Henry Nowak und das antirassistische Paradigma

“Henry Nowak verbrachte die letzte Stunde seines Lebens damit, zuzuhören, wie sich Fremde in einer ihm fremden Sprache gegen ihn verschworen, während sie ihn gleichzeitig in seiner eigenen des Rassismus und der Lüge bezichtigten.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Er ver­brach­te sei­ne letz­ten Minu­ten in Gegen­wart von bri­ti­schen Poli­zis­ten, die sei­ne Hil­fe­ru­fe igno­rier­ten. Sei­ne letz­ten bewuß­ten Augen­bli­cke ver­brach­te er auf dem kal­ten Dezem­ber­bo­den lie­gend, in Hand­schel­len, wäh­rend sich all dies um ihn her­um wei­ter abspielte.”

So beschreibt Mil­len­ni­al Woes in einem peni­bel recher­chier­ten Arti­kel, den jeder lesen soll­te, der über den Fall Bescheid wis­sen will, das Ster­ben des 18jährigen, pol­nisch­stäm­mi­gen Bri­ten Hen­ry Nowak, der am 3. Dezem­ber 2025 von einem 23jährigen Sikh namens Vick­rum Dig­wa ersto­chen wurde.

Falls sich noch jemand an Geor­ge Floyd und die an sei­nen Tod in Poli­zei­ge­wahr­sam anschlie­ßen­de bizar­re anti­wei­ße Mas­sen­hys­te­rie erin­nern kann, die auch hier­zu­lan­de imi­tiert wur­de (sie­he mei­ne vier­tei­li­ge Serie dazu hier, hier, hier und hier): Was Hen­ry Nowak, ein völ­lig unbe­schol­te­ner Mensch, erlei­den muß­te, stellt an Bös­ar­tig­keit und Grau­sam­keit alles in den Schat­ten, was dem mit Dro­gen voll­ge­pump­ten schwar­zen Kri­mi­nel­len wider­fuhr, der sich sei­ner Fest­nah­me gewalt­sam wider­setzt hatte.

Der gro­ße media­le und poli­ti­sche Auf­schrei, der in Nowaks Fall ungleich gerecht­fer­tig­ter wäre, bleibt aus dem ein­zi­gen Grund aus, daß er im Gegen­satz zu Floyd ein wei­ßer Mann war.

In bei­den Fäl­len mani­fes­tiert sich ein- und die­sel­be “anti­ras­sis­ti­sche” Patho­lo­gie, die seit Jahr­zehn­ten die Gehir­ne der west­li­chen Welt ver­krüp­pelt und in eine fata­le Gei­sel­haft genom­men hat. Gemäß die­ser Ideo­lo­gie, die auf einer krank­haft gewor­de­nen Rea­li­täts­ver­wei­ge­rung beruht, gibt es kein schlim­me­res Ver­bre­chen als “Ras­sis­mus”, von dem ange­nom­men wird, daß nur Wei­ße sich sei­ner schul­dig machen können.

Nach­dem Dig­wa Nowak, von dem er sich pro­vo­ziert gefühlt hat­te, mit sei­nem Kir­pan töd­lich ver­letzt hat­te, erfand er zusam­men mit sei­nem Bru­der Curpreet eine Geschich­te, die das Täter-Opfer-Ver­hält­nis umkeh­ren soll­te. Letz­te­rer behaup­te­te in einem Not­an­ruf bei der Poli­zei, Vick­rum sei “ras­sis­tisch” ange­grif­fen wor­den (“raci­al­ly atta­cked”), wäh­rend er ver­schwieg, daß der ver­meint­li­che “ras­sis­ti­sche” Angrei­fer lebens­ge­fähr­lich ver­letzt war und drin­gend Hil­fe benötigte:

Wir wur­den gera­de von einem Wei­ßen ras­sis­tisch ange­grif­fen. Er hat mei­nen Bru­der kör­per­lich ange­grif­fen – wir sind Sikhs, wir tra­gen einen Tur­ban, und er hat mei­nen Bru­der ein­fach ange­grif­fen. Wir hal­ten ihn gera­de fest, weil er mei­nen Bru­der ange­grif­fen und ihm den Tur­ban vom Kopf geris­sen hat. Außer­dem hat er mei­nen Bru­der ver­bal ras­sis­tisch belei­digt. Das kommt bei mir nicht regel­mä­ßig vor, ich lebe hier, das kommt bei mir nicht regel­mä­ßig vor. Er prü­gelt sich nicht mit Leu­ten, er greift sie ras­sis­tisch an, das ist es, was er tut. Er sieht ein paar dun­kel­häu­ti­ge Leu­te, das war es.

Unklar ist, ob Curpreet die Geschich­te sei­nes Bru­ders glaub­te, oder ob er ihn in sei­nem Täu­schungs­ma­nö­ver aktiv unterstützte.

Das Gespräch dau­er­te etwa zwölf Minu­ten, wovon ein alar­mie­rend gro­ßer Teil der Fra­ge gewid­met wur­de, ob Nowak Dig­wa ras­sis­tisch belei­digt habe. Bis zum Ein­tref­fen der Poli­zei wur­de Nowak von den Brü­dern und ihrem Vater fest­ge­hal­ten; ihre Mut­ter hat­te zwi­schen­zeit­lich die Tat­waf­fe an sich genom­men und in ihrem Haus depo­niert (nicht ein­mal “ver­steckt”).

Am ver­stö­rends­ten ist die Tat­sa­che, daß Dig­wa den ster­ben­den jun­gen Mann mit sei­nem Smart­phone minu­ten­lang film­te, wäh­rend er ihn wei­ter­hin des “Ras­sis­mus” bezich­tig­te. Man fragt sich, was im Kopf die­ses Men­schen vor sich ging. Als er begriff, was er getan hat­te, war sein offen­bar ers­ter Gedan­ke, von sei­nem “brown pri­vi­le­ge” Gebrauch zu machen und sich selbst als das eigent­li­che Opfer des Zusam­men­sto­ßes hin­zu­stel­len. Eine Stra­te­gie, die lang­fris­tig zum Schei­tern ver­ur­teilt war, denn irgend­wann muß­te ja ans Licht kom­men, daß Nowak ein Mes­ser­stich in die Lun­ge ver­ab­reicht wor­den war.

Kurz­fris­tig schien sie jedoch auf­zu­ge­hen und führ­te zu einem haar­sträu­bend kras­sen Fehl­ver­hal­ten der Poli­zei, weit­aus kras­ser als im Fall Derek Chau­vin, der mei­nes Erach­tens aus rein poli­ti­schen Grün­den wegen Mor­des an Geor­ge Floyd zu lebens­läng­li­cher Haft ver­ur­teilt wur­de. Die wei­ßen Poli­zis­ten, kon­di­tio­niert dar­auf, dun­kel­häu­ti­gen Men­schen zu glau­ben, wenn sie über “Ras­sis­mus” kla­gen, schluck­ten vor­be­halts­los Dig­was Lügengeschichte.

Nowak, der sich nicht auf­recht hal­ten konn­te, äußer­te inner­halb der drei Minu­ten zwi­schen der Ankunft der Poli­zei und sei­nem Tod neun­mal, kei­ne Luft zu bekom­men, und vier­mal, ver­letzt wor­den zu sein – wor­auf einer der Poli­zis­ten kalt­schnäu­zig ant­wor­te­te: “I don’t think you have, mate.” (“Ich glau­be nicht, Freundchen.”)

Was nun geschah, war von sei­ten der Poli­zei von einer schier unbe­greif­li­chen, stumpf­sin­ni­gen, bös­ar­ti­gen Dumm­heit: Ohne irgend­ei­ne erkenn­ba­re Not­wen­dig­keit leg­ten die am Tat­ort ein­ge­trof­fe­nen Beam­ten dem ver­blu­ten­den, lei­chen­blas­sen Mann Hand­schel­len an und teil­ten ihm mit, daß er ver­haf­tet sei. Wäh­rend er das Bewußt­sein ver­lor, lasen sie ihm sei­ne Rech­te vor. Nun bemerk­te eine Poli­zis­tin, daß Nowaks Pupil­len nicht mehr auf Licht­ein­fall reagier­ten, ein Zei­chen, daß der Tod ein­ge­tre­ten war. Sei­ne letz­ten Wor­te waren nahe­zu die glei­chen wie jene Geor­ge Floyds: “Plea­se, brot­her, I can’t brea­the.” Eine für­wahr unheim­li­che, sym­bo­li­sche Synchronizität.

Nahe­zu alle Sta­tio­nen die­ses alp­traum­haf­ten Dra­mas sind auf­ge­zeich­net wor­den: Auf Hen­ry Nowaks Smart­phone, auf Vick­rum Dig­was Smart­phone, auf Curpreet Dig­was Smart­phone, auf den Body-Cams der Poli­zis­ten. Ein Indiz, daß der leicht ange­trun­ke­ne und eher hei­ter gestimm­te Teen­ager den Täter tat­säch­lich aus ras­sis­ti­schen Grün­den atta­ckiert oder beschimpft hät­te, fin­det sich nir­gends in dem vor­han­de­nen Material.

Dig­wa wur­de am 1. Juni die­ses Jah­res zu lebens­lan­ger Haft ver­ur­teilt. Ein mas­sen­hys­te­ri­scher Kult wie im Fal­le Floyd hat sich nicht ent­wi­ckelt, gemäß der “Hier­ar­chie der Opfer”, wie ich sie in mei­nem lei­der dau­er­ak­tu­el­len Kapla­ken­band beschrie­ben habe. Wäh­rend 2020 prak­tisch die gesam­te wei­ße Ras­se an Floyds Tod schul­dig gespro­chen und zur Buße genö­tigt wur­de, wird der Mord an Hen­ry Nowak natür­lich wie­der zum tra­gi­schen “Ein­zel­fall” rela­ti­viert, den man um Got­tes Wil­len nicht der gesam­ten Sikh-Com­mu­ni­ty oder dem anti­wei­ßen Ras­sen­haß oder (noch schlim­mer) der Einwanderungs‑, Anti­ras­sis­mus- und Mul­ti­kul­tu­ra­li­sie­rungs­po­li­tik des Estab­lish­ments zur Last legen dür­fe. Das wäre ja üble poli­ti­sche “Instru­men­ta­li­sie­rung”!

Die­ses Framing taucht wie immer auch den deut­schen Medi­en auf: “Wie der tra­gi­sche Tod eines Teen­agers für rech­te Het­ze miss­braucht wird”, heißt es zum Bei­spiel hier, “Rech­te ver­su­chen, die Tat poli­tisch aus­zu­schlach­ten” hier. Den­noch hat die ruch­lo­se Art, mit der Vick­rum Dig­wa und sei­ne Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen die Ras­sis­mus-Kar­te aus­ge­spielt haben, erheb­li­chen öffent­li­chen Zorn erregt. Wird er dies­mal aus­rei­chen, die­sem fata­len ideo­lo­gi­schen Über­bau end­lich einen dis­kre­di­tie­ren­den Schlag zu ver­set­zen, von dem er sich nicht mehr erholt?

Es ist eine uralte Geschich­te. Nur die Opfer von wei­ßem Ras­sen­haß wer­den zu “sys­tem­im­ma­nen­ten” mora­li­schen Exem­peln erklärt, an die man sich ritu­ell zu erin­nern hat, deren Schick­sal als stän­di­ge Mah­nung an die Gesell­schaft Gül­tig­keit haben soll und die zum Anlaß die­nen sol­len, kom­plet­te Bevöl­ke­rungs­grup­pen zu “pro­ble­ma­ti­sie­ren”. Schon 2012 habe ich dar­über in Bezug auf Groß­bri­tan­ni­en einen aus­führ­li­chen Arti­kel geschrie­ben, der so endete:

… inner­halb die­ser Ideo­lo­gie gibt es eben, was die Begleit­erschei­nun­gen des Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus betrifft, zwei Klas­sen von Opfern: die­je­ni­gen, die bös­ar­ti­gen, krank­haf­ten, sakri­leg­ar­ti­gen Ver­bre­chen gegen die Mensch­heit zum Opfer fal­len, und die paar Zer­quetsch­ten, die nicht mehr bedeu­ten als die bedau­er­li­chen, aber eher neben­säch­li­chen Kol­la­te­ral­schä­den eines, wie man uns sagt, unver­meid­li­chen und alter­na­tiv­lo­sen Fort­schritts in eine bes­se­re Welt. Wenn dies kein “insti­tu­tio­nel­ler Ras­sis­mus” ist, was dann?

Hen­ry Nowak wäre in die­sem Sin­ne ein bedau­er­li­cher “Kol­la­te­ral­scha­den” mehr, eben­so wie die tau­sen­den min­der­jäh­ri­gen Opfer sexu­el­len Miß­brauchs durch paki­sta­ni­sche Ban­den, die sich jahr­zehn­te­lang hin­ter einem poli­tisch kor­rek­ten Schutz­schild ver­ste­cken konn­ten. Dar­über schrieb ich erst­mals 2014, zitier­te dabei Micha­el Klonovsky:

Mit sei­ner Ras­sis­mus- und Dis­kri­mi­nie­rungs-Selbst­be­zich­ti­gung hat sich der Wes­ten in Gott weiß wie nobler Absicht eine Schlin­ge um den Hals gelegt.

Anfang 2025 über­setz­te ich einen erschüt­tern­den Arti­kel von Mil­len­ni­al Woes zum The­ma “Rother­ham” (Teil eins, Teil zwei).

Kurz nach der Ver­ur­tei­lung von Vick­rum Dig­wa hat ein wei­te­rer Fall von extre­mer Migran­ten­ge­walt gegen Wei­ße hef­ti­ge emo­tio­na­le Reak­tio­nen in Groß­bri­tan­ni­en aus­ge­löst. Nach­dem ein Suda­ne­se in Bel­fast auf offe­ner Stra­ße ver­sucht hat­te, einen Ein­hei­mi­schen namens Ste­phen Ogil­vy zu ent­haup­ten (ähn­lich wie Lee Rig­by im Jah­re 2013) und ihn dabei lebens­ge­fähr­dend ver­stüm­mel­te (er hat unter ande­rem für immer das Augen­licht ver­lo­ren), kam es zu Ran­da­len und Aus­schrei­tun­gen, die von den Medi­en als “ras­sis­tisch” und “rechts­extrem” gebrand­markt wur­den (wir erin­nern uns an das sen­si­ble Ver­ständ­nis, das sie 2020 den Ver­wüs­tungs­or­gi­en des “Black Lives Matter”-Mobs entgegenbrachten).

Was den afri­ka­ni­schen “Asly­be­wer­ber”, der 2023 in Nord­ir­land ange­kom­men war, zu die­ser bar­ba­ri­schen Tat bewegt hat, ist unklar. Ogil­vy hat sich in kei­ner Wei­se “ras­sis­tisch” ver­hal­ten, im Gegen­teil hat­te er sich nach Zeu­gen­aus­sa­gen zuvor bemüht, dem Täter und einem sei­ner Freun­de bei einem Umzug zu hel­fen.

Wir sind ein­mal mehr bei Kiplings Gedicht “The Stran­ger” angelangt:

The Stran­ger within my gates,
He may be evil or good,
But I can­not tell what powers control—
What reasons sway his mood;
Nor when the Gods of his far-off land
Shall repos­sess his blood.

Auch ange­sichts der Bel­fas­ter Kra­wal­le hat­te ich ein Déjà-Vu, denn ähn­li­ches war bereits im August 2024 in Tei­len Eng­lands pas­siert, wor­über ich aus­führ­lich berich­tet habe.

Ich sehe mich außer­stan­de, den aktu­el­len Ereig­nis­sen neue Aspek­te abzu­ge­win­nen. Es gilt, was ich damals geschrie­ben habe:

Der gewalt­sa­me Auf­stand der wei­ßen Pro­le­ta­ri­er und Unter­schich­ten, die chao­tisch und plan­los agie­ren, wird ver­mut­lich bald ver­san­den und auch dies­mal kei­ne Wen­de oder Revo­lu­ti­on her­bei­füh­ren. Trotz­dem bin ich mir sicher, daß die Mes­ser­mor­de von South­port vie­le Bri­ten auf­we­cken und radi­ka­li­sie­ren werden.

Ich kann die­se Aus­schrei­tun­gen nicht gut­hei­ßen und sehe mich trotz­dem außer­stan­de, die Ran­da­lie­rer zu ver­ur­tei­len. Ihr Zorn wird jedoch ins Lee­re lau­fen, solan­ge er sich nicht mit vol­ler Wucht gegen das bri­ti­sche Estab­lish­ment rich­tet, das die­se Zustän­de, die­se Opfer, die­se Ver­stüm­mel­ten, Ver­ge­wal­tig­ten und Ermor­de­ten in letz­ter Kon­se­quenz zu ver­ant­wor­ten hat.

Irgend­wann muß der Tag kom­men, an dem die Mehr­heit der wei­ßen Bri­ten das “Rassismus”-Gekreische ihrer herr­schen­den Eli­ten als faden­schei­ni­ges Mit­tel durch­schaut, mit dem offen­sicht­li­chen Zweck, von ihrer eige­nen Schuld, ihrem eige­nen mora­li­schen Ver­sa­gen und ihrem Ver­rat am eige­nen Volk abzulenken.

Ansons­ten ist kein poli­ti­scher Aus­weg aus die­sem men­schen­ge­mach­ten Alp­traum möglich.

***

Mar­tin Licht­mesz: Die Hier­ar­chie der Opfer, hier bestel­len.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (46)

Waldgaenger aus Schwaben

12. Juni 2026 10:44

Solche Exzesse des anti-weißen Rassismus, wie sie auch bei uns denkbar wären, sind es unter anderem, die mich als deutsch-sprechenden Amerikaner immer noch an der AfD festhalten lassen. 

Le Chasseur

12. Juni 2026 11:28

Das Opfer von Belfast, Stephen Ogilvy, scheint sich irgendwie immer mit den falschen Leuten einzulassen:
"Mr Ogilvie, who was born in Northern Ireland and previously moved to Scotland, was attacked at a property in Livingston in 2001.
At the time, he was staying with drug dealer David McLeave. The brute, then aged 21, gave Mr Ogilvie the date rape drug GBH and placed a lit cigarette between his toes. McLeave then removed Mr Ogilvie’s clothes, before dousing him in aftershave and setting him alight. The victim woke up to find his head and groin on fire and the sickening incident was recorded on video. (...)
His accomplices Paul Campbell, then aged 20, Thomas Irvine, 21, Edward Lindsay, 23, and Lee Kingham, 21, were jailed for drug offences. (...) The criminal gang claimed to be linked to the Belfast wing of the Ulster Volunteer Force (UVF), a loyalist paramilitary organisation. (...)"
Quelle

Ekstroem

12. Juni 2026 14:57

Das Gedicht erinnerte mich an eine Kriminal-Geschichte von Kipling, in der er beschreibt, wie sich der langjährige Diener des "Sahib" plötzlich und völlig überraschend nachts ins Schlafzimmer schleicht und seinen Herrn ermordet. Wegen eines Tabus, das dieser unwissend übertreten hatte. 

Artabanus

12. Juni 2026 16:47

Das Verbot Minderheiten zu diskriminieren ist gleichbedeutend mit der Unterwerfung der Mehrheit. Es ist praktisch ein Naturgesetz dass jede Minderheit, wenn sie nicht von der Mehrheit diskriminiert werden darf automatisch dominant wird. Minderheiten können Seilschaften bilden und sich untereinander Vorteile auf Kosten der Mehrheit verschaffen. Beispiele kann sich jeder selbst überlegen. Eine Mehrheit hingegen kann das nicht. Die Mehrheit kann sich nur wehren indem sie die Minderheit diskriminiert, d.h. bewusst unterscheidet. Es besteht keine ständige Notwendigkeit zur Diskriminierung, aber ein Verbot ist extrem ungerecht der Mehrheit gegenüber.

Le Chasseur

12. Juni 2026 18:09

"Was den afrikanischen “Aslybewerber”, der 2023 in Nordirland angekommen war, zu dieser barbarischen Tat bewegt hat, ist unklar."
Ich tippe darauf, dass er im Drogenwahn gehandelt hat.
 
 
 

Kurativ

12. Juni 2026 19:05

Es ist ja nicht so, dass sich der Staat total zurück nimmt und alles durchgehen lässt. Gegenüber den eigenen Leuten geht er mit äußerster Härte vor. Auf allen Ebenen. Jemand, der ohne Medien, Schule und die Erfahrungen in diese Situation in der wir leben gesetzt wird, würde sich sehr wundern.
Da frage nicht nur ich mich, warum diese Situation in der westlichen Welt nicht mit den Instrumenten der Wissenschaften kühl und neutral analysiert und schlüssig erklärt werden kann. Man kann jedes Molekül in einer Zelle auf den Computerbildschirm drehen und beschreiben. Aber die unglaubliche Umvolkung nicht?

Monika

12. Juni 2026 19:46

Das ist alles sehr traurig und von Herrn Lichtmesz gut beschrieben. Inzwischen frage ich mich aber, sollte man bei diesem neurechten Ansatz feststecken bleiben oder doch nicht einen Schritt weitergehen ? Soll man auf den nächsten "ethnischen Schock" warten, von dem endlich eine Wende ausgeht ? Dieses Thema berührt ja auch  unpolitische oder anderspolitische Menschen. So etwa die Menschenrechtlerin Seyran Ates. Sie kritisiert ebenfalls den antiweißen Rassismus, beruft sich aber auf die Menschenrechte. ( Die bei den Rechten nicht so beliebt sind ). https://www.welt.de/videos/video6a21c2393807a686af77e01d/menschenrechtlerin-ates-der-rassismus-hat-sich-mittlerweile-umgedreht-er-geht-immer-haeufiger-auch-gegen-weisse.html Selbst Björn Höcke amerikanisiert 🙃und titelte auf seinem Twitter Account "All lives matter". Geht doch!

Monika

12. Juni 2026 19:59

@ Le Chasseur Es m.E. ist völlig  sinnlos, ergründen zu wollen , was doch etliche Einwanderer aus außereuropäischen Ländern zu solchen barbarischen Taten bewegt. Jeder Versuch einer Erklärung ( Drogen, psychische Probleme, usw.) greift zu kurz. Wir können nicht einfach voraussetzen, daß diese Menschen ticken wie wir. Erst dann wird die Ungeheuerlichkeit sichtbar, völlig verschiedene Kulturen mit Gewalt zusammenbringen zu wollen. Die Wut sollte sich allerdings nicht an diesen Menschen auslassen ( Belfast), sondern an dieser  ignoranten und menschenfeindlichen Politik.

dojon86

12. Juni 2026 20:05

@Artabanus Klug bemerkt.

Jan

12. Juni 2026 20:12

@Le Chasseur
"Ich tippe darauf, dass er im Drogenwahn gehandelt hat."
Möglich. Allerdings braucht es zur bestialischen Gewaltanwendung in der Dritten Welt weder Drogen noch Wahn, siehe Ruanda '94, "Necklacing", aber auch Bataclan oder Hamas-Überfall '23. Tatsachen, die man sich im Westen nicht eingestehen will. Über die unterschiedlichen Gewaltkulturen darf keinesfalls debattiert werden. "Psychisch gestört" als Diagnose dient häufig als Notausgang, um die erschreckende Wahrheit zu umschiffen, dass viele Menschen aus diesen Regionen unter bestimmten Umständen zu den grausamsten Gewalttaten fähig sind, ohne im europäischen Sinn "krank" zu sein. Die Auslöser können sogar relativ nichtig sein, was die Unverhältnismäßigkeit der Gewaltanwendung noch verstörender macht. Für manche Zeitgenossen scheint Enthaupten und Augenausstechen kein großes Ding zu sein und man fragt sich, ob das vorher schonmal praktiziert wurde. Was die Verantwortungslosigkeit der Eliten noch schlimmer macht, Millionen Unbekannte ohne Papiere über die Grenzen strömen zu lassen und ihnen zur Belohnung auch noch Aufenthalt zu gewähren.

Ein gebuertiger Hesse

12. Juni 2026 22:03

So viel Hoffnung, wie man sie immer wieder glaubt fahren lassen zu müssen (Henry Nowak), hat man vielleicht nie gehabt.

Laurenz

12. Juni 2026 23:27

@Monika ... Man tut gut daran, Aussagen Höckes nicht aus dem Kontext zu reißen, was aber von der Zensur-Presse als übliches Procedere gehandhabt wird. Gestern erst warf der Relotius Höcke vor, Er hätte alle "Westdeutschen" als Amis tituliert. (Das Phänomen wird oft als „Höcke-Paradoxon“ oder strategische Provokation bezeichnet) ... @ML/alle ... Finde den Artikel sehr vollständig in der Situationsbeschreibung, in der wir uns seit vielen Jahren befinden. Das ist auch gültig für die Zeiten der Bonner Republik. Mich machte tatsächlich der unbezahlbare Bezug unseres @Maiordomus auf Burnham (Suicide of the West) aus 1964 perplex. James Burnham (1905-1987) war tatsächlich visionär. Was dem Artikel & den Kommentaren verlustig geht & wo ich mir von Ihnen, ML, falls möglich, mehr wünschen würde, ist der geopolitische Aspekt, den Burnham berücksichtigte. Die Perspektive ist hier arg aus der Sicht des Bürgers & seiner Moral gekennzeichnet. Hier trifft sich meine Kritik am @Sandstein-Kommentar unter  https://sezession.de/70954/lebenslaenglich wieder. Wir sind in unserer Betrachtung der Situation viel zu sehr ins linke Spektrum abgerutscht. Früher hatte man Europa noch vor Wien verteidigt & keinem wäre es eingefallen, freiwillig riesigen Summen an Bonapartitischen Tributleistungen an Mio. Fremde abzudrücken & ein Mio.-Heer fremder Invasionstruppen ohne Kombattanten-Status ins Land zu lassen, geopolitisch völlig abwegig & absurd.

Beta Jas

13. Juni 2026 08:34

"Irgendwann muß der Tag kommen, an dem die Mehrheit der weißen Briten das “Rassismus”-Gekreische ihrer herrschenden Eliten als fadenscheiniges Mittel durchschaut, mit dem offensichtlichen Zweck, von ihrer eigenen Schuld, ihrem eigenen moralischen Versagen und ihrem Verrat am eigenen Volk abzulenken."
Ich muss haarspalterisch widersprechen, weil ein kleiner Denkfehler vorliegt. Briten sind Europäer und somit grundsätzlich Weiß; es gibt keine "weißen Briten" sondern Briten, die Weiß sind, weil sie eben Europäer sind. England bleibt Albion.
Des Weiteren ist diese Politik eine Mischung aus böswilliger Absicht, getragen von sexualpolitischen Fantasien, und natürlich einem moralischen Versagen derer, die zwar begreifen, was England und Europa verschwörerisch angetan wird, aber nichts dagegen unternehmen.
Sie betäuben sich stattdessen in ihrem Wohlstand und geben sich dekadenter Faulheit hin, während weiterhin Menschen von anderen Kontinenten nach Europa strömen und die Völker Asiens und Afrikas ihre demografische Potenz hier in einem immer größer werdendem Vakuum abladen können. Da ist der aus Polen stammende Nowak nun zu einem Symbol für eine niederträchtige Gewalt geworden.
Übrigens; Erinnert sich jemand an Emma West, eine Britin, eine Europäerin die ihre soziologische Meinung 2011 in einer U-Bahn artikulierte, welch Treppenwitz es auch darstellt, das sie das als Frau tat.

Beta Jas

13. Juni 2026 08:46

@Artabanus
Die Minderheit von der Sie sprechen ist eine ethnische Delegation einer Mehrheit in der Welt. Denken Sie global und damit über die kontinentale Grenze hinaus; wir als Europa, sind eine ethnische Minderheit in der Welt.

RMH

13. Juni 2026 08:50

"Burnham (Suicide of the West)."
Ja, das Buch wäre unbedingt einmal einen eigenen Debattenstrang wert - auch in Bezug auf den Aspekt der in diesem Forum egelmäßig aufkommenden "Liberalismus"-Debatte, da sich hieraus auch die spezifische Kritik/Abneigung us-amerikanischer Konservativer und deren Verständnis erklärt, wenn sie von "liberalism" sprechen, was dann in D recht platt mit Universalbegriff "Liberalismus" wiedergegeben wird. Da war der Mathematiker Kaczynski mit seinerm Begriff "leftism" aus meiner Sicht zielgenauer. Aber egal an dieser Stelle braucht das nicht vertieft zu werden.

Laurenz

13. Juni 2026 08:54

@Beta Jas @Artabanus ... völlig korrekt. Um 1900 bildeten Weiße etwa 1/3 der Weltbevölkerung, heute nur noch 8%.

RMH

13. Juni 2026 10:14

Das Ding ist doch in Brunnen gefallen, als man die berechtigte Gleichheit vor dem Gesetz & die berechtigte Forderung danach, dass jeder vor dem Staat gleich zu sein hat, auf eine Pflicht der Bürger untereinander ausgeweitet hat. Grundrechte galten nur im Verhältnis Bürger zu Staat & der Staat hatte das Gewalt- & Rechtsprechungsmonopol, so dass es auch zu keiner Verbreitung des Faustrechts kam. Die Totalitären aller Coleur kennen aber keine Trennung zwischen Staat & Privatem, zwischen Dienst & Schnaps & daher werden dann Grundrechte zu Menschenrechten. Sie wollen Gesinnung überall zeigen & abrufen können. Sie wollen, dass die Bürger nicht nur gleiche Rechte haben, sondern sich auch gleich verhalten. & hier beginnt das Übel: In dem man bestimmten Gruppen per se attestiert, dass sie "Opfer" einer unzulässigen Diskriminierung sein können, werden diese die Predigt verinnerlichen & jede Kleinigkeit & die Ursache jeder kleinen Niederlage nicht bei sich suchen, sondern bei den bösen "Diskriminierenden". Wenn eine solche Einstellung dann politisch gut geheißen wird, dann wird Antidiskr.schutz zur Privilegierung. & diese Pivilegien werden, wie jede anderen auch, am Ende immer in Unverschämtheiten & nackte Vorteilsnahmen münden.

Laurenz

13. Juni 2026 10:19

@RMH ... "Burnham (Suicide of the West)" ... Es gibt ein gleichnamiges Buch gegen Burnham von Jonah Goldberg aus 2018, der versucht den Status Quo der herrschenden Kaste zu erhalten.

dojon86

13. Juni 2026 11:00

@Jan Wer von den Diskutanten in diesem Forum hat schon jemals einen Schaf den Hals durchgeschnitten. Die meisten wohl nicht einmal einem Huhn. In den ländlichen tribalen Gemeinschaften aus denen sehr viele unserer Neubürger kommen, kann das jeder Halbwüchsige. Das erklärt wohl einiges, was dem durchschnittlichen Westeuropäer völlig unwahrscheinlich vorkommt und was er sich nur durch eine Geisteskrankheit indiziert vorstellen kann.

Kurativ

13. Juni 2026 11:45

Die Proteste der Briten und Iren sind in ihrer Form nicht besonders klug:
Sie richten sich gegen Asylanten und Fremde, statt gegen die Verursacher zu demonstieren (Regierung, Medien, Kirchen, EU, Strukturen, ...)

RMH

13. Juni 2026 11:59

@dojon86,
zu meiner Kinderzeit wurden Hühnern die Köpfe abgeschlagen und sind dann manchmal zum allseitigen Grusel noch herumgeflattert (Tauben hingegen wurde  der Hals erst einmal umgedreht). Aber Sie haben recht;
Meine Kinder erzählten mir von ihren Mitschülern mit MiHiGru, wie diese nach den großen Ferien erzählten, dass sie im Urlaub in ihren Heimatländern (Türkei/ Tunesien) von den dortigen Verwandten das Schlachten beigebracht bekommen haben, denn das muss man dort als werdender "Mann" schon drauf haben, eine Ziege oder ein Schaf zu schächten. Einer davon war aber auch so ehrlich zu sagen, dass er verspottet wurde, weil er sich geziert hat und es nicht tun wollte (wenn ich mich richtig erinnere, hat er sich sogar durchgesetzt und es nicht getan. Was eine kleine Schmach war, aber letztlich akzeptiert wurde).

nom de guerre

13. Juni 2026 12:35

@ RMH Es ist ja nicht nur so, dass die Gleichheit vor dem Gesetz auf ein Diskriminierungsverbot der Bürger untereinander ausgeweitet wurde, sondern sie ist in Großbritannien im Grunde abgeschafft worden. Erkennbar nicht nur an dem inzwischen berüchtigten Two-tier policing, sondern auch an dieser m.E. absurden Ausnahmeregelung für Sikhs hinsichtlich des dort geltenden Verbots, in der Öffentlichkeit ein Messer mitzuführen. Wenn ein Gesetzgeber argumentiert, es sei potenziell gefährlich, wenn meine Wenigkeit ein Schweizer Taschenmesser (habe keins, aber wäre ja denkbar) dabeihätte, stellt es schon eine arge Überdehnung des Schutzes der Religionsfreiheit dar, wenn jemand anderer "aus religiösen Gründen" einen richtigen, echten Dolch mit sich herumtragen darf, der objektiv ungleich gefährlicher ist als ein kleines Klappmesser.

RMH

13. Juni 2026 12:56

@nom de guerre, 
Sie haben Recht, über das Stadium der formalen Gleicheit vor dem Gesetz bzw. Gesetze, die für alle gleich sein sollen & der Übertragung der Anforderungen auf die Bürger, sind wir lange hinaus. Es kommen konkrete, auch gesetzlich geregelte Privilegierungen hinzu, da man vermeintlichen Diskriminierungen aktiv begegnen will & meint, dies dann nur durch Privilegierung der vermeintlich Diskriminierten zu schaffen. Außerdem kommen noch die Umstände hinzu, die schon im Artikel selber & in anderen Beiträgen genannt wurden, dass im Vollzug/ in der Umsetzung, es natürlich für den jeweilgen Staatsdiener einfacher ist, sich gar nicht erst mit gewissen Gruppen anzulegen, da sich keiner mehr auch nur ansatzweise einen Diskriminierungsvorwurf leisten will (und/oder kann. Es ist hier ein Wechselspiel).
Am Ende machen die einen, was sie wollen, spielen bei jeder Gelegenheit die Rassen-Karte (im englischsprachigen Raum soll "playing the race card" wohl schon eine feste Redewendung sein) & der autochthone Rest kujoniert sich gegenseitig dafür dann lustvoll selber.

Karl

13. Juni 2026 13:50

@RMH 13. Juni 2026 08:50Nicht nur Burnham wäre einen Debattenstrang wert. Leider hat sich SiN so entwickelt, dass eher Gegenwärtiges, aktuell Politisches analysiert oder beschrieben wird. Grundsätzliche Debatten zum Thema Anti-Aufklärung oder auch zum Schmittschen Katechon-Begriff (Taubes, Agamben) wären m.E. wünschenswert. Anti-aufklärerisches Denken sollte nicht nach einem Katechon rufen – sei es der starke Staat, oder traditionelle Autoritäten. Das perpetuiert die Logik des Aufschubs: die bestehende Welt mit allen Mitteln am Leben zu erhalten, statt ihre innere Leere und ihre Unumkehrbarkeit anzuerkennen. Der Konservatismus in seiner Schmittschen Variante wird dann zur bloßen Fortsetzung des Modernen mit konservativen Vorzeichen: Er verwaltet den Niedergang, statt ihn zu durchbrechen. Er hält die alten Formen aufrecht, während die Substanz längst verflüchtigt ist. Das ist alter Wein in neuen Schläuchen – und damit letztlich eine liberale Geste in konservativem Gewand. Der eigentliche Katechon unserer Epoche ist nicht der Schmittsche Souverän. Es ist der moderne Liberalismus selbst. Nicht als zersetzende Kraft, sondern als das herrschende, institutionalisierte System der Aufschiebung. Er tut dies nicht durch starke Entscheidung, sondern durch endlose Prozeduren: Reformen, Inklusion, Toleranz, moralische Selbstkritik, „Dialog“ und die permanente Umdeutung von Substanzverlust in „Fortschritt“. Und das Chaos schreitet voran. 

Karl

13. Juni 2026 14:14

@RMH 13. Juni 2026 11:59
Ich wuchs auf einem Vertriebenen-Siedlerhof auf, auf dem das Schlachten von Tieren zur normalen, alltäglichen Praxis gehörte. Kaninchen wurden durch Genickschlag getötet, Gänsen und Enten stach man ins Gehirn, und Schweine wurden mit dem Bolzenschussgerät getötet. Niemand empfand das als grausam. Es war das, was man tat, wenn man sich selbst versorgen musste. Die Tiere lebten, wurden geschlachtet und verwertet – ohne große Worte, ohne moralische Aufregung. Es gehörte zum Leben dazu, wie das Säen und Ernten. Heutigen Schneeflöckchen wäre das unzumutbar. Sie ertragen weder den Anblick noch den Gedanken daran. Solche Entwicklungen halte ich nicht für Fortschritt, sondern für einen schleichenden oder besser galoppierenden Verlust. Der Mensch entzieht sich zunehmend der direkten Auseinandersetzung mit der Welt – mit Leben, Tod, Verantwortung und der eigenen körperlichen und seelischen Widerstandsfähigkeit. Was als Sensibilität gefeiert wird, ist oft nur die fortschreitende Entwöhnung von den elementaren Bedingungen des Daseins. Am Ende bleibt ein Mensch zurück, der zwar vieles kritisieren und sich empören kann, aber immer weniger selbst zu tun oder zu ertragen vermag. Bis er schließlich gar nichts mehr kann.

Gimli

13. Juni 2026 14:18

Die Freunde meiner eineiigen Söhne heißen Cheyun, Fabio, Romano, Salah, Emilio, Luca, Maik, Jannik. Kultur, Religion, "Herkunft" oder Sprache trennen nicht. In der Beratung habe ich Kollegen* von Südamerika bis Japan, viele Hautfarben, Prägungen, Sprachen etc.  Es funktioniert. Passt zu meinem Denken, dass genug ideeller und tatsächlicher Raum für alle da ist und man nicht in primitiven Kategorien wie mein/dein, fremd/eigen etc denken und handeln muss. Oder gar übergeneralisieren. Es könnte so einfach sein miteinander. 

ML: Leider schaffen es nicht alle Menschen, so toll aufgeschlossen zu sein wie ihr.

Laurenz

13. Juni 2026 14:30

@Gimli ... Die Freunde meiner eineiigen Söhne heißen Cheyun, Fabio, Romano, Salah, Emilio, Luca, Maik, Jannik. Kultur, Religion, "Herkunft" oder Sprache trennen nicht. In der Beratung habe ich Kollegen* von Südamerika bis Japan, viele Hautfarben, Prägungen, Sprachen etc. ... Is klar, Gimli. Warum leben Sie diese Vielfalt nicht in Saudi-Arabien, Indonesien, Mali oder Brasilien, sondern in unseren überfüllten Zwergen-Staat?

Carsten Lucke

13. Juni 2026 14:39

@ Gimli
Und bitte jetzt das Märchenbuch wieder zuschlagen !
Sie machen sich ja lächerlich !

Beta Jas

13. Juni 2026 14:52

@Kurativ 13. Juni 2026 11:45 "Sie richten sich gegen Asylanten und Fremde, statt gegen die Verursacher zu demonstieren (Regierung, Medien, Kirchen, EU, Strukturen, ...)"
Gegen wenn sollten sich die Proteste sonst richten, als gegen das sichtbare Ergebnis einer Politik von "Regierung, Medien, Kirchen usw."? Sie werden wohl Wissen unter welchen Bedingungen sie damals in ein Land auf einem fremden Kontinent kommen konnten, und haben unterbewusst damit selbst gerechnet das es vielleicht dazu mal kommt. Böse gefragt; Wofür gibt's das Asylrecht, - von dem viel die Rede ist - man kann fliehen und Asyl beantragen, vielleicht dort woher man kommt? 
@Gimli 13. Juni 2026  14:18 Ob diese Menschen "verschiedener Hautfarben, Prägungen und Sprachen etc" auch so tolerant in ihren Heimatländern sind, oder nur dort wo man dies taktisch sein sollte, bis zu einem gewissen Grad.
 

Le Chasseur

13. Juni 2026 15:09

@Kurativ
"Die Proteste der Briten und Iren sind in ihrer Form nicht besonders klug"
Was daran liegen könnte, dass die "Protestierenden" auch nicht besonders klug sind.

kikl

13. Juni 2026 15:19

Das haben Sie sehr gut auf den Punkt gebracht. 
Für die gewaltsamen Proteste und Exzesse von Schwarzen in den USA in der Folge des Floyd-Zwischenfalls - geframed als rassistischer Polizistenmord - wurde von Seiten der Guten unendlich viel Verständnis aufgebracht. 
Die Proteste gegen die importierte Gewalt und den Staat, der die eigenen Bürger davor nicht schützt, werden vom medialen Mainstream als "rassistischer Mob" geframed. Elon Musk wird sogar für die Aufstände verantwortlich gemacht:
ZDF-Propaganda

Karl

13. Juni 2026 15:20

@ Gimli 13. Juni 2026 14:18
Ja, und auf meinem Ponyhof lebt es sich natürlich auch so unbeschwert und leicht. Alles so schön bunt hier. Und alle sind gleich, ein Ei wie das andere... Hauptsache, man wird vor jeder unangenehmen Wahrheit, jedem harten Anblick und jeder echten Verantwortung beschützt. Wer will denn auch schon erwachsen werden, wenn man stattdessen in einer sozialpädagogisch aufbereiteten Spielwiese bleiben kann.

Majestyk

13. Juni 2026 15:47

@ Kurativ:
Ich habe mit zwar in den 90ern mal Ärger eingehandelt als ich einen Leserbrief verfaßte mit dem Schlußsatz "Deutschland den Deutschen ist richtig, nur der Adressat ist falsch". Vom Duktus klingen Sie aber genau wie meine angeblich patriotische CDU-Verwandtschaft mütterlicherseits, die mir immer vorgebetet hat, Deutschland bräuchte halt Fremdarbeiter. Dabei dienten Zuwanderung und EU stets nur der Regierung, um vergangene Fehler auf Kosten der Zukunft zu verdecken, fremden "Wünschen" zu gehorchen, das Großkapital mit billigen Arbeitskräften zu bedienen, mehr Konsumenten reinzuholen und den Vermietern zu stabilen und steigenden Mieten zu verhelfen. Und weil Medien und Schulen den Leuten jahrzehntelang eingetrichtert haben, das habe so zu sein, regte sich bis heute, kurz vorm Kollaps, niemals breit angelegter Protest. Wer hätte den auch organisieren sollen? Kirchen, Sozialverbände und Gewerkschaften haben ja fleißig mitgemacht. Unten gab es die Proteststimmung sehr wohl. Nur hatte die damals noch vorhandene Arbeiterschicht keine Stimme. Jene Partei die Stimme hätte sein sollen, war ja schon damals eine Mogelpackung. Es ist gut, daß nun endlich die Lunte brennt.
@ Gimli:
Ihre Diversitätsphantastereien stehen im Widerspruch zu Ihrem Aliasnamen. Sie müßten eigentlich wissen, daß schon Zwerge und Menschen Probleme mit dem Zusammenleben hatten.

Ein gebuertiger Hesse

13. Juni 2026 16:30

@Gimli
Es ist vulgär, die Namen der Freunde Ihrer Söhne als Beleggründe für Ihre Weltoffenheit ins Feld zu führen. 
 

Beta Jas

13. Juni 2026 16:49

@Le Chasseur
Ab wann darf man demonstrieren, ab dem Abitur? Ungeachtet dessen was ich selbst von manchen Gesichtern mit entsprechendem Wuschelhaarschnitt sowie hässlichen Tätowierungen halte und ihr Verhalten, das ein gefundenes Fressen für bestimmte Medien ist. 

Le Chasseur

13. Juni 2026 18:26

@Beta Jas"Ab wann darf man demonstrieren, ab dem Abitur."
Sie demonstrieren nicht, sie randalieren.

Artabanus

13. Juni 2026 23:29

@Gimli
Ihre individuelle Freundschaft mit Menschen verschiedener Herkunft ist nichts ungewöhnliches und ganz normal solange schönes Wetter herrscht. Falls sich die Umstände ändern und es plötzlich zu Verteilungskaempfen kommen sollte, werden Sie feststellen, dass einige Ihrer Freunde plötzlich gar nicht mehr freundlich zu Ihnen sind. Es gibt gruppendynamische Prozesse in denen einzelne Individuen keine Rolle spielen. Man wird als Individuum von solchen Prozessen einfach überrollt und mitgerissen, so wie von einem Tsunami. 

dojon86

14. Juni 2026 09:30

@Artabanus Treffend formuliert. Ich habe mich mit den Vorgängen rund um das Jahr 1938 in Wien auseinander gesetzt und sehr viele Menschen, dazu befragt. Der Unterschied zu Deutschland war, dass die österreichische Regierung zwar mild konfessionell antisemitisch war, das im Alltagsleben aber nichts zu bedeuten hatte. Dann änderte sich in einem Tag alles. (Anschluss) Das war der Unterschied zu Deutschland wo die Schraube allmählich angezogen wurde. Freundschaften wurden (oft aus Angst) binnen Tagen aufgekündigt. Manche erinnerten sich, dass sie heimlich oder auch offen solange das möglich war, einzelne Juden unterstützten. Aber für ihnen Fremde taten sie nichts oder kauften auf einer Art Flohmärkten den Hausrat aufgelassener Judenwohnungen. Oft waren das dieselben Personen, die ihnen bekannte Personen unterstützten. Ein alter Wiener Jude, der alles irgendwie überlebt hatte, erzählte mir, dass ihn ein Schulfreund, der bei der SA war, vor den geplanten Progromen (Reichskristallnacht) warnte. Ich bin sicher, dass derselbe Mann am Stichtag trotzdem am Progrom teilnahm. Im übrigen kenne ich ähnliche Erzählungen aus dem Bürgerkriegsjugoslawien. Ich kann mich sogar an einen Zeitungsartikel in der Presse, eines österreichischen Leitmediums über den Beginn des libanesischen Bürgerkriegs erinnern, der nebstbei gesagt ein ganzes Land für immer ruinierte, der das Zerfallen einer Gesellschaft im Bürgerkrieg in kürzester Zeit beschrieb.

Le Chasseur

14. Juni 2026 09:48

Auch in New York tobt sich der Plebs aus: https://nypost.com/2026/06/14/us-news/knicks-fans-ignite-school-bus-on-fire/

Karin Wendt

14. Juni 2026 14:53

Dass es eine pathologische Haltung gibt, die Rassismus nur der weißen Bevölkerung zuschreibt, ist Unsinn. Rassismus abzulehnen, bedeutet, niemandem sein Menschsein abzusprechen. Mit dem Aufrechnen kommen wir nicht weiter. Außer, man befürwortet den (Kultur-)Kampf. Was Sie ausdrücklich nicht tun, wenn ich Sie richtig verstehe.

Maiordomus

14. Juni 2026 15:28

@Laurenz. Der im Vergleich zu Deutschland bei weitem überfülltere Zwergenstaat Schweiz, wo es die schönsten Zwergenmythen Europas gibt, so den vom Zwergenkönig Muggenstutz in der Lieblingsgegend von Arthur Conan Doyle nahe Interlaken, hat soeben mit 55% gegen 45 % bei klar umgekehrtem "Gemeinde-Mehr", was nicht zählt gegen urbane Übermacht, eine Beschränkung unserer Einwohnerzahl auf 10 Millionen abgelehnt. Dabei war unsere epochale Verfassung von 1848 noch "für 2 Millionen freie Schweizer" konzipiert. Aus Ablehnung der Deutschen, gemeint Preussen, aber auch generell der Überfremdung schrieb der wohl bedeutendste sozialistische Theologe, Leonhard Ragaz, 1917 das schönste und beste Buch eines Gottesgelehrten mit grundsätzlichen Warnungen vor Überfremdung bei Warnung vor Nationalismus, aber für echten Patriotismus und für ein Schweiz-Verständnis, das er Deutschen nicht zutraute, von wegen monarchischem und obrigkeitlichem, auch lutherischem Denken. Vgl. NZZ letzten Freitag. Er war Protestant, wollte keine Katholisierung durch Vorarlberger und Tiroler,erst recht nicht Italiener. Deswegen stimmte noch der Grosskanton Bern 1970 für eine radikale Massenremigration fordernde Initiative, die knapper abgelehnt wurde als die von heute.   

Majestyk

14. Juni 2026 15:39

@ Beta Jas:
Ist für uns im Grundgesetz geregelt.
Art. 8 (1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
Eine Altersgrenze wird nicht erwähnt. Klar erkennbar dürfen aber nur die Deutschen demonstrieren. Also deutsche Staatsbürger. Zum Zeitpunkt der Ausarbeitung des Grundgesetzes dürften das aber nahezu ausschließlich ethnische Deutsche gewesen sein. Hier müßte man präzisieren. Die ganzen Palis und Muslimbrüder hierzulande haben aber eindeutig kein Demonstrationsrecht. Hat sich aber schon in den 80ern keiner drum geschert, als die Kurden gerne mal die Rheinbrücke komplett blockierten, um da wegen innertürkischen Angelegenheiten zu "demonstrieren". 
Allzu viel Vertrauen ins eigene Volk hatten die Väter des Grundgesetzes aber eh nicht, schon im zweiten Absatz von Art. 8 heißt es:
(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.
Auch dieses Grundrecht ist also dehnbar wie Gummi und kann mehr oder weniger nach Gusto gewährt oder verweigert werden.
Nirgendwo lese ich allerdings, daß man während der Arbeitszeit oder des Unterrichts demonstrieren darf. Eine Demonstration ist ja kein Streit und somit Privatangelegenheit und daher in der Freizeit auszuführen.
 

Majestyk

14. Juni 2026 16:22

@ Beta Jas:
Ist für uns im Grundgesetz geregelt.
Art. 8 (1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
Eine Altersgrenze wird nicht erwähnt. Klar erkennbar dürfen aber nur die Deutschen demonstrieren. Also deutsche Staatsbürger. Zum Zeitpunkt der Ausarbeitung des Grundgesetzes dürften das aber nahezu ausschließlich ethnische Deutsche gewesen sein. Hier müßte man präzisieren. Die ganzen Palis und Muslimbrüder hierzulande haben aber eindeutig kein Demonstrationsrecht. Hat sich aber schon in den 80ern keiner drum geschert, als die Kurden gerne mal die Rheinbrücke komplett blockierten, um da wegen innertürkischen Angelegenheiten zu "demonstrieren". 
Allzu viel Vertrauen ins eigene Volk hatten die Väter des Grundgesetzes aber eh nicht, schon im zweiten Absatz von Art. 8 heißt es:
(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.
Auch dieses Grundrecht ist also dehnbar wie Gummi und kann mehr oder weniger nach Gusto gewährt oder verweigert werden.
Nirgendwo lese ich allerdings, daß man während der Arbeitszeit oder des Unterrichts demonstrieren darf. Eine Demonstration ist ja kein Streit und somit Privatangelegenheit und daher in der Freizeit auszuführen.

Majestyk

14. Juni 2026 16:23

@ Le Chasseur:
Auch in diesem Faden wiederhole ich es gerne noch einmal, Ihre Positionierung gegen das eigene Volk mit verächtlichem Blick nach unten ist so bezeichnend wie beschämend. Aufgrund meiner Lebenserfahrung wundert mich das nicht. Ich bin öfters mal Politikern begegnet, war mit Armin Laschet sogar mal ein Bier trinken. Theo Weigl war auch in echt so umgänglich wi im TV. Bevormundend und borniert nach unten waren meist Sozen und Co.. Man ist zwar gegen die "bösen" Reichen, gibt sich sozial, aber keiner verachtet das eigene Volk mehr als Linke. Erklärt vielleicht auch die linke Begeisterung für Multikulti und Islam. Während Kohl noch am Wolfgangsee entspannte, pflegten Sozen und Grüne ja ihre Toscana-Fraktion. Alles, bloß nicht Deutschland und deutsche Menschen

Laurenz

14. Juni 2026 16:29

@Maiordomus ... vielleicht hätten Sie mal kurz nachgeschlagen. Deutschland ist in seinen aktuellen Grenzen 8,66 x so groß, wie die Schweiz, hat aber 233 Einwohner pro Quadrat-KM im Vergleich zur Schweiz mit 220 Einwohnern pro Q-KM. Die Topographie mag Deutschland gegenüber etwas gnädiger gestimmt sein als zur Schweiz, aber im Grunde gibt sich das nichts. Die Deutschen Staaten Schweiz, Österreich, Deutschland & die Niederlande, wie Luxemburg & Flandern sind extrem übervölkert. Daß die Alemannischen Schluchtenscheißer der Schweiz noch dümmer sind, als wir, mag vielleicht auch etwas verdient sein. Den Schweizern geht es einfach zu gut.

Gimli

14. Juni 2026 19:41

Auf meine Sachschulderungen kommen keine Argumente. Gepöbel, Sarkasmus etc.  Angstvolle Vorurteile, Unfähigkeit Fremdes oder Neues zu ertragen, Beharren auf dem Früher. So liest sich das für mich. Und am besten noch ein Hegelzitat dazu. Ein Leben im Gestern. 

Kositza: Komisch. Aufgrund Ihrer "Sachschulderungen" (hallo Dr. Freud) hab ich eher den Eindruck, SIE seien einer der letzten von gestern.

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