Er verbrachte seine letzten Minuten in Gegenwart von britischen Polizisten, die seine Hilferufe ignorierten. Seine letzten bewußten Augenblicke verbrachte er auf dem kalten Dezemberboden liegend, in Handschellen, während sich all dies um ihn herum weiter abspielte.”
So beschreibt Millennial Woes in einem penibel recherchierten Artikel, den jeder lesen sollte, der über den Fall Bescheid wissen will, das Sterben des 18jährigen, polnischstämmigen Briten Henry Nowak, der am 3. Dezember 2025 von einem 23jährigen Sikh namens Vickrum Digwa erstochen wurde.
Falls sich noch jemand an George Floyd und die an seinen Tod in Polizeigewahrsam anschließende bizarre antiweiße Massenhysterie erinnern kann, die auch hierzulande imitiert wurde (siehe meine vierteilige Serie dazu hier, hier, hier und hier): Was Henry Nowak, ein völlig unbescholtener Mensch, erleiden mußte, stellt an Bösartigkeit und Grausamkeit alles in den Schatten, was dem mit Drogen vollgepumpten schwarzen Kriminellen widerfuhr, der sich seiner Festnahme gewaltsam widersetzt hatte.
Der große mediale und politische Aufschrei, der in Nowaks Fall ungleich gerechtfertigter wäre, bleibt aus dem einzigen Grund aus, daß er im Gegensatz zu Floyd ein weißer Mann war.
In beiden Fällen manifestiert sich ein- und dieselbe “antirassistische” Pathologie, die seit Jahrzehnten die Gehirne der westlichen Welt verkrüppelt und in eine fatale Geiselhaft genommen hat. Gemäß dieser Ideologie, die auf einer krankhaft gewordenen Realitätsverweigerung beruht, gibt es kein schlimmeres Verbrechen als “Rassismus”, von dem angenommen wird, daß nur Weiße sich seiner schuldig machen können.
Nachdem Digwa Nowak, von dem er sich provoziert gefühlt hatte, mit seinem Kirpan tödlich verletzt hatte, erfand er zusammen mit seinem Bruder Curpreet eine Geschichte, die das Täter-Opfer-Verhältnis umkehren sollte. Letzterer behauptete in einem Notanruf bei der Polizei, Vickrum sei “rassistisch” angegriffen worden (“racially attacked”), während er verschwieg, daß der vermeintliche “rassistische” Angreifer lebensgefährlich verletzt war und dringend Hilfe benötigte:
Wir wurden gerade von einem Weißen rassistisch angegriffen. Er hat meinen Bruder körperlich angegriffen – wir sind Sikhs, wir tragen einen Turban, und er hat meinen Bruder einfach angegriffen. Wir halten ihn gerade fest, weil er meinen Bruder angegriffen und ihm den Turban vom Kopf gerissen hat. Außerdem hat er meinen Bruder verbal rassistisch beleidigt. Das kommt bei mir nicht regelmäßig vor, ich lebe hier, das kommt bei mir nicht regelmäßig vor. Er prügelt sich nicht mit Leuten, er greift sie rassistisch an, das ist es, was er tut. Er sieht ein paar dunkelhäutige Leute, das war es.
Unklar ist, ob Curpreet die Geschichte seines Bruders glaubte, oder ob er ihn in seinem Täuschungsmanöver aktiv unterstützte.
Das Gespräch dauerte etwa zwölf Minuten, wovon ein alarmierend großer Teil der Frage gewidmet wurde, ob Nowak Digwa rassistisch beleidigt habe. Bis zum Eintreffen der Polizei wurde Nowak von den Brüdern und ihrem Vater festgehalten; ihre Mutter hatte zwischenzeitlich die Tatwaffe an sich genommen und in ihrem Haus deponiert (nicht einmal “versteckt”).
Am verstörendsten ist die Tatsache, daß Digwa den sterbenden jungen Mann mit seinem Smartphone minutenlang filmte, während er ihn weiterhin des “Rassismus” bezichtigte. Man fragt sich, was im Kopf dieses Menschen vor sich ging. Als er begriff, was er getan hatte, war sein offenbar erster Gedanke, von seinem “brown privilege” Gebrauch zu machen und sich selbst als das eigentliche Opfer des Zusammenstoßes hinzustellen. Eine Strategie, die langfristig zum Scheitern verurteilt war, denn irgendwann mußte ja ans Licht kommen, daß Nowak ein Messerstich in die Lunge verabreicht worden war.
Kurzfristig schien sie jedoch aufzugehen und führte zu einem haarsträubend krassen Fehlverhalten der Polizei, weitaus krasser als im Fall Derek Chauvin, der meines Erachtens aus rein politischen Gründen wegen Mordes an George Floyd zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde. Die weißen Polizisten, konditioniert darauf, dunkelhäutigen Menschen zu glauben, wenn sie über “Rassismus” klagen, schluckten vorbehaltslos Digwas Lügengeschichte.
Nowak, der sich nicht aufrecht halten konnte, äußerte innerhalb der drei Minuten zwischen der Ankunft der Polizei und seinem Tod neunmal, keine Luft zu bekommen, und viermal, verletzt worden zu sein – worauf einer der Polizisten kaltschnäuzig antwortete: “I don’t think you have, mate.” (“Ich glaube nicht, Freundchen.”)
Was nun geschah, war von seiten der Polizei von einer schier unbegreiflichen, stumpfsinnigen, bösartigen Dummheit: Ohne irgendeine erkennbare Notwendigkeit legten die am Tatort eingetroffenen Beamten dem verblutenden, leichenblassen Mann Handschellen an und teilten ihm mit, daß er verhaftet sei. Während er das Bewußtsein verlor, lasen sie ihm seine Rechte vor. Nun bemerkte eine Polizistin, daß Nowaks Pupillen nicht mehr auf Lichteinfall reagierten, ein Zeichen, daß der Tod eingetreten war. Seine letzten Worte waren nahezu die gleichen wie jene George Floyds: “Please, brother, I can’t breathe.” Eine fürwahr unheimliche, symbolische Synchronizität.
Nahezu alle Stationen dieses alptraumhaften Dramas sind aufgezeichnet worden: Auf Henry Nowaks Smartphone, auf Vickrum Digwas Smartphone, auf Curpreet Digwas Smartphone, auf den Body-Cams der Polizisten. Ein Indiz, daß der leicht angetrunkene und eher heiter gestimmte Teenager den Täter tatsächlich aus rassistischen Gründen attackiert oder beschimpft hätte, findet sich nirgends in dem vorhandenen Material.
Digwa wurde am 1. Juni dieses Jahres zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein massenhysterischer Kult wie im Falle Floyd hat sich nicht entwickelt, gemäß der “Hierarchie der Opfer”, wie ich sie in meinem leider daueraktuellen Kaplakenband beschrieben habe. Während 2020 praktisch die gesamte weiße Rasse an Floyds Tod schuldig gesprochen und zur Buße genötigt wurde, wird der Mord an Henry Nowak natürlich wieder zum tragischen “Einzelfall” relativiert, den man um Gottes Willen nicht der gesamten Sikh-Community oder dem antiweißen Rassenhaß oder (noch schlimmer) der Einwanderungs‑, Antirassismus- und Multikulturalisierungspolitik des Establishments zur Last legen dürfe. Das wäre ja üble politische “Instrumentalisierung”!
Dieses Framing taucht wie immer auch den deutschen Medien auf: “Wie der tragische Tod eines Teenagers für rechte Hetze missbraucht wird”, heißt es zum Beispiel hier, “Rechte versuchen, die Tat politisch auszuschlachten” hier. Dennoch hat die ruchlose Art, mit der Vickrum Digwa und seine Familienangehörigen die Rassismus-Karte ausgespielt haben, erheblichen öffentlichen Zorn erregt. Wird er diesmal ausreichen, diesem fatalen ideologischen Überbau endlich einen diskreditierenden Schlag zu versetzen, von dem er sich nicht mehr erholt?
Es ist eine uralte Geschichte. Nur die Opfer von weißem Rassenhaß werden zu “systemimmanenten” moralischen Exempeln erklärt, an die man sich rituell zu erinnern hat, deren Schicksal als ständige Mahnung an die Gesellschaft Gültigkeit haben soll und die zum Anlaß dienen sollen, komplette Bevölkerungsgruppen zu “problematisieren”. Schon 2012 habe ich darüber in Bezug auf Großbritannien einen ausführlichen Artikel geschrieben, der so endete:
… innerhalb dieser Ideologie gibt es eben, was die Begleiterscheinungen des Multikulturalismus betrifft, zwei Klassen von Opfern: diejenigen, die bösartigen, krankhaften, sakrilegartigen Verbrechen gegen die Menschheit zum Opfer fallen, und die paar Zerquetschten, die nicht mehr bedeuten als die bedauerlichen, aber eher nebensächlichen Kollateralschäden eines, wie man uns sagt, unvermeidlichen und alternativlosen Fortschritts in eine bessere Welt. Wenn dies kein “institutioneller Rassismus” ist, was dann?
Henry Nowak wäre in diesem Sinne ein bedauerlicher “Kollateralschaden” mehr, ebenso wie die tausenden minderjährigen Opfer sexuellen Mißbrauchs durch pakistanische Banden, die sich jahrzehntelang hinter einem politisch korrekten Schutzschild verstecken konnten. Darüber schrieb ich erstmals 2014, zitierte dabei Michael Klonovsky:
Mit seiner Rassismus- und Diskriminierungs-Selbstbezichtigung hat sich der Westen in Gott weiß wie nobler Absicht eine Schlinge um den Hals gelegt.
Anfang 2025 übersetzte ich einen erschütternden Artikel von Millennial Woes zum Thema “Rotherham” (Teil eins, Teil zwei).
Kurz nach der Verurteilung von Vickrum Digwa hat ein weiterer Fall von extremer Migrantengewalt gegen Weiße heftige emotionale Reaktionen in Großbritannien ausgelöst. Nachdem ein Sudanese in Belfast auf offener Straße versucht hatte, einen Einheimischen namens Stephen Ogilvy zu enthaupten (ähnlich wie Lee Rigby im Jahre 2013) und ihn dabei lebensgefährdend verstümmelte (er hat unter anderem für immer das Augenlicht verloren), kam es zu Randalen und Ausschreitungen, die von den Medien als “rassistisch” und “rechtsextrem” gebrandmarkt wurden (wir erinnern uns an das sensible Verständnis, das sie 2020 den Verwüstungsorgien des “Black Lives Matter”-Mobs entgegenbrachten).
Was den afrikanischen “Aslybewerber”, der 2023 in Nordirland angekommen war, zu dieser barbarischen Tat bewegt hat, ist unklar. Ogilvy hat sich in keiner Weise “rassistisch” verhalten, im Gegenteil hatte er sich nach Zeugenaussagen zuvor bemüht, dem Täter und einem seiner Freunde bei einem Umzug zu helfen.
Wir sind einmal mehr bei Kiplings Gedicht “The Stranger” angelangt:
The Stranger within my gates,
He may be evil or good,
But I cannot tell what powers control—
What reasons sway his mood;
Nor when the Gods of his far-off land
Shall repossess his blood.
Auch angesichts der Belfaster Krawalle hatte ich ein Déjà-Vu, denn ähnliches war bereits im August 2024 in Teilen Englands passiert, worüber ich ausführlich berichtet habe.
Ich sehe mich außerstande, den aktuellen Ereignissen neue Aspekte abzugewinnen. Es gilt, was ich damals geschrieben habe:
Der gewaltsame Aufstand der weißen Proletarier und Unterschichten, die chaotisch und planlos agieren, wird vermutlich bald versanden und auch diesmal keine Wende oder Revolution herbeiführen. Trotzdem bin ich mir sicher, daß die Messermorde von Southport viele Briten aufwecken und radikalisieren werden.
Ich kann diese Ausschreitungen nicht gutheißen und sehe mich trotzdem außerstande, die Randalierer zu verurteilen. Ihr Zorn wird jedoch ins Leere laufen, solange er sich nicht mit voller Wucht gegen das britische Establishment richtet, das diese Zustände, diese Opfer, diese Verstümmelten, Vergewaltigten und Ermordeten in letzter Konsequenz zu verantworten hat.
Irgendwann muß der Tag kommen, an dem die Mehrheit der weißen Briten das “Rassismus”-Gekreische ihrer herrschenden Eliten als fadenscheiniges Mittel durchschaut, mit dem offensichtlichen Zweck, von ihrer eigenen Schuld, ihrem eigenen moralischen Versagen und ihrem Verrat am eigenen Volk abzulenken.
Ansonsten ist kein politischer Ausweg aus diesem menschengemachten Alptraum möglich.
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Martin Lichtmesz: Die Hierarchie der Opfer, hier bestellen.
Waldgaenger aus Schwaben
Solche Exzesse des anti-weißen Rassismus, wie sie auch bei uns denkbar wären, sind es unter anderem, die mich als deutsch-sprechenden Amerikaner immer noch an der AfD festhalten lassen.