31. Oktober 2020

Ich bin nicht Charlie 2.0

Martin Lichtmesz / 64 Kommentare

In Frankreich wurden innerhalb von zwei Wochen zwei Menschen von islamistischen Terroristen enthauptet.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Enthauptungen, durchgeführt in "Handarbeit", gelten in unserer modernen Zivilisation als ganz besonders barbarische Tötungsakte. Das war freilich nicht immer so. Im Mittelalter konnte man es als Gnade und Vorrecht auffassen, als zum Tode Verurteilter "nur" enthauptet, und nicht etwa gerädert und gevierteilt zu werden. In der Neuzeit waren es die französischen Jakobiner, die mit der Guillotine eine technisch besonders effiiziente Hinrichtungsmethode erfanden, mit deren Hilfe man sozusagen am Fließband töten konnte, was durchaus eine Art "humaner" Fortschritt war.

Der Anblick eines vom Körper abgetrennten Kopfes erweckt tiefes Grauen. Der Kopf eines Menschen ist der Körperteil, der ihn selbst repräsentiert. Aufgespießte Köpfe und Schädelpyramiden dienten in der Geschichte zur Abschreckung aller, die es zu unterwerfen, zu vertreiben oder zu bestrafen galt.

Die Präsentation des Kopfes als Trophäe verkündet die absolute Verfügungsgewalt des Siegers, seine Macht, nicht nur das Leben, sondern auch die Ehre und menschliche Würde des Besiegten auszulöschen. Das Haupt des Königs von Frankreich, einst gesalbt mit dem Öl der heiligen Ampulle von Reims, nun ein blutendes Stück Fleisch, wird dem johlenden Pöbel vorgewiesen. Der Herrscher von Gottes Gnaden, hingerichtet wie ein Verbrecher, sein Leib geschlachtet wie ein Stück Vieh, ist nun in den Staub getreten, und mit ihm alles, was er symbolisiert.

Heute werden Enthauptungen vor allem mit der islamischen Welt in Verbindung gebracht, wo sie eine lange Tradition haben. Todesstrafe durch Enthauptung existiert heute noch in Katar, im Iran, in Jemen und Saudiarabien, wo immer noch mit dem Schwert geköpft wird. Die Schergen des Islamischen Staates enthaupteten ihre knieenden und in rituelle Gewänder gekleideten Gefangenen vor laufender Kamera, ebenfalls in deutlich erniedrigender Absicht. Auch Al-Qaida und die Taliban in Irak und Afghanistan pflegten mit Vorliebe dieses Praxis. Videos von islamistischen Enthauptungen kursierten schon Anfang der 2000er Jahre im Netz und waren zeitweise populärer als die Sex-Tapes von Paris Hilton.

Nun also wieder  Frankreich: am 16. Oktober enthauptete ein 18jähriger Tschetschene den Lehrer Samuel Paty in der Pariser Vorstadt Conflans-Sainte-Honorine, am 29. Oktober schnitt ein 21jähriger Tunesier einer sechzigjährigen Frau in Notre Dame von Nizza die Kehle durch, wodurch ihr Kopf beinahe vom Rumpf abgetrennt wurde. Zusätzlich erstach er zwei weitere Menschen, die ihm zufällig vors Messer liefen. Eine "waschechte" Enthauptung fand bereits am 26. Juli 2016 in der Normandie statt, als islamistische Attentäter den 86jährigen Pfarrer Jacques Hamel mitten in der Heiligen Messe töteten, ein Akt, der auf französischem Boden ohne Beispiel ist.

Nun scheint der islamistische Terror in Frankreich wieder zurück zu sein, zumindest im Bewußtsein der Öffentlichkeit, das seit Monaten hauptsächlich vom "Coronavirus" besessen ist. In Wahrheit war er zu keinem Zeitpunkt verschwunden. Das letzte "große" Attentat hatte ebenfalls in Nizza stattgefunden, wo am 14. Juli 2016 ein Tunesier mit einem Lastwagen 86 Menschen tötete und 458 verletzte.

Allerdings hat es seither etliche  "kleinere" Anschläge gegeben. Wikipedia listet nicht weniger als 18 Vorfälle seit 2017 auf: Attacken mit Messern, Macheten, Hämmern, Schußwaffen und Kraftfahrzeugen, in Paris, Strasbourg, Metz, Marseille, Lyon und anderen Städten und Vororten. Rund zwei Dutzend Menschen wurden getötet, viele weitere schwer verwundet. Nur drei Wochen vor der Ermordung von Samuel Paty, am 25. 9., wurden zwei Menschen vor dem ehemaligen Redaktionsgebäude von Charlie Hebdo niedergestochen. (Haben Sie davon etwas in den Medien vernommen? Ich nicht.)

"Multikulturalismus auf englische Art: Zuviel ist zuviel!"

Die Täter waren unter anderem Algerier, Marokkaner, Tschetschenen, Ägypter, Pakistanis, Sudanesen, weiße Konvertiten, einige in Frankreich geboren, einige "frische" Einwanderer, Asylanten, Ausländer. Der Attentäter von Nizza, Brahim Aoussaoui, war nur einen Monat vor der Tat in Lampedusa gelandet, womöglich mit dem deutschen Schlepperschiff "Alan Kurdi". Über Italien war er nach Frankreich gelangt, nur einen Tag vor der Tat. Eines seiner drei Opfer, eine 44jährige dreifache Mutter, stammte aus Brasilien und war schwarz (aus der "Black Lives Matter"-Ecke kam bislang keine Klage über ihren Tod). Da der Schauplatz die Kirche Notre Dame von Nizza war, kann man annehmen, daß Aoussaoui gezielt Christen töten und das Heiligtum schänden wollte.

Das wirft nun die Frage auf, ob es sich hierbei, wie schon im Fall Samuel Paty, um eine weitere Vergeltung für das Zeigen der als blasphemisch empfundenen "Mohammed-Karikaturen" von Charlie Hebdo handelt. Als Antwort auf die Ermordung Patys wurden "islamkritische" Cartoons der Satirezeitschrift auf die Fassaden von Hotels in Montpellier und Toulose projiziert, flankiert von schwer bewaffneter Polizei. Darunter wohlgemerkt auch etliche, die das Christentum und Judentum auf die typisch vulgäre Weise attackieren; einer zeigte den Koran, die Bibel und die Thora als Klopapierrollen.

Die Botschaft dieser Inszenierung war also wohlgemerkt nicht nur, daß der Staat entschlossen ist, das Recht auf Beleidigung Mohammeds mit Waffengewalt zu verteidigen, sondern ein viel weiter reichendes und abstrakteres Konzept: den säkularen, laizistischen Staat, der Religionskritik im besonderen und Meinungsfreiheit im allgemeinen unter seinen Schutz stellt. Es war also eine Neuauflage der Propaganda-Offensive vom Februar 2015 in kleinerem Maßstab: Islamisten "hassen uns", weil sie aus irgendeinem unerfindlichen Grund "unsere Freiheit", die säkulare Gesellschaft, den Rechtsstaat usw. hassen.

Ich habe den Zirkus, der auf das Charlie-Hebdo-Attentat folgte, damals unter dem Titel "Ich bin nicht Charlie" ausführlich kommentiert: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Zwischenruf, Teil 4. Der aus diesen Beiträgen zusammengestellte gleichnamige Kaplakenband ist inzwischen vergriffen.

Zusammengefaßt ist mein nun wieder aktueller Punkt dieser: Die internationalen politischen Eliten, die sich den "Je suis Charlie"-Sticker an die Brust hefteten und in Paris unter Polizeischutz für ein Propagandabild Arm in Arm auf die Straße stellten, scheren sich nachweislich einen Dreck um "Meinungsfreiheit", sondern treiben vielmehr die Zensur, Einschränkung, Marginalisierung und Kriminalisierung unliebsamer Meinungen und Personen vehement voran.

Die "Je suis Charlie"-Kampagne hatte nicht den Zweck, Mordtaten zu verurteilen oder die Meinungs- und Pressefreiheit an und für sich zu verteidigen. Sie zielte auch auf inhaltliche Zustimmung ab, erklärte implizit wie explizit die von Charlie Hebdo vertretenen linken "Werte" zu "unseren" Werten und die Zeitschrift zu einem Spitzenprodukt und kostbaren Gut der westlichen Zivilisation. In Wahrheit gehört Charlie zu der Heerschar der Wühlmäuse, die letztere von innen geschwächt und unterminiert haben, sodaß sie reif wurde für die islamische Infiltration.

Zudem ist gerade Frankreich ein Land, in dem es um die Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit alles andere als rosig bestellt ist. Ein Netz aus antirassistischen Wachhundorganisationen (LICRA, CRIF, MRAP) und Antidiskriminierungs- und Haßredegesetzen hat den freien Diskurs über heikle Themen wie Einwanderung, Islam, Rassenunterschiede oder Geschichtspolitik enorm erschwert, eingeschränkt und teilweise verunmöglicht (wie überall in der westlichen Welt).

Wer sich jenseits von im Grunde unverbindlichen Pipi-Kacka-Zoten kritisch, polemisch oder sonstwie unfreundlich über bestimmte Minderheiten äußert, der hat rasch eine Klage und eine saftige Geldstrafe wegen "Volksverhetzung" oder "Aufstachelung zum Rassenhaß" am Hals: prominente Beispiele sind Brigitte Bardot, Marine Le Pen, Eric Zemmour oder Renaud Camus, der sogar zu zwei Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt wurde. Der farbige Komiker Dieudonné M’bala M’bala ist mindestens so grenzwertig provokativ wie Charlie Hebdo, mit dem Unterschied, daß seine satirischen Lieblingszielscheiben nicht Muslime und Islam, sondern Juden, Zionisten und eine zivile Religion namens "Holocaust" sind. Dafür kassierte er ebenso Geld- und Haftstrafen wie sein Freund Alain Soral oder der Schriftsteller Hervé Ryssen.

"Ich war Charlie." Immer noch lustig? ( www.egaliteetreconciliation.fr)

Wohlgemerkt stelle ich hier nicht das Recht von Charlie Hebdo in Frage, linksextremen Dreck zu publizieren, und selbstverständlich darf sich keine Regierung von islamischen (und sonstigen) Erpressungen und Gewaltandrohungen einschüchtern und zur "Unterwerfung" à la Houellebecq nötigen lassen.

Aber die jüngsten Attentate nun - zum hundertausendsten Mal - so hinzustellen, als stünde hier der "freien Westen" gegen "fundamentalistische Extremisten", ist nicht nur oberflächlich und kurzsichtig, sondern pure Heuchelei. Mag es auch hin und wieder vorkommen, daß jemand aufgrund des Vorzeigens einer Mohammed-Karikatur durch islamistische Intervention den Kopf verliert, die weitaus gefährlicheren Feinde der Rede- und Meinungsfreiheit in der westlichen Welt sind heute keine Messer- und Lastwagendschihadisten, sondern die herrschenden politisch-medialen Eliten, globalistische Organisationen und "Big Tech", die Herren der sozialen Medien und der den richtigen Weg weisenden Algorithmen.

Charlie Hebdo genießt eine gewisse Narrenfreiheit, weil es aus der alten Neuen Linken von 1968 stammt, Teil des Establishments ist und bestimmte Linien nicht überschreitet. Seine vermeintliche gelegentliche politische Unkorrektheit ist ebenso ein systemstützender Schwindel wie jene der "Borat"-Filme von Sacha Baron Cohen (der im November 2019 Facebook zur noch emsigeren Zensur von "Haßpostings und Verschwörungstheorien" drängte).

Darauf sind auch viele islamkritische Rechte hereingefallen, die nachvollziehbare Genugtuung darob empfanden, daß die unverrückbar zu Deutschland gehörenden und entsprechend unantastbaren Muslime zumindest in Frankreich mit dem Segen des Staates als satirische Zielscheibe benutzt werden dürfen. Und man kann den Machern des Blattes zumindest eines zugestehen: daß sie im Gegensatz zu anderen einen hohen, ja den höchsten Preis bezahlt haben und auch nach dem Attentat von 2015 (meines Wissens) von ihrer Linie nicht abgewichen sind. Dazu gehört, trotz der Protektion durch die Regierung, ein Mut, den man anerkennen kann.

Charlies Schmähkritik ist jedoch jenseits des grellen Provokationsmoments nahezu völlig wertlos. Sie beschränkt sich in der Regel auf ein "Ziegenf***er"-Niveau à la Böhmermann, und entschärft und relativiert sich selbst durch einen generell antireligiösen oder antiklerikalen Kontext, der gleichsam als Alibi dient. Hier wird im Grunde ein uralte linke Nummer durchgezogen: Religion wird durch Blasphemie und Obszönität lächerlich gemacht, was im Falle des Christentums bedeutet, auf ein totes Schaf einzuprügeln. Auch das orthodoxe Judentum wird ab und zu  in diesen Topf verrührt, nicht aber die säkulare Holocaust-Religion, die keine Blasphemie ungestraft läßt und durch strenge Tabus geschützt ist (wie lustig fänden manche Charlie-Fans wohl das "Tagebuch der Anne Frank" als Klopapier?).

Mit derselben fäkalen Subtilität wie Jesus und Mohammed hat Charlie auch Marine Le Pen und die französische Rechte karikiert. Das Blatt ist klarer Teil der pro-immigrationistischen, anti-rassistischen Front. Insofern hat Charlie im Februar 2015 tatsächlich geerntet, was es selbst mitgesät hat, denn wer den Islam kritisieren will, sollte von der Islamisierung und ihrer Hauptursache Masseneinwanderung nicht schweigen.

Brigitte Bardot mit zeitgenössischem Maulkorb.

Hier liegt die eigentliche Wurzel des inzwischen wohl schier unlösbaren Problems. Macron will es lösen, indem er einmal mehr den starken Law-and-Order-Mann markiert, der nun endlich hart gegen den militanten Islamismus durchgreifen wird, was er in der Vergangenheit schon öfter angekündigt hat, ohne daß sich irgendetwas an dem permanenten gewaltträchtigen Grundrauschen in der französischen Gesellschaft geändert hätte.

Er gibt sich entschlossen, das französische Modell der republikanisch-laizistischen "Leitkultur" auch den widerspenstigeren Einwanderergruppen aufzuzwingen und einzutrichtern. Aber mit einem Schutz der französischen Kultur oder des französischen Volkes oder der französischen Identität hat das kaum mehr etwas zu tun. Der "Stammfranzose" ist ein Auslaufmodell, das komplett vom "Paßfranzosen" abgelöst werden soll.

Dummerweise ziehen es diese "Paß"- oder "Papierfranzosen" in der Mehrzahl vor, Algerier, Marokkaner, Tunesier, Mauretanier, Libanesen, Senegalesen, Kameruner, Malier, Kongolesen usw. zu bleiben, was ihre ethno-kulturelle (und mehrheitlich muslimische) Identität und Loyalität betrifft. Neben dem Islam eint sie häufig auch, daß sie nicht "weiß" sind und daß sie ein von der Kolonialgeschichte Frankreichs genährtes Ressentiment und Anspruchsdenken kultiviert haben.

Die Inszenierung mit den auf Hausfassaden projizierten Charlie-Cartoons unter Polizeischutz vermittelte, wie gesagt, genau diese "leitkulturelle" Botschaft: Ob ihr nun französische Staatsbürger oder auch nur Gäste in diesem Land seid - solange ihr hier lebt, müßt ihr diese Art von Kritik ertragen und respektieren, und wenn ihr dazu nicht imstande seid, werden wir notfalls die Staatsgewalt einsetzen; daß wir uns nach euren oder überhaupt nach religiösen Befindlichkeiten richten, könnt ihr hingegen nicht erwarten.

Da stellt sich mir eine einfache Frage: Was für einen Sinn hat es, zuerst Millionen Menschen aus einem fremden Kulturkreis einwandern zu lassen und nachher gezielt ihre Werte zu beleidigen, egal, was man selbst von diesen nun halten mag?

Der Groll, den der regierungsgestützte Kult um Charlie Hebdo erzeugt, beschränkt sich beileibe nicht bloß auf Extremfälle, die gelegentlich zum Messer oder zur Schußwaffe greifen. Er wird in den Nährboden einer tiefersitzenden kulturellen Differenz und Spannung eingespeist, die inzwischen demographisch fest verankert ist und den säkularen Staat zum Platzen bringt.

Macron hat dies angesprochen, indem er zwei Wochen vor der Ermordung Patys in einer Rede verkündete, Frankreich müsse mit einem "republikanischen Erwachen" und einem "republikanischen Patriotismus" den "islamischen Separatismus" bekämpfen, ebenso wie alle anderen Separatismen, die die Einheit der Nation gefährden.

Das ist nun ein weitaus umfassenderer Begriff als "islamischer Extremismus" oder "Islamismus". Man ging bislang davon aus, daß eine islamische Bevölkerung an und für sich in das nationalstaatliche Modell integrierbar sei, daß nur die "Extremisten" und "Fundamentalisten" unter ihnen das Problem seien, wie bei jeder anderen weltanschaulichen, religiösen oder ethnokulturellen Gruppe auch. So spricht auch Innenminister Darmanin von einem "Krieg" gegen den "Islamismus", und nennt ihn den "Faschismus des 21. Jahrhunderts".

Das Problem ist, daß sich der Islamismus nicht so leicht vom Islam abtrennen läßt; es ist kein Zufall, daß ein Land mit einem sehr hohen muslimischen Bevölkerungsanteil eine sehr hohe Quote an dschihadistischen Gewalttaten hat, auch wenn die meisten Muslime keine Dschihadisten sind. Der "Islamismus" ist heute tief in sozialen Strukturen, Netzwerken und Institutionen verankert, die sich zu wahren Parallelwelten entwickelt haben. Diese davongeflogenen islamischen Kinder will Macron nun wieder unter die zentralistischen Fittiche der Republik holen:

Wir haben unseren Separatismus selbst geschaffen. Unsere Republik hat die Ghettoisierung zugelassen. Ballungsräume für Elend und Schwierigkeiten geschaffen.(...) Einige Vereine, die sportliche, kulturelle, künstlerische und andere Aktivitäten anbieten, die soziale Angebote machen, den Schwächsten unserer Gesellschaft helfen, mit Essensausgaben und anderen Hilfestellungen, nutzen ihre Strukturen, um Menschen zu indoktrinieren.  Vereine sollen jedoch die Nation vereinen und dürfen sie nicht spalten.

Klassisch französisch gedacht, soll hier vor allem die staatliche Schulbildung nachhelfen, um den Laizismus zu stärken und z. B. wildwuchernde islamische Privatschulen einzudämmen:

Erst vergangene Woche haben wir wieder eine dieser Schulen entdeckt. Einfache Strukturen, Mauern, kleine Fenster. Kinder, die um 8 Uhr gebracht werden, begleitet von verschleierten Frauen mit Nikab. Fragt man die Kinder, was sie lernen, dann sagen sie, Gebete und ein paar Kurse. Das ist ihre schulische Bildung.

Nun ist es keineswegs so, daß ein französischer Politiker Lösungsvorschläge dieser Art zum ersten Mal vorbringt. Macron hält hier an einem Prinzip fest, das sich beharrlich als unzulänglich und undurchführbar erwiesen hat. Wer glaubt noch daran, daß man mit einer Mischung aus harten Vorgehen gegen militante Islamisten und einer patriotischen Bildungsoffensive aus Massen von muslimischen Nord- und Schwarzafrikanern brave,  herzhaft republikanisch-laizistisch gesinnte Franzosen machen kann?

Der Spiegel über Trumps angeblichen "muslim ban", 2017

Alain de Benoist äußerte hierzu in einem aktuellen Interview:

Die Islamisten wollen sich gar nicht nicht territorial von Frankreich separieren. Sie wollen eine Gegengesellschaft nach ihren Überzeugungen und Sitten errichten und so weit wie möglich ausbauen. Vergessen wir nicht, daß in Frankreich der Staat säkular ist, nicht aber die Gesellschaft. Der Islamismus zielt auf die Zivilgesellschaft, um dort eine kulturelle Hegemonie zu errichten. Ihre Aufgabe wird durch den liberalen Staat erleichtert, der den Säkularismus zu einem Prinzip der Entpolitisierung gemacht hat, was dazu führt, daß sich die staatlichen Behörden gegenüber dem metapolitischen Einfluß [des Islams] machtlos fühlen. Lange Zeit glaubte man, Integration sei ausschließlich eine politische, wirtschaftliche und soziale Angelegenheit. Wir haben das zivilisatorische Paradigma vergessen. (...)

Wenn Macron von "Separatismus" innerhalb Frankreichs spricht, meint er in Wirklichkeit "Kommunitarismus" - "militante Gemeinschaftszugehörigkeiten", wie Luc Ferry nicht weniger zweideutig sagte, als er noch Bildungsminister war. Da Macron aber auch "einen aufgeklärten Islam in unserem Land aufbauen" will (die Hoffnung stirbt zuletzt), achtet er darauf, den Islamismus nicht generell anzugreifen. Macron sagt, daß sein Projekt darauf abzielt, "die mit dem Terrorismus verbundene Unsicherheit mit der alltäglichen Unsicherheit in Verbindung zu bringen". Doch womit ist diese "alltägliche Unsicherheit" verbunden? Der Staatschef hat nicht einmal das Wort "Einwanderung" über die Lippen gebracht, was zeigt, daß er nicht die Absicht hat, die Ursachen dessen, was er anprangert, an der Wurzel zu packen. Wenn er es täte, weiß er sehr wohl, daß er sofort auf das Veto der Verfassungsrichter und der Richter des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte stoßen würde.

(...)

Der Politologe Frédéric Saint Clair sagt zu Recht, daß "die Rolle der Republik nicht darin besteht, den guten vom schlechten Islam zu unterscheiden oder das Entstehen eines aufgeklärten Islams zu fördern. Diese Aufgabe müssen die Muslime selbst übernehmen, wenn sie es wünschen. Der Republik obliegt es, den politischen und kulturellen Rahmen der Nation definieren". Es ist höchst zweifelhaft, ob dies durch die Förderung des Arabischunterrichts in Grundschulklassen, durch undifferenzierte Angriffe auf Privatschulen (einschließlich der katholischen) oder die Infragestellung familiärer Vorrechte im Bereich der Heimerziehung erreicht werden kann. Genauso verfehlt ist es, diejenigen anzugreifen, die meinen, es gäbe Gesetze, die "über denen der Republik stehen": Für Christen, die das "Naturrecht" über das Zivilrecht stellen, wird Abtreibung nicht allein deshalb legitim, weil sie legal geworden ist.

Es könnte vielleicht funktionieren, wenn man (was praktisch undurchführbar wäre, ohne, daß es zu Aufständen käme) die Fiktion der Gleichheit aufgeben und Ungleiche ungleich behandeln würde, etwa katholisches Homeschooling zuließe, islamisches jedoch verbieten oder Moscheen schließen und die von Vandalismus bedrohten Kirchen unter besonderen Schutz stellen würde. Auch traditionelle katholische Milieus sind keine großen Freunde der Republik, aber sie sind Teil der französischen Nation, Geschichte und Kultur, und es ist nicht zu befürchten, daß sie antichristlichen Cartoonisten die Köpfe abschlagen oder royalistische Terrorgruppen gründen werden.

Der 1905 eingeführte Laizismus hat den Fall einer außereuropäischen Religion, die politisch und kulturell nicht integrierbar ist, einfach nicht vorgesehen. Islamisten in Frankreich haben bislang die französische Gesellschaft und Kultur in ihrer Gesamtheit attackiert: das linke Frankreich (Charlie Hebdo), das hedonistische Frankreich (Bataclan), das patriotische Frankreich (Nizza 2016, während der Feier des 14. Juli), das institutionelle Frankreich (zahlreiche Angriffe gegen die Polizei) und das religiöse Frankreich (Saint-Étienne-du-Rouvray 2016, Nizza 2020).

Der Fehler liegt im Bauplan des republikanischen Universalismus selbst: Er kann nur funktionieren, wenn er sich vernünftig beschränkt und durch eine ausreichend ethno-kulturelle Substanz gedeckt ist. Und nur dann kann der Staat auch einen einigermaßen stabilen politischen und kulturellen Rahmen definieren; die Nation muß in Form der eingeborenen Menschen, die sie konstituieren, fleischlich vorhanden sein. Der Staat kann die Nation nicht ersetzen, ebensowenig das vage Konzept der "Werte".

2013 bemerkte Alain Finkielkraut, der sich als Sohn eines polnischen Juden selbst nicht als "Stammfranzose" betrachtet, in einem Interview:

In meiner progressistischen Periode war der Universalismus meine Heimat. Das Wort "Identität" kam mir nur in den Sinn, um die jüdische Komponente meines Wesens zu relativieren oder in Frage zu stellen. Ich bin brutal auf meine Identität zurückgestossen worden, durch diejenigen, die in zunehmender Zahl ihre Feindseligkeit gegenüber ihrem Gastland erklären. Ich entdeckte, daß die Form des Säkularismus, die ich für einen universellen Wert hielt, eine französische Singularität ist. Und so kommt die nationale Identität plötzlich zu mir zurück.

Im Grunde ließe sich das Islamproblem Frankreichs (und nicht nur Frankreichs) nur durch Remigration im großen Maßstab lösen, aber das ist aus etlichen Gründen ein Ding der Unmöglichkeit. Jeder Ansatz hierzu würde  als Versuch einer ethnischen Säuberung aufgefaßt werden und auf noch größeren Widerstand als die republikanische Gleichschaltung von Vereinen und Privatschulen stoßen.

Koran, Bibel und Thora als Klopapierrollen.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (64)

Laurenz

31. Oktober 2020 14:36

Die vergleichsweise große jüdische Gemeinde Frankreichs muß sich die Frage gefallen lassen, welchen Beitrag sie selbst zur Islamisierung beigetragen hat. Braucht man tatsächlich diesen schwelenden importierten Konflikt? Reicht Israel nicht aus? Muß man Verfolgung tatsächlich auf der Haut spüren? Welch ein kranker Masochismus!

Der_Juergen

31. Oktober 2020 14:41

Dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen. Während ich aufrichtiges Mitleid mit den gemordeten Kirchgängern und der brasilianischen Mutter empfinde, bringe ich kein solches für den geköpften Lehrer auf. Wie dumm muss man eigentlich sein, um die Muslime ohne vernünftigen Grund zu provozieren und aus ihrer Sicht blasphemische Karikaturen als Beweis für die französische "Meinungsfreiheit" zu zeigen (als ob es für Ryssen, Soral, Vincent Reynouard und andere so etwas wie Meinungsfreiheit gäbe). Das Verhalten der französischen Elite erinnert mich an einen Menschen, der ein wildes Tier zu sich nach Hause nimmt und füttert, aber nach einiger Zeit anfängt, es mit Nadelstichen zu quälen und sich dann über die "Intoleranz" des wilden Tieres entsetzt, wenn es wütend zubeisst. 

Am Ende seines hervorragenden Beitrags meint Lichtmesz, eine massenhafte Repatriierung von Muslimen aus Frankreich sei "unmöglich". Unter dem jetzigen Regime zweifellos, aber wenn Frankreich gerettet werden soll, wird man das Unmögliche möglich machen müssen. Dasselbe gilt für andere europäische Länder, nicht zuletzt Deutschland.

 

quarz

31. Oktober 2020 15:35

Mein Eindruck mag mich täuschen, aber als ich Macron nach den jüngsten Schlächtereien reden hörte und sah, schien sein Tonfall und sein Mienenspiel kaum zu verbergen, dass der Mann aufhört, die Phrasen zu glauben, die er von Amts wegen nach jedem Vorfall aufs Neue von sich gibt. Sein Blick war, so könnte man einen locus classicus paraphrasieren, vom Vorübergehn der Fälle so müd geworden, dass er nichts mehr hält.

Zu den Fragen, die ihm von der Lakaienjournaille nie gestellt werden, die aber die große Leere im Herzen des Irrsinns mit einem Schlag offenbaren könnten, gehört diese: "Was, Macron, wenn bald ihrer so viele sein werden, dass sie deine "demokratischen Werte", die ja alle formal sind, mit dem Formalismus der demokratischen Entscheidungsfindung aushebeln? Ist das dann gut, weil es ja im Rahmen deines Wertegerüstes passiert? Oder ist es doch schlecht, weil vitale Inhalte geopfert werden, für die das Gerüst blind ist?"

heinrichbrueck

31. Oktober 2020 17:20

Die Rasse wurde vergessen gemacht, unter einen schlechten Ruf gestellt, ideologisch zersetzt. Hat mit dem Islam nichts zu tun. Die Menschen vermehren sich, aber das Land wächst nicht mit. Religion und Moslems, afrikanische Christen ohne Islamismus, als Mittel eingesetzt. Welchem Zweck dient die Einwanderung? Das weiße Europa zu zerschlagen, es vollständig beherrschbar zu machen.

Der Islam sei nicht integrierbar, das Judentum schon? „Du wirst über viele Völker herrschen, und über dich wird niemand herrschen.“ … „Denn welche Heiden oder Königreiche dir nicht dienen wollen, die sollen umkommen, und die Heiden verwüstet werden.“ Solche Dinge lassen sich nicht integrieren. Als reale Gebrauchsanweisung ein globaler Völkermord an den Völkern. Dreimal Monotheismus ergibt keine Nation. Und ein solcher Staat wäre ein Widerspruch.

Das christliche Europa wurde besiegt, wenn auch noch nicht gänzlich ausgelöscht. Was die Europäer in ihren Köpfen hatten, bevor Islamisten oder Mohammedaner sie abschlagen durften, ist der eigentliche Kern des Problems. Eine politische Lösung dieses Problems, sie sollte nicht antiweiß ausfallen. Islam und Judentum haben keine weiße Agenda.

Den Islam als Schuldigen präsentieren zu können, ein Widerspruch, der auch einem Zweck dient. Wie BLM in den USA. Die Geschichte muß anders gesteuert werden. Ideologische Verankerungen und Programmierungen haben Steuerungsfunktion. Die Mächtigen steuern das Wissen. 

limes

31. Oktober 2020 17:22

Immerhin wird in Frankreich mit der Freiheit, Religionen satirisch aufs Korn zu nehmen, eine Bastion verteidigt. Immerhin!

Gewiss ist der freie »Diskurs über heikle Themen wie Einwanderung, Islam, Rassenunterschiede oder Geschichtspolitik enorm erschwert, eingeschränkt und teilweise verunmöglicht (wie überall in der westlichen Welt)«. Doch damit kann man (noch!) leben und »arbeiten«, es wird immerhin eine Brandmauer zur Barbarei errichtet. Unter den gegebenen Umständen nehme ich mir eine private Meinung heraus zu offenen Grenzen, Klimawahn, Corona-Totalitarismus etc., auch wenn ich anecke. Unter einer Herrschaft köpfender Barbaren aber ist kein menschenwürdiges Leben möglich.

Das Abendland wurde unter Prägung und Schutz des Christentums zu dem, was es heute ist. Doch diese Epoche ist vorbei. In Deutschland überantworten die Kirchen nun ihre Schutzbefohlenen dem Nirwana. Deshalb macht mir das Prinzip der staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften der BRD mit der innewohnenden Tendenz, der dominantesten Religion das Feld zu überlassen, mehr Sorgen als der wehrhafte französische Laizismus.

Monika

31. Oktober 2020 18:32

Das ist ein sehr wichtiger Text von Martin Lichtmesz, den ich um einen christlichen Aspekt ergänzen möchte. Ich finde es immer wieder ärgerlich, wenn sog. liberale Freiheiten mit christlicher Freiheit verwechselt oder gar gleichgesetzt werden. Dummdeutsch: „Unsere  Werte“. Es ist kein christlicher Wert, blasphemische Karikaturen zu zeigen oder im knappen Bikini baden zu dürfen. Ich kann die Entrüstung der Moslems verstehen. Ich fühle mich als Christ auch nicht ernstgenommen, wenn man mir Geschmacklosigkeiten  und mehr unterjubeln will, wohlwissend, dass ein Christ das ( leider) stillschweigend hinnimmt. Das sollte er nicht. Der Unterschied zum Islam wird allerdings deutlich in der Perikope in Joh. 7,59-8,11 „Jesus und die Ehebrecherin“. Bekanntlich lehnt Jesus die Steinigung ab und verurteilt die Frau nicht. Aber er sagt auch: Gehe hin und sündige nicht mehr.“ Es geht also um viel tiefergehende Freiheiten, die zu verteidigen sind. Der Bischof von Nizza, Mgr. André Marceau, meinte wohl in diesem Sinne: „Je ne suis pas Charlie“. 

Niekisch

31. Oktober 2020 18:35

"Jeder Ansatz hierzu würde  als Versuch einer ethnischen Säuberung aufgefaßt werden"...Kann nicht auch die gezielte, schon weit fortgeschrittene Überfremdung der alteingesessenen, gebürtigen Franzosen als eine solche  betrachtet werden?

Nordlicht

31. Oktober 2020 21:01

Ich bin nicht Charlie o.ä., sondern Fritz. Zu dem Fritz-Sein bekenne ich mich.

Was die Islamisten-Morde angeht: Da läuft, immer noch klein, die Aktion "Gebt ihnen Namen", was darauf anspielt, dass Kanzlerin, BuPräsi u.a. dort oben sich nicht zu den Opfern bekennen, sondern der Täter-Gruppe. (Ja, es ist eine Gruppe, die Gruppe der illegal unter Missbrauch des Asylrechts hier gekommenen Eindringlinge.)

Merkel oder Steinmeier haben zu allen Opfern der Islamisten geschwiegen, ihre Namen werden nicht genannt, ihre Gesichter werden verschwiegen, sie sollen vergessen werden.

Es gibt eine Zusammenstellung der Opfer vom Breitscheidplatz. Hier wäre der Platz, sie spätestens am 16.12. in Erinnerung zu rufen. Sie sollten als Poster in Berlin für einige Tage überall sichtbar sein, ebenso wie die Opfer von Dresden und die vielen anderen.

 

AndreasausE

31. Oktober 2020 21:14

Wenn ich nur "Muslime" lese... Meine Güte, besser gleich flach auf den Boden legen.

Das heißt Mohammedaner oder Moslems!

 

Und "Charlie" ist eben ein Satiremagazin, kann man mögen (mein Fall ist es nicht) oder verabscheuen, aber genau das ist Freiheit, derlei veröffentlichen zu können.

Wahre Größe liegt darin, derlei ertragen zu können, und darin liegt wohl auch Kern des Problems: Es fehlt das eigene "Positive", so daß man souverän sagen kann: Was schert es deutsche Eiche, welche Sau sich an ihr kratzt.

quarz

31. Oktober 2020 21:27

@Niekisch

"Jeder Ansatz hierzu würde  als Versuch einer ethnischen Säuberung aufgefaßt werden"

Na und? Mit welcher Begründung sollen politische Maßnahmen zur Steigerung der ethnischen Homogenität per se als verwerflich gelten? Am Umstand, dass die ethnische Zusammensetzung reguliert wird, kann's ja nicht liegen, sonst würden politische Maßnahmen zur Steigerung der Heterogenität nicht so kultisch bejubelt.

Ich kenne kein Argument, das hier eine ethische Asymmetrie zugunsten der Heterogenisierung begründen könnte. Sehr wohl lässt sich aber der Vorzug einer Homogenisierung begründen. Nicht nur mit Verweis auf die Gewalt, die den Anlass gibt, sondern auch mit den vielen Belegen für die sonstigen schädlichen Wirkungen ethnischer Fragmentierung.

Laurenz

31. Oktober 2020 21:30

@Monika

Jede Muslimin kann sich, rein formal, leichter scheiden lassen, als jede Christin. Und rein formal braucht sie dann auch keine Ehe brechen, wobei das sowieso nur für euch Christen gilt. Wir, hingegen, dürfen einen Heidenspaß haben und dabei brauchen wir auch keinen Gott, der uns unsere Fehlleistungen verzeiht, wir Heiden tragen die Verantwortung für unsere Handlungen selbst.

"Je suis Charlie" bedeutet eh nur eine Illusion, die von keinem in der Redaktion dort als solche real akzeptiert wird. Dann könnte man, wie ML schreibt, den Betrieb dort ja sofort einstellen. Charlie Hebdo ist eine Finte.

tearjerker

31. Oktober 2020 21:44

Frankreich ist moralisch bankrott und daran werden grosse Worte und wirkungslose Gesten nichts ändern Die Demokraten haben ihre Republik und all das bekommen, was sich gewünscht haben, und die von ihnen geschaffene Welt hat über kurz oder lang keinen Platz mehr für sie. Positiv bleiben, da müssen wir durch.

Dietrichs Bern

31. Oktober 2020 22:21

Ich halte es für falsch, die Mörder in irgendeiner Form zu rechtfertigen oder zu relativieren, weil man ihre Schlepper, also auch die politisch Verantwortlichen als Gegner sieht.

Wehrlose zu töten ist und wahr immer ehrlos, es gibt keine Weltanschauung oder Religion, die Anhänger danach auf den Straßen tanzen lässt, außer der des Propheten.

Nath

31. Oktober 2020 23:11

@Monika „Der Unterschied zum Islam wird allerdings deutlich in der Perikope in Joh. 7,59-8,11 „Jesus und die Ehebrecherin“. („….wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein….“)

Bei besagter Szene aus dem Johannes-Evangelium  – der wohl bekanntesten und populärsten Stelle des gesamten Neuen Testamentes -  handelt es sich um eine spätere Hinzufügung. Woher weiß man das?

  1. Sie findet sich in keinem der frühen griechischen Manuskripte des Johannesevangeliums, welche die textliche Grundlage aller späteren Kopien bilden; sie wird daher auch
  2. bis ins 10. Jahrhundert von keinem der Kirchenväter und Theologen je erwähnt. Sie weicht ferner
  3.  stilistisch so sehr vom Rest des Textes ab, dass auch vom exegetischen Standpunkt aus die Zugehörigkeit zum Original ausgeschlossen werden kann.

Seriöse Bibel-Exegeten geben dies seit langem zu, sprechen aber lieber von einer „späteren Interpolation“ und vermeiden es aus Pietätsgründen, die Geschichte als das zu benennen, was sie gleichwohl ist: eine Fälschung, die aber in den Manuskripten der mittelalterlichen Vulgata (lateinische Bibelübersetzung) so schnell Berühmtheit und theologische Dignität erlangte, dass bis auf den heutigen Tag niemand es wagt, sie aus dem Textbestand des Neuen Testamentes zu entfernen.

Als liberaler moderner Christ ist man vielleicht geneigt zu sagen: "Wenn diese Geschichte nicht in der Bibel wäre, müsste man sie erfinden." - Genau dies hat man getan!

Cugel

31. Oktober 2020 23:51

@Dietrichs Bern

Wo sehen Sie im Artikel eine Relativierung, gar Rechtfertigung? Haben Sie Informationen über den Prozentsatz der Moslems, der da auf den Straßen tanzt und johlt? Wissen Sie, wer die Madrasen finanziert und steuert?

Die Mehrheit der Moslems, in Europa wie in ihren Heimatländern, freut sich nicht über Massaker an Unschuldigen, hegt aber einen verständlichen Groll gegen „den Westen“, das heißt die ehemaligen Kolonialmächte und ihren modernen Erben, die sich in islamischen Ländern seit etwa zweihundert Jahren wie die Wildsau aufführen und obendrein tiefgläubige Menschen provozieren, indem sie deren Glauben mit der altbekannten Arroganz in den Dreck treten. Der Konflikt mit „dem Islam“ ist seit langem ein künstlicher, lange geschürt und seit 30 Jahren massiv eskaliert. So hatte auch die Freude der Palis, die am 11. September 2001 von unserer scheinheilig empörten Presse vorgeführt wurde, im Kern andere als religiöse Gründe.

Wer hält die Leute dumm und arm? Wem nützt die Eskalation? Jeder weiß, wer dem Haus Saud zur Macht verhalf. Jene, die auf dem Heiligsten nicht nur der Moslems herumtrampeln, sind ebendie, welche hier die Masseneinwanderung betreiben. Lichtmesz sei gedankt für die Darstellung dieses Zusammenhangs.

Gotlandfahrer

1. November 2020 00:06

Am Tabu erkennt man, wer herrscht. Sind die hier herrschenden Tabus welche, die unserer Natur entsprechen? Nein.  Also werden wir fremd beherrscht (beherrscht wird man immer). Also über gar nix wundern. An sich glauben und auf den richtigen Moment warten. Ob er kommt ist nicht sicher, aber wenn er kommt, kommt er näher. Ich bleibe dabei: Der Islam ist nicht das Problem. Er ist der Wind.

bb

1. November 2020 00:58

Mit Moslems in Europa verbinde ich aus meiner eigenen Erfahrung Heuchelei, Hinterhältigkeit, Ehrlosigkeit und primitivste Gewalttätigkeit. Wenn Charlie Hebdo seinen Beitrag dazu leistet, diese Aspekte der muslimischen Gegengesellschaft auch dem bierbäuchigen, rotweinschlürfenden Boomer aus dem Speckgürtel auf seinen Fernsehbildschirm zu holen, dann bin ich einstweilig gerne Charlie.

mandelkow

1. November 2020 01:38

Wenn man wie der Autor dem Universalismus den Rücken kehrt, bedarf es keiner langen Texte. Ich halte seine Ausführungen für dekoratives Denken ohne Substanz, eine eher blasse Verteidigung des weißen Mannes gegen vermeintliche Eindringlinge. Wirklich, das kann man kurz und bündig sagen.

ML: Bitte nach Ihnen, bin gespannt.

Maiordomus

1. November 2020 08:00

@Eine scharfe Analyse mit zum Teil wirrköpfigen, politisch nicht zurechnungsfähigen geradezu grotesk antisemitischen Kommentaren weiter unten, lieber Lichtmesz, einschliesslich auch primitivem Antisemitismus, den man mit Bibelzitaten zu untermauern trachtet. Freilich bleibt es dabei, dass Charlie Hebdo und Ähnliches ertragen werden muss, wenn wir die Meinungsfreiheit ernst nehmen.  Dabei hat @Lichtmesz das mit der Zivilreligion völlig richtig gesehen, dass nämlich die Toleranz dort aufhört, wo die wahren Meinungsverschiedenheiten beginnen. Dies belegt das Schicksal des freilich vielfach wirrköpfig argumentierenden wenn auch keineswegs dummen und durchaus ernst zu nehmenden beinamputierten politischen Gefangenen H.M., eine Art Gottesleugner der Zivilreligion, mit dem ich vielfach nicht einverstanden bin, ausser dass ich weiss, dass er mindestens so anständig ist, es auch mit dem Leben bewiesen hat, wie auch nur irgendein Mitglied des deutschen Bundestages. 

RWDS

1. November 2020 09:17

Ich schwanke zwischen Zustimmung und Zähne knirschen. Allerdings frage ich mich, ob jetzt die Zeit sein sollte, mit dem Finger auf linke und postmoderne Verfehlungen zu zeigen, einfach um sagen zu können, es schon immer besser gewusst zu haben. Ich sehe den Kulturkampf realer denn je und bevor man an die Endlösung Remigration denkt, kann man etliche Nadelstiche setzen um islamisches Leben in Europa zu erschweren.

Gelddrucker

1. November 2020 09:35

Repatriierung ist in Frankreich definitiv der einzig mögliche Schritt zur Rettung.

Bevor man das angeht sollte man klar und deutlich erwähnen, dass nicht ethnische Säuberung das Ziel ist, sondern ein Zurückdrängen der Minderheiten auf einen echten Minderheitenstatus, der die Mehrheitsgesellschaft nicht in Gefahr bringt, kulturell und zahlenmäßig.

Unmöglich ist es meiner Ansicht nach nicht. Es wird mit großen Verwerfungen einhergehen, die aber, so meine ich, viel harmloser sind als die Verwerfungen, die in Europa auftreten werden, wenn es nicht geschieht.

Niekisch

1. November 2020 11:06

@ quarz 31.10. 21:14: Lesen Sie meinen kurzen Kommentar bitte noch einmal, dann sehen Sie, dass wir uns einig sind. 

Im übrigen ließe sich der lange Artikel auf den Satz verkürzen: Der Mörder ersticht ganz offen ohne Maske, Macron legt mit Rothschild hinter der Maske  seine Rest- Franzosen unter die Guillotine.   

Lotta Vorbeck

1. November 2020 11:21

@bb - 1. November 2020 - 00:58 AM

"Wenn Charlie Hebdo seinen Beitrag dazu leistet, diese Aspekte der muslimischen Gegengesellschaft auch dem bierbäuchigen, rotweinschlürfenden Boomer aus dem Speckgürtel auf seinen Fernsehbildschirm zu holen, dann bin ich einstweilig gerne Charlie."

---

"Im Speckgürtel, beim bierbäuchigen, rotweinschlürfenden Boomer" hängen nun wieder Skelette im Vorgarten, liegen elektrisch beleuchtete Kürbisattrappen vor der Haustür. Auf dem Kalender steht "Reformationstag" während man sich gegenseitig "Schönes Hallo Wien noch!" über'n Gartenzaun hinweg zuruft. Nichts deutet darauf hin, daß der systemtragende / vom System getragene Boomer von den auf seinem XXXL-Flachbildschirm-TV-Gerät sichtbaren "Aspekten der moslemischen Gegengesellschaft" beeindruckt wäre. Insofern besteht für Sie @bb auch kein Anlaß dazu, "einstweilen gern Charlie sein" zu wollen.

Der_Juergen

1. November 2020 11:33

@limes

Gewiss ist der freie »Diskurs über heikle Themen wie Einwanderung, Islam, Rassenunterschiede oder Geschichtspolitik enorm erschwert, eingeschränkt und teilweise verunmöglicht (wie überall in der westlichen Welt)«. Doch damit kann man (noch!) leben und »arbeiten«, es wird immerhin eine Brandmauer zur Barbarei errichtet.

Ich kann mich nicht erinnern, auf diesem Blog je Dümmeres gelesen zu haben als diesen letzten Satz.

RMH

1. November 2020 11:35

Ja, der Text legt die Finger in die mehr als offene Wunde. Man kann nicht Migration und Auflösung aller Ethnien vor dem Gott des Konsums und der "einen Welt" predigen und denken, dass die Leute, die kommen, dann automatisch funktionierende Arbeitsbienen/Steuerzahler mit hedonistischem und wirtschaftsfreundlichen Konsumverhalten sind, aber im übrigen ihr Maul halten und keine Auffälligkeiten zeigen (= Ideal der hiesigen Herrschenden).

Dennoch: Man kann die Moslems - und ich schreibe das jetzt bewusst pauschal und undifferenziert, wohl wissend, dass der Islam eigentlich ein bunte Truppe ist - nicht aus der Verantwortung lassen. Sie oder ihre Eltern/Großeltern wollten hier her in die Gottlosigkeit, sie haben bis heute die Möglichkeit, wieder in Länder zu remigrieren, in denen ihr "Glaube" nicht beleidigt wird. Wenn sie aus materiellen Gründen hier bleiben, sind sie nicht besser als billige Nutten. Wenn sie aus Überzeugung hier bleiben, um Europa in ihrem Sinne einstmals beherrschen zu können, sind sie Invasoren. Zwischen diesen beiden Extrempunkten wird sich die Realität irgendwo bewegen und es gibt natürlich auch genug Alibi- Moslems, die überhaupt nicht rein passen, die sich dann aber die Frage stellen lassen müssen: Warum bist du dann noch Moslem?

Dietrichs Bern

1. November 2020 11:35

@Cugel: Kolonialmächte? Ist das Realsatire oder - heute ja nicht ungewöhnlich- plumpe Unbildung?

Tour et Poitiers? Schon mal gehört? Diese sogenannte Religion kannte seit ihrem Anbeginn nur das Feuer und das Schwert mit denen sie über die Welt kam, als Vehikel für Beutezüge und Sklavenjagd und sie belehrte alle in der Nachbarschaft, dass man besser wohlgerüstet und kampfbereit war, wenn man frei bleiben wollte.

Und natürlich kann man sich Augen und Ohren mit Panzerband zukleben um ungestört darüber philosophieren zu können, dass ja nur wenige auf den Strassen feiern, selbst wenn die Opfer der Anschläger nur wenige Monate als sind - so als ob das Internet nicht jedesmal überquellen würde, vor Begeisterung nach jeder Tat - eine Reaktion - die, nochmal eine singulär in der Welt existierende Besonderheit ist. Sonst hält niemand es für heroisch, junge Frauen zu töten, weil sie lesen lernen wollen.

Der Kinderglaube, dass man da "Konflikte schüren" müsse, um mit diesen Leuten "Proleme" zu bekommen ist genau das. Kinderglaube. 

Noch ein Hesse

1. November 2020 11:49

ML: Bitte nach Ihnen, bin gespannt.

 

Vielleicht so: Der Kampf der globalistischen "Eliten" gegen das Abendland ist nach langer Vorbereitung endgültig zum Schieß- bzw. Abstechkrieg geworden und das Abendland wehrt sich nicht, sondern lässt sich als braves Lamm Gottes willig zur Schlachtbank führen. Wir, die wir in diesem Forum mitlesen und mitschreiben (und nicht dafür bezahlt werden ...), finden das scheiße.

RMH

1. November 2020 11:56

@Monika,

Nein, ich kann auch als Christ kein Verständnis für die Empörung der Moslems angesichts von Schund wie C.H. aufbringen, da Verständnis für Jemanden aufbringen Ergebnis gerade christlicher Religionspraxis und Ethik ist, die von der anderen Seite nicht geteilt wird und die ich eben nicht als gesetzt für alle voraussetzen kann. Im Moslem begegnet mir aber jemand, dem derartige Reflexionsübungen und Empathie (vor allem gegenüber Ungläubigen) fremd sind, da er ja die absolute Wahrheit, geoffenbart durch den Propheten M., repräsentiert. Wer die Wahrheit aber gegenüber Ungläubigen durchsetzen will, für den ist "Verständnis" aufbringen schon wieder ein Zeichen von Schwäche.

Nein, ich bringe neben intellektuellem "verstehen wollen" kein empathisches Verständnis für die Empörung auf, da die Beleidigung des Glaubens der Moslems notwendige Folge ihres eigenen Handelns, nämlich Eindringens in andere Kulturräume ist. Wer hier ist, der darf sich über Schund zwar ärgern bis er schwarz wird (ist diese alte Redewendung eigentlich rassistisch?), aber das, was dann in der Realität seitens einiger Angehöriger des Islams erfolgt, zeigt nicht die Zeichen einer Religion des Friedens. Die sozialverträgliche Dosis Islam ist in Westeuropa vermutlich bereits überschritten.

Sugus

1. November 2020 12:25

Sehr viel über Haltung, die Analyse läuft praktisch nebenher. Wir sollten die Analyse und die Verlängerung in die Zukunft in das Zentrum stellen. Wenn alle 14 Tage in Frankreich enthauptet wird, kann sich die Gesellschaft daran "gewöhnen"? Und falls nicht, in welche Richtung würden die Gegenreaktion gehen? 

Also nicht: Bin ich für oder gegen Charlie Hebdo? Sondern: Was passiert, wenn der Terror zum Dauerzustand wird? Ich glaube eben nicht, dass sich die Gesellschaft im Zeitalter von Facebook & Twitter daran gewöhnt. Was sind die Reaktionen der französischen Gesellschaft, ohne auf die Umfragewerte Marine le Pens zu starren? Wer im Kommentariat lebt oder urlaubt in Frankreich, kann die Sprache und kann Auskunft geben über die Gespräche am Tresen? 

Auf so was würde ich, bei aller Hochachtung für Lichtmesz, gerade mehr geben. 

Nemo Obligatur

1. November 2020 12:28

Mal wieder hat Lichtmesz den Nagel auf den Kopf getroffen. Den Satz: " In Wahrheit gehört Charlie zu der Heerschar der Wühlmäuse, die letztere von innen geschwächt und unterminiert haben, sodaß sie reif wurde für die islamische Infiltration.", nehme ich mir mit.

Zum Abgleich vielleicht noch einen Kommentar vom DLF.

https://www.deutschlandfunk.de/terroranschlaege-in-frankreich-verbale-aufruestung.720.de.html?dram:article_id=486766

Hierin zentral der Satz: "Der Terror hat nicht nur mit dem Islam zu tun, aber er hat auch nicht nichts damit zu tun." Genau so ist es.

Aber die Schlussfolgerungen sind dann leider doch nur wieder lauwarm. Religionsunterricht in den Schulen und die Ausbilung von Imamen an den Universitäten sollen es nach Meinung der Kommentatorin richten. Das perpetuiert aber letztendlich nur unsere Schwäche im Lichtmesz'schen Sinne. Solange die muslimischen Herkunftsstaaten ihr vormodernes Gesellschaftssystem leben und von dort ständig Nachschub an Menschen und Propaganda kommen, wird man das Problem Islamismus in Europa zu jetzigen Bedingungen nicht aus der Welt schaffen.

Laurenz

1. November 2020 12:29

@Maiordomus

Mitgefangen, mitgehangen.

@Cugel @Dietrichs Bern

Wenn Sie, Cugel, das so schreiben, müssen Sie schon etwas genauer sein. Jenes, was Sie beschreiben passierte seit ca. 1906, als die Britische Regierung beschloß, die zukünftigen Schlachtkreuzer der Royal Navy mit Öl statt Kohle zu befeuern. Die wesentlichen damals bekannten Öl-Vorkommen lagen/liegen im Iran.

Gehen wir weiter zurück sind nur die Kreuzzüge über ca. 200 Jahre zu vermelden, welche sich im Vergleich zur historischen islamischen (militärischen) Ausdehnung wie ein Kindergeburtstag ausnehmen. Reduzieren wir den Islam dorthin wo er herkommt, auf die Arabische Halbinsel, schreiben Sie schlichten Unfug. Schauen Sie einfach mal auf die Weltkarte. Die friedliche islamische Mission scheiterte ebenso, wie vorher die christliche. Daß unser Öl aktuell in vielen islamischen Staaten liegt, ist halt deren Pech, zumindest sehen das Briten und Amerikaner so, aber eben erst 114 Jahre lang, was nicht mal 1/10 der Zeit darstellt, in der der Planet und dieser ebenfalls jüdischen Erfindung leidet.

quarz

1. November 2020 12:31

@Niekisch

"dass wir uns einig sind ... Rothschild ..."

An antisemitischen Unterstellungen beteilige ich mich nicht.

RWDS

1. November 2020 12:36

@Lotta Vorbeck

Noch viel weniger beeindruckt von mohammedanischen Umtrieben zeigt sich die Christengemeinde, die wohl eher Kirchenasyl anbietet, Schlepperboote chartert und Deutsche mit vier autochthonen Großeltern zu Nazitätern erklärt.

Ich bin nun atheistisch erzogen und areligiös aufgewachsen, so dass ich bei vielen Dingen von Gläubigen nicht mitreden kann. In den letzten Jahren stieg zwar mein Interesse an "abendländischer" und vor allem christlich-orthodoxer Geschichte, aber dieses Interesse beschränkt sich auch ausdrücklich auf den geschichtlich-kulturellen und nicht spirituellen Aspekt.

Ich verwahre mich weiterhin einer wie auch immer gearteten abrahamitischen Sekte. Das ist für den Kampfs um Weiterleben indigener Europäer eher zweitrangig. Zumal die Hoffnung einer Rückkehr der Deutschen zum Glauben mir noch aussichtsloser erscheint, als das noch in diesem Jahrzehnt die Sonderzüge nach Mekka rollen.

Lotta Vorbeck

1. November 2020 13:24

@RWDS - 1. November 2020 - 12:36 PM

"... als [die Vorstellung] das noch in diesem Jahrzehnt die Sonderzüge nach Mekka rollen."

---

Der Bahnsteig, an dem diese Sonderzüge des neuzeitlichen Orient-Express abfahren werden, befindet sich exakt am Ende, jener mit Tol[l]eranzschmierseife und moralinsaurer Hybris präparierten Rutschbahn, auf der es mit dem gesamten Nord-, Mittel- und Südeuropa ebenso steil wie rapide abwärts geht.

Maiordomus

1. November 2020 13:27

Bei voller Verteidigung der kulturellen und sogar auch denkerischen Errungenschaften des Christentums, letzteres z.B. die Lehre von der der Person, welche sich über die Debatte der Dreifaltigkeit entwickelt hat, die ihren wahren Grund in der Integrität der unverletztlichen menschlichen Seele findet, so sollte den Religions- und Christentumskritikern hier recht gegeben werden, dass  öffentlichrechtlicher Status aller Religionsgemeinschaften genau so angreifbar bleibt wie die eminente Verletzung des Rechtsgefühls eines jeden hier, der für Propagandasender, die seine, innersten Gefühl und Denken Hohn sprechen, Zwangsgebühren zahlen muss. Noch ergänzend z.B. zu Polen: das Thema Abtreibung und die Trennung von Kirche u. Staat sind zwei völlig verschiedene Themen. Jede nicht krass indizierte Abtreibung vernichtet nun mal etwa das Zehnfache der Lebenszeit eines Corona-Toten (Statistik 84 Jahre im Durchschnitt), so dass Gesetze gegen die Abtreibung objektiv als Lebensschutz eher was bringen müssten, das hat mit Christentum überhaupt nichts zu tun, selbst wenn da der Papst vielleicht gleicher Meinung wäre, obwohl er genau dies noch nie gesagt hat. 

brueckenbauer

1. November 2020 14:04

Auf PI gebärdet man sich ja z.Z. besonders martialisch. Da hab ich mal zwischengefragt, wieso wir eigentlich in einem Konflikt zwischen der Linksbourgeoisie und den Moslems das billige Kanonenfutter spielen wollen.

Wenn wir schon für die Linksbourgeoisie in den Krieg ziehen, dann möchte ich bitte vorher Verhandlungen über den Soldatenlohn. Was hat die Linksbourgeoisie uns anzubieten? Selbst Roosevelt hat den Konservativen erhebliche Zugeständnisse gemacht (die vier Freiheiten), um sie für den Kampf gegen Deutschland mit ins Boot zu bekommen.

Maiordomus

1. November 2020 14:11

PS.Muss fürchten, dass meine obigen Ausführungen in einem komplizierten Satz wohl nicht gleich verstanden werden. Geistesgeschichtlich wahr ist aber, dass via Augustinus, Kirchenväter, Meister Eckhart im Zusammenhang mit der Dreifaltigkeit ein Gottesbegriff entwickelt wurde, er in Wirlichkeit ein "Personbegriff" ist: Zumal bei Eckhart "verwandelt" sich das Verständnis des Gläubigen zu Gott zu einem Verhältnis der Seele zu sich selbst, einer Reflexion des Personkerns als des Göttlichen im Menschen, exemplarisch vorgeführt durch die metaphorische Relation Vater - Sohn via die Liebeskraft des Heiligen Geistes. Ein Modell der Selbsterkenntnis der Person., vgl. Ueda, Die Gottesgeburt in der Seele, wobei jener buddhistische Japaner die Dreifaltigkeit besser erklären konnte als fast jeder christliche Theologe. 

Noch wichtig bei der Person als einem hohen und höchsten sittlichen Wert:  Ist der Mensch Person und ab wann? Juristisch sind wir erst Person, wo das Gesetz diese Eigenschaft anerkennt. Aber klar wird mit jeder Abtreibung ein Lebewesen namens Mensch getötet; soweit es aber noch keiner Person ist, wäre der Satz "Abtreibung ist Mord" falsch. 

 

Gustav Grambauer

1. November 2020 14:13

AndreasausE

"Wenn ich nur "Muslime" lese... Meine Güte, besser gleich flach auf den Boden legen.

Das heißt Mohammedaner oder Moslems!"

Na, endlich sagt`s mal jemand. Dabei ist "Muslime" ja als generatives Maskulinum hochnot-inkorrekt, pc-konform müßte es heißen "Muslimas und Muslime" - was ich aber noch nie gehört oder gelesen habe, was wiederum tief in die pc-Milieus hinein blicken läßt. Nur wenn ich wieder mal mit mit gespielter bitterernster Mine "Musliminnen und Muslime" sage, werde ich böse angezischt, es hieße gefälligst "Muslimas ...". Unity in Diversity, Unity in Loss of Humour ...

Unser Kreativkind hatte im Kindergartenalter für den Islam das Wort "Muslam" geprägt, das sogleich in den Familienwortschatz aufgenommen wurde. In diesen Wortschatz wurde auch die Bezeichnung "Pinguin" von meiner 89jährigen süßen Mutter aufgenommmen; jeder wird selbst darauf kommen, wofür sie steht.

- G. G.

Jan

1. November 2020 14:16

"Remigration Ding der Unmöglichkeit"

Möglich ist, den Bevölkerungsanteil auf ein gesellschaftsverträgliches Maß zu reduzieren. Dafür ist ein jahrzehntelanger Einwanderungsstopp nötig. Jedes Jahr kehren zigtausende Migranten wieder in die Heimat zurück. Dieser Trend wird noch verstärkt, wenn es in Deutschland weniger "zu holen" gibt und großzügige sozialstaatliche Leistungen eingeschränkt werden. 

Beispiel Türken: Deren Population (Ausländer und Eingebürgerte) betrug 2018 2,77 Millionen. Wiki schreibt im Artikel "Türkeistämmige in Deutschland": "So zogen im Jahr 2008 beispielsweise 28.741 Türken nach Deutschland, im gleichen Jahr jedoch 38.889 Türken aus Deutschland in die Türkei. Dieser Trend setzte sich auch in den Folgejahren fort. Auch 2010 und 2011 verließen mehr Türken Deutschland, als Türken nach Deutschland zogen. Der Trend setzte sich 2018 in geringerem Ausmaß fort. (...) In den Jahren 2007 bis 2011 kehrten 193.000 in Deutschland lebende Türken dauerhaft in die Türkei zurück."

Wie man sieht, gibt es eindeutig einen Trend zur freiwilligen Rückkehr. Wenn man lange Linien über mehrere Jahrzehnte zieht, kann man die zahlenmäßig völlig aus dem Ruder gelaufene Migration wirksam eindämmen und den migrantischen Bevölkerungsanteil auch wieder absenken.

Monika

1. November 2020 14:23

Eigentlich meinte ich die christliche Position als persönliche Haltungen  der  einzelnen Christgläubigen, die so natürlich nicht in die Politik zu übersetzen sind. Die Begründung von Lichtmesz, nicht Charlie zu sein, ist die von politisch größter Brisanz. Es gibt noch eine dritte Form, nicht Charlie zu sein. Das ist die FEIGHEIT. Sie findet sich bei einigen Kirchenfunktionären. So sucht  der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Bätzing die Ursachen für den Anschlag in Nizza am falschen Ort . Er schreibt:  „Erneut  wird bei unseren französischen Nachbarn der Hass zwischen den Religionen geschürt.“ https://www.nzz.ch/international/nach-attentat-von-nizza-die-christlichen-kirchen-schweigen-ld.1584458 Diese Art der Unterwerfung ( Soumission) holt letztlich auch die Politiker ein. Auf massiven Druck von außen, verkündet Macron  im Gespräch mit Al-Jazeera sein Verständnis für die Verletzung der Gefühle der Moslems und schlussfolgert : „his government does not stand behind this cartoons ( que son gouvernement ne soutien pas ces caricatures.“ Was soll eine Meinungsfreiheit, die im Ernstfall von der Regierung ausgehebelt wird ? Die von Macron angedrohten harten Maßnahmen gegen Islamisten werden die Auseinandersetzung weiter anheizen. Und die Politiker und Kirchenoberen werden zurückweichen. 

ullrich

1. November 2020 14:41

Guter Artikel! Danke!

limes

1. November 2020 14:56

@ Der_Juergen

Von meinem nachfolgenden Text isoliert, zitieren Sie meine auf MLs Aufsatz eingehenden Sätze:

"Gewiss ist der freie »Diskurs über heikle Themen wie Einwanderung, Islam, Rassenunterschiede oder Geschichtspolitik enorm erschwert, eingeschränkt und teilweise verunmöglicht (wie überall in der westlichen Welt)«. Doch damit kann man (noch!) leben und »arbeiten«, es wird immerhin eine Brandmauer zur Barbarei errichtet."

Und Sie kommentieren dies lapidar mit der Aussage: »Ich kann mich nicht erinnern, auf diesem Blog je Dümmeres gelesen zu haben als diesen letzten Satz.«

Sie meinen also, dass es sich mit abgeschlagenem Kopf auch nicht schlechter diskutieren lässt, als mit enorm erschwerter, eingeschränkter und teilweise verunmöglichter (also in Teilen noch möglicher!) Redefreiheit? Nun ja …

Laurenz

1. November 2020 15:07

@RWDS @Lotta Vorbeck @RWDS

Was hat spirituelle Wahrnehmung mit einer Religion zu tun? In Religionen betet man die spirituelle Wahrnehmung dritter an. Für was? Für nichts. Entweder hat man eine spirituelle Wahrnehmung, wie unsere Altvorderen, oder man hat sie verloren.

Was Ihrer Beider politisches Eisenbahn-Geschäft angeht, so wäre die Erfüllung rechter politischer Wünsche kontra-produktiv. Ein grundsätzlicher politischer Paradigmen-Wechsel läßt sich (nun zum x-fach wiederholten Male) nur durch destruktiv durch eine mehrheitliche materielle Betroffenheit, wie eine massive Einschränkung der Reisefreiheit erzielen. An der aktuellen Erkältungs-Krise ist tatsächlich eine stärkere Betroffenheit größerer Bevölkerungsteile, die endlich mal aus ihrer Wachtraum-Phase gerissen wurden, als bisher zu verzeichnen gewesen (längst auf SiN debattiert). Damit hier wirklich was passiert, muß Frauen der Weg zu ALDI (alleine) eben verwehrt bleiben.

https://www.merkur.de/politik/angela-merkel-olaf-scholz-markus-soeder-lockdown-light-gastronomie-protest-hausverbot-coronavirus-zr-90086603.html

Monika

1. November 2020 15:17

@ Laurenz , es ging mir weniger um die Ehescheidung zur Zeit Jesu als um die Freiheit eines Christenmenschen.Das Gemeinte übertrage ich in die Jetztzeit. Bekanntlich werden Homosexuelle von den meisten Moslems nicht so nett behandelt wie vom Papst. Heute findet in Dresden eine Schweigeminute für das Opfer der Messerattacke (4.10.)  statt. Die Tat an den beiden Touristen erfolgte  wahrscheinl. aus homofeindlichen Gründen. Täter war ein syrischer Islamist, der 2015 nach Deutschland kam. Vorbestraft und geduldet. Die queere Community von Dresden hat einen offenen Brief verfasst, nicht ohne zu betonen, dass diese Tat nicht für rassistische und rechte Hetze missbraucht werden soll.https://www.csd-dresden.de/offener-brief-zum-attentat-am-4-10-2020-in-dresden/ Ich vermute aber mal, dass die Opfer nichts dagegen gehabt hätten, wenn sie von einem kräftigen Rechten und Pegidateilnehmer  verteidigt worden wären. Ich glaube, um diese eher kraftvolle Variante geht es bei der derzeitigen Verteidigung des Eigenen. Da könnte auch ein Christ einen Heidenspass haben. 

Sugus

1. November 2020 15:18

@Jan

Das ist eine Milchmädchenrechnung, weil die türkische Bevölkerung in Deutschland Kinder bekommt. Die gleichen den "Wanderungsverlust" mit der Türkei locker aus. 

heinrichbrueck

1. November 2020 15:40

@ Maiordomus

Sie bringen etwas durcheinander. Das Judentum als Ideologie abzulehnen, den Christen globalorientierte Politikunfähigkeit zu unterstellen, und den Islam nicht überbewerten zu wollen, mit Antisemitismus gleichsetzen zu müssen, zeigt mir die konservative Historie einer unzulänglichen Position. Zukünftige Geschichtsbücher werden keine Wahrheit enthalten, sollten die Weißen tatsächlich verschwinden.

Das Konzept der Redefreiheit sollte eigentlich keine Haßrede kennen. Wer spaltete diese Freiheit in Redefreiheit und Haßrede? In einem solchen Fall entscheidet die Macht, was sie gesagt haben will, also das Gesagte gut oder schlecht für sie sei. Und weil das Konzept eingeführt werden konnte, muß die Macht schon vorher vorhanden gewesen sein. Ein freies Volk redet eigentlich so, zumindest im eigenen Land, wie der Schnabel ihm gewachsen ist.

Europas Niedergang als Meinungsverschiedenheit zu bezeichnen, anstatt Geld und politischen Aktionismus nicht mißverstehen zu können, ist ein Perspektivenwechsel des konservativen Scheiterns. Abgesehen davon, interessiert nur die Realität.

sokrates399

1. November 2020 16:39

#Monika

Es ist für mich mehr als nur Feigheit, es ist völlige soumission. Denn es geht noch übler: Im erwähnten Artikel der NZZ dreht der Bamberger Bischof Ludwig Schick geradezu Täter und Opfer herum, wenn er äußert: »Ohne Religionsfreiheit wird menschliches Leben fundamental beschädigt. Auch die Religionen müssen sich Freiheit und Toleranz gewähren. Beleidigungen von Religionen sind auszuschliessen.« Man denke dies konsequent zu Ende: Jeder, der sich auf irgend eine Weise „beleidigt“ fühlt, hat dann das Recht, die Kritik des anderen, wenn nötig mit Gewalt, zu verhindern. Und dahinter verbirgt sich die Ansicht, daß die wirklichen „Terroristen“ diejenigen wie Samuel Paty seien.

Damit wird die Mordtat relativiert, und auch hier wird wie in der Systempresse das Wort „Islamismus“ nicht erwähnt. Und wenn der Mietling Satans, Bedford-Strohm, sabbert, der Mord »treffe alle Religionen ins Mark«, dann werden alle Religionen gleichgeschaltet und gleich bedeutend (man lese wieder einmal den Unsinn in „Nathan der Weise“), und die Vertreter des Christentums verraten in aberwitziger Häme alle Fundamente des Glaubens.

Schlafes Bruder

1. November 2020 16:43

Die Argumentation ist vollkommen stichhaltig. Aber wie kommt ein europ. Land wie Frankreich aus diesem Patt heraus? Das Reden etwa von Höcke von einem großangelegten Remigrationsprojekt hat politisch keine Chancen, würde nicht heute u. vermutlich nicht in Zukunft irgendwelche Mehrheiten finden, wegen solcher Erwägungen wurde er in Deutschland aus dem Debattenraum weggemobbt. Aber wie steht es mit der nächstmoderateren Stufe: Also eine deutliche Reduzierung der muslimischen Einwanderung? Das wäre rein argumentativ zu vermitteln, solche Vorschläge finden immer wieder Eingang in die Debatte, auch durch nicht-rechte Zeitgenossen. Aber: Das würde von 6 Millionen französischen Muslimen ebenfalls als Angriff auf sie gewertet werden, wenn ein Ansinnen publik würde, weitere muslimische Einwanderer fernhalten zu wollen. Auch diese Strategie würde also große Aufschreie der Community bedeuten, weil alle Seiten vermuten würden, man wolle auf weitere Sicht den muslimischen Bevölkerungsanteil verkleinern o. gar versiegen lassen - und nicht (wie heute) immer weiter vergrößern. Unruhen wären hier wahrscheinlich die Folge. Also selbst solch eine "moderate" Politik der Reduktion muslimischer Einwanderung von nun an, würde als Angriff gewertet werden. Aus dem moralischen Korsett heraus, das in diese Lage geführt hat, ist also nur ein Weiter so möglich. Aber wohin führt das? Mit Blick auf den hochindividualisierten Terrorismus (das Messer reicht aus) werden diese Taten eher noch zunehmen.

Niekisch

1. November 2020 17:11

@ quarz 12:31: Was hat das Erwähnen des Namens Rothschild mit Ansemitismus zu tun? Hier ein Hinweis darauf, was ich meine: https://www.wallstreet-online.de/nachricht/9512926-frankreich-wahl-macrons-geheimnis-marionette-rothschilds

Laurenz

1. November 2020 17:47

@Monika

Sie verstehen das so. Ich nicht. Und wie ich es verstehe, verstehen es auch die Konservativen unter den Christen (´Katholiken und protestantische Neo-Katholiken), die in der Abschaffung der alten orientalischen Riten den eigenen Untergang sehen, was ja auch logisch ist. Die Kirchen gewährten doch keine "christliche" Freiheit freiwillig, es geschah auf Druck der Aufklärung und der weltlichen Mächtigen.

Die Kuhhirten-Hanswurste aus Übersee haben, bis auf Syrien, jeden weltlichen Druck auf den Islam eliminiert. Und wen destabilisiert es? Uns. Das ist ein asymmetrischer Kriegszustand. Bis die etwa 3-5% zählende homosexuelle Minderheit in Deutschland verstanden hat, wem es durch den Islam-Import zuerst an den Kragen geht, baut Berlin 5 neue Flughäfen. Das lesbische Gesicht der AfD ist hier sicherlich als Ausnahme im Verständnis zu werten.

Der_Juergen

1. November 2020 17:57

@limes

Ein System, in dem Menschen fünf, zehn oder fünfzehn Jahre hinter Gittern sassen oder sitzen, weil sie eine unerwünschte Meinung zu geschichtlichen Fragen vertreten, das  millionenfache Abtreibung fördert, Europa mit dem Corona-Terror ruiniert und unschuldige Kinder schwulen "Ehepaaren" zur Verfügung stellt, damit sie ihre Gelüste an ihnen ausleben können, hat jedes Recht verwirkt, andere Systeme der Barbarei zu zeihen.

Nebenbei: Ich möchte genau so wenig unter islamischer Herrschaft leben wie Sie. Dazu wird es aber sowieso nie kommen. Siegt der Globalismus, wird der Islam, nachdem er seine Rolle als Rammbock gegen das Abendland ausgespielt hat, ebenso wie dieses vernichtet. Siegen die nationalen Kräfte, so werden die islamischen Landnehmer in ihrer grossen Mehrheit aus Europa weggewiesen, was, wie ein Kommentator hier richtig vermerkt, auch dadurch geschehen kann, dass man ihnen alle sozialen Hilfsleistungen streicht (und freiwillig Ausreisenden noch eine Summe auszahlt, mit der sie in der Heimat neu beginnen können; immer vorausgesetzt, nach dem grossen Kollaps des alten Systems hat das neue noch irgendwelche Mittel für solche Dinge zur Verfügung).

Laurenz

1. November 2020 18:03

 

@heinrichbrueck

Eingedenk der berühmten Benjamin-Freedman-Rede müssen sich unsere jüdischen Freunde generell etwas überlegen. Diaspora-Juden leben in nennenswerter Anzahl nur dort, wo Weiße leben. Und was unsere jüdischen Freunde bis dato nicht verstanden haben, ist der Fakt, daß, wenn der letzte Weiße über die Wupper geht, der letzte Jude über den Jordan geschwommen wird. Diese Debatte findet mutmaßlich auch statt. Aber auch unter unseren jüdischen Freunden gibt es ewig Gestrige wie Gysi & Co. Und wir sollten, statt Debatten über den Anti-Semitismus zu führen, eher über den verfehlten Pro-Semitismus diskutieren. Denn, was habe ich als Steuerzahler mit den finanziellen Wünschen meiner jüdischen Mit-Welt-Bürger zu tun? Exakt, nichts.

@Jan & Debattanten

Remigration ist kontra-produktiv. Remigration ist eine Frage des politischen Willens. Der formuliert sich aber erst, wenn noch wesentlich mehr Türken & andere Orientalen hier ihre autonomen Gebiete aufmachen. Vorher verbleibt die Debatte auf SiN in der reinen Theorie, schlimmer, sie bleibt sinnentleert. Nur die Eskalation bringt Veränderung.

Christian

1. November 2020 18:09

Und wieder mal sieht man an Macrons Reaktion, daß der liberalistische Staat genau dann aktiv wird und hart zugreifen kann, wenn er sein Hauptprojekt des "replacement" der Volkseuropäer gefährdet sieht, sprich in dem Falle, daß seine Schachfiguren über die Stränge schlagen und eine prinzipielle Gegenwehr des Rest-Volkes provozieren könnten.

Darüber hinaus kümmern diese Morde die Angehörigen der Polit- und Medienkaste ohne Zweifel in gleichem Maße wie die fast völlig ignorierten Morde an weißen Farmern in Südafrika.

Hier findet man einen aufschlußreichen offenen Brief an Präsident Donald Trump von Erzbischof Carlo Maria Viganò, dem früheren diplomatischen Vertreter des Vatikans in den USA -- cf. die eigentliche Frontlinie zwischen den Verteidigern und den Zerstörern der Kulturen und Völker.

Laurenz

1. November 2020 18:18

Und mal Hand auf's Herz, werte Freunde der SiN, Ihr seid alle viel zuwenig deutsch und zu europäisch, eine Deutsche Krankheit. Wieso sollte auch nur ein Deutscher mit den Franzmännern Mitgefühl haben? Da hat die Staatsratsvorsitzende Euch Allen etwas voraus. Sie wird einen Teufel tun und mediale Parallelen zu Buntland herstellen. Sowas schreibt auch nur Tichys. 

Die Franzmänner haben Macron gewählt und Marine Le Pen außen vor gelassen, selbst schuld. Das war doch abzusehen, ohne als Wahrsager in die Kugel schauen zu müssen.

Den Franzmännern war es auch egal, als Sarkozy in Libyen einfiel, um die maroden Staatsfinanzen über die nächsten Jahre zu bringen. Hauptsache, das Weißbrot bleibt billig.

Cugel

1. November 2020 19:12

@Laurenz:

Na, Laurenz, da bauen Sie ja einen schönen Strohmann, denn auf die arabische Halbinsel habe ich mich überhaupt nicht bezogen. Dort haben sich die Angelsachsen beim Volk tatsächlich erst nach dem 1. Weltkrieg so massiv unbeliebt gemacht.

Im übrigen vergessen Sie das britische Engagement in Afghanistan und im Sudan und die französische Dominanz in Nord- und Westafrika. Alles bereits im 19. Jhdt. Pakistan geriet als Teil Indiens ebenfalls bereits im frühen 19. Jhdt. Unter britische Herrschaft. Auch in Ägypten führten Franzosen und Briten de facto schon lange vor 1906 das eigentliche Regiment.

limes

1. November 2020 19:14

@ Der_Jurgen: Na bitte, Sie könne ja auch argumentieren, anstatt Mitforisten nur plump zu beleidigen.

Es liegt mir fern, die Verfehlungen der von Ihnen als »System« bezeichneten grünlinken Nomenklatura und des tonangebenden globalen Haifisch-Kapitalismus zu verteidigen. Und wenn Sie meinen ganzen Text beurteilt hätten, sollte Ihnen das klar sein.

Aber mein Hauptargument gegen Ihre plumpe Beleidigung bleibt: Mit abgeschlagenem Kopf diskutiert es sich wesentlich schlechter als unter den derzeit schwierigen Bedingungen in unserem Vaterland und den Vaterländern der anderen europäischen Völker. Kopf-Ab-Regime und –Ideologien zeihe ich auch als scharfe Kritikerin der hier herrschenden Zustände weiterhin der Barbarei.

Um meinen Standpunkt zu verdeutlichen, lade ich Sie zu einem Gedankenspiel ein: Nach einem Flugzeugabsturz finden Sie sich auf einer einsamen Insel, und Sie können sich aussuchen, ob Sie mit einem unserer politischen Gegner das Eiland teilen, oder mit einem Kopfabschneider. Nun?

Das Gedankenspiel hat übrigens Ausbaupotential: Man stelle sich vor, das Eiland mit einem Kopfabschneider und zusätzlich mit Käßmann oder Bedford-Strohm zu teilen, oder sich eine andere politisch treibende Person als dritten Inselbewohner vorzustellen. Das ist spannend!

Gracchus

1. November 2020 20:54

Vielleicht sollten sich die Forums-Heiden - anstatt sich um die Reinszenierung derselbigen in der Wirklichkeit zu bemühen (pschoanalytisch: Wiederholungszwang) und nebenher historisch-kritische Textfledderei zu betreiben - Wagners "Götterdämmerung" ästhetisch zu Gemüte führen, sich von den alten Göttern angemessen verabschieden - und sich dann dem "Parsifal" zuwenden. 

Der_Juergen

1. November 2020 21:31

@limes

Wenn ich Sie beleidigt habe, bitte ich Sie um Entschuldigung.

Maiordomus

1. November 2020 21:59

Man sollte sich von deutlichen Worten nicht gleich beleidigt fühlen. Leider kommt ungenügende Argumentation immer wieder vor oder man ist zu wenig im Bild wie ich zum Beispiel, der ich nicht wusste, dass der von mir oben genannte politische Gefangene der Bundesrepublik, der bedeutendsten der letzten 45 Jahre, wohl aus gesundheitlichen Gründen mit Vorgaben, dass er nicht oder nur mit Bewilligung der Gefängnisdirektion publizieren dürfe; vorläufig freigelassen worden sei; die Mitteilung kam übrigens von einem Mitforisten. 

Simplicius Teutsch

1. November 2020 22:14

Das haben Sie gut gesagt, @ Christian,
das hatte ich nicht so deutlich gesehen:

„Und wieder mal sieht man an Macrons Reaktion, daß der liberalistische Staat genau dann aktiv wird und hart zugreifen kann, wenn er sein Hauptprojekt des "replacement" der Volkseuropäer gefährdet sieht, sprich in dem Falle, daß seine Schachfiguren über die Stränge schlagen und eine prinzipielle Gegenwehr des Rest-Volkes provozieren könnten.“

Maiordomus

1. November 2020 22:44

Soeben entnehme ich dem Forum Philosophia perennis, dass in Belgien ein Lehrer, der nach dem Attentat in Frankreich seinerseits den Schülern Mohammed-Karikaturen gezeigt hat, nach Klage muslimischer Eltern postwendend suspensiert worden sei und nunmehr mit Arbeitslosigkeit rechnen müsse. Wiewohl ich noch im Zusammenhang mit dem Fall Rushdie vor 32 Jahren noch öffentlich dafür plädierte, schwere Blasphemien, welche den religiösen Frieden stören, gesetzlich zu "regeln", was auf Zensur hinauslaufen kann, auch heute nicht so gehandelt hätte wie jene Lehrer, so scheint mir die Suspendierung jenseits jeder Proportion zu liegen; womöglich wird sogar der Schutz des betreffenden Lehrers als Ausrede einbezogen. Nein, hier muss im Zweifelsfall doch klare Kante gezeigt werden!

Gelddrucker

1. November 2020 22:44

@Jan: Die Rückkehr erfolgt nur zu einem nicht zufriedenstellenden Prozentsatz und wird durch Geburten kompensiert. Ich bin allerdings der Meinung dass durch 1. Streichen jeglicher Unterstützung hierzulande und 2. Finanzielle Anreize zum Rückwandern (es wird sehr teuer werden, aber billiger als das jahrzehntelange Durchfüttern Unproduktiver) die Rückwanderungszahlen ausreichen könnten, um Europa zu retten. Grenzschließung ist natürlich Voraussetzung.

tearjerker

2. November 2020 07:54

„Nein, hier muss im Zweifelsfall doch klare Kante gezeigt werden!“ (Md). Der Terror wird gemacht, weil er funktioniert.

limes

2. November 2020 21:53

@ Der_Juergen

Gerne gewährt.

Fast ungeachtet dessen, ob meine Argumente (zumindest teilweise) bei Ihnen Zustimmung finden, oder ob Sie mir als Frau Nachsicht gewähren, und ob ich mich gegebenenfalls deshalb über Kavaliershaltung freuen oder mich für nicht satisfaktionsfähig verstanden fühlen sollte.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.