisen. Als Arbeitsbegriff wird in vorliegender Arbeit jene Haltung als „rechts“ begriffen, „die darin besteht, die Vielgestaltigkeit der Welt als ein Gut und die fortschreitende Vereinheitlichung der Welt als ein Übel anzusehen“ (Alain de Benoist: Kulturrevolution von rechts, Dresden 2017, S. 30) – mit allen daraus abzuleitenden Folgestandpunkten. Im Aufsatz „Linke Lektüren. Eine Anleitung“ (Sezession 94, Februar 2020, S. 25–29) habe ich drei weitere grundlegende Pfeiler für eine dezidiert (neu-)rechte Politikauffassung benannt, darunter das skeptische Menschenbild, ein identitäres Bewußtsein sowie das Primärinteresse am Konkreten, Organischen, Gewachsenen. Als lesenswertes Plädoyer für die Beibehaltung der Links-rechts-Trennlinie empfiehlt sich darüber hinaus auch Norbert Borrmanns Streitschrift Warum rechts? Vom Wagnis, rechts zu sein, Kiel 2011.

(Die gesamte Endnote inkl. aller hier aus Platzgründen getätigten Auslassungen gibt's im Buch ...)

Wahrheitssucher

17. September 2020 08:47

@ Benedikt Kaiser

Versuch einer stichwortartigen, ergänzenden Begriffsbestimmung und Differenzierung zu „rechts“ und „links“:

Nationalbewusst - internationalistisch

Antimarxistisch - antifaschistisch

Deutschfreundlich - deutschfeindlich

Differenzierung - Gleichheit

Umgangsformen - Formlosigkeit

Eigenverantwortlichkeit - Prägung durch Milieu

Patriotisch - unpatriotisch.

 

 

RMH

17. September 2020 09:13

Nehmen wir den europäischen Wendepunkt schlechthin als Ausgangspunkt der Betrachtung, was ist Rechts:

Damals war Rechts der Eintritt für eine tradierte, konkrete RECHTSordnung, insbesondere Eigentumsordnung. Links war die Revolution, die Beseitigung der Ordnung mit GEWALT.

Der Rechte ist also immer der Reaktionär, derjenige, der die Welt, wie sie ist, nicht mit der Brechstange und Guillotine verändern will. Links ist immer das Versprechen des Himmels auf Erden, rechts ist Realität.

Seit der linken Massenmobilisierung rennt der Rechte immer den Entwicklungen ein Stück weit hinter her, da er ja der Reaktionär ist und der "Fortschritt" der Aktionär. Mit diesem strategischen Nachteil muss jeder Rechte leben.

RMH

17. September 2020 09:21

Fortsetzung:

In der heutigen Zeit bedarf bedarf der Reaktionär der klassisch liberalen Rechtsauffassung wie der Fisch das Wasser. Als Rechter will man das natürlich Recht eines jeden Menschen auf freie Entscheidung ( liberal), da es das Recht auf Diskriminierung im wahren Sinne des Rechts auf Unterscheidung, auf ja und nein enthält. Nur wer diskriminieren darf, ist frei in seinen Entscheidungen. Dieses Recht auf freie Entscheidung schließt auch das Recht auf freie und weitestgehend uneingeschränkte Verfügung über den eigenen Besitz ein.

Ich sehe daher eher eine natürliche Verbundenheit des Rechten mit dem klassischen Liberalismus, den man nicht mit dem Neoliberalismus verwechseln darf, als mit einem eingreifenden und über ein Solidarversicherungssystem hinaus gehenden Sozialstaat.

 

quarz

17. September 2020 09:22

@Jan

Es ist so, wie Sie schreiben. Wer die Medien auf seiner Seite hat, der hat die Macht. Mit Demokratie hat das wenig zu tun, denn Demokratie setzt den informierten Wähler voraus, nicht den präparierten Wähler. Das Wunder des Trump-Wahlsieges 2016 konnte sich nur ereignen, weil in den USA die Medienlandschaft ideologisch nicht so homogen ist wie bei uns. Ab einem gewissen Grad der Homogenität lassen die meinungsformenden Kräfte  nennenswerte politische Veränderungen nicht mehr zu.

Und das ideologische Interessenkartell der deutschen Medienleute hat inzwischen so effektive Mechanismen der Selbststabilisierung etabliert, dass an seine Änderung durch kritischen Nachwuchs nicht mehr zu denken ist. Völlig anders als bei den arglosen Journalisten der 70er Jahre, die - väterlich lächelnd - dabei zusahen, wie junge 68er wie Ameisenkolonien ihr berufliches Umfeld besetzten und dann lückenlos füllten, sobald die Alten rausgestorben sind, halten heute Selektionsfilter jede Gefahr für die Diskurshoheit ab.

Hoffnung kann man wohl nur auf die Wendehälsigkeit der medialen Zauberlehrlinge setzen, mit der zu rechnen ist, wenn das Hochwasser die bisher komfortabel abgeschirmten Soziotope in Wolkenkuckucksheim erreicht.

RMH

17. September 2020 09:24

Nachtrag:

Mit Wendepunkt meinte ich die französische Revolution in meinem Beitrag von soeben.

Valjean72

17. September 2020 09:47

Die hier im Kommentariat verlinkten Meldungen über Umtriebe der AFD in Dortmund oder unlängst der Beschluss der AFD im Erlanger Kreisrat, "Flüchtlinge" aus Moria aufzunehmen, lassen mich einigermassen perplex zurück.

Was soll man zu solch einer Nachricht schreiben, ohne dass es als beleidigend aufgefasst werden kann und muss?

a) Meuthen & C.o sind aus der AFD zu entlassen oder aber die aufrechten, charakterfesten Kräfte, die sich der Lage gewahr sind, spalten sich ab und gründen eine neue Bewegung/Partei.

b) Der Weg der Links-Grünen durch die Institutionenkann insofern kein Vorbild für rechte Kräfte sein, da letztere nicht vom "System" gehätschelt und finanziell gepampert werden.

Die "Umvolkung" Deutschlands ist (von einflussreichen Kreisen) gewünscht genauso sehr wie der weitere Abbau der deutschen Schlüsselindustrien. Folglich werden jene Bewegungen, Politiker, Zeitungen, Journalisten aufgebaut, in Stellung gebracht und unterstützt, die diese Ziele verfolgen.

Wo ist z.B. ein rechtes, patriotisches Pendant zu George Soros oder zu Bill Gates?

Die gibt es schlichtweg nicht

Valjean72

17. September 2020 10:11

Fortsetzung:

Das offene und konsequente Eintreten gegen diese "Umvolkung" - durch Benennen und Aufzeigen der verheerenden Folgen der Masseneinwanderung (jetzt und in Zukunft) - und auch gegen den Abbau der deutschen Schlüsselindustrien trifft den Kern und wird deshalb vom "polit-medialen Komplex" - (dieser ist, man muss es konstatieren: dem deutschen Volke feindlich gesinnt) - niemals wohlwollend aufgegriffen werden. Zumindest solange noch die Chance besteht diesen Prozess umzukehren.

Unter diesen Vorzeichen ist es offensichtlich, dass ernsthafte patriotische Politik immer bekämpft werden wird, mit allen lauteren und vor allen Dingen allen unlauteren Mitteln.

Einerseits das Wohlwollen der Alt-Parteien, sowie der etablierten Medien zu erhaschen und andererseits eine wahrhaft patriotische (pro-deutsche) Politik umsetzen zu wollen ist demnach unmöglich.

 

 

starhemberg

17. September 2020 10:51

@ Laurenz

Schön, dass wir wieder gepflegt miteinander kommunizieren wollen.

Ich fürchte, auch so mancher noch nicht vollkommen versauter Grüne und so mancher Altlinke würde sich durchaus als "Deutsch" ansehen, wenn auch anders als die meisten hier. Diese Klammer ist also zu allgemein gehalten. Aber dieses Fass wollen wir hier wohl nicht aufmachen.

 

@ Benedikt Kaiser

Allen von Ihnen angeführten Punkten kann ich gut zustimmen. Ob "Solidarischer Patriotismus" allerdings auch dazugehört, oder genauso von einer Salonmarxistin wie Sarah Wagenknecht mitgetragen werden würde, steht wohl auf einem anderen Blatt. Doch ich kenne Ihr Steckenpferd der "Querfront" und respektiere diese Ihre Meinung selbstverständlich. Für mich persönlich allerdings bedeutet "Rechts" zu sein immer auch, allen sozialistischen (solidarischen) Experimenten höchst kritisch gegenüber zu stehen.

Der_Juergen

17. September 2020 11:16

@Jan

Die Rechte würde, auch wenn sie noch so finanzstark wäre, niemals Zugang zu den Mainstream-Medien erhalten. Da das Netz noch längst nicht unter Kontrolle ist, müssen die alternativen Medien, von denen es immer mehr , gibt, die Aufklärungsarbeit leisten. Von grossem Wert ist z. B. folgendes Video mit Stefan Magnet, das ich jedem ans Herz lege:

https://www.youtube.com/watch?v=B9chRnuPMi4

 

 

starhemberg

17. September 2020 11:18

Ein Versuch: (Teil eins)

Rechts:                                                Links:

Eigenverantwortung                           Fremdverantwortung

Ich muss...                                           Der Staat muss...

Das Mängelwesen Mensch                 Der emanzipierte Mensch

Lernen aus der Vergangenheit            Glauben an die Planbarkeit der Zukunft

Sparsam, tüchtig, diszipliniert            Ich will alles ohne Eigenleistung jetzt

Glaubt an das Recht                            Glaubt an Gerechtigkeit

Kennt die Fehler der Menschen          Sieht nur das Gute im Menschen

Realistisch                                           Naiv

Sieht sich in der Ahnenreihe               Sieht sich als losgelöstes Blatt

Begrenzung ist notwendig                   Begrenzung ist falsch

 

starhemberg

17. September 2020 11:33

Ein Versuch (Teil Zwei)

RECHTS                                                LINKS

Versteht die Wirtschaft                           Verachtet die Wirtschaft

Denkt in Hierarchien                              Denkt im emanzipierten Nichts

Sieht die Verschiedenheit                       Sieht die Gleichheit

Dankt den früheren Generationen          Hasst die früheren Generationen

Möchte in Regeln eingebettet leben       Möchte machen was es will (ohne Rücksicht)

Hat Respekt vor Geld als Leistung         Hat keinerlei Respekt vor Geld als Leistung

Lokal - Regional - National                    International

 

 

 

 

starhemberg

17. September 2020 11:39

Teil drei:

   RECHTS                                                LINKS

   Tradierte Umgangsformen                     werden abgelehnt

   Sinn für dass Schöne                              Lustgewinn am Hässlichen

   Frauen erkennt man am Körperbau        Jeder kann Frau sein   

   Das Klima wandelt sich immer              "Klimawandel stoppen"

   Es gibt kein Paradies auf Erden             Wir schaffen das Paradies auf Erden

 

   Der Rechte wird jeden Tag in den Medien verleumdet und verachtet

   Der Linke wird jeden Tag von den Medien bestätigt und gestreichelt

 

 

                            

   

  

Frieda Helbig

17. September 2020 13:16

Nun starten wir also zum x-ten Mal den Versuch "rechts" zu definieren. Dabei hat es N. Borrmann längst getan. Sollten wir nicht das Motto des dunklen Ritters beherzigen: Alles steht schon in alten Büchern geschrieben! Warum erneut dieses Faß aufmachen und vor allem wozu? Was genau soll das in Bezug auf das NRW-Wahlergebnis austragen? 

 

Monika

17. September 2020 13:43

@ starhemberg 

Ergänzung zu Punkt 3 nicht ganz erst gemeint 🤪🤪🤪

rechts

Frauen erkennt man am Körperbau 

Männer erkennt man am Baukörper 

Ich hoffe doch, dass Frauen auch abgesehen vom Körperbau noch erkennbar sind :)

Figur klingt auch etwas weniger technisch.

limes

17. September 2020 13:51

Was die Einschätzung der Lage angeht, aus meiner Sicht ein paar Gedanken zu einigen der überwiegend sehr zustimmenswerten Kommentare:

@ Pit weist auf »die Machteroberung durch die Oligarchen« hin: »Sie benutzen und korrumpieren…«. Und @ heinrichbrueck und @ Jan geben Hinweise zur alles entscheidenden Macht der Medien. Genau diese beiden Mächte, Medien und Oligarchen, größtenteils verwoben, stecken hinter ALLEN totalitären Bestrebungen, die sich heimtückisch als »humanitär« und »demokratisch« ausgeben und auf allen Kanälen die Gleichung einpeitschen: Widerstand = rechts = »Faschist« = Nazi.

Sehr ironisch dabei ist, dass die Linke sich krampfhaft noch immer als rebellisch aufmandlt, obwohl sie als vollziehende Gewalt der Oligarchen das Establishment stellt. Auch deshalb braucht man den Popanz einer »gefährlichen« Rechten.

Der von @ quarz angesprochene »informierte Wähler« wählt heute rechts, weil er sich gegen alle Widerstände aktiv und vielseitig informiert, im Gegensatz zum passiven, ängstlichen desinformierten Konsumenten der Hauptstrom-Medien.

Niekisch

17. September 2020 13:52

@ starhemberg: darf ich fragen, wie Sie den nachfolgenden Anruf  in seinen einzelnen Punkten einordnen ?

„Richte  den Blick  auf  Dein Inneres und bewahre die Seele unantastbar.

Sei Deiner Herkunft bewusst und halte die Vorfahren in Ehre.

Bemühe Dich um ein wahrhaftiges, treues und uneigennütziges Leben.

Strebe hinweg von der Masse zur eigenständigen Persönlichkeit.

Achte alles Leben und versündige Dich nicht gegen die Natur.

Gründe eine Familie Deiner Art und ziehe Kinder auf. " (II folgt)

 

Niekisch

17. September 2020 13:55

II.

"Pflege und schütze die Muttersprache.

Begreife Religionen alleine als Brücken zum Höheren – dulde sie ausschließlich als Gottesdienst.

Begehe die Feiertage auch nach ursprünglichem Brauch der Ahnen.

Lasse  Politik alleine als Streben nach der Verwirklichung volksgemäßen Wollens und der Unabhängigkeit Deines Landes gelten.

Behaupte Dich außer im Falle äußerster Notwehr stets gewaltfrei – Gewalt verursacht immer neue Gewalt."

 

Niekisch

17. September 2020 14:03

III.

"Raube nicht anderer Menschen Land und gib die  eigene Heimat niemals auf.

Fordere Meinungs-, Versammlungs-, Glaubens-, Weltanschauungs-, Kunst- und Forschungsfreiheit für jedes Mitglied der Gemeinschaft.

Wisse, dass alle naturwidrigen Lehren am Ende scheitern.

Erkenne, dass eine nationale und soziale Volkswirtschaft eine bloß versorgende und der Politik gegenüber dienende Funktion hat."

 

Pit

17. September 2020 14:07

zu Benedikt Kaiser  17. September 2020 08:22
1/3

Meine Sicht: panta rhei. Schöpfung, Kreation, Veränderung, findet jeden Augenblick statt. Es ist ein Geschehen, nicht ein Machen. Es gilt, das Fließen zuzulassen und ihm zu vertrauen (übrigens eine bekannte religiöse Haltung, z.B. wenn man "Fließen" Gott nennt). Bestehendes festhalten wollen ist eine grundlegend falsche Haltung. Die Ablehnung, die "rechts" erfährt, beruht darauf: "festhalten" wird instinktiv als falsch empfunden, als unsympathisch, lebensfeindlich.
Vor diesem Hintergrund sind eben alle Positionen zu "rechts" nur Worte ohne sinnvollen Bezug zur Realität; egal welcher Begriff, wenn im Kontext von Zwang, vom Mißverstehen des Fließens, ist wertlos, korrumpiert:
"Vielgestaltigkeit": wertlos wenn sie erzwungen, zementiert, nicht frei zugelassen ist
"Primärinteresse am Konkreten, Organischen, Gewachsenen": wenn ihm verboten ist sich zu verändern: wertlos, diktatorisch

Pit

17. September 2020 14:08

2/3

Das "Fließen" ist Freiheit. Das Problem von "rechts" mit Freiheit... Alles geht auf, die ganze Problematik des Komplexes verschwindet: wenn zur Freiheit die Verantwortlichkeit, das Übernehmen der Konsequenzen, kommt. Nie nie nie lese ich dies bei "Rechten". SO einfach ist das Problem zu lösen und doch zu schwierig für "rechts". Denn was muß dich denn kümmern, was der Andere macht, wenn er dafür auf die Schnauze kriegt, nicht du? Den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang, das Übernehmen der Verantwortung zu fordern, DAS ist die Aufgabe: aber nicht, die Handlungen zu verbieten!
"Rechts" will streng, rauh, wild, lebensursprünglich sein: und ist gegen den Freien Markt? Was ist denn kriegerischer als das Antreten gegen Konkurrenz, und der Bessere setzt sich durch?
Und dann kritisiert man wirtschafltiche Umstände und lastet es einem "Freien Markt" an, wo es GERADE das FEHLEN der Marktfreiheit ist. Diese simple Differenzierung kann nicht geleistet werden von "rechts".

Niekisch

17. September 2020 14:08

IV.

Hilf das allgemeine Recht auf  Arbeit und die Pflicht zu ihr erkämpfen.

Fordere Miteigentum  am Landesboden und den  übrigen Produktionsmitteln für alle Mitglieder der Gemeinschaft.

Verlange Fesseln für das Finanzkapital und ein neues Geldsystem ohne würgenden Zins, damit die drohende Weltdiktatur des Geldadels verhindert wird.

 

Pit

17. September 2020 14:08

3/3

"Rechts" kritisiert "links" und hat damit natürlich leichtes Spiel, denn linke Positionen zerschellen an der Realität aus ähnlichen Gründen wie rechte. Aber nur weil "links" bullshit ist, ist darum nicht alles, was was anderes als "links" ist, deswegen richtig. Welchen Wert hat dann eine Borrmann-Streitschrift, diese ist ein Kritisieren von "links", das besagt nicht, daß "rechts" gut ist.

Die Oligarchen sind das Problem, bzw. unser Zurückliegen im Machtkampf mit ihnen. Die Oligarchen führen Krieg gegen Die Vielen, um sie zu schwächen: nun.... das wird darum auch von Vielen gemerkt, und gespürt am eigenen Leibe. Das ist eine Steilvorlage! Das ist der Elfer, der uns aufgelegt wurde: das entscheidende Problem für politische Veränderung war immer, ob GENÜGEND Leute kampfbereit sind, und die genügende Anzahl wurde jetzt durch Corona-lockdown geschaffen. Querdenken und alle, die durch lockdown ruiniert werden, wollen die Veränderung: aber ich glaube nicht, daß sie in die rechte Zwangsjacke des Nichtverstehens des Fließens wollen. Nen aufgelegten Elfer nicht verwandeln... das ist "rechts" für mich.

limes

17. September 2020 14:15

Zur Frage des »Rechtsseins« wurde bereits viel Zustimmenswertes kommentiert. Was meinem persönlichen Weltbild (im Einklang mit meinen Gefühlen) vollkommen entspricht, ist das von @ Benedikt Kaiser erklärte »skeptische Menschenbild, ein identitäres Bewußtsein sowie das Primärinteresse am Konkreten, Organischen, Gewachsenen«.

Womit ich hingegen hadere, ist bei manchen Rechten zuweilen aufblitzende, aus meiner Sicht zu wenig differenzierte Kritik an Israel- und den USA-freundlicher Politik sowie mangelnde Beschäftigung mit den Gefahren des politischen Islam.

Deshalb empfand ich – bei allem Respekt vor den Leistungen Götz Kubitscheks – große Enttäuschung darüber, dass Artur Abramovychs Erwiderung auf Kubitscheks Text »Die peinlichen Musterschüler« nicht als Gastbeitrag bei SiN erschien. Als Reaktion darauf habe ich mir den Sammelband »Was Juden zur AfD teibt« gekauft und mit großem Gewinn gelesen.

Der_Juergen

17. September 2020 14:30

@Starhemberg

Ihrer Dichtomie kann man weitgehend zustimmen. Einschränkend wäre zu bemerken, dass nicht alle Ihre Definitionen auf die alte, klassische Linke zutreffen, aber fast alle auf die heutige Linke, der trotz teils unterschiedlicher Phraseologie sämtliche Systemparteien angehören. Zu erwähnen ist auch, dass die Linke zwar "Pluralismus" und "Buntheit" fordert, ihr Programm jedoch auf die Schaffung eines rassisch gemischten Einheitsmenschen hinausläuft, der überall, von der Mongolei bis Swaziland, der gleichen Einheitsideologie anhängt. Die ethnopluralistische Rechte bekennt sich hingegen zur Erhaltung der gottgegebenen - oder wie die Agnostiker sagen würden, naturgegebenen - Verschiedenheit der Menschenrassen in ihrer ganzen Schönheit. 

 

Laurenz

17. September 2020 14:42

@starhemberg

Freut mich ja, daß Sie mit unserer Korrespondenz auf SiN wieder glücklich sind, aber trotzdem entbehrt auch Ihr "Glücks-Beitrag" jegliches Argument in der Debatte.

Und mit den Grünen wäre ich vorsichtig. Die meisten Grünen sind im wahrsten Sinn des Wortes verkappte oder unbewußte Nationalsozialisten, auch historisch. Ich persönlich sehe den historischen Nationalsozialismus, wegen seiner Kümmerlichkeit, nicht wie die Linke, als "Teufelswerk" an, sondern als Zeitgeschehen, das man als günstig oder als ungünstig befinden kann, wie jegliche historische Betrachtung.

Die wesentlichen überlebenden Relikte des Nationalsozialismus sind die Berechnung des BSPs (GDPs), das Bundesbankgesetz, das Reichsjagdgesetz, Kirchengesetze und der Umwelt- bzw., radikale Tierschutz, das gilt, bis auf das Bundesbankgesetz, auch international.

Mit dem Kampf gegen "Rechts" ist es da nicht weit her. Er zeigt sich hier als hohle Phrase. Und die Grünen haben eben jenen Hang zum Totalitarismus von den Nationalsozialisten geerbt, nicht wir.

Mboko Lumumbe

17. September 2020 14:43

Zur Info, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre …

Schwarz-Grün 56%

Quelle

Laurenz

17. September 2020 15:25

 

@Valjean72

Zitat - Die hier im Kommentariat verlinkten Meldungen über Umtriebe der AFD in Dortmund oder unlängst der Beschluss der AFD im Erlanger Kreisrat, "Flüchtlinge" aus Moria aufzunehmen, lassen mich einigermassen perplex zurück. - Zitatende

Wo steht das? Haben Sie denn Quellen? Ich habe weder im Artikel noch im Kommentariat zu "Moria" etwas gefunden. Außer ...

https://afd-thl.de/2020/09/16/stefan-moeller-aufnahme-von-migranten-aus-moria-ist-brandbeschleuniger/

Sie/Wir wissen nicht, was die AfD-Fraktion in Dortmund bewegt hat, irgendeinem Unsinn zuzustimmen. Vielleicht schreiben Sie die AfD-Fraktion/Dortmund mal an, und berichten uns dann von deren Antwort. 

Niekisch

17. September 2020 15:30

V.

"Verteidige ein freies Bauerntum als Lebensquell Deines Heimatlandes.

Bestehe auf einer Außenpolitik, welche Souveränität und volle Gleichberechtigung Deines Landes unter den Völkern verwirklicht.

Verneige Dich vor allen Verteidigern des Vaterlandes in der Geschichte, die guten Glaubens waren und sittlich handelten."

 

Niekisch

17. September 2020 15:33

V.

"Verneige Dich vor allen Verteidigern des Vaterlandes in der Geschichte, die guten Glaubens waren und sittlich handelten.

Erkenne, dass nur in Bindung an den Heimatboden eine unverwechselbare Geisteskultur erwächst.

Liebe das Vaterland trotz aller geschichtlichen und heutigen Katastrophen über alles.

Erwarte nicht fremde Hilfe – in Dir und Deinem Volk allein liegt die entscheidende Kraft zu Befreiung und Aufstieg aus tiefer Not!“

Cum grano salis

17. September 2020 16:01

Angst vor rechts noch rechtzeitig einhegen? Dazu müßte man „patriotischen Patriotismus“ - gegen die kollektive Schuldneurose – moralphilosophisch und ökonomisch unterfüttern.
Bislang trifft die doppelte N-Keule: Linksliberale und Corona-Demonstranten stört das „national“ – Libertär-Konservative das „sozial“. 
Patriotismus ist keine rational vollständig aufschlüsselbare Angelegenheit. Es gibt aber ökonomische Argumente. Z.B. dass bei Abnahme gegenseitigen Vertrauens sog. „Transaktionskosten“ steigen (vgl. P. Collier und Max Otte).  „Wirtschaftsliberale“ sehen jedoch für Patriotismus keine logische Grundlage mehr. Es grassiert „Verfassungspatriotismus" im Sinne Habermas. (Der Spruch „es kommt nicht darauf an, wo Du herkommst, sondern auf deine Einstellung“ klingt ja auch auf ersten Blick bestechend). Was man noch retten will, sind – neben der klassischen Familie - „universelle westliche Werte“ einer rationalistischen „Zivilisation“ für homi oeconomici, in der Kultur, Religion und Nation stören. 

Maiordomus

17. September 2020 16:23

Der Hinweis auf youtube von 11.16 war ausserordentlich wertvoll, allein schon wegen der Schäuble-Zitate, unglaublich, zu welchen Wahrheiten der sich zwischendurch vorwagt. Auch weitere Zitate, nicht nur von Kennedy, die man bereits kannte, waren und sind wertvoll; die Verkündung von nahen Veränderungen  aber leider doch voreilig.Sobald die Fakten durch Hoffnungen ersetzt werden, setzt das ein, was der Gegner Verschwörungstheorie nennt. Auch darf man, siehe Le Bon, nicht unterschätzen, dass auch Regierungen und Parlamente massenpsychologischen Gesetzen gehorchen, hier ist im Einzelfall nicht mal kriminelle Energie notwendig. 

bb

17. September 2020 18:27

Bei allem Verständnis für Benedikt Kaiser sehe ich partout nicht ein, warum die AfD sich ausgerechnet jetzt auf einen geschlossenen Kurs in der Wirtschaftspolitik festlegen sollte. Dass Meuthen nicht in einer Führungsposition sein sollte, Kalbitz selbstverständlich zur Partei gehört und auch der Flügel jede Existenzberechtigung hat, ist für mich unbestreitbar. Einen sozialistischen Kurs trage ich aus mehreren guten Gründen jedoch nicht mit:

  1. Es gibt ausser der AfD keine weitere Partei für nationalliberal denkende Menschen. Alle anderen Parteien sind entweder offen oder de facto sozialistisch und stramm globalistisch.
  2. Es gibt mit der NPD bereits eine Partei die sowohl national, als auch sozial ist und bereits in Ostdeutschland in Landtagen vertreten war. Ein sozialpatriotischer Kurs würde Thematisch dort viel besser hinpassen.
  3. Es gibt genug Baustellen abseits der Wirtschaftspolitik und die Migration ist, wie Seehofer das ausnahmsweise richtig formulierte, die Mutter aller Probleme. Wird  dieses Problem gelöst, so werden viele andere Probleme auch gelöst sein.
  4. Die BRD hat schon ein extrem kostspieliges und umfangreiches Sozialsystem und belastet ihre Leistungsträger bereits maximal mit Abgaben. Weder braucht es noch mehr Sozialstaat, noch ist dieser - insbesondere in schlechten Zeiten - finanzierbar.

Insgesamt wünsche ich mir, für das rechte Lager eine nach außen geschlossene Front ohne Nebenkriegsschauplätze in den eigenen Reihen.

Seneca

17. September 2020 19:28

Meuthen dürfte irgendwann  nach dem Kyfhäuser-Treffen “Besuch” gehabt haben. Anders ist sein plötzliches Umfallen in 2019 nicht zu erklären. Man erkennt das gleiche Muster wie bei Merkel selbst, die noch vor einigen Jahren glaubhaft meinte als sie sagte “Multi-Kulti ist gescheitert.” Wir haben das gleiche Umfallen auch seinerzeit bei Westerwelle gesehen. Die Meuthen-AfD wird bis 2021 an Enthusiasmus und mobilisierbarem Ressourceneinsatz ausgeblutet sein und erhebliche Wahlverluste erleiden, die das Establishment - zu Recht ! - als Bestätigung des eigenen Kurses auffassen wird. Die AfD wird sich letztlich selbst zu Tode gereinigt haben.

Lotta Vorbeck

17. September 2020 23:01

@limes - 17. September 2020 - 02:15

"Deshalb empfand ich – bei allem Respekt vor den Leistungen Götz Kubitscheks – große Enttäuschung darüber, dass Artur Abramovychs Erwiderung auf Kubitscheks Text »Die peinlichen Musterschüler« nicht als Gastbeitrag bei SiN erschien."

---

Liebe @limes,

nachdem Sie Abramovych nebst Entourage das erste Mal in persona erlebt haben, werden sie verstehen, warum dessen Aufsätze nicht auf SiN erscheinen.

Bob88

17. September 2020 23:15

Hallo Herr Kaiser,

ich denke, dass die Akzeptanz für rechte/konservative Überzeugungen steigt, desto mehr sie in den Medien wiedergegeben werden.

Ich kann mich an eine Talkshow erinnern, in der saß Björn Höcke neben Alice Schwarzer. Leider finden solche Formate fast gar nicht mehr statt.

Damals wurde auch noch viel provoziert und von den Medien aufgenommen. 

Hier ein konkreter Vorschlag, wie gegen die Ausgrenzung der AFD aus dem medialen Diskurs und der Berichterstattung demonstriert werden kann:

Jeder Demonstrant bringt zur Demo seinen Fernseher mit. Am Ende des Zuges werden diese in einem Schrottcontainer geworfen und entsorgt.

Botschaft: Wenn ihr uns nicht berücktsichtigt, dann ziehen wir euch den Stecker und entziehen uns eurer Massenhypnose.

Erinnert vielleicht an die Bücherverbrennung, aber das kann man der Presse ja dann gerne erklären.

LG

starhemberg

17. September 2020 23:30

@ Niekisch

Selbstverständlich dürfen Sie fragen. Ich gestehe aber, hier jetzt nicht die "Einordnung" von 18 verschiedenen von Ihnen formulierten "Punkten" wahrnehmen zu wollen. Ich denke, ich habe die Aufmerksamkeit der Leser in diesem Strang bereits genug strapaziert. 

Pit

17. September 2020 23:45

So... diesmal möge das smilie mit html-code funktionieren: 😂 ... und es gilt  limes 17. September 2020 13:51. Ich neige zum Harmoniewunsch, und daher fällt es mir nicht so leicht, und bedaure ich, folgende etwas gallige Anmerkung zu machen, weil dies eine Harmonie leicht stören kann: mir scheint, limes wünscht sich eine günstige Betrachtung derer, deren Name ich nicht aussprechen darf. Da trifft es sich gut für limes, daß ich als die Hauptschuldigen "Oligarchen" identifiziere. Ok. Interessanterweise funktioniert die Beschreibung FAST genauso, ob man nun von Oligarchen, oder von den "Verbotener-Name" spricht ABER ich fühle mich bemüßigt klarzustellen, daß ich nicht die geringsten Zweifel über die Identität der"Oligarchen" habe. Nicht daß man mich noch für einen Idioten hält ! Und ich salutiere allen, die es auf sich nehmen, den "Verbotenen Namen" explizit zu machen. Ich spreche von "Oligarchen" statt von "Verbotene-Namen", weil das die Funktion, ihr Interesse, adressiert. Die Oligarchen haben, neben ihrer Funktion, aber natürlich eine klar feststellbare Identität; und diese spielt auch eine nicht geringe Rolle, wer weiß vielleicht sogar die ausschlaggebende, worüber ich aber natürlich nicht sprechen kann.

Sandstein

18. September 2020 01:07

@Laurenz

"Freut mich ja, daß Sie mit unserer Korrespondenz auf SiN wieder glücklich sind, aber trotzdem entbehrt auch Ihr "Glücks-Beitrag" jegliches Argument in der Debatte."

Sie machen hier ein auf gebildet und mit-allen-Wassern-gewaschen, dabei waren Sie maximal im Bodensee baden. Es heißt korrekt "entbehrt jeglichen Arguments". 

Habe jetzt keine Lust hier alle Phrasen reinzukopieren die Sie losschießen, sobald jemand nicht Ihrer ach so durchdachten "Meinung" ist. "Das war nicht persönlich gemeint" und doch sind alle Ihre Kommentare von persönlichen Angriffen nur so durchfressen. Das mit dem Narzissmus dürfen Sie gerne mal auf Sich anwenden. Ihre AfD-Haltung ist ein Witz, wette meinen gesamten (überschaubaren) Besitz, dass Sie recht spät an Bord gekommen sind. Und führen sich hier auf wie der Big Zampano im Game der aber so richtig den Durchblick gebucht hat. 

Mein Beileid. Zum Glück haben Leute wie Sie nichts zu sagen oder zu melden, nur so kann ich mir die Zeit erklären, die Sie hier aufwenden. Grenzt an Spam. 

Gehen Sie raus, machen Sie was. Und tröten hier nicht selbstverliebt im Forum rum. 

Was das "Rechts" angeht: es ist hinlänglich definiert und ich empfinde die Kommentare hier als sehr wenig konstruktiv, wie es Monika nannte. Wenn der Strang was gezeigt hat, dass nicht einmal hier verstanden wurde, was wesentlich (also rechts) ist. 

Gute Nacht und bis ganz bald (für Laurenz: mein Humor) 

Maiordomus

18. September 2020 07:17

@Niekisch. Für eine vernünftige Politik, welche die wahnhaften Momente der gegenwärtig dominierenden zu überwinden trachtet, muss das "Vaterland" usw. nicht zum Religionsersatz erhoben werden..

@Laurenz. Sie haben bei den Errungenschaften des NS noch die Abschaffung der Frakturschrift und die Einführung der Antiqua vergessen, was in der Schweiz bewirkte, dass ich als Primarschüler und sogar im Untergymnasium  Lesebücher mit alter Schrift hatte. Der Schriftwechsel mitten im Kriege diente der Verteidigung des Abendlandes gegen die asiatischen Horden.

Die hier einmütig anerkannte Tatsache, dass die sog. Analyse des NS durch den heutigen Antifaschismus ausschliesslich dazu dient, die eigenen totalitären Elemente zu vernebeln^, ist das eine. Aber eine Tiefenanalyse vor allem des Theologischen am Nationalsozialismus sowie eine vernünftige Analyse desselben steht wegen dem dümmlich-geistlosen Blödsinn des Gegners noch aus. Eine der besten mir bekannten Tiefenanalysen der nationalsozialistischen Theologie als Totalperversion von Christentums/Judentums erschien in Essen 1940 vom Theologen Helmut Thielicke "Das Amt des Beters",  die grösste Abgrenzung gegen Selbstermächtigung durch sog. Vorsehung und Vergötzung von Blut und Nation, vgl. noch aus dem selben Jahr Reinhold Schneiders "Macht und Gnade". Allgemein fehlt Grundwissen. 

 

Marc_Aurel

18. September 2020 07:35

Zu meiner Idee 1, die eigene Bewegung anders zu bezeichnen, um den durch die Massenmedien negativ konnotierten Begriff „rechts“ zu vermeiden, der bei vielen Bürgern durch jahrzehntelange, intensive Propaganda/Gehirnwäsche stark negative Assoziationsketten hervoruft (rechts=Nazi=Auschwitz=Unmensch), möchte ich noch einen Anmerkung hinzugeben, die mir schon beim Schreiben als Gefahr bewusst war, die ich aber am Ende aus Platzgründen gestrichen habe: den Medien ist es natürlich sehr leicht möglich einen neuen Begriff durch intensives Bewerfen mit Schmutz innerhalb kurzer Zeit ebenso zu diskreditieren. Im Zweifel wird man einfach behaupten das die neue „patriotische Bewegung“ „rechtsextrem“ ist und als „Beleg“ anführen, dass dahinter die ganzen „alten Nazis“ stecken wie Sellner, Kaiser, Kubitschek usw. und damit war die ganze Chose umsonst. Es ist schon so, wie von einigen Kommentatoren angesprochen, dass die Medien im Prinzip jeden Begriff aufwerten oder zerstören können.

Ich bin überzeugt, würde man den Menschen das genaue Gegenteil von dem erzählen, was sie jetzt jeden Tag hören und das nur intensiv, ausdauernd genug wiederholen und das, wie üblich, über 1000 und einen Kanal, direkt und indirekt einwirken lassen, würden mindestens 60% es früher oder später glauben. Natürlich hängt das „glauben-wollen“ auch immer ein Stück weit davon ab, welche Vor- und Nachteile das dem Einzelnen bringt. So halten aktuell vor allem auch jene am Status quo fest, denen es sehr gut geht.

Marc_Aurel

18. September 2020 08:46

Zum Thema „Rechts“ und was es bedeutet: hier zeigt sich ja schon an den Kommentaren, das jeder etwas anderes darunter versteht, das es aber Schnittmengen gibt. Ich selbst denke nicht in den Begriffen „rechts“ oder „links“, das sind für mich überflüssige Abstraktionen. In der Praxis ist es doch so: es stellt sich ein Problem und es müssen Lösungen gefunden werden. Von den zum Beispiel 3 möglichen Lösungen wähle ich die, die mir am sinnvollsten vorkommt. Sich danach zu fragen „Okay und ist diese Lösung nun eher links oder rechts?“, das ist eine unnötige Verschwendung von Zeit und geistiger Energie. Ich weiß nicht, wo ich lande, wenn jemand die von mir vorzugsweise ausgewählten Lösungen politisch bewerten würde.

Ich bin zweifelsohne Patriot und möchte das Land, seine Sprache und Kultur erhalten. Das was Deutschland nachhaltig nützt befürworte ich, das was im schadet, lehne ich ab – ganz im Sinne einer klugen Staatsführung, wie sie eigentlich selbstverständlich sein sollte. Von Umweltschutz (mit Verstand) halte ich viel. Die Wirtschaft sollte dem Volk und dem Staat dienen und nicht umgekehrt. Ich bin für direkte Mitbestimmung und größere lokale Selbständigkeit, was ich demzufolge nicht will, ist ein totalitärer Staat, der von oben nach unten kommandiert. Das Modell des deutschen Kaiserreiches, bei dem selbstständige, souveräne Elemente einem Ganzen beitreten, gefällt mir. So, ist dieser Auszug nun links, mitte oder rechts? Vermutlich gemischt.

quarz

18. September 2020 09:06

@Bob88

"ich denke, dass die Akzeptanz für rechte/konservative Überzeugungen steigt, desto mehr sie in den Medien wiedergegeben werden."

Es ist erstaunlich, in welchem Ausmaß die Akzeptanz gar nicht vom Inhalt der Überzeugungen abhängt, sondern vom Etikett, das dranhängt. Das ist Pawlow wie aus dem Lehrbuch.

Ich habe über einen längeren Zeitraum experimentiert: in verschiedenen großen Online-Medien mit linksliberaler Ausrichtung und Leserschaft habe ich Leserkommentare placiert, in denen die Folgen der Merkelschen Migrationspolitik scharf kritisiert werden. Da es Anlassfälle zu Hauf gibt, hatte ich Gelegenheit, fast denselben Text von Zeit zu Zeit immer wieder anzubringen. Ich tat das mit einem kleinen, aber - wie sich zeigte - entscheidenden Unterschied. Manchmal versah ich ihn mit einer expliziten (partei)politischen Zuschreibung (Tenor: die Rechten hatten also Recht), manchmal ohne eine solche.

Der Unterschied in den Reaktionen war verblüffend. Ohne "Rechts hat Recht"-Zusatz habe ich fast regelmäßig überwältigende Zustimmung bei den anderen Kommentatoren geerntet, mit dem Zusatz ebenso überwältigende Ablehnung. (Einschränkung: 2015 war das noch nicht so, seit etwa 2-3 Jahren aber wie beschrieben)

Man sieht: die Inhalte wären durchaus mehrheitsfähig, aber die assoziativ konditionierten Zuschreibungen zu einem Lager der "Bösen" tun ihre abschreckende Wirkung. Die Leute wollen keine Massenimmigration, aber noch weniger wollen sie als "Rechts" wahrgenommen werden.

Millenius

18. September 2020 09:14

Meuthen-Anhänger planen Machtübernahme in Sachsen-Anhalt

Am Sonntag stehen ein weiteres Mal Landesvorstandswahlen an - diesmal in Sachsen-Anhalt.

Und allem Anschein nach planen Meuthen und seine Unterstützer die Machtübernahme im Landesverband.

Eine Schlüsselrolle nimmt dabei Steffen Schröder - Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Börde.

Schröder ist Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Kay Gottschalk aus NRW. Gottschalk wiederum ist einer der radikalsten Flügel-Hasser in der AfD.  Er gehörte zum Netzwerk um Markus Pretzell – Pretzell wollte Gottschalk damals zum Landes-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2017 machen. Gottschalk unterstützt natürlich auch den Meuthen-Kurs der Unterwerfung unter die linke Meinungshoheit und der  Inaktivität, der die AfD-NRW bereits auf 5% geschrumpft hat.

Fortsetzung folgt....

Millenius

18. September 2020 09:15

Fortsetzung...

Frank Pasemann nannte in der Presse auch "Kreise" um Steffen Schröder als Drahtzieher hinter seinem Parteiausschluss. So zitiert ihn die Welt mit den Worten:

"Nach Pasemanns Vermutung geht der gegen ihn gerichtete Landesvorstandsbeschluss „maßgeblich“ auf „Kreise“ um Schroeder zurück. Daher, so Pasemann, müsse der Beschluss „als inszenierte Kampagne und Retourkutsche gewertet werden“."

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article182600104/Frank-Pasemann-AfD-Vorstandsmitglied-droht-der-Parteiausschluss.html

Würde dieser Übernahmeversuch gelingen, würde die AfD-SA vermutlich ganz schnell auf das Aktivitätsniveau der AfD-NRW zurückfallen und einen ähnlichen Niedergang erleben.

Es ist deshalb von größer Bedeutung, dass die Flügel-Basis und alle patriotischen Mitglieder mobilisiert werden und jeder auch zum Parteitag erscheint, damit dieser feindliche Übernahmeversuch scheitert und die AfD-Sachsen-Anhalt nicht künftig von NRW und von Brüssel (Meuthen) aus geführt wird.

Valjean72

18. September 2020 09:21

@Laurenz

Wo steht das? Haben Sie denn Quellen? Ich habe weder im Artikel noch im Kommentariat zu "Moria" etwas gefunden

So weit ich mich erinnere, kam der Hinweis von Lotta Vorbeck und unter einem anderen Beitrag.

Ich habe daraufhin einen Artikel in der Süddeutschen gefunden:

"AfD-Kreisräte stimmen für Flüchtlingsaufnahme" (Sueddeutsche.de, 15.09.2020)

Was konkret dahinter steckt und was sich wirklich abgespielt hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist auch nicht weiter von Belang, handelt es sich doch um eine Randnotiz aus der "Provinz". Dennoch passt diese Anekdote ins schlechte Bild, welches die AFD abgibt.

 

Valjean72

18. September 2020 09:33

@Maiordomus:

Auch darf man, siehe Le Bon, nicht unterschätzen, dass auch Regierungen und Parlamente massenpsychologischen Gesetzen gehorchen, hier ist im Einzelfall nicht mal kriminelle Energie notwendig. 

Das ist mE ein wichtiger Punkt. Viele sogenannte Spitzenpolitiker meinen es gar nicht böse, sondern sind tatsächlich, zumindest meiner Auffassung nach, in einer Informationsblase gefangen (haben auch aufgrund des straffen Terminkalenderrs keine Zeit sich anderweitig, d.h. abseits zu informieren), wollen keine Fehler machen und folgen daher dem "Hauptstrom". Derart ist Ihnen eine wohlwollende Berichterstattung einigermassen sicher.

 

Lotta Vorbeck

18. September 2020 09:39

@Maiordomus - 18. September 2020 - 07:17 AM

an @Laurenz 

Sie haben bei den Errungenschaften des NS noch die Abschaffung der Frakturschrift und die Einführung der Antiqua vergessen, was in der Schweiz bewirkte, dass ich als Primarschüler und sogar im Untergymnasium  Lesebücher mit alter Schrift hatte. Der Schriftwechsel mitten im Kriege diente der Verteidigung des Abendlandes gegen die asiatischen Horden.

---

Bis zur vom Martin Bormanns Anfang 1941 herausgegebenen Verfügung bezüglich Abschaffung der darin als "Judenlettern" bezeichneten Frakturdruck- und Süterlinhandschrift 

---> Faksimile

existierten beide Schriftsysteme parallel nebeneinander.

Frage: Inwiefern soll der "Schriftwechsel mitten im Kriege der Verteidigung des Abendlandes gegen die asiatischen Horden gedient haben"?

 

Lotta Vorbeck

18. September 2020 09:54

@Bob88 - 17. September 2020 - 11:15 PM

Hier ein konkreter Vorschlag, wie gegen die Ausgrenzung der AFD aus dem medialen Diskurs und der Berichterstattung demonstriert werden kann:

Jeder Demonstrant bringt zur Demo seinen Fernseher mit. Am Ende des Zuges werden diese in einem Schrottcontainer geworfen und entsorgt.

---

Werter @Bob88 haben Sie schon mal selbst erlebt, was in einem Mietshaus passiert, wenn der Fernsehempfang (Kabel oder Gemeinschaftsantenne) ausfällt? - Die Leute gehen buchstäblich die Wände hoch. 

Gerhard Schröder: „Zum Regieren brauche ich nur Bild, BamS und Glotze.“ - Solange dies so ist, solange sich auch am entlegensten, runtergekommensten Haus eine nach Südwesten ausgerichtete Satellitenantenne befindet, solange die Leute nicht von der Droge Fernsehen abzulassen bereit sind, wird sich nichts grundlegend ändern.

Wahrheitssucher

18. September 2020 10:28

@ starhemberg

Seien Sie nicht so demütig, ich empfinde ihre Beiträge und Anstöße als absolut gewinnbringend!

 

Niekisch

18. September 2020 10:45

@ Starhemberg 17.9. 23:30: Schade aber auch.

@ Maiordomus 18.9. 7:17: Da interessiert, woraus Sie die Aussage hernehmen, ich wolle das Vaterland zum Religionsersatz erheben. Und nebenbei: Kennen Sie nicht auch Menschen, die ohne Religion ehrenhaft das Vaterland verteidig(t)en, eine standesamtliche Ehe in Treue führen, die Kinder nach sittlich-moralischen Grundsätzen erziehen und deren Lebensgrundlage ermöglichen? Sogar in Anstand und Würde dem Lebensende entgegensehen?

Wenn wir uns hier in geistige Wagenburgen verkriechen, dann wird es mit einem breiten Widerstand gegen die Auflöser aller Dinge niemals etwas.

 

Laurenz

18. September 2020 11:29

@Sandstein

Haben Sie mal Tolle gelesen? Nein? Schade. Tolle ist nicht perfekt, aber unglaublich plausibel, was zeitweise sehr unangenehm ist. Tolle würde feststellen, ich triggere all jene, wie Sie, Sandstein, an, die mir charakterlich ähnlich sind, vor allem bei der Unterdrückung von Wut-Gefühlen. Immer dann, wenn Sie nichts von irgendeinem Inhalt schreiben, und rein persönlich werden, schreiben Sie Sich im Grunde doch nur selbst einen Brief.

@Maiordomus

Sie haben natürlich Recht mit der Schrift. Und ich will auch das weitere nicht wirklich in Abrede stellen, wobei ich @Lotta Vorbeck gewissermaßen unterstützen muß. Was will man denn alle in eine Amtszeit hinein interpretieren, die kürzer als die von unserer Staatsratsvorsitzenden ist. Haben Sie mal Schröcke gelesen?

Götz Kubitschek

18. September 2020 11:40

feierabend. dank an alle.

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