Autorenportraits in der Sezession

Auf das Autorenportrait über Michael Klonovsky, das in der August-Sezession abgedruckt ist, reagiert die Leserschaft mit zahlreichen Zuschriften.

 Gastbeitrag

Fremde Federn reichen Beiträge ein. Sind sie gut, bringen wir sie.

Jeder zwei­te Brief ent­hält den Aus­druck der Begeis­te­rung, daß wir “auf der Höhe der Zeit” sei­en und unse­re Fähig­keit unter Beweis stell­ten, uns mit dem “Heu­te” und nicht nur mit dem “Ges­tern” zu beschäftigen.

Das ist ein zwei­fel­haf­tes Lob: Man hält anschei­nend unse­ren Blick über die Höhe (oder bes­ser: Nie­de­rung) unse­rer Zeit für nichts Selbst­ver­ständ­li­ches, son­dern wird von der Ahnung gequält, es gin­ge an unse­rer Sei­te mehr­heit­lich um die nach­träg­li­che Auf­ar­bei­tung ver­lo­re­ner Schlach­ten, ver­gan­ge­ner Grö­ße undsoweiter.

Wir sind also auf der Höhe – aber wie, wenn es (ganz im Gegen­satz zum Leser­wunsch) ein Kenn­zei­chen hoher Qua­li­täts­maß­stä­be wäre, Autoren “abhän­gen” zu las­sen und zu schau­en, was von ihnen in fünf­zig Jah­ren noch übrig ist. Wer weiß schon, was da an Apho­ris­men und Split­tern noch pro­du­ziert wird: “Autoren­por­trait Micha­el Klo­n­ovs­ky”, Sezes­si­on 346, August 2042 (in Pla­nung) wäre doch ein­mal ein eben­so selbst­be­wuß­ter wie lang­fris­tig wirk­sa­mer Köder für noch unge­bo­re­ne Leser.

So hin- und her­ge­wor­fen zwi­schen Skyl­la und Cha­ryb­dis liest sich unse­re Por­trai­tier­ten-Lis­te doch wie der end­lo­se Kampf zwi­schen dem Ewig­gest­ri­gen und dem Aller­neus­ten. Ord­nen Sie zu und lesen Sie: Mitt­ler­wei­le ist das ein Fun­dus, der sich sehen las­sen kann. Ach ja, und: Abon­nie­ren Sie! 2021 gibts ein Por­trait auf der Höhe der Zeit über den Autor Dus­tin Mey­er (ist noch in der Grund­schu­le, hat noch kei­nen Verlag).

Heft 1/ April 2003                 Mar­tin van Creveld
Heft 2/ Juli 2003                   Ger­hard Nebel
Heft 3/ Okto­ber 2003           Gómez Dávi­la
Heft 4/ Janu­ar 2004              Rudolf Fahr­ner
Heft 5/ April 2004                  Pierre-Joseph Proud­hon
Heft 6/ Juli 2004                    Edgar J. Jung
Heft 7/ Okto­ber 2004            Horst Lan­ge
Heft 8/ Janu­ar 2005              Robert Michels
Heft 9/ April 2005                  Mar­gret Boveri
Heft 10/ Juli 2005                  Carl Zuck­may­er
Heft 12/ Janu­ar 2006             Pana­jo­tis Kondylis
Heft 13/ April 2006                 Lud­wig Gumplowicz
Heft 14/ Juli 2006                   Gott­fried Benn
Heft 15/ Okto­ber 2006           Hans Blü­her
Heft 16/ Febru­ar 2007            Emil Cior­an
Heft 17/ April 2007                  Leno­re Kühn
Heft 18/ Juni 2007                   Kurt Hüb­ner
Heft 19/ August 2007              Ezra Pound
Heft 20/ Okto­ber 2007             Rudolf Bahro
Heft 21/ Dezem­ber 2007         Ste­fan George
Heft 22/ Febru­ar 2008             Ernst Jün­ger Zeittafel
Heft 23/ April 2008                   Jörg Fried­rich
Heft 24/ Juni 2008                    Peter Slo­ter­di­jk
Heft 25/ August 2008               Gerd Gai­ser
Heft 26/ Okto­ber 2008             Otto Depen­heu­er
Heft 27/ Dezem­ber 2008          Alain de Benoist
Heft 28/ Febru­ar 2009              Kon­rad Lorenz
Heft 29/ April 2009                   Wolf­gang Sofsky
Heft 30/ Juni 2009                    Hen­ry de Montherlant
Heft 31/ August 2009               Knut Ham­sun
Heft 32/ Okto­ber 2009             Hans-Jür­gen Syberberg
Heft 33/ Dezem­ber 2009          Botho Strauß
Heft 34/ Febru­ar 2010              Zeev Stern­hell
Heft 35/ April 2010                    Hel­mut Schelsky
Heft 36/ Juni 2010                     Camil­le Paglia

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