8. Mai 2020

8. Mai 1945 – Kein Tag der Befreiung

Redaktion / 25 Kommentare

»Man kann den 8. Mai nicht zum Glückstag für Deutschland machen«, erklärt der AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland.

  • Sezession

Weiter heißt es bei ihm:

Für die KZ-Insassen ist er ein Tag der Befreiung gewesen. Aber es war auch ein Tag der absoluten Niederlage, ein Tag des Verlustes von großen Teilen Deutschlands und des Verlustes von Gestaltungsmöglichkeit.

Gauland wägt ab und betont, daß nunmal »die in Berlin vergewaltigten Frauen das ganz anders sehen als der KZ-Insasse«.

Die Zeitschrift Sezession hat in ihrer 17jährigen Geschichte wiederholt auf diese »Ambivalenz« der totalen Niederlage hingewiesen: Der Krieg war nicht zu Ende. Nachfolgend präsentieren wir eine Artikelauswahl, die den historischen Blick schärfen soll, geschichtspolitische Aufarbeitung im besten Sinne betreibt und weiterreichende Verbindungslinien zieht.

  • Stefan Scheil zieht geopolitische Linien und zeigt die Besonderheiten der deutschen Kapitulation vom 8. Mai 1945 auf, die sich eben deutlich von Vorgängen unterschied, wie sie am Ende von Kriegen bis dahin üblich waren.
  • Heinz Nawratil zeigt, was es hieß, daß die Westalliierten 1945 die totale Luftherrschaft besaßen: Ihre Tiefflieger konnten ungestört Jagd auf die Zivilbevölkerung machen. Der 8. Mai beendete diese Form des Tötens, andere setzten sich fort.
  • Rolf Schilling unternimmt eine Reise nach Ostpreußen, das 1945 eine beispiellose Vertreibung erleben mußte. Man lehrte ihm, daß mit dem 8. Mai 1945 ein neues Zeitalter angebrochen sei, das der Völkerfreundschaft gewidmet sei – er glaubt nicht daran.
  • Mit dem 8. Mai 1945 begann ein Zeitabschnitt, in der die Deutschen ihrer eigenen Geschichte entfremdet wurden. Diesen Wechsel von Grundeinstellungen, der sich hierzulande bei dem Übergang von der Aufbaugeneration zu den nachfolgenden Generationen ergeben hat, ist ein politisch-gesellschaftlicher und historischer Prozeßfaktor großen Ausmaßes. Fritz Süllwold nimmt sich ihm an.
  • Einer der wichtigsten Beiträge zum 8. Mai 1945 stammt von Ernst Nolte. Der Historiker verdeutlicht, daß man anhand der Erfahrungsberichte der Augenzeugen dieses Tages zur Kenntnis nehmen muß, daß zahlreichen Deutschen kaum etwas von jenem erspart worden ist, was meist als spezifische Eigentümlichkeit des nationalsozialistischen Regimes und seiner Konzentrationslager sowie seiner erbarmungslosen Kriegführung betrachtet wird.
  • Stefan Scheil ergänzt diesen Beitrag um die Rolle von Geschichtsschreibung als Herrschaftsinstrument – zeitlos.
  • Thorsten Hinz beschreibt in einem eindrucksvollen Aufsatz, weshalb mit der bedingungslosen Kapitulation vom 8. Mai 1945 für Deutschland mehr verlorengegangen war als »nur« der Zweite Weltkrieg und die militärische Macht.
  • Benedikt Kaiser zeigt, daß der Luftkrieg gegen das Deutsche Reich im Winter und Frühjahr 1945 um so heftiger wurde, je näher die Kapitulation rückte. Mit militärischen Erwägungen hatte die Vernichtung Hunderttausender Menschenleben nichts zu tun. Noch Anfang Mai 1945 flogen Bomberstaffel um Bomberstaffel Angriffe auf zivile Komplexe.
  • Wer den Luftkrieg überlebte, hatte noch nicht sein Leben gerettet. Die Vertreibung betraf mehr als 14 Millionen Deutsche. Alfred de Zayas verweist darauf, daß spätestens seit der Haager Landkriegsordnung (Artikel 42–56) Vertreibungen völkerrechtswidrig waren – und freilich dennoch brutal vollzogen wurden: vor und nach dem 8. Mai 1945.
  • Zwar hatten die deutschen Streitkräfte am 8. Mai 1945 offiziell den Widerstand eingestellt. Stefan Scheil hebt gleichwohl hervor, daß die letzte Regierung dies bewußt nicht als politische Erklärung, sondern als rein militärischen Akt gestaltet hat – und was dies für die Erinnerung an den Tag der Niederlage bedeutet.
  • Kritik an der linksideologischen Geschichtsschreibung zum 8. Mai 1945 wird oft als »Revisionismus« abgetan. Ernst Nolte ergründet diesen umstrittenen Begriff.
  • Abschließend gilt es, auf die erste Lektion der Umerziehung im Mai 1945 hinzuweisen. Es handelt sich um das Schlußkapitel des Buches Odyssee in grünen Hosen (1949) von Walter Hueck (1898–1972). Hueck schildert darin die Erlebnisse eines Fallschirmjäger-Sanitätsfeldwebels im letzten Kriegsjahr. Der 8. Mai 1945 – eine deutsche Tragödie. 

  • Sezession

Kommentare (25)

RMH

8. Mai 2020 09:28

Das der 08. Mai 45 ein vielschichtiges Datum ist und für Deutschland eine Niederlage gewesen ist mit gleichzeitigem Beginn von Flucht und Schrecken, scheint mittlerweile Common Sense zu sein (siehe auch den aktuellen Leitartikel dazu bei SPON), der Streit geht doch eher in die Richtung, dass wir doch bitte bei allen Schrecken am Ende froh darüber sein sollen, daß es so gekommen ist, wie es kam und dass damit dann auch endgültig Tabula Rasa mit den deutschen Unruhestiftern in Europa gemacht wurde und so ist dann auch der Leitartikler bei SPON, wie mancher Nazi auch, recht froh darüber, dass der 20. Juli gescheitert ist, denn sonst wäre u.U. zuviel Deutsches herüber gerettet worden. Bei dieser Interpretation kann man nur sagen: Ehre den Männern des 20. Juli, Fluch den  Nazis und ihren Epigonen, die nunmehr an anderer Wirkungsstelle den Nero Befehl konsequent ausführen.

 

Laurenz

8. Mai 2020 10:10

Erschreckend ist, wie RT den 8.Mai. begeht, als ob das Sowjet-Imperium fröhliche Urständ feiert. https://deutsch.rt.com/inland/102253-schlagabtausch-zwischen-gauland-und-russischer-botschaft/

Wer kann schon was dafür, daß die Sowjetunion außer Juri Gargarin (auch nur mit Hilfe deutscher, illegal deportierter Wissenschaftler) und dem Großen Vaterländischen Krieg in 70 Jahren nichts auf die Reihe brachte. Aber die Einkerkerung Ost-Europas, deren Symbol der 08.Mai ist, als Tag der Befreiung zu feiern, schlägt schon einigen Fässern den Boden aus. Und die Zensur auf RT hat schon was Sowjet-Diabolisches. Daß das den weiteren Unwillen und die Antipathie gegen Rußland schürt, ist daher kein Wunder. Als ob die den Leitfaden für russisch bezahlte Redaktionen angebenden Politiker auf dem falschen Posten sitzen.

Der_Juergen

8. Mai 2020 10:19

Sezession gebührt Dank dafür, dass sie gegen den Strom schwimmt und das abgrundtief verlogene Narrativ von der "Befreiung Deutschlands" im Jahre 1945 anhand fundierter Beiträger widerlegt. Vor ein paar Jahrzehnten noch haben CDU-Politiker wie Alfred Dregger sich im gleichen Sinn geäussert. Mittlerweile ist in dieser zentralen Frage kein Unterschied zwischen der Union und der Linken mehr erkennbar.

Laurenz

8. Mai 2020 10:25

@RMH

Reine Vermutungen. Als ob wir mit einer anderen Reichsregierung keinen Krieg an der Backe gehabt hätten. Das bleibt einfach unwahrschinlich.

Phil

8. Mai 2020 10:38

Danke für diese Zusammenstellung.

 

Mag der Mainstream auch Leid der Deutschen und Verbrechen an Deutschen "offiziell" anerkennen, so verweist er dabei gern auf den 30. Januar 1933 und suggeriert damit: "Selbst schuld. Ihr habt nicht das Recht, irgendjemanden anzuklagen außer euch selbst. Das deutsche Volk hat es verdient."

Solch Einstellung stößt mich nicht nur als national denkender und fühlender Mensch ab, sie stößt mich als Mensch ab.

"Wer klagt die Kläger an?" fragt Herbert Brunnegger in "Saat in den Sturm".

Niekisch

8. Mai 2020 10:39

7/8. Mai 1945 - an diesen beiden Tagen wurde beurkundet, in welch grausiger Art und Weise sowohl Deutschland als auch seine alliierten Feinde Maß und Mitte verloren hatten:

 

Wer je die Flamme umschritt

 

Wer je die Flamme umschritt,

bleibe der Flamme Trabant!

Wie er auch wandert und kreist:

wo noch ihr Schein ihn erreicht,

irrt er zu weit nie vom Ziel.

Nur wenn sein Blick sie verlor,

eigener Schimmer ihn trügt:

fehlt ihm der Mitte Gesetz,

treibt er zerstiebend ins All.

 

( Stefan George )

 

 

 

 

Maiordomus

8. Mai 2020 10:43

@RMH. Sie sehen es wohl zu einfach im Sinne von simplifiziert. Insofern würde es sich abermals lohnen, sich mit dem Leben wirklicher deutschpatriotischer Nonkonformisten wie Leopold Ziegler zu befassen, dem geistigen Mentor von Edgar Julius Jung. Und natürlich wäre die vollständige Unterwerfung nach allem, was z.B., etwa Vertreibungen, längst geplant war, auch einer neuen Reichsregierung kaum erspart geblieben. Die vollständige Besetzung Deutschlands hätte, bei einer besser motivierten Verteidigung,  womöglich nicht weniger Opfer gekostet, und es wäre der Fall einer wohl auch sittlich gebotenen unbedingten Landesvereidigung eingetreten.Mit Sicherheit aber wäre wohl die Zahl der jüdischen Opfer bei einer Regierung Goerdeler geringer gewesen, was das geschichtsbestimmende Narrativ der Nachkriegszeit und zumal der Gegenwart allenfalls verändert hätte.

Valjean72

8. Mai 2020 10:54

@RMH:

mir fällt auf, dass Sie kaum einen Kommentar hier hinterlassen, der nicht mit mindestens einem Anglizismus versehen ist (in diesem Fall: common sense). Aber das nur am Rande.

Bei folgender Passage Ihrer Einlassung kann ich allerdings nur den Kopf schütteln.

dass damit dann auch endgültig Tabula Rasa mit den deutschen Unruhestiftern in Europa gemacht wurde

In diesem Zusammenhang ein Zitat des britischen Spitzenpolitikers und Top-Diplomaten Lord Balfour aus dem Jahr 1907:

„We are probably fools not to find a reason for declaring war on Germany before she builds too many ships and takes away our trade.”

(Quelle: Allan Nevins, „Henry White – Thirty Years of American Diplomacy", New York: Harper Bros., 1930, pp. 257-258)

Abschliessend noch von ein Wikiquote entnommenes Zitat Eugen Gerstenmaiers:

"Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: Dass der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde."

- Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. März 1975

 

Nein, wir wurden nicht befreit.

RMH

8. Mai 2020 11:00

Klarstellung bzw. bei 1500 Zeichen weitere Simplifizierung:

Mir ging es nicht um hätte, wäre, wenn bei meiner Erwähnung des 20. Juli, sondern darum, wie ein heutiger Leitartikler das auch noch als mehr oder weniger "Glücksfall" mit abräumt.

Eigentlich ist jeder Deutsche, der nicht im Krieg umgekommen ist oder sich umgebracht hat, ein potentieller Gefahrenherd. Es geht um den Untergang und die endgültige Beseitigung der Reste der Kulturnation, die Deutschland schon lange  vor der Reichsgründung 1871 war, zu Gunsten einer Zivilisation, die eben auf Gebieten stattfindet, die einmal Deutschland waren.

Laurenz

8. Mai 2020 11:15

@RMH

Zitat-die einmal Deutschland waren-Zitatende

Zu welchem Preis?

Damit Asien die Nummer 1 wird und der Westen sich für ein paar Jahrzehnte ein nettes Leben erkaufte?

Das ist vollkommen irre. Als ob noch irgendetwas von dem übrig bliebe, was die Betreiber dieser Politik sich erträumt hatten. Und, mit Verlaub, das war abzusehen.

Ein gebuertiger Hesse

8. Mai 2020 11:19

Der heutige ist ein Tag, den man in seinem Herzen durchmachen muß, nicht anders als die, an denen sich der Tod der Eltern jährt. Was da mit einem geschieht, es wird viel sein, auch Widersprüchliches, gehört dann zu einem, macht einen zu dem, der man ist. Jahr für Jahr kommt eine Vergegenwärtigungsschicht hinzu.

Wehe, man versucht, sich darum herumzumogeln; man bleibt unvollständig, als Deutscher nur ein halber Mensch.

RMH

8. Mai 2020 11:41

@Valjean72,

Ich verwende Anglizismen, so wie ich auch Fremdwörter benutze oder auch seltener Ausdrücke aus dem Französischen oder anderen Sprachen.

"Unruhestifter" waren die Deutschen aus Sicht der anderen - damit habe ich nichts über die Kriegshintergründe ausgesagt.

@Laurenz,

Die "Sieger" von 45 hatten alle Karten in der Hand. Wenn Sie daraus das machen, wie es sich heute darstellt:

Not our cup of tea ... 

Maiordomus

8. Mai 2020 12:14

@Zu oben. Es muss natürlich "Landesverteidigung" heissen, nicht "Landesvereidigung", war ein Verschreiber. Es bleibt dabei, dass in der letzten Phase des Krieges der Eid auf Adolf Hitler der Motivation der Landesverteidigung eben gerade nicht dienen konnte. Ein solcher Eid war faktisch ein Verbrechen an Deutschland, zumindest bei drohender Niederlage ein objektives Verhängnis. Ich befasse mich seit 1965 mit dem christlichen, bürgerlichen und rechten Widerstand gegen den Nationalsozialismus, welches Thema ich auch bei meiner Dissertation behandelt habe. Deswegen bitte ich, Wortmeldungen nicht einfach als inkompetent einmischende Äusserungen eines ausserdeutschen Staatsbürgers zu deuten, wiewohl Sie vieles anders sehen mögen als ich.

MARCEL

8. Mai 2020 12:27

Die beiden Staaten, die auf deutschem Boden nach 1945 entstanden, waren Protektorate der jeweiligen Siegermächte. Die Bundeswehr war eine Hilfstruppe (fast wie bei unterworfenen Völkern im alten Rom) - mehr nicht und Deutschland potenzielles Schlachtfeld. Die für das Leben notwendige Selbstachtung speiste sich im Westen nur noch aus der Wirtschaft (und vielleicht noch dem Fußball), im Osten durch ein aufgezwungenes sozialistisches Sendungsbewusstsein. Der Westen war trotz 68 eigentlich unpolitisch, der Osten "durch-politisiert". Der Westen wurde politisch-militärisch nie erwachsen, der Osten hat genug Antikörper gegen neue "historische Sendungsaufträge". Vielleicht passiert einmal das, was ohne den Kalten Krieg nach 1945 passiert wäre: Eine Aufsplitterung Deutschlands in halb-staatliche Gebiete, die sich neu ausrichten...

zeitschnur

8. Mai 2020 12:27

@ Der Juergen

Der 8. Mai 1945 war der Tag der Kapitulation der Wehrmacht. Große Teile des Naziregimes wurden schlicht und einfach in amerikanische Geheimprojekte verlegt (NASA mit Wernher von Braun, spätere CIA mit Gehlen etc.). Dass die gesamte Nazibewegung ein sehr amerikanisches Produkt war, massiv finanziert von den amerikanischen Korporatisten im "militärisch-industriellen Komplex" weiß seit Sutton ohnehin jeder, der nicht völlig blind ist für die Forschungslage.

Mit dem "Narrativ" von der "Befreiung" lenkte man fast total ab davon, wer diese Regierung und ihre Exponenten finanziert und bis kurz vor Schluss geschützt hatte. Der 8. Mai ist ein Tag, an dem das "Schillern der Dinge" einen Peak erreicht hatte. Deutschland hat nicht kapituliert, aber es verschwand in einer Art "Anderwelt". Das alte deutsche Reich war nie aufgelöst oder abgewickelt worden, die neuen, militärisch erzwungenen Konstrukte überlagern die Wirklichkeit des Reiches, das man in den Zwischenordner kopiert hatte.

Ich bin mir nicht so sicher, dass das so verborgene und unterdrückte Deutschland nicht eines Tages auch wieder aus der Zwischenablage herausgeholt werden könnte und über die Pastefunktion aktiviert wird, dies aber dann als echter Reset, echter Neuanfang.

ff

zeitschnur

8. Mai 2020 12:44

@ Der Juergen

ff

Deutschland spielt unter dem Merkelregime auch diesmal wieder für die Geschicke der Welt eine katastrophale Rolle. Es ist sehr wichtig, dass sich möglichst viele Deutsche laut und deutlich von dieser Berliner Wahnwelt radikal distanzieren. Der Microsoft-Virus-Wahn ist der Gipfel - erneut dieser korporatistische Schulterschluss zwischen Deutschland und amerikanischen Oligarchen. Und wieder sind die üblichen Verdächtigen unter den Nachbarländern dabei bei dieser globalfaschistischen Nummer, die gerade abläuft bzw versucht abzulaufen. Pétain heißt heute Macron, Mussolini heißt heute Conte, Franco heißt heute etc.

Inzwischen wird aber im öffentlichen Diskurs, der sich nicht mehr unterm Deckel halten lässt, immer deutlicher, was hier gespielt wird. Die Forderungen nach einer totalen Kapitulation des Regimes in Berlin, der virusverseuchten Mainstream-Medien und vor allem des hochgradig - so wirkt es, wenn man genauer nachsieht - kriminellen RKIs werden immer lauter, und dies von den hellsten und besten Köpfen Deutschlands. Die Dumpfbacken in Politik und Medien werden sich kaum mehr halten können.

Ich empfehle einen sehr guten Artikel heute auf KenFM zum Thema: https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-bundesregierung-wusste-offenbar-schon-im-maerz-dass-gefahr-uebertrieben-dargestellt-wurde/
 

ff

zeitschnur

8. Mai 2020 12:45

@ Der Juergen

ff

Das erregte Statement eines französischen Arztes, das mir gestern jemand schickte, weist darauf hin, dass alle Krankenkassendaten über Microsoft-Systeme laufen und auf diese Weise der kriminell-wahnsinnige Bill Gates direkten Zugriff auf die persönlichen Gesundheitsdaten sehr vieler Menschen hat. Diesem Spuk, der auch wieder ein deutscher Spuk ist, muss sofort ein Ende bereitet werden. Ernst Jünger wies übrigens schon in seinem "Waldgang" darauf hin, dass die staatlichen Krankenkassen einer der gefährlichsten Datensammelorte sind, die allen Menschen das Genick brechen könnte. Soweit ich weiß, wollte er deswegen keine Krankenversicherung haben.

Der 8. Mai 1945 soll uns daran erinnern, dass Deutschland noch in der Zwischenablage liegt, aber nach dem Desaster, das wir derzeit erleben und von dem wir hoffentlich bald uns selbst befreien werden, eines Neustartes bedarf (und nicht nur in Deutschland!). Wir stehen in jedem Fall an einer Zeitenwende, und nach Friedell sind die, die an das Virus glauben trotz aller klaren und eindeutigen Beweise, dass es ein Microsoft-Fake ist (dazu bitte die Pressekonferenz mit dem Ministerpräsidenten von Tansania von gestern ansehen - mit dem Roche-Test wurden auch Ziegen und Papayas "positiv" getestet!), die Verlierer - so oder so. Setzen wir uns für einen friedlichen und freiheitlichen Neustart ein. Dazu muss eine Art "Wahrheitskommission" eingesetzt werden wie einst in Südafrika und all die verdammten Lügen und Manipulationen der vergangenen Jahrzehnte aufgeabreitet werden.

Niekisch

8. Mai 2020 13:05

"in der letzten Phase des Krieges der Eid auf Adolf Hitler der Motivation der Landesverteidigung eben gerade nicht dienen konnte. Ein solcher Eid war faktisch ein Verbrechen an Deutschland, zumindest bei drohender Niederlage ein objektives Verhängnis."

@ Maiordomus 12:14: Der Eid ein Verbrechen an Deutschland? Ein interessantes Argument. Wer und wie hätte man ihn ändern können, um ihn dem Krieg gerecht zu machen? Darf ich Sie ganz vorsichtig daran erinnern, dass Deutschland seit der Kaiserzeit permanent von der Niederlage bedroht war, weil der deutsche Konkurrent zu stark wurde, weswegen Churchill ihn schon 1936 aus dem Weg räumen wollte?

Ich habe noch viele Kriegsteilnehmer persönlich gesprochen. Die meisten wollten Kinder, Frau, die Verwandten und die deutsche Heimat schützen und verteidigen, sahen diesen Krieg als Verteidigungskrieg. Das Ende sahen sie nicht als Befreiung, da mögen jetzt noch so viele Glocken zur "Befreiung" läuten oder der NRW-Innenminister Reul die Flaggen aufziehen lassen, Die Merkel in Den Haag die eigene Niederlage feiern - ach, fällt ja wegen Corona aus-

"bis kurz vor Schluss geschützt" @ zeitschnur 12:27: Wann soll denn das gewesen sein? Oder meinen Sie das Verschonen der US-Investionen in Deutschland? 

Maiordomus

8. Mai 2020 13:37

Natürlich war der Eid auf Adolf Hitler die unglücklichste Symbolhandlung der deutschen Kriegsgeschichte und gegen Kriegsende auch rein praktisch kontraproduktiv. Von einem gerechten Krieg hat im Zusammenhang mit WK 2 sowieso noch nie jemand Vernünftiger gesprochen, natürlich hätte in Nürnberg wohl auch Churchill zehn Jahre bedingt mit Siegerrabatt verdient, aber das war ohnehin ein hilfloser Prozess, gelinde gesagt ein Sonderfall der Rechtsgeschichte. Ab 1934 wusste ja jeder, dass es ein erzwungener Eid auf einen eingestandenermassen nachgewiesenen Mörder war, aber auch auf einen "Gutmenschen" hätte kein vernünftiger Christ einen Eid ablegen sollen und dürfen. Die von mir angesprochene Frage einer noch möglichen Landesverteidigung 1944/45 war was ganz anderes, und dieser Landesverteidigung stand zumal gegen Kriegsende der  Eid auf einen erst noch als Versager überführten, für jeden Leser seines Buches  nachgewiesenermassen Schwerkriminellen im Wege. Noch Fragen?

RMH

8. Mai 2020 13:39

@Niekisch,

den "Eid" habe ich vor kurzem erst wörtlich zitiert. Hitler hat die Truppen auf sich höchstpersönlich vereidigt und nicht auf das deutsche Volk oder Deutschland. Maiordomus hat vollkommen Recht. Alleine dieser Umstand war blanke Anmaßung und Machtmissbrauch - und das schon ab 1934/1935. Alleine dafür hätte man diesen Herrn vom Hof jagen müssen. War aber nicht der Karriere förderlich. Im Übrigen haben sie sicherlich Recht, ab einem gewissen Zeitpunkt ging es nur noch um die Landesverteidigung und immer mehr dann um das nackte Überleben.

Valjean72

8. Mai 2020 14:07

@zeitschnur:

Dass die gesamte Nazibewegung ein sehr amerikanisches Produkt war, massiv finanziert von den amerikanischen Korporatisten im "militärisch-industriellen Komplex" weiß seit Sutton ohnehin jeder, der nicht völlig blind ist

Mir sind die Grundthesen der Arbeiten von Anthony Sutton, Guido Preparata und Nikolai Starikow durchaus belannt aber ich teile sie ausdrücklich nicht. Das nur fürs Protokoll, hier ist nicht der Ort, um derlei zu diskutieren.

Darüber hinaus halte ich KenFM für kontrollierte Opposition, auf jeden Fall wird dort in Fragen Klima- und "Flüchtlings"-Politik die Position der Regierung, bzw. jene der links-grünen "Opposition" mitgetragen.

heinrichbrueck

8. Mai 2020 15:19

So ein goldiges Kommentariat, immer noch in der Blase der BRD unterwegs.

Der Krieg ist immer noch nicht zu Ende. Nach der „Befreiung“ kam die Umvolkung, und hier wurden auch die vermeintlichen Sieger nicht verschont. Es war also keine Befreiung, sondern die Einführung einer Demokratie; den Machtstrukturen des feindlichen Willens ausgeliefert. Das Grundgesetz sah sich als Provisorium, „eine Modalität der Fremdherrschaft“, bis eine Verfassung geschrieben werden kann, und zwar in Eigenregie.

Die Judenfrage als Opferstatus überliefert, schon seit alttestamentarischen Zeiten ein lächerliches Narrativ. Wie wurde der Zusammenstoß mit Juden stets überliefert? Alle Völker waren böse, also antisemitisch. Was haben diese anderen Völker getan? Die Herrschsucht der Juden, die nie haben kapieren wollen, daß sie als Ausländer unerwünscht waren, zumal weiter oben in der Landesführung, wird aber als Verfolgung der Juden überliefert. Was den anderen Völkern angetan wurde, eine Blutspur durch das gesamte AT, und mit welchen Mitteln gefochten wurde, scheint politisch keine Rolle zu spielen. Ich möchte den Sieg über die Umvolker sehen, ohne den Juden ans Bein zu pissen. Maßnahmen zu ergreifen, auf die schon Gegenmaßnahmen warten, so einfach wird es nicht gehen. Wie Geschichtsprozesse zuweilen vorgestellt werden, aber in der Realität nicht ablaufen (können), sind ohne politischen Nutzen.

Zwischen Hitler und den Juden wurde über die zukünftige Machtausübung entschieden.

Laurenz

8. Mai 2020 15:25

@RMH

Zitat (übersetzt) - nicht unsere Baustelle - Zitatende

irgendwie süffisant und wahr.

Andererseits verhandelt man doch mit Besatzern und der eigentlich Umbruch geschah mit den Türkei-Verträgen, weil die Amis auf für sie kostengünstigen Wege die Forderungen der Türkei zum Nato-Beitritt zu unseren Lasten befriedigten. In den 60ern war die Politik schon so saturiert, daß man alles zu Lasten der Beherrschten abschob. Das hat mit Nazis schon nichts mehr zu tun. Und ob man früher Juden umbrachte oder heute uns, was macht das schon für einen Unterschied.

Niekisch

8. Mai 2020 16:54

@ Maiordomus+ RMH 13:37 + 13:39: Im nachfolgenden link sehen Sie, wie es bei Preußens war:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fahneneid 

Und das deutsche Volk auch noch als kollektiver Mittäter per Akklamation.... Da hätten eigentlich in Nürnberg ganze Galgenwälder stehen müssen, die weit über die Stadtgrenze hinaus hätten reichen müssen, um all die Mordgesellen aufknüpfen zu können.   

 

 

Götz Kubitschek

8. Mai 2020 17:33

sehr früher badeschluß für alle beteiligten.

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