Streit um Israel – Teil 1 eines ausgedehnten Briefwechsels

Unser Autor Martin Lichtmesz und Artur Abramovych, Kopf der "Juden in der AfD", stehen seit einigen Jahren miteinander in Briefkontakt. Aus aktuellem Anlaß haben sie erneut über grundsätzliche Fragen zum Thema "Israel" korrespondiert. Wir veröffentlichen den Briefwechsel in vier Teilen.

1. Licht­mesz an Abramovych

Wien, 15. 10. 2023

Lie­ber Herr Abramovych,

Seit nun­mehr drei­ein­halb Jah­ren ste­hen wir mit­ein­an­der im Aus­tausch über das The­ma Isra­el. Anlaß war ein Text von Götz Kubit­schek, „Die pein­li­chen Mus­ter­schü­ler“ vom 24. Janu­ar 2020, den Sie mit der Stel­lung­nah­me „Ver­zö­ger­te neue Alli­an­zen“ beant­wor­te­ten. Sie inter­pre­tier­ten Kubit­scheks Kri­tik des Zio­nis­mus und ins­be­son­de­re der zio­nis­ti­schen Par­tei­nah­me von Tei­len der AfD als Zei­chen für ein „Des­in­ter­es­se an jed­we­der Aus­söh­nung zwi­schen Deut­schen und Juden, ganz unab­hän­gig davon, unter wel­chen Vor­zei­chen sie sich auch voll­zie­hen mag.“

Kubit­schek wün­sche sich offen­bar „nichts wei­ter, als dass man moral­po­li­ti­sche Ver­wei­se auf die ‚deut­sche Schuld‘ künf­tig unter­las­sen sowie das ‘Gän­gel­band’ lockern möge, und pfeift zugleich dar­auf, was die Juden dazu zu sagen haben und unter wel­chen Bedin­gun­gen sie eine sol­che Modi­fi­ka­ti­on des der­zeit zwei­fels­oh­ne ein­sei­ti­gen ‚Dis­kur­ses‘ begrü­ßen oder gar unter­stüt­zen würden.“

Glück­li­cher­wei­se aber sei sich „der Groß­teil der AfD inzwi­schen des­sen bewusst, dass hier nicht für Deutsch­land allein gekämpft wird und wir Teil einer gesamt­eu­ro­päi­schen Wider­stands­be­we­gung sind“. Wie kön­ne man, frag­ten Sie, sich „als neu-rechts“ (also nicht als NS-affin) begrei­fen und zugleich mit Thor von Wald­stein von einem „gewis­sen Klein­staat im Nahen Osten, der die Men­schen­rech­te beharr­lich mit Füßen tritt“ „schwa­dro­nie­ren“, schließ­lich sei­en doch „alle ande­ren Völ­ker um uns her­um schon wesent­lich weiter.“

Dies habe ich wie­der­um mit dem Bei­trag „Noti­zen über Isra­el und sei­ne Par­tei­gän­ger“ gekon­tert, der am 30. Janu­ar 2020 auf Sezes­si­on im Netz erschien. Nun, ich bin offen gestan­den auch dafür, sich die Chutz­pah zu leis­ten, „dar­auf zu pfei­fen, was die Juden sagen“, egal wel­cher Frak­ti­on. Vor allem aber wies ich Ihre Behaup­tung, Isra­el sei ein „zuver­läs­si­ger Part­ner im Kampf gegen die dekon­struk­ti­vis­ti­sche Erschlaf­fung“, als „rea­li­täts­fern“ zurück. Nicht nur das: Ich hal­te die­se Vor­stel­lung für ein Lock­mit­tel neo­kon­ser­va­ti­ver, pro-atlan­ti­scher Irr­lich­ter, die sich in den euro­päi­schen Rechts­par­tei­en Isra­el-Lob­bies her­an­züch­ten wol­len, an genui­ner natio­na­ler Sou­ve­rä­ni­tät, etwa Deutsch­lands, jedoch nicht inter­es­siert sind.

Mein dama­li­ges Resümmee:

Es spricht nichts dage­gen, wenn die AfD oder eine sons­ti­ge natio­na­le Oppo­si­ti­on gute Bezie­hun­gen zu Isra­el pflegt. Sie darf aber nicht in die Fal­le tap­pen, sich einen außen­po­li­ti­schen Kurs auf­zwin­gen zu las­sen, der nicht in Deutsch­lands Inter­es­se sein kann, noch darf sie der Illu­si­on ver­fal­len, Isra­el wäre ein “Königs­ma­cher”, der ihr zu Macht und Gel­tung ver­hel­fen kön­ne. Sie soll­te auch nicht danach trach­ten, im Rah­men der “Holo­caust-Reli­gi­on” Abso­lu­ti­on, Legi­ti­ma­ti­on oder eine mora­li­sche Auf­wer­tung anzu­stre­ben, da auf die­se Wei­se nur der “Schuld­kult”, von dem sich eine natio­na­le Alter­na­ti­ve unbe­dingt los­sa­gen muß, affir­miert und per­p­etu­iert würde.

In den Jah­ren, in denen ich mit Ihnen kor­re­spon­diert habe, muß­te ich fest­stel­len, daß zutrifft, was Uri Avnery ein­mal in einem Inter­view sagte:

Eine der schlimms­ten Fol­gen die­ses Kon­flikts – viel­leicht jedes Kon­flikts, aber hier noch mehr – ist, dass die bei­den Sei­ten des Kon­flikts ein voll­kom­men ver­schie­de­nes Bild haben von dem, was pas­siert ist. Die Nar­ra­ti­ve der bei­den Sei­ten schlie­ßen ein­an­der aus. Und wenn man das aus­schließt, die ande­re Sei­te, die Gefüh­le, die Hoff­nun­gen, Erwar­tun­gen, die Gedan­ken­welt der ande­ren Sei­te, dann ver­steht man ja auch nicht, was die ande­re Sei­te tut.

Wie ich Sie ken­ne, wer­den Sie Avnery als „lin­ken Frie­dens­ak­ti­vis­ten“ und „Anti­zio­nis­ten“ abtun, aber ich erin­ne­re dar­an, dass die­ser in Deutsch­land gebo­re­ne Jude als Mit­glied der Irgun, Sol­dat im Krieg des Jah­res 1948 und lei­den­schaft­li­cher Kib­buz­nik stets ein israe­li­scher Patri­ot war und bis zu sei­nem Lebens­en­de geblie­ben ist. Davon abge­se­hen, trifft sei­ne Ana­ly­se schlicht und ein­fach zu; es ist das, was ich an ande­rer Stel­le das Spiel des „Ich seh etwas, was du nicht siehst“ nannte.

Auch wenn ich im israe­lisch-paläs­ti­nen­si­schen Kon­flikt kei­ne Par­tei ver­tre­te, so sehe ich, daß sich auch unse­re Debat­ten im Kreis dreh­ten, weil wir unter­schied­li­che Ansich­ten dar­über haben, wor­über wir hier über­haupt spre­chen, etwa über die Geschich­te der Ent­ste­hung Isra­els, die Natur der israe­li­schen Besat­zungs­po­li­tik im Gaza­strei­fen und im West­jor­dan­land oder gar über das Volks­tum der Paläs­ti­nen­ser und die Legi­ti­mi­tät ihrer Ansprüche.

Ich habe Sie jedoch als „advo­ca­tus dia­bo­li“ schät­zen gelernt, der mir hilft, bestimm­te Din­ge genau­er zu über­den­ken und das Den­ken der Rechts­zio­nis­ten bes­ser zu ver­ste­hen. Von der der­zei­ti­gen Eska­la­ti­on des Kon­flikts, die ver­mut­lich eine kri­ti­sche Pha­se ein­lei­tet, wel­che sich zu einem grö­ße­ren Krieg aus­wach­sen könn­te, sehe ich die deut­sche (und öster­rei­chi­sche und west­eu­ro­päi­sche) iden­ti­tä­re Rech­te auf drei­fa­che Wei­se betroffen:

iden­ti­täts­po­li­tisch, weil der „Schuld­kult“, aus dem Isra­el sein mora­li­sches Kapi­tal bezieht, in unse­ren Lan­den herr­schen­de Dok­trin ist und eine ver­nünf­ti­ge natio­na­le Poli­tik verunmöglicht;

ein­wan­de­rungs­po­li­tisch, weil sich in unse­rem Land eine erheb­li­che Anzahl unru­hi­ger isra­el­feind­li­cher Migran­ten befin­det, die auch uns nicht beson­ders mögen und auf ihren Demos ihre demo­gra­phi­sche Macht zur Schau stellen;

geo­po­li­tisch, weil Isra­el im ame­ri­ka­ni­schen Impe­ri­um, unter des­sen Herr­schaft wir ste­hen, eine expo­nier­te Rol­le spielt.

In die­ser Lage erschei­nen Sie mir als Kom­bat­tant einer nun auch auf deut­schem Boden viru­len­ten Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Ara­bern und Juden, der dafür wirbt, die Deut­schen für einen Kampf der Juden bzw. Israe­lis gegen Araber/Palästinenser bzw. Mus­li­me zu gewin­nen. Gleich­zei­tig sehe ich, daß Sie nur eine bestimm­te und hier­zu­lan­de recht klei­ne jüdi­sche Frak­ti­on ver­tre­ten, wäh­rend sich der Groß­teil des poli­tisch orga­ni­sier­ten Juden­tums in Deutsch­land eher dafür stark gemacht hat, die Zuwan­de­rung aus mus­li­mi­schen Län­dern nach Deutsch­land zu för­dern, gerecht­fer­tigt und begrün­det mit der „deut­schen Schuld“ und der fixen Idee vie­ler Juden, nur in einer mul­ti­kul­tu­rel­len Gesell­schaft „sicher“ zu sein.

Die­se jüdi­schen Insti­tu­tio­nen und Akteu­re reagie­ren meis­tens eher abwie­gelnd, wenn der „impor­tier­te Anti­se­mi­tis­mus“, der kon­kret vor­ran­gig eine Isra­el­feind­lich­keit ist, auch für in Deutsch­land leben­de Juden nega­ti­ve Fol­gen zei­tigt. Gegen Grup­pen und Par­tei­en, die sich ein­wan­de­rungs­kri­tisch posi­tio­nie­ren, haben sie stets die Nazi-Kar­te aus­ge­spielt und von der mora­li­schen Erhö­hung als Ein­wan­de­rer­freun­de profitiert.

Ich erin­ne­re an Micha­el Wolff­sohn, der 2015 die Ein­wan­de­rer­flut als „Geschenk des Him­mels“ pries und drei Jah­re spä­ter die Anwe­sen­heit von wach­sen­den, sich radi­ka­li­sie­ren­den mus­li­mi­schen Min­der­hei­ten in Deutsch­land beklag­te. Ob Deut­sche von den nega­ti­ven Fol­gen mus­li­mi­scher Ein­wan­de­rung betrof­fen waren, schien ihm egal.

Momen­tan wird nun auch von den Links­li­be­ra­len in Deutsch­land, Öster­reich (und anders­wo, etwa Frank­reich und Groß­bri­tan­ni­en) ernst­haft die Opti­on dis­ku­tiert, „Anti­se­mi­ten“ und allen, die „das Exis­tenz­recht Isra­els“ abstrei­ten oder bezwei­feln, die Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung zu ent­zie­hen und die Ein­wan­de­rung zu ver­wei­gern, da sol­che Men­schen „nie­mals zu Deutsch­land gehö­ren kön­nen“. Ein sol­ches „Koscher-Zer­ti­fi­kat“ als Remi­gra­ti­ons­grund wäre viel­leicht kurz­fris­tig eine ver­lo­cken­de Idee, aber auf lan­ge Sicht pro­ble­ma­tisch, da es eben vor­ran­gig um Deutsch­lands und des deut­schen Vol­kes eige­nes Exis­tenz­recht und nicht das von Isra­el gehen soll­te. Da hof­fe ich, daß Sie mir zustimmen.

An die­se Über­le­gun­gen anschlie­ßend hät­te ich eini­ge Fra­gen an Sie. Sie sehen nun, wie das poli­tisch-media­le Estab­lish­ment in Deutsch­land nahe­zu vor­be­halts­los die Par­tei Isra­els ergreift. Ange­sichts der Schwe­re der Ter­ror­ta­ten der Hamas sind auch die Stim­men lei­ser gewor­den, die eine abwä­gen­de Sicht anmah­nen und das Aus­maß der Ver­gel­tung kri­ti­sie­ren, die bereits jetzt über 1,500 paläs­ti­nen­si­sche Todes­op­fer gefor­dert haben soll, unter ihnen bis zu 500 Kinder.

Ich fra­ge Sie: Wie fühlt man sich, wenn man einem Volk ange­hört, das von allen Sei­ten das Recht auf Ver­gel­tung zuge­spro­chen bekommt? Haben Sie mit dem der­zei­ti­gen Vor­ge­hen Isra­els gegen Gaza tat­säch­lich kei­ne Pro­ble­me? Hat es Ihrer Mei­nung nach jen­seits der Ver­gel­tung einen Zweck?

Und dar­über hin­aus wür­de mich wirk­lich inter­es­sie­ren, wie Sie es ver­ein­ba­ren kön­nen, sich via AfD in der natio­na­len Bewe­gung Deutsch­lands zu enga­gie­ren, wäh­rend gleich­zei­tig Ihre pri­mä­re Loya­li­tät einem ande­ren Staat, Isra­el, zu gel­ten scheint.

Auf Ihre Ant­wort bin ich, wie immer, sehr gespannt.

Bes­te Grü­ße, Ihr Lichtmesz

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2. Abra­mo­vych an Lichtmesz

Ber­lin, 16.10. 2023

Lie­ber Herr Lichtmesz!

Ihre recht inti­me Kennt­nis des Juden­tums, die sich dem Umstand ver­dankt, dass Sie durch Ihre Beschäf­ti­gung mit Hans Blü­her (übri­gens dem Mus­ter­bei­spiel eines rech­ten deut­schen Zio­nis­ten) bereits früh auf Hans Joa­chim Schoeps gesto­ßen sind, macht Sie zu einem inter­es­san­ten Gesprächs­part­ner in die­ser Fra­ge, – wenn wir auch in ethisch-poli­ti­schen Din­gen (anders als in ästhe­ti­schen) oft­mals nicht einer Mei­nung sind.

Wor­in wir aller­dings völ­lig über­ein­stim­men, ist unse­re Ein­schät­zung des säku­la­ri­sier­ten oder theo­lo­gisch „refor­mier­ten“, stets zum Ersatz­mes­sia­nis­mus nei­gen­den Dia­spo­ra­ju­den­tums, über das Schoeps tref­fend sag­te: „Der Jude, der nicht er selbst sein will, son­dern von sich fort und sich ver­leug­nen will, zer­stört die eige­ne und die frem­de Art. Weil er kei­ne Art hat, neigt er dazu, alle Arten aufzulösen.“

Als Schoeps die­se Zei­len 1934 schrieb, war er selbst noch gegen die Staats­grün­dung Isra­els, aller­dings weit weni­ger aus dem, was man heu­te als Anti­zio­nis­mus kennt, son­dern viel­mehr weil er den (damals fast aus­schließ­lich antit­he­is­ti­schen) Zio­nis­mus für eine Häre­sie hielt und an eine Zukunft des Juden­tums in Euro­pa glaub­te. Die­ser Typus Jude, den Schoeps bis zum Zwei­ten Welt­krieg dar­stell­te und der sich sowohl gegen Selbst­ver­leug­nung (mit­hin libe­ra­les Assi­mi­lan­ten­tum) als auch gegen are­li­giö­sen „Eth­no­zen­tris­mus“ wand­te (wie Sie es nen­nen wür­den), exis­tiert aller­dings aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den nicht mehr; die Lie­be der Juden­heit (und längst nicht nur der deut­schen) zu Deutsch­land wur­de mit­nich­ten erwidert.

Schoeps gab sei­nen Wider­stand gegen das zio­nis­ti­sche Pro­jekt fol­ge­rich­tig auf und wand­te sich in sei­nen letz­ten Jah­ren gar offen gegen den lin­ken und den mus­li­mi­schen Anti­zio­nis­mus. Inzwi­schen gibt es nur noch zwei Typen Juden: den anti­na­tio­na­len, glo­ba­lis­ti­schen (ins Jüdi­sche über­setzt: dia­spo­ris­ti­schen) lin­ken Juden oder den Natio­nal­ju­den. Und letz­te­rer ist natür­lich weit eher geneigt, eine in Ihrem Sin­ne „eth­no­plu­ra­lis­ti­sche“ Ein­rich­tung der Welt zu akzeptieren.

Mich hat seit jeher ver­wun­dert, dass Sie, obwohl Sie sich all des­sen bewusst sind und in ande­ren Fra­gen stets ana­ly­tisch den­ken, den­noch der­art mora­lin­saure Äuße­run­gen von sich geben, sobald es um Isra­el geht. Ich sehe denn auch kei­nes­wegs, dass die deut­sche Rech­te beson­ders anfäl­lig sei für die Anlie­gen einer von Ihnen so bezeich­ne­ten „Isra­el-Lob­by“, son­dern im Gegen­teil dass sowohl die Rechts­in­tel­lek­tu­el­len als auch die rech­ten Par­tei­po­li­ti­ker ande­rer euro­päi­schen Län­der eine weit ent­spann­te­re und ratio­na­le­re Hal­tung zu die­ser Fra­ge einnehmen.

Ich den­ke etwa an Alain de Benoist, der über Isra­el in der erwei­ter­ten Neu­aus­ga­be von Wir und die ande­ren (erscheint in weni­gen Wochen im GHV) gänz­lich anders urteilt als Sie; oder an Renaud Camus in der von Ihnen über­setz­ten Revol­te gegen den gro­ßen Aus­tausch, wor­in er gar bekräf­tigt, es sei­en zwi­schen der euro­päi­schen Rech­ten und den Juden „sehr herz­li­che Bezie­hun­gen“ möglich.

Auch par­tei­po­li­tisch sehe ich in den übri­gen euro­päi­schen Län­dern kei­ne der­ar­ti­gen Vor­be­hal­te wie hier­zu­lan­de. Éric Zemm­our, sonst recht zurück­hal­tend gegen­über israe­li­schen Belan­gen, for­der­te eine Strei­chung sämt­li­cher Zah­lun­gen an die UNRWA; Mari­ne Le Pen gab gar (im Gegen­satz zur fran­zö­si­schen Lin­ken) kund, Isra­el habe nun das Recht, die Hamas voll­stän­dig vom Erd­bo­den zu tilgen.

Inner­halb der EU-Kom­mis­si­on haben sich gra­de drei ost­eu­ro­päi­sche Län­der, an der Spit­ze Ungarn, für eine völ­li­ge Strei­chung der Hilfs­gel­der an die UNRWA aus­ge­spro­chen, wäh­rend der Kom­mis­sar für Aus­wär­ti­ges Bor­rell und alle links­re­gier­ten Mit­glieds­staa­ten für eine Fort­set­zung der Zah­lun­gen ein­tra­ten und sich mit die­ser Posi­ti­on auch durch­setz­ten, obwohl spä­tes­tens jetzt ersicht­lich gewor­den sein dürf­te, dass die­se Hilfs­mit­tel zweck­ent­frem­det wer­den für den Kampf gegen Isra­el. In sämt­li­chen euro­päi­schen Nach­bar­län­dern gilt die Faust­re­gel: je rech­ter, des­to stär­ker pro­is­rae­lisch, je lin­ker, des­to stär­ker antizionistisch.

Dass aber etwa ein Schmitt-Schü­ler wie Thor von Wald­stein, sobald es um Isra­el geht, plötz­lich beginnt, von Men­schen­rech­ten, wie ich sei­ner­zeit schrieb, zu „schwa­dro­nie­ren“, erscheint mir nach wie vor völ­lig deplat­ziert. Auch habe ich kei­ner­lei Ver­ständ­nis dafür, dass sich nun über die israe­li­sche Reak­ti­on auf die Mas­sen­mor­de aus­ge­rech­net jene AfD-Ver­tre­ter echauf­fie­ren, die den „Men­schen­rechts­im­pe­ria­lis­mus“ grund­sätz­lich ableh­nen und denen etwa der Völ­ker­mord an den Uigu­ren in der Volks­re­pu­blik Chi­na kei­ner Erwäh­nung wert ist (sofern sie die­sen nicht rund­her­aus als ame­ri­ka­ni­sche Pro­pa­gan­da abtun).

Um die­ses Ungleich­ge­wicht, um nicht zu sagen: die­ses zwei­er­lei Maß zu erläu­tern, wäre es zu kurz gegrif­fen, schlicht Juden­feind­lich­keit zu unter­stel­len und alle über einen Kamm zu sche­ren. Zwei­fels­oh­ne spielt eine gewis­se, stets an den poli­ti­schen Rän­dern anzu­tref­fen­de Zivi­li­sa­ti­ons­feind­lich­keit à la Rous­se­au eine Rol­le (an der übri­gens auch der von Ihnen erwähn­te Uri Avnery krank­te, der im Ver­lauf sei­nes Lebens von der äußers­ten Rech­ten zur äußers­ten Lin­ken gewech­selt ist): die Roman­ti­sie­rung des Bar­ba­ren als edel und die Kri­mi­na­li­sie­rung der Zivi­li­sa­ti­on als inhu­man unter einer huma­nis­ti­schen Fassade.

Ein wei­te­res, damit in Zusam­men­hang ste­hen­des Moment ist, dass bei man­chen Kom­men­ta­to­ren (und das sehe ich bei Ihnen am Wer­ke) die Geo­po­li­tik alles übri­ge über­deckt: Sie wer­fen Ihre eige­nen Kate­go­rien über Bord, weil Sie Isra­el als Vor­pos­ten des ame­ri­ka­ni­schen Impe­ri­ums ableh­nen, und las­sen alle übri­gen Aspek­te außer Acht. Denn dass Ihre Kon­zep­ti­on des Eth­no­plu­ra­lis­mus mit den Ara­bern nicht zu machen ist (nicht zuletzt weil eine über­wäl­ti­gen­de Mehr­heit der Ara­ber heut­zu­ta­ge Isla­mis­ten sind und der Islam, im Gegen­satz zum Juden­tum, nun ein­mal aggres­siv uni­ver­sa­lis­tisch ist), dürf­te Ihnen durch­aus klar sein; Sie deu­ten die­sen Umstand ja selbst an, wenn Sie davon spre­chen, dass die hie­si­gen Mos­lems die­ser Tage „ihre demo­gra­phi­sche Macht zur Schau stellen“.

Ein äußerst bezeich­nen­des Bei­spiel für Ihr zwei­er­lei Maß ist, dass Sie ent­ge­gen Ihrer sons­ti­gen Maß­stä­be dar­auf bestehen, die „Paläs­ti­nen­ser“ sei­en ein Volk. In Ihrem Buch über den Eth­no­plu­ra­lis­mus (S. 111) defi­nie­ren Sie Volk vor­nehm­lich als fußend auf „Abstam­mung“ einer­seits und „staat­li­cher Gemein­schaft“ ande­rer­seits. Von einer gemein­sa­men oder auch nur distink­ten Abstam­mung jener Ara­ber, die sich als Paläs­ti­nen­ser bezeich­nen, kann aller­dings nicht die Rede sein. Sie haben kei­ne eige­ne Spra­che, nicht ein­mal einen distink­ten Dia­lekt (in Gaza ist die Mund­art näher an der ägyp­ti­schen, in Jeri­cho näher an der jor­da­ni­schen). Auch war die­ses Ter­ri­to­ri­um über Jahr­hun­der­te hin­weg, wäh­rend sei­ner Zuge­hö­rig­keit zum Osma­ni­schen Reich, Durch­zugs­ge­biet. Der PLO-Grün­der Ara­fat etwa war gar gebür­tig aus Kairo.

Die Ara­ber im nach­ma­li­gen Man­dats­ge­biet Paläs­ti­na haben sich nie­mals als eige­nes, distink­tes Volk betrach­tet. „Paläs­ti­nen­ser“ war bis zur Staats­grün­dung Isra­els gar ein Syn­onym für die im Man­dats­ge­biet leben­den Juden (mit­hin das, was man heu­te als „Israe­li“ bezeich­net). Als ich Sie dar­auf unlängst hin­wies und die soge­nann­ten Paläs­ti­nen­ser scherz­haft als „Volk ohne Namen“ bezeich­ne­te, reagier­ten Sie mei­nes Erach­tens recht mora­lin­sauer – und mit­hin ganz anders, als ich Sie – und wohl auch ande­re – Sie kennen.

Was die Staat­lich­keit anbe­langt, ist unschwer zu erken­nen, dass die soge­nann­ten Paläs­ti­nen­ser nie­mals ein eige­nes Staats­we­sen hat­ten (es sei denn, man möch­te das König­reich Jor­da­ni­en, wo sich rund 80% der Bevöl­ke­rung als Paläs­ti­nen­ser iden­ti­fi­zie­ren, als Staat Paläs­ti­na betrach­ten). Beza­lel Smot­rich, Finanz­mi­nis­ter und Vor­sit­zen­der der natio­nal­re­li­giö­sen Par­tei, fass­te die­sen Umstand vor weni­gen Mona­ten in eine Rei­he rhe­to­ri­scher Fra­gen: „Wer war der ers­te paläs­ti­nen­si­sche König? Was für eine Spra­che haben sie? Gab es jemals eine paläs­ti­nen­si­sche Mün­ze?“ Man könn­te die­se Fra­gen belie­big fort­set­zen: Was ist das (distink­te) paläs­ti­nen­si­sche Natio­nal­ge­richt? Wie heißt das Natio­nal­epos der Palästinenser?

Nach kei­nem neu­rech­ten Kri­te­ri­um sind die Paläs­ti­nen­ser ein Volk. Wenn Sie Ihre eige­nen Maß­stä­be, die Sie an zahl­rei­chen Orten dar­ge­legt haben, kon­se­quent anwen­den wür­den, müss­ten Sie aner­ken­nen, dass die soge­nann­ten Paläs­ti­nen­ser eben­so­we­nig ein Volk dar­stel­len wie die Alba­ner im Koso­vo oder die sich als Roh­in­gya bezeich­nen­den Ben­ga­len in Myan­mar. Bei der Erfin­dung des paläs­ti­nen­si­schen Vol­kes han­delt es sich um nichts wei­ter als einen PR-Trick, um unbe­rech­tig­te Ansprü­che zu erhe­ben, und Sieg­fried Ger­lich hat vor eini­gen Jah­ren an die­ser Stel­le auf eine auf­schluss­rei­che Äuße­rung des PLO-Manns Zuhair Muh­sin (hier zitiert) hin­ge­wie­sen:

»Ein paläs­ti­nen­si­sches Volk exis­tiert nicht. Die Schaf­fung eines Paläs­ti­nen­ser­staa­tes ist nur ein Mit­tel, um unse­ren Kampf gegen den Staat Isra­el zuguns­ten unse­rer ara­bi­schen Ein­heit fort­zu­set­zen. In Wirk­lich­keit gibt es heu­te kei­nen Unter­schied zwi­schen Jor­da­ni­ern, Paläs­ti­nen­sern, Syrern und Liba­ne­sen. Nur aus poli­ti­schen und tak­ti­schen Grün­den spre­chen wir heu­te von der Exis­tenz eines paläs­ti­nen­si­schen Vol­kes, denn die ara­bi­schen natio­na­len Inter­es­sen ver­lan­gen, dass wir die Exis­tenz eines eige­nen paläs­ti­nen­si­schen Vol­kes als Gegen­pol zum Zio­nis­mus postulieren.«.

Dies führt uns unwei­ger­lich zu der Fra­ge, war­um es bis heu­te kei­nen Paläs­ti­nen­ser­staat gibt, obwohl Gele­gen­hei­ten genug bestan­den hät­ten, einen sol­chen zu grün­den, etwa 1947 im Ange­sicht des Tei­lungs­plans der UN, den die Ara­ber aller­dings ablehn­ten, um anschlie­ßend einen Krieg gegen die Juden zu füh­ren. Auch nach der Nie­der­la­ge gegen den jun­gen Staat Isra­el behiel­ten die Ara­ber bis 1967 immer­hin Gaza sowie Judäa und Sama­ria ein­schließ­lich Ost­je­ru­sa­lems, um auf die­sem Gebiet einen Staat zu grün­den; doch Gaza wur­de Teil Ägyp­tens und die rest­li­chen Gebie­te Teil Jor­da­ni­ens. (Übri­gens began­nen die dor­ti­gen Ara­ber erst nach dem israe­li­schen Sieg im Sechs­ta­ge­krieg, sich sys­te­ma­tisch als eige­nes Volk zu prä­sen­tie­ren, weil sie hat­ten ein­se­hen müs­sen, Isra­el mili­tä­risch nicht in die Knie zwin­gen zu kön­nen und als ver­meint­lich distink­tes Volk vor der Welt­öf­fent­lich­keit bes­se­re Kar­ten zu haben).

2005 schließ­lich, unter Ari­el Scha­ron (der in euro­päi­schen Medi­en, wegen sei­ner Koope­ra­ti­on mit dem wei­ßen Süd­afri­ka und sei­ner Unter­stüt­zung der Phal­an­ge im liba­ne­si­schen Bür­ger­krieg, stets als Hard­li­ner dar­ge­stellt wur­de, obwohl er ein Mann der Mit­te war), kop­pel­te Isra­el Gaza von sich ab und erhob seit­her kei­ner­lei Anspruch mehr auf die­ses Gebiet. Die Ara­ber hät­ten dort einen Staat Paläs­ti­na grün­den und sogar inter­na­tio­na­le Aner­ken­nung errin­gen kön­nen (Isra­el hät­te ihnen kei­ne Stei­ne in den Weg gelegt); doch statt­des­sen wähl­ten sie die Hamas und damit den Kriegs­zu­stand. Der Krieg gegen Isra­el war ihnen sogar wich­ti­ger als die Errich­tung einer eige­nen Infra­struk­tur, sodass sie die Chuz­pe haben, als Schma­rot­zer gegen ihren eige­nen Wirt zu kämp­fen. Die Hamas ist wohl welt­weit der ein­zi­ge poli­ti­sche Akteur, der es sich erlaubt, die Kin­der der­je­ni­gen zu mas­sa­krie­ren, von denen sie mit Was­ser und Strom ver­sorgt werden.

Was nun schließ­lich den von Ihnen so bezeich­ne­ten „Schuld­kult“ anbe­langt, schlägt Isra­el dar­aus weit weni­ger Kapi­tal, als Sie insi­nu­ie­ren; der größ­te Pro­fi­teur sind näm­lich zwei­fels­oh­ne Dia­spo­ra­ju­den, die mit Isra­el nur wenig am Hut haben, sowie jene phi­lo­se­mi­ti­schen deut­schen Klez­me­ridio­ten und Stetl-Nost­al­gi­ker, die zu gro­ßen Tei­len zu Anti­zio­nis­mus nei­gen (weil ihnen der wehr­lo­se Jude von frü­her lie­ber ist als der wehr­haf­te von heute).

Die­ser über­zeug­te Dia­spo­ra­ju­de, der Ausch­witz uni­ver­sa­lis­tisch inter­pre­tiert, wird sich, eben­so wie der “Phi­lo­se­mit”, immer gegen die aus sei­ner Sicht Star­ken, mit­hin gegen die Wei­ßen, ein­set­zen, weil er über­all ein neu­es Ausch­witz an den jeweils aus­tausch­ba­ren “neu­en Juden” wit­tert. Der Täter aber ist bei ihm nicht austauschbar.

Der Zio­nist (der jüdi­sche wie der nicht­jü­di­sche) hin­ge­gen, der Ausch­witz ansieht als Ver­such, das jüdi­sche Volk (und eben kein ande­res) aus­zu­rot­ten, sieht den jewei­li­gen Feind an als die Rute, die Gott ver­wen­det, um die vom jüdi­schen Volk Abge­fal­le­nen zu stra­fen, d.h. als aus­tausch­bar. Des­halb ist er auch weit eher geneigt, die Deut­schen nicht als ewi­ges Feind­bild zu betrachten.

Das Holo­caust­mahn­mal in Ber­lin etwa, das Lieb­lings­ob­jekt der Phi­lo­se­mi­ten, liegt aus zio­nis­ti­scher Sicht nicht im Gerings­ten im jüdi­schen Inter­es­se; es ist eher das Gegen­teil der Fall. Abge­se­hen davon, dass es schlicht­weg degou­tant ist, in den sozia­len Medi­en Bil­der von Tou­ris­ten zu sehen, die vor dem Mahn­mal posie­ren oder auf den Ste­len ihren Döner ver­zeh­ren, dürf­te der „Sün­den­stolz“ (Mar­tin Wal­ser) der eth­nisch fast voll­stän­dig deut­schen „Lea“ (eigent­lich Edith Rena­te Ursu­la) Rosh, wel­cher das Mahn­mal her­vor­brach­te, mehr Anti­se­mi­ten pro­du­zie­ren als Deut­sche mit dem Juden­tum versöhnen.

Der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche His­to­ri­ker Eber­hard Jäckel gab zum fünf­jäh­ri­gen Jubi­lä­um die­ses Mahn­mals (es gab tat­säch­lich einen Fest­akt aus die­sem Anlass) gar kund, es gebe Völ­ker, die „uns“ (also die Deut­schen) „um die­ses Mahn­mal benei­den“. Es han­delt sich dabei mit­hin um ein Pro­jekt von Deut­schen für Deut­sche, und der ein­zi­ge Typus Jude, der davon pro­fi­tiert, ist der vom deut­schen Staat finan­zier­te Funk­tio­närs­ju­de, der sich bei öffent­li­chen Anläs­sen davor ablich­ten lässt. Hen­ryk Bro­der hat das Mahn­mal ent­spre­chend und kon­ti­nu­ier­lich über Jah­re hin­weg (zum Teil mit gro­ßem Humor) kritisiert.

Ein unab­än­der­li­cher Fakt bleibt aber der real­po­li­ti­sche Umstand, dass das Wort eines Juden (zumal ein sol­ches, das der gemei­ne Deut­sche mit Tages­schau-Seh­ge­wohn­hei­ten nicht erwar­ten wür­de) in der Öffent­lich­keit weit mehr Wir­kung ent­fal­ten kann als das Wort eines jeden ande­ren. In der Jun­gen Frei­heit schrieb Armin Moh­ler in den 90ern ein­mal sinn­ge­mäß davon, dass das erlö­sen­de Wort nur ein Jude spre­chen kön­ne. Der moral­po­li­ti­sche Vor­sprung des Juden ist eine Tat­sa­che, die weder Sie noch ich ändern kön­nen. Wer sie nicht für sich zu nut­zen weiß, beschnei­det sich daher real­po­li­ti­scher Mög­lich­kei­ten und einer poten­ti­el­len Waf­fen­gleich­heit gegen­über der poli­ti­schen Linken.

Das poli­ti­sche Ange­bot außer­halb Isra­els leben­der Natio­nal­ju­den wie mir mag in Deutsch­land etwas Unge­wohn­tes dar­stel­len, ist aber in den USA und auch etwa in Frank­reich längst gang und gäbe. Es ist zudem mei­nes Erach­tens nichts Vages oder Klan­des­ti­nes dar­an, denn unser­ei­ner ver­sucht ja nicht, das Publi­kum wahr­heits­wid­rig zu täu­schen dar­über, dass wir – trotz aller kul­tu­rel­ler Bin­dun­gen an die jewei­li­gen Län­der, in denen wir leben – nie­mals mehr rest­los wer­den auf­ge­hen wol­len in einem ande­ren Volk.

Die Zei­ten der „Deut­schen israe­li­ti­scher Kon­fes­si­on“ – oder wie auch immer sich die libe­ra­len Assi­mi­lan­ten ver­gan­ge­ner Tage in völ­li­ger Ver­leug­nung sowohl vom Wesen des Juden­tums als auch der Bedeu­tung von Eth­nie genannt haben mögen – sind end­gül­tig vor­bei; denn jene Juden, die nach wie vor den Nati­ons­cha­rak­ter des Juden­tums her­un­ter­spie­len oder gar leug­nen, eig­nen sich kei­nes­wegs für Alli­an­zen mit der poli­ti­schen Rech­ten ande­rer Völ­ker. Daher ist es schlicht­weg unred­lich, sich als deut­scher Rech­ter auf die israe­li­sche Lin­ke zu beru­fen (denn einem israe­li­schen Rech­ten fie­le es im Traum nicht ein, sich auf Haber­mas oder ähn­li­che „Den­ker“ zu berufen).

Und wer sich aus rei­ner Ani­mo­si­tät zu scha­de dafür ist, sich für eine der bei­den Optio­nen zu ent­schei­den, muss sich nicht wun­dern, wenn er von jüdi­scher Sei­te als poli­ti­scher Feind betrach­tet wird.

Bes­te Grü­ße aus Ber­lin,  Ihr Artur Abramovych

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Kommentare (1)

MARCEL

18. Oktober 2023 10:19

Mein Senf dazu:
Ein Qualitätsmerkmal, daß es diese Korrespondenz auf diesem Niveau gibt, Respekt! Spricht für beide sowie für eine deutsch-jüdische Verschränkung, die weit vor die NS-Zeit zurückreicht (nach dem Willen Herzls sollte in Israel m.W. deutsch gesprochen werden und im Shtetl spricht man heute noch Judendeutsch bzw. Jiddisch)
Keinem Juden kann völlig egal sein, was in Israel passiert, auch wenn er sich ausdrücklich nicht als Zionist versteht- ein nicht lösbares Dilemma (gilt übrigens für jeden Katholiken in Hinblick auf den Papst)
Die muslimischen Araber werden uns eine evtl. Parteinahme für ihre Recht schlecht danken, da sie keinerlei Probleme haben, uns unser Land u. im Extremfall unser Leben ebenso wegzunehmen. Hamas ist Islam und der will grundsätzlich die Welt, nicht nur Israel.

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